Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

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RoyalTramp
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

happyfuture hat geschrieben:@RT
Was ist eine "Selbsthassphase"? :shock:
Ich hab's komplett umgeschrieben. Fand ich im Nachhinein selbst doof, dass ich das geschrieben habe, da es bei mir nicht wirklich "Selbsthass" ist. Aber schon erhebliche Selbstzweifel... Daher bitte neu verfassten Post lesen. :wink:

P.S.: "Selbsthass" bedeutet, dass man sich selbst innerlich verachtet und "zerreißt"...bei manchen mit manischen Ausbrüchen verbunden, wie Körperverstümmlungen oder anderen Selbstverletzungsantrieben (mit dem Kopf vor die Wand, mit den Füßen gegen die Wand etc.)
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happyfuture
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von happyfuture »

RoyalTramp hat geschrieben:
happyfuture hat geschrieben:Seltsam, dass ausgerechnet Du so etwas schreibst! Wer bist Du, der so über Gott und die Menschheit richtet [bewusst provokativ formuliert]? Wirkt auf mich sehr arrogant! :cry:
Ich kann dich beruhigen, Happyfuture. Der obige Kommentar war nicht halb so ernst gemeint, wie er klingt, denn auf eine sehr große (man möchte fast meinen die meisten) Zahl von Expats trifft mein Kommentar in der Tat nicht zu. War nur auf Reaktionen gespannt und stelle fest: Man braucht nur zu schreiben "nicht wenige" und schon hat man ein Urteil über "Gott und die Menschheit". Grandios! Es lebe die moderne Kommunikation!

Merke: "Nicht wenige" = "Die Menschheit". Ich muss da augenscheinlich noch viel lernen. Aber nur gut, dass alles nur "bewusst provokativ" ist. :wink:
PS: @ RT - Eine Schwäche von Dir ist, richtig zu zitieren!
Meine Güte...einmal eine Unachtsamkeit beim Zitieren...bin halt einfach zu dumm für das Forum und dafür, wie man es richtig benutzt. Ich muss aber gestehen, dass ich von Computern, Internet und so weiter tatsächlich eher weniger Ahnung habe...ist jetzt Ernst gemeint.
Du hast deinen Post 2 mal "intensiv" geändert - sorry, ich sollte lieber auf eine finale version warten - aber wie lange?
Ich verstehe Dich nicht, das ist 1. unwichtig und 2. muss ich das auch nicht!
Bewundere Deine Art von "Schreibwut-Power" ... (aber das vesrtehst Du nicht :wink: )
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RoyalTramp
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

Ja, was ich gerade geschrieben hatte, war rein aus dem Bauch...ein Gedankenflow, über den ich mir erst überhaupt gar keine Gedanken gemacht habe (-> man beachte den Wortwitz..."Gedankenflow"..."keine Gedanken"...grenzgenial!), wie bei fast allen anderen Posts eigentlich auch. Aber ich habe dann mein Gehirn zum Ende hin doch noch ein wenig einschalten können, um noch mehr Schaden abzuwenden, als der, der eh schon besteht. ;)

Finale Versionen dauern bei mir an die 30 Minuten, sind aber dafür auch kostenfrei. :wink:
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von happyfuture »

[OT=ON]
RoyalTramp hat geschrieben:
happyfuture hat geschrieben:@RT
Was ist eine "Selbsthassphase"? :shock:
"Selbsthass" bedeutet, dass man sich selbst innerlich verachtet und "zerreißt"...bei manchen mit manischen Ausbrüchen verbunden, wie Körperverstümmlungen oder anderen Selbstverletzungsantrieben (mit dem Kopf vor die Wand, mit den Füßen gegen die Wand etc.)
Wikipedia hat geschrieben: Hass ist eine menschliche Emotion scharfer und anhaltender Antipathie.

Ausgehend von der Fähigkeit zu intensiven negativen Gefühlen wird der Begriff auch im übertragenen Sinne verwendet und steht allgemein für die stärkste Form der Abwendung, Verachtung und Abneigung.

Als Gegenbegriff in vergleichbarer Gefühlstärke wird vor allem die Liebe angesehen.
Demnach kann ich "lieben" ohne Ende ... :lol: :lol:
[OT=OFF]
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bossel
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von bossel »

Bübchen hat geschrieben:Und ist sie dann in die Stadt gegangen, Bossel?
Klar doch.
Aber, ob Du's glaubst oder nicht, sogar in meiner Kindheit waren die Felder nicht weit weg. Brauchte nur um die Ecke zu gehen. Bin also wohl ein echtes Landei, obwohl in MG aufgewachsen. :mrgreen:
Unmöglich? Wieso das denn? Bitte Fakten dazu bringen, warum du der Meinung seist, das sei unmöglich? *ich staune nicht schlecht*
Na, Du betonst doch immer, daß es (fast) keine offizielle Aufklärung gibt & siehst das anscheinend als einen Grund für die "Unschuld" chin. Mädels.
bossel hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:Sexualkundeunterricht ist an der überwältigenden Mehrheit chinesischer Schule absolut Tabu! Wer da als Lehrer versucht, seine Kompetenzen ein wenig auszudehnen und den Schülern mehr beizubringen, wird hochkant von fast jeder Schule geschmissen.
Was ist erstaunlich? Für dich Pedanten: Man beachte das Wörtchen "mehr" -> Komparativ. Wenn ich also "mehr" schreibe, dann muss also etwas anderes tatsächlich bereits vorhanden sein, mit dem ich etwas vergleichen kann, denn sonst könnte ich nicht "mehr" benutzen.
Tja, aber wenn etwas "absolut Tabu [sic!]" ist, dann ist mehr schon ein gaaaaanz kleines bißchen.
Sind zwar voll der Kokolores, diese Prozente, aber wenn es dir Spaß macht.
Mir? Du hast es doch geschrieben. Also sollte es Dir doch Spaß machen. Tststs...
Na, bitte. Woher kommen dann also die Massen an "top aufgeklärten" Jugendlichen, die dir anscheinend (<- meine Vermutung) so vorschweben?
Da liegt wohl das Problem: Du vermutest zuviel (& noch dazu falsch).
Alles arme Irre, wie ich, die den Puls der Zeit total verpeilt haben?
Na, na, Du wirst doch nicht von Dir auf andere schließen? :roll:


Bübchen hat geschrieben:Bossel hat da wesentlich weniger Hemmungen als ich!
Hemmungen habe ich sowieso nicht.
Du solltest Dir darüber im klaren sein, daß dies ein öffentliches (Diskussions-)Forum ist. Alles, was Du hier von Dir preisgibst, ist zum Abschuß - äh - zur Diskussion freigegeben.
Und wie ich geschrieben hatte: Ich habe nicht dieses Selbstwertgefühl, dass es mir egal sein könnte, was andere Menschen von mir denken.
Wenn man Angst vor Kritik hatte, sollte man es sich 2mal überlegen, irgendetwas über sich selbst zu veröffentlichen.
DENN daraus, was andere Menschen von mir denken, beziehe ich den überwiegenden Teil meines Selbstwertgefühls
Aha! Casus Knacktus. Großer Fehler.
Begib Dich direkt zum Psychotherapeuten, gehe nicht über Los, ziehe nicht 2000 Mark ein.


Bübchen hat geschrieben:Du siehst...da geht es los mit deiner Pedanterie! Das nicht "jede einzelne, beschissene, zu Worten angeordnete Silbe" gemeint war,
Hmm, Du kannst eine einzige Silbe so anordnen, daß sich mehrere Wörter ergeben? Gibt sowas einen sinnvollen Satz? Leider schon zu spät, das auszuprobieren (schon 2 durch, Zeit für's Bettchen). Gib mal ein Beispiel, Du hängst hier sowieso dauernd rum.
Lässt sich in einem Forum nicht anders bewerkstelligen, um Betonungen rüberzubringen oder gibt es hier noch andere Möglichkeiten?
Klar, sonst hätten Deine Kollegen das wohl kaum erwähnt.
Aber selbst hiermit behaupte ich nicht, dass er die alleinige Schuld hätte, wenn ich seine (grundsätzliche) Unschuld in Frage stelle.
Tja, schade nur, daß es darum bei meiner Aussage (die diesen Wust losgetreten hat) überhaupt nicht ging.
Du kannst die Aussagen in der Tat als "schuldig" auslegen, aber nicht als "hauptschuldig"!
Wo habe ich das denn gemacht? Zitat? Aber immerhin gibst Du mir ja endlich recht. 8)
"Besondere Schuld" bedeutet nicht "besonders schwere Schuld", sondern dass er über den Umstand hinaus als Lehrer eigentlich eine Fürsorgepflicht...einen Schutzauftrag hatte, wogegen er aber mit seiner sexuellen Einlassung (selbst nach deutschem Rechtsverständnis) verstoßen haben dürfte!
& letzteres stellt bei Dir keine besondere Schwere der Schuld dar? Interessant.
(die übrigens nach wenigen Wochen wieder von der Straße verschwinden, weil die so tolle Umsätze abwerfen...war es so ein convenient store, wo du deine 1. Packung chinesischer Kondome gekauft hattest?)
Nee. Das war ein Laden in der Nähe der Uni. Den gab es schon bevor ich da gearbeitet habe & gibt's jetzt immer noch. & Du scheinst eher von den Löchern in der Wand zu reden, die bestenfalls ein paar Snacks & Getränke auf 1 m² anbieten. Das würde ich nicht als Convenient Store bezeichnen.
Tatsache! Und sogar deutsch! -> Mitleid heischend, Mitleid erheischend, mitleidsheischend, mitleidserheischend = Mitleid erweckend, Mitleid suchend.
Na, in welchem Wörterbuch hast Du das denn gefunden? Im Wortschatz der Uni Leipzig ist es jedenfalls nicht vorhanden.
Willkommen in der deutschen Welt des allgemeinen Wortschöpfungsprozesses. Dass du dessen nicht mächtig bist, hast du schon mehrfach aufblitzen lassen.
Nee, den allgemeinen Wortschöpfungsprozess Deines Hirns kenne ich tatsächlich nicht. Den Kennenlernprozess spare ich mir dann auch lieber.
Ach...und weil ich weiß, dass du da ein wenig schwer von Begriff bist:
Ui! Du wirst doch nicht persönlich werden wollen?!
Aber kein Problem, wenn Du weiterspielen willst. Nur nicht heute. Schon ein bisserl spät.
Die Diskussion hatten wir schon, dass ich "tramp" als "Vagabund" verstehen möchte.
Was Du möchtest ist nicht unbedingt das, was andere tun. :mrgreen:
Kein Grund sich darüber irgendwie lustig zu machen, indem man auf irgendwelche "Nischenbedeutungen" ausweicht.
Nischenbedeutung? Naja, ist aber eine ziemlich große Nische, die US-amerikanische Umgangssprache.
Hat was mit Respekt zu tun, an dem es dir sicherlich fehlt. Warte...Hip-Hop? (-> anderer Thread?) Mensch...dachte gerade da würde Respekt so groß geschrieben...aber alles nur Pappkameraden, wie es scheint...
Schonmal von dissen gehört? (Im Gegensatz zu Deinem Gemurkse taucht es auch im oe Wortschatz auf.) :mrgreen:
Abgesehen davon: Welchen Grund sollte ich haben, Dich zu respektieren?

