Postmodernes "Multikulti" in China möglich?

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name
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Registriert: 23.07.2006, 01:45

Postmodernes "Multikulti" in China möglich?

Beitrag von name »

http://forum.chinaseite.de/ftopic1215-60.html
Grufti hat geschrieben:
Auch an den Mosos ist die weltweite kulturelle Gleichschaltung nicht spurlos vorbeigegangen:..
Ja. das ist in dem Bericht auf Arte auch erwähnt worden.... ich wollte nur nicht näher darauf eingehen...


Bei dem einen ist es Schade, daß alles der Gleichmacherei nach westlichem (US)-Vorbild zum Opfer fällt... :evil: :evil:
Langsam kann ich den Widerwillen der Mohammedaner gegen die westlichen "Errungenschaften" verstehen.. :roll: , denn bezeichnenderweise sind sehr viele Terroristen (wie OBL) stinkreiche Leute, die das Leben im westlichen Stil exzessiv "genossen" hatten , bis es bei ihnen irgendwann einmal einen Knacks gegeben hatte, und sie sich auf die Werte ihrer eigenen Kultur besonnen hatten, und diese genauso excessiv extrem verfechten, wie sie vorher das ihnen jetzt widerwärtige Leben ausgelebt hatten..

Auch ich fühle , daß es langsam Zeit ist , mich von der "Mainstream" China-Begeisterung abzusetzen, ... indem ich mir einen vom aussterbenden Stamm aus der "3.Welt" suche, für den ich mich dann genauso begeistern werde, wie ich es bisher für China getan hatte, und versuche , dessen Kultur am Leben zu erhalten.. :roll: 8)
Um die kulturellen Eigenheiten einer Gemeinschaft zu erhalten, muss man erst einmal die sozialen Mechanismen verstehen, die die Traditionen früher überhaupt lebensfähig gemacht haben. Im Fall der Mosos haben die Menschen früher Anerkennung dafür bekommen, wenn sie romantische Beziehungen abgelehnt haben. Damals waren die Medien aber auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda beschränkt. Heute hingegen gibt es Telenovas und Filme wie "Titanic" im Fernsehen. Der Konsument kann sich dem in der Regel nicht mehr entziehen und integriert sich so unbewusst mehr und mehr zunächst in die Han-chinesische und dann in die weltweite Pop-Kultur.

Außerdem bleibt die Frage, wer von den Mosos am ehesten in Frage kommt, die traditionelle Kultur zu erhalten. Die Mosos haben in der Regel wahrscheinlich nur ein bis zwei Kinder gemäß der Bevölkerungspolitik der Han-Regierung. Einige davon wandern in die Städte ab und kommen nicht mehr zurück, d.h., sie werden von anderen Volksgruppen (bes. Han) assimiliert. Andere fürchten sich vor der Assimilation durch die Han-Chinesen so sehr, dass sie sich von Tibetern (ebenfalls patriarchal) assimilieren lassen. Zu den tibetisierten Mosos zählen übrigens auch diejenigen, die lamaistische Mönche werden.
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