mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakist

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mzungu21
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mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakist

Beitrag von mzungu21 » 19.02.2017, 16:49

Hallo, möchte in diesem Sommer mit einem Freund mit den Mopeds von Deutschland über Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan nach Kirgisien und dort die Mopeds abstellen. Dann nach Deutschland fliegen und im nächsten Jahr wieder zurüch und dann von Kirgisien über China, Pakistan, Iran und die Türkei zurück nach Deutschland. Geht das so ohne große Probleme oder brauche ich da chin Führerschein und eine Reisegruppe?
Freue mich über Infos.
Mit besten Grüßen
Leo

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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von Laogai » 19.02.2017, 20:56

Hallo Leo und herzlich willkommen im Forum :D
mzungu21 hat geschrieben:Geht das so ohne große Probleme oder brauche ich da chin Führerschein und eine Reisegruppe?
Eure Mopeds müssen vor der Einreise bei den chinesischen Behörden angemeldet werden. Das lässt man am besten über ein chinesisches Reisebüro machen, denn das ist recht viel Papierkram. Unter anderem müssen die technischen Details eurer Maschinen angegeben werden.

Am Grenzübergangsort müsst ihr einen kurze Führerscheintest machen (ein paar Fragen beantworten und vielleicht auch mal eine Runde drehen). Dann bekommt ihr temporäre chinesische Nummernschilder.

Während eurer Fahrt durch China müsst ihr von einem zertifizierten chinesischen Reiseleiter begleitet werden. Ich weiß nicht genau, ob er als Sozius bei einem von euch mitfahren muss oder im Auto hinterher zuckeln kann.

Alles in Allem ein nicht gerade kleiner Aufwand, der natürlich mit den entsprechenden Kosten verbunden ist.
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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von sweetpanda » 19.02.2017, 22:54

Von China nach Pakistan geht es über den Kunjirap-Pass den höchsten befestigten Pass der Welt.
Ob der sicherheitspolitisch hochbrisante Grenzübergang zwischen Pakistan und China überhaupt für touristischen "Überquerungen" von Ausländern offen steht?
https://www.youtube.com/watch?v=c9iUtL4lEkg
Um die Ecke liegt das Swat-Tal, dort hatte die pakistanische Regierungen von 2007-2009 die Kontrolle an die Taliban verloren. Selbstverständlich operieren die weiterhin verdeckt in dieser Region weiter.
Auch die Provinz Belutschistan ( an der Grenze zum Iran )ist eine Talibanhochburg.
In vielen Regionen Pakistan können sich Westler ohne verstärkte Polizeieskorte nicht bewegen.
Ein hochgefährliches Unternehmen, wenn es gut geht eine eindrucksvolle Erfahrung, wenn nicht endet man in einem Video im orangen Pyjama und verliert den Kopf. :shock:
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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von Laogai » 19.02.2017, 23:19

sweetpanda hat geschrieben:Von China nach Pakistan geht es über den Kunjirap-Pass den höchsten befestigten Pass der Welt.
Ob der sicherheitspolitisch hochbrisante Grenzübergang zwischen Pakistan und China überhaupt für touristischen "Überquerungen" von Ausländern offen steht?
https://www.youtube.com/watch?v=c9iUtL4lEkg
Ah, sweetpanda hat mal wieder seine einzige Informationsquelle, nämlich Youtube, konsultiert :roll:

Der Karakorum Highway ist schon seit vielen Jahren für ausländische Touristen geöffnet.
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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von jackie_chan » 20.02.2017, 00:24

Ich denke der Treadstarter ist sich der Risiken bewusst. Die Ecke ist sicherheitstechnisch nicht so der Hit, aber ein Himmelfahrtskommando ist die Sache trotzdem nicht. Man sollte versuchen sich aktuelle Infos über die Lage vor Ort zu beschaffen und unbedingt nen Plan B und C parat haben wenn was an der Grenze schief läuft.

