Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

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Topas
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von Topas »

@ Liberator:

Grundsätzlich bin ich dir nicht verpflichtet, Rechenschaft für irgendwas zu geben. Desweiteren ist Menschen nach Leistungsfähigkeit zu beurteilen schlicht und einfach der falsche Weg. Demnach werden Menschen mit einer einfachen Ausbildung schlechter beurteilt oder bewertet oder wie auch immer als Akademiker. In den lebensbedürfnissen gibt es jedoch keine Unterschiede. Sowohl der Akademiker als auch der Arbeiter brauchen die selbe Menge an Essen, an Kleidung etc um leben zu können. Bei den AKWs vergisst du die Kosten der Sicherung, die Kosten der "Endlagerung", die Kosten etwaiger Umweltschäden und die Risikokosten eines etwaigen BUMS ! Wenn dich die Sache mit der Fabrik interessiert, dann frag bitte das Sozialamt und nicht mich. Wenn du Harz bekommst, bist du gezwungen jedwede Arbeitsangebote anzunehmen. Das du dich in der Ausbildung befindest interessiert oftmals nicht.( Wie du schon sagtest, die haben mit der Uni nichts am Hut ). Und dein Null auf Hundert Beispiel ......demnach dürften alle Menschen, die sich auf der Stufe "0" befinden nicht zB höhere Abschlüsse verfolgen, mangels Finanzierungsmöglichkeiten. Also 0-Menschen haben deiner Meinung generationsbedingt weniger Rechte....
Liberator hat geschrieben:Zu Harz: Also ich halte es nach wie vor für bemerkenswert, das Menschen, die nicht arbeiten (wollen), überhaupt vom Staat Geld bekommen. Dass das dann nicht alle Jahre für einen Neuwagen reicht, ist was anderes.
Sag mal, in welcher Welt lebst du?
An deinen Antworten merke ich, dass du wohl erst noch diese Erfahrung machen musst. Ich wünsche sie dir.

Ich möchte dass Gespräch an dieser Stelle bitte auch beenden.

( @ Mitleser: Sorry, wenn ich ein etwas ernsteres Posting sende, aber für eine solche Einstellung habe ich wenig Verständnis )
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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robbe
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von robbe »

Topas hat geschrieben:@ Liberator:

Grundsätzlich bin ich dir nicht verpflichtet, Rechenschaft für irgendwas zu geben. Desweiteren ist Menschen nach Leistungsfähigkeit zu beurteilen schlicht und einfach der falsche Weg. Demnach werden Menschen mit einer einfachen Ausbildung schlechter beurteilt oder bewertet oder wie auch immer als Akademiker.
Da stimme ich dir zu, allerdings sollte eine Bereitschaft Leistung zu zeigen dann irgendwann doch etwas zählen. Man könnte jetzt sagen, dass müsse schon in der Schule anfangen. Naja, das sei jedem selbst überlassen.
hifi
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von hifi »

bossel hat geschrieben:
hifi hat geschrieben:die Partei als Retter in der Not bejubelt wird, die die totale liberalisierung des freien Marktes propagiert.
Tun sie das? Selbst wenn, wie gesagt, das dt. System ist sozialdemokratisch. Da könnten sie propagieren, soviel sie wollen. Bis die FDP genug Stimmen hat, um die Verfassung zu ändern, können wir lange warten.
Wer sich an der Regierung beteiligt, kann auf jeden Fall mehr ihren Einfluss geltend machen. Dazu muss man nicht gleich die Verfassung ändern.

bossel hat geschrieben:Eben. Ich glaube, ich habe schon irgendwo erwähnt, daß ich Nichtwähler bin.
Das hätte ich von Dir nicht erwartet, da Du doch sonst immer die Werte der "Demokratie" so hochhälst.

