Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Tibet

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
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Saiber
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Saiber »

Peter111 hat geschrieben:ja der Peter war schon 2 mal fuer 3 Wochen in Tibet, das ist glaube ich mehr als die meisten die nur Mist hier schreiben
Mist zu deinem Mist?

Aber die Freiheit fehlt, die Freiheit ist das das Ihr hier zum Beispiel schreiben könnt was Ihr denkt und es fast nie zensiert wird.
so naiv? (man solle doch das "FAST" in deinem Satz ruhig hervorheben :lol: :lol: :lol: ).
Welcher Tibeter kann das schon in Tibet ?
Welcher Chinese kann das, ohne Vorbehalte, schon in China?
Wieviele Chinesen sind schon nach Tibet umgesiedelt.
Man hat Mühe Tibeter zu treffen in Tibet.
Hoert sich ganz nach "Tibet den Tibern" an oder wie "Deutschland den Deutschen?"

Tibet gehoert zu China und es tut mir sehr leid fuer dich, dass du in deinem exotischen Tin-Tin Abenteuer Urlaub in einer chinesischen Provinz auf Chinesen getroffen bist und dein romantisches, exotisches Bild Tibets aus den hochglanz Brochueren deiner Comic Buecher verwaessert hat.
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Laogai »

Peter111 hat geschrieben:Ich war April / Mai 2007 und Sep. 2010 in Tibet
[...]
Schulen wo nur chinesisch unterrichtet wird.
[...]
China hat Autobahnen nach Lhasa gebaut.
[...]
Man hat Mühe Tibeter zu treffen in Tibet.
:o :shock: :lol: :lol: :lol:

Peter111, das war es dann wohl! Denn wer dreimal lügt...
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Aremonus »

Die Frage ist, ob wir weiter kommen, wenn wir alle Probleme, die im Westen übertrieben stark wahrgenommen werden aber durchaus existieren, als erfunden bezeichnen und alle, die das nicht glauben, als Lügner hinstellen.

Ich habe auch viele Mitglieder ethnischer Minderheiten in China kennengelernt, die in der Schule nur auf chinesisch unterrichtet wurden und nicht in ihrer eigenen Sprache. Es gibt hier ganz klare Assimilationsbestrebungen. Andererseits waren die nicht all zu unglücklich darüber - sie erhielten im Rahmen der Minderheitenförderung auch viel einfacheren Zugang zu Top-Universitäten als normale Chinesen sowie zahlreiche staatliche Dienste die normalen Chinesen verschlossen bleiben (stark verbilligte Gesundheitsversorgung, subventionen für Besuche zu Hause, Essengutscheine für die Mensa, Stipendien, usw.). Nicht jeder möchte seine Kultur vor fremden Einflüssen bewahren - auch bei uns nicht. Manche wollen auch einfach vorwärts machen - und das kann man doch heute ganz gut.

Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.
Inzwischen leben soviele Han-Chinesen in Tibet, dass man erst eine ethnische Säuberung durchführen müsste, wenn man Tibet wieder zu einem unabhängigen Staat machen wollte - und das kann ja auch keine Lösung sein. Deswegen bin ich, trotz den meiner Meinung nach ganz klar unfairen Verfehlungen der letzten 60 Jahre, dafür, dass man nach vorne schaut und eine gemeinsame Zukunft von China und Tibet plant, in der beide Partner gleichberechtigt ihre Interessen einbringen können. Bis heute ist hier aber noch ein klares Machtgefälle vorhanden, das oft noch zu bisweilen starken Spannungen und unnötigen Ausschreitungen führt...
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Saiber »

Aremonus hat geschrieben:Ich habe auch viele Mitglieder ethnischer Minderheiten in China kennengelernt, die in der Schule nur auf chinesisch unterrichtet wurden und nicht in ihrer eigenen Sprache.
Ist die unterrichtsprache an Deutschen Schulen nicht auch nur Deutsch und auch nur Deutsch und nicht Friesisch, Bayrisch, Saechsisch, Schwaebisch oder auch Fraenkisch?
Es gibt hier ganz klare Assimilationsbestrebungen.
Ganz klar ist hier dein Irrtum. Von wegen Assimilationsbestrebungen. Es ist nur richtig und auch logisch dass an Schulen und Universitaeten die Sprache als Unterrichtssprache angewandt wird, in der auch die staatlichen Pruefungen an den Schulen und Universitaeten geschrieben werden. Einer der Mandarin nicht kann und schwerpunktmaessig nicht in der Sprache unterrichtet worden ist, hat keine Chance an solchen Universitaeten seinen/ihren Abschluss zu machen.
Und in welcher Sprache wird denn in der Schweiz unterrichtet?