Ich habe bei Recherchen gelesen, dass der obligatorische Aufpasser nicht (mehr) obligatorisch ist (bzw. es nie war) und dass sich verstärkt der Irrglaube halten würde, dass man einen solchen dabeihaben muss. Die Quellen rauszusuchen bin ich grad zu faul und ob es stimmt kann ich nicht sagen. Ich habe in einem Blogeintrag auch von einem Pärchen gelesen, die mit ihrem Mercedes Truck über Erenhot eingereist sind und keinen Aufpasser benötigten (die ganze Prozedur an der Grenze + Führerschein hat sich aber ewig über mehrere Tage hingezogen). Auch haben die ihre Kiste nicht vorher angemeldet, sondern alles alleine vor Ort hinbekommen. Den Link dazu finde ich leider nicht mehr, was mich ziemlich nervt :shock: :evil: :oops:

Irgendwie erzählt jeder was anderes... Irgendwann fahr ich mit meiner Kiste über Russland und die Mongolei drauflos und schau mal was passiert :P

Viel Glück auf eurer Reise!

PS: Motorräder dürfen auf der Autobahn in China nicht fahren, bin ich da richtig informiert?

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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von sweetpanda » 20.02.2017, 00:28

Laogai hat geschrieben:
sweetpanda hat geschrieben:Von China nach Pakistan geht es über den Kunjirap-Pass den höchsten befestigten Pass der Welt.
Ob der sicherheitspolitisch hochbrisante Grenzübergang zwischen Pakistan und China überhaupt für touristischen "Überquerungen" von Ausländern offen steht?
https://www.youtube.com/watch?v=c9iUtL4lEkg
Ah, sweetpanda hat mal wieder seine einzige Informationsquelle, nämlich Youtube, konsultiert :roll:

Der Karakorum Highway ist schon seit vielen Jahren für ausländische Touristen geöffnet.
Ach so, CCTV ist jetzt auch ich mehr genehm.
Schau dir mal nur die offiziellen Reisewarnungen für Pakistan an.
Tadjikistan und Usbekistan sehen sicher nicht viel besser aus.
China ist der sicherste Teil der Reiseroute.



https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laen ... rheit.html

...aber im Vergleich zu Regionen mit offenen Bürgerkriegen ist Pakistan ganz ok.
Nur die nördliche Region und die Grenz zu Afghanistan und dem Iran sollte man meiden.

Aber hier muss ich zitieren:


"In Belutschistan, Khyber-Pakhtunkhwa und FATA besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko.
Zuletzt wurden im Mai 2014 ein chinesischer Fahrradtourist in Khyber-Pakhtunkhwa und im März 2013 in Belutschistan zwei tschechische Touristinnen, die von Iran auf dem Landweg nach Pakistan eingereist waren, entführt."

Auf dem Karakorum Highway fährt man teilweise mit Polizeieskorte und die regelmäßigen Checkpoints findet man so auch nicht auf der fränkischen Weinstraße.
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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von mzungu21 » 20.02.2017, 00:38

O.k., das war ja für den anfang schon ganz gut und ich danke euch allen.
Werde mich weiter wegen des Aufpassers erkundigen... Die Mopeds vorher anmelden ist ein guter Tip. Werde mich melden, wenn ich dazu mehr weiß. Wahrscheinlich wird ein Carnet de Passages für den zoll alleine nicht auchreichen oder? Auf jeden Fall klingt die Strecke über den Khunjerab-Pass zwar nicht ungefährlich aber doch umsomehr abenteuelich und landschaftlich reizvoll... Wie gesagt, in diesem Jahr geht es ja nur bis Kirgisien und dann erst in 2018 weiter. Werde mich melden, wenn neue Infos vorhanden sind.
Beste Grüße von Leo

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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von Laogai » 20.02.2017, 00:54

mzungu21 hat geschrieben:Werde mich weiter wegen des Aufpassers erkundigen.
Interessant, von einem "Aufpasser" hat niemand hier geschrieben. Leo, wie kommst du zu diesem Begriff und was verheimlichst du uns?
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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von mzungu21 » 20.02.2017, 01:05

Hmmm, in korrekt-deutsch soll das wohl eine obligatorische Escorte sein, über die man sich in China wohl weniger freuen würde als in Pakistan oder Iran...

