Frage zur Heirat in Shanghai

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TaugeNix

Re: Frage zur Heirat in Shanghai

Beitrag von TaugeNix » 26.06.2010, 01:54

Ich für meinen Teil sehe es so: wer sich ausnutzen lässt, bzw. ausnutzt, hat es so gewollt. Es gehören immer zwei dazu, und wie man eine Beziehung/Ehe gestaltet, auf welchen Grundlagen, welche Gemeinsamkeiten vorhanden sind, sollte von niemanden (!) außer den Betreffenden beurteilt werden.
Ob die Leute damit glücklich sind, ist alleine deren Sache. Und geht niemanden (!!) etwas an, auch und erst recht keine übereifrigen Andys.

Einmal die Warnung ausgesprochen, die Leute vielleicht zum Nachdenken bewegen: kein Ding, jeder Erwachsene sollte in der Lage sein, sein Verhalten zu reflektieren, auch von sich aus.

Schon lustig: bei allen ist es immer der "verblendete" Westler, der auf die Honeytrap in China hereinfällt - nur bei sich selbst ist es natürlich gaaaaanz anders :lol: :lol: :lol:
Noch lustiger: zum Absicherungsverhalten der Damen kann ich nur sagen, dass Mädels/Frauen auch in Deutschland deutlich zutraulicher werden, wenn man(n) in Anzug und Krawatte und schickem Job daherkommt ;)

Gruß,
TaugeNix^bei dem es natürlich gaaaaaanz anders ist 8) :lol: :P

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Re: Frage zur Heirat in Shanghai

Beitrag von arrow » 26.06.2010, 02:56

andy hat geschrieben:
Dabei ist es so offensichtlich das die Konstellation weder Zufall noch Schicksal ist. Die Frau möchte ganz einfach einen Europäischen Man, mit dem Gedanken besser abgesichert zu sein, und begibt sich deshalb auf die Suche.
Das ist nun mal unser Schicksal, europäisch auszusehen...da kann man nix ändern. :lol:
Sicherlich drängt sich der Verdacht auf, dass eine chinesische Frau genau danach sucht, in der Hoffnung eine Absicherung für die Zukunft zu haben. Gerade bei geschiedenen Frauen mit Kind ist das häufig der Fall. Auch Frauen im reiferen Alter gehen oft diesen Weg...und auf Dating Portalen erst recht. Da liegt Andy nicht falsch.
Das liegt aber teilweise auch daran, dass diese Frauen nicht mehr sehr begehrt sind bei chin. Männern. Der europ. Mann ist da viel toleranter.
Wenn man schon auf solchen Seiten wildert, sollte man(n) in den ersten Wochen des Kennenlernens das Wort Heirat nicht in den Mund nehmen und auch Auskünfte über Einkommen, Haus, Auto usw. recht flach halten.
Am besten Mann sagt so wenig wie möglich.....oder besser gar nichts.....ach nee, ist auch blöd beim chat. :lol:
Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit dem Radius Null.... und das nennen sie ihren Standpunkt.

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Jondalar
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Re: Frage zur Heirat in Shanghai

Beitrag von Jondalar » 26.06.2010, 06:56


Das ist ja alles gut und schön - ich habe auch dazu geschrieben, dass sich mir "der Eindruck aufdrängt". Ich kenne Andy nicht, daher kann ich mir nicht erlauben "gewagte Thesen" auf zu stellen. Was ich sehe, ist, dass er hartnäckig dagegen wettert, das kann ich auch mit langjähriger Aktivität nicht nachvollziehen. Auch wenn man unterstellt, dass "er es nur gut meint", sehe ich das so wie TaugeNix: Einmal oder von mir aus zweimal gesagt, und dann sollte derjenige selber wissen, was er macht. So wie Andy das hier angeht ( ich hab auch schon andere, sehr gute Beiträge von ihm gelesen ) sieht es halt sehr militant aus. Ich mag jetzt nicht alles zitieren, aber der Grundtenor ist halt mal, dass er schreibt, dass "die chinesische Frau" ( ausser seiner natürlich :lol: ) nur scharf auf einen Europäer ist und sich im Endeffekt prostituiert um abgesichert zu sein. Das mag auch lange so gewesen sein und ist mit Sicherheit bei älteren Damen immer noch so, ganz sicher aber nicht in Blinkmarios Alter. Diese Beschreibungen würde ich auch so stehen lassen, wenn es sich um Damen aus der tiefsten Provinz handelt, die in totaler Armut leben und halt raus möchten, aber doch nicht bei einer studierten Dame aus Shanghai die einen guten Job hat. Gege hat das ein paar Beiträge vorher ganz gut formuliert, aber Andy ist halt strikt weiter am dagegen reden.

