Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
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punisher2008
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von punisher2008 »

[/quote]
Hier ist wohl jemand in den Verallgemeinerungs- und Vorurteilseimer gefallem
[/quote]
Nö, einfach LEIDER zu viele persönliche Erfahrungen. Thailand und Malle waren nur Beispiele. Wie sich Deutsche im Ausland daneben benehmen gibt es leider wohl auf der ganzen Welt. Und ich kenne mehr als genug Beispiele aus meinem Bekannten-, Familien- und Freundeskreis, wo sich selbst Deutsche über Landsleute lustig machen und sich fremdschämen. Glaub's halt oder glaub's nicht, nicht mein Problem.
Petermedia
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von Petermedia »

Eigentlich wollte ich diesen Thread nicht weiter verwässern.
Da ich aber hier indirekt zitiert wurde einfach mal eine Klarstellung.
Ich habe behauptet, dass Prositution und auch Pädophile in China gerade vor 22 Jahren recht verbreitet waren und die dahinterliegenden Strukturen angerissen.
Etwas später sagte ich, dass Prostitution und Zweitfrauen ein asiatisches Phänomen sind, was nicht bedeutet, dass Prositution hier im Westen nicht genauso vorkommt.
Diese Aussage bezog sich auf die Art der Stigmatisierung. Das kann man auf China, Japan oder eben auch Thailand anwenden.
Aufzeigen wollte ich, dass es keine notgeilen Westler braucht.
Was dieser Thread jetzt mit der Aussage einiger durchgeknallter Grünen zu tun hat erschließt sich mir nicht.
Einfach noch eimal abschließend.
Ballermann ist nicht gleich Mallorca, genauso wie Pattaya eben nur eine Stadt von Thailand ist, und nicht nur deutsche Touristen benehmen sich im Ausland daneben.

Der Ursprung des Threads war ja die Tatsache, dass man Visafrei für 15 Tage nach China reisen kann und das die Regelung verlängert wurde.
Weiterhin scheint gesichert, dass man dies auch zweimal hintereinander machen kann.
Das gilt wohl auch für die SAR HK oder Macau.
Das bedeutet, dass man so wie ich das sehe visafrei einen 4 wöchigen Urlaub machen kann, wenn man einen Abstecher z.B nach HK machten will
Es wurde weiter darauf hingewiesen, dass es sinnvoll sein kann, die gesamten Flüge gebucht zu haben, damit es keine Irritationen beim Check in oder bei der Ersteinreise in China gibt.
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punisher2008
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von punisher2008 »

Ja ja, du magst ja auch Recht haben. Aber wieso verurteilst du generell dass ich Sextourismus kritisiere? Dass es sich nicht auf weiße Europäer beschränkt ist ist mir klar. Ich habe in China mehrere weibliche Bekannten, die, meist auf dem Land, im Alter von 5 bis etwa 13 regelmäßig von Verwandten vergewaltigt wurden. Alle meinten, das wäre die Regel. Aber als Ausländer dort fühlte ich mich immer als Gast, also dass ich mich besser verhalten sollte als im eigenen Land. OK, Thema beendet. Kommen wir zurück zum Punkt. Ich kann nichts als hoffen, dass die neue Regelung nicht durch Ausländer, die sich daneben benehmen, gestoppt wird. China hat einen großen Schritt gemacht, sich dem Westen wieder zu öffnen. Nicht dass sie es nötig hätten! Sie kommen ganz gut ohne Ausländer zurecht. Aber da ich selbst familiär mit China verbunden bin und immer sein werde, wünsche ich mir, dass diese neue Offenheit nicht durch andere Westler zerstört wird.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von Petermedia »

