Ein Baum hat nur einen indirekten Wert, den er durch fühlende Wesen erhält die sich seinem Anblick erfreuen, oder die Luft atmen. Hätte alles Bewusstsein, wäre ethisches Handeln vollkommen unmöglich und auch sinnlos.Topas hat geschrieben:Meinen letzten Tannenbaum hatte ich vor fast zehn Jahren - eben aus diesem Grunde, da es ja auch letztendlich Lebewesen sind. Es ist schon ein Unterschied, ob Holz zwecks eines Hausbaus oder zwecks sinnloser dekoration gefällt wird
Dann würdest du gewisse Backsteine diskriminieren weil du sie für die unteren Teile eines Hauses verwendest, wärend andere Backsteine ganz oben sind.
Ich kenne keine, aus meiner Sicht, verrücktere Meinung als die des Panpsychismus.
Der physikalische Materialismus (唯物主义) ist aber ebenso irrsinnig, da praktisch die eigene Existenz geleugnet wird. Und Epiphänomenalismus ist erkenntnistheoretisch völlig fehlgeleitet .. ein Phänomen ohne Einfluss ist keines, auch nicht wenn man ihm einen Namen gibt. Bewusstsein ist kein Epiphänomen, Epiphänomen existieren nicht - da würde man mächtig schwierigkeiten bekommen noch irgendeine vernünftige Definition von Existenz formuliert zu bekommen.
Diese fehlende Auseinandersetzung mit der Thematik des Bewusstseins, ist vielleicht auch noch ein Grund dafür warum viele Ethik für Metaphysik halten ... oder für willkürliche gesellschaftliche Normen.
Hier hat auch irgendwer den Ausdruck "Illusion des Bewusstseins" verwendet. Das ist ein Beispiel für eine materialistische Einstellung - eine Form des Monismus, genauso wie der philosophische Idealismus (唯心主義), beide Sichtweisen sind letztlich sehr einseitig.

