100. Jahrestag der Chinesischen Nation

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Huangming

Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Huangming »

Da aber unter Qianlong das Land befriedet war, bluehte und auch Wohlstand wiedereinkehrte verspuerte keiner im Land eine Lust auf Revolution und Aufstand gegen die Qing. [...] Wenn es mir gut geht, ich meine Familie ernaehren kann und Friede herrscht, warum sollte ich was aendern? Z
Das stimmt auch nicht.Um nur paar Beispiele zu nennen:
Im ersten Jahr des Qianlong, Hungersnot in Haiyang
im dritten Jahr, Hungersnot in Pingyang
im vierten jahr, Frühling, Hungersnot in Jiazhou, im Sommer, Hungersnot in Dangshan,
im fünften Jahr, Hungersnot in Fanchang, Qingzhou, Qingyang,
im sechten Jahr, große Hungersnot in Gansu,
im siebten jahr, frühling, Hungersnot in Shanyang, Sommer, Hungersnot in Xuandu.
[....]
im 43 Jahr, große Hungersnot in der ganzen Provinz Sichuan, Leute verkauften ihre Töchter und Söhne auf dem Markt.
[..]
im 50 Jahr, Frühling, große Hungersnot in Xuancheng, Guanghua, Suizuhou, Zijiang.Menschen fraßen Bäumerhaut.
im 51 Jahr, Frühling, große Hungersnot in der Provinz Shandong, Menschen essen sich gegenseitig.
http://www.guoxue.com/shibu/24shi/qings ... sg_044.htm
乾隆元年夏,海阳饥。三年秋,平阳饥。四年春,葭州饥。夏,砀山饥。五年,巩昌、秦州、庆阳等处饥。六年,甘肃陇右诸州县大饥。七年春,山阳饥。夏,宜都饥。秋,亳州饥。八年春,南昌、饶州、广信、抚州、瑞州、袁州、赣州各府大饥。夏,天津、深州二十八州县饥。九年,高邑大饥。十年,正定、赞皇、无极、★城、元氏等县饥。十一年春,霑化饥。夏,庆云、宁津饥。十二年,曹州、博山、高苑、昌乐、安丘、诸城、临朐饥。十三年春,曲阜、宁阳、济宁、日照、沂水饥。夏,福山、栖霞、文登、荣成饥,栖霞尤甚,鬻男女。十四年春,安丘、诸城、黄县大饥,饿殍载道,鬻子女者无算。十五年秋,广信饥。十六年春,福山、栖霞饥,民多饿死。夏,南昌、广信饥。冬,建德饥。十七年春,全州饥。夏,同官、洵阳、白河饥。冬,房县饥。十八年春,庆元饥。秋,郧县饥。十九年,罗田饥。二十年,溧水、通州饥。二十一年春,青浦、东流、湖州、石门、金华饥。夏,沂州、武城饥。冬,济南府饥。二十二年夏,博白饥。秋,掖县饥。二十三年春,翁源、苍梧饥。夏,日照饥。二十四年秋,陇右诸州县大饥。二十五年,平定、潞安、长子、长治、和顺、天门饥。二十六年,江夏、随州、枝江饥。二十七年春,济南饥。夏,枣强、庆云饥。二十八年夏,永年、永昌大饥。二十九年秋,东光大饥。三十年春,桐庐饥。秋,吉安、广信、袁州、抚州饥。冬,威远饥。三十一年,济南、新城、德州、禹城饥。三十二年冬,池州大饥。三十三年夏,沂水、日照大饥。三十四年,溧水、太湖、高淳饥。三十五年,兰州、巩昌、秦州各属大饥。三十六年夏,会宁、肥城大饥。秋,新城、宁陕饥。三十八年秋,文登、荣成饥。三十九年秋,秦州、镇番大饥。四十年,溧水、武进、高邮、南陵大饥。四十二年秋,陆川饥。四十三年,全蜀大饥,立人市鬻子女;江夏、武昌等三十一州县饥。四十四年春,南漳、光化、房县、随州、枝江饥。夏,秦州属饥。四十五年秋,江陵、保康饥。四十七年,灤州、昌黎、临榆饥。四十八年春,黄县饥。秋,绥德州饥。四十九年春,葭州饥。夏,来凤饥。五十年春,宜城、光化、随州、枝江大饥,人食树皮。夏,章丘、邹平、临邑、东阿、肥城饥。秋,寿光、昌乐、安丘、诸城大饥,父子相食。五十一年春,山东各府、州、县大饥,人相食。五十二年,临榆大饥。五十三年秋,文登、荣成饥。五十四年夏,宜都饥。五十五年秋,禹城饥。五十六年,邢台等八县饥。五十七年,唐山、宁津、武强、平乡饥,民多饿毙。五十八年春,常山饥。五十九年,清苑、望都、蠡县饥。六十年春,蓬莱、黄县、栖霞饥。夏,麻城饥。

Also Sie können das gerne aufzählen.ich glaube, da waren mehrere hundert aufgezeichnete Hungersnöte unter der Herrschaft des glorreichen Qianlong.
Huangming

Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Huangming »

Saiber hat geschrieben:@Huangming

Ich hoere jetzt mal auf zu zitieren wenn es moeglich ist, denn da es ein Geschichtsthread ist koennen wir zitieren bis wir ein 1000seitiges Buch zusammenbekommt.