@punisher
Wo habe ich verurteilt, dass du Sextourismus kritisierst?
Ich verurteile Sextourismus genauso wie du.
Dein Posting klang aber so, dass die Ausländer mit weiterer Öffnung, China den Sextourismus bringen, so wie die Touristen die Billigparty an den Ballermann oder die Schweden in meiner Jugend das Komasaufen nach Holland.
Ich habe dann darauf hingewiesen, dass es für Prostitution weder in China noch in anderen asiatischen Ländern Westler braucht.
Ein gutes Beispiel ist Japan. In Japan ist Prostitution weit üblicher als wir uns das hier vorstellen und wird von den Ehefrauen oft gesellschaftlich toleriert.
Noch vor 15 Jahren kannte ich in Shanghai etliche Frauen es einfach hinnahmen, dass die Mænner unter dem Deckmantel der Business Meetings regelmäßig Sex mit Prostituierten hatten.
Das ist in den letzten Jahren rückläufig,da die Regierung erkannt hat dass der Wildwuchs in Sachen Prostitution u.a. zu unkontrollierbare Korruption geführt hat, aber auch , zumindest in den Städten, viele Frauen selbstbewusster sind. Letztendlich würde auch das chinesische Scheidungsrecht novelert.
Das gilt ähnlich für Thailand mit dem Unterschied dass durch den Vietnam Krieg westliche Strukturen auf alte siamesische Strukturen vielen.
Das ganze Thema ist aber derart Komplex, dass es den Rahmen dieses Threads,ja dieses Forum sprengen würde.
Nur noch einmal zur Klarstellung.
Ich kritisieren Sextourismus und Prostitution die meist auf ein monitäres, soziales oder kastengesellschftliches Machtgefälle aufbaut.

Wer sich daneben benimmt ist übrigens nicht unbedingt abhängig aus welchem Land der Tourist kommt. Vor Corona waren gerade die Chinesen in Thailand arg in Verruf gerade z.B auch in Chiang Mei, aber selbst in HK.
Letztendlich stellen alle diese Ziele Ventile da.
Sei es Macau für die chinesischen Spieler oder der Ballermann für die Deutschen und Engländer, Thailand für die etliche Länder oder die Philippinen für die Amis.
Für China erwarte ich das aus vielen Gründen eher nicht.
Ein Hauptgrund dürfte auch sein, dass es schlicht zu wenig Destinationen gibt. Ausser Hainan und ein bisschen um Xiamen gibt es eben kaum was für Party, denn nach Guilin oder gar Tibet fahren die Leute eher aus kulturellen Gründen und nicht um sich zu besaufen oder sich irgend ein Mädel aufs Zimmer zu holen.

In Lhasa dürfte einem auch die Luft ausgehen.
Ich denke aus den oben genannten Gründen dürfte deine Sorge hoffentlich unbegründet sein.

@ Tom wirft mir ja auch oft , wohl Teil-weise zu recht vor, dass mein Blick auf China zu sehr auf Shanghai die Küste und die First und second Tier cities beschränkt ist.
Ich weiß nicht ob Vergewaltigungen auf dem Land jetzt die Regel sind.
Ich kann nur hoffen das sind trotzdem Ausnahmen.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von Narctwain »

haku hat geschrieben: 16.05.2024, 10:04 Naja, Pädophilie ist ja nun nicht unbedingt ein speziell asiatisches Problem. Die Grünen hier wollten das als anerkannte sexuelle Praxis handhaben, es gab sogar die "Bundesarbeitsgemeinschaft Päderasten" bei ihnen.Volker Beck:„Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, nicht zuletzt weil sie im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen aufrechterhalten wird.“
„Wissen Sie, die Sexualität eines Kindes ist etwas absolut Fantastisches. […] Wissen Sie, wenn ein kleines fünfjähriges Mädchen beginnt, Sie auszuziehen, ist das großartig. Es ist großartig, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.“– Daniel Cohn-Bendit.
Irgendwann jedoch merkte man dann doch, wie unpopulär das Thema war und es rutschte (wie wohl auch der Veggie Tag) wohl in den privaten Bereich der Grünen: "Berliner Parteimitglieder der Grünen haben jahrelang Jungen sexuell missbraucht" Nina Apin in der Taz Mai 2015-Pädophile Täter bei Berliner Grünen. Also-nicht nur Asien.
Vor ein paar Jahren hab ich ähnliches in einem Elternforum gelesen.
Diese Leute haben wir jetzt sogar in der Regierung, keine Ausgangsbasis, auf Asien runterzugucken.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von punisher2008 »

@Petermedia
Wie gesagt, ich wollte dich keineswegs kritisieren. Wenn es so rüberkam, Verzeihung. Ich sehe die Dinge ja im Prinzip so wie du. Ganz sicher sind nicht nur Westler an allem schuld, das ist mir klar. Aber ich bin halt empfindlicher, wenn sich woanders "Weiße" daneben benehmen als z.B. Asiaten. Ich fühle mich dann indirekt etwas schuldig, weil man es dort als ausländischer Teufel generell manchmal nicht leicht hat. Auch wenn ich selber nichts böses getan habe wird man eben generell mit anderen Ausländern "verurteilt". Natürlich ist Prostitution und Sextourismus auch in Asien verbreitet. Aber man fühlt sich unbewusst betroffener, wenn die Täter aus "unserer" Kultur kommen. Geht mir jedenfalls so.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von Gast »

Mir geht es vermutlich sehr stark wie Punisher.
40% der deutschen Kollegen fragen am ersten Abend wie das mit den Maedchen funktioniert.
10% Fragen dann am naechsten Tag, wie man Wechat wieder entsperrt.