In dem Sinne: Gute Nacht
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von belrain »

RoyalTramp hat geschrieben: Hier in Shanghai ist mir weder a) bis c) auf der Straße begegnet,
Weil du entweder a) nicht aktiv am Leben in Shanghai teilnimmst (ausserhalb der Arbeit) oder b) nur in Begleitung deiner Freundin rausgehst
Reine Spekulation aber anders nicht erklaerbar.
RoyalTramp hat geschrieben: Vor allem aber braucht man gesunde Selbstkritik und die Fähigkeit sein Ego zurückzusetzen, um hier klar zu kommen, will man nicht an allen Ecken und Ende ankratzen. Damit haben nicht wenige Expats neben sprachlichen Barrieren Schwierigkeiten, dass sie weitgehend unter sich bleiben, da sie merken, dass einige von ihnen mit ihrem Ego in China eine Menge Scherben produzieren würden. Und das ist mir fast auch lieb so, dass die Expats da unter sich bleiben. (-> bewusst provokativ formuliert)
Gesunde Selbstkritik, ja. Totale Selbstbemitleidung, nein.
Jemad wie du, der sich an allen Kleinigkeiten aufregt, sie persoenlich nimmt und alles und jeden fuer sein eigenes Pech verantwortlich macht ist in China ein gefundenes Fressen. Wenn du nicht aufpasst wirst du an jeder Ecke ausgenommen und ueber den Tisch gezogen.
Ich wage zu bezweifeln, dass die Expats Schwierigkeiten mit ihrem Ego haben und deshalb unter sich bleiben. Jeder, der von seiner Firma hergeschickt wurde weiss in der Regel, warum. Und die Zeiten, in denen man die Leute nach China "abgeschoben" hat sind lange vorbei. Keine Firma die etwas auf sich haelt kann es sich Leisten irgendwelche Dummdoedel nach China zu schicken, dafuer ist der Markt zu gross und zu attraktiv.
Und auch kein Expat hat staendige Angst irgendetwas falsch zu machen - das lernt man in den ersten Tagen, dass das garnicht geht. Schliesslich sind wir Auslaender "die von der chinesischen Kultur rein garnichts verstehen (koennen)", also verzeiht man uns so ziemlich jeden Fehler. Denn auch Chinesen wissen ganz genau, was Arroganz ist - einige davon praktizieren es tagtaeglich. Allerdings wuerde es kein Student gegenueber dem Lehrer tun - aber auch nur, weil er/sie Angst vor schlechten Noten hat.
Viele Expats verkehren viel mit anderen Expats, weil sie Erfahrungen austauschen, sehen wie andere mit bestimmten Dingen klarkommen und weil sie manchmal auch einfach nur in ihrer Muttersprache reden wollen. Allerdings kenne ich bisher keinen Expat der ausschliesslich mit Nicht-Chinesen verkehrt.
RoyalTramp hat geschrieben: P.S.: Und die Schüler haben meinen Einsatz schon hinreichend gewürdigt, was ich aufgrund der Prämie habe feststellen können, die es im letzten Monat gab.
Man kann ein Bewertungssystem in China noch so annonym halten - deine Schueler wissen, du weisst wer sie sind. Wenn nun deine Bewertung miserabel ausfaellt, glauben sie schlechte Noten zu bekommen. Wenn sie hingegen super benoten, wirst auch du gluecklich sein und bessere Noten vergeben.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