Ich schrieb, dass es der "Volksmund" war unter den Han, dass Qianlong womoeglich ein Han oder halber Han sein musste, da er angesehen ein guter Kaiser war. Eine allzu nur natuerliche Trotzreaktion von aufstaendischen und revolutionaeren Han Rebellen.

Ihre Sache brauchte eine Begruendung und eine Legitimation. Da aber unter Qianlong das Land befriedet war, bluehte und auch Wohlstand wiedereinkehrte verspuerte keiner im Land eine Lust auf Revolution und Aufstand gegen die Qing. Wenn es mir gut geht, ich meine Familie ernaehren kann und Friede herrscht, warum sollte ich was aendern? Zu selten hat man solche Umstaende erlebt und egal wer jetzt der Kaiser ist, anders wird es nicht sein ob Han oder Qing Herrscher. Ausserdem, in die Regierung wurden nicht nur Beamte aus dem Qing Geschlecht berufen sondern auch die Han wurden bei der Regierungsbildung miteingebunden, was schon zu Kangxi's Zeiten stattgefunden hat.
Die Qingherrscher waren sehr klug zu wissen, dass nur mit der Einbindung der Han und Han-Beamte man auf lange Zeit friedlich und erfolgreich herrschen konnte. Das Han Volk war ja in der Ueberzahl und eine Rebellion nur eine Frage der Zeit. Da es der Bevoelkerung recht gut ging trotz Qing - Herrschaft, Han-Chinesen in der Regierung mitwirkten hatte man das Geruecht verbreitet dass Qianlong im geheimen eigentlich vom Han-Geschlecht abstammte und deshalb die Han-Chinesen nicht diskriminierte, sie sogar vor den Qinggeschlecht stellte. Diese Geruecht koennte entweder von Qianlongs Feinden in der Kaiserfamilie stammen, die seine Position im Herschergeschlecht schwaechen wollten oder auch von den Han Rebellen ausserhalb, die damit die erklaeren wollten, dass der Wohlstand und Friede nur existiere, weil der Kaiser eigentlich ein Han ist. Aber die Bewegung "Fan Qing" muss aufrecht erhalten werden.
Also mit Tatsache hat es weniger zu tun sondern mehr mit einer Legende oder Volksmund.

Anti-Qing Schriften, sind natuerlich verboten und wurden als Revolutionaer betrachtet. Das ist in jeder Regierung so, die eine andere unterworfen hatte. Wer solche Han patriotische Schriften verbreitete galt als Rebell und Staatsfeind. Die Bestrafung dafuer ist bekannt. Das fing schon mit Kangxi an, der schon damals feststellte, dass eine funktionierende Regierung nicht ohne die Han vonstatten gehen konnte. Aber er musste aufmerksam und vorsichtig vor Infiltration sein und liess besonders die Han Beamte und Gelehrte durch den Geheimdienst observieren. Beweise fuer revolutionaeres Gedankengut wurden in den Schriften, Briefe und Werke entdeckt und belegt.
Aber dass sind Vorsichtsmassnahmen, die jede Regierung auch heute noch trifft. Heute heissen die Rebellen - Terroristen.
Der Großaufstand des Weißen Lotus (1795-1804)hat mehrere Provinzen umfasst und das Reich der Qing nachhaltig geschwächt.Die Niederschlagung des Austandes hat etwa eine Summe der Größenordnung der fünfjährigen Staatseinnahmen der Qing gekostet.
Aufstaende gab es immer waehrend der Qing Herrschaft egal unter welchen Herrscher. Insbesondere Kanxi musste mehrere Revolutionen, unter anderem auch die von Wu Sangui und der Bedrohung Taiwan unterdruecken. Das kostete nicht wenig. Auch Qianlong hatte immer seine Sorgen und Probleme gehabt mit Rebellengruppierungen. Dies zog sich hin bis zur Neuzeit. Aber erst als die Westler kamen, mit ihren Drogen und invasorischen Bemuehungen, Kriegen und Reparationsforderungen, wurden die Qingherrscher so geschwaecht, dass sie kaum Mittel zu Verfuegung hatten, sich gegen Angriffe von Aussen und insbesondere Innen zu wehren.

Eine der groessten Gruende fuer die Aufstaende der Weissen Lotus und Taiping waren die Verbrechen der Westmaechte gegen das Volk, die es mit Opium vergifteten. Insbesondere von der Weissen Lotus ging die Doktrin aus, die Weissen Teufel zu verjagen gemixt mit Anti-Qing Emotionen. Alles westliche wurde verteufelt. Die Taiping waren fuer die Verbannung der Imperialisten und den Opiumhandel.

