Frage zu Lebensweg

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maylin
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Re: Frage zu Lebensweg

Beitrag von maylin »

JeKa hat geschrieben: Eine Sekte war es keinesfalls, da würde meine Mutter auch nie mitmachen. Und, dass nicht jeder aufgenommen wird und es summa sumarum eine sehr kleine Gemeinschaft war, spricht nicht für eine Sekte, denn Sekten sind meist auf Geld aus und wollen so viel doofe Leute wie möglich. Was auch nicht für eine Sekte spricht ist, dass man irgendwann automatisch gehen musste wenn man eine bestimmte Stufe erreicht hatte. Und, dass man jederzeit selbst gehen konnte, dann aber nicht mehr kommen dufte. Sekten wollen ihre treudoofen Mitglieder mit aller Macht an sich binden.
Sei mir nicht böse.. aber deine Ausführungen / Erinnerungen klingen für mich (als leider ehemaliges Sekten-Kind) sehr stark nach Sekte.. Und dass man in einer Sekte schneller reinrutscht als man "hä?"-sagen kann ist auch allgemein bekannt.

Die Art wie du über diesen "Meister" schreibst bzw ihn verteidigst und über die Gemeinschaft an sich, deine Abneigung auch nur in erwähnung zu ziehen dass es eine Sekte sein könnte, klingt auch ein wenig nach Gehirnwäsche..

Und der Umstand, dass dein leiblicher Vater verschwiegen wird... ebenso wie alles andere zu der "Gemeinschaft"... naja... lässt raum für Spekulationen offen.

Es gibt viele Sekten, die nur im kleinen Kreise agieren, damit sie nicht auffallen, bzw. damit die Kontrolle über die Mitglieder für eine Person überhaupt machbar ist. Und nicht jede Sekte zielt auf Geld ab, einige (meist mit einem Gottheits-Komplex) wollen einfach die Macht über andere Menschen spüren und, seien wir ehrlich, die Arbeitskraft der Menschen kann auch schon viel ausmachen. Da gibts einige die den Garten pflegen, andere ziehen die Kinder gross, wieder andere kümmern sich um das Essen, den Haushalt etc.. da hat man ausgesorgt.

Versteh mich nicht falsch.. Ich kenne das Gefühl, wenig Erinnerungen an früher zu haben und sein zu Hause zu suchen und sich nach diesem zu sehnen... Lass dir aber gesagt sein, du findest es nicht in dieser "Gemeinschaft", sondern nur in dir. Aber dass du um dorthin zu gelangen viel erfahren musst und viel neues erleben musst ist klar. Sei dir nur der Gefahren bewusst.

Ich kann mich in vielem (auch als selbst Betroffene) ingo anschliessen.. Neugier ist in vielen Fällen gut, kann aber gerade wenns um Sekten geht fatal sein.
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JeKa
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Re: Frage zu Lebensweg

Beitrag von JeKa »

Ich bin dir keinesfalls böse, du wirst mir deine Erfahrungen als "ehemaliges Sektenkind" nicht zum Spaß erzählen. Nur, wie ich bereits sagte, kann ich mich auf Grund der wenigen Infos, nicht auf irgendwas festlegen. Das heißt nicht, dass es deswegen keine Sekte gewesen sein kann, doch wenn man typische Sekten Eigenachaften betrachtet, sind es bisher nicht wirklich gravierende Gemeinsamkeiten, woraus man unverzüglich auf eine Sekte schließen würde.

Die Sache mit der Sekte wurde nun schon mehrmals angesprochen, ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Schonmal in Betracht gezogen dass mein Vater auch tod sein könnte oder meine Mutter betrogen hatte und sie deswegen nichts erzählt? Aber wenn mans genug dreht und wendet, kann ihn auch die vermeintliche Sekte getötet haben und meine Mutter ist mit mir nach Deutschland geflüchtet. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt, besonders bei so wenigen Anhaltspunkten kann man sich sehr schöne mögliche Geschichten dazu ausdenken.

Das Problem, alles wird irgendwie plausibel klingen, denn je weniger Anhaltspunkte, desto mehr kann man die Gedanken spielen lassen. Deshalb orientiere ich mich momentan nur an den Tatsachen, so lange ich nichts eindeutigeres hab. Naja, ich bin ja nun immerhin schon ein Stück weiter gekommen, lange dauern kanns also nicht mehr.
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maylin
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Re: Frage zu Lebensweg

Beitrag von maylin »

Dann wünsche ich dir viel Erfolg bei deiner Suche nach deinem Vater, deiner Herkunft, deinem zu Hause und schliesslich nach dir selbst.
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Bernhard
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Re: Frage zu Lebensweg

Beitrag von Bernhard »

mir ist noch eingefallen... es hätte ein Ashram oder Dojo sein können. Sie gruppieren sich wohl oft um einen Meister und sind, glaube ich, Teil der indischen bzw. japanischen Kultur (und auch vieler anderer asiatischer Kulturen). Man kann sie nicht durchweg als "Sekten" bezeichnen.

Dagegen spricht allerdings, dass in dieser besagten Gemeinschaft nicht irgendwelche religiöse Praktiken oder Übungen im Vordergrund standen. Schwierig....
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Laogai
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Beitrag von Laogai »

JeKa hat geschrieben:Meine Güte vieleicht war ich da auch 4 ^^ das genaue Alter kann ich nach der Zeit schlecht einschätzen. Die Erinnerungen stimmen, das ist für mich persönlich relevanter ob ich da nun 3, 4, oder 27 war.
Großes dickes Sorry, dass ich mich nach mehr als 15 Jahren nicht mehr allzu genau an jedes kleine Detail erinnern kann.
Ganz im Gegenteil, dein Erinnerungsvermögen ist nahezu phantastisch! Nur mal dies erneut als Beispiel:
JeKa hat geschrieben:Alles war sehr traditionell, die Weisheiten waren sehr alt und der Lehrmeister war ein wirklich weiser Mann. Also keinesfalls Marke selbst ernannter Meister.
"Normale" Kinder können nicht einschätzen, ob etwas sehr traditionell ist, Weisheiten sehr alt sind oder jemand ein wirklich weiser Mann ist.

Ich glaube jedoch eher, du dichtest deinen verschwommenen Erinnerungen sehr viel hinzu.
happyfuture hat geschrieben:Interessant, was Dein Anliegen bei laogai auslöst! :P
Was mein Einwurf bei JeKa ausgelöst hat...
JeKa hat geschrieben:Vielleicht war ich ein Außerirdisches Kind mit geistigen Superkräften und das war ein gentechnisches Labor wo man mir menschliche DNA eingepflanzt hat.
... finde ich viel interessanter :wink:
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Wo war ich?

Beitrag von Laogai »

Bernhard hat geschrieben:mir ist noch eingefallen... es hätte ein Ashram oder Dojo sein können.
Dojo eher nicht, denn dort wird Kampfsport unterrichtet. Ein Ashram ist auch meine Vermutung, daher mein Hinweis auf die Goa-Connection. Passt zu der Zeit (vor etwa 18 Jahren) und zur Beschreibung ("Bananenstauden, Palmen und ähnlichem Dschungelgewächs").
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Re: Frage zu Lebensweg

Beitrag von Linnea »

JeKa hat geschrieben:Schonmal in Betracht gezogen dass mein Vater auch tod sein könnte oder meine Mutter betrogen hatte und sie deswegen nichts erzählt?
Dein leiblicher Vater steht möglicherweise trotzdem auf deiner Geburtsurkunde. Du bist volljährig und bekommst diese deshalb auch problemlos ohne das Einverständnis deiner Mutter. Das gilt auch für Fragen nach seinem Aufenthaltsort. Das Umgangsrecht mag verstrichen sein, dafür bist du jetzt schon zu alt, das Erbrecht bleibt als leibliche Tochter bestehen.

Hast du mal versucht deine Mutter zu provozieren? Ok, das ist nicht so nett, aber vielleicht hilfreich. Dem eigenen Kind keine Hinweise über sein Großwerden zu geben, finde ich aber auch nicht nett...
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Re: I don't remember, I don't recall

Beitrag von happyfuture »

laogai hat geschrieben:
happyfuture hat geschrieben:Interessant, was Dein Anliegen bei laogai auslöst! :P
Was mein Einwurf bei JeKa ausgelöst hat...
JeKa hat geschrieben:Vielleicht war ich ein Außerirdisches Kind mit geistigen Superkräften und das war ein gentechnisches Labor wo man mir menschliche DNA eingepflanzt hat.
... finde ich viel interessanter :wink:
Ich habe zwar den "Hampelmann" dahinter gesetzt, jedoch finde ich es in der Tat höchst interessant, wie der Dialog zwischen Euch beiden stattfindet! In beiden kann ich (huch, was es wohl bei mir auslöst) "Nachrichten" erkennen. :wink:
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JeKa
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Re: Frage zu Lebensweg

Beitrag von JeKa »

Ich muss/möchte das Thema nochmal ausgraben, denn es hat sich was dazu ergeben:

Und zwar hatte ich ja gesagt, es wäre sicher kein Kloster gewesen. Beim Zappen im Fernsehen war ein Bildausschnitt von einem thailändischen Kloster, also von innen. Die Gruppe an Schülern, die gerade beisammen saß und gemeinsam einem Meister oder Lehrer lauschten, war von der Art her ähnlich. Auch das mit der Umgebung könnte in die richtige Richtung gehen.

Das Kloster war zwar mitten in der Stadt, doch hinter den Mauern des Klosters war alles grün und dicht bewachsen, als wäre man mitten in der Natur (also in diesem TV Ausschnitt) und das erinnerte mich an die Ähnlichkeit zu dem, was ich beschrieben hatte. Dass es in solchen Klöstern so aussehen kann, wusste ich nicht, als ich sagte, es wäre mit Sicherheit kein Kloster, wonach ich suche.

Nunja, leider trugen die Bewohner des Klosters in diesem TV Ausschnitt orange farbene Kleidung, also kanns das Kloster nicht gewesen sein. Aber durch diese nun gewonnenen Einblicke, denke ich nun schon, dass es ein Kloster gewesen sein könnte. Das würde die Suche vielleicht auch vereinfachen, oder gibt es viele Klöster in China/Japan/Thailand, wo dunkle Kleidung getragen wird? Naja, vielleicht helfen die neu gewonnenen Erkentnisse ja jemand von euch und es fällt irgendwem was dazu ein.


Ich wühle mich nun auch erstmal wieder durchs Internet, ob ich was annäherndes finde. Gute Nacht euch!
Andy_yi
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Re: Frage zu Lebensweg

Beitrag von Andy_yi »

JeKa hat geschrieben:Das würde die Suche vielleicht auch vereinfachen, oder gibt es viele Klöster in China/Japan/Thailand, wo dunkle Kleidung getragen wird?
Ohne mich auszukennen, wahrscheinlich sogar hunderte. Zudem sich die Kleiderordnung über Jahre auch mal ändern kann. So kommst du auf keinen grünen Zweig.

Wenn dir keiner aus der Familie sagen kann was Sache ist, ist die Suche eher Hoffnungslos. Du hast eben nie einen Garant dafür, ob das Trüppchen auch das richtige ist. Und Trüppchen gibt es tausende.

Bist du schonmal den Vorschlag von Linnea oben nachgegangen? Da sscheint mir deutlich handfester zu sein.

Liebe Grüße
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