In meiner Familie (alle Mitglieder) sprechen wir neben Mandarin, Kantonesisch auch eine chin. Minderheitensprache, die sich nie verfluessig hat obwohl auf Mandarin in den Schulen unterrichtet worden ist. Ihr geht wohl immer davon aus (oder geht von euch selbst aus), dass man nur eine Sprache beherschen kann. Seine eigene Sprache kann man immer neben einer Amtsprache beherrschen. Ich persoenlich kann 6 Sprachen und Dialekte fluessig. In ganz China koennen und beherrschen ueber 98% neben offiziell Mandarin (Beijing) auch noch ihre eigene Provinz-, Dorfsprache bzw. Dialekt. Gebildete koennen sogar noch eine westliche Sprache dazu.
Es ist euer eigenes Problem wenn ihr selber dazu nicht faehig seid.
Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.
Ich moechte mal sehen wie du das "zwangsumgesiedelt" hier beweisen willst. Rueck mal mit den Erlaeuterungen raus. Oder sind das etwa "Geruechte", die du als Wahrheiten darstellen willst?
Inzwischen leben soviele Han-Chinesen in Tibet, dass man erst eine ethnische Säuberung durchführen müsste, wenn man Tibet wieder zu einem unabhängigen Staat machen wollte - und das kann ja auch keine Lösung sein.
In China leben generell viele Chinesen. Chinesen aus Tibet und auch aus anderen Provinzen haben auch die Moeglichkeit sich woanders in China nieder zu lassen.
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Luntan »

Autobahnen nach Lhasa... der hat sie wohl nicht mehr alle :mrgreen:
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von aquadraht »

Aremonus hat geschrieben:Ich habe auch viele Mitglieder ethnischer Minderheiten in China kennengelernt, die in der Schule nur auf chinesisch unterrichtet wurden und nicht in ihrer eigenen Sprache. Es gibt hier ganz klare Assimilationsbestrebungen.
Es ist häufig genau umgekehrt. Viele gebildete Minderheitenangehörige möchten nicht, dass ihre Kinder in die Minderheitenschule kommen, da dort die Minderheitensprache und als zweite Sprache Putonghua unterrichtet wird. In normalen chinesischen Schulen ist die zweite Sprache Englisch, ohne das in China heute kaum eine Berufskarriere möglich ist. Wer also nicht will, dass sein Kind Minderheitenlehrer etc. werden soll, versucht sich um die Minderheitenschule zu drücken, möglichst unter Beibehaltung der Minderheitenvorteile wie keine Einkindregel, keine Studiengebühren etc.
Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.
Inzwischen leben soviele Han-Chinesen in Tibet, dass man erst eine ethnische Säuberung durchführen müsste, wenn man Tibet wieder zu einem unabhängigen Staat machen wollte - und das kann ja auch keine Lösung sein.
Das ist Stuss. Du scheinst die ganze Tibetproblematik überhaupt nicht zu kennen. Im Autonomen Gebiet Tibet leben an gemeldeter Bevölkerung nach wie vor über 95% ethnische Tibeter. Nur im inneren Stadtbezirk von Lhasa leben knapp 40% Nichttibeter, Han, Hui und Andere. Während der Tourismussaison kommen da noch Saisonarbeitende vorwiegend aus Qinghai und Sichuan dazu, dann sieht man in dieser sehr internationalen Stadt im Zentrum schonmal weniger Tibeter als Touristen und Zugereiste. Eine Zwangsumsiedlung von Han-Chinesen hat es weder in das AGT noch in die von Tibetern bewohnten Gebiete in Sichuan, Qinghai, Yunnan und Gansu gegeben. Möglicherweise verwechselst Du das mit den Militärkolonien im Nordwesten von Xinjiang, dort sind in der Tat Leute angesiedelt worden, in vorher praktisch unbewohntem Gebiet, aber auch keine so grosse Zahl, dass das die ethnische Verteilung geändert hätte (die hat sich eher durch Zuwanderung in die Städte geändert).