"Ausserdem, in die Regierung wurden nicht nur Beamte aus dem Qing Geschlecht berufen sondern auch die Han wurden bei der Regierungsbildung miteingebunden"

Richtig.Aber die meisten Posten der wichtigen Ministerien der Regierung wurden, wie bereits erwähnt, von Mandschu besetzt, obwohl sie weniger als 1 Prozent der Bevölkerung betrugen.Auch in heutigen Xinjiang oder Tibet gibt es uigurischstämmige oder tibetischstämmige Beamte.Nur: Die Han-Chinesen haben da das sagen und besetzen die allermeisten Posten der Parteiserektäre.Dasgleiche galt für die Qing-Zeit, nur dass damals die Mandschu die Reichspolitik dominierten.

" hatte man das Geruecht verbreitet dass Qianlong im geheimen eigentlich vom Han-Geschlecht abstammte und deshalb die Han-Chinesen nicht diskriminierte, sie sogar vor den Qinggeschlecht stellt"
Das ist, wie ausfürlich belegt, reiner Blödsinn.

"Qianlong war ein begeisterter Anhaenger der antiken Chinesischen Kultur und Kaligrafie. Er selber war ein Meister der chin. Kaligrafie. "

Mag sein, dass Qianlong ein begeisterter Anhänger der antiken Chinesischen Kultur und Kaligrafie war.Das änderte aber nichts an seiner Politik, die Mandschu weiterhin als eine Art Herrenvolk über das Volk der Han aufrechtzuerhalten und die Kultur der Han zu unterdrücken.
Qianlong hat mal im Verbotenen Palast han-chinesische Kleidungen getragen.Änderte das an seiner Politik, dass Han-Chinesen ihre han-chinesischen Kleidungen nicht tragen durften?Nein.
Der Mandschu Kaiser Kangxi war zum Beispiel ein begeisterter Anhänger der westlichen Technologie.Aber er verbat trotzdem streng die Verbreitung der westlichen Technologie unter dem Han-Volk.
Fazit: Persönliche Hobbies waren für die Mandschu-Kaiser eine Sache, Staatspolitik zur Erhaltung eines mandschu dominierten Staates eine andere Sache.

"Eine der groessten Gruende fuer die Aufstaende der Weissen Lotus und Taiping waren die Verbrechen der Westmaechte gegen das Volk, die es mit Opium vergifteten."
Das ist wiederum ein Blödsinn.Zur zeit der Aufstände der Weissen Lotus wusste selbst der Kaiser der Qing nicht mal, wo die Westmächte lagen.Woher sollte das einfache Volk, also die Weisse Lotus, wissen, wer die Westmächte waren?
Und im Übrigen, der Anführer der Taiping betrachtete sich als Bruder von Jesus und sah in den Westmächsten zunächst als Glaubensbrüdern.
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Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Saiber »

