臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Für alle die in Taiwan leben, arbeiten, studieren oder sich über Taiwan austauschen möchten.
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TomXian
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von TomXian »

royalflash hat geschrieben: 17.03.2022, 10:43
TomXian hat geschrieben: 16.03.2022, 15:42 Taiwan kann sich jetzt etwas sicherer fühlen.
Der möglicherweise künftige Kriegsverbrecher Xi Jingping [ehemaliger Landarbeiter]
Was ist denn das fürn Käse? Der möglicherweise zukünftige Vergewaltiger TomXian... Ähnlich dämlich!
Ein militärischer Überfall auf Taiwan wäre nach der Charta der Vereinten Nationen ein Kriegsverbrechen und mithin Xi Jinping folglich ein Kriegsverbrecher. Da China Taiwan offen droht, ist meine Aussage mit dem Zusatz "möglichweise" durchaus naheliegend.

Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin fröhliches beleidigen der Mitglieder des Forums.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von TomXian »

Saiber hat geschrieben: 17.03.2022, 12:21 Immer das gleiche wenn man Zahlen hernimmt, woher auch immer um seine These zu untermauern aber dann doch wichtige Indikatoren ausser Acht lassen.
Diese Statistik habe ich auch und wenn man mal zusammenzaehlt, sind die Unabhaengigkeitsbestreber in der Minderheit. Ein sehr grosser Teil will dass der Status Quo beibehalten wird. Und was ich so von meinen Bekannten in Taiwan hoere ist, Status Quo plus enge Beziehung zum Mainland, aber auch nicht mehr. Das weisst Tsai Ingwen auch, die vorher schon laengst weg vom Fenster war aber die HK Proteste sie rettete, und deshalb nimmt sie dieses auch nicht in den Mund. Stattdessen sagt sie dass Taiwan schon immer “unabhaengig” war und deshalb keine Unabhaengigkeit angestrebt wird. 😂😂😂
https://esc.nccu.edu.tw/upload/44/doc/6 ... 202112.jpg (Election Study Center, National Chengchi University)
In der Tat, wichtige Indikatoren.

Immerhin ist klar erkennbar, dass nur 7,4% für eine sofortige oder spätere "Wiedervereinigung" mit der VR China sind und 93,6% wollen etwas anderes.

Meine Verwandten und Bekannten aus Taiwan sagen ebenfalls, dass ein Streben nach Unabhängigkeit ein sehr gefährliches Unterfangen ist. Viele haben Angst vor kriegerischen Handlungen durch die VR China, Furcht vor ökonomischen und persönlichen Nachteilen.

Angst und Furcht vor China scheint also der Treiber für viele zu sein, am "Status Quo" festhalten zu wollen, zumindest noch eine Weile.
Und nicht etwa die Überzeugung, dass dies der objektiv beste Weg ist.

Ich bin auch gespannt auf die ersten, neueren Umfragen in 2022.
Die Geschehnisse in Hong Kong seit Juni 2021 dürften sich niederschlagen.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Saiber »

TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 06:48
Saiber hat geschrieben: 17.03.2022, 12:21 Immer das gleiche wenn man Zahlen hernimmt, woher auch immer um seine These zu untermauern aber dann doch wichtige Indikatoren ausser Acht lassen.
Diese Statistik habe ich auch und wenn man mal zusammenzaehlt, sind die Unabhaengigkeitsbestreber in der Minderheit. Ein sehr grosser Teil will dass der Status Quo beibehalten wird. Und was ich so von meinen Bekannten in Taiwan hoere ist, Status Quo plus enge Beziehung zum Mainland, aber auch nicht mehr. Das weisst Tsai Ingwen auch, die vorher schon laengst weg vom Fenster war aber die HK Proteste sie rettete, und deshalb nimmt sie dieses auch nicht in den Mund. Stattdessen sagt sie dass Taiwan schon immer “unabhaengig” war und deshalb keine Unabhaengigkeit angestrebt wird. 😂😂😂
https://esc.nccu.edu.tw/upload/44/doc/6 ... 202112.jpg (Election Study Center, National Chengchi University)
In der Tat, wichtige Indikatoren.

Immerhin ist klar erkennbar, dass nur 7,4% für eine sofortige oder spätere "Wiedervereinigung" mit der VR China sind und 93,6% wollen etwas anderes.

Meine Verwandten und Bekannten aus Taiwan sagen ebenfalls, dass ein Streben nach Unabhängigkeit ein sehr gefährliches Unterfangen ist. Viele haben Angst vor kriegerischen Handlungen durch die VR China, Furcht vor ökonomischen und persönlichen Nachteilen.

Angst und Furcht vor China scheint also der Treiber für viele zu sein, am "Status Quo" festhalten zu wollen, zumindest noch eine Weile.
Und nicht etwa die Überzeugung, dass dies der objektiv beste Weg ist.

Ich bin auch gespannt auf die ersten, neueren Umfragen in 2022.
Die Geschehnisse in Hong Kong seit Juni 2021 dürften sich niederschlagen.
Was fuer eine schoene Intepretation. Ebenso sind diejenigen, die eine Unabhaengigkeit wollen immer noch in der Minderheit. Der Status Quo ist das was alle beibehalten wollen, also soll sich nichts aendern. Sowohl als auch. Nachwievor gibt es fuer Beijing keinen Zeitpunkt fuer eine Wiedervereinigung und nachwievor gilt das Ziel einer friedlichen auf beiden Seiten annehmbaren Wiedervereinigung. Aber an den Status Quo will auch Beijing bis jetzt nichts ruetteln. Es sei denn, es gibt da einige Zuendler die in eine Richtung arbeiten und diesen Status Quo in Gefahr bringen genau mit dem Wissen, dass Beijing bei allem massiv reagieren wird. Wer war es denn, der an den Status Quo ruettelte? (in den 90er, in 2000er und jetzt?)

Eine Politikaenderung hat immer etwas mit Konsequenzen zu tun. Nicht fuer euch, sondern fuer die Taiwan Chinesen und Mainland Chinesen. Und die sind es die darueber Haltung nehmen duerfen. Nicht ihr und nicht die USA, die denken zu wissen was gut fuer Taiwan ist (oder die Chinesen sind). Haltet euch raus und richtet eure Nase nicht dorthin, wo es euch nichts angeht.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Saiber »

TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:54
royalflash hat geschrieben: 17.03.2022, 10:43
TomXian hat geschrieben: 16.03.2022, 15:42 Taiwan kann sich jetzt etwas sicherer fühlen.
Der möglicherweise künftige Kriegsverbrecher Xi Jingping [ehemaliger Landarbeiter]
Was ist denn das fürn Käse? Der möglicherweise zukünftige Vergewaltiger TomXian... Ähnlich dämlich!
Ein militärischer Überfall auf Taiwan wäre nach der Charta der Vereinten Nationen ein Kriegsverbrechen und mithin Xi Jinping folglich ein Kriegsverbrecher. Da China Taiwan offen droht, ist meine Aussage mit dem Zusatz "möglichweise" durchaus naheliegend.