belrain hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben: Hier in Shanghai ist mir weder a) bis c) auf der Straße begegnet,
Weil du entweder a) nicht aktiv am Leben in Shanghai teilnimmst (ausserhalb der Arbeit) oder b) nur in Begleitung deiner Freundin rausgehst. Reine Spekulation aber anders nicht erklaerbar.
Ich bin schon öfters auf den Straßen Shanghais unterwegs, aber nicht in Jing'an, Xuhui und anderen Distrikten, die eher mitte-südlich liegen. Ich bewege mich zum Einkaufsbummeln weitgehend im Hongkou-, Yangpu- und Zhabei-Distrikt (hin und wieder auch mal Beishan-Distrikt). Gerade der Yangpu-Distrikt mit der Fudan und der Tongji-Uni und da ist mir sowas tatsächlich in den 1 1/2 Jahren nicht passiert, dass mich jemand aus der Gruppe a) oder c) angesprochen hat. Und auch an Gruppe b) kann ich mich nicht erinnern, was aber daran liegt, dass es dort von Auslandsstudenten nur so wimmelt und von daher sich genug Gelegenheiten zu einem Sprachaustausch ergeben, als dass sich da die Chinesen nicht auf mich mit Gebrüll werfen, wenn ich dort auftauche. Diejenigen, die dann doch verstärkt Ausländer ansprechen, tummeln sich dann wenn, wohl auch eher dort, wo man am ehesten auf ausländische Touristen und/oder Partygänger trifft. Und meine daher behaupten zu können, dass es sich wohl in den dortigen Gebieten eher um Personen der Gruppen a) und c) handelt.
Gesunde Selbstkritik, ja. Totale Selbstbemitleidung, nein. Jemad wie du, der sich an allen Kleinigkeiten aufregt, sie persoenlich nimmt und alles und jeden fuer sein eigenes Pech verantwortlich macht ist in China ein gefundenes Fressen. Wenn du nicht aufpasst wirst du an jeder Ecke ausgenommen und ueber den Tisch gezogen.
Sorry, es ist nunmal nicht sehr leicht in China, sich durchzuschlagen, wenn man wirklich kleine Brötchen backen muss. Und da ist es nicht gerade förderlich, wenn dann solche Stereotypen, mit denen man hier eh schon zu kämpfen hat, durch bestimmte Ausländer noch verstärkt werden. Und? Ich mache diese bestimmten Ausländer jedoch nicht für meine Gesamtsituation hier verantwortlich, denn es war ja z.B. meine Entscheidung nach Shanghai zu gehen und nicht die irgendeines Expats, dass ich also weit davon entfernt bin, alles und jedem die Schuld für mein persönliches Pech zu geben. Also: Bitte, nicht immer versuchen, irgendwas zwischen den Zeilen zu lesen...
Ich wage zu bezweifeln, dass die Expats Schwierigkeiten mit ihrem Ego haben und deshalb unter sich bleiben. Jeder, der von seiner Firma hergeschickt wurde weiss in der Regel, warum. Und die Zeiten, in denen man die Leute nach China "abgeschoben" hat sind lange vorbei. Keine Firma die etwas auf sich haelt kann es sich Leisten irgendwelche Dummdoedel nach China zu schicken, dafuer ist der Markt zu gross und zu attraktiv.
Ich habe betont, dass dieser eine letzte Comment auch nicht halb so ernst gemeint war. Denn ich wage da mit zu bezweifeln...
Und auch kein Expat hat staendige Angst irgendetwas falsch zu machen - das lernt man in den ersten Tagen, dass das garnicht geht. Schliesslich sind wir Auslaender "die von der chinesischen Kultur rein garnichts verstehen (koennen)", also verzeiht man uns so ziemlich jeden Fehler. Denn auch Chinesen wissen ganz genau, was Arroganz ist - einige davon praktizieren es tagtaeglich. Allerdings wuerde es kein Student gegenueber dem Lehrer tun - aber auch nur, weil er/sie Angst vor schlechten Noten hat.
Naja...aber alleine das Unterforum "Etikette" zeigt doch, dass es gewisse Leute gibt, die sich darum schon irgendwie Gedanken machen. Und das ist auch gut so!
Man kann ein Bewertungssystem in China noch so annonym halten - deine Schueler wissen, du weisst wer sie sind. Wenn nun deine Bewertung miserabel ausfaellt, glauben sie schlechte Noten zu bekommen. Wenn sie hingegen super benoten, wirst auch du gluecklich sein und bessere Noten vergeben.
Das ginge auf, wenn ich denn dann vor den Prüfungen wüsste, wie sie mich bewertet hätten, aber das erfahre ich immer erst Wochen später, wenn ich dann auf die Bank gehe und mir meinen Kontoauszug geben lasse und ich plötzlich mehr Geld überwiesen bekommen habe, als vorher kalkuliert. Und wenn ich dann alle 5 Monate mir meine Gehaltsstreifen in der Lohnbuchhaltung abhole, dann erst sehe ich auch darauf, wie man mich in diesem oder jenem Kurs gewertet hat. Und das wissen die Studenten, dass man als Lehrer über die Beurteilung immer erst Wochen später Bescheid bekommt, dass sie davon ausgehen können, dass es völlig schnuppe ist, wie sie mich oder auch andere Kollegen bewerten, da es eher weniger Einfluss auf die Endnote nehmen kann.

Zumal: Ich habe auch schon mal die ein oder andere schlechtere Benotung bekommen. Das war besonders am Anfang der Fall, als mir z.B. die Materie mit dem TestDaF-Unterricht völlig neu war und die erste Verantstaltung, die ich da gegeben habe, nicht so strukturiert lief, wie sie mittlerweile gottseidank laufen. Von daher: Müsste ja dann immer und von Anfang an gute Noten und Prämien bekommen haben, wenn sich denn die Studenten dadurch etwas erhofft hätten.

Ich will das nicht ausschließen, dass dem in einzelnen Fällen so ist, aber die Indizien vermitteln auf meine Person bezogen eher ein anderes Bild.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

bossel hat geschrieben:
RT hat geschrieben:Und ist sie dann in die Stadt gegangen, Bossel?
Klar doch. Aber, ob Du's glaubst oder nicht, sogar in meiner Kindheit waren die Felder nicht weit weg. Brauchte nur um die Ecke zu gehen. Bin also wohl ein echtes Landei, obwohl in MG aufgewachsen. :mrgreen:
Oha...Oma 1. Generation, Papa 2. Generation, Bossel 3. Generation. Meine Güte... ;)
Was nicht bedeutet, dass dein Vater nicht städtisch sozialisiert ist, denn wie gesagt, 2. Generation -> Beginn einer wirklichen Sozialisierung. Während deine Oma wohl doch noch vieles von ihren Vorstellungen auch bis heute (so hoffe ich, dass sie sich noch bester Gesundheit erfreut) sich bewahrt haben dürfte und daher die städtische Sozialisierung bei ihr nicht abgeschlossen ist.

