Die Freiheit im "Westen"

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VielUnterwegs
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von VielUnterwegs »

88--Guiyang--88 hat geschrieben: Es ist alles eine Frage des Geldes nicht nur in China - Siemens und Co. haben es ja gut vorgemacht - einfach mal an die eigene lange Nase fassen... Aber nein das sind ja die Grossen und nicht der kleine gemeine Buerger, da ist es ja nicht so schlimm....
Korruption auf hoeherer Ebene gibt es in Deutschland auch, sehr gut erkannt. Natuerlich ist der Schaden groesser wenn die Korruption auf hoeheren Ebenen stattfindet. Trotzdem findet in Deutschland weniger Korruption auf hoeherer Ebene statt als in China. Quelle? Quelle: http://www.transparency.de/Corruption-P ... 742.0.html" target="_blank" target="_blank Gluecklicherweise gibt es "im kleinen" in Deutschland fast keine Korruption mehr. In China schon.
Ich glaube du verstehst nicht den Unterschied zwischen Zensur und Ueberwachung, sorry dann hat sich eh jede weitere Diskussion erledigt.
1984 behandelt die Themen Propaganda, Zensur und Ueberwachung. Im Falle Chinas sieht es da bei allen 3 nicht gut aus. Aber dau da es detailliert haben willst... Wir analysieren nach Problemfeld getrennt: Propaganda - CCTV1 (uebelst) und alle anderen Sender (auch Zeitungen) sind komplett der staatlichen Medienlenkung unterworfen. Jaja, manchmal rutscht ein Beitrag durch in dem die Aussage kommt "Die Regierung ist nur 95% perfekt", da greift dann eben wer ein? Ganau, die: Zensur - Buecher werden verboten, Reden gekuerzt, Internetseiten gesperrt falls im Ausland oder Inhalte geloescht falls im Inland, SMS Nachrichten mit gewissen Inhalten gehen "verloren", etc.. Dies geschieht vollkommen willkuerlich aufgrund politischer und/oder Wirtschaftsinteressen. Ueberwachung - Es ist nur vernuenftig Anzunehmen, dass in China Handy, Telefon und Internet sehr grossflaechig ueberwacht werden. Z.b. werden Webseiten oder Skype Nachrichten auf ansteossige Begriffe durchsucht. Das durchsuchen ist Ueberwachen, das Loeschen Zensur. Nicht damit ich da wieder etwas verwechsle, haha. CCTV Kameras gibt es in den Staedten ueberall und diese sind nicht dezent in einer Ecke wie in Europa, sondern so, dass sie dir voll in's Gesicht zeigen wenn du die Rolltreppe verlaesst.
noch keinen Quai Schmiergeld bezahlt, nur weil es alle machen muss man nicht den Fehler machen sich da einzureihen und dann auf die korrupten Beamten schimpfen. Genau die Leute sind es auch meistens die dann in China scheitern und mit riesen Verlusten nach hause gehen und sagen alle "scheisse, korrupt und unfaehig in China"
Ich habe auch selber noch kein Schmiergeld bezahlt. Warum unterstellst du mir, dass ich das getan habe? Ich gruende auch keine Firmen, kann also keine Verluste machen.

Es wird ein Programm durchgezogen egal wer oder was du bist.
In Deutschland kann man freundlich mit den Beamten reden. Sofern moeglich werden in der Regel ausnahmen gemacht und es wird einem geholfen, sofern sich die Ausnahme sinnvoll begruenden laesst. Die Ausnahme (Abweichen von der Norm) wird zugelassen. Das ist die Freiheit des Individuums mein Freund!
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VielUnterwegs
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von VielUnterwegs »

robbe hat geschrieben:
88--Guiyang--88 hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben:Genau. Frag mal wie frei sich die Leute fuehlen deren Wohnung weggesprengt wurde weil da eine Strasse hin soll. Die koennen dir sicher ein Lied von der "Rechtssicherheit" in China singen. Hahahahaha...... Ach, oder mit den ganzen Leuten die ohne Gerichtsverfahren bei Re-Education Through Labour einfahren, oh ja, das wird naemlich einfach von der Polizei angeordert, ohne Verfahren. Und ja, genau so sieht es das chinesische Gesetz vor.