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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von jackie_chan » 20.02.2017, 10:30

Laogai hat geschrieben:
mzungu21 hat geschrieben:Werde mich weiter wegen des Aufpassers erkundigen.
Interessant, von einem "Aufpasser" hat niemand hier geschrieben. Leo, wie kommst du zu diesem Begriff und was verheimlichst du uns?
Dann hast du mein Gedöns vermutlich überlesen :mrgreen:
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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von markus-1969 » 11.03.2017, 22:11

Ich hab die Strecke im Rahmen einer organisierten Tour in der andern Richtung 2014 gemacht:

https://www.redspokes.co.uk/cycling-hol ... hp?c=7&t=9

Mit meinem pakistanischen Visum erhielt ich einen Stempel in den Paß:

TRAVEL ADVICE
DURING YOUR VISIT TO PAKISTAN, YOU ARE REQUESTED NOT TO ENTER ANY PROIBITED / RESTRICTED AREA WITHOUT PRIOR PERMISSION OF THE MINISTRY OF INTERIOR, ISLAMABAD OR THE HOME DEPARTMENT OF THE PROVINCE.


Der Karakorum Highway ist sicher, doch hat man in Pakistan alle so 30 km irgendwelche police - checkpoints. Unser pakistanischer Guide managte das, ich glaube aber nicht, daß Du in Pakistan zwingend einen guide brauchst.

Wir haben overlander getroffen, die mit dem eigenen Truck durch China wollten - sie erhielten nur ein Visum für 6 Tage in Bishkek für China und der ganze Tam Tam kostete allein für China 2.000 US - $.

Wir kamen auf der Paßhöhe an und wurden durchleuchtet und durchsucht - da ist eine Grenzkontrollstelle. Dann ging es begleitet von der Polizei so 120 km hinab bis nach Tashkurgan. Dort ist das eigentliche Grenzgebäude für die Ein- und Ausreise.

Zwischen Tashkurgan und Kashgar sind weitere Kontrollstellen, die Gegend ist sicherheitstechnisch sensibel anscheinend.

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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von sweetpanda » 12.03.2017, 10:31

markus-1969 hat geschrieben: Zwischen Tashkurgan und Kashgar sind weitere Kontrollstellen, die Gegend ist sicherheitstechnisch sensibel anscheinend.
Liebend gerne würden die Glaubensbrüder jenseits des Karakorums die Uiguren mit Waffen und Sprengstoff versorgen. Nur durch dieses Nadelöhr ist dies überhaupt möglich, daher die ganzen Checkpoints.
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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von happyfuture » 14.03.2017, 04:59

jackie_chan hat geschrieben:Motorräder dürfen auf der Autobahn in China nicht fahren, bin ich da richtig informiert?
absolut korrekte Aussage

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Re: mit Mororrad über Kirgis. nach China und dann nach Pakis

Beitrag von happyfuture » 14.03.2017, 05:02

sweetpanda hat geschrieben:
markus-1969 hat geschrieben: Zwischen Tashkurgan und Kashgar sind weitere Kontrollstellen, die Gegend ist sicherheitstechnisch sensibel anscheinend.
Liebend gerne würden die Glaubensbrüder jenseits des Karakorums die Uiguren mit Waffen und Sprengstoff versorgen. Nur durch dieses Nadelöhr ist dies überhaupt möglich, daher die ganzen Checkpoints.
du hast eine blühende Fantasie, was das Thema hier auflockert.

Bei allem hier, was du von dir gibst, gehe ich stark davon aus, dass duselber noch nie dort gewesen bist

faszinierend, was einige hier zum Besten geben (leben in der Google / YouTube World)

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