Das Problem ist, dass die Tibet-Separatisten ein "Gross-Tibet" fordern, das fast ein Fünftel der Fläche Chinas ausmacht und von rund 135 Millionen Menschen bewohnt ist, davon knapp 6 Millionen ethnischen Tibetern. Vor 1949 waren das gut 50 Millionen, davon etwa 2 Millionen ethnische Tibeter, am Verhältnis hat sich nicht viel geändert. In den "Provinzen Kham und Amdo", wie die Free-Tibet-Propaganda diese Gebiete nennt, haben tibetische nomadische Hirten das offene Land bewohnt, längs der Flüsse und in den Städten lebten schon immer auch andere Ethnien. Allein in Chengdu leben wohl 20-100.000 ethnische Tibeter bzw. zum Teil Qiang, die können kaum die 20-Millionenstadt als "ihr Gebiet" beanspruchen - tun das wohl auch nicht.
Deswegen bin ich, trotz den meiner Meinung nach ganz klar unfairen Verfehlungen der letzten 60 Jahre, dafür, dass man nach vorne schaut und eine gemeinsame Zukunft von China und Tibet plant, in der beide Partner gleichberechtigt ihre Interessen einbringen können. Bis heute ist hier aber noch ein klares Machtgefälle vorhanden, das oft noch zu bisweilen starken Spannungen und unnötigen Ausschreitungen führt...
Ja, ok, da will ich nichts gegen sagen.

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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von punisher2008 »

aquadraht hat geschrieben:Eine Zwangsumsiedlung von Han-Chinesen hat es weder in das AGT noch in die von Tibetern bewohnten Gebiete in Sichuan, Qinghai, Yunnan und Gansu gegeben.
Ich denke mit "Zwangsumsiedlung" meinte er dass Han-Chinesen in Tibet, Xinjiang etc. besonders attraktive Posten mit besserer Bezahlung angeboten bekommen um sie dazu zu bringen dort zu leben. Sicher gibt es in dem Fall keinen "Zwang" in dem Sinn, aber bestimmt überzeugt eine bessere Bezahlung oder bessere Arbeit ganz gut genug Han sich dort freiwillig anzusiedeln. Der erreichte Effekt wäre dabei der gleiche, und wie es die Regierung wollte: Mehrheit von Han in ursprünglich Nicht-Han Gebieten, womit diese Gebiete leichter zu kontrollieren wären. Also ganz Unrecht hat Aremonus da sicher nicht, wenn er es auch vielleicht etwas hart ausgedrückt hat.
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Bernhard »

Saiber hat geschrieben:Hoert sich ganz nach "Tibet den Tibern" an oder wie "Deutschland den Deutschen?"
bei allem Verständnis für deine Vaterlandsliebe: Bei jedem Kommentar, der dir nicht passt, gleich die Nazi-Keule schwingen, ist niveaulos.
Saiber hat geschrieben: Ist die unterrichtsprache an Deutschen Schulen nicht auch nur Deutsch und auch nur Deutsch und nicht Friesisch, Bayrisch, Saechsisch, Schwaebisch oder auch Fraenkisch?
begreifst du nicht, dass das etwas ganz anderes ist?
Saiber hat geschrieben: In meiner Familie (alle Mitglieder) sprechen wir neben Mandarin, Kantonesisch auch eine chin. Minderheitensprache, .... In ganz China koennen und beherrschen ueber 98% neben offiziell Mandarin (Beijing) auch noch ihre eigene Provinz-, Dorfsprache bzw. Dialekt.
offensichtlich kennst du nicht den Unterschied zwischen Sprache und Dialekt, bzw. zwischen einer Untergruppierung eines Volkes und einer nationalen Minderheit. Das hätte ich nicht von dir gedacht. Vielleicht machst du dich aber einmal kundig...
Saiber hat geschrieben: Es ist euer eigenes Problem wenn ihr selber dazu nicht faehig seid.
natürlich. Westler sind dumm und können immer nur eine Sprache. Ganz anders die sprachbegabten und intelligenten Chinesen. Die können neben neben Mandarin noch ihren heimischen Dialekt! Ich hau mich weg!
(übrigens: ich dachte, wir sprechen hier über die Situation in China. Was "unser eigenes" Problem damit zu tun hat, leuchtet mir nicht ganz ein)
Saiber hat geschrieben: Und in welcher Sprache wird denn in der Schweiz unterrichtet?
ich bin zwar kein Schweizer, aber ich kann trotzdem sagen: In der deutschen Schweiz wird auf deutsch unterrichtet, in der französischen auf französisch, in der italienischen auf italienisch. Nur das Rätoromanische ist da ein bisschen im Hintertreffen, weil es einfach zu wenige Sprecher gibt. Aber selbst da gibt es m.W. noch Schulen, in denen Rätoromanisch die Unterrichtssprache ist.
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Bernhard »