China scheint den Ruf der willfaehrigen Maedchen zu haben. Und ja, manchmal schaeme ich mich dann auch fremd und denke: "Bleibt wor ihr seid."
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von StefanNRW »

Wäre nett, wenn hier irgendwelche Trolls, die das Forum mit innenpolitischer deutsche Politik unbrauchbar machen, ein bisschen an die kurze Leine gelegt werden. Hat wirklich überhaupt nichts mit dem Thema visafreie Einreise in China zu tun, ob vor 50 Jahren mal ein Grüner was in ei. Buch geschrieben hat (und nebenbei zahlreiche AfDler wegen aktiven sexuellem Missbrauch verurteilt sind, Tino Brand von NPD und später AfD hat allein 150 mal Kinder missbraucht, das ist eine ganz andere Nummer, als dass mal ein Grüner was über die von Hippies verharmloste "Freie Liebe mit Teenagern" geschrieben hat)

...und was das Thema mit Prostitution angeht: das hat nichts damit zu tun, ob ein Land visafreie Einreise erlaubt oder nicht, sondern ob es einen Markt gibt. In China ist Prostitution illegal und ich würde niemanden raten, nach China zu reisen, um dort solche Dinge zu tun, Strafverfolgung ist da sicher.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von huangshan »

Ich freue mich, dass ich im Herbst nun auch wieder einmal unkomplizierter nach China reisen kann.

Weiss jemand Bescheid, was für die Zählweise der 15 Tage massgebend ist Ausreisezeitpunkt (Passkontrolle) oder Abflugzeit? Frage, weil viele Abflüge ab Beijing kurz nach Mitternacht sind.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von Petermedia »

Eigentlich lässt sich die Frage nur mit " Radio Eriwan " beantworten.
Im Prinzip ja, aber.

Also die Tage zälen meines Wissens immer bis 24 h.

http://de.china-embassy.gov.cn/det/sgyw ... 228847.htm

Jetzt kann ich mir kaum vorstellen, dass es Probleme bei der Ausreise gibt, wenn man den Transitbereich vor 24 Uhr betritt.
Etwas problematischer könnte es bei der Einreise sein, da ja die Airline die Daten überprüft und man eventuell auch bei der Immigration gefragt wird.
Deshalb versuche ich solche Konstellationen zu vermeiden.
Erinnern kann ich mich einmal in Thailand 0.50 h und einmal Indien 3 Uhr morgens.
Da hat es niemanden interessiert dass ich kurz vor Mitternacht in den Transitbereich gegangen bin.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von Linnea »

huangshan hat geschrieben: 24.05.2024, 10:15 Weiss jemand Bescheid, was für die Zählweise der 15 Tage massgebend ist Ausreisezeitpunkt (Passkontrolle) oder Abflugzeit? Frage, weil viele Abflüge ab Beijing kurz nach Mitternacht sind.
Ich würde annehmen, analog dazu, wie es mit Visa (zumindest meiner Erfahrung nach) auch immer war. Kurz vor Mitternach durch die Passkontrolle und gut.

Vielleicht noch eine interessante Information für alle mit kurzem Transit (z.B. aus Taipei kommend über Peking): Ich habe den Einreisestempel auch für unter 12h bekommen. Während ein 24 hour visa-free transit (ohne tatsächlichen Transit zu einem anderen Flughafenteil etc.) da eher nicht ausgestellt worden sind.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von Linnea »