Huangming hat geschrieben:Also Sie können das gerne aufzählen.ich glaube, da waren mehrere hundert aufgezeichnete Hungersnöte unter der Herrschaft des glorreichen Qianlong.
Ja, das Leben im Altertum war nicht leicht. Selbst in den goldenen Tang gabs Hungersnoete...
Wieviele es jetzt tatsaechlich waren in der Zeit von Qianlong, kann ich nicht sagen. Eine oder zwei sind schon zuviel aber definitiv, Menschen hungerten und starben mit Sicherheit. Besonders nach Missernten, Flut und Umweltkatastrophen. Natuerlich auch durch Missmanagement und starrer Beamtenapparat, was immer wieder vorkam. Das war nunmal die Vergangenheit und deshalb sollte ja auch diese Zeit abgeschafft werden.
Ich glaube sogar, dass die KP heute von sich sagen hat lassen, dass sie als Einzige endlich die Hungersnoete besiegt hat und trotz Missernten ihre Bevoelkerung seit einigen Jahren ernaehren kann (nach dem "Sprung nach vorne" natuerlich). Aber selbst da muessen wir abwarten. Hungersnoete, Leid und Elend kamen egal in welcher Dynastie immer auf und folgerecht Bauernaufstaende und Revolutionen. Deshalb koennen wir in China ja auch etliche Dynastien zaehlen. Es kommt immer darauf an, wie die Regierungen auf diese Noeten der Bevoelkerung reagiert. Passiert nichts, koennen sie erwarten das Aufstaende ausbrechen. Tun sie was, koennen sie nur hoffen dass die Bevoelkerung beruhigt wird. (das kann man sehr gut auch auf die heutigen Gesellschaften ueberall auf der Welt ummuenzen).
Huangming hat geschrieben:Richtig.Aber die meisten Posten der wichtigen Ministerien der Regierung wurden, wie bereits erwähnt, von Mandschu besetzt, obwohl sie weniger als 1 Prozent der Bevölkerung betrugen.Auch in heutigen Xinjiang oder Tibet gibt es uigurischstämmige oder tibetischstämmige Beamte.Nur: Die Han-Chinesen haben da das sagen und besetzen die allermeisten Posten der Parteiserektäre.Dasgleiche galt für die Qing-Zeit, nur dass damals die Mandschu die Reichspolitik dominierten.
Aber sie waren in der Regierung. Ich glaube zur Qing Zeit gab es nur einen Han (sogar ein Beamter aus der Ming Dynastie) der in den Fuerstenstand gehoben wurde und das war Wu San Gui. Der aber rebellierte und startete nach nur einpaar Jahren eine Revolution gegen die Qing. Verstaendlich dass die Qing nicht unbedingt wichtige und maechtige Positionen mit Han besetzen wollten. Zu riskant.
Desweiteren wenn man das aussfuehrt, ich glaube auch kaum, dass in Deutschland man sobald einen tuerkisch abstaemmigen Kanzler sehen wird. Selbst die USA hat sehr sehr lange gebraucht um einen Dunkelhaeutigen Praesidenten zu waehlen aber nach Bush war das ja auch nicht schwer.
hatte man das Geruecht verbreitet dass Qianlong im geheimen eigentlich vom Han-Geschlecht abstammte und deshalb die Han-Chinesen nicht diskriminierte, sie sogar vor den Qinggeschlecht stellt"
Das ist, wie ausfürlich belegt, reiner Blödsinn.
Kein Widerspruch. Ich sagte dass das ein Geruecht ist, was verbreitet worden ist und mit Tatsachen nichts zu tun. Aber dieses Geruecht gab es und auch dessen Zweck.
Das änderte aber nichts an seiner Politik, die Mandschu weiterhin als eine Art Herrenvolk über das Volk der Han aufrechtzuerhalten und die Kultur der Han zu unterdrücken.
Das aendert nichts an der Tatsache das die Han Kultur oder genauer zutreffend die vorherige Kultur dominant und nicht auszuloeschen war, ja sogar die eigene irgendwann assimilierte. Ich glaube da koennen wir uns einig sein, um wenn nicht, dann sollte man nur mal jetzt nach China schauen. Es sind da Kultureinfluesse zu sehen, die Dynastienuebergreifend waren. Dominant aber immer noch die der "Han".
Die Qing Kaiser hatten in der Tat eine Vorliebe fuer die mehr mehr fortgeschrittene Kultur der Han als ihre eigene, aber sie durften sich es auch nicht mit ihrem eigenen Qing Volk und Beamten verscherzen. Ein Qing Kaiser war zwar allmaechtig, aber noch allmaechtiger sind diejenigen die hinter dem Kaiser in der Familie die Strippen ziehen. Sehr schnell kann ein Kaiser beseitigt werden und mit einem neuer Kaiser des gleichen Geschlecht ersetzt werden.
Zur zeit der Aufstände der Weissen Lotus wusste selbst der Kaiser der Qing nicht mal, wo die Westmächte lagen.Woher sollte das einfache Volk, also die Weisse Lotus, wissen, wer die Westmächte waren?
[/quote]Das kommt darauf an welcher Aufstand angesprochen wurde.

Hong Xiuquan, der Anfuehrer der Taiping Tianguo hatte Einfluesse vom Christentum bekommen. Sogar Wahnvorstellungen, dass er verwandt mit Jesus sei. Aufgrund dessen hatte er seine Legitimation gesehen die Taiping Tianguo zu gruenden und gegen die Qing Dynastie zu rebellieren. Es kann aber nicht bestreitet werden, dass ein grosses Ziel der Taiping war die Auslaendischen Kolonialisten zu vertreiben und den Opiumhandel zu stoppen. Insbesondere weil ein Grossteil der Taiping rebellische Gruppen, die gegen die Qing waren und die Imperialisten, die das Unheil ueber China gebracht hatten, insbesondere verstaerkt nach dem Opium Krieg.
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Huangming

Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Huangming »

Von einer legende, dass Qianlong han-chinesisches Blut gehabt haben soll, abzuleiten, dass er die han-Chinesen nicht diskriminierte, ist absurd.
Es gibt auch Gerüchte, wonach Hitler von einem Juden stammt.Macht das Hitler deswegen zu einem judenfreundlichen Menschen??
Was zählt, sind historische Fakten.Und Fakt ist, dass unter Qianlong die meisten Posten der Zentralregierung von Mandschu besetzt wurden.Selbst in den Provinzen waren die allermeisten Gouverneure (Zongdu, 总督) Mandschu.Han-Chinesen bekleideten üblich die niedrigen lokalen Verwaltugnsämter.Das Militär war auch fest in der Hand der Mandschu.
Diese absolute Dominanz der Mandschu in den Provinzen und in den Militärs änderte sich erst nach der Rebellion der Taiping, nachdem die Mandschu Banner-Truppen von den Taiping vernichtend geschlagen worden waren.
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Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Saiber »

