Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
PatrickB
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Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von PatrickB »

Hallo liebe Forengemeinde,

erst mal ein großes „DANKE SCHÖN!“ an alle, die dafür sorgen, dass dieses Forum mit so vielen nützlichen Tipps und Erfahrungen gefüllt ist.

Ich möchte nun meine Erfahrungen hinzufügen (Einfach weil ich glaube, dass das nur fair ist, nachdem wir von so vielen anderen traurigen und glücklichen Erfahrungsberichten profitiert haben).

Also erst mal die Ausgangssituation:

Ich habe meine Freundin kurz nach chinesisch Neujahr 2014 (zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Betrags vor einem halben Jahr + 3 Tage) kennengelernt. Ab dem ersten Kennenlernen bis zum „Ändern des Facebook-Beziehungsstatus“ (nicht das ich Facebook hätte, aber ihr wisst was ich meine ;) ) hat es nicht lange gedauert. Seitdem sind wir in einer glücklichen, aber leider durch 9000Meilen getrennten Beziehung. Wechat und QQ sei dank geht das mit der heutigen Kommunikation ganz gut, aber perfekt ist das natürlich nicht!

Ich hatte sie Mitte Mai für ein paar Wochen in China besucht. Das Bekommen des Visums für China war kein Problem. Hierfür gibt es ja auch genügend gute Beschreibungen, und die Visumsstelle (http://www.visaforchina.org/MUC_DE/) ist sehr hilfsbereit. Habe keinen Grund zu Klage, auch nach inzwischen 6 Visumsanträgen für China (alle auf Anhieb erfolgreich). Hatte nur einmal ein Dokument nicht richtig ausgefüllt, dann wurde ich angerufen, konnte es nachreichen, und dann hat es gepasst. Nicht von der unübersichtlichen Webseite einschüchtern lassen… und druckt euch das Formular aus und tragt alles per Hand ein… das Onlineformular ist fehlerhaft (zumindest war es das vor 4 Monaten (Einträge werden vertauscht, z.B.: Adresse zu Telefonnummer, und Telefonnummer zu Adresse))

Seit Mai arbeiten wir natürlich auf ein Wiedersehen hin, diesmal in Deutschland, da ich ihr zeigen möchte, wo ich herkomme, und was mich geprägt hat. Außerdem können wir so länger zusammen sein (da ich das Land wegen begrenztem Urlaub nicht lange verlassen kann).
Also haben wir ein 90 Tage Visum für den Schengenraum zum „Besuch eines Freundes“ beantragt (waren wir mal mutig ;) )
Sie selbst war zuvor noch nicht in Europa (also ihr erstes Schengenvisum)

Soviel zur Ausgangssituation

Vorgehensweise:

Vorab… ich bin in einigen Punkten von Ratschlägen aus dem Forum und offiziellen Stellen abgewichen, um ein (m.M.n) besseres Einladungsschreiben zu erzeugen. Das hier soll nur beschreiben wie wir es gemacht haben… ob das genau richtig war, immer funktioniert, oder wir nur Glück hatte weiß ich nicht und möchte ich auch gar nicht garantieren ;)

Wir haben zuerst einen Zeitraum festgelegt, wann es am besten passen würde. Haben uns für Ende dieses Jahr bis Anfang nächstes Jahr entschieden (Mitte Oktober bis Mitte Januar). Gründe waren:
  • Miterleben der Weihnachtszeit (kennt sie so nicht und ist in meiner Familie sehr wichtig)
  • verschiedene Familienfeiern (Geburtstage, Jubiläen)
  • genügend Zeit zu planen
  • günstige Flugpreise
Wir haben uns zu Beginn (vier Monate vor geplantem Reisebeginn) erkundigt, ich in deutschen Foren, bei der Botschaft, auswärtiges Amt, etc., sie auf chinesischen Seiten, bei TLS (dem Visumsdienst für Shanghai), bei Freunden die schon Erfahrungen gesammelt hatten.

Man kann das Visum frühestens 90 Tage vor Reisebeginn beantragen, daher hatten wir genügend Zeit alles vor zu bereiten. Den Visumsantrag haben wir so bald als möglich gestellt, um bei Ablehnung nicht in Zeitbedrängnis zu geraten. Wir hatten alle Dokumente rechtzeig zusammen und im Original in China.