Schon mal etwas vom Tagebau in Deutschland gehoert? Ausserdem kenne ich persoenlich einige denen das Land "weggenommen" wurde - die haben dafuer schoene Neubauwohnungen bekommen die sie jetzt vermieten und den Rest ihres Lebens Daemchen drehen koennen... Sorry aber was du hier beschreibst sind die ueblichen Querulanten die es in jedem Land gibt, das der eine oder andere auch mal schlecht bei wegkommt wird sicherlich vorkommen aber das ist in China genau so wie in Europa.
Schon mal rechechiert wie eine Umsiedlung im jeweiligen Land abläuft?
Ja.
http://chinaview.wordpress.com/2008/08/ ... est-zones/" target="_blank
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Ich denke, ich dachte, ich lasse für mich denken...

Beitrag von Laogai »

VielUnterwegs hat geschrieben:
robbe hat geschrieben:Schon mal rechechiert wie eine Umsiedlung im jeweiligen Land abläuft?
Ja.
http://chinaview.wordpress.com/2008/08/ ... est-zones/" target="_blank
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Ich sehe was, was du nicht siehst

Beitrag von Laogai »

VielUnterwegs hat geschrieben:CCTV Kameras gibt es in den Staedten ueberall und diese sind nicht dezent in einer Ecke wie in Europa, sondern so, dass sie dir voll in's Gesicht zeigen wenn du die Rolltreppe verlaesst.
:lol: :lol: :lol:
Dafür vergebe ich 100 Naivitätspunkte. Kenne ich von meinem Sohn. Der hält sich nämlich auch die Augen zu und sagt "Du siehst mich nicht!"
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Re: Ich sehe was, was du nicht siehst

Beitrag von VielUnterwegs »

laogai hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben:
robbe hat geschrieben:Schon mal rechechiert wie eine Umsiedlung im jeweiligen Land abläuft?
Ja.
http://chinaview.wordpress.com/2008/08/ ... est-zones/" target="_blank" target="_blank
Für diese Recherche sollte man dir den Pulitzer-Preis verleihen!
Da es in diesem Thread Leute zu geben scheint eine Zwangsenteignung in China sei gleichzusetzen mit einer Zwangsenteignung in Deutschland hielt ich es nicht fuer verkehrt diesen Link zu posten.

laogai hat geschrieben:
VielUnterwegs hat geschrieben:CCTV Kameras gibt es in den Staedten ueberall und diese sind nicht dezent in einer Ecke wie in Europa, sondern so, dass sie dir voll in's Gesicht zeigen wenn du die Rolltreppe verlaesst.
:lol: :lol: :lol:
Dafür vergebe ich 100 Naivitätspunkte. Kenne ich von meinem Sohn. Der hält sich nämlich auch die Augen zu und sagt "Du siehst mich nicht!"
Dieser Punkt ist nicht so laecherlich wie du glaubst. Man will Ueberwachung aus guten Gruenden nicht. Eine der negativen (positiven? kommt wohl auf den Standpunkt an) Folgen von Ueberwachung ist, dass sich ueberwachte Menschen, bzw. Menschen die sich ueberwacht fuehlen, anders verhalten. Ich sage nicht das versteckte/kaschierte Kameras besser sind, aber sie sind weniger repressiv, da sich die Leute weniger ueberwacht fuehlen. Jedenfalls ist die Argumentation die, dass sich Leute anders verhalten wenn sie ueberwacht werden (bzw. sich ueberwacht fuehlen). Das Gross der Leute neigt zu "vorauseilendem Gehorsam", sprich: verhaelt sich so wie es der Ueberwacher vermutlich wuenscht. Eine Minderheit neigt dazu sich absichtlich entgegengesetzt zu den Wuenschen des Ueberwachers oder zumindest provozierend zu verhalten. Es ist egal zu welchem Typ man gehoert, man ist durch die Ueberwachung nicht man selbst und das ist ein schwerer Eingriff in die Persoehnlichkeit. Ich denke es ist klar, dass dieser Effekt staerker ist, wenn man dir Kameras mitten in's Gesicht haengt als irgendwo in eine Ecke. Wuenschenswert ist beides nicht, aber letzteres ist definitiv weniger invasiv. Achja, und bitte komm jetzt nicht mit "also ist heimliche Totalueberwachung kein Problem", denn das habe ich nicht gesagt. Unter'm Strich ist es egal ob hinter der Kamera jemand sitzt oder nicht. Der springende Punkt ist, dass sich die Leute ueberwacht fuehlen. Und dieser Effekt ist in China (Kamera haengt dir wirklich mehr oder weniger im Gesicht beim Verlassen der Rolltreppe) staerker.

