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Ajiate
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von Ajiate »

Die Dialektik des Chinageschäfts
Vor Scholz-Reise nach China: Streit um chinesische Investitionen in Deutschland dauert an. Chinas Industrie könnte bei weiterem Wachstum die deutsche Konkurrenz deklassieren.


HAMBURG/BEIJING (Eigener Bericht) – Vor der Chinareise von Kanzler Olaf Scholz in dieser Woche dauert der Streit um chinesische Investitionen in Deutschland an. Der vor einem Jahr vereinbarte Einstieg der chinesischen Reederei COSCO bei einem Terminal im Hamburger Hafen ist in der vergangenen Woche nur mit Einschränkungen genehmigt worden. Bundesminister von FDP und von Bündnis 90/Die Grünen hatten mit aller Kraft versucht, ihn gänzlich zu verhindern. Hintergrund sind Widersprüche in der ökonomischen Entwicklung der Bundesrepublik. Während zahlreiche deutsche Unternehmen, zum Teil sogar ganze Branchen weiterhin massiv von einer engen Wirtschaftskooperation mit der Volksrepublik profitieren, trägt die intensive Zusammenarbeit auch zum Erstarken der chinesischen Industrie bei – zu Lasten der deutschen Konkurrenz. COSCO etwa hat bereits heute mit einem Weltmarktanteil in der Containerschiffahrt von elf Prozent die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd überholt und droht sie auf lange Sicht zu deklassieren. Ähnliche Entwicklungen zeichnet eine aktuelle Studie des Berliner Think-Tanks MERICS mit Blick auf die China-Aktivitäten deutscher Kfz-Konzerne nach.
Streit um Tollerort

Der harte Streit um den Einstieg der chinesischen Reederei COSCO bei einem Terminal im Hamburger Hafen hat in den vergangenen Tagen die widersprüchlichen Interessen, denen die Chinapolitik der Bundesregierung folgt, deutlich zutage treten lassen. COSCO hatte mit der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) im September 2021 vereinbart, an dem Containerterminal Tollerort einen Minderheitsanteil von 35 Prozent zu übernehmen. Tollerort ist das kleinste Terminal im Hamburger Hafen. Der Schritt schien unproblematisch zu sein, da Tollerort nicht zur kritischen Infrastruktur gehört: Diese beginnt bei einem Umschlag von 17 Millionen Tonnen pro Jahr; Tollerort verzeichnete zuletzt einen Umschlag von nur 12,1 Millionen Tonnen. Dies räumte selbst das Bundeswirtschaftsministerium ein – ebenso wie die Tatsache, dass COSCO mit der Terminalbeteiligung keinen Einfluss auf die Hamburg Port Authority erhalten hätte, die im Hafen Grund und Boden kontrolliert.[1] Einen Anteil an Terminals zu erwerben ist in der Branche üblich, weil damit meist eine Option verbunden ist, bevorzugte Anlanderechte zu erhalten; dadurch vermeidet man lange, teure Wartezeiten vor überlasteten Terminals. Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd etwa ist gegenwärtig auf Einkaufstour in Häfen Europas, Nord- und Südamerikas.[2]
Zum beiderseitigen Vorteil

Zur den recht geringen Folgen des COSCO-Einstiegs beim Containerterminal Tollerort – die Kosten wurden auf 65 Millionen Euro beziffert, Hapag-Lloyd dagegen investiert zur Zeit eine Milliardensumme – kam ein erheblicher ökonomischer Nutzen für den Hamburger Hafen hinzu. COSCO hatte zugesagt, den Hafen, sollten die Beteiligung an Tollerort und die damit verbundene Zuteilung günstiger Anlanderechte zustande kommen, zu einem bevorzugten Umschlagsort an der Nordsee für den Chinahandel zu machen. Schon heute sind chinesische Unternehmen die wichtigsten Kunden in dem Hafen und lasten besonders Tollerort zu großen Teilen aus.[3] Für Hamburg galt dies als vorteilhaft: Zum einen ist COSCO auch an den konkurrierenden Häfen in Rotterdam und Antwerpen beteiligt; zum anderen wird der Hafen von technischen Problemen wie etwa der Versandung der Fahrrinne belastet und hat mit entsprechenden Schwierigkeiten zu kämpfen. Die mit dem vereinbarten Einstieg von COSCO verbundene Aussicht, langfristig verlässliche Kundschaft zu erhalten, war daher äußerst attraktiv. Hinzu kam, dass HHLA und COSCO auch darüber hinaus gemeinsame expansive Aktivitäten planten; so war etwa eine gemeinsame Beteiligung in Polen geplant.
...fff