Ansonsten wünsche ich Dir weiterhin fröhliches beleidigen der Mitglieder des Forums.
Bis jetzt ist es der Westen, der am meisten droht. Was steht denn in der Charta der Vereinigten Nationen? Und Kriegsverbrecher kann man getrost viele im Westen finden, die etliche souveraene Laender angegriffen haben. Es ist schon eine Dreistigkeit andere dann als Kriegsverbrecher zu titulieren.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Saiber »

TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29
Ein Teil meiner Familie lebt auf Taiwan, wir haben intensiven Kontakt.
Da bist du wohl nicht der Einzige.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Dort hat man auch mit großer Sorge die Geschehnisse in Deiner Stadt Hong Kong verfolgt.
Ja, befeuert von den USA mit der Taiwan Regierung. Woher kamen die ganzen Finanzen, die die Proteste unterstuetzten und wer gab denn da die Richtung an? Die Gewalt artete aus und es wurde schlimmer und schlimmer. Da haben einige gehofft, dass die PLA eingreifen wuerde um einen Aufschrei zu verursachen. Gluecklicherweise wurden sie enttaeuscht, denn dieses Spielchen spielen die in Beijing nicht mit und sind nicht drauf reingefallen. Auch als die Baracken der PLA von Protestler angegriffen wurden.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Xi Jinping hat in den letzten 1-2 Jahren immer deutlicher formuliert, Taiwan wieder in die Volksrepublik einzugliedern ("Wiedervereinigung") und offen mit militärischer Gewalt nicht nur gedroht und militärisch aufrüstet, sondern seine Kampfflugzeuge immer wieder in den taiwanesischen Luftraum eindringen lassen.
Dies geschah, nachdem die Beijing hassende gegenwaertie Regierung von Taiwan davor immer wieder von einer Unabhaengkeit der Insel gesprochen hatte. Sie wussten schon was sie taten und sie wussten wie Beijing reagieren werde.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Dies hat für schlimmste Befürchtungen auf Taiwan gesorgt.
Das war von der Taiwan Regierung so einkalkuliert.
Warum ist Tsai Ingwen noch im Amt oder deren Partei in der Regierung? Sie war am Zuruecktreten, gab den Parteivorsitz ab, den KMT wurde ein Sieg bei den Wahlen vorhergesagt und urploetzlich kamen die Hongkong Proteste ... Und Tsai Ingwen war die gluecklichste Person auf Erden. (Trump sagte, ja dass China bestraft werden wird weil sie seinen Handelsdeal nicht annahmen und ihm nicht das gaben was fuer seiner Wiederwahl helfen wuerde).
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 VR China ist Mitglied der UN und hat die Charta der Vereinigten Nationen ratifiziert.
Demgemäß ist der Einsatz militärischer Gewalt nur zur Verteidigung möglich, alles andere stellt ein Kriegsverbrechen dar.
Taiwan ist ein Teil Chinas. Die USA setzen Gewalt an und greifen souveraene Laender an um sich zu Verteidigen? Beim Irak sprach man bei der Koalition der Willigen offen von einem Pre-emptive Strike. Kriegsverbrechen?
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Die Taiwanesen beobachten sehr genau, wie sich die internationale Gemeinschaft zum völkerrechtswidrigen und mörderischen Angriffskrieg von Putin verhält, zudem bereits eine US Resolution und ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs (Angriffskrieg ist sofort einzustellen) existiert und Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs gegen den Kriegsverbrecher Putin und seine Vasallen laufen.
Russland, China, und viele andere UND auch die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof nicht an bzw. sind keine Mitglieder.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Von dort wird mir berichtet, dass die überraschend große Geschlossenheit der freien Demokratien, die hohe Geschwindigkeit und Entschiedenheit bei den wirtschaftlichen Sanktionen gegenüber dem Aggressor Russland, sowie die ökonomische wie militärische Unterstützung der Ukraine, so nicht erwartet worden war.
Was geht das China an? Hat mit China nichts zu tun und geht China auch nichts an.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Zumindest meine Ansprechpartner dort sind der Meinung, dass Xi Jinping nun vor Augen geführt wird, was ihm im Falle eines Überfalls auf Taiwan droht. Der Kriegsverbrecher Putin war offensichtlich gleich mehreren Irrtümern erlegen, was die internationale Gemeinschaft, seine militärischen und wirtschaftlichen Fähigkeiten und den Widerstand der überfallenen Bevölkerung angeht. Taiwanesen werten dies als überdeutliche Warnung an Beijing.
Taiwan gehoert zu China.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Auch die taiwanesischen Qualitätsmedien berichten ähnlich.
... wie die luegende Apple Daily und Next von Jimmy Lai in Taiwan?
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 05:29 Taiwan hat bereits Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine ergriffen. Ich lese mir gern durch, was Du substantiell zu diesem Punkt vorzutragen hast.

Folglich bin ich der Meinung: "Taiwan kann sich jetzt etwas sicherer fühlen."
Das war ein pathetisches Einschleimen der Tsai Ingwen um Unterstuetzung fuer ihre eigene Sache zu gewinnen. Ist von keiner Bedeutung.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Taifun »

Auch ich habe beste Beziehungen zu Taiwan und sehe das ganz ähnlich wie TomXian.
@Saiber: Völkerrechtlich ist Taiwan eine Provinz Chinas, genau.

Aber es ging ja um den Vergleich mit der Ukraine:
Im Unterschied zu Russland fühlt sich China nicht bedroht durch Taiwan. Daher ist ein Präventionsschlag, wie ihn Russland in der Ukraine vorführt, nicht notwendig. China wird seine gewaltfreie Politik ganz einfach fortsetzen.
In der Ukraine haben die Klitsch-k.o.'s nach 3 Generationen friedlichen Beisammenseins von Ukrainern und Russen in der Ukraine für einen Politikwechsel gesorgt.Und Krieg ist bekanntlich die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.
Aber für Taiwan bleibt es wohl dabei: Wer bisher auf Taiwan Angst hatte, egal ob begründet oder nicht, braucht jetzt weniger Angst zu haben.
Und ohne Angst lässt es sich nun einmal besser leben.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von TomXian »

Saiber hat geschrieben: 18.03.2022, 07:50
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 06:48
Saiber hat geschrieben: 17.03.2022, 12:21 Immer das gleiche wenn man Zahlen hernimmt, woher auch immer um seine These zu untermauern aber dann doch wichtige Indikatoren ausser Acht lassen.
Diese Statistik habe ich auch und wenn man mal zusammenzaehlt, sind die Unabhaengigkeitsbestreber in der Minderheit. Ein sehr grosser Teil will dass der Status Quo beibehalten wird. Und was ich so von meinen Bekannten in Taiwan hoere ist, Status Quo plus enge Beziehung zum Mainland, aber auch nicht mehr. Das weisst Tsai Ingwen auch, die vorher schon laengst weg vom Fenster war aber die HK Proteste sie rettete, und deshalb nimmt sie dieses auch nicht in den Mund. Stattdessen sagt sie dass Taiwan schon immer “unabhaengig” war und deshalb keine Unabhaengigkeit angestrebt wird. 😂😂😂
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In der Tat, wichtige Indikatoren.