Die Chinesische Regierung/Zensur/Propaganda nutzt diesen Effekt z.b. auch auf populaeren Webseiten. Das Internet ist wohl momentan der einzige Freiraum, nicht zuletzt dank VPN. Hier kann keiner eine Kamera hinhaengen, Streife fahren, oder aehnliches um Praesenz und "Ueberwachung" zu zeigen. Also tauchen regelmaessig auf populaeren Seiten diese zwei Comicpolizisten auf. So zeigt der grosse Bruder "Ich bin auch hier praesent". Bei einem Grossteil der Leute funktioniert das und wirkt der Vorstellung vom "rechtsfreien Raum Internet" entgegen, denn "die sind ja jetzt sogar schon da".
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von HK_Yan »

VielUnterwegs hat geschrieben:Korruption auf hoeherer Ebene gibt es in Deutschland auch, sehr gut erkannt. Natuerlich ist der Schaden groesser wenn die Korruption auf hoeheren Ebenen stattfindet.
Der Unterschied ist ob es einen persönlich betrifft und ob man damit täglich konfrontiert wird. Ich musste damals in Deutschland meinem Fahrlehrer keine Geschenke machen um schneller zur Prüfung zu kommen. Man muss auch keine EUR 10-20.000 für einen Job an der Uni zahlen. Auch muss man dem Zoll keine Geschenke machen damit die Waren zeitgerecht abgefertigt werden.

Das es bei der FIFA wie geschmiert läuft ist tragisch, es betrifft mich aber nicht persönlich.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von punisher2008 »

88--Guiyang--88 hat geschrieben: Komisch das was viele an der DDR so gestoert hat und sie als DIE Freiheit empfanden ist die Reisefreiheit, genau diese raubt Europa vielen Chinesen und nicht umgekehrt.
Du verwechselst hier wohl völlig unterschiedliche Situationen. Soweit ich weiß, verhinderte die DDR die Ausreise ihrer Bürger, nicht andere Länder die Einreise. Jeder der die Flucht in den Westen geschafft hat, konnte doch problemlos einen westdeutschen Pass bekommen und frei reisen, oder?
Europa raubt Chinesen Reisefreiheit? Wie soll man das verstehen? :shock: Nur weil nicht jeder Chinese ohne Visum nach Europa kommt? Ich habe noch nie gehört, dass es für Chinesen besonders schwierig ist, in einer Gruppe nach Europa zu reisen. Viele meiner Bekannten waren schon dort, und es wird anscheinend auch immer billiger und einfacher.
Wann warst du das letzte mal in einer größeren europäischen Stadt? Ich kann bestätigen, woran es zumindest in München ganz sicher nicht mangelt sind chinesische Touristen. Es werden von Jahr zu Jahr mehr. In Paris, Rom, London, Berlin, wird es wohl nicht anders aussehen. Wo kommen die nur alle her, wo Europa ihnen doch die Reisefreiheit "raubt"? :roll:
Als Deutscher hat man also absolute Reisefreiheit? Komisch, bei mir ist es nicht so. Wenn ich nach China will, muß ich ein Visum beantragen. Es kann jederzeit und ohne Begründung abgelehnt werden. Und wie leicht war es z.B. im Sommer 2008 als Tourist nach China zu kommen? Für viele war es unmöglich. Du tust so, als dürfte automatisch jeder Europäer nach China, während du jammerst, wie schwer es Chinesen in Europa haben. Außerdem, wieviele Chinesen gehen als Touristen nach Europa und bleiben dort illegal? Wieviele Europäer dagegen leben illegal in China? Ich wage zu behaupten nicht ein einziger. Viel Glück, wenn du hier mal versuchst, auch nur paar Tage nach Ablauf des Visums zu bleiben. Neben einer saftigen Geldstrafe hast du Glück, wenn du nicht für immer ausgewiesen wirst.
Und was ist wenn ich nach Nordkorea reisen will? Komme ich da als Europäer ohne weiteres rein? Also ich finde, Asien raubt mir schon ganz schön meine Reisefreiheit.
Das mit der Überwachung und mangelnden Freiheit in Deutschland glaube ich dir übrigens durchaus. "Frei" fühle ich mich da schon lange nicht, eigentlich seit ich erwachsen bin nicht mehr. Nur, ausgerechnet China als Land der Freiheit??? Eher nicht
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Grufti
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Grufti »