https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9070

Hinweis: nur noch bis 13.Nov.2022 barrierefrei zu lesen
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TomXian
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Russische Propaganda auf German-Foreign-Policy für SED-Liebhaber

Beitrag von TomXian »

Die Dialektik des Chinageschäft
Verkappter Konterrevolutionär Horst Teubert aka Jörg Kronauer streut wieder Blödsinn
Der Journalist Jörg Kronauer hat sich über die Jahre zu einer festen Größe in der deutschen Linken entwickelt. Diese gesamte Linke, auch in ihrer vermeintlich „radikalen“ Variante, attackiert außenpolitisch entweder immer und überall Deutschland, weil sie sich dogmatisch an die Maxime klammert, dass der Hauptfeind im eigenen Land stehe, oder sie verhält sich gegenüber der Sphäre der Politik indifferent.

Jörg Kronauer nun entfaltet seine publizistische Tätigkeit einerseits in reaktionären Organen der linken Öffentlichkeit wie „Junge Welt“, „Neues Deutschland“ und dem „konkret“-Magazin. Bevorzugte Themen seiner Beiträge sind die auswärtigen und Außenhandels-Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland. Daneben tritt Kronauer als Redaktionsmitglied der Website german-foreign-policy.com (GFP)auf, welche „Informationen zur deutschen Außenpolitik“ „zusammenstellt“. Dieses Bemühen um ein neutrales, professionell-journalistisches Erscheinungsbild[1] ist typisch für „Kronauer“. Sowohl in seinen Artikeln als auch in seinen Büchern strengt er sich an, die eigene gefestigte politische Weltanschauung als Resultat gewissenhafter Forschung und Recherche erscheinen zu lassen, und ihm selbst wird sie sich auch so darstellen, ist Kronauer als wahrer Ideologe nämlich eines mit Sicherheit: überzeugt von der eigenen Sache.

German-Foreign-Policy soll der ganzen Oberfläche nach anmuten, als handle es sich um ein journalistisches Netzwerk oder einen Think Tank, erweist sich allerdings bereits beim zweiten Blick als ein Werkzeug Jörg Kronauers – und alter westdeutscher Linker mit Bindung zu den „sozialistischen“ Despotien des Ostens[2] -, mithilfe dessen mal eher journalistisch, mal wissenschaftlich verbrämte Propaganda für das Lager der globalen Konterrevolution betrieben werden soll. Vor allem die staatskapitalistischen Despotien China und Russland mitsamt ihrer aggressiven Außenpolitik werden bedingungslos verteidigt.

Einen Zugewinn an Aufmerksamkeit wird „Jörg Kronauer“ 2014 im Zuge des sogenannten „Euromaidan“ und der de facto russischen Okkupation der Ost-Ukraine und Annexion der Krim verzeichnet haben. Er tat sich hier als Sprachrohr der russischen Propaganda hervor, deren Hauptziel darin bestand, die demokratischen Bestrebungen der Ukrainer um eine Annäherung an die EU und den Westen als quasi-faschistisch zu delegitimieren, oder doch zumindest den Anteil der ukrainischen Faschisten und Rechten an der Protestbewegung des „Euromaidan“ als maßgeblich und repräsentativ darzustellen.