Im folgenden möchte ich die Dokumente beschreiben, die ich beigestellt habe:

Einladungsschreiben:
Habe folgendes geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

mit diesem Schreiben lade ich,

XXX XXX(m)
geboren: XXX in XXX
Personalausweisnummer: XXX
Reisepassnummer: XXX

meine Freundin
XXX XXX (w)
geboren: XXX in XXX
Identity Card Nummer: XXX
Passport Nummer: XXX

zu mir nach Deutschland ein.

Ziel des 3-monatigen Aufenthalts (XXX bis XXX) ist das Kennenlernen meiner Familie und meiner Freunde, sowie das Sammeln von Erfahrungen in/mit der deutschen Kultur.

Besonders wegen des letzten Punktes planen wir diesen längeren Aufenthalt (Besuch von kulturelle Veranstaltungen Herbst/Winter, Wein-/ Volksfeste, verschiedene Familiengeburtstage und –feiern, Weihnachtsfest, Neujahr, etc.).

Genauere Informationen können dem angehängten, groben Reiseplan (Anlage 2a) entnommen werden.

XXX wird während des gesamten Aufenthalts (gemeinsame Kurztrips mit Unterkunft in Hotels ausgenommen) in meiner Wohnung unterkommen.

Meine Adresse ist:
XXX
XXX
XXX

Während des gesamten Aufenthalts (ohne Ausnahme) werde ich für die anfallende Kosten aufkommen. Zudem übernehme ich in jeder weiteren während ihres gesamten Aufenthalts, die Verantwortung für Frau XXX XXX.

Bitte zögern Sie nicht, mich bei Fragen zu kontaktieren:

Handynummer: +49 XXX
E-Mail: XXX (Geschäftlich) / XXX (privat)

Mit freundlichen Grüßen

DATUM – Unterschrift

Das selbe nochmal in Englisch.

Nun meine Anlagen und was dabei zu beachten ist:

(1) Verpflichtungserklärung (Original und Kopie)
Hier ein großes Danke an die Ausländerbehörde ERH, die mir weitergeholfen hat, obwohl ich außerhalb der Öffnungszeiten dort war (aus eigenem Unvermögen die Website richtig zu lesen). Habe dort die Verpflichtungserklärung bekommen.

Dafür habe ich folgende Unterlagen benötigt:
  • meine letzten 3 Gehaltsabrechnungen. Der Nettoverdienst muss über einem gewissen Level liegen, wenn man Personen einladen will (bei einer Person sind es glaub ich ca. 1100€ die man mindestens benötigt)
  • Adresse meines Arbeitgebers
  • eigenen Perso / Reisepass zur Identifizierung
  • Ihr Name und Adresse im Klartext (nicht chinesische Zeichen). Laut Ausländerbehörde will die Botschaft das wohl manchmal sehen und gegenprüfen.
  • als „Bestätigung von ausreichend Wohnraum“ hat meine Aussage gereicht, dass es so ist ;)
  • 25€ Bearbeitungsgebühr
Habe dann auch gleich (auf Nachfragen) eine Kopie bekommen. Bevor das Original ausgestellt wird bekommt man einen Vordruck. Bitte genau Checken!... bei mir stand am Ende unten links, das wie ein „Multivisum“ beantragen würden wollen (d.h. 180 Tage, mehrfache Einreise). Habe ich entdeckt, wurde ausgebessert, dann stand dort … Touristenvisum (glaube ich… bin mir nicht mehr sicher… aber das richtige)

WICHTIGER HINWEIS:
Die Verpflichtungserklärung ist nur ein halbes Jahr gültig. Das Enddatum ihres Aufenthalts darf also nicht mehr als 180 Tage in der Zukunft liegen!!!!

(2) Reiseplanung
Hab mir aus dem Internet einen Excelkalender gezogen und für Ihren Aufenthalt angepasst. Habe dann eine grobe Reiseplanung (Wochenendaktivitäten, Zeiträume wann was geplant ist, etc.) erstellt. Besonders für Dezember natürlich einfach, da man einen Chinesen mit Weihnachtsmärkten (glaub ich) gar nicht genug beschäftigen kann ;). Ansonsten eben alle „Events of interests“ (Geburtstage, Jubiläen, Hochzeit von Freunden, Veranstaltungen (z.B. Duld in Landshut, Tollwood in München, Jazzfestival in Würzburg) eingetragen. Habe damit dargestellt, dass wir die 3 Monate brauchen, damit ich ihr die komplette Bandbreite der deutschen Kultur zur Winterzeit zeigen kann ;) )

Habe ich in Deutsch und English angehängt.