bossel hat geschrieben:
hifi hat geschrieben:dass nach FDP nur für die Reichen noch mehr Steuer erlassen sollte.
Ist das so? IIRC sollte das gesamte Steuersystem radikal vereinfacht werden. Davon würden nicht nur "die Reichen" (Wer ist das?) profitieren (wenn's so käme). Im Augenblick ist es doch so, daß va Spitzenverdiener oft wesentlich mehr absetzen können, als Leute mit mittlerem Einkommen. Eine tatsächliche Vereinfachung würde auch das verändern.
Ich denke, dass das Gewicht Deiner Aussage liegt hauptsächlich in den Worten: Eine tatsächliche Vereinfachung würde auch das verändern.
Aber die Erfahrung hat bereits gezeigt, dass das nicht in den Interessen von FDP-Funktionären liegt. Ich kann jetzt sofort mit Dir eine Wette abschließen, dass das Steuersystem unter Schwarz/Geld nicht, wie Spaß-Guido so gern behauptet, "gerechter" wird.

robbe hat geschrieben:Da hier so oft über wirtschaftliche Belange kritisiert werden, dass diese mehr Wert als soziale haben.
Nur mal so: Die Wirtschaft trägt nunmal den Sozialstaat und nicht andersrum. Ist die Wirtschaft schwächer kann sie nicht mehr so viel tragen. Ist doch ganz einfach zu verstehen.

Ich glaube manche haben hier (nicht nur hier, überall in Deutschland) die Vorstellung, einmal Wohlstand immer Wohlstand, als hätte Deutschland ein Patent für Wohlstand und man müsse einfach nur so weiter machen wie bisher. Ist halt ziemlich blöd gelaufen, dass sich der Staat vor vielen Jahren mit vorhandenen Geldern sich "alles" leisten wollte und es nun nicht mehr so gut läuft. Etwas kurzsichtig. Aber das ist nicht mal mein Vorwurf, der Vorwurf lautet, dass zu viele Leute denken, dass, wenn es damals gut lief auch heute gut laufen muss. Aber niemand kann/will verstehen , dass eben auch mal gekürzt werden muss, wenn es nicht mehr so gut läuft.

Ich habe FDP gewählt und zwar auch mit dem Hintergedanken, dass es nun vielleicht etwas "unsozialer" werden könnte. Das war/ist für mich allerdings die vernünftigste Alternative, gefiel mir immer noch besser als mit den Vorstellungen anderer Parteien weiterzuträumen. War für mich das kleinere Übel.
Ich glaube, Du verwechselst hier das Wort "sozial" mit "staatlichen Sozialleistungen".

Sozial ist, wenn die ein paar, die etwas mehr haben, den anderen, die zu wenig haben, etwas abgeben.
Sozial auf indisch wäre z.B. dass die Reichen bei Feierlichkeiten oder bei der Überquerung von Straße ab und zu mal ein paar Münzen herab fallen lassen.

Was Du meinst, ist die Reduzierung der staatlichen Sozialleistungen, weil der Staat sich den Luxus nicht mehr leisten kann. Dagegen habe ich nichts geschrieben.
Aber wenn wir hier (speziell in Deutschland) von weiter auseinander klaffender Schere zwischen Arm und Reich reden und wenn wir die (doch zahlreichen) Beispiele von Wirtschaftsfunktionären mit fehlenden Moralverhalten (jedoch mit unvorstellbar hoher Bezüge) uns vor Augen führen, dann frage ich mich manschmal, ob unsere Gesellschaft überhaupt noch sozial ist.

Natürlich hast Du recht, dass das Gemeinwohl unseres Staates essentiell von einer guten Entwicklung der Wirtschaft abhängt. Wir leben ja auch in der kapitalistischen Gesellschaft. Aber auch hier müsste man sozial sein, und zwar besonders für die Reichen und die Einflussreichen. Ohne der gemeinsame Wohlstand der breiten Masse, würde niemand mehr die Warenwirtschaft unterstützen können und es würde auch nicht mehr lange die funktionierende kapitalistische Gesellschaft geben. Das sollten die Kapitalisten, die Wirtschafts- und Finanzfunktionäre im Prinzip wissen und danach handeln. Aber wenn der neoliberalle US-President George W. Bush schon vor den Landeswirtschaftseliten treten muss, um über Moral und gesellschaftlichen Verpflichtungen zu predigen, dann sehen wir, wie weit inzwischen der Werteverfall bei vielen Bankern und Managern bereits vorangeschritten ist.