Der Video-Kanal von GFP ist optisch eine Kopie der Propaganda-Sendung „Der schwarze Kanal“ des DDR-Staatsfernsehens. Auch inhaltlich folgt GFP der durch das Sendungslogo mit dem „schwarz-weiß-roten“ Bundesadler symbolisierten Linie. Kommentator des GFP-Videokanals ist der „Altlinke“ Hans-Rüdiger Minow, der regelmäßig mit seinem Pfaffengesicht seine „Sorge um Deutschland“ (so der Titel eines Kommentars) kundtut.
https://plot-point.org/2020/03/04/ein-q ... ronauer-1/

Hinweis: Grundsätzlich barrierefrei zu lesen, auch mit Taucherbrille oder rosa Sonnenbrille
Der Kriegsverbrecher, Massenmörder und Kleptokrat Putin und seine Entourage gehören verhaftet, verurteilt und hinter Gitter mit anschließender Sicherheitsverwahrung, bis sie in völliger Bedeutungslosigkeit unbeachtet endlich aus dem Leben scheiden.
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von TomXian »

Ajiate hat geschrieben: 03.11.2022, 23:49 Die Dialektik des Chinageschäfts
Vor Scholz-Reise nach China: Streit um chinesische Investitionen in Deutschland dauert an. Chinas Industrie könnte bei weiterem Wachstum die deutsche Konkurrenz deklassieren.
Russische und/oder chinesische Propaganda bitte als solche kennzeichnen
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Beitrag von otternase »

Clown hat geschrieben: 08.11.2022, 08:38 https://www.tagesschau.de/ausland/asie ... n-101.html

Nimmt dieser Mist eigentlich endlich mal ein Ende die chinesische Regiehrung hat sie nicht mehr alle. Die ganze Welt läuft wieder rund und Onkel Xi hat sich nun zum Kaiser krönen lassen und herrscht nach Lust und Laune das ist wirklich nicht mehr tragbar.

Corona kann man nicht bekämpfen man muß einen Herden Immunität herbeiführen so wie es Europa gemacht hat. Nur so kann die Welt wieder in Balance kommen.
Bedenke, dass man fast überall auf der Welt auch mindestens zwei Jahre für diese Erkenntnis gebraucht hat, in Australien und Neuseeland das Zero-Covid-Modell bis in den letzten Winter brachial durchgesetzt wurde und auch viele unserer europäischen Politiker und Wissenschaftler sich für Zero-Covid oder No-Covid ausgesprochen haben!
Und es auch in Europa noch viele Menschen gibt, die noch immer nicht zu dieser Erkenntnis gekommen sind, u.a. auch unser Gesundheitsminister, der die Mär der angeblich noch auftauchenden "Killervariante" zu verkaufen versucht...

In Europa hat man die Herdenimmunität nicht bewusst herbeigeführt, sondern einfach die Kontrolle verloren und anschliessend festgestellt, dass das gut war... In China verliert der Staat nicht so leicht die Kontrolle und will offenbar von den positiven Erfahrungen von "let it rip" anderswo nicht lernen...
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Beitrag von Laogai »

Was könnte man denn China in Bezug auf COP27 reinwürgen? Offenbar nicht viel, daher wird einfach mal an den Haaren herbeigezogen:
Klimaschutzkonferenz ohne Chinas Staatschef (tagesschau.de)
tagesschau.de hat geschrieben:Die Volksrepublik ist der weltweit größte CO2-Emittent. Ohne das Land geht nicht viel beim Klimaschutz. Doch der Klimakonferenz COP27 bleibt Staats- und Parteichef Xi fern. Er schickt lediglich einen Klimadiplomaten.
Narendra Modi kommt auch nicht, Joe Biden schaut mal kurz vorbei um "Guten Tag!" zu sagen und schickt ansonsten ebenfalls nur Delegierte. Aber das ist natürlich keine Meldung wert.
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Beitrag von Laogai »