Ist übrigens in meiner Familie auch nicht anders...
Na, Du betonst doch immer, daß es (fast) keine offizielle Aufklärung gibt & siehst das anscheinend als einen Grund für die "Unschuld" chin. Mädels.
Nicht die "Unschuld", Bossel, sondern die Naivität, denn nochmal: Aufklärung umfasst mehr als nur die Beschreibung des sexuellen Aktes.
Tja, aber wenn etwas "absolut Tabu [sic!]" ist, dann ist mehr schon ein gaaaaanz kleines bißchen.
Toll, nicht wahr? Aber immerhin, du siehst, dass du bei mir genau lesen musst und es nicht so einfach ist, sich an einem Wort bei mir dingfest zu machen. Es bleibt dir natürlich unbelassen, dich an "absolut" weiter aufzuhängen. Ich will übrigens nur dein Augenmerk darauf lenken, dass ich vorab auch klar gemacht habe, von welcher Art Aufklärung ich in der Regel rede, nämlich einer nach westlichem Standard, an der es in den Schulen aber tatsächlich fehlt. Aber du liest ja nur "für den Moment", anstatt im Kontext.
Mir? Du hast es doch geschrieben. Also sollte es Dir doch Spaß machen. Tststs...
Ich wollte dir nur gefallen, Bossel, denn diese Prozente hatten mit der eigentlichen Intention des Begriffes "Schuldlagerungen" nichts zu tun (-> der sollte nur ausdrücken, dass unterschiedliche Faktoren zur "Schuld" beitrugen, auch eine kreative Wortschöpfung meinerseits, die dann ja tatsächlich auch verstanden worden ist...komisch...so völlig ohne lexikalische Bedeutung...woran liegt es? wohl doch daran, dass die deutsche Sprache mehr zu bieten hat, als es uns der Herr Duden glauben machen will?). Das hatte ich dir auch gesagt, aber du hattest auf diese Prozente bestanden. Da wollte ich dir den Lollipop nicht vorenthalten, da ich fürchtete, du würdest in jedem weiteren Posting mich um diese (nutzlosen) Prozente anbetteln.
Da liegt wohl das Problem: Du vermutest zuviel (& noch dazu falsch).
Beantworte doch einfach die Frage mal, anstatt meine Fragen zu interpretieren. Ich beantworte doch auch (fast) jede einzelne deiner Fragen, anstatt sie nur zu interpretieren. Soviel darf man doch dann wohl von dir erwarten. Nochmal: Da es nun mit der Aufklärung offiziell hapert, wo sollen da die Heerscharen an topaufgeklärten und modernen -> Jugendlichen in China kommen? Nicht alle Jugendlichen in China sind in Städten sozialisiert, haben höhere Bildung und genießen sogar sehr gute (Geschäfts-) Kontakte mit oder zu Ausländern. Und selbst darunter finden sich dann nicht selten "klein Döfchen".

Naivität rulez in China... deswegen kann man Chinesen auch nie irgendwie böse sein... findest du nicht? :wink:
Du solltest Dir darüber im klaren sein, daß dies ein öffentliches (Diskussions-)Forum ist. Alles, was Du hier von Dir preisgibst, ist zum Abschuß - äh - zur Diskussion freigegeben.
Ich denke, dass man aber von erwachsenen Menschen, wie du wohl einer bist, erwarten darf, dass man mit mehr Feinsinn operiert, auch wenn es hier ein öffentliches Forum ist. Käme mir jedenfalls nie in den Sinn, die Sachen, die jemand hier über sich preisgibt, ins Groteske zu verzerren, denn für mich ist es eigentlich ein Zeichen eines Vorschusses eines gewissen Vertrauens, wenn mir jemand gegenüber etwas über ihn preisgibt. Jedenfalls wüsste ich dieses Vertrauen zu schätzen und mit diesem verantwortlich umzugehen. Wie steht es da mit dir, Bossel?
Wenn man Angst vor Kritik hatte, sollte man es sich 2mal überlegen, irgendetwas über sich selbst zu veröffentlichen.
Ich habe mit Sicherheit keine Angst vor Kritik, sonst wäre ich hier wohl aus dem Forum auch schon längst heulend abgehauen. Aber ich muss nicht jede Art von Kritik dulden oder akzeptieren, Bossel. Kritik sehr gerne! ABER mit gebührlichem Respekt, bitteschön.
Aha! Casus Knacktus. Großer Fehler. Begib Dich direkt zum Psychotherapeuten, gehe nicht über Los, ziehe nicht 2000 Mark ein.
Der kann mir da auch nicht helfen. Solche Psychotherapeuten können mir auch nichts Neues sagen, was ich nicht schon selbst über mich weiß...Selbstbewusstsein...blabla...alles alter Kaffee. Solche "Sitzungen" sind nur was für labile Leute, die sich gerne auch von anderen belatschern lassen und manipulierbar sind (-> das meine ich mit "labil"). Ich bin es (leider) nicht in dem Umfang, als dass mir eine solche Sitzung helfen könnte.
Hmm, Du kannst eine einzige Silbe so anordnen, daß sich mehrere Wörter ergeben? Gibt sowas einen sinnvollen Satz? Leider schon zu spät, das auszuprobieren (schon 2 durch, Zeit für's Bettchen). Gib mal ein Beispiel, Du hängst hier sowieso dauernd rum.
Nein, nein. Nicht "eine einzige Silbe, die zu mehreren Worten angeordnet wird" sondern "jede einzelne" (= alle) "Silbe" (= alle Silben). Zugegeben, sehr fantasievoll eingepackt, aber wer sagt, dass nur du dich eines kreativen sprachlichen Ausdrucks befleißt? ;)
Du kannst die Aussagen in der Tat als "schuldig" auslegen, aber nicht als "hauptschuldig"!
Wo habe ich das denn gemacht? Zitat? Aber immerhin gibst Du mir ja endlich recht.
"auslegen" heißt nicht "sagen" oder "schreiben", sondern "interpretieren" und Butter bei "die" Fische: Du hast doch meine Aussagen so interpretiert, dass ich dem Lehrer die hauptsächliche Schuld für diesen Vorfall in die Schuhe geschoben hätte, sonst hätte sich wohl unteranderem kaum so eine Diskussion um die Schuldfrage entwickelt, in der ich immer und immer wieder betont habe, dass er NICHT die hauptsächliche oder gar alleinige Schuld getragen habe. Aber endlich verstehst du mich, Bossel! Das ist mir fast einen Schampus wert. Lang, lang hat's gedauert...
& letzteres stellt bei Dir keine besondere Schwere der Schuld dar? Interessant.
Nein...es ist "besonders" und nicht "besondere Schwere". Warum das interessant sein soll, weiß ich nicht.
Nee. Das war ein Laden in der Nähe der Uni. Den gab es schon bevor ich da gearbeitet habe & gibt's jetzt immer noch. & Du scheinst eher von den Löchern in der Wand zu reden, die bestenfalls ein paar Snacks & Getränke auf 1 m² anbieten. Das würde ich nicht als Convenient Store bezeichnen.
Sie werden aber als "bianlidians" bezeichnet...hier jedenfalls...auch wenn mir "Kiosk" oder manchmal "Tante-Emma-Lädchen" passender erscheint, aber da denke ich dann wohl zu deutsch.
Nee, den allgemeinen Wortschöpfungsprozess Deines Hirns kenne ich tatsächlich nicht. Den Kennenlernprozess spare ich mir dann auch lieber.
Reicht schon, wenn du den deutschen Wortschöpfungsprozess erfassen kannst. Ich hoffe damit Fragen nach irgendwelchen lexikalischen Bestimmungen in Zukunft vorbeugen zu können.
Ui! Du wirst doch nicht persönlich werden wollen?! Aber kein Problem, wenn Du weiterspielen willst. Nur nicht heute. Schon ein bisserl spät.
Wir können es auch im allgemeinen Interesse an diesem Punkt einfach lassen oder per PN weitermachen. Wie siehst du das?
Nischenbedeutung? Naja, ist aber eine ziemlich große Nische, die US-amerikanische Umgangssprache.
Es geht nicht um die Sprache, sondern um die begriffliche Bedeutung. Und die ist für mich nur eine (englische) Randerscheinung, denn die überwiegende Mehrheit der Englischsprecher dürften wohl mit "tramp" eher weniger sowas wie "Bordsteinschwalbe" in Verbindung bringen. (-> vermutlich) Mir geht es nur darum, dass es audrücklichen Disrespekt ausdrückt, die Bitte auszuschlagen, wie ich meinen Nick verstanden wissen möchte. Wenn ich dich daher nochmal bitte, den Begriff "tramp" als "Vagabund" zu verstehen, dann denke ich, dass es doch für dich kein Problem sein sollte, dass auch so zu respektieren. Es ist keine Aufforderung oder gar ein "Befehl", es so zu tun...
Abgesehen davon: Welchen Grund sollte ich haben, Dich zu respektieren?
Weil ich eigentlich zu Beginn dir ebenfalls mit Respekt begegnet bin? Aber vor allem weil du erwachsen und kein Kind bist? (-> Aber vielleicht vertue ich mich ja auch, dann entschuldige ich mich natürlich...).
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von belrain »