88--Guiyang--88 hat geschrieben:. Da ist mir die Ehrlichkeit Chinas 1000x lieber die offen sagen, dass sie Menschen die zum Sturz der Regierung aufrufen hinter Gitter schicken.
Dieses Argument wird allerhöchstwahrscheinlich in China aber auch immer nur gebetsmühlenhaft vorgebracht, um eine "Legalisierung" des Vorgehens gegen berechtigte Kritik zu garantieren.. Bist Du wirklich so blauäugig, daß Du alles glaubst, was die offiziellen Stellen in China vorbringen ?? Mit Sicherheit bist Du auf dem linken (chinesischem) Auge blind !

88--Guiyang--88 hat geschrieben:
Und der Chinesische Friedenspreis geht an den ehem. Vizepraesidenten Taiwans - das nenne ich einen echten Friedenspreis!
Der Inhalt dieses Videos ist äußerst mager, Du hast doch sicher einen Artikel auf Lager, wo die nähere Begründung und Hintergrund dieser Preisverleihung beleuchtet wird ???

ich gaube kaum, daß irgendein TV-Moderator in Festland-China solche Attacken auf eine öffentliche Persönlichkeit so unbeschadet überlebt hätte, wie 施主席 nach sein Spottlied auf seinen damailigen noch amtierenden Präsidenten
http://forum.chinaseite.de/ftopic2052.html und http://www.youtube.com/watch?v=BZHw2U5xH6U" target="_blank" target="_blank" target="_blank" target="_blank
88--Guiyang--88 hat geschrieben: Kann ich Dir nicht sagen, da musst du einen Chinesen fragen - ich bin ein Deutscher Deutscher (West)Urberliner seit etlichen Generationen :)
Also doch blauäugig ?!! :lol
Bernhard hat geschrieben:
robbe hat geschrieben: Lernt man als Chinese eigentlich in der Schule beleidigt zu sein, wenn das Land verbal angegriffen wird? Ernste Frage, interessiert mich wirklich. Beobachte oft so einen enormen Tatendrang, wenn es darum geht die Meinungen der chin. Regierung mit Stolz zu verteidigen.
Ich schätze mal, dass in der Schule sehr wohl auf "patriotische Erziehung" geachtet wird. Die sollte nach Beschluss der Regierung in Zukunft sogar noch verstärkt werden.
Das ist doch in den allermeisten Staaten dieser Erde so, nur uns Deutschen ist "Vaterlandsliebe" von den Alliierten nach dem verlorenen WWII gründlichst ausgetrieben worden, sodaß wir "Patriotismus" a priori als etwas Schlechtes empfinden....und teilweise den "Patriotismus " für eine anderen Staat an Stelle für das eigene Land ersetzen. Ein sehr gutes Beispiel ist der Thread-Eröffner! :D
88--Guiyang--88 hat geschrieben: Ausserdem werde ich hier nicht per Bewegungsprofil und Vorratsdatenspeicherung erfasst - muss aber dafuer einmal alle Jahre einen Kontrollbesuch eines Beamten hinnehmen. Auch kann ich (noch) anonym telefonieren. Insgesamt geht man hier in der Masse unter wohin gegen man in Deutschland bald komplett per RFID-Ausweis und Bundes-Trojaner seiner kompletten Privatsphaere beraubt wird.