Immerhin ist klar erkennbar, dass nur 7,4% für eine sofortige oder spätere "Wiedervereinigung" mit der VR China sind und 93,6% wollen etwas anderes.

Meine Verwandten und Bekannten aus Taiwan sagen ebenfalls, dass ein Streben nach Unabhängigkeit ein sehr gefährliches Unterfangen ist. Viele haben Angst vor kriegerischen Handlungen durch die VR China, Furcht vor ökonomischen und persönlichen Nachteilen.

Angst und Furcht vor China scheint also der Treiber für viele zu sein, am "Status Quo" festhalten zu wollen, zumindest noch eine Weile.
Und nicht etwa die Überzeugung, dass dies der objektiv beste Weg ist.

Ich bin auch gespannt auf die ersten, neueren Umfragen in 2022.
Die Geschehnisse in Hong Kong seit Juni 2021 dürften sich niederschlagen.
Saiber hat geschrieben: 18.03.2022, 07:50 Was fuer eine schoene Intepretation. Ebenso sind diejenigen, die eine Unabhaengigkeit wollen immer noch in der Minderheit.
Das ist lediglich Deine Interpretation. Ein Satz wie "diejenigen, die eine Unabhängigkeit wollen immer noch in der Minderheit" impliziert - und soll dies sicher auch - das eine Mehrheit keine Unabhängigkeit will.
Saiber hat geschrieben: 18.03.2022, 07:50 Der Status Quo ist das was alle beibehalten wollen, also soll sich nichts aendern.
Indem man Dinge wiederholt, werden sie nicht wahrhaftiger. Ich hatte ausgeführt, dass viele aus Angst, Furcht und den Bedrohungen des Diktators aus Peking, einem Streben nach Unabhängigkeit derzeit als zu gefährlich ansehen und deshalb den jetzigen Status Quo nicht ändern möchten.
Insoweit verkürzt Du die Dinge und tust damit das, was Du so gern anderen vorwirfst.
Ohne diese Angst, Furcht und den Bedrohungen aus Peking würden Umfragen wohl anders ausfallen.
Es ist zynisch, jemandem, der sich aus Angst, Furcht und Bedrohungen zu etwas entscheiden muss, zu unterstellen, dass dies auch seinem Wunsch entspricht.
Saiber hat geschrieben: 18.03.2022, 07:50
Nachwievor gibt es fuer Beijing keinen Zeitpunkt fuer eine Wiedervereinigung und nachwievor gilt das Ziel einer friedlichen auf beiden Seiten annehmbaren Wiedervereinigung.
Schön dass Du als Peking-Anhänger hier offensichtlich nur die Sicht der Kleptokraten vertrittst. Dein genanntes "Ziel" war ebenfalls für Hong Kong genannt worden. Bindend ist hier die gemeinsame, chinesisch-britische Erklärung von 1985, welche als völkerrechtlicher Vertrag den UN vorgelegt und dort registriert wurde.

Das Ergebnis kennen wir. Obwohl anders vereinbart und versprochen, ist in Hong Kong die Pressefreiheit abgeschafft, die Opposition verhaftet und zerschlagen, Verlage wurden geschlossen und Zeitungen verboten, kritische Worte selbst in einem Hörsaal bergen ein großes Verhaftungsrisiko und die "Regierung" ist vollständig durch Beijing gesteuert. Die Wahlen sind eine Farce. Über die jahrelang fortgesetzten Brüche des mit Großbritannien ausgehandelten, völkerrechtlichen Vertrages durch die chinesische Seite sind ganze Bücher erschienen, das muss nicht alles wiederholt werden.

Nur soviel:
Ich habe Hong Kong über die Jahre wenigstens 40 Male besucht und addiert dort Monate verbracht. Jeder konnte beobachten, wie China ab 1997 massiv Einfluss nahm. An vielen Stellen konnte man es selbst beobachten. Als mein bevorzugter Kiosk, an dem ich mich mit internationaler Presse eindeckte, die in China verboten ist, auf einmal geschlossen war, suchte ich mir einen anderen. Wenige Monate später war auch dieser geschlossen.
Ein befreundeter Hotel-Chef sagte mir dann, dass auch er einen kleinen Kiosk in seinem Hotel schließen ließ, da er sonst auf chinesischen Reise-Webseiten und bei chinesischen Reiseveranstaltern nicht mehr gelistet werde. Es sei auch kein Geheimnis, dass immer dann, wenn ein Pachtvertrag bestimmter Kioske oder im Buchhandel auslief, es sofort chinesische Bieter für einen neuen Pachtvertrag gäbe, die jeden Preis akzeptierten und das Geschäft nicht weiterführten. So verschwand der internationale Zeitschriften- und Buchhandel fast aus dem Stadtbild. Auch Cathay Pacific/Dragon - welche ich viele Jahre nutzte - hielt irgendwann keine internationale Presse mehr in der Kabine vor. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, man befürchte Ärger mit Beijing.

Wir alle wissen um die zahllosen Skandale in jenen Jahren. Beispielsweise als Beijing versuchte, Hong Kong die Nutzung von bestimmten Schulbüchern vorzuschreiben, um das eigene Narrativ über Mao Zedong zu erzählen, der in vielen Augen nichts anderes ist als ein sadistischer Tyrann und Massenmörder, der unbeschreibliches Leid über sein Land bracht und Hungersnöte, die noch in den 1970er Jahren zu Kannibalismus führten.

Ich arbeite in der Finanzwirtschaft, habe deshalb Zugang zu Hong Konger Banken. In vielen Gesprächen ist mir geschildert worden, dass ab 2004 verstärkt und ab 2009 ungebremst viele Chinesen mit Waschkörben voller RMB in den dortigen Banken diese RMB in HKD umtauschten und sofort Immobilen zu jedem Preis kauften. Möglich wurde dies durch zunächst wenig beachtete Ausführungsbestimmungen des "basic law".
Dies sei ein - wenn nicht der wesentliche Faktor, dass die Immobilienpreise in HK explodierten (im Schnitt mehr als 500% seit 2004) und für die allermeisten Hong Konger unerschwinglich wurden.

Ich nenne dies alles, weil sich hieraus die Einstellung der Hong Konger zur VR China ableitet. Die vielen kleinen und großen, schleichenden, verdeckten oder offensichtlichen Einflussnahmen der VR China förderten die Ablehnung gegenüber der VR und der Parteidiktatur überdeutlich. Dies ist mir immer und immer wieder gesagt worden.

Ich erzähle dies etwas ausführlicher, um Hinweisen wie "die USA sind schuld" oder "die NATO hat dies bewirkt" entgegenzuwirken.

Seit 2019 verstärkt sich deshalb die Abwanderung. In 2019 waren es noch 40.000 die Hong Kong verließen, in 2020 dann 91.000 und für das Jahr 2021 werden 200.000 erwartet (Zahlen werden erst im Sommer veröffentlich). Experten sind sich einig, dass sich Hong Kong von diesem "brain drain" nie wieder erholen wird.