In Deutschland, wie bossel immer anmerkt, funktioniert der Sozialstaat bislang. Das bedeutet, dass die Reichen (nein, eigentlich wir alle) zwangshaft etwas mehr abgeben müssen, damit der Staat in der Lage ist, auch um die Armen und die Schwachen kümmern zu können. Das wäre nicht von nöten, wenn alle Reichen selbst so sozial sind, dass sie bereitwillig einen Teil ihres Reichtums mit der breiten Masse teilen würden. Aber so ist es in der Realität nicht der Fall, zumindest nicht bei der Mehrheit des Oberschichts.
Was FDP immer wieder fordert (komplette Liberalisierung des Marktes, mehr Eigenleistung der Einzelnen und weniger Sozialstaat für alle), kann nur funktionieren, wenn die Mehrheit der Wirtschaftsbossen und Funktionären des Finanzwesens alle über einem hohen moralischen Verhaltenskodex verfügen und auch tatsächlich danach handeln würden. Aber gerade die momentane Finanzkrise hat uns gezeigt, dass es nicht so der Fall ist.
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OlafSt
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von OlafSt »

Die eigentliche Krankheit, die unseren Staat befallen hat, ist nicht "der Politiker". Auch nicht unbedingt deren Weltfremdheit. Nein. Es ist der Lobbyismus.

Nehmen wir doch mal das (IMHO geniale) Steuerkonzept der FDP: Es gibt drei Stufen. Für jeden. Ja, auch den Unternehmer. Keine Steuererklärungen mehr. Ich kann ad hoc mit Papier und Bleistift meine Steuerlast ausrechen, ohne vorher fünf Jahre Steuerrecht studiert zu haben, ja, ich brauch nicht mal n Taschenrechner dafür.

Bis hierher finden das alle toll, bis sie über die "Steuerschlupflöcher" nachdenken - und dann geht das Gejammer los, es wäre ja noch einfacher, sich arm zu rechnen bla. Weil sie nicht weitergelesen haben, ist ihnen entgangen, das alle diese Schlupflöcher gestrichen werden. Ist nix mit arm rechnen. Okay, sagt der geneigte Bürger, das ist okay.

Doch dann sagt man ihnen, das auch die Kilometerpauschale so ein Schlupfloch ist und gestrichen wird. Worauf die Autofahrerlobby (und jener geneigter Bürger) tobt. Kürzen bei mir ? Never !
Dann werden die mannigfachen Steuervorteile der Landwirte (Mineralölsteuer z.B.) gestrichen. Unnötig zu erwähnen, wer da gellend aufschreit.
Das Verlagern der Gewinne ins Ausland (und der Verluste ins Inland) wird ebenfalls gestrichen. Ich höre schon jetzt das Pfeifkonzert der Großkonzerne, die eh nur noch die Minderheit an Beschäftigten in D haben...
Das ganze geht weiter mit den Ärzten, Zahnärzten, Autobauern, Steuerzahlern, Arbeitnehmern, Arbeitgebern, Hausbesitzern und so weiter und so fort. All diese Lobbys sind in D so stark und einflußreich geworden, das die Regierung (und hier ist es, auf Deutsch gesagt, scheißegal, wer an der Macht ist !) schlicht an der Handlungsunfähigkeit angelangt ist - was sich in wirkungslosen und sogar verfassungsfeindlichen Gesetzen niederschlägt. Es ist echt egal, was wir wählen - es ändert wenig bis nichts, denn wir wählen die Politiker, nicht die Lobbyisten.

Wie dem allerdings Einhalt zu gebieten sein soll, ist mir schleierhaft - außer "einen starken Mann" da vorn hinzustellen, der mit dem eisernen Besen kehrt. Über diese Brücke gehe ich aber noch nicht.
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von ingo_001 »

Gut geschrieben.

Allein der "Besenkehrer" ist das Problem.

M.E. kommt dafür nur ein Idealist, der zudem noch unbeirrbar zu seinen Prinzipien steht, in Frage ... und den sehe ich leider nirgends.