Aremonus hat geschrieben: Es gibt hier ganz klare Assimilationsbestrebungen.
das wage ich zu bezweifeln.
Ich kenne China zwar nicht so gut wie du, aber ich würde doch mal sagen, dass man echte "Assimilationsbestrebungen" eher nicht ausmachen kann. Das war vielleicht zur Mao-Zeit so, aber heutzutage geht China mit seiner ethnischen Vielfalt und seinen "nationalen Minderheiten" quasi hausieren...
Aremonus hat geschrieben: Andererseits waren die nicht all zu unglücklich darüber - sie erhielten im Rahmen der Minderheitenförderung auch viel einfacheren Zugang zu Top-Universitäten
auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt den Zorn mancher "Patrioten" zuziehe: Die chinesische Regierung hatte durch die Jahrhunderte schon das Bestreben, in ethnisch "kritischen" Gebieten die Elite für sich zu gewinnen bzw. selbst die Elite zu formen und heranzuziehen. Das war in der Tat ein Mittel, diese Gebiete unter Kontrolle zu halten. Ich schätze mal, dass diese Förderung für Studenten ethnischer Minderheiten auch in diesem Licht zu sehen ist. Sicher ist es auch zum Zweck, die ethnischen Minderheiten nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen, um keinen Unmut zu erregen. Aber vielleicht nicht nur.
Aremonus hat geschrieben: Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.
das mag für Beamte zutreffen. Beamte müssen wohl dorthin gehen, wohin sie geschickt werden. Allerdings ist das wohl nicht auf Tibet beschränkt. Und prozentual können das nicht allzu viele gewesen sein, zumal außer in den großen Städten die ethnischen Tibeter noch die überwältigende Mehrheit stellen. Und ich glaube kaum, das die Han und Hui in Lhasa mehrheitlich zwangsverschickte Beamte sind...
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Grufti »

Aremonus hat geschrieben: Zudem ist es auch so, dass zahlreiche Chinesen nach Tibet zwangsumgesiedelt wurden, um Tibet zu einem echten Teil Chinas zu machen. Wer sich weigerte, verlor seinen Job oder bekam anderweitig Probleme.

Das viele Chinesen "Zwangsumgesiedelt" werden , glaube ich eher nicht. Nur: durch die Regierungsprojekte werden sicher viele Arbeitslose angelockt, verstärkt sicher noch durch andere Vergünstigungen....wie z. B. die Erlaubnis, offiziell ein zweites Kind bekommen zu dürfen..
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von Aremonus »