Hong Kong hat längst seine internationale "Anziehungskraft" verloren, viele Unternehmen und wesentliche Großbanken haben sich in den letzten 1-2 Jahren zurückgezogen. Auf eine gewisse Art macht die VR China Hong Kong kaputt.

Und Taiwan?

Meine Verwandten, Freunde und Bekannte aus Taiwan haben diese Prozesse in Hong Kong intensiv verfolgt. War auch nicht schwer, da die Schlagzeilen davon beherrscht werden. Die "Taiwan News" und die "Taipeh Times" druckten dazu Artikelserien ab.

Taiwan ist eine sehr erfolgreiche Demokratie. Sie gilt als eine der freiesten der Welt.

Was schulische Ausbildung angeht, Berufsausbildung, Universitäten, Gesundheitsvorsorge, Altersversorgung, persönliche Freiheiten, Rechtstaatlichkeit, visafreie Reisemöglichkeiten, Einkommen und Kaufkraft, Pressefreiheit, Versammlungsfreiheit, Korruption ... in allem ist Taiwan der VR China um Lichtjahre überlegen. Viele der Punkte liegen oberhalb des europäischen Durchschnitts, Einkommen und Kaufkraft beispielsweise auch oberhalb der BR Deutschland.

Für Taiwan ist eine Übernahme durch die VR China in etwa so, als ob die Bundesrepublik Deutschland 1990 der DDR beigetreten wäre und nicht umgekehrt.

In Taiwan geht die verständliche Angst um, all dies mehr oder weniger zu verlieren und zu einer chinesischen Provinz nivelliert zu werden.

Ich halte es deshalb für absurd hier von einer "friedlichen Wiedervereinigung" zu sprechen, an der offensichtlich nur ein winziger Teil der Taiwanesen ein Interesse bekundet.

In einem just geführten Telefonat hat mein Schwager aus Taipei gesagt, dass er schon den Begriff "Taiwan Chinese" als Beleidigung empfindet.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von TomXian »

Taifun hat geschrieben: 18.03.2022, 11:22 Auch ich habe beste Beziehungen zu Taiwan und sehe das ganz ähnlich wie TomXian.
@Saiber: Völkerrechtlich ist Taiwan eine Provinz Chinas, genau.

Aber es ging ja um den Vergleich mit der Ukraine:
Im Unterschied zu Russland fühlt sich China nicht bedroht durch Taiwan. Daher ist ein Präventionsschlag, wie ihn Russland in der Ukraine vorführt, nicht notwendig. China wird seine gewaltfreie Politik ganz einfach fortsetzen.
In der Ukraine haben die Klitsch-k.o.'s nach 3 Generationen friedlichen Beisammenseins von Ukrainern und Russen in der Ukraine für einen Politikwechsel gesorgt.Und Krieg ist bekanntlich die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.
Aber für Taiwan bleibt es wohl dabei: Wer bisher auf Taiwan Angst hatte, egal ob begründet oder nicht, braucht jetzt weniger Angst zu haben.
Und ohne Angst lässt es sich nun einmal besser leben.
Hallo Taifun,

nachdem ich die zweite Antwort von "Saiber" jetzt gelesen habe, erscheint mir weiterer Diskurs zwecklos.

Bei Impfgegnern, Gegnern der Corona-Diktatur, Reichsbürgern, Verschwörungstheoretikern, Aluhut-Trägern, USA-Hassern, Mitgliedern von rechtsradikalen Vereinigungen und Leuten die sich aus "alternativen" Medien informieren ... kommt irgendwann der Irak-Krieg, völlig gleichgültig, was Gegenstand der Diskussion ist. Aber hier, in diesem Forum?

Spätestens dann ziehe ich zurück.

Nur zur Information:

Saddam Hussein (Irak) war ein weltweit bekannter Terrorist, Massenmörder und Tyrann, nachdem er für einige Jahre als Hoffnungsträger gegolten hatte.
Er hat wenigstens 1,5 Millionen seiner eigenen Bürger gefoltert und umgebracht. Er hat zwei (!) Angriffskriege gegen das Nachbarland Kuweit geführt, die über 8 Jahre andauerten und weltweit Terrorakte unterstützt. In den Kriegen starben Hunderttausende, auch durch Giftgas.
Gegenüber den Kurden und Schiiten hat er Völkermord begangen.
Hauptunterstützer des Iraks waren die Sowjetunion, Frankreich und die Volksrepublik China.
Der UN Sicherheitsrat hat - mit Zustimmung von Russland und China - etliche Resolutionen gegen ihn erlassen.
Die Kriegseröffnung gegen den Irak durch die USA, UK und andere war sicherlich nicht durch die UN gedeckt (und vor allem von UK betrieben worden), dies ändert aber nichts daran, dass der Irak von diesem Teufel befreit wurde, der später von einem irakischen Gericht zum Tode verurteilt wurde.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von aolifu »

Taiwan gehoert zu China

Sagt wer?

Tom Xian was du schreibst ist sehr gut .

Man könnte es doch machen wie in den 50 Jahren mit dem Saarland. Abstimmung, zu China , unabhängig, zu Frankreich (Spaß).
Saiber wär das was?
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von aolifu »

Oder MUSS Taiwan eingekliedert werden? Obwohl sie es nicht wollen
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Saiber »

aolifu hat geschrieben: 18.03.2022, 18:30 Taiwan gehoert zu China

Sagt wer?
Die Verfassung der Republik Chinas, die bis heute in Taiwan effektiv ist, angewendet wird und Gueltigkeit besitzt.
"Am Territorium Chinas darf nichts geaendert werden..."

aolifu hat geschrieben: 18.03.2022, 18:30 Man könnte es doch machen wie in den 50 Jahren mit dem Saarland. Abstimmung, zu China , unabhängig, zu Frankreich (Spaß).
Saiber wär das was?
mmmh, Frankreich hat so seine eigenen Probleme und Kopfschmerzen mit Unabhaengigkeitsbestrebungen .... (aber nicht nur Frankreich).

"Korsika - eine lange Geschichte der Rebellion
Nach zwei Wochen gewalttätiger Unruhen erwägt die französische Regierung eine regionale Autonomie für Korsika. Die Mittelmeerinsel blickt auf eine lange Geschichte von Armut und Widerstand zurück."

https://www.dw.com/de/korsika-eine-lang ... a-61159239

die franzoesische Regierung erwaegt "eine regionale Autonomie"....... in 2022...

"Im zentralistisch regierten Frankreich gehört regionale Autonomie nicht zum Programm. Jetzt aber führte Gerald Darmanin in einer Lokalzeitung das A-Wort in die Debatte ein. Mehrere Präsidentschaftskandidaten seien für einen institutionellen Wandel für Korsika, sagte der Innenminister. "Wir sind bereit, bis zur Autonomie zu gehen". Wobei er mit "wir" die Regierung von Emmanuel Macron meint, der auf eine Wiederwahl im April hofft.
Korsika genießt schon jetzt ein höheres Maß an Unabhängigkeit als andere Regionen in Frankreich, etwa in der Schul-, Gesundheits- oder Verkehrspolitik. Aber ein Teil der militanten Nationalisten auf der Insel wollen die volle Abspaltung vom Mutterland, während andere zumindest eine unabhängige Untersuchung des Anschlags gegen Yvan Colonna verlangen und noch mehr regionale Unabhängigkeit."