Na gut, ich sage mal: Ich würds mir zutrauen, da ich schlicht nicht in diverse Netzwerke, Ränkeschmieden, Lobbyzirkeln etc. verstrickt bin ... und auch nicht sein will.
Aber: Diese Richtung wäre so radikal, dass ganze Berufszweige verschwinden würden, weil sie im Sinne des Wortes überflissig wären.
Und ich weiss nicht, ob ich meines Lebens sicher sein könnte, weil ich ja so ziemlich Jeden auf die Füsse getreten wäre.
Wobei ich da eher vor Lobby-Auftrags-Killern ... eh sorry ... lebensbeendenden, zufällig inszinierten Unfällen Angst hätte.
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von no1gizmo »

Zustimmung an PlafSt und Ingo001

Ich würde den Job übernehmen, mir das trauen (ich hätte aber mehr Sicherheitsleute um mich als Obama), allerdings würde ich den Karren aus Sicht der Sozis wohl zu sehr in den Dreck fahren :lol:

Spaß bei Seite.

Ich wäre dafür, dass Steuerrecht enorm zu vereinfachen und Doppelversteuerung zu verbieten (Steuer auf Steuer), die Steuern insgesamt auf die Häflte verringern.

Dann ginge es hier ab wie in Shanghai und Dubai, nur mit Qualität und Innovation :mrgreen:

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und ein Drittel aller Anwälte können dann wohl einpacken, aber Schlaue Köpfe finden auch einen anderen tollen Job.

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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von jadelixx »

ingo_001 hat geschrieben:M.E. kommt dafür nur ein Idealist, der zudem noch unbeirrbar zu seinen Prinzipien steht, in Frage ... und den sehe ich leider nirgends.
Da gabs doch mal einen Professor aus Heidelberg ...
no1gizmo hat geschrieben:ch wäre dafür, dass Steuerrecht enorm zu vereinfachen und Doppelversteuerung zu verbieten (Steuer auf Steuer), die Steuern insgesamt auf die Häflte verringern
Problem ist, was machen wir dann mit den ganzen Papiertigern und der vielen Freizeit, wenn wir uns nicht mehr um irgendwelche Antraege, Scheinchen kuemmern muessten.
no1gizmo hat geschrieben:Was Deutschland braucht, ist Technologie, die man teuer exportieren kann.
Wieso, selber nutzen macht doch auch Spass. Technologie, um unsere Beduerfnisse zu befriedigen, waere doch auch mal ganz cool. Gibt ja ne ganze Menge offene Fragen und Beduerfnisse, die einige in D. umtreiben. Wozu der ganzen Welt "unsere" Autos aufquatschen, die eh nur zu einem kleinen Prozentsatz in D. gefertigt werden.
Ich fang mal:
Wie kann man Aufgaben robotisieren, die in Deutschland keiner machen will bzw wofuer man nur Schwarzarbeiter bekommt? Wie kann man im Alter beschwerdefrei weiterleben? Wie koennen wir das Energieproblem loesen? Wie kann man schneller lernen? Wie kann man Haeuser bauen, die sich selber pflegen? Wie koennen wir Geld gestalten, das uns nicht staendig um die Ohren fliegt? Wie kriegen wir eine Erfolgskontrolle fuer Politiker hin, damit die uns nicht im 4 Jahre Turnus Versprechnungen machen, die sie eh nicht einhalten?
Es gibt eigentlich ganz schoen viel zu tun und zu forschen, auch zu Hause.
Aber irgendwie wollen wir immer nur das machen, was in der Vergangenheit mal funktioniert hat, koste es was es wolle.
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von ingo_001 »

jadelixx hat geschrieben:Da gabs doch mal einen Professor aus Heidelberg ...
... der es aber nicht mal ansatzweise verstand, "seine" Konzeption so zu präsentieren, dass man ihm diese auch abgekauft hätte.
Und so, wie er damals aus dem Hut gezaubert wurde, hab ich da auch heute noch meine Zweifel, ob das Ganze überhaupt ernst gemeint war.
M.E. wurde er als - auch noch schlecht vermarkteter - Versuchsballon los gelassen ... und verheizt.
Das zeigt mir, das er selbst gar nicht gesehen/gemerkt hat, was man da mit ihm angestellt hat ... mithin ein KO-Kriterium, denn: Was nützt Sachverstand, wenn ausser diesem nicht viel Anderes da war.
Letztlich war er nur ne Marionette, an deren Fäden Andere gezogen hatten - und das aus allen Richtungen.
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von ingo_001 »