(3) Kopie ID-Card und Passport
Einfach eine Kopie Vorne und Hinten von meinem (und ihrem) Perso und Reisepass

(4) Nachweis der freundschaftlichen Beziehungjaaaa… ein lustige Punkt. Habe folgende Dinge angehängt

(a) Fotos
aus unserer Zeit im Mai… sie und ich auf einem Bild

(b) Kopien der Visa meiner Chinaaufenthalt um Frau XXX zu besuchen
meine Visa als ich sie im Februar kennenlernte und im Mai besucht habe

(c) Einladungsschreiben von Frau XXX für meinen letzten Chinaaufenthalt
Da sie mich für Mai eingeladen hatte habe ich ihr Einladungsschreiben für MEIN Visum angehängt.

(5) Flugdaten / E-Ticket Frau XXX
Hier nun ein Punkt, von dem ausdrücklich abgeraten wird, ich aber trotzdem gemacht habe. Ich hatte die Ticket schon gekauft, in der Hoffnung, das wir es hinbekommen.
Gesucht habe ich meine Flüge bei Swoodoo, gefunden bei Seat24. Sie fliegt mit Aeroflot… (hoffe nur, dass sich die Ukrainekrise nicht weiter verschärft!). Habe dann sowohl die Rechnung als auch das Eticket als Mail angehängt

(6) Kranken-/ Unfall-/ Haftpflichtversicherung für Frau XXX von HanseMerkur Reiseversicherung AG
Wie oben… war einfach mal mutig und habe das schon für den Aufenthalt gekauft und an mein Einladungsschreiben gehängt. Habe verschiedene Anbieter verglichen, und bin dann bei der HanseMerkur Reiseversicherung AG gelandet. um die 80 € für 90 Tage Unfall-, Kranken UND Haftpflichtversicherung (Krankenversicherung mit 500.000€ Deckung sogar noch über dem geforderten Wert von 300.000€). Das Abschließen des Vertrages ging ohne Probleme mit Kreditkarte im Internet und alle Bestätigungen kamen innerhalb weniger Minuten per Mail.
Ein Bekannter hatte seine Freundin auch darüber versichert (habe ich erst im nachhinein erfahren). Sie hatte dann ein Problem als sie hier war und musste operiert werden, und die HanseMerkur hat wohl anstandslos bezahlt.


Soviel zu den von mir zur Verfügung gestellten Dokumenten.


Sie hat folgende Dokumente zur Verfügung gestellt:

- die Bestätigung ihrer Arbeitsstelle mit:
  • Name
  • Passnummer
  • ihre Position in der Firma
  • seit wann sie eingestellt ist
  • monatliches Gehalt
  • wann sie das Unternehmen verlässt
  • wann sie wieder kommt
  • das sie danach dort weiter arbeiten darf
  • Bestätigung das das Unternehmen sicher ist, das sie wieder kommt
  • Hoffnung, dass das Visum genehmigt wird
  • Unterschrift des Managers
  • Kontaktdaten des Managers
  • Firmenstempel
  • Firmenlogo
  • Unterschrift Manager
- extra Bestätigung des Unternehmens, dass sie ihr Gehalt bar bekommt und nicht regelmäßig auf das Konto (da sie eben kein regelmäßiges Einkommen nachweisen konnte) (ebenfalls mit Name, Passnummer, Position und monatliches Gehalt, Firmenstempel, Firmenlogo, Unterschrift Manager)

- Business Lizenz des Unternehmens, mit gültigen, staatlichen Kontrollstempeln

- Kontoauszug mit Ersparnissen (hat einen für China beträchtlichen Betrag auf ihrem Konto)

- Mietvertrag ihrer Wohnung (noch ein Jahr gültig)

- Meldebescheinigung in ihrem Wohnort vom Amt (von Polizei ist wohl auch möglich)

- Antragsformular für das Visum (von TLS ausgedruckt)

- Kopie ihres Familienstammbaumes

ich glaube das war es…

Wir haben eben mit größter Sorgfalt alles MEHRFACH überprüft. Das die Adressen ÜBERALLE identisch sind, dass das Datum ÜBERALL passt (besonders bei den Anträgen und Dokumenten mussten wir aufpassen, da sich manche Daten auf das deutsche Datum, und andere auf das chinesische beziehen. z.B.: bleibt sie bis Tag X in Deutschland (Gültigkeit für Visum), kommt aber erst am Tag X+1 in China an (Datum im Brief des Unternehmens) … wir haben darauf besonders geachtet, weiß nicht, ob es im Endeffekt soooo nötig war, aber sicher ist sicher)


Gut dann ist sie mit dem Stapel Dokumente zu TLS, hat es abgegeben, und nach nun ca. 1,5 Wochen haben wir die Antwort bekommen, und es hat alles ohne Probleme funktioniert… wir halten nun seit ca 3 Stunden Ihr erstes Schengenvisum für 90 Tage in den Händen.

Ich bedanke mich nochmal herzlich bei allen Usern dieses Forums. Ohne die Hinweise und teilweise Fehlschläge mancher Nutzer wären wir nicht vorsichtig und aufmerksam genug gewesen, und ohne die Erfolgsgeschichten hätten wir wohl zwischenzeitlich den Mut verloren ;)

Also DANKE DANKE DANKE, und falls ihr noch Fragen habt, dann immer raus damit. Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag ein anderes Pärchen bei einer glücklichen Zusammenkunft unterstützen kann!

Bei Fragen stehe ich natürlich gerne zur Verfügung!

Gruß

Patrick
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Squire
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von Squire »

Glückwunsch - dann hoff ich mal, dass die Zeit bis zur Ankunft nicht zu lange erscheint!
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von blur »

Die Versicherungssumme beträgt garantiert nicht 500.000€ und gefordert werden auch keine 300.000€ für ein Visum. Da hast du jeweils eine 0 zuviel angegeben.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von mazzel »

Super! Viel Spaß :) Und bilde schon mal "Rückstellungen" für die Weihnachtseinkäufe ;-)
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von PatrickB »

blur hat geschrieben:Die Versicherungssumme beträgt garantiert nicht 500.000€ und gefordert werden auch keine 300.000€ für ein Visum. Da hast du jeweils eine 0 zuviel angegeben.
Ups... kann es leider nicht korrigieren :( danke für den Hinweis!!!
bin wohl gerade etwas überschwänglich ;)
Squire hat geschrieben:Glückwunsch - dann hoff ich mal, dass die Zeit bis zur Ankunft nicht zu lange erscheint!
das wird es sicher, aber ich bin zuversichtlich, dass ich es überstehen werde ;) Danke für die Glückwünsche :D
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von sigma »

Wow, braucht man da so viel mehr Dokumente wie umgekehrt, wenn ein Deutscher nach China eingeladen wird?

Ich wollte vor Jahren mal eine Verpflichtungserklärung machen, das ging aber nicht, weil ich freiberuflich bin nud keine Nachweise über mein Einkommen hatte. Der tatsächliche Kontostand o.ä. hat nicht interessiert. Auch Steuerbescheide nicht, weil die schon 2 Jahre alt waren.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von Laogai »

sigma hat geschrieben:Wow, braucht man da so viel mehr Dokumente wie umgekehrt, wenn ein Deutscher nach China eingeladen wird?
Wenn ein deutscher Staatsangehörige von einem chinesischen Staatsangehörigen eingeladen wird braucht man eine formlose Einladung und eine Kopie des Personalausweises von der chinesischen Seite. Mehr nicht.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von sigma »

Und wie ist es, wenn Chinesen gebuchten Urlaub in D machen wollen? Wie funktioniert das da mit dem Visum?
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von Laogai »

sigma hat geschrieben:Und wie ist es, wenn Chinesen gebuchten Urlaub in D machen wollen? Wie funktioniert das da mit dem Visum?
Chinesen machen keinen gebuchten Urlaub in Deutschland. Chinesen buchen eine Europarundreise. Und dafür wird das Visum vom Reisebüro bzw. dem Veranstalter besorgt.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von sweetpanda »

Laogai hat geschrieben:
sigma hat geschrieben:Und wie ist es, wenn Chinesen gebuchten Urlaub in D machen wollen? Wie funktioniert das da mit dem Visum?
Chinesen machen keinen gebuchten Urlaub in Deutschland. Chinesen buchen eine Europarundreise. Und dafür wird das Visum vom Reisebüro bzw. dem Veranstalter besorgt.
Laogai, da ist jemand sieben Jahre im Forum registriert und du antwortest noch höflich auf solche Fragen?
Gibt es andere Themen -außer chinabashing- mit denen man dich aus der Reserve locken kann?
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von sigma »

Ich war 2x in Russland mit einem Touristenvisum.
Da war zwar ein Reiseveranstalter draufgeschrieben, aber das war gefaked.
In Realität bin ich auf eigene Faust dort hin und habe Freunde besucht.
Das war der Hintergrund meiner Frage.
Solche Visa bekommt man doch sicher auch in China, wenn man nach D will?
Mit einem pro-forma Reiseveranstalter.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von mazzel »

sigma hat geschrieben:Ich war 2x in Russland mit einem Touristenvisum.
Da war zwar ein Reiseveranstalter draufgeschrieben, aber das war gefaked.
In Realität bin ich auf eigene Faust dort hin und habe Freunde besucht.
Das war der Hintergrund meiner Frage.
Solche Visa bekommt man doch sicher auch in China, wenn man nach D will?
Mit einem pro-forma Reiseveranstalter.
Und die Geschenke am 24. Dezember bringt doch sicherlich der Weihnachtsmann? Und wenn Hasen Eier legen, werden sie automatisch zu Osterhasen :roll:

Meinst du nicht, dass es als EU-Bürger (oder als Deutscher) generell einfacher ist, ein Visum zu bekommen? Egal ob für Russland oder China? Und meinst du dann nicht auch, dass Russland etwas andere Visums-Bestimmungen hat als Deutschland? Und wenn dann ein Chinese nach Deutschland will und das mit einem "gefaketen" Reiseveranstalter versucht, meinst du, dass das dann klappt?

Um deine Frage weniger sarkastisch zu beantworten:
Klar gibt es auch für Chinesen Touristenvisa. Da sind die Rahmenbedingungen aber auch nicht viel einfacher (kannst du hier im Forum nachlesen). Wenn es dann über Reiseveranstalter gehen soll, wird der ganze Spaß sicherlich nicht günstiger. Besonders solche chinesischen "Visums-Dienste" sind im Internet nicht gerade für kundenfreundliche Preise bekannt.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von happyfuture »

sigma hat geschrieben:Wow, braucht man da so viel mehr Dokumente wie umgekehrt, wenn ein Deutscher nach China eingeladen wird?

Ich wollte vor Jahren mal eine Verpflichtungserklärung machen, das ging aber nicht, weil ich freiberuflich bin nud keine Nachweise über mein Einkommen hatte. Der tatsächliche Kontostand o.ä. hat nicht interessiert. Auch Steuerbescheide nicht, weil die schon 2 Jahre alt waren.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von happyfuture »

Laogai hat geschrieben:
sigma hat geschrieben:Wow, braucht man da so viel mehr Dokumente wie umgekehrt, wenn ein Deutscher nach China eingeladen wird?
Wenn ein deutscher Staatsangehörige von einem chinesischen Staatsangehörigen eingeladen wird braucht man eine formlose Einladung und eine Kopie des Personalausweises von der chinesischen Seite. Mehr nicht.
Ebenso reicht ein Einladungsschreiben nebst Passkopie von einem Deutschen mit Nachweis, warum dieser in China lebt, um jemanden nach China einzuladen.
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Re: Visumsantrag für Deutschland - Erfahrungsbericht

Beitrag von sigma »

mazzel hat geschrieben: Klar gibt es auch für Chinesen Touristenvisa. Da sind die Rahmenbedingungen aber auch nicht viel einfacher (kannst du hier im Forum nachlesen). Wenn es dann über Reiseveranstalter gehen soll, wird der ganze Spaß sicherlich nicht günstiger. Besonders solche chinesischen "Visums-Dienste" sind im Internet nicht gerade für kundenfreundliche Preise bekannt.
Wer redet denn von günstig? Es geht um einfacher.
Und so viel teurer kann es ja auch nicht sein.
Bei einer normalen Pauschalreise prüft der Veranstalter ja auch nicht, ob der Kunde wirklich im Hotel schläft.
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