Da ist China aber in sehr vielen Landesteilen, schon vor sehr langer Zeit viel weiter und grosszuegiger...
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Saiber »

TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58
In der Tat, wichtige Indikatoren.

Immerhin ist klar erkennbar, dass nur 7,4% für eine sofortige oder spätere "Wiedervereinigung" mit der VR China sind und 93,6% wollen etwas anderes.

Meine Verwandten und Bekannten aus Taiwan sagen ebenfalls, dass ein Streben nach Unabhängigkeit ein sehr gefährliches Unterfangen ist. Viele haben Angst vor kriegerischen Handlungen durch die VR China, Furcht vor ökonomischen und persönlichen Nachteilen.

Deine Bekannten gehoeren zu den 5-6%?
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Angst und Furcht vor China scheint also der Treiber für viele zu sein, am "Status Quo" festhalten zu wollen, zumindest noch eine Weile.
Und nicht etwa die Überzeugung, dass dies der objektiv beste Weg ist.
Wie du schon schreibst. Das ist deine eigene Intepretation.
Aber tatsaechlich ist dies der objektiv beste Weg.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Ich bin auch gespannt auf die ersten, neueren Umfragen in 2022.
Die Geschehnisse in Hong Kong seit Juni 2021 dürften sich niederschlagen.
Ja, Tsai Ingwen und die DPP ist da auch sehr gespannt darauf. Haben sie doch sehr viel Muehe investiert um die Meinungen zu aendern.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Das ist lediglich Deine Interpretation. Ein Satz wie "diejenigen, die eine Unabhängigkeit wollen immer noch in der Minderheit" impliziert - und soll dies sicher auch - das eine Mehrheit keine Unabhängigkeit will.
Diese Intepretation teile nicht nur ich, sondern das ist Fakt und vertreten von sehr vielen. Und bis dato – der Mehrheit – der Bevoelkerung in Taiwan.
Auf was basiert denn deine Annahme? Auf deine Geisteserguesse oder auf Fakten?
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Indem man Dinge wiederholt, werden sie nicht wahrhaftiger. Ich hatte ausgeführt, dass viele aus Angst, Furcht und den Bedrohungen des Diktators aus Peking, einem Streben nach Unabhängigkeit derzeit als zu gefährlich ansehen und deshalb den jetzigen Status Quo nicht ändern möchten.
...“ werden sie nicht wahrhaftiger“...
Diese Wahrheit wurden ja in der Statistik dargelegt duch Umfragen. Und deine eigene persoenliche Projektion und Darstellung ueberwiegt diese nicht. Erklaerungen dafuer kann jeder soviel finden wie er will. Das sind dann auch nur subjektive Meinungen/Beschwichtigungen und sonst gar nichts. Sind sie denn wahrhaftiger? Mitnichten!. Ist ein beliebter Ausfluch des Jenigen, der mit den Tatsachen nicht zurecht kommt, sie nicht akzeptieren will und dafuer seine eigene Erklaerung dafuer sucht um diese fuer seine eigene Welt zurechtzubiegen um ihm dann wieder zu gefallen.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Insoweit verkürzt Du die Dinge und tust damit das, was Du so gern anderen vorwirfst.
Ohne diese Angst, Furcht und den Bedrohungen aus Peking würden Umfragen wohl anders ausfallen.
Angst, Furcht ... du scheinst ein Therapeut und Seelsorger zu sein. Ja, ohne dies und jeniges haetten wir heute den Weltfrieden, es gibt Rosa Unicorns und Sonnenblumen fallen vom Himmel...
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Schön dass Du als Peking-Anhänger hier offensichtlich nur die Sicht der Kleptokraten vertrittst. Dein genanntes "Ziel" war ebenfalls für Hong Kong genannt worden. Bindend ist hier die gemeinsame, chinesisch-britische Erklärung von 1985, welche als völkerrechtlicher Vertrag den UN vorgelegt und dort registriert wurde.
Du willst wirklich mit mir ueber Hong Kong diskutieren? Ueberleg es nochmal.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Das Ergebnis kennen wir. Obwohl anders vereinbart und versprochen, ist in Hong Kong die Pressefreiheit abgeschafft, die Opposition verhaftet und zerschlagen, Verlage wurden geschlossen und Zeitungen verboten, kritische Worte selbst in einem Hörsaal bergen ein großes Verhaftungsrisiko und die "Regierung" ist vollständig durch Beijing gesteuert. Die Wahlen sind eine Farce. Über die jahrelang fortgesetzten Brüche des mit Großbritannien ausgehandelten, völkerrechtlichen Vertrages durch die chinesische Seite sind ganze Bücher erschienen, das muss nicht alles wiederholt werden.
Welch Naivitaet und diese Missinformationen ..... Der Vertrag mit Hong Kong hatte nichts, aber auch gar nichts mit dem Voelkerrecht zu tun gehabt ... ist zwischen Beijing und UK und gebrochen wurde gar nichts. Die Praesenz der Britischen Krone in Hongkong war ansich schon ein Voelkerrechtsbruch. Und wegen der Pressefreiheit. Wer Fake News verbreitet, Mit Falschen Informationen, Missfuehrungen Hass und Dissenz verursacht wird angeklagt und auch verboten. Ich glaube das passiert in Europa ja gerade jetzt sehr oft.
Ein Nationales Sicherheitsgesetzt wurde im Vertrag bei der Zurueckgabe Hongkongs an China fest verankert. Und selbst unter britischer Herrschaft ueber Hong Kong gab es schon ein Sicherheitsgesetzt der Briten welches noch schaerfer war als das erst kuerzlich verabschiedete. Wer unter den Briten gegen diese UK National Security Bill verstiess, machte Bekanntschaft mit der Britischen „Special Branch“ und diese sind keine Therapeuten sondern wuerden heute in Guantanomo Bay arbeiten. Davor waren keine Presse, Journalisten, Protestler oder Regimekritiker sicher. Ein Medium wurde sofort geschlossen und Journalisten verhaftet wenn sie regimekritische Inhalte verbreiten. Passierte sehr oft in den 60er Jahren in Hong Kong, wo es Unruhen gab.

TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Als mein bevorzugter Kiosk, an dem ich mich mit internationaler Presse eindeckte, die in China verboten ist, auf einmal geschlossen war, suchte ich mir einen anderen. Wenige Monate später war auch dieser geschlossen.
Du meinst also, man bekommt keine Internationale Presse und Zeitungen in Hongkong?
Ich bin mittlereweile groesstenteils Digital mit Medien eingedeckt (und offensichtlich informiere ich mich regelmaessig auch viel aus diversen Medien), aber bekomme die FT, NYT und andere in Printform in mein Office zugeschickt. Was willst du mir hier sagen? ....
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Ein befreundeter Hotel-Chef sagte mir dann, dass auch er einen kleinen Kiosk in seinem Hotel schließen ließ, da er sonst auf chinesischen Reise-Webseiten und bei chinesischen Reiseveranstaltern nicht mehr gelistet werde.
Und wieder eine Freund von dir, der dir dies und jenes so berichtet ... scheinen ja alle auf der gleichen Welle zu tanzen. Ich lebe in Hong Kong und in Hongkong bekommst du alle Internationalen Zeitungen zum Fruehstueck ins Zimmer geliefert wenn du sie haben willst. Was willst du hier verbreiten?...
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Es sei auch kein Geheimnis, dass immer dann, wenn ein Pachtvertrag bestimmter Kioske oder im Buchhandel auslief, es sofort chinesische Bieter für einen neuen Pachtvertrag gäbe, die jeden Preis akzeptierten und das Geschäft nicht weiterführten. So verschwand der internationale Zeitschriften- und Buchhandel fast aus dem Stadtbild. Auch Cathay Pacific/Dragon - welche ich viele Jahre nutzte - hielt irgendwann keine internationale Presse mehr in der Kabine vor. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, man befürchte Ärger mit Beijing.
Und das hier faellt eindeutig zur Kategorie, „Fake News“ und Falschinformation und wenn nicht dann uebelst "Misleading".
Aber zu Cathay and Dragon. Es ist richtig, dass auf Fluegen nach China es selten Internationale Presse gab. Von China aber schon. Aber das war schon seit ueber 20 Jahren so (und nicht immer so gehandhabt).
Und selbst vor der Pandemie, konnte ich aber immer noch bei Fluegen nach Hainan die SCMP und FT bekommen wenn ich danach fragte.
Was willst du hier verbreiten?
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Wir alle wissen um die zahllosen Skandale in jenen Jahren. Beispielsweise als Beijing versuchte, Hong Kong die Nutzung von bestimmten Schulbüchern vorzuschreiben, um das eigene Narrativ über Mao Zedong zu erzählen, der in vielen Augen nichts anderes ist als ein sadistischer Tyrann und Massenmörder, der unbeschreibliches Leid über sein Land bracht und Hungersnöte, die noch in den 1970er Jahren zu Kannibalismus führten.
Was weisst du schon darueber? Worum ging es denn bei diesen Schulbuechern? Mao Zedong wurde in diesen Buechern in der pre-version kaum erwaehnt. DAS war die Kritik und dann das Anliegen der Anti-KP Dissidenten in HK, dass dies nicht akzeptabel und dann "Gerhirnwaesche" waere. Sie wollten in diesen Geschichts Buechern ueberwiegend Mao (und seine Verbrechen) und die Kulturrevolution erwaehnt haben. Du scheinst hier mit Falschinformationen glaenzen zu wollen.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Ich arbeite in der Finanzwirtschaft, habe deshalb Zugang zu Hong Konger Banken. In vielen Gesprächen ist mir geschildert worden, dass ab 2004 verstärkt und ab 2009 ungebremst viele Chinesen mit Waschkörben voller RMB in den dortigen Banken diese RMB in HKD umtauschten und sofort Immobilen zu jedem Preis kauften. Möglich wurde dies durch zunächst wenig beachtete Ausführungsbestimmungen des "basic law".
Dies sei ein - wenn nicht der wesentliche Faktor, dass die Immobilienpreise in HK explodierten (im Schnitt mehr als 500% seit 2004) und für die allermeisten Hong Konger unerschwinglich wurden.
Hier gebe ich dir Recht. Aber der Umtausch, die Konvertierung bzw. Transaktionen vom Mainland und Vis/Versa ist mittlereweile seit einpaar Jahren sehr eingeschraenkt und streng reguliert. Du kannst kaum noch 100K RMB nach HK transferieren (vielleicht ueber Untergrund Banken aber diese werden auch seltener und birgen grosses Risiko) und Cash ueber die Grenze funktioniert mal gar nicht.
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Ich nenne dies alles, weil sich hieraus die Einstellung der Hong Konger zur VR China ableitet. Die vielen kleinen und großen, schleichenden, verdeckten oder offensichtlichen Einflussnahmen der VR China förderten die Ablehnung gegenüber der VR und der Parteidiktatur überdeutlich. Dies ist mir immer und immer wieder gesagt worden.
In der Tat schieben die Hongkonger die Preiserhoehungen und schlechten sozialen Bedingungen fuer die unteren Klassen auf das Mainland. Antimainland Sentiments kamen dadurch hervor angefangen damals vom Milchpulver Skandal bis heute zu den explodierenden Immobilienpreisen. Ein Student denkt sich heute, auch wenn er mit bravour seinen Abschluss schafft und einen sehr gut bezahlten Job bekommt, hat er ueberhaupt keine Chance sich einen Wohnung zu leisten geschweige gut zu leben da die Lebenshaltungskosten inklusive Mieten in die Hoehe schossen. Die Ursachen dieses Problem liegt aber bei den Tycoons die Land horten und Neubauwohnungen rationieren, jaehrlich nur wenige Wohnugen auf dem Markt bringen um die Preisen zu steigern (weniger Angebot und mehr Nachfrage) um teuer zu verkaufen. Der Idiot Donald Tsang hat dies erst moeglich gemacht als er Land nicht mehr nach Kriterien an die Developers verkaufte sondern per Auktionen an den Meistbietenden. Das spuelte sehr viel Geld in die Steuerkassen aber verursachte hohe Inflation und Preisteigungen.
Aber auch die Pandems in der Opposition sind Schuld daran und tragen da die Verantwortung, die jegliche Poltik der Entschaerfung und Abhilfen per Blockadepolitik/Filibustering in den letzten zwei Jahrzehnten verhinderten. So wurden der Neubau von zig tausenden von billigen affordable Housing und Sozialwohnungen in den letzten 20 Jahren verhindert. Dies trieb die Mittelklasse zu den teueren Apartments der Tycoons und dann selbst der Second Private Market explodierte.


TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Seit 2019 verstärkt sich deshalb die Abwanderung. In 2019 waren es noch 40.000 die Hong Kong verließen, in 2020 dann 91.000 und für das Jahr 2021 werden 200.000 erwartet (Zahlen werden erst im Sommer veröffentlich). Experten sind sich einig, dass sich Hong Kong von diesem "brain drain" nie wieder erholen wird.
Da muss ich lachen. Ja, habe ich gehoert und sehr oft gelesen. Wer schreibt denn dieses Zeug? Immer die selben und gleichen. Mal zur Realitaet.
Auf einen Local, der Hong Kong verlaesst kommen zwei aus dem Mainland. Ich habe eine Firma in HK und unterhalte Angestellte. Und komm mir nicht, dass die HKner da mehr „Brain“ haben. Das war vielleicht mal vor 30-15 Jahren so, aber die Mainlander (und damit meine ich nicht die untere Klasse), die kommen haben Universitaetsabschluesse, haben mehr von der Welt gesehen und gelernt und haben einen weit groesseren Horizont als die meisten Locals hier, deren verengter Horizont mir manchmal die Zornesroete ins Gesicht treibt. (und deren English ist auch viel viel besser, man solle mal nicht glauben dass jeder HKner perfektes English spricht oder schreibt). Die aus dem Mainland hier in HK sind viel faehiger, flexibler, haben einen groesseren Horizont und in vielen Bereichen heute schon mehr gebildeter. Das ist auch ein Grund des Antimainland Sentiments. Die Mainlander bekommen die besseren Jobs und nehmen den Locals die Stellen und Chancen weg.