RoyalTramp hat geschrieben:
Sorry, es ist nunmal nicht sehr leicht in China, sich durchzuschlagen, wenn man wirklich kleine Brötchen backen muss. Und da ist es nicht gerade förderlich, wenn dann solche Stereotypen, mit denen man hier eh schon zu kämpfen hat, durch bestimmte Ausländer noch verstärkt werden. Und? Ich mache diese bestimmten Ausländer jedoch nicht für meine Gesamtsituation hier verantwortlich, denn es war ja z.B. meine Entscheidung nach Shanghai zu gehen und nicht die irgendeines Expats, dass ich also weit davon entfernt bin, alles und jedem die Schuld für mein persönliches Pech zu geben. Also: Bitte, nicht immer versuchen, irgendwas zwischen den Zeilen zu lesen...
Naja, schliesslich hast du geschrieben, dass du wegen dieses Lehrers den Job nicht bekommen hast..... das du wegen dieser Auslaender vielen Vorurteilen in der Familie deiner Freundin begegnet bist etc. Und du hast dich ausfuehrlich darueber beklagt.
RoyalTramp hat geschrieben: Naja...aber alleine das Unterforum "Etikette" zeigt doch, dass es gewisse Leute gibt, die sich darum schon irgendwie Gedanken machen. Und das ist auch gut so!
Das Unterforum Etikette wird hauptsaechlich von denen aufgesucht, die noch nie in China waren. Die, die dort sind wissen es sehr schnell => man kann hier nichts falschmachen, wenn man sich so benimmt wie zu Hause.
Ich gebe dir aber Recht, es ist gut das es Leute gibt die sich im Vorfeld informieren.
RoyalTramp hat geschrieben: Ich will das nicht ausschließen, dass dem in einzelnen Fällen so ist, aber die Indizien vermitteln auf meine Person bezogen eher ein anderes Bild.
Wie gesagt, du schliesst von Indizien auf die Allgemeinheit. Ausserdem, wenn deine Schueler eine Pruefung abgelegt haben, haben sie dich dann nie wieder als Lehrer?
RoyalTramp hat geschrieben: Nicht die "Unschuld", Bossel, sondern die Naivität, denn nochmal: Aufklärung umfasst mehr als nur die Beschreibung des sexuellen Aktes.
Noch mal zum Thema Aufklaerung.
Nachdem meine Freundin fuer dich ja keine repraesentative Chinesin ist, habe ich mal mit meiner Chinesisch-Lehrerin ueber dieses Thema gesprochen.
Sie sagt, in China wird in der Primary School dieses Thema behandelt. Die Schueler sind dann 12-14 Jahre alt. Jungs und Maedchen werden getrennt voneinander unterrichtet - mit dem selben Buch. Es wird auch ein Film gezeigt.Sie sagt auch, Jungs sind in dem Thema in der Regel etwas weiter - weil die auch den Maedchenteil im Buch lesen :wink:
Aus ihrer persoenlichen Erfahrung sagte sie, dass ihre Freundinnen besser aufgeklaert waren als sie, da ihre Eltern das Thema nicht offen angesprochen haben. Die Eltern ihrer Freundinnen schon. Wenn ich nun ihre Aussage nehme, heisst das fuer mich:
Aufklaerung wird sehr wohl an chinesischen Schulen betrieben und ist Teil des Lehrplans - Lehrer werden deshalb also nicht gefeuert, wie du es in den Raum gestellt hast.
Ausserdem scheint sehr wohl eher die Mehrheit der Eltern auch ihre Kinder aufzuklaeren (sie = 1 Person, ihre Freundinnen = mehrere Personen).
Und ganz nebenbei, sie kommt aus einem kleinen Dorf in Nordchina.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