Huangming hat geschrieben:Von einer legende, dass Qianlong han-chinesisches Blut gehabt haben soll, abzuleiten, dass er die han-Chinesen nicht diskriminierte, ist absurd.
Es gibt auch Gerüchte, wonach Hitler von einem Juden stammt.Macht das Hitler deswegen zu einem judenfreundlichen Menschen??
Was zählt, sind historische Fakten.Und Fakt ist, dass unter Qianlong die meisten Posten der Zentralregierung von Mandschu besetzt wurden.Selbst in den Provinzen waren die allermeisten Gouverneure (Zongdu, 总督) Mandschu.Han-Chinesen bekleideten üblich die niedrigen lokalen Verwaltugnsämter.Das Militär war auch fest in der Hand der Mandschu.
Diese absolute Dominanz der Mandschu in den Provinzen und in den Militärs änderte sich erst nach der Rebellion der Taiping, nachdem die Mandschu Banner-Truppen von den Taiping vernichtend geschlagen worden waren.
Und warum wird jetzt soviel "Gewicht" auf eine Geruecht gelegt?
Die Aussage war lediglich, dass im Ansehen die Regierungszeit von Qianlong eine sogar fuer Han-Chinesen in der Nachzeit eine positive war. Dieses Positve wurde aber von Radikalen damit abgeleitet, dass er Hanblut hatte um dies damit zu begruenden um nicht den Hass auf die Qing zu verwaessern. Ich habe von Anfang an gesagt, dass es keine Tatsache ist und nur ein beilaeufiger Vermerk.

P.S. ich habe in keinen einzigen Satz erwaehnt, dass ich persoenlich dieses Geruecht glaube. Es war aber der Volksmund.
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Huangming

Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Huangming »

"Das aendert nichts an der Tatsache das die Han Kultur oder genauer zutreffend die vorherige Kultur dominant und nicht auszuloeschen war, ja sogar die eigene irgendwann assimilierte. I"

ich würde eher sagen, dass es eine beideseitige Assimlierung gab.Mandschu wurden von der chinesischen Kultur beeinflusst, während Han-Chinesen umgekehrt auch von der Mandschu Kultur beeinflusst wurden.Die Zopftracht habe ich bereits erwähnt.Dann war noch das Gesetz der Qing, dass die han-chinesischen Männer mandschurische Kleidungen zu tragen hatten.Magua (马褂) zum Beispiel, die viele Europäer für traditonell chinesische Kleidung halten, stammt von den Mandschuren.Die Mandschu haben ihre nomadisch geprägten Kleidungen bei den Han-Chinesen mit Gewalt durchgesetzt.Auch Qipao war eine veränderte Version der mandschurischen Kleidungen.
Han-Chinesen bestatteten ihre Toten in der Qing-Dynastie mit traditonell han-chinesischen Kledinungen.Das Motto dahinter: man soll nach dem Tod endlich das tragen, was man im Leben nicht darf.
Auch die nordchinesische Sprache wurde stark von der Mandschu Sprache beeinflusst. Aber das ist eine andere Geschichte.


"das war Wu San Gui. Der aber rebellierte und startete nach nur einpaar Jahren eine Revolution gegen die Qing. "

Wu Sangui, der die Elite-Truppe der Ming (Guanning-Armee) 关宁军) befehligte, hat den Mandschu die chinesische Mauer geöffnet und ins Land gelassen.Wu gilt deshalb bis heute als der größte Volksverräter der Han.
Wu hat den Eroberungsfeldzug der Mandschu in China wesentlich erleichtert.Die Mandschu gaben ihm deshalb den Titel als König (wang) zur Belohnung und Wu herrschte dann als König Pingxi autonom über die Provinz Yunnan.Aber nachdem die Qing ganz China unterworfen hatten, versuchten sie, die Machtbefugnisse des Wu Sangui wieder abzuerkennen und ihn in die Mandschurei zu verbannen.Daraufhin rebellierte Wu gegen die Qing.
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Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Saiber »