no1gizmo hat geschrieben:Was Deutschland braucht, ist Technologie, die man teuer exportieren kann.
Da gibts momentan eigentlich nur (noch) die sog. "grünen Techologien".
Den Maschinenbau durfte es über kurz oder lang auch dahin raffen, denn irgendwann werden die Chinesen auch dort unsere Quali-Standards haben, schon um noch mehr exportieren zu können.
Im Sektor Haushaltselektrik (Waschmaschinen, Kühlschränke etc.) machen sie das ja schon ziemlich erfolgreich in Gestalt des Mischkonzerns HAIER. Der hat mittlerweile auch in den USA und Europa Fertigungsstätten.
Deutschland kann sich auf lange Sicht nur dann "oben" behaupten, wenn Innovationen von hier kommen, die dann aber auch hier vermarktet werden müssen - sonst wird das nichts.
Was nutzt es, dass mp3 hier enrwickelt wurde, wenn man zu dämlich war, das Potential zu sehen, welches sich damit auf dem Weltmarkt erschliessen sollte ...?
Als Billiglohnland können, sollen und wollen wir da gar nicht erst mit China konkurieren - das ist zum Scheitern verurteilt.
Nur immer neue Innovationen bringen Deutschland weiter.
Als warnendes Beispiel sei hier noch die dt. Autoindustrie genannt.
Die hat sich jahrzentelang auf ihren Lorbeeren ausgeruht und muss nun zusehen, dass sie den Anschluss an die (insbesondere japanische) Konkurenz nicht verliert (Stichwort: Hybrid-Autos).
Die (Japaner) wurden hier deshalb viele Jahre mitleidig belächelt ... und jetzt haben sie einen imensen Vorsprung, weil es nirgends ein sereinreifes Konkurenzmodell gibt ...
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von jadelixx »

ingo_001 hat geschrieben:
jadelixx hat geschrieben:Da gabs doch mal einen Professor aus Heidelberg ...
... der es aber nicht mal ansatzweise verstand, "seine" Konzeption so zu präsentieren, dass man ihm diese auch abgekauft hätte.
Das stimmt, schoen reden reicht ja dann auch noch nicht allein. Er haette es wohl nicht gebracht.
no1gizmo hat geschrieben:Ich würde den Job übernehmen, mir das trauen (ich hätte aber mehr Sicherheitsleute um mich als Obama), ...
Spaß bei Seite.
Nix mit Spass beiseite, einer muss es machen und Du hast zugesagt. Wo muss man bei den gelb/schwarzen anrufen (vielleicht kriege ich ja noch eine Vermittlungsprovision ...)
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von no1gizmo »

ingo_001 hat geschrieben:
no1gizmo hat geschrieben:Was Deutschland braucht, ist Technologie, die man teuer exportieren kann.
Da gibts momentan eigentlich nur (noch) die sog. "grünen Techologien".
Grüne Technologien sind nur eine (neue) Perspektive, die anderen Technologiebranchen sind nicht tot. (im Grunde erstreckt sich "Grüne Technologie" über alle Bereich, vom Maschinenbau über die Elektrotechnik bis hin zur Verfahrenstechnik und noch darüber hinaus).

Die deutsche KFZ-Industrie hat zwar bei den Hybriden und sonstigen alternativen Antrieben gepennt und hat Nachholbedarf, aber BMW, Audi und Mercedes (und Porsche) sind immer noch verdammt erfolgreiche Unternehmen (auch [oder viellleicht gerade weil] sie nicht so umweltfreundlich gedacht haben).

Was interessiert den reichen Chinesen/Russen/Amerikaner der Hybrid-Antrieb, wenn die Karre dann nur 200 PS hat und komplizierter zu tanken ist? Aktuell sind die Oberklasseautos immer noch sehr gefragt.

