gibt es gott ?

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Tenshu
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von Tenshu »

jadelixx hat geschrieben:Da gibts kein Pro und Kontra. Das ist wohl eher dazu gedacht, Leute die sich mit der Wissenschaft nicht so recht anfreunden koennen, in den Glauben an einen Gott zu fuehren. Eine Rattenfaengerseite. Alles nach dem Motto, "Schau mal, Du musst schon zugeben, das die Zusammenhaenge dieser Welt schwer zu verstehen sind und deswegen muss es einen Gott geben." Einfach nur krank diese Argumentation.
Ich habe frueher gedacht, das Menschen, die immernoch an Gott Glauben, einfach nur ein bisschen dumm sind. Dein Link zielt wahrscheinlich auf solche Leute, die in der Schule nicht aufgepasst haben oder eine paar naturwissenschaftliche Faecher abgewaehlt haben.
Natürlich ist das eine Rattenfängerseite. Ich habe noch keine Internetseite, die sich mit Gott beschäftigt gesehen, auf denen es keine Menschen dieses Schlages gibt. Allerdings finde ich die Argumentation bis zum Punkt 5, sehr (sagen wir mal) "Interessant". :roll: Alles was nach Punkt 5 kommt ist eh nur Gewäsch.

Im Grunde genommen kann man mit diesen Seiten, als auch mit den Atheistenseiten den Glauben der Menschen in die gewollte Richtung steuern. Bei den Atheisten werden viele wissentschaftliche Argumentationen aufgeführt, warum es Gott nicht gibt. Ich finde das genauso Krank.
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von jadelixx »

Tenshu hat geschrieben:Im Grunde genommen kann man mit diesen Seiten, als auch mit den Atheistenseiten den Glauben der Menschen in die gewollte Richtung steuern. Bei den Atheisten werden viele wissentschaftliche Argumentationen aufgeführt, warum es Gott nicht gibt. Ich finde das genauso Krank.
Bei den Atheisten gibt es aber nicht die eine unveraenderliche Wahrheit, die den Leuten eingetrichtert werden muss. Es gibt eben keinen "Verkuender", es geht darum mit den bewiesenen Tatsachen bestmoeglich zurechtzukommen und im eigenen Interesse nach Moeglichkeiten zu forschen, die Chancen fuer ein Leben in der Zukunft zu verbessern.
Das schliesst die Toleranz gegenueber dem Unbekannten mit ein. Aus dem Unbekannten etwas zu schoepfen, was man nicht nachweisen kann und danach sein Leben zu gestalten, ist unlogisch.

Mal angenommen, man glaubt an alles das, wovon man die Nichtexistenz nicht nachweisen kann. Neben den monotheistischen Goettern stehen dann saemtliche andere Gotteswesen, Fabelwesen, alle Maerchenfiguren, jedes xbeliebige Fantasiegebilde zur Auswahl. Man muss sich dann einbilden, das die Realitaet nicht existiert oder anders ausgedrueckt: Der gesunde Menschenverstand verabschiedet sich genau an dieser Stelle. Man ist krank.
Die fehlende Nachweisbarkeit von einer Nichtexistenz ist kein sinnvolles Argument.
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von aquadraht »

jjflash hat geschrieben:@aquadraht: Deine Ausführungen zeigen mir, dass Du anscheinend nicht ganz erfasst hast, was man unter Gott versteht. Dass Du dann Atheist bist, kann ich mir dann gut vorstellen...
Wenn Gott etwas ist, was einerseits die Macht hat, denkende und fühlende Wesen zu erschaffen, sich andererseits herausnimmt, sie zu zermatschen wie Tonfiguren, dann weiss ich alles, was nötig ist. So einen Gott brauche ich nicht. Gut, dass es ihn nur in den Phantasien der Gläubigen gibt.
Wenn der Mensch sozusagen "Gott" ist und somit durch nichts in seinen Handlungen beschränkt ist, kommt es ja, wie Du folgerichtig geschrieben hast, darauf an, dass er sich selbst Grenzen setzt.
Korrekt. Immerhin kann er sich nicht darauf berufen, im Namen eines Gottes seine Mitmenschen zu unterdrücken oder zu massakrieren, als Hexen zu foltern und zu verbrennen.
Das setzt einen guten, verantwortungsbewussten Menschen voraus, der seine Mitmenschen achtet und schätzt. Was passiert allerdings, wenn er erkennt, dass es sich für ihn mehr lohnt, die einmal gesetzten Grenzen zu überschreiten? Er wird sie überschreiten, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Gegen Gewissensbisse kann er ja argumentieren, dass es ja keinen Gott gibt, der sein Verhalten bemerkt.
Naja, dann passiert, dass sich die Menschen so verhalten, wie es Gottgläubige seit jeher getan haben, bloss mit anderen Ausreden. Und ja, das ist passiert und passiert immer noch, im Namen der Nation, irgendeiner Ideologie, des freien Marktes oder was immer. Menschen brauchen keinen Gott, um zu Bestien zu werden. Aber der Gottglaube, der die Verantwortung auf eine höhere Instanz abschiebt, ist dabei ausgesprochen hilfreich.

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Re: gibt es gott ?

Beitrag von ingo_001 »

@ jjflash

Stichwort: "Tonfigur":
Dann wäre Gott also emotionslos, denn nur so lässt sich Dein Vergleich erklären. Andererseits wird ja (gerade heute) die Nächstenliebe gepredigt.
Nun ist die Liebe ja unbestritten eine Emotion ...
Ausserdem meine ich mich zu erinnern, dass Gott bisweilen auch ziemlich ärgerlich war ... wegen "nicht gottgerechtem Verhaltens".
Wie kann denn das sein?
Gott weiss Alles ist allgegenwärtig - omnipresent (kann also von menschlichen Verhalten GAR NICHT ÜBERRASCGT WERDEN, WEIL ER JA ALLES IM VORAUS WEISS.