Im HKEX z.B. gibt es zwei Gruppierungen. Die aus dem Mainland und die Locals und die Mainland Clique damals um Charles Ly war viel mehr erfolgreicher und hatten die meisten Gewinne erzielt. Ich sass oft mit einem Analysten (local Hkner) zum Mittagessen und musste seine Tiraden und Wetterung ueber die Mainland Clique und deren Arroganz anhoeren aber selbst er kann nicht leugnen dass sie erfolgreicher sind und dem HKEX die besten Ergebnisse liefern. Charles Ly ist jetzt weg wegen der neuen Aufseherin und wir werden sehen wie sich der HKEX so macht (du bist ja aus der Finanzbranche....).

Die gehen wollen sollen doch gehen. Bye Bye und kommt nicht wieder. Das war in den 90er schon so gewesen vor der Uebergabe Hongkongs und das ist auch heute wieder so. Aber was war dann so nach 97 und in den 2000er? Die meisten kamen wieder nach HK weil es fuer sie nichts gab in Australien, Candada, UK usw. Und ich bin mir sicher, die heute HK verlassen werden in den naechsten Jahren auch wieder zurueckkommen. Die meisten bereuen es heute schon. Aber es gibt da auch einen anderen Grund. Die Moeglichkeit einen Daueraufenhaltsrecht im Ausland zu erlangen ist Antrieb genug. Haben sie den schonmal, koennen sie nach HK wieder zurueckkehren und spaeter wieder dahin ausreisen (plus Famile). Also, was fuer Nachteile und Konsequenzen durch diesen „Brain Drain“ kommt denn auf HK zu?
TomXian hat geschrieben: 18.03.2022, 13:58 Hong Kong hat längst seine internationale "Anziehungskraft" verloren, viele Unternehmen und wesentliche Großbanken haben sich in den letzten 1-2 Jahren zurückgezogen. Auf eine gewisse Art macht die VR China Hong Kong kaputt.
Das sagtst du. Wir werden sehen. Vor ueber 20 Jahren war vermehrt in den Foren die Meinung der meisten Deutschen, dass China und die Chinesen das duemmste Volk auf Erden ist und nie zu einer Wirtschaftsmacht aufsteigen wird. Ueber meine Einwaende haben sie gelacht. Heute lacht keiner mehr.


Und den Rest spare ich mir mal ......
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Grufti »

Saiber hat geschrieben: 17.03.2022, 12:21 Immer das gleiche wenn man Zahlen hernimmt, woher auch immer um seine These zu untermauern aber dann doch wichtige Indikatoren ausser Acht lassen.
Diese Statistik habe ich auch und wenn man mal zusammenzaehlt, sind die Unabhaengigkeitsbestreber in der Minderheit. Ein sehr grosser Teil will dass der Status Quo beibehalten wird. Und was ich so von meinen Bekannten in Taiwan hoere ist, Status Quo plus enge Beziehung zum Mainland, aber auch nicht mehr. Das weisst Tsai Ingwen auch, die vorher schon laengst weg vom Fenster war aber die HK Proteste sie rettete, und deshalb nimmt sie dieses auch nicht in den Mund. Stattdessen sagt sie dass Taiwan schon immer “unabhaengig” war und deshalb keine Unabhaengigkeit angestrebt wird. 😂😂😂

https://esc.nccu.edu.tw/upload/44/doc/6 ... 202112.jpg (Election Study Center, National Chengchi University)

Das Gleiche werfe ich Dir vor : Zwar zitierst Du die o. g. Übersicht "Changes in Unification - Indepence stances of Taiwanese" von der NCCU, lässt aber
wichtige Indikatoren ausser Acht
welche Bevölkerungsteile hinter diesen Zahlen stehen. Wahrscheinlich gibt es aus Deinem ideologischen Blickwinkel heraus ausschließlich "Taiwan Chinesen" als Volksgruppe, die diese dokumentierte Meinung zum gewünschten politischen Status Taiwans hat.

Eigentlich wäre es für Dich absolut kein Problem gewesen, diese Übersicht, die ebenfalls durch die NCCU halbjährlich erstellt wird( und im Abonnement per Mail abrufbar ist), zu zitieren:

Changes in The Chinese -Taiwanese Identity of Taiwanese Taiwanese /Chinese Identity (Election Study Center, National Chengchi University)
Nach den letzten Zahlen fühlen nur 2,8 % der Bevölkerung Taiwans ausschließlich als Chinesen sehen ( 31,7 % als Chinesen und Taiwanesen und 62,3 % ausschließlich als Taiwanesen.

Die Übersicht über diese beiden Umfragen hatte ich übrigens schon seit einigen Jahren regelmäßig in meinem Thread 臺灣歷史上的今天 / Der heutige Tag in der Geschichte Taiwans gepostet (das letzte Mal hier)

Auch über das Wahlverhalten der taiwanesischen Bevölkerung gibt es eine hier eine Übersicht der NCCU

Die hämischen Grinse - Smileys , ebenso wie die Bemerkung
Saiber hat geschrieben: 17.03.2022, 06:59 ......
Immer komisch wenn sich unwissende Aussenstehende darueber auslassen....
hättest Du Dir aufgrund Deiner in diesem Fall schlampigen und/oder unredlichen Arbeitsweise sparen können..
Saiber hat geschrieben: 20.03.2022, 05:00 Vor ueber 20 Jahren war vermehrt in den Foren die Meinung der meisten Deutschen, dass China und die Chinesen das duemmste Volk auf Erden ist und nie zu einer Wirtschaftsmacht aufsteigen wird. Ueber meine Einwaende haben sie gelacht. Heute lacht keiner mehr.
Wer kann heute noch nachprüfen, in welchen dubiosen Foren von -- wie TomXian so schön geschrieben hatte -- "Verschwörungstheoretikern....Aluhut-Trägern, Reichsbürgern usw. " Du Dich vor 20 Jahren herumgetrieben hattest.
Für den jetzigen Augenblick ist diese Deine obige Bemerkung nichts anderes als eine der von mir mit dem Begriff "Saiber-Attacke ( dieses mal ohne Entschuldigung ) in Form einer Anti-Deutschen Hetze..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Grufti »