Trozdem sollten die Jungs mal ihre Pläne für alternative Energien aus den Schubladen holen und diese ausarbeiten :wink:

Bliebe dann noch die Luft- und Raumfahrindustrie (so mancher amerikanischer Satellit ist eher deutsch als amerikanisch :wink: ), Biotechnologie, Verfahrenstechnik/Chemieingenieurwesen, Informatik, Robotik, Bauingenieurwesen, Optik usw usw.

Alleine was man alles für Unterthemen nur für die Informatik finden kann. Es gibt so viel, wo Deutschland innovativ sein kann, wir müssen uns nur mal weniger mit Umverteilung von früher erwirtschaftetem Kapital (durch eben solche Technologien) beschäftigen, sondern mit technologischer Innovation.
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von Liberator »

Gentechnik ist ein weites Feld (und wohl the next big thing), dass in Deutschland mal wieder verschlafen wird.
Und damit kommen wir Kern des Problems:
Deutschland hat durchaus noch Wachstumspotenzial, aber man ist einfach nicht mehr hungrig genug, nicht mehr bereit, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen (ich meine das metaphorisch, aber nicht in dem Sinne, als das es gelte Gesetze zu brechen, sondern bestehende (falsche) Vorstellungen [Sprichwort Kolumbus: "die Erde ist eine Scheibe"] zu überwinden)


BTW sind wir bei Logistikunternehmen auch noch recht gut aufgestellt.
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von no1gizmo »

@Liberator: Richtig!
Liberator hat geschrieben: Deutschland hat durchaus noch Wachstumspotenzial, aber man ist einfach nicht mehr hungrig genug, nicht mehr bereit, sich auch mal die Hände schmutzig zu machen
Gut gesagt.
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von Grufti »

Liberator hat geschrieben: BTW sind wir bei Logistikunternehmen auch noch recht gut aufgestellt.

Der war Spitze...! :lol: :lol: :lol:

Nur weil die deutschen Konzerne zu viel Gekd haben, das sie aus ihrem Kerngeschäft ziehen, und diese verlottern lassen....

oder wie war das mit der Post ??.
Laufzeit von Normalbriefen München-Flughafen bis Holzkirchen (73 Km) ZWEI WOCHEN !!!!!! Wenn die Post wirklich ankommt, hat man sowieso unheimliches Glück...Mein Steuerberater hatte meine Originalunterlagen aus Versehen per Post an mich geschickt ( von 81667 in den Nebenbezirk 81669, Luftlinie nicht ganz 2 Kilometer...) der Brief ist seit über 10 Jahren noch nicht zugestellt!!!


oder der Bahn..wie war das noch mit den Radbrüchen beim ICE , schlecht gewartete Bremsen bei der Berliner S-Bahn. Jetzt ist Herbst, und die S-Bahn München schränkt ihren Service ein , weil das Eisenbahnbundesamt ihr verbietet, wegen der Blätter auf den Schienen, wegen der schlechten Bremsen genauso schnell zu fahren wie im Sommer
Es gab mal eine Zeit, wo es hieß "Pünktlich wie die Bundesbahn" hieß. Man konnte damals seine Uhr nch den Zügen stellen...davon is nix mehr übrig Exorbitante Fahrpreiserhöhungen jedes Jahr und immer ist das Bewußtsein, das der Bahnfahrer eine Ausnahmesituation ist ("Beförderungsfall"!)...Am llebsten wäre es der Bahn doch, sie würde alle Strecken sperren, und dennoch im Geld ersaufen
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !
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Re: Schwarz-Gelb: Positiv oder negativ für Deutschland ?

Beitrag von qad »

Naja es heißt jetzt erstmal abwarten, ob die FDP überhaupt den Großteil Ihrer Wahlziele durchsetzen kann.

Denn man darf Nicht vergessen dass viele Punkte nicht durch die CDU unterstützt werden, die CDU ist zb. gegen die Lockerung des Kündigungsschutzes.

Im Großen und Ganzen wird man sehen was die nächsten 4 Jahre passiert.
So viele Klopfer kann sich die Regierung ohnehin nicht erlauben, nichts ist schneller wieder abgewählt als eine Partei die größten Stand des Volkes persönlich nicht gut tut.
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