Baerbock würdigt Indien als Wertepartner (tagesschau.de)
tagesschau.de hat geschrieben:Außenministerin Annalena Baerbock sieht Indien vor dem Hintergrund des russischen Kriegs in der Ukraine und der Auseinandersetzung mit China als engen Verbündeten und Wertepartner.
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von TomXian »

otternase hat geschrieben: 08.11.2022, 10:23 Bedenke, dass man fast überall auf der Welt auch mindestens zwei Jahre für diese Erkenntnis gebraucht hat, in Australien und Neuseeland das Zero-Covid-Modell bis in den letzten Winter brachial durchgesetzt wurde
Nein. Australien wie Neuseeland haben - sobald die Verfügbarkeit der mRNA Impfstoffe gegeben war - große Impfkampagnen durchgeführt und wenige Monate später die Isolationsmaßnahmen beendet. Neuseeland im September 2021 mit 80% Impfquote, Australen im November 2021 mit 75%.
Neuseeland war der Musterschüler der Pandemie: Dank geschlossener Grenzen und einer strengen No-Covid-Strategie registrierte das Land weniger als 5000 Infektionen und nur 28 Tote.
Dies alles wurde begleitet mit sozialen Auffangsystemen, moderner Krankenhausinfrastruktur und sichergestellter Versorgung der Bevölkerung.

Dem gegenüber liefen die Dinge in China chaotisch, ohne sozialen Ausgleich, ohne exit Strategie, ohne Verbesserung der ohnehin schlechten Versorgungslage durch Krankenhäuser, ohne Impfkampagne.

Der seit 72 Jahren intellektuell überforderte Ausbeuter- und Milliardärs-Clan aus Beijing hat hier am Ende nur noch aus subversiven, politischen Gründen gehandelt.
otternase hat geschrieben: 08.11.2022, 10:23 und auch viele unserer europäischen Politiker und Wissenschaftler sich für Zero-Covid oder No-Covid ausgesprochen haben!
Nein. Mit Eintreten der Verfügbarkeit der Impfstoffe hat dies kein Experte der Bundesregierung mehr behauptet. Monate vorher war dies lediglich diskutiert worden.
otternase hat geschrieben: 08.11.2022, 10:23 In Europa hat man die Herdenimmunität nicht bewusst herbeigeführt, sondern einfach die Kontrolle verloren und anschliessend festgestellt, dass das gut war... In China verliert der Staat nicht so leicht die Kontrolle und will offenbar von den positiven Erfahrungen von "let it rip" anderswo nicht lernen...
Nein. Fast alle europäischen Staaten haben die Maßnahmen eingeschränkt oder aufgehoben, als der Zeitpunkt erreicht war, an dem eine weitere Steigerung der Impfquote nicht mehr zu erreichen war.
Aluhutträger, Impfverweigerer, Impfgegner, AfD Bundestagsabgeordnete, bewaffnete Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker ... konnte man nicht weiter überzeugen. Die verrecken jetzt auf den Intensivstationen.

Es war folglich ein mehr oder weniger begründbares, planvolles Vorgehen, welches auch in Schritte unterteilt wurde.

Ganz anders das Chaos, dass die Gurkentruppe aus Beijing gerade veranstaltet.

Insgesamt stellt man fest, dass nach 40.000 Neuinfektionen täglich (die Dunkelziffer dürfte riesig sein), Pekings Wegsperr-Politik ohne exit und ohne sinnvolle, ergänzende Maßnahmen und ohne Impfkampagne vollständig gescheitert ist.
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von Ajiate »

Metaverse in China: Chefsache
28. Dezember 2022 Timo Daum

Infrastrukturpolitik, Regulierung und Wettbewerb

Chinas Planungsbehörden gehen schnell und ernsthaft an die Thematik heran. Virtual Reality zählt als Schlüsselindustrie. Das Land hat gute Chancen, die globale XR-(Erweiterte Realität)-Industrie anzuführen.
....
Chinas Führung hat das Metaverse zur Chefsache erklärt
......
Der große Unterschied zu den USA ist allerdings, dass in China die Behörden die Entwicklung aufmerksam beobachten und steuern. Chinas führende Wirtschaftszeitung warnte kürzlich davor, "fieberhaft" auf den Metaverse-Zug aufzuspringen.
Ein Artikel in der Economic Daily, einer Zeitung, die vom Staatsrat herausgegeben und von der zentralen Propagandaabteilung der Kommunistischen Partei Chinas beaufsichtigt wird, legte "Umsicht bei der Expansion in die Metaverse-Industrie" nahe.
Dies geschieht allerdings vor dem Hintergrund eines ernsthaften Engagements in der Branche. Mehr als 30 lokalen Behörden, darunter Peking, Shanghai, Hangzhou, Shenzhen, Hainan und andere haben bereits Richtlinien zur Unterstützung der Metaverse-Entwicklung herausgegeben. Mehr als 18 auf Metaverse- Anwendungen fokussierte Industrieparks wurden eingerichtet.