Sein Ärger, der mitunter durchaus an menschliche Wutausbrüche erinnert, hat für mich absolut NICHTS Übermenschliches oder gar Erstrebenswertes.
Da er also emotional (menschlich) handelt, ist er dem Menschen nicht überlegen (jedenfalls nicht moralisch).
Fazit: Er selbst wäre, wenn es ihn denn gäbe, nichts Anderes als eine anmassende übergroße "Tonfigur" ... um bei Deinem Vergleich zu bleiben.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: gibt es gott ?

Beitrag von jjflash »

@aquadraht: Da es ja viele anderen Ausreden gibt, wie Du selbst sagst, ist es aber dann auch nicht mehr so wichtig, ob es eine mehr oder weniger gibt.

@Tenshu: Ich denke auch in diese Richtung: Mit jeder solchen Seite kann man das Bewusstsein der Menschen steuern, genauso wie mit sonstigen Seiten politischer Art etc.. Was mich nur wundert, ist, dass für viele Atheisten der Glaube, dass es keinen Gott gibt, genauso vehement vertreten wird wie von manchen Gläubigen die jeweilige Religion. Im Grunde ist der Atheismus auch nur eine Religion unter vielen, nur dass der Mensch sich hier als Gott sieht.

@jadelixx: Aus dem Unbekannten schöpft der Atheist aber auch, wenn er glaubt, es gebe keinen Gott. Denn wenn dir unbekannt ist, dass es etwas gibt, ist es dir auch unbekannt, dass es dieses Etwas nicht gibt.
Und die eine unveränderliche Wahrheit, die der Atheist verbreitet, heißt: Es gibt keinen Gott.
Und ausserdem möchte ich als gläubiger Christ sagen, dass mein Glaube den Mitmenschen weit mehr genützt als geschadet hat. Wenn ich nicht glauben würde, wäre ich weniger hilfsbereit, und viel skrupelloser als ich es bin. Denn jedesmal, wenn sich mir solche Fragen stellen, setzt mir die
christliche Lehre Grenzen, die sonst nicht da wären. Und leider muss ich sagen, dass alle Atheisten, die ich bisher getroffen habe, skrupelloser als Religiöse waren.

@ ingo: Jeder Vergleich hinkt ein bisschen. Ein Mensch kann eben nichts Lebendiges aus bloßer Materie schaffen, daher die Tonfiguren. Was ich damit sagen wollte: Gott wäre nur dann ein Mörder, wenn er Gleichartige, also andere Götter, töten würde. Gibt es im Monotheismus aber nicht. Menschen sind nur von Gott geschaffen. Und dass Gott sie nach seinem Bilde schuf, heißt aber nicht, dass sie auch Götter sind. Denn sie sind eben nicht so mächtig und intelligent wie Gott und diesem auch nicht gleichgestellt. Und aus diesem Grunde kann er sie auch vernichten, wenn er will oder eine Auswahl unter ihnen treffen. Das mit den Emotionen ist hier nicht wirklich relevant, weil es um die Frage ging, ob Gott das Recht hat, seine Geschöpfe zu vernichten. Und das hat er.
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von ingo_001 »

Versuch mal bitte auf diesen Aspekt meines Postings zu antworten:
ingo_001 hat geschrieben:@ jjflash
Ausserdem meine ich mich zu erinnern, dass Gott bisweilen auch ziemlich ärgerlich war ... wegen "nicht gottgerechtem Verhaltens".
Wie kann denn das sein?
Gott weiss Alles ist allgegenwärtig - omnipresent (kann also von menschlichen Verhalten GAR NICHT ÜBERRASCGT WERDEN, WEIL ER JA ALLES IM VORAUS WEISS.
Sorry fürs Eigen-Zitat.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: gibt es gott ?

Beitrag von Saiber »

@jjflash

Wenn man alle Eigenschaften deines Gottes jetzt hernimmt und sie zusammenfasst kann man doch nur noch zum Schluss kommen dass er ein uebermaechtiger tyrannischer Despot sein musst, der neben seiner gewalttaetigen, willkuerlichen Natur auch noch jaehzornig und rachsuechtig ist. Er als die erste Instanz eines Glauben im Konstrukt gleich einem Regimes annaehernd eines Diktators.

Du selber hast am Anfang der Diskussion diktatorische Regimes wie den Nationalsozialismus, Sowjetkommunisums und Maoismus verurteilt. Wie kannst du dann dich aber dann einem solchen aehnlichen unterordnen und dem gehorsam gegenueberstehen?
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von jjflash »

Saiber hat geschrieben:@jjflash

Wenn man alle Eigenschaften deines Gottes jetzt hernimmt und sie zusammenfasst kann man doch nur noch zum Schluss kommen dass er ein uebermaechtiger tyrannischer Despot sein musst, der neben seiner gewalttaetigen, willkuerlichen Natur auch noch jaehzornig und rachsuechtig ist. Er als die erste Instanz eines Glauben im Konstrukt gleich einem Regimes annaehernd eines Diktators.

Du selber hast am Anfang der Diskussion diktatorische Regimes wie den Nationalsozialismus, Sowjetkommunisums und Maoismus verurteilt. Wie kannst du dann dich aber dann einem solchen aehnlichen unterordnen und dem gehorsam gegenueberstehen