Hinkende Namensführung

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Grufti
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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von Grufti » 02.09.2016, 21:07

cayman hat geschrieben:@Grufti

Die Kreditkarte hat meine Frau anstandslos bekommen

Amex sind und bleiben "Spezialisten" das verschwinden mal schnell 6000 Euro die ich direkt auf unsere Karten überwiesen habe, und nach 6 Monaten sind die Euro's wieder aufgetaucht. Eine Entschuldigung gab es nicht. Die entstandenen Kosten des Nachforschungsauftrages wurde uns auch nicht ersetzt. Der Kundendienst ist ein Haufen Ahnungsloser, ich musste gefühlte 100 mal anrufen und alles neu erklären. Ich bin von dem Laden sehr enttäuscht. Aus meiner Sicht absolut nicht weiter zu empfehlen.
Normalerweise nutze ich keine Kreditkarte...und Geld auf eine Karte überweisen tu ich erst recht nicht..
aber trotzdem vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht :wink:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

wantianyou
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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von wantianyou » 03.09.2016, 00:14

Vielen Dank an alle für die Tipps. Ich werde dann zu gegebener Zeit noch mal berichten, wie wir uns entschieden haben und was beim Standesamt möglich war.

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von sonero » 03.09.2016, 00:40

Moin,

Mach Dir keine großen Sorgen.
Ich war froh, daß wir so gerade noch ein Familienbuch anlegen konnten (wurde dann abgeschafft). Irgendwas gebracht hat das uns aber nie etwas.
Alternative wäre heute eine Nachbeurkundung der Ehe in D. Aufwändig und nicht umsonst.
Alles geht und egal was Ihr Euch aussucht - kriegt man alles hin. Wir sind hier in D, im schlimmsten Fall ist es ein Dokument mehr.
Die Namenswahl würde ich nie von sowas abhängig machen.
China interessiert das sowieso nicht, was Ihr hier mit dem Namen macht und egal wie, auch mit anderem Namen erkennt das Konsulat sie auch nach der Einbürgerung noch als ehemalige Chinesin.

Gruß,
Norbert

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von ingo_001 » 06.09.2016, 22:15

de guo xiong hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben:Er hätte schon mehrere Falle gehabt, wo die chin. Ehepartnerin bei Annahme des Nachnamens des Ehemanns in China Probleme auftraten (eine Art Spießrutenlaufen, wenn man in Chna behördliche Angelegenheiten zu erledigen hat).
Ingo, das ist Hoerensagen und "gilt also nicht" und ich vermute der Beamte hat das einfach von anderen Laendern auf China uebertragen.
Kein Hörensagen - hab ja da extra nachgefragt.
Also hast Du falsch vermutet.
Hab ihn zwar nicht auf die Bibel schwören oder ihn einen eidesstattlichen Eid ablegen lassen, gehe aber davon aus, dass er sich die nicht näher definierten "mehrere Fälle" nicht aus den Fingern gesaugt hat.
de guo xiong hat geschrieben:Und da Ihr Euch letztendlich dagegen entschieden habt, kannst Du ja auch nicht wirklich substanzielles zu der Frage beitragen:
Doch, s. meine betr. Posts.
ingo_001 hat geschrieben:Die betr. chin. Ehefrauen dt. Ehemänner musszen sich ja bei den betr. Behörden irgendwie ausweisen - und das geht auch mit dem Reisepass.
de guo xiong hat geschrieben:Und wie oft nutzt Du dazu deinen Reisepass in D (ausser bei Grenzuebertritt) - ich vermute einmal nie, genauso wie meine Frau in China (und falls man Angst vor Nachteilen dadurch hat, wuerde man es ja eh meiden) ...
Du machst einen Denkfehler, denn IHR lebt in China - also weist sich Deine Frau natürlich mit ihrer ID-Card aus.
Wir leben in D. - die ID-Card meiner Frau ist inzwischen schon so was von abgelaufen; sie weist sich also, wenn wir in China sind, naturalmente mit ihrem Reisepass aus, so wie alle in D. lebenden Chinesen das machen, wenn sie nicht ihre ID-Card jedesmal in China "up to date" bringen.
de guo xiong hat geschrieben:So nun zu unserer Erfahrung. Meine Frau hat auch meinen Namen angenommen und dies ist nun auch schon ueber 6 Jahre her und es gab nie Probleme damit bei deutschen/chinesischen Behoerden (wir leben in China).

BTW.: der ":neue" Name ist auch "Also known as" eingetragen (falls man "Angst" hat kann man dies ja auch lassen)
Eben - Probleme gibts nicht.
Weder bei Eurer - noch bei unserer Namensvariante.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von Sebastian24 » 30.09.2016, 05:27

Hallo zusammen,

wir haben uns ebenfalls für einen Doppenamen a la "Meier-Wang" entschieden. Drei mühsame telefonische Anfragen bei der chinesischen Behördenhotline (Entry-Exit) lieferten drei verschiedene Antworten: Geht nicht, geht nur mit Ausstellung eines neuen Reisepasses, geht als Zusatzeintragung im Pass "also known as".