Huangming hat geschrieben:ich würde eher sagen, dass es eine beideseitige Assimlierung gab.Mandschu wurden von der chinesischen Kultur beeinflusst, während Han-Chinesen umgekehrt auch von der Mandschu Kultur beeinflusst wurden.
Na da dann sind wir uns einig.
Selbst der Gruender der Ming Dynastie Zhuyuanzhang und erste Kaiser dieser Dynastie, hat nicht alles was mongolisch war verbannt. Viele Kultureinfluesse der Mongolen wurden bei den Ming uebernommen. Das ist nichts seltenes und das Motto "gutes behalten und schlechtes ueber Bord" war auch damals gaengig.
Die Zopftracht habe ich bereits erwähnt.Dann war noch das Gesetz der Qing, dass die han-chinesischen Männer mandschurische Kleidungen zu tragen hatten.
Hierzu kann ich sagen, dass spaetestens nach der Revolution, diese Zoepfe abkamen.
Magua (马褂) zum Beispiel, die viele Europäer für traditonell chinesische Kleidung halten, stammt von den Mandschuren. Die Mandschu haben ihre nomadisch geprägten Kleidungen bei den Han-Chinesen mit Gewalt durchgesetzt.
Keine Frage, sie ist sogar heute noch modisch und meine Frau und ich tragen sie zu vielen bestimmten Anlaessen. Auch denke ich, dass da nicht soviel Ueberzeugungsarbeit benoetigt war, diese Kleidung durchzusetzen. Sie wurde und wird nach der Qing Dynastie sogar heute noch getragen.
Wu gilt deshalb bis heute als der größte Volksverräter der Han.
Wu gilt auch als Beispiel fuer alle nachfolgenden Fuehrer Chinas, dass sowas nicht wieder vorkommen sollte, was in der Vergangenheit so oft passierte. Landesverrat. Heute ist sich jeder sicher, das ohne Wu Sanguis zutun und Oeffnung der Tore an eine der wichtigsten Verteidigungsstationen der Ming, die Ming Dynastie kaum zu bewaeltigen war. Die Manchu hatten sich an dieser Station aufgerieben. Wu Sangui ist der Inbegriff des Verrats und deshalb auch die Hervorhebung eine der Prinzipien von Drei die Sun Yatsen fuer China verabschiedet hatte: "Nationalismus"
Wu hat den Erberungsfeldzug der Mandschu in China wesentlich erleichtert.Die Mandschu gaben ihm deshalb den Titel als König (wang) zur Belohnung.Aber nachdem die Qing ganz China unterworfen hatten, versuchten sie, den Königstitel des Wu Sangui wieder abzuerkennen.Daraufhin rebellierte Wu gegen die Qing.
Aber hier stimmt die Regelmaessigkeit nicht. Sie wollten ihn den Titel nicht so einfach aberkennen sondern da war noch eine Vorgeschichte dazu.

Wu Sangui bekam den Titel und die Herrschaft ueber fast den gesamten Sueden Chinas. Er war sozusagen schon so maechtig wie ein Kaiser unter dem Qing Kaiser. Das war sein vorher abgesprochener Lohn fuer die Oeffnung der Mauer und seinen Verrat. Jedoch war Wu Sangui schon da viel maechtiger als es den Manchuren bewusst war. Insbesondere weil er noch seine damalige Ming Truppen und Armee besass. Kangxi war ein sehr junger Herrscher ueber die Junge Qing Dynastie. Er selber bekam 4 Lehrer und Mentor vorgesetzt die ihn auf seinen Weg zum Thron verhelfen und vorbereiten sollen. Einer von ihnen war auch Wu Bai, der hoechste General der Qing Armee. Dieser aber schaffte einen Staat im Staat um ihn und nutzte den jungen Kaiser aus um seine politischen Ziele zu erreichen, naemlich sehr viel Macht und Einfluss zu sammeln wenn nicht schon den Thron. Zu dieser Zeit hat Wu Sangui gewusst dass seine Tage gezaehlt sind und er hat sich darauf vorbereitet. Als aber Kangxi es geschafft hatte Wubai zu baendigen und unter Hausarrest zu stellen, war Wu Sangui mittlereweile schon fast so erstarkt, dass er eine vernichtende Armee nach Norden schicken konnte (was er womoeglich eh von Anfang an schon geplant hatte). Kangxi kam ihn zuvor und vernichtete Wu Sanguis Armee aber nicht ohne erhebliche Verluste. Deshalb hatte er auch die Rebellen der letzten Ming Loyalisten auf Taiwan Zugestaendnisse gemacht und auch ihnen Titel und Land angeboten, die sie auch annahmen, weil er nicht mehr die Mittel hatte auch Taiwan militaerisch zu erobern.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Grufti »

Saiber hat geschrieben: Deshalb hatte er auch die Rebellen der letzten Ming Loyalisten auf Taiwan Zugestaendnisse gemacht und auch ihnen Titel und Land angeboten, die sie auch annahmen, weil er nicht mehr die Mittel hatte auch Taiwan militaerisch zu erobern.