Wenn die VR-Regierung das bei 1,3 Milliarden Menschen und der Größe des Landes technisch machen könnte, würde sie das ohne Weiteres tun. Ich bin mir sehr sicher, daß die Regierung der VR heftigst daran arbeitet, "Sicherheitsstandards" wie in Deutschland in die Tat umzusetzen.. allein schon, um sich selbst zu schützen !
Wieviele zig tausend Staatsbeamte und aktivoierte Patrioten arbeiten daran , die Internet-Kontrolle zu perfektionieren ?? Du hast sicher Belege dafür, daß die Internetüberwachung in Deutschland und im Rest der Welt noch um ein Vielfaches perfekter ist, als in China ! :wink:
88--Guiyang--88 hat geschrieben: Ausserdem kenne ich persoenlich einige denen das Land "weggenommen" wurde - die haben dafuer schoene Neubauwohnungen bekommen die sie jetzt vermieten und den Rest ihres Lebens Daemchen drehen koennen...
Gibt es wirklich soooviel Zuhälter...die in schönen Neubauwohnungen Dämchen drehen ?? :roll: :lol:
VielUnterwegs hat geschrieben:. CCTV Kameras gibt es in den Staedten ueberall und diese sind nicht dezent in einer Ecke wie in Europa, sondern so, dass sie dir voll in's Gesicht zeigen wenn du die Rolltreppe verlaesst.
"Dezent wie in Europa "??
Sicher nur, weil die Videokameras kleiner sind als in China ´( wo eh das meiste "größer" und "Besser" ist). :lol: Es gab in letzter Zeit genug Berichte über Überwachungskameras in U.Bahnen und auf öffentlichen Plätzen so z.B. in GB und auch in Deutschland.. Darüber welches Land mehr oder weniger CCTV Kameras braucht man wohl nicht mehr zu streiten ( ich hatte nicht gewußt, daß sich das Staatliche chinesische Fernsehen auch für kleinste Läden z.B selbst in der maltekischen Provinz interessiert :lol:
88--Guiyang--88 hat geschrieben: Ich und meine Frau haben bereits zwei Firmen in China gegruendet und noch keinen Quai Schmiergeld bezahlt, nur weil es alle machen muss man nicht den Fehler machen sich da einzureihen und dann auf die korrupten Beamten schimpfen. Genau die Leute sind es auch meistens die dann in China scheitern und mit riesen Verlusten nach hause gehen und sagen alle "scheisse, korrupt und unfaehig in China"
Unhöfling ! heißt das nicht " meine Frau und ich "??? :roll:

Ich besitze keinen "Quay", kann deshalb auch nicht damit nicht einmal Schmiergeld bezahlen :cry: :cry: Was soll ich denn auch mit dem Teil einer Hafenanlage ?? :lol:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von 88--Guiyang--88 »

Sorry, ihr schweift mir alle zu weit vom Thema ab woran ich ja auch schuld war - eigentlich ging es um den Herrn Assagne, der aus politischen Gruenden festgesetzt wird - das schlimme ist daran, dass es versucht wird zu verheimlichen und Herr Assagne ist kein Einzelfall in Europa. Auch diverse Banken/Institute beugen sich dem politischen Druck und das in der ach so freien und unabhaengigen Welt...

Die Doppelmoral Europas ist es die mich so anwidert, da wird mit allen Fingern auf China gezeigt wie ungerecht und menschenunwuerdig es doch dort zugeht und das schlimme ist Europa ist sogar noch einen ganzen Deut schlimmer, nicht nur, dass sie auf politischen Druck handeln sie versuchen es auch noch zu verschleiern - in China wird klar gesagt was Sache ist.

Was den Rest hier betrifft eruebrigen sich weitere Diskussionen, wer auf einem Auge Blind ist hat halt nicht die Moeglichkeit dreidimensional zu sehen und zu verstehen, ich behaupte nicht dass China die beste Regierungsform hat und hier die absolute Freiheit herrscht aber ihr solltet einmal ueberlegen wie frei ihr in Europa eigentlich wirklich seit, wie gesagt meine Frau und ich fuehlen uns in China freier als in Europa und viele Chinesen mit denen ich Kontakt habe haben auch eine sehr kritische Haltung gegenueber der "Westlichen Welt" aus Ueberzeugung und nicht aus Propaganda-Gruenden, denn diese Menschen die ich kenne lesen/hoeren/sehen durchaus westliche Medien und koennen differenzieren was Propaganda ist und was nicht (von Chinesischer und Westlicher Seite!).
Auch die die genuegend Geld haben koennen sich ums Verrecken nicht vorstellen unter europaeischer oder gar USA-Ueberwachung zu leben, denn dort muessten sie genau so oder gar noch mehr aufpassen was sie tun und sagen (Gerichtsurteil eines entlassenen Ingenieurs oder Terrorverdachtige nur mal als kleine Denkanstoesse - ach nein sind ja alles nur Einzelfaelle...).
Und wenn ich mir die Deutsche Justiz so angucke was dort geschachert, gelogen und betrogen wird wage ich sogar die Behauptung aufzustellen, dass China ein ehrlicheres Rechtssystem hat als Deutschland, auch in China gibt es sicherlich ungerechte Einzelfaelle aber im Verhaeltnis gesehen liegt da Deutschland und Europa mit grosser Sicherheit vorne.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Bernhard »

Was Herrn Assange anbelangt:
Es ist klar, dass das der britischen und amerikanischen Regierung ein "gefundenes Fressen" ist. Aber es gibt keinerlei Hinweise, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage gedrängt oder sonstwie manipuliert worden sind. Warum solche Behauptungen aufstellen? Wie war das nochmal mit dem Zweifel und dem Angeklagten?