Als meine Frau schließlich persönlich bei der Behörde vorstellig wurde um die Zusatzeintragung im Reisepass machen zu lassen, bekam sie gesagt, dass bei der Eintragung ein Bindestrich im Nachnamen NICHT möglich sei. Das würde das chinesische Gesetz so vorschreiben. Laut der Behörde ginge also nur "Meier Wang", nicht "Meier-Wang". Sehr frustrierende Geschichte.

Darf ich fragen, wie das bei euch funktioniert hat? Bin für jeden Rat dankbar.

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von sonero » 30.09.2016, 11:09

Hi,

Da würde ich mir keinen Kopp machen. Sie ist ja nur für China ohne Bindestrich.
Besser als ohne Bindestrich in D, das gibt immer wieder Verwirrung. Der EAT wird ja den Bindestrich haben, denke ich.

Gruß,
Norbert

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von Sebastian24 » 04.10.2016, 04:47

Hallo und danke für die Antwort. Wir haben den Eintragungsprozess vorerst auf Eis gelegt, da wir erst sicherstellen wollen, ob bei der Eintragung im chinesischen Pass tatsächlich kein Bindestrich im Doppelnamen möglich ist oder ob das von der Tageslaune des Beamten abhängt.

Speziell würde mich also interessieren, wie der Doppelname bei Euren chinesischen Partnern im Reisepass vermerkt wurde. Gibt es chinesische Pässe, wo tatsächlich ein Bindestrich im vermerkten Doppelnamen aufscheint, z.B. "Meier-Wang", oder steht bei Euch überall "Meier Wang"?

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von blur » 04.10.2016, 08:34

Sebastian24 hat geschrieben:Speziell würde mich also interessieren, wie der Doppelname bei Euren chinesischen Partnern im Reisepass vermerkt wurde. Gibt es chinesische Pässe, wo tatsächlich ein Bindestrich im vermerkten Doppelnamen aufscheint, z.B. "Meier-Wang", oder steht bei Euch überall "Meier Wang"?
Ich glaube das der Prozentsatz derer die einen Doppelnamen wählen relativ gering ist.

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von Sebastian24 » 09.10.2016, 13:36

Nun ja, zu Beginn dieses Threads schrieben einige User zum Thema Doppelnamen. Vielleicht melden sich diese oder andere Doppelnamen-Erfahrene ja nochmal zu Wort *hoff* :)

steph
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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von steph » 20.11.2016, 22:45

Hallo zusammen,

wir haben nun unsere in HK geschlossene Ehe in Deutschland nachbeurkunden lassen...
Im Zuge dessen, hat meine Frau gleichzeitig Ihren Namen geändert. (meinen Nachnamen vor Ihrem, das ganze mit Bindestrich.
Am Dienstag wird Sie den Zusatz im Konsulat in Düsseldorf auf einer extra Seite in Ihrem Reisepass vermerken lassen, mal sehen, ob das ohne Probleme über die Bühne geht.
Dann müsste auch noch das Kärtchen von der Ausländerbehörde (Aufenthaltskarte) geändert werden?!

Ich werde weiter berichten.
Unser zuständiges Standesamt in Deutschland sagte bez. Namensänderung: es geht (laut chines. Recht nur mein Nachname VOR Ihrem, nicht umgekehrt.


Grüße
Steph

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von wantianyou » 21.11.2016, 09:54

steph hat geschrieben: Am Dienstag wird Sie den Zusatz im Konsulat in Düsseldorf auf einer extra Seite in Ihrem Reisepass vermerken lassen, mal sehen, ob das ohne Probleme über die Bühne geht.
Dann müsste auch noch das Kärtchen von der Ausländerbehörde (Aufenthaltskarte) geändert werden?!
Hallo Steph, bitte berichte auf jeden Fall nach Eurem Termin vom Konsulat in Düsseldorf.
Habt Ihr einen Termin und wie bekommt man den? Ich habe mehrere Male per E-Mail und Anruf versucht, das Konsulat zu erreichen, aber niemanden erreicht.

Meine Frau hat meinen Namen in Deutschland angenommen. Wir wollen den auch auf der freien Seite im Reisepass eintragen lassen. Das Kärtchen von der Ausländerbehörde kannst Du ändern lassen, also einen Extra-Eintrag bekommen. Du musst es aber nicht. Der Haupteintrag auf dem Kärtchen ist der Name Deiner Frau, wie er im Reisepass steht. Und der ändert sich ja nicht.

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von Bernhard » 19.12.2016, 23:00

Ich möchte mich hier mal einklinken:

Verlangen die deutschen Behörden eigentlich, dass dieses "also known as" eingetragen wird?