https://www.heise.de/tp/features/Metave ... 40377.html
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von TomXian »

Ajiate hat geschrieben: 28.12.2022, 11:27 Metaverse in China: Chefsache
28. Dezember 2022 Timo Daum
Das Land hat gute Chancen, die globale XR-(Erweiterte Realität)-Industrie anzuführen.
....
Chinas Führung hat das Metaverse zur Chefsache erklärt
......
Nein.
China hat seit 1949 (und auch nicht davor) je irgendeine Industrie angeführt.
Dazu ist das Bildungsniveau auf allen Ebenen viel zu unterirdisch, ganz abgesehen von fehlenden industriellen Produktionsprozessen in der Hochtechnologie.
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Von vornherein eine Illusion

Beitrag von TomXian »

Drei Jahre nach Ausbruch der Pandemie will Chinas Regierung seine Landesgrenzen öffnen. Der Schritt ist überfällig - und belegt sowohl das erneute Scheitern der Null-Covid-Politik als auch der Kommunistischen Partei.

https://www.tagesschau.de/ausland/asien ... r-101.html
All das hat den Nationalismus in China spürbar verstärkt, außerdem die Abschottungspolitik der Staats- und Parteiführung. Die nun sehr abrupt verkündete Lockerung der Einreisebestimmungen ist ein weiteres Eingeständnis des Scheiterns der chinesischen Null-Covid-Politik.
Gesundheitssystem bleibt unterentwickelt

Dass diese von vornherein falsche Illusion spätestens mit Aufkommen der hochansteckenden Omikron-Variante nicht mehr zu halten sein würde, war spätestens Anfang dieses Jahres klar. Doch es dauerte bis Anfang Dezember, bis Chinas Führung die gescheiterte Null-Covid-Politik beendete, angesichts außer Kontrolle geratener Infektionszahlen und katastrophaler Wirtschaftsdaten. Obendrauf kamen noch die landesweiten Proteste.
Schönreden und vertuschen

Jetzt sterben auch in China viele Menschen an Corona, obwohl es vermeidbar gewesen wäre. Wie häufig wird in der Volksrepublik vertuscht und schöngeredet: Weil autokratische Systeme nicht in der Lage und Willens sind, transparent mit Fehlern und Missständen umzugehen.Infektions- und Todeszahlen, die fehlende Versorgung mit Medikamenten und Intensivbetten - all das wird in der öffentlichen Debatte in China einfach ausgeblendet. Stattdessen wird den Menschen suggeriert, alles sei bald wieder in bester Ordnung.

Die Erzählung der chinesischen Staatsführung, wonach das politisch-gesellschaftliche System der autokratisch regierten Volksrepublik dem der westlichen Demokratien überlegen sei, ist mit dem Scheitern der Null-Covid-Politik erneut widerlegt.
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von blackrice »

TomXian hat geschrieben: 28.12.2022, 16:30China hat seit je keine Industrie angeführt.
hat Sie doch....Massenherstellung eines Hirseschnaps named BAIJIU :mrgreen:
humans are the only species cut down trees .. turn it into paper .. then write - '' SAVE THE TREES '' - on it

wir sind hier nicht bei WÜNSCH' DIR WAS sondern bei SO ISSES' HALT
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von Laogai »

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Re: Interessante Artikel

Beitrag von TomXian »

Ich bin mir nicht sicher, ob Chinesen in einer "Parallelgesellschaft" leben WOLLEN oder dies fördern.
Aus meiner persönlichen Erfahrung denke ich eher, dass Chinesen weniger Neugier entwickeln und insgesamt an den wenigen Grundfesten ihres Lebens einfach festhalten müssen. Sicher einer der Gründe, warum internationale Restaurants außerhalb von SH und BJ kaum eine Chance haben.
Vor rund 110 Jahren wurde der Gregorianischer Kalender in China eingeführt.
Auch diese Zeit hat nicht ausgereicht. Bei meiner Frau ist bis heute das Geburtsdatum nicht eindeutig.
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Re: Interessante Artikel