Falls es - wie ja oft in Foren - etwas schräg rüber gekommen ist, noch mal : Ich kenne Andy nicht und möchte ihm nicht auf die Füße treten, aber er wettert halt immer wieder dagegen. Blinkmario hat letztendlich selber geschrieben
Ok du hast mir deine Meinung mehr als deutlich gemacht. Du hast deine und ich meine, wäre auch langweilig wenn jeder der gleichen Meinung wäre. Wir werden sehen, mehr kann ich dazu nicht sagen entweder es klappt oder nicht. Und jetzt ist gut
Das wäre auch mein Empfinden dabei - mehr wollte ich damit nicht ausdrücken. Also nochmal nix für ungut, aber genug ist genug.

Grüße

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Re: Frage zur Heirat in Shanghai

Beitrag von belrain » 26.06.2010, 18:59

Jondalar hat geschrieben: Ich mag jetzt nicht alles zitieren, aber der Grundtenor ist halt mal, dass er schreibt, dass "die chinesische Frau" ( ausser seiner natürlich :lol: ) nur scharf auf einen Europäer ist und sich im Endeffekt prostituiert um abgesichert zu sein. Das mag auch lange so gewesen sein und ist mit Sicherheit bei älteren Damen immer noch so, ganz sicher aber nicht in Blinkmarios Alter. Diese Beschreibungen würde ich auch so stehen lassen, wenn es sich um Damen aus der tiefsten Provinz handelt, die in totaler Armut leben und halt raus möchten, aber doch nicht bei einer studierten Dame aus Shanghai die einen guten Job hat.

Sorry, ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Studium und Job (in China) haben nichts damit zu tun das sich jemand auf anderem Wege finanziell verbessern möchte. Man darf nicht vergessen, zwischen chinesischen Gehältern und deutschen Gehältern liegt auch heute noch der Faktor 10 (so ungefähr) - schrumpft gerade wegen Kursverfall des Euro. Und auch junge Frauen sind auch heute noch auf der Suche nach einer schnellen Verbesserung - Shanghainesinnen sagt man das extrem nach (auch unter Chinesen).

Was aber nicht heisst, das jene Dame es nur auf Geld abgesehen haben muss.
Das Leben ist schön

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Re: Frage zur Heirat in Shanghai

Beitrag von andy » 26.06.2010, 19:38

Ich mag jetzt nicht alles zitieren, aber der Grundtenor ist halt mal, dass er schreibt, dass "die chinesische Frau" ( ausser seiner natürlich :lol: ) nur scharf auf einen Europäer ist und sich im Endeffekt prostituiert um abgesichert zu sein.
Das habe ich weder geschrieben noch gemeint.
Ich meine speziell Frauen damit, welche sich im Internet auf die Suche nach Europäischen Männern begeben. Das sind keine Frauen die sich nur so für Europäische Männer interessieren, sondern hier spielt die Absicherung wohl die größte Rolle. Das ist auch nicht verwunderlich, denn für (immer noch) viele Chinesen dient die Ehe und die Familie sowohl als Absicherung, als auch die Kinder zur Altervorsorge ( kein Vorwurf, aber eben Realität ) . Deshalb werden viele Ehen in China geschlossen, die nicht auf Liebe basieren ( Ich erinnere mal hier an die Liebesmärkte wo Eltern Steckbriefe Ihrer Kinder aushängen ). Dass die Frau Absicherung im Gegenzug zur nächtlichen Verfügnis bekommt ist natürlich Sarkasmus, auch wenn es drastisch gesehen ebenso zutrifft in jener Konstellation ( auch wenn du das vll. nicht hören möchtest :wink: ).

Ich bin ja in 3 Monaten wieder in China.
Dann kann ich wieder die Herren im rentenfähigen Alter sehen, welche dort mit ihren 20 Jährigen Freundinnen in der Walkingstreet stolzieren :roll:. Oder im Konsulat, wo die Herren dann die Papiere für ihre Frau/Freundin unterzeichnen ( und noch gerade so den Stift halten können ).
Wahre liebe....
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Re: Frage zur Heirat in Shanghai

