jjflash hat geschrieben:Mein Standpunkt ist überhaupt nicht menschenverachtend.
Wenn Du die Menschen als rechtlose, der Willkür Deines Gottes vollkommen ausgelieferte Wesen darstellst, & dies noch dazu gutheißt, dann ist das menschenverachtend.
Es ist aber klar, dass der Mensch den anderen Menschen nicht töten kann, ohne sich schuldig zu machen. Denn damit greift er in Gottes Kompetenz ein.
Kann doch gar nicht. Einerseits ist Dein Gott allmächtig & demnach kann gar keiner ohne dessen Zustimmung in seine Kompetenz eingreifen. Andererseits sterben die Leute ja gar nicht, da ja die Essenz, die Seele, unsterblich ist. Macht also gar keinen Unterschied, was man mit ihrem irdischen Körper anstellt. Oder sehe ich die christliche Lehre da falsch?
Das ist kein Pro & Contra, sondern kreationistische Scheiße. Der Versuch, mit pseudowissenschaftlicher Argumentation die Existenz eines (natürlich des christlichen) Gottes zu beweisen. Noch dazu von Leuten, die ganz offenbar von Wissenschaft herzlich wenig Ahnung haben.
Nur mal ein Beispiel aus dem obigen Link:
"Auch der Mond hat die perfekte Größe, um mit seiner Anziehungskraft die Gezeiten hervorzurufen. Durch die Bewegung dieser großen Wassermassen wird auf allen Kontinenten vermieden, dass das Wasser steht und gammelt."
Der größte Nonsens ist aber diese kreationistische Soße über das Gehirn:
"Ein Organ, das eine Million Informationseinheiten verarbeiten kann, gleichzeitig selektiert, was wichtig ist und die Gedanken in die Tat umsetzt...kann man da sagen, dass ein solcher „Hochleistungsrechner“ einfach so entstanden ist?
[...]
Wie können wir uns erklären, wie das menschliche Gehirn entstanden ist? Nur eine Intelligenz, die umfassender ist konnte in der Lage sein, das menschliche Gehirn zu schaffen."
Wenn diese Intelligenz soviel umfassender ist, "kann man da sagen, dass ein solcher „Hochleistungsrechner“ einfach so entstanden ist?"
Vertreter der intelligenten Schöpfung (intelligent design) sind mE eigentlich nur Witzfiguren. Trotzdem finde ich es bedenklich, deren Ergüsse so zu verlinken, als wenn es eine objektive Betrachtung (Pro & Contra) der Dinge sei.
Tenshu hat geschrieben:Bei den Atheisten werden viele wissentschaftliche Argumentationen aufgeführt, warum es Gott nicht gibt.
Ist das so? Dachte eigentlich, es werden Argumente angeführt, warum es keine Götter braucht, um das zu schaffen, was wir so um uns sehen.
Die Wahrscheinlichkeit, daß Götter existieren, mag infinitesimal gering sein, aber den wissenschaftlichen Beweis zu führen, daß sie nicht existieren, halte ich für beinahe unmöglich. Wie soll das funktionieren? Kannst Du mal ein paar Beispiele verlinken?
Es gibt natürlich Atheisten, die ihren Atheismus auf recht religiöse Weise leben, aber von denen erwarte ich dann auch eher keine wissenschaftliche Argumentation.