Wir haben vor kurzem geheiratet, und heute wollte ich bei der Ausländerbehörde einen Termin machen, um den Namen meiner Frau auf der Aufenthaltserlaubnis zu ändern (sie hat jetzt einen Doppelnamen). Die erste Frage der Dame: "Haben Sie den Pass schon ändern lassen? Ohne geänderten Pass geht es nämlich nicht!"
Ich antwortete ihr, dass m.W. die chinesischen Behörden den Namen der Frau nach der Heirat nicht ändern, aber davon wusste die Beamtin wiederum nichts.

Ist besagter Eintrag von deutscher Seite verpflichtend?

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von sonero » 19.12.2016, 23:07

Moin,

Es ist eben ein Zwischending.
Der Name wird nicht geändert aber es kommt dieser Eintrag in den Pass.
Also zwei mögliche Namen für diese Person.
In Pass und EAT können aber natürlich nicht zwei verschiedene Namen stehen.
Nur Wang im Pass und dann Meier-Wang im EAT geht natürlich nicht.
"Also known as Meier-Wang" im Pass ist dann wieder schlüssig.

Gruß,
Norbert

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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von X.Wang » 25.04.2017, 22:15

sonero hat geschrieben:Hi,

Bei uns war es zwar ein Doppelname für meine Frau aber das ist letztlich das Gleiche. Seit über 10 Jahren bzw bis zur Einbürgerung keinerlei Probleme.
Sie geht dann hier zum Konulat und dann kommt da ein Stempel rein "The bearer of this passport is also known as Schulze-Wang"
Aber falls es doch ein Doppelname wird: Lasst nicht wie in China den Bindestrich weg. Geht in D da sie noch Chinesin ist und sich eben das chin. Namensrecht aussuchen kann und da ist das eben üblich.
Das gibt zwar keine ernsten Probleme aber immer mal wieder Nachfragen was denn nun was ist.

Nach der Einbürgerung ist dann nur noch die deutsche Version im Pass aber die Chinesen "erkennen" sie trotzdem wieder (Visum ist für ehemalige Chinesen viel einfacher).

Gruß,
Norbert

Hallo Norbert,

mein Freund und ich leiden jetzt gerade auch unter einer "hinkenden Namensführung" und ich bin froh, deiner Antwort hier begegnet zu sein, die uns Mut macht. Wir waren heute bei dem Standesamt zur Anmeldung der Eheschließung und haben uns entschieden, dass ich einen Doppelnamen in Form von Wang-X führe. Aber die verantwortliche Standesbeamte sagte uns, ich muss dafür eine offizielle Bestätigung von der Chinesischen Botschaft/ Konsulat vorlegen und erst danach gelingt das Verfahren zur Namenänderung. Genaues sehe bitte meine Anfrage unter
ftopic26955.html
Ich wollte nur fragen, ob ihr damals auch so was habt machen müssen, oder ist es eigentlich so, dass ich auch ohne dieses Dokument völlig berechtigt bin, einen Doppelnamen beim deutschen Standesamt führen zu lassen?

Vielen herzlichen Dank im Voraus!

LG, X.Wang (Ms)

sonero
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Re: Hinkende Namensführung

Beitrag von sonero » 25.04.2017, 23:58

Moin,

Ich versuche es mal:
Ihr müsst Euch erstens für das Namensrecht entscheiden. Da Du Chinesin bist, könntet Ihr chinesisches Namensrecht wählen.
Dann würde sich das alle nach dem richten, was die Botschaft Euch bescheinigt.
Nach chin. Recht kann man da wohl so ziemlich alles Mögliche auswählen.
Genau das ist vermutlich jetzt die Lage.
Wählt Ihr deutsches Namensrecht, müsst Ihr einen Familiennamen festlegen. Der steht dann aber immer vorne. Heisst Dein Mann Meier und die Kinder sollen Meier mit Nachnamen heissen, muß Meier der Familienname sein.
Du kannst Dich dann Meier-Wang nennen aber nicht Wang-Meier. Dein Name wird immer hinten dran gehängt.

Das mag veraltet sein. Wir sind (noch) 11 Jahre verheiratet. Inzwischen sind wir auch getrennt (was bin ich froh).
Das muss Dir der Standesbeamte erklären, die haben auch genaue Informationen, wie das mit den Namensrechten in allen möglichen Ländern der Welt funktioniert.
Nur das darf man dann in D, was die Botschaft bestätigt oder nicht sollte aber nicht interessieren.
Wenn Ihr da das Gefühl habt schlecht beraten zu werden, beschwert Euch. Ihr beantragt da keine Hilfe sondern wollt heiraten.
Ansonsten frag mal bei info4alien.de. Da sind die echten Experten.
Aber jammer da nicht über die Bürokraten. Die besten Tippgeber dort sind nämlich von der ABH, Standesamt, Botschaften usw..

Gruß,
Norbert

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