punisher2008 hat geschrieben: 20.05.2024, 13:09 China hat einen großen Schritt gemacht, sich dem Westen wieder zu öffnen. Nicht dass sie es nötig hätten! Sie kommen ganz gut ohne Ausländer zurecht.
Naja. Die Einreise mag vereinfacht worden sein, das Reisen im Land ist es ohne Sprachkenntnisse definitiv nicht. Während man früher halt in langen Schlangen vor Sehenswürdigkeiten anstehen musste (was, definitiv, genervt hat) braucht man inzwischen oft genug eine Reservierung. Leider sind die entsprechenden Internetseiten oft ausschließlich chinesisch und/oder es werden Programme wie WeChat verwendet, die bei uns so gut wie niemand (ohne Kontakte zu Chines*innen) kennt. Kreditkarten kann man kaum nutzen, Barzahlung kann aber auch schwierig werden, das Internet funktioniert nicht. Das sind alles Umstände, die einen Urlaub in China für Durchschnittstourist*innen nicht so wirklich attraktiv machen. Auch die nervigen Dauerkontrollen wirken nicht gerade einladend. Wer schon da war, kommt also auch nicht unbedingt wieder. Ich war jetzt gerade einen Abend in Peking. Ich wurde viermal kontrolliert, mein Rucksack dreimal geröntgt und einmal durchwühlt. Da kann man andernorts entspannter Urlaub machen.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von wingtsun »

Linnea, du hast absolut Recht, die massiv gesunkenen Englisch-Kenntnisse und die rapide gestiegene, zwanghafte Digitalisierung, machen manches schwierig. Oder einfach. Je nach dem, wie schnell man den Trick raus hat.
Linnea hat geschrieben: 16.06.2024, 21:57 Kreditkarten kann man kaum nutzen, Barzahlung kann aber auch schwierig werden, das Internet funktioniert nicht.
Ich würde gerne meine, kürzliche, Erfahrung dazu steuern:
  • Kreditkarten werden, bzw. wurden, sowohl in den drei Vier-Sterne-Hotels, als auch im Fünf-Sterne-Hotel, problemlos akzeptiert
  • Kreditkarten generell werden eher wenig akzeptiert, das stimmt
  • AliPay (auf Deutsch verfügbar), ist in weniger als 2 Minuten mit einer westlichen Kreditkarte aufgesetzt und kann dann nahezu überall in China genutzt werden. Also ist das der Umweg, Kreditkarten zu nutzen. Muss man natürlich wissen. Hatte ich auch nicht gewusst. AliPay klappt allerdings nicht für Transfers von Geld an andere Personen. Das ist im Kommerz kein Problem, aber es gibt natürlich auch Händler, die doch noch gerne schwarz arbeiten. Da stieß ich auf Probleme. Mein Vorteil war dann, dass es meist kostenlos war (z.B. der Besuch eines Teiches in Yangshuos, oder der Roujamo, haha, arme Verkäuferin).
Linnea hat geschrieben: 16.06.2024, 21:57 das Internet funktioniert nicht
Je nach dem wie man es sieht. Das westliche Internet klappt dank Roaming und den neuen Ausnahmen der Regierung, einfach alles durchzulassen, super. Das chinesische Internet wird wohl durch einen Proxy abgerufen und klappt zwar, ist aber deutlich lahmer. Wenn man dann aber im Hotel WLAN ist (je nach Hotel), ist das chinesische Internet entweder extrem schnell (und der Westen geblockt) oder aber wie mit Roaming. Ich fand's aber super. Gefühlt wie in Deutschland auf dem Land.
Linnea hat geschrieben: 16.06.2024, 21:57 Auch die nervigen Dauerkontrollen wirken nicht gerade einladend.
Welche? Die an der Metro? Die waren doch schon immer (*immer = vor 10 Jahren) da.
Linnea hat geschrieben: 16.06.2024, 21:57 Wer schon da war, kommt also auch nicht unbedingt wieder. Ich war jetzt gerade einen Abend in Peking. Ich wurde viermal kontrolliert, mein Rucksack dreimal geröntgt und einmal durchwühlt. Da kann man andernorts entspannter Urlaub machen.
Klar, kannst auch nach Paris in meine Wahlheimat kommen und dir von einem freundlichen Kollegen den Rucksack durchwühlen, beziehungsweise ausrauben lassen. Vielleicht ist es nur in Beijing so gewesen, aber für mich waren die Kontrollen auf einem ähnlichen Level. Am Flughafen und Bahnhof fand ich es sogar entspannter als vorher. Vielleicht wegen der vielen, neuen Kameras hehe.