Wenn Du auch nur ansatzweise meinen täglichen Thread 臺灣歷史上的今天 / Der heutige Tag in der Geschichte Taiwans überfliegen würdest, wären Dir sicher nicht entgangen, daß die letzten Ming-Loyalisten" von der Qing-Armee militärisch besiegt worden waren ...und sich nicht durch Zugeständnisse der Qing hatten zur Aufgabe bewegen lassen :
03.10.1683 der Kommandant der Mandschu Flotte, Admiral 施琅 Shi Lang erobert Taiwan, worauf der König von 東寧王國 Dongning (Tungning) 郑克塽 Zheng Keshuang kapituliert. Das Königreich Dongning wird als Teil der Provinz Fujian der Qing Dynastie untergeordnet

Bilder und Videos zu 東寧王國
Wikipedia 明鄭時期
Bilder und Videos zu 施琅
Bilder und Videos zu 郑克塽
http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... 20#p195620

Nein, ich wundere mich auch garnicht, daß hier wichtige chinesische Persönlichkeiten in die sehr interessante Diskussion eingebracht werden, ohne daß mal zumindest die chinesischen Zeichen der Namen hereingesetzt werden... :twisted: die soll sich der interessierte Leser, dem aber die ausschließlich die Pinyin-Umschrift bekannt ist, gefälligst selbst raussuchen..denn wir sind ja absolut in keinem Forum mit Bezug zu China....mal ganz zu schweigen von Links zu Bilder oder anderen relevanten Artikeln :evil:

Noch einmal auf die angeblich nichtmilitärische Aufgabe Taiwans durch seine Bewohner zurückzukommen:

Jegliche Macht hatte bisher die Übernahme der Herrschaft über die Insel Taiwan mit z.T.,massiven militärischen Mitteln durchfechten müssen..... Die Holländer und Spanier sind letztendlich durch Zheng Chenggong 郑成功 vertrieben worden... das Qing-Reich hatte nach der Übernahme der Macht über Taiwan so seine liebe Not "("每三年小反, 每五 年大乱") mit weit über 200 kleinen und größeren Aufständen/ Unruhen gegen die Qing..und unter den verschiedenen Volksgruppen selbst.... Der antijapanischer Widerstandskampf war nicht nur im 台湾民主国 1895, sondern bis in die 30iger Jahre des letzten Jahrhunderts ziemlich aktiv....und schließlich der 二 ° 二八 Aufstand 1947 gegen die Guomindang , der letztlich und endlich nur wegen der massiven logistischen Unterstützung durch die USA nicht mit einer Katastrophe für die GMD geendet ist。
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
Huangming

Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Huangming »

Selbst der Gruender der Ming Dynastie Zhuyuanzhang und erste Kaiser dieser Dynastie, hat nicht alles was mongolisch war verbannt.
Stimmt. Zhu hat viele Sachen aus dem Herrschaftswesen des mongolischen Staates übernommen.Aber gleichzeitig hat er auch versucht, mongolische Einflüsse in der chinesischen Kultur auszumerzen.Gleich in seinem ersten Jahr als Kaiser verbat er "barbarische Kleidungen, barbarische Sprachen und barbarische Nachnamen". Dann wurden Gesetze verarbschiedet, wonach Mongolen und Semu, die in China lebten, nicht unter ihren eigenen Volksangehörigen ehelichen durften.Jeder Semu oder Mongole, der dieses Gesetz missachte, musste laut Gesetz in die Sklaverei getrieben werden. Dadurch wurde die Assimilierung dieser Nicht-Han beschleunigt.

Wu Sangui bekam den Titel und die Herrschaft ueber fast den gesamten Sueden Chinas. Er war sozusagen schon so maechtig wie ein Kaiser unter dem Qing Kaiser. Das war sein vorher abgesprochener Lohn fuer die Oeffnung der Mauer und seinen Verrat. Jedoch war Wu Sangui schon da viel maechtiger als es den Manchuren bewusst war. Insbesondere weil er noch seine damalige Ming Truppen und Armee besass. Kangxi war ein sehr junger Herrscher ueber die Junge Qing Dynastie. Er selber bekam 4 Lehrer und Mentor vorgesetzt die ihn auf seinen Weg zum Thron verhelfen und vorbereiten sollen. Einer von ihnen war auch Wu Bai, der hoechste General der Qing Armee. Dieser aber schaffte einen Staat im Staat um ihn und nutzte den jungen Kaiser aus um seine politischen Ziele zu erreichen, naemlich sehr viel Macht und Einfluss zu sammeln wenn nicht schon den Thron. Zu dieser Zeit hat Wu Sangui gewusst dass seine Tage gezaehlt sind und er hat sich darauf vorbereitet. Als aber Kangxi es geschafft hatte Wubai zu baendigen und unter Hausarrest zu stellen, war Wu Sangui mittlereweile schon fast so erstarkt, dass er eine vernichtende Armee nach Norden schicken konnte (was er womoeglich eh von Anfang an schon geplant hatte). Kangxi kam ihn zuvor und vernichtete Wu Sanguis Armee aber nicht ohne erhebliche Verluste. Deshalb hatte er auch die Rebellen der letzten Ming Loyalisten auf Taiwan Zugestaendnisse gemacht und auch ihnen Titel und Land angeboten, die sie auch annahmen, weil er nicht mehr die Mittel hatte auch Taiwan militaerisch zu erobern.