Saiber hat geschrieben: 17.03.2022, 12:21 Immer das gleiche wenn man Zahlen hernimmt, woher auch immer um seine These zu untermauern aber dann doch wichtige Indikatoren ausser Acht lassen.
Diese Statistik habe ich auch und wenn man mal zusammenzaehlt, sind die Unabhaengigkeitsbestreber in der Minderheit. Ein sehr grosser Teil will dass der Status Quo beibehalten wird. Und was ich so von meinen Bekannten in Taiwan hoere ist, Status Quo plus enge Beziehung zum Mainland, aber auch nicht mehr. Das weisst Tsai Ingwen auch, die vorher schon laengst weg vom Fenster war aber die HK Proteste sie rettete, und deshalb nimmt sie dieses auch nicht in den Mund. Stattdessen sagt sie dass Taiwan schon immer “unabhaengig” war und deshalb keine Unabhaengigkeit angestrebt wird. 😂😂😂

https://esc.nccu.edu.tw/upload/44/doc/6 ... 202112.jpg (Election Study Center, National Chengchi University)

Das Gleiche werfe ich Dir vor : Zwar zitierst Du die o. g. Übersicht "Changes in Unification - Indepence stances of Taiwanese" von der NCCU, lässt aber
wichtige Indikatoren ausser Acht
welche Bevölkerungsteile hinter diesen Zahlen stehen. Wahrscheinlich gibt es aus Deinem ideologischen Blickwinkel heraus ausschließlich "Taiwan Chinesen" als Volksgruppe, die diese dokumentierte Meinung zum gewünschten politischen Status Taiwans hat.

Eigentlich wäre es für Dich absolut kein Problem gewesen, diese Übersicht, die ebenfalls durch die NCCU halbjährlich erstellt wird( und im Abonnement per Mail abrufbar ist), zu zitieren:

Changes in The Chinese -Taiwanese Identity of Taiwanese .

Nach den letzten Zahlen sehen sich nur 2,8 % der Bevölkerung Taiwans ausschließlich als Chinesen , 31,7 % als Chinesen und Taiwanesen und 62,3 % ausschließlich als Taiwanesen.

Die Übersicht über diese beiden Umfragen hatte ich übrigens schon seit einigen Jahren regelmäßig in meinem Thread 臺灣歷史上的今天 / Der heutige Tag in der Geschichte Taiwans gepostet (das letzte Mal hier)

Auch über das Wahlverhalten der taiwanesischen Bevölkerung gibt es hier eine Übersicht der NCCU

Die hämischen Grinse - Smileys , ebenso wie die Bemerkung
Saiber hat geschrieben: 17.03.2022, 06:59 ......
Immer komisch wenn sich unwissende Aussenstehende darueber auslassen....
hättest Du Dir aufgrund Deiner in diesem Fall schlampigen und/oder unredlichen Arbeitsweise sparen können..
Saiber hat geschrieben: 20.03.2022, 05:00 Vor ueber 20 Jahren war vermehrt in den Foren die Meinung der meisten Deutschen, dass China und die Chinesen das duemmste Volk auf Erden ist und nie zu einer Wirtschaftsmacht aufsteigen wird. Ueber meine Einwaende haben sie gelacht. Heute lacht keiner mehr.
Wer kann heute noch nachprüfen, in welchen dubiosen Foren von -- wie TomXian so schön geschrieben hatte -- "Verschwörungstheoretikern....Aluhut-Trägern, Reichsbürgern usw. " Du Dich vor 20 Jahren herumgetrieben hattest. :?:

Ist als Anti-Deutschen- Hetze unter der Rubrik "Saiber-Attacke" abzuhaken....
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Re: 臺灣雜記 / Interessantes aus und über Taiwan

Beitrag von Saiber »

Grufti hat geschrieben: 20.03.2022, 06:33
Das Gleiche werfe ich Dir vor : Zwar zitierst Du die o. g. Übersicht "Changes in Unification - Indepence stances of Taiwanese" von der NCCU, lässt aber
wichtige Indikatoren ausser Acht
welche Bevölkerungsteile hinter diesen Zahlen stehen. Wahrscheinlich gibt es aus Deinem ideologischen Blickwinkel heraus ausschließlich "Taiwan Chinesen" als Volksgruppe, die diese dokumentierte Meinung zum gewünschten politischen Status Taiwans hat.

Eigentlich wäre es für Dich absolut kein Problem gewesen, diese Übersicht, die ebenfalls durch die NCCU halbjährlich erstellt wird( und im Abonnement per Mail abrufbar ist), zu zitieren:

.......

.....hättest Du Dir aufgrund Deiner in diesem Fall schlampigen und/oder unredlichen Arbeitsweise sparen können..
(und es redet keiner hier ueber als was sich die Taiwan Chinesen sehen).

Mal einen Beitrag von John Oliver, seine westliche Sicht und Meinung ueber Taiwan (sehr entertaining muss ich sagen) aber in vielen Punkte stimme ich ihm sogar zu.
Am meisten sogar, zu dem, dass sich der Westen sich mehr ueber den Taiwan Status aufregt und Gedanken macht als die Taiwaner selber.
Und hier sieht's wohl genauso aus. Da hoert man von einer "Minderheit" deren Sicht ueber den Status Quo und denken sie muessen jetzt Kreuzritter spielen, das Land befreien und den Heiligen Gral beschuetzen.

Geht man mal auf 16:20 wie man in Taiwan dazu steht.
https://www.youtube.com/watch?v=9Y18-07g39g&t=1113s
Grufti hat geschrieben: 20.03.2022, 06:33
Saiber hat geschrieben: 20.03.2022, 05:00 Vor ueber 20 Jahren war vermehrt in den Foren die Meinung der meisten Deutschen, dass China und die Chinesen das duemmste Volk auf Erden ist und nie zu einer Wirtschaftsmacht aufsteigen wird. Ueber meine Einwaende haben sie gelacht. Heute lacht keiner mehr.
Wer kann heute noch nachprüfen, in welchen dubiosen Foren von -- wie TomXian so schön geschrieben hatte -- "Verschwörungstheoretikern....Aluhut-Trägern, Reichsbürgern usw. " Du Dich vor 20 Jahren herumgetrieben hattest. :?:
Ist als Anti-Deutsche - Hetze unter der Rubrik "Saiber-Attacke" abzuhaken....
Ach, komm mir nicht mit solchen Spielchen ... Es gibt hier Forumiten, die wissen genau was ich hier so schreibe (denn auch sie waren da oder waren sogar an den Diskussionen beteiligt). Ich bin schon ein alter Hase und nicht erst seit Gestern in einem China Forum. Du willst also Beweise und Belege dafuer? Gehe mal nur auf Schanghai.com (wo ich auch vor einigen Jahren aktiv war) und rufe die mal Beitraege von 2003 aufwaerts auf oder nach Stichworten wie .... soweit ich mich entsinnen kann wie "Warum sind Chinesen so dumm" ..."unfaehig..." bla bla bla.

....."Ist als Anti-Deutsche - Hetze unter der Rubrik "Saiber-Attacke" abzuhaken...."

Wie selbstgerecht, wie pathetisch :lol: :lol: :lol: ... nur ....Das Netzt hat Gedaechtniss und die Beitraege sind immer noch da. Ich mache hier keine Links denn das waere nicht angebracht weil es eine Konkurrenzplattform ist. Leider verloren mit deinem Verweis. Mehr Backenklatschen ?
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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