belrain hat geschrieben:Naja, schliesslich hast du geschrieben, dass du wegen dieses Lehrers den Job nicht bekommen hast..... das du wegen dieser Auslaender vielen Vorurteilen in der Familie deiner Freundin begegnet bist etc. Und du hast dich ausfuehrlich darueber beklagt.
Ach, und weil es in diesem einen Fall mit diesem Lehrer zu tun hat, sind alle anderen für meine Gesamtsituation schuldig? Nein, Belrain. So einfach gestrickt bin ich dann doch nicht. In diesem einen konkreten Fall hat es nunmal damit zu tun, dass ich in Xiangtan abgelehnt worden bin, denn wegen dieser Sache erst sucht Xiangtan fortan immer nur deutsche Lehrerehepaare, da man extra im Anschluss daran 2 Dozentenstellen für das Fach Germanistik dort eingerichtet hat. Vor dem Lehrer gab es nur diese eine Stelle und wäre der Lehrer nicht gewesen, wäre es wohl bei dieser einen Stelle geblieben, denn die Xiangtan Uni ist nicht gerade Krösus...

Also, in diesem einen konkreten Fall ist dem so, aber das bestimmt noch lange nicht meine Gesamtsituation, Belrain.
Das Unterforum Etikette wird hauptsaechlich von denen aufgesucht, die noch nie in China waren. Die, die dort sind wissen es sehr schnell => man kann hier nichts falschmachen, wenn man sich so benimmt wie zu Hause. Ich gebe dir aber Recht, es ist gut das es Leute gibt die sich im Vorfeld informieren.
Oh mein Gott, bitte nicht "wie zuhause benehmen", denn da kenne ich persönlich ein paar menschliche Katastrophen, wenn die sich so, wie sie sich in D benehmen hier auch benehmen würden...
Wie gesagt, du schliesst von Indizien auf die Allgemeinheit. Ausserdem, wenn deine Schueler eine Pruefung abgelegt haben, haben sie dich dann nie wieder als Lehrer?
Nein, denn an dieser privaten Schule bilden die einzlenen Kurse abgeschlossene Einheiten. Es sind nur ganz vereinzelte wenige Studenten, die tatsächlich die Motivation haben, ein Schweinegeld für mehr Kurse auszugeben, um weiter teilzunehmen. Von daher wird man ca. 95% aller Schüler, nach dem ein Kurs nach 2 bis 3 Monaten beendet worden ist, nie wieder sehen.

Übrigens ist mir dieses Bewertungssystem von öffentlichen Schulen und Universitäten in China nicht bekannt (zumindest nicht an der Uni, an der ich gearbeitet hatte), gerade eben aus der von dir angesprochenen Gefahr. Aber auch, weil es an einer Uni z.B. auch so schon eine Menge Extras für ausländische Lehrer gibt, dass noch eine zusätzliche Prämie aus mehreren Gründen unangebracht wäre. An privaten Schuleinrichtungen jedoch ist es sehr weit verbreitet (gibt es sogar am Goethe-Institut -> aber auch hier: halb-staatlich, halb-privat)
Noch mal zum Thema Aufklaerung. Nachdem meine Freundin fuer dich ja keine repraesentative Chinesin ist, habe ich mal mit meiner Chinesisch-Lehrerin ueber dieses Thema gesprochen. Sie sagt, in China wird in der Primary School dieses Thema behandelt. [...]
Und ganz nebenbei, sie kommt aus einem kleinen Dorf in Nordchina.
Dann erkläre doch mal bitte das ganze Aufhebens darum, dass Chinesen selbst diese dringende Bedürfnis verspüren, dass Problem der mangelnden Aufklärung so offensiv auf den Straßen anzumahnen, wenn es doch anscheinend gar keinen solchen Mangel gibt? Warum extra Komitees? Wozu dann diese ganzen Infoständen an Universitäten und andernortens mit einem erhöhten Aufkommen an jungen Menschen? Sind das alles Idioten, die nicht gepeilt haben, wie die Realität in China schon längst aussieht? Oder der Schlusssatz im hier verlinkten Video? Es muss ja wohl einen Grund haben, warum dem so ist, wenn selbst Chinesen da so aktiv werden, und den Mangel an Aufklärung ianprangern. Aber vielleicht fragst du das auch noch mal deine Bekannte, warum denn dann...?

Ich will ihr ihre Erfahrung mit Sicherheit nicht streitig machen, halte aber so einen offenen Umgang mit Sexualität an chinesischen Schulen für die ausgesprochene Seltenheit, da es mir von mehreren Schulen anders vorliegt. P.S.: Mich würde auch mal interessieren, was denn inhaltlich in diesem Aufklärungsunterricht vorgekommen ist. Wäre nett, wenn du deine Bekannte da auch noch mal fragen könntest. Denn über Anatomie (und das wird schon als Aufklärung verstanden) wird tatsächlich fast überall gesprochen (ich denke, dass man das so sagen kann), ABER das ist doch noch lange keine Aufklärung, wie wir sie im Westen erhalten. Und ich würde halt gerne wissen, ob an dieser Schule deiner Bekannten auch über die Anatomie hinaus über Eierstöcke, Spermien und alles andere auch gesprochen wurde. Wurde z.B. im Film ein erigierter Penis gezeigt, wurden Plastikdildos herumgereicht zum Anfassen usw. usw. (<- so war das in Biologie an unserer Schule)
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von Hendrik »