Das viele Chinesen "Zwangsumgesiedelt" werden , glaube ich eher nicht.
Es ist kein Zwang. Es heisst einfach: Entweder Du gehst in den Tibet oder Du verlierst Deine Stelle beim Staat und steigst in der KP nicht weiter auf.
Ein mir bekannter Familienvater war so vor die Wahl gestellt: Familie oder Tibet. Die Familie nach Tibet umzusiedeln war für ihn keine Option - insbesondere, da seine Familie sehr stark regional vernetzt war und seit Jahrhunderten dort lebte. Er wählte die Familie, verlor seinen Job, sein Amt in der Partei und hat dann eben ein kleines Restaurant aufgemacht und seine Familie damit irgendwie durchgebracht. Das war aber noch in den späten 90ern - gut möglich, dass die Sache nun anders aussieht. Die Tatsache, dass die Han aber nun dort sind, ändert dies nicht. Man muss jetzt damit leben - sonst wird's ziemlich unschön.
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Re: Unmenschliches vorgehen der Kommunisten aus Peking in Ti

Beitrag von beowulf »

Aremonus hat geschrieben:
Das viele Chinesen "Zwangsumgesiedelt" werden , glaube ich eher nicht.
Es ist kein Zwang. Es heisst einfach: Entweder Du gehst in den Tibet oder Du verlierst Deine Stelle beim Staat und steigst in der KP nicht weiter auf.
Ein mir bekannter Familienvater war so vor die Wahl gestellt: Familie oder Tibet. Die Familie nach Tibet umzusiedeln war für ihn keine Option - insbesondere, da seine Familie sehr stark regional vernetzt war und seit Jahrhunderten dort lebte. Er wählte die Familie, verlor seinen Job, sein Amt in der Partei und hat dann eben ein kleines Restaurant aufgemacht und seine Familie damit irgendwie durchgebracht. Das war aber noch in den späten 90ern - gut möglich, dass die Sache nun anders aussieht. Die Tatsache, dass die Han aber nun dort sind, ändert dies nicht. Man muss jetzt damit leben - sonst wird's ziemlich unschön.
Dann war er Beamter. Das ist wohl etwas ganz anderes als "Zwangsumsiedlung". Wenn man von der Firma in eine andere Filiale geschickt wird, ist das dann auch "Zwangsumsiedlung"? Wenn man von der Kirche in eine Gemeinde geschickt wird, nennt man das dann auch "Zwangsumsiedlung"?

Übrigens ist dein Bekannter - wie du selbst sagst - nicht umgezogen. Was woll klar sagt, dass es keine "Zwangsumsiedlung" war.

Das Thema ist politisch aus einer ganz anderen Warte zu betrachten. Beamte mit nicht tibetischen Hintergrund wurden/werden bevorzugt in "Unruhegebiete" geschickt, weil den einheimischen Beamten nicht wirklich getraut wird. Das kann man kritisieren oder als Beweis heranziehen, dass nicht alles Eitel Sonnenschein ist. Es ist aber nochmals keine "Zwangsumsiedlung".

Das z.B. war eine Zwangsumsiedlung: http://de.wikipedia.org/wiki/Korjo-Saram

"1937 gab es Berichte über koreanische Spione in Russland, die für Japan arbeiteten. Stalin und Molotow beschlossen daraufhin, die koreanische Minderheit aus dem russischen fernen Osten nach Zentralasien, außerhalb des japanischen Einflussbereichs, zu deportieren.[5] Noch im selben Jahr wurde dann fast die komplette koreanische Minderheit umgesiedelt. In ihrer neuen Heimat trafen die Korjo-Saram auf große Schwierigkeiten. Die meisten von ihnen waren zuvor Reisbauern und Fischer und konnten sich an die trockene zentralasiatische Umgebung nur schwer anpassen. Schätzungen zufolge starben bis zu 40.000 Koreaner in den ersten Jahren nach der Deportation.[6]"

Die falsche Wortwahl kritisiere ich hier gezielt weil es ein gern verwendetes Propagandavokabel der Exil Tibeter ist. Welches natürlich in unseren Medien, nie hinterfragt wird.
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Freeze Tibet!

