Entsednung nach China / Steuern

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dreamingof8a
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Entsednung nach China / Steuern

Beitrag von dreamingof8a »

Guten Morgen,

Ich bin etwas verwirrt durch die vielen Aussagen, die man so liest, und habe eine Frage zum Thema Entsendung/Steuern in China:

Folgende Situationen:

1)
Entsendung nach China vom 1.7.2011 bis 31.7.2012
Behalte dt. Arbeitsvertrag, bin bei der dt. Firma angestellt, Gehalt wird in D gezahlt
In 2011: 184 Tage in China
In 2012: >200 Tage in China

2)
Entsendung nach China vom 1.7.2011 bis 30.6.2012
Behalte dt. Arbeitsvertrag, bin bei der dt. Firma angestellt, Gehalt wird in D gezahlt
In 2011: 184 Tage in China
In 2012: 181 Tage in China

Wie zahle ich in den beiden Szenarien nun Steuern? Für die 13 Monate nur in China auf mein kompletes Gehalt (welches ich ja weiterhin in D bekomme)? Oder womöglich gar für 2011 und 2012 in China auf mein gesamtes Gehalt?

Momentan denke ich sollte ich Variante 1) wählen. Gibt es sonstige Tipps, die lage zu verbesserrn? Man liest öfters, dass man sich einen Teil des Gehalts in China auszahlen lassen soll, und dann nur darauf Steuern in China zahlt. Keine Ahnung ob meine Firma da mitmacht, aber funktioniert das theoretisch wirklich so?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Grüße
Felix
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VielUnterwegs
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Re: Entsednung nach China / Steuern

Beitrag von VielUnterwegs »

Solange du deinen Arbeitsvertrag einfach weiter in Deutschland hast aendert sich steuerlich erstmal gar nichts. Wenn dir dein Arbeitgeber noch einen Vertrag in China gibt und ueber den einen Teil des Gehalts auszahlt wird auf dieses Gehalt nur die CN Einkommensteuer faellig. Die Realabgaben sind dann unter'm Strich deutlich geringer als in Deutschland. Laesst du dir z.b. 20.000RMB im Monat in CN auszahlen sind die effektiven Abgaben um die 10%. Laesst du dir alles in CN auszahlen musst du die Kohle aber auch erstmal wieder zurueck nach DE schaffen, dich alternativ versichern, Rente frewillig zahlen oder nicht, Anwartschaft in der KK, usw. Wenn du dann noch Kaptilaeinkuenfte hast, dann sinken die Freibetraege sobald du dich in DE komplett abmeldest. Ich finde das lohnt sich alles gar nicht und wuerde einfach alles in DE so lassen wie es ist und mit dem AG einen Bonus fuer den Aufenthalt im Ausland aushandeln. Z.B. koennte man dir in DE ganz einfach 90 Tagessaetze Reisekosten steuerfrei auszahlen, was ja auch schonmal 5.000€ waeren.

In DE mit einer Art "Minimalgehalt" aktiv bleiben um alle Versicherungen usw. zu halten und dann in China bei minimalen Abgaben ordentlich auszahlen lassen faende ich auch moralisch sehr bedenklich und ich denke das bekommt man legal kaum hingedreht.
dreamingof8a
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Re: Entsednung nach China / Steuern

Beitrag von dreamingof8a »

Danke für die Antwort.
Dann ist also folgende Aussage eines Kollegen demnach so nicht richtig?

"Per Entsendung ist super. Da bist du nämlich schon in D. von der Steuer befreit. Musst also nicht erst in D. zahlen, dann in China und dann in D. zurückverlangen (wie bei mir der Fall).
Nein, ganz einfach. Du zahlst die Steuern am Jahresende bzw. nächsten Jahresanfang dann an China und du kriegst einen Schriebs für das D. Finanzamt. Die Kontaktdaten kann ich dir dann geben. Der Mann spricht auch ganz gut deutsch."

Oder werfe ich hier eventuell Dinge durcheinander, nämlich dass ich bei Entsendung meinen dt. Arbeitsvertrag gar nicht behalte? Ich habe imme rgedacht, das wäre genau der Sinn einer Entsendung, nämlich den deutschen Vertrag (plus zusatzvereinbarung) zu behalten ...
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VielUnterwegs
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Re: Entsednung nach China / Steuern

Beitrag von VielUnterwegs »

Ich kenne Leute die ihren DE Vertrag behalten haben, da gab es dann eben eine Zusatzvereinbarung mit evtl. einem Reisekostenbonus und so Sachen oder ohne Vertrag dann vor Ort noch ein kleines Extrasalaer. Jemanden der seinen Vertrag in DE ungeaendert behalten hat, die Steuern dann aber in CN gezahlt, ist mir unbekannt. Wenn du die Versicherungen in DE behaeltst und eben nur die Einkommenssteuer in China zahlen willst, dann musst du auch bedenken, dass die Saetze in China nicht so viel besser sind und auch zuegig mit dem Gehalt steigen. Kaum ein Chinese der 40.000RMB/Monat reinholt verdient diese auch auf dem Papier... ;-) Darauf wuerde ich mich aber als Expat nicht einlassen.
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