Was deine Freunde unterscheiden können, weiß ich natürlich nicht. Was ich aber gemerkt habe, ist, dass viele Chinesen die westliche Welt nicht verstehen. Selbst manche von denen, die 40 Jahre und mehr in einem westlichen Land gelebt haben, verstehen nicht wirklich die Befindlichkeiten und die Mentalität von Westlern. Oder sie tun nur so, um einen Vorwand haben zu stänkern.

Wer von den Chinesen in der westlichen Welt leben will und wer nicht, weiß ich natürlich nicht; dennoch gibt es viele Chinesen, die auswandern wollen. Einfache Leute, die sich bessere Lebensbedingungen erhoffen. Und auch hohe Beamte lassen ihre Kinder im Ausland studieren und besorgen ihren Familienmitgliedern sogar ausländische Pässe. Warum, weiß ich natürlich nicht. Aber man kann seine Fantasie ja mal spielen lassen...

Ich will damit nicht sagen, dass der Westen auf jeden Fall besser ist; vielmehr verstehe ich die Chinesen nicht, die um jeden Preis in den Westen wollen. Jedoch scheint es hier doch nicht ganz so schlimm zu sein.

Was das Justizsystem anbelangt, so liegt in Europa meines Erachtens auch einiges im Argen, und in Amerika ist es schlimmer. Und zwar was da nicht alles "geschachert" wird, wie du es nennst. Irgendwelche "Deals" zwischen den Parteien, was mit Rechtsstaatlichkeit meiner Meinung nach nichts zu tun hat.
Ich habe zwar noch nie in China gelebt, aber von dem, was ich so mitkriege, möchte ich fragen: Glaubst du, sowas gibt es in China nicht?
Wenn man in China einen Führerschein kaufen kann, wenn man mit Geschenken an den Professor durch die Prüfung kommen kann (kann man, das haben mir Chinesen selbst erzählt!), dann kann mir keiner erzählen, dass man nicht auch vor Gericht "nachhelfen" kann.


In diesem Sinne: Genieße deine Freiheit in China. Niemand will sie dir nehmen. Aber ich weiß nicht, warum du uns so missionarisch klarmachen musst, dass wir hier weniger frei sind als du.
88--Guiyang--88
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von 88--Guiyang--88 »

Bernhard hat geschrieben:Was Herrn Assange anbelangt:
Es ist klar, dass das der britischen und amerikanischen Regierung ein "gefundenes Fressen" ist. Aber es gibt keinerlei Hinweise, geschweige denn Beweise, dass diese jungen Frauen von staatlicher oder geheimdienstlicher Seite zu einer Falschaussage gedrängt oder sonstwie manipuliert worden sind. Warum solche Behauptungen aufstellen? Wie war das nochmal mit dem Zweifel und dem Angeklagten.
Wenn Du etwas weiter gelesen haettest haettest du auch gelesen, dass es genau diese Anzeichen gibt, auch hat PayPal und ein weiterer z.B. schon zugegeben auf politischen Druck der USA gehandelt zu haben, nicht weil es eine rechtliche Grundlage gibt.
Und das mit dem im Zweifel fuer den Angeklagten haettest du auch tiefer lesen koennen, es ist leider eben nicht so dank europaeischem Haftbefehl der nach 9.11. wohl auch auf Druck der USA eingefuehrt wurde.
Ich bin kein Verschwoehrungstheorie-Fanatiker aber die Anzeichen und die vorher geplant und langsam eingefuehrten Methoden zur Ueberwachung und Mundtodmachung greifen immer mehr und mehr in Europa. Schweden war bewiesenermassen schon einmal in direkten Entfuehrungen in Sachen USA-Sicherheit taetig, soviel zur Freihet und Recht in Europa.