Das ist so nicht ganz richtig.Denn Wu Sangui herrschte nur autonom über die Provinz Yunnan, aber nicht über den ganzen Süden Chinas.Aber neben Wu sangui gab es noch weitere zwei han-chinesische Fürsten, Shang Zhixin (尚之信) in der Provinz Guangdong, und Geng Jingzhong, der autonom über die Provinz Fujian herrschte.Das waren alles ehemalige Generäle der Ming, die sich den Qing ergeben haben und ihnen bei der Eroberung Chinas geholfen haben.
Und die Rebellion dieser drei han-chinesischen Fürsten des Qing Reiches brach erst aus, nachdem die Qing beschlossen hatten, die Autonomie dieser drei han-chinesischen Fürsten abzuschaffen und deren Armee aufzulösen.
Und was Taiwan angeht.Taiwan, damals das letzte Reich der Han-Chinesen, wurde nicht ohne Kämpfe von den Qing unterworfen.Die Han-Chinesen auf Taiwan haben sich den Qing erst ergeben, nachdem deren Flotte bei der Schlacht von Penghu 1683 von den Qing vernichtend geschlagen wurde.
Huangming

Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Huangming »

Keine Frage, sie ist sogar heute noch modisch und meine Frau und ich tragen sie zu vielen bestimmten Anlaessen. Auch denke ich, dass da nicht soviel Ueberzeugungsarbeit benoetigt war, diese Kleidung durchzusetzen. Sie wurde und wird nach der Qing Dynastie sogar heute noch getragen. .
Apropo Mode.Seit einigen Jahren ist es auf dem chinesischen Festland Mode geworden, die traditionellen han-chinesischen Kleidungen zu tragen.Es gibt viele junge Chinesen, die die traditionellen han-chinesischen Kleidungen, die von den Mandschu verboten wurden, wieder einführen wollen.
sieh: http://en.wikipedia.org/wiki/Hanfu_movement
http://en.wikipedia.org/wiki/Han_Chinese_clothing
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Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Saiber »

Huangming hat geschrieben:Die Han-Chinesen auf Taiwan haben sich den Qing erst ergeben, nachdem deren Flotte bei der Schlacht von Penghu 1683 von den Qing vernichtend geschlagen wurde."
Grufti hat geschrieben:Wenn Du auch nur ansatzweise meinen täglichen Thread 臺灣歷史上的今天 / Der heutige Tag in der Geschichte Taiwans überfliegen würdest, wären Dir sicher nicht entgangen, daß die letzten Ming-Loyalisten" von der Qing-Armee militärisch besiegt worden waren ...und sich nicht durch Zugeständnisse der Qing hatten zur Aufgabe bewegen lassen :"
Ich revidiere meine Aussage, denn ich habe den Faktor der Kaempfe mit den Qing nicht viel Gewicht beigemessen, was natuerlich ein Fehler ist. Ich mag mich entsinnen, dass ich damals in einer Chronik ueber "Die Letzten Ming" mal gelesen habe, dass der Zheng Familie Titel und Land angeboten worden ist, damit sie aufgeben und sich der Qing Herrschaft fuegen. Die Nachkommen von Zheng Chenggong waren sich zerstritten und konnten sich nicht auf einer gemeinsamen Linie einigen. Das erleichterte die Invasion der Qing, aber letzendes um Taiwan dann zu befrieden mussten die Anfuehrer gefuegig gemacht werden. Es ist aber richtig dass sie trotzalldem militaerisch an die Wand gedraengt wurden. Mein Fehler.
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Re: 100. Jahrestag der Chinesischen Nation

Beitrag von Saiber »

Und die Rebellion dieser drei han-chinesischen Fürsten des Qing Reiches brach erst aus, nachdem die Qing beschlossen hatten, die Autonomie dieser drei han-chinesischen Fürsten abzuschaffen und deren Armee aufzulösen.
Welche Gruende vorhanden waren, um diese Machtstellungen der Han-chinesischen Fuersten zu eliminieren, ist natuerlich immer eine Sache der Intepretation in der Geschichtsschreibung. Fakt ist dass diesen Fuersten fuer ihre Loyalitaet ihre Machtbereiche zugesprochen worden sind. Danach hat man es sich anders ueberlegt, und Gruende dafuer muessten in der Moeglichkeit und Absicht der Fuersten zu suchen sein, eine Rebellion gegen die Qing zu starten. Das ist wahrscheinlicher, da die Qing zu der Zeit mehrere Probleme hatten das Reich zu halten und es unsinnig gewesen waere unnoetig eine grossangelegte Offensive gegen die maechtigen Armeen im Sueden zu starten. Sie mussten dazu gezwungen worden sein.

Die Frage, ob jetzt diese Han-Fuersten erst rebelliert haben weil sie sich um ihren Lohn betrogen fuehlten, indem Kangxi ihre Macht nahm oder Kangxi erst damit begann ihre Macht zu nehmen, weil diese Fuersten in Vorbereitung einer Rebellion waren und es frueher oder spaeter zu einem Clinch kommt, ist wie eine Huhn und Ei Geschichte. Was kam zuerst?
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