Beitrag von aquadraht » 26.06.2010, 20:34

andy hat geschrieben:
Ich mag jetzt nicht alles zitieren, aber der Grundtenor ist halt mal, dass er schreibt, dass "die chinesische Frau" ( ausser seiner natürlich :lol: ) nur scharf auf einen Europäer ist und sich im Endeffekt prostituiert um abgesichert zu sein.
Das habe ich weder geschrieben noch gemeint.
Ich meine speziell Frauen damit, welche sich im Internet auf die Suche nach Europäischen Männern begeben. Das sind keine Frauen die sich nur so für Europäische Männer interessieren, sondern hier spielt die Absicherung wohl die größte Rolle...
Ich bin ja in 3 Monaten wieder in China.
Dann kann ich wieder die Herren im rentenfähigen Alter sehen, welche dort mit ihren 20 Jährigen Freundinnen in der Walkingstreet stolzieren :roll:. Oder im Konsulat, wo die Herren dann die Papiere für ihre Frau/Freundin unterzeichnen ( und noch gerade so den Stift halten können ).
Wahre liebe....
Erst mal: ja und? Meinst Du, die alten Männer, die so was nötig zu haben meinen, wären sich nicht im Klaren darüber, dass es nicht ihr umwerfender männlicher Charme ist, der die jungen Frauen an ihre Seite bringt? Bzw. wenn sie sich so etwas einbilden, dass es Deiner selbstlosen Aufklärung nicht bedarf? Und behauptest Du etwa, die hätten sich übers Internet kennengelernt?

Nach dem letzten Weltkrieg haben viele deutsche junge Frauen GIs geheiratet, übrigens auch zwei meiner Cousinen. Die wollten zwar einerseits raus aus Deutschland, wobei auch ein paar innerfamiliäre Sachen mitspielten, aber es wäre primitiv zu behaupten, sie hätten nur wegen des Geldes und der dicken Autos weggeheiratet. Und klar fanden die Amerika toll und die Yanks cool, und im Hinterkopf mag der damals noch nicht unerhebliche Wohlstandsunterschied eine Rolle gespielt haben. Deshalb waren sie keine Nutten und ihre Partner keine Frauenkäufer. So hört es sich bei Dir aber an, wenn Du über junge oder auch etwas ältere Chinesinnen urteilst, die einen europäischen Partner suchen.

Nochmal: für ältere, schon einmal geschiedene Chinesinnen, womöglich noch mit Kind, ist es möglicherweise einfacher, jedenfalls wenn sie eine Fremdsprache beherrschen, einen europäischen, amerikanischen oder australischen Partner zu finden, mit dem sie ohne gegenseitige Vorurteile eine Beziehung eingehen können, als einen chinesischen Partner, jedenfalls einen, der sie nicht als Fussabtreter benutzt. Für moderne chinesische Frauen gibt es mit chinesischen Partnern im übrigen auch mitunter erhebliche Probleme, von Untreue bis zu häuslicher Gewalt und einer verbreiteten Auffassung - wohl noch ein Relikt der feudalen und agrarischen Verhältnisse -, die Frau habe zu dienen und zu gehorchen. Das jedenfalls hört man von jungen Chinesinnen, wenn sie darüber sprechen, dass waiguoren für sie interessant sind, und zwar gerade von solchen, die es ausschliessen, das Land zu verlassen. Ähnliches, sogar noch öfter, hört man übrigens in Lateinamerika, wo Deutsche und Schweden als "Traumpartner" gelten.

Und Versorgungsüberlegungen spielen auch bei uns oft eine grössere Rolle, als es öffentlich eingestanden wird. Auch junge Frauen in Deutschland machen sich sehr wohl Gedanken, mit welcher Sorte Partner sie eine Familie gründen und dauerhaft zusammenleben wollen und können. Da mögen rein materielle Gründe nicht so im Vordergrund stehen, aber solche des Status, der Bildung, der Zuverlässigkeit etc., die auch recht kaltschnäuzige Abwägungen sind, sehr wohl. Da wird dem gutaussehenden Hallodri, mit dem man gern durch die Clubs getobt ist, auch sehr schnell der Laufpass gegeben.

Jedenfalls fand ich Deine Einwände zwar nicht völlig unfundiert, aber unnötig generalisierend und insistierend. Und was das Internet angeht: mittlerweile nutzen wohl über 400 Millionen Chinesinnen und Chinesen dieses Medium. Diejenigen mit Interesse für die Welt ausserhalb Chinas nutzen es auch zu Kontakten mit Ausländern. Deshalb behaupte ich mal, dass unter den Kontaktsuchenden alle möglichen Kategorien zu finden sind, nicht nur "Goldgräberinnen". Und man sollte jemandem, der einen solchen Kontakt herstellt, sein eigenes Urteilsvermögen nicht so apodiktisch absprechen, wie das bei Dir durchschien.

Gruss, a^2

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