Wikibooks: Tibet - History
leider haben die vergessen, Peters "Autobahnen" zu erwähnen

Wenn die Firma staatlich ist, man aus politischen und nicht betriebswirtschaftlichen Gründen die Stelle wechseln muss und man nie mehr beim Staat arbeiten oder aufsteigen kann, wenn man sich weigert, ist schon ein gewisser politisch gewollter Zwang dahinter.Wenn man von der Firma in eine andere Filiale geschickt wird, ist das dann auch "Zwangsumsiedlung"?
Warum? Weil sie voll Blödsinn drinnen steht?happyfuture hat geschrieben:vielleicht für den ein oder anderen zum Nachlesen interessant:
Wikibooks: Tibet - History
leider haben die vergessen, Peters "Autobahnen" zu erwähnen
Ich bin ein Staatsangestellter - wenn mich mein Chef wieder einmal nervt, ist das dann auch ein politischer Druck? Kommt mir AI zu Hilfe, wenn er wieder einmal eine Deadline übersetzt? Wenn ich mich übrigens "großartig" verweigere, wars das übrigens auch mit meiner Karriere.Wenn die Firma staatlich ist, man aus politischen und nicht betriebswirtschaftlichen Gründen die Stelle wechseln muss und man nie mehr beim Staat arbeiten oder aufsteigen kann, wenn man sich weigert, ist schon ein gewisser politisch gewollter Zwang dahinter.
Doch das ist relevant. Bis auf diese spezifischen Fälle - Beamte die verstetzt wurden oder die Truppen die verlegt wurden, gibt es weder Zwang noch sanften Druck. Was es höchstens gibt, sind wirtschaftliche Anreize und diverse staatlich geförderte Projekte die Unternehmer aus Zentral China anziehen.Hier ist unsere ansicht vielleicht schon ein wenig stark von den westlichen Medien geprägt, gemäss welchen der chinesische Staat Leute immer nur mit Gewalt zwingt. Man kann aber Leute auch juristisch, wie im obigen Fall, zwingen, Dinge zu tun oder zu unterlassen. Fakt ist, dass die Ansiedelung der Han im Tibet politisch gewollt ist - hier werden vollendete Tatsachen geschaffen.
Um zurück zur eigentlichen Problematik zu kommen: es wurden extrem viele Chinesen im Tibet angesiedelt (ob man das jetzt Zwang oder sanften Druck nennen möchte ist ja nicht relevant)
Die Tibeter sind eine klare Mehrheit in Tibet. Unabhängig davon würde es zu Unterdrückung oder Vertreibungen kommen. Alleine deswegen, da die klassische tibetische Gesellschaft aus Kasten besteht und diese wieder aufleben würden. Nicht tibetische Buddhisten sind automatisch ausgeschlossen.und die Tibeter sind jetzt keine klare Mehrheit im Tibet mehr, sodass ein unabhängiges Tibet wohl zu einer Unterdrückung oder gar erneuten Umsiedelung der Han, die bereits 34,5 Prozent der grosstibetischen Bevölkerung ausmachen, führen würde.
Bin klar gegen die Abspaltung. Was ich aber dumm finde ist von einem "gewonnen" bzw. "verloren" zu reden. Tibeter sind und waren ein Teil Chinas. Was es zu lösen gibt, sind zwischenethnische Spannungsfelder (z.B. auch Tibeter und Hui), wirtschaftliche und politische Entwicklung, sowie kulturelle Bewahrung in Zeichen von Massentourismus und Kommerzialismus. Das gilt übrigens nicht nur für Tibeter sondern auch alle anderen Völker Chinas.Das Problem kann also nicht mit einer einfachen Abspaltung Tibets gelöst werden - eine Balkanisierung der Region könnte IMHO sogar eine humanitäre Katastrophe auslösen.
Daher halte ich die Forderung nach einem unabhängigen Tibet immer noch für fragwürdig und würde, an Stelle der Tibeter, eingestehen, dass die Chinesen hier gewonnen haben. So könnte man voranschreiten und gemeinsam eine Zukunft aufbauen.

die "klassische tibetische Gesellschaft" WO bitte existiert sie denn noch heutzutage ?beowulf hat geschrieben:Alleine deswegen, da die klassische tibetische Gesellschaft aus Kasten besteht und diese wieder aufleben würden. Nicht tibetische Buddhisten sind automatisch ausgeschlossen.
Bin mir nicht sicher, inwieweit sich die Welt bei den Exil-Tibetern wirklich weitergedreht hat. Auch im demokratischen Indien gibt es nach wie vor inoffiziell das Kastenwesen. Na gut, bei den Tibetern in Tibet wurde mittels Propaganda & Gehirnwäsche das Kastenwesen vielleicht ausgetrieben, aber die Exiltibeter mussten niemals darunter leiden und halten die tibetische Kultur am Leben.die "klassische tibetische Gesellschaft" WO bitte existiert sie denn noch heutzutage ?
Die Welt hat sich auch bei den Exil-Tibetern sicher weitergedreht, und deshalb glaube ich nicht, daß bei einer Selbstständigkeit Tibets das alte System wieder aufleben wird...