Beitrag von otternase »

Interessanter Artikel in der NZZ. China scheint besser als erwartet oder befürchtet durch die Pandemie zu kommen, insbesondere auch besser als viele andere Staaten!
Ein Fehler ist im Text, den ich durch Unterstreichung markiert habe, es soll wohl 884.000 und nicht 884 Millionen heissen...

https://www.nzz.ch/international/china- ... ld.1722898
Ein grosser Teil der Chinesen hat sich schneller als gedacht mit dem Coronavirus infiziert

Anders als von vielen Experten erwartet, hat die Corona-Infektionswelle in den meisten Landesteilen ihren Höhepunkt bereits überschritten. Doch ausgestanden ist die Pandemie in China damit noch nicht.

...
Das Tempo, mit dem sich das Coronavirus derzeit in China ausbreitet, überrascht erfahrene Virologen genauso wie die Regierung selbst. Ein europäischer Epidemiologe in China schätzt beispielsweise, dass sich bereits rund 700 Millionen Chinesinnen und Chinesen – die Hälfte der Bevölkerung – angesteckt haben. Viel mehr, als er zu diesem Zeitpunkt erwartet hatte. Womöglich ist das sogar eine zu konservative Schätzung.

Experten der angesehenen Peking University gehen davon aus, dass sich schon bis zum 11. Januar 900 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert hatten. Ben Cowling, Virologe an der University of Hong Kong, taxiert die Zahl der Infizierten zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Milliarde. Es sind dies jedoch nicht mehr als Annäherungen, vielfach beruhend auf anekdotischer Evidenz. Überprüfbar sind solche Schätzungen nicht, denn die chinesischen Behörden veröffentlichen kaum Daten zum Infektionsgeschehen.

Ernan Cui, Covid-Expertin bei Gavekal Dragonomics in Peking, beobachtet die Verkehrsströme in grossen Städten, um sich einen Überblick über das Fortschreiten der Pandemie zu verschaffen. So hatte sich der Strassenverkehr etwa in der Hauptstadt Peking mit ihren rund 22 Millionen Einwohnern sowie jener in der Millionenstadt Shijiazhuang nahe Peking bereits Ende Dezember weitgehend normalisiert. Städte wie Shenzhen und Schanghai seien dem Muster mit etwa zehn Tagen Verzögerung gefolgt, erklärt Cui.

Ausserdem führte Cui stichprobenartige Interviews mit Behördenvertretern in einer Reihe von chinesischen Städten. Das Ergebnis der nichtrepräsentativen Umfrage: In den meisten Spitälern, Fieberkliniken und Hausarztpraxen überwog bereits Anfang Januar wieder der Anteil jener Patienten, die nicht an Covid, sondern an anderen Krankheiten litten.

Geringes Risiko einer zweiten Welle

Die meisten Experten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Infektionswelle in China überschritten ist. Viele Fachleute hatten diesen erst für den Februar erwartet. An eine zweite Welle glaubt kaum noch ein Experte. «Das Risiko ist relativ gering», sagt Cowling. Ein anderer Experte hält eine kleinere «Nachwelle» für möglich. Wie so oft in den vergangenen drei Jahren erweisen sich damit vermeintliche Gewissheiten über die Entwicklung der Pandemie als falsch.

Am 8. Dezember hatte Chinas Regierung den Komplettausstieg aus der umstrittenen Zero-Covid-Politik angekündigt. Es war eine 180-Grad-Wende, die nicht nur das eigene Volk, sondern auch die Weltöffentlichkeit überraschte. Seitdem breitet sich der Corona-Erreger mit rasender Geschwindigkeit aus.

Als sich Anfang Januar Hunderte Millionen von Chinesen auf den Weg in ihre Heimatstädte machten, um mit ihren Familien das chinesische Neujahrsfest zu feiern, trugen sie das Virus in entlegenere Landesteile, in denen das Gesundheitssystem oft wenig entwickelt ist. Insgesamt unternehmen Chinesinnen und Chinesen rund um das Neujahrsfest gemäss Schätzungen 2,1 Milliarden Reisen, und fast immer reist das Coronavirus mit.