Können wir uns darauf einigen, dass das Thema Aufklärung/Sexualkundeunterricht

- politisch erlaubt und sogar erwünscht ist in Schulen (also nicht illegal, wie zuvor erwähnt)
- die Qualität dieses Unterrichts an Schulen höchst unterschiedlich ist (von nicht vorhanden bis gut)
- die Qualitätsstufe miserabel wahrscheinlich am häufigsten vorkommt.
- es aus humanitären Gründen und Gründen der Menschenrechte wünschenswert wäre diesen Unterricht auf ein gutes Level zu bringen.

und meine persöhnliche Vermutung:
Wenn es ausreichend Aufklärungsunterricht gibt, dann wird sich die Chinesische Gesellschaft ziemlich schnell daran gewöhnen und auch die Konservativen werden schnell ihre Verweise auf die Chinesische Tradition vergessen. Das Chinesische Volk hat schon oft gezeigt, dass es sich innerhalb weniger Jahre an neue Bedingen anpassen kann und ältere Gedanken schnell verschwinden.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

Hendrik hat geschrieben:Können wir uns darauf einigen, dass das Thema Aufklärung/Sexualkundeunterricht

- politisch erlaubt und sogar erwünscht ist in Schulen.
Wie oft muss man eigentlich Dinge wiederholen, bis sie ankommen? :wink:

Aber immer wieder gerne: Natürlich ist Aufklärungsunterricht in China nicht per se illegal! Das wurde aber auch außer in einem einzigen Post so nicht gesagt, denn Aufklärung in der Schule gibt es schon seit mehreren Jahren auch in China. Die Frage ist aber, wie dieser Unterricht abläuft. Und da ist in der Tat Sexualkunde nach westlichem Modell tabu in den Schulen (-> ungleich "illegal"). Wer da als Lehrer eigenmächtig seine "Richtlinienkompetenz" erweitert und auf eigene Faust einen dergestalteten Unterricht durchführt, riskiert (-> ungleich "in jedem Fall", sondern "die Gefahr besteht"), dass er gefeuert wird.
Hendrik hat geschrieben:- die Qualität dieses Unterrichts an Schulen höchst unterschiedlich ist (von nicht vorhanden bis gut)
No Thema. Dem ist wohl zweifelsohne so.
Hendrik hat geschrieben:- die Qualitätsstufe miserabel wahrscheinlich am häufigsten vorkommt.
Vielleicht nicht miserabel, aber uneffektiv. Von daher von mir aber auch hier Zustimmung.
Hendrik hat geschrieben:- es aus humanitären Gründen und Gründen der Menschenrechte wünschenswert wäre diesen Unterricht auf ein gutes Level zu bringen.
Warum aus Gründen der Menschenrechte? Aber ansonsten Zustimmung.
Hendrik hat geschrieben:und meine persöhnliche Vermutung:
Wenn es ausreichend Aufklärungsunterricht gibt, dann wird sich die Chinesische Gesellschaft ziemlich schnell daran gewöhnen und auch die Konservativen werden schnell ihre Verweise auf die Chinesische Tradition vergessen. Das Chinesische Volk hat schon oft gezeigt, dass es sich innerhalb weniger Jahre an neue Bedingen anpassen kann und ältere Gedanken schnell verschwinden.
Es hat aber auch schon oft das Gegenteil bewiesen und es kam zu regressiven Entwicklungen. Die chinesische Geschichte ist voll mit solchen "Revivals", wo man eigentlich meinen könnte, dass bestimmte Dinge schon längst überkommen sein sollten, und dann plötzlich doch wieder aus der Versenkung auftauchten und wenn auch nur für eine kurze Zeit, so doch das chinesische Denken und Fühlen beeinflussten.

Ansonsten teile ich deinen Optimismums. Aber bis dahin ist es noch ein längerer Weg... und deshalb mahne ich weiterhin zur Vorsicht: Noch ist China nicht da in der Sexualität, wo wir im Westen sind.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von de guo xiong »

RoyalTramp hat geschrieben:auf eigene Faust einen dergestalteten Unterricht durchführt, riskiert (-> ungleich "in jedem Fall", sondern "die Gefahr besteht"), dass er gefeuert wird.
hmm wenn ich bei Gewitter auf die Straße gehe, besteht auch die Gefahr, dass ich vom Blitz getroffen werde, was aber wahrscheinlich eher unwahrscheinlich ist .....

es ist immer wieder schön, dass du in deinen Beiträgen Wörter einsetzt, die es Dir ermöglichen (oder zumind. denkst, dass sie es dir ermöglich) deine Beiträge je nach Gusto umzudeuten bzw. zu verschärfen oder abzuschwächen ....

de guo xiong, der jetzt nicht weiß, ob Du "eine Schuld", "Die Schuld" oder eine "schwerwiegende Schuld" auf dich geladen hast ;)
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

Das ist das Privileg eines "Philologen". ;)

Aber in diesem Fall ist doch an "riskieren" nun wirklich nichts deutelbar, oder?
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von happyfuture »

RoyalTramp hat geschrieben:... und deshalb mahne ich weiterhin zur Vorsicht: Noch ist China nicht da in der Sexualität, wo wir im Westen sind.
Na ja, vielleicht kenne ich die deutschen Mittelklassehotels zu wenig, jedoch habe ich in fast allen Mittelklasse Hotels in CN Kondome auf dem Zimmer "öffentlich zugänglich" gefunden!
Daran kann sich der "Westen" ein Beispiel nehmen :wink:

Und was in CN hinter verschlossener Türe abgeht ...
.. da könnte der Westen so manchmal richtig neidisch werden! :mrgreen:

@RT, deine diese Antwort (wie so einige von Dir) ist eben sehr subjektiv, da nützt es auch nichts, wenn Du Deine Aussage hinter dem "WIR" versteckst! :roll:
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