Fandest du es schlimmer als damals?
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von punisher2008 »

Linnea hat geschrieben: 16.06.2024, 21:57
punisher2008 hat geschrieben: 20.05.2024, 13:09 China hat einen großen Schritt gemacht, sich dem Westen wieder zu öffnen. Nicht dass sie es nötig hätten! Sie kommen ganz gut ohne Ausländer zurecht.
Naja. Die Einreise mag vereinfacht worden sein, das Reisen im Land ist es ohne Sprachkenntnisse definitiv nicht.
Wie ich ja schon sagte, China "braucht" diese Touristen nicht wirklich. Es ist kein Land, das hauptsächlich vom Tourismus lebt. Deshalb sieht man keinen besonderen Grund, es den Touristen besonders leicht zu machen. Ich sagte, es ist positiv, dass man jetzt immerhin den Schritt gemacht hat, (vorerst - kann sich ja alles ändern) Ausländer ohne Visum ins Land zu lassen, wenn auch nur kurz. Soweit ich weiß hat es das seit wohl spätestens 1949 nicht gegeben. Sie müssten das nicht tun. Ich spreche ja nicht von Wirtschafsbeziehungen, sondern nur von Reisenden. Touristen hat China selbst schon genug, die muss man nicht noch importieren. :mrgreen:
Sprachkenntnisse. China ist nicht in irgendeiner Weise verpflichtet, im eigenen Land für gute Englisch-Kenntnisse oder Ausschilderung zu sorgen. Tun sie aber trotzdem. Ich sehe es als Entgegenkommen, nicht Pflicht. Jeder Tourist geht freiwillig nach China. Und wer da unbedingt hin will, sollte sich schon selbst ein Mindestmaß an Sprachkenntnissen aneignen finde ich. Sonst geht man halt lieber gleich zum Ballermann, wo alles sowieso schon in deutscher Hand ist. Außerdem, ich glaube, es gibt (oder zumindest vor Covid) in Europa mehr chinesische Touristen als umgekehrt. Und wo findet man irgendwo chinesische Beschilderung oder Ansagen? Überhaupt wo in D speziell findet man auch nur englische Beschilderung? In München vielleicht am Flughafen und bestenfalls noch in manchen Restaurants oder öffentlichen Verkehr. Aber im Straßenverkehr? Null! In China sind alle Straßenschilder auch auf Englisch bzw. Pinyin. Als Ausländer (mich nicht eingeschlossen) sieht man das als Selbstverständlichkeit. Ist es aber nicht.
Leider sind die entsprechenden Internetseiten oft ausschließlich chinesisch und/oder es werden Programme wie WeChat verwendet, die bei uns so gut wie niemand (ohne Kontakte zu Chines*innen) kennt. Kreditkarten kann man kaum nutzen, Barzahlung kann aber auch schwierig werden, das Internet funktioniert nicht.
Diese ganzen "Neuerungen", gerade dass man heute ohne WeChat dort kaum überleben kann, finde ich auch extrem nervig! Aber... diese Entwicklungen wurden nicht speziell eingeführt, um es Ausländern schwer zu machen. Auch die ganze chinesische Bevölkerung muss damit leben und sich umstellen. Sicher kommt nicht automatisch jeder, vor allem ältere, Mensch, mit Smartphones zurecht. Aber auch die müssen sich halt anpassen. Ist nicht immer fair oder praktisch, aber ist eben leider einfach so. Wir als Ausländer haben da kein Recht zu nörgeln und denen vorzuschreiben, was sie im eigenen Land zu tun und lassen haben.
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Re: Bis zu 15 Tage visafrei nach China

Beitrag von wingtsun »

Schön gesagt, punisher2008 👍 Eine gute Perspektive und erfrischender Spiegel zu unseren unbewussten Doppel-Standards.
Es gibt aber nicht viele, globalisierte Länder, wo man auf Beschilderungen in Englisch verzichtet. Malaysia mag eine der wenigen Ausnahmen sein. Ich finde den Vergleich zu den Beschilderungen in Europa aber ein wenig irreführend. China übersetzt Straßennamen von Schriftzeichen in Pinyin, fair. Ist aber immer noch deren Sprache. Dass es an Flughäfen und Bahnhöfen alles in Landessprache + Englisch gibt, ist in Europa aber auch überwiegend Standard. Selbst im nationalstolzen Frankreich in kleinen Käffern.

Umgekehrt gibt es in den Orten, die extrem stark von Chinesen frequentiert werden, auch sämtliche Beschilderungen auf Chinesisch. Wieder nehme ich Paris als (extremes) Beispiel. An Bahnhöfen, Flughäfen und großen Attraktionen ist alles auf Französisch, Englisch, Chinesisch (und teils Spanisch/Deutsch) ausgewiesen. Meine chinesische Schwiegermutter hat ohne Englisch mehr verstanden als meine eigenen Mutter ohne Englisch.

Stimme dir aber dennoch zu. War für mich nur ein kurzer Kontrast, den ich einwerfen wollte.
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