Beitrag von Laogai »

Bernhard hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben:Andererseits waren die nicht all zu unglücklich darüber - sie erhielten im Rahmen der Minderheitenförderung auch viel einfacheren Zugang zu Top-Universitäten
auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt den Zorn mancher "Patrioten" zuziehe: Die chinesische Regierung hatte durch die Jahrhunderte schon das Bestreben, in ethnisch "kritischen" Gebieten die Elite für sich zu gewinnen bzw. selbst die Elite zu formen und heranzuziehen. Das war in der Tat ein Mittel, diese Gebiete unter Kontrolle zu halten.
Auf die Gefahr hin jetzt für einen "chinesischen Patrioten" gehalten zu werden... :wink:

Sich die Elite eines Nachbarvolks zum Freund zu machen ist natürlich ein geschickter Schachzug, um das Volk im Zaum zu halten, das haben die Chinesen in der Tat über lange Zeit praktiziert.

Aber die Situation heutzutage mit klar definierten Staaten und Staatsangehörigkeiten ist eine ganz andere. Wenn ich die Minderheiten in meinem Staat wirklich ruhig stellen -sprich unterdrücken- möchte würde ich ihnen doch jeglichen Zugang zu Bildung verweigern und somit verhindern, dass sich Eliten bilden (ha, ein kleines Wortspiel) können!

Was Aremonus geschrieben hat stimmt übrigens nur zum Teil. Tibetische Schüler haben nicht einen einfacheren Zugang zu Top-Universitäten, sondern überhaupt leichtere Bedingungen, um die Gaokao (高考, Prüfung zur Zulassung an einer Universität) zu bestehen. Während Han-Chinesen z.B. 1000 Punkte bei der Prüfung benötigen, reichen einem tibetischen Schüler nur 600 Punkte. Die Zahlen sind jetzt aus der Luft gegriffen, wer das richtige Verhältnis kennt möge sie bitte hier posten!

Dieser Vorzug gilt übrigens für alle Minderheiten, allerdings mit unterschiedlichem Verhältnissen bei der Punktezahl! Ein Angehöriger der Zhuang zum Beispiel muss mehr Punkte für die Hochschulaufnahme vorweisen als ein Tibeter. Tibetische Studenten müssen von allen Minderheiten mit am wenigsten Punkte für die Hochschulzulassung erreichen.

So übelst werden die armen Tibeter von den bösen Chinesen unterdrückt...
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Re: Freeze Tibet!

Beitrag von Bernhard »

laogai hat geschrieben: Sich die Elite eines Nachbarvolks zum Freund zu machen ist natürlich ein geschickter Schachzug, um das Volk im Zaum zu halten, das haben die Chinesen in der Tat über lange Zeit praktiziert.
es geht nicht um Nachbarvölker, sondern um eigene (vorzugsweise erst kürzlich eroberte) Gebiete.
laogai hat geschrieben: Wenn ich die Minderheiten in meinem Staat wirklich ruhig stellen -sprich unterdrücken- möchte würde ich ihnen doch jeglichen Zugang zu Bildung verweigern und somit verhindern, dass sich Eliten bilden (ha, ein kleines Wortspiel) können!
nein. Das führt zu einem Gefühl der Unterdrückung und Benachteiligung und damit definitiv nicht zur Befriedung.
laogai hat geschrieben: So übelst werden die armen Tibeter von den bösen Chinesen unterdrückt...
Minderheiten werden teilweise bevorzugt, wie schon dargelegt. Allerdings IM RAHMEN des herrschenden Systems. Vielleicht ein bisschen so, wie die Briten es in ihrem Empire gemacht haben (um jetzt empörten Aufschreien zuvorzukommen: nein, ich halte China nicht für ein Kolonialreich, zumindest nicht durchgehend; nur diese eine Methodik ist ähnlich)
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Re: Freeze Tibet!

Beitrag von Laogai »

Bernhard hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Sich die Elite eines Nachbarvolks zum Freund zu machen ist natürlich ein geschickter Schachzug, um das Volk im Zaum zu halten, das haben die Chinesen in der Tat über lange Zeit praktiziert.
es geht nicht um Nachbarvölker, sondern um eigene (vorzugsweise erst kürzlich eroberte) Gebiete.
Dafür hätte ich gerne mal ein Beispiel.
Zur Erinnerung:
Bernhard hat geschrieben:Die chinesische Regierung hatte durch die Jahrhunderte schon das Bestreben, in ethnisch "kritischen" Gebieten die Elite für sich zu gewinnen bzw. selbst die Elite zu formen und heranzuziehen.
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