Die Reisewelle läuft noch

Die intensive Reisewelle läuft noch. Die Experten der britischen Datenbank Airfinity, die ebenfalls Berechnungen zum Infektionsgeschehen und zu Todesfällen anstellen, haben ihre Zahlen darum am Mittwoch nach oben korrigiert. Derzeit infizierten sich jeden Tag 4,5 Millionen Menschen, 35 640 Menschen stürben in diesen Wochen pro Tag, so Airfinity. Nach dem Abflauen der Reisewelle Anfang Februar dürfte die Zahl aber schnell sinken.

Insgesamt sind nach Airfinity-Berechnungen bisher 884 Millionen Chinesinnen und Chinesen an Covid gestorben. Auch wenn die Zahl ebenfalls auf Schätzungen und Hochrechnungen auf der Grundlage von anekdotischer Evidenz beruht, dürfte als gesichert gelten, dass die von der Regierung veröffentlichte Zahl der Covid-Toten falsch ist. Am 8. Januar hatte das Amt für Seuchenbekämpfung in Peking erklärt, während der ersten vier Wochen nach der Aufhebung der Covid-Restriktionen seien 60 000 Menschen an der Erkrankung gestorben.

Andere Fachleute gehen von bisher 700 000 Covid-Toten aus, einige halten auch diese Zahl für zu hoch gegriffen. Allerdings verdeutlichen die Grössenordnungen, dass China vermutlich die ganz grosse Katastrophe erspart bleibt. Autoren von Studien, die für China von einer bis eineinhalb Millionen Covid-Toten ausgehen, dürften am Ende recht behalten.

Im Verhältnis weniger Covid-Tote als die USA

Damit hätte China im Verhältnis zur Bevölkerungszahl weitaus weniger Covid-Tote zu beklagen als die USA und die meisten europäischen Länder. Die Null-Toleranz-Politik vor allem im ersten Pandemiejahr hätte China damit vor dem Schlimmsten bewahrt. Bilder von Kühllastwagen zur Aufbewahrung von Leichen wie 2020 in Manhattan oder von kilometerlangen Staus mit Leichenwagen wie im italienischen Bergamo gibt es in China derzeit jedenfalls nicht.

Die meisten der Opfer sind offenbar ältere und ungeimpfte Chinesen, oftmals mit Vorerkrankungen. Die Zahl solcher Opfer dürfte in den kommenden Wochen noch steigen. Viele ältere und ungeimpfte Chinesen sind in den vergangenen Wochen aus Furcht vor einer Ansteckung zu Hause geblieben. Wenn diese nun, da der Höhepunkt der Infektionswelle überschritten scheint, wieder am öffentlichen Leben teilnehmen, dürften in dieser Bevölkerungsgruppe erneut mehr Menschen sterben. «Eigentlich müsste es jetzt eine neue Aufforderung zum Impfen geben», sagt der Virologe Cowling, «derzeit deutet aber nichts darauf hin.»

Gleichzeitig besteht das Risiko, dass die schnelle Verbreitung des Virus unter einer so grossen Bevölkerung wie der chinesischen neue Varianten hervorbringt. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine neue, gefährliche Mutation entsteht, ist nicht sehr gross, ausgeschlossen ist sie aber nicht. Das grösste Problem: China veröffentlicht keine brauchbaren Informationen, die es aus der Sequenzierung von Virensträngen gewinnt. Damit schürt Peking Verunsicherung, auch und vor allem im Ausland.
MaxG
Neuling
Beiträge: 9
Registriert: 06.01.2023, 14:48

Re: Interessante Artikel

Beitrag von MaxG »

Das war gar nicht so dumm. Die unvermeidliche Öffnung so lange herauszögern bis das Virus vergleichsweise harmlos war. Genau umgekehrt wie damals Brasilien und die USA, die keine Maßnahmen ergriffen als das Virus noch tödlich war-mit den entsprechenden Folgen.
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