Erzähle bitte, was "die grosstibetische Bevölkerung" sein soll. Und wovon angeblich die Tibeter 34,5% sind.Aremonus hat geschrieben:Um zurück zur eigentlichen Problematik zu kommen: es wurden extrem viele Chinesen im Tibet angesiedelt (ob man das jetzt Zwang oder sanften Druck nennen möchte ist ja nicht relevant) und die Tibeter sind jetzt keine klare Mehrheit im Tibet mehr, sodass ein unabhängiges Tibet wohl zu einer Unterdrückung oder gar erneuten Umsiedelung der Han, die bereits 34,5 Prozent der grosstibetischen Bevölkerung ausmachen, führen würde.
Die Schlussfolgerung ist richtig, die Behauptungen darüber waren falsch.Das Problem kann also nicht mit einer einfachen Abspaltung Tibets gelöst werden - eine Balkanisierung der Region könnte IMHO sogar eine humanitäre Katastrophe auslösen.
Die "Gross-Tibeter" sollten schlicht abtreten. Ihr Anspruch ist absurd und menschenfeindlich. Davon abgesehen stimme ich zu, dass auch eine Abspaltung des "ethnisch fast reinen" Autonomen Gebiets Tibet eine absurde Idee ist.Daher halte ich die Forderung nach einem unabhängigen Tibet immer noch für fragwürdig und würde, an Stelle der Tibeter, eingestehen, dass die Chinesen hier gewonnen haben. So könnte man voranschreiten und gemeinsam eine Zukunft aufbauen.

Off-Topic:edmund27 hat geschrieben:Ich finde diese Diskussion über Tiebet sehr interessant und lehrreich. Da ich über Tibet bisher wenig gewußt habe, finde ich diese Beträge shr bereichernd.
Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe gleich den Fehler berichtigt.Grufti hat geschrieben:Off-Topic:edmund27 hat geschrieben:Ich finde diese Diskussion über Tiebet sehr interessant und lehrreich. Da ich über Tibet bisher wenig gewußt habe, finde ich diese Beträge shr bereichernd.
Kleiner Hinweis: Das "e" , da in Tiebet zu viel ist, gehört eigentlich in das "shr"
Trotzdem...sehr ausgewogen...denn kein Buchstabe zu viel ..oder zu wenig
Chinesisches Statistikhauptamt:aquadraht hat geschrieben:Nenne bitte die Quellen.
Nur, wenn man verdammt gute Augen hat.Mir stellt sich eigentlich nur eine Frage. Woran erkennt man eigentlich den Tibeter und den Han Chinesen? Kann man das an seinen Genen erkennen.
die Gene eines Menschen mit bloßem Auge sehen???beowulf hat geschrieben:Nur, wenn man verdammt gute Augen hat.Mir stellt sich eigentlich nur eine Frage. Woran erkennt man eigentlich den Tibeter und den Han Chinesen? Kann man das an seinen Genen erkennen.

Hast Du das zweibändige Werk bzw. hast Du es eingesehen? Es gibt kein einziges chinesisches Werk, in dem als Tibet etwas anderes als das autonome Gebiet Tibet bezeichnet wird. Ich kenne das genannte Werk, habe es zwar nicht, aber da steht das nicht drin.Aremonus hat geschrieben:Chinesisches Statistikhauptamt:aquadraht hat geschrieben:Nenne bitte die Quellen.
Tabulation on Nationalities of 2000 Population Census of China (《2000年人口普查中国民族人口资料》). 2 vols. Beijing: Nationalities Publishing House (民族出版社), 2003
Die haben Tibet da aber nicht nach Provinzen, sondern nach Verwaltungsgebieten definiert ..
Ich besitze es zwar nicht selber, aber ich hatte es gleich hinter mir beim Eingang der Bib meiner Uni, daher war's in Griffnähe.Hast Du das zweibändige Werk bzw. hast Du es eingesehen? Es gibt kein einziges chinesisches Werk, in dem als Tibet etwas anderes als das autonome Gebiet Tibet bezeichnet wird. Ich kenne das genannte Werk, habe es zwar nicht, aber da steht das nicht drin.
Übe Dich doch bitte darin, auch andere Meinungen zu respektieren. Das würde das Diskussionsniveau in unserem Forum heben und die Atmosphäre um einiges angenehmer machen. Wenn wir einander hier beleidigen, kommen wir doch auch nicht weiter.Also bitte nicht mehr so kindisch mogeln und bluffen.
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