Und noch mal OT: Gerade CCTV1 - eine kleine Wohnsiedlung im Weg einer Strasse - seit 7 Jahren wird DISKUTIERT, sie wollen nicht weg und der Staat ist machtlos. Natuerlich ein Einzelfall nd es gibt auch andere Faelle aber bei manchen habe ich den Eindruck sie glauben in China wird mit allen und jedem kurzen Prozess gemacht weil er gegen etwas ist was die Regierung will.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Ting Budong »

88--Guiyang--88 hat geschrieben: Die Doppelmoral Europas ist es die mich so anwidert, da wird mit allen Fingern auf China gezeigt wie ungerecht und menschenunwuerdig es doch dort zugeht und das schlimme ist Europa ist sogar noch einen ganzen Deut schlimmer, nicht nur, dass sie auf politischen Druck handeln sie versuchen es auch noch zu verschleiern - in China wird klar gesagt was Sache ist.
China sagt gar nichts, China schweigt tot, zensiert und blockiert Informationen und unterdrückt jegliche offene Diskussion. Wieviel Raum bekommt Herr Assange in den westlichen Medien im Vergleich zu, sagen wir LiuXiaobo in den chinesischen Medien?
Oder man stelle sich vor irgendein Chinese hätte als geheim eingestufte Interna der chin. Regierung online gestellt. Wie würde wohl die ach so tolle freiheitsliebende und transparente Regierung der Volksrepublik darauf reagieren?
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von Bernhard »

Ich kann jetzt wirklich nicht viel schreiben, nur so viel:

Das mit Twitter und Paypal und was-weiß-ich-noch bestreite ich gar nicht. Was ich geschrieben habe, ist: Ich glaube nicht, dass hier Leute zu Falschaussagen getrieben werden.

Und geheime Dokumente veröffentlichen, ist immer eine Straftat gewesen und wird immer eine bleiben. Es ist vielleicht mutig von demjenigen, der sie trotzdem veröffentlicht. Aber unabhängig vom System wird jeder Staat da reagieren.

Ich meine nur: Warum musst du uns überreden, unfreier zu sein als du? Willst du uns motivieren, nach China auszuwandern? Oder nur dafür sorgen, dass wir uns ein bisschen schlechter fühlen? Niemand will dir deine Freiheit nehmen. Zumindest niemand im Westen.
88--Guiyang--88
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von 88--Guiyang--88 »

Bernhard hat geschrieben:Ich meine nur: Warum musst du uns überreden, unfreier zu sein als du? Willst du uns motivieren, nach China auszuwandern? Oder nur dafür sorgen, dass wir uns ein bisschen schlechter fühlen? Niemand will dir deine Freiheit nehmen. Zumindest niemand im Westen.
Weder noch - ich will nur dazu aufrufen etwas differenzierter die Welt zu betrachten denn ich glaube viele Europaeer machen es sich zu leicht mit ihrem Schwarz/Weiss denken.
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Re: Die Freiheit im "Westen"

Beitrag von HK_Yan »

Ting Budong hat geschrieben:Oder man stelle sich vor irgendein Chinese hätte als geheim eingestufte Interna der chin. Regierung online gestellt. Wie würde wohl die ach so tolle freiheitsliebende und transparente Regierung der Volksrepublik darauf reagieren?
10+ Jahre Haft in einem Prozess ohne Transparenz und ohne auf Gesetze zu achten.

Bei WikiLeaks wird es anders sein. Ich kann nicht so richtig sehen welche Gesetze WikiLeaks gebrochen haben soll. "Geheimnisverrat" kann eigentlich nur bei Beschäftigenden angewendet werden die damit zu tun oder Zugang dazu haben (ich möchte nicht der sein der die Daten WL übergeben hat). Das etwas Geheimes geheim bleibt ist schon Aufgabe des Staates der darauf aufpassen muss. Daher wird es bestimmt schwierig werden mit der Verurteilung.

In China ist das einfacher. Es wird einfach etwas im Nachhinein als 'geheim' erklärt und dann verurteilt, was ja auch einfach ist da Gerichte in China nach Staatswillen arbeiten und nicht nach Gesetzen.

Ein funktionierender Rechtsstaat wo man Gesetze anwenden kann und auch den Staat verklagen kann ist auch eine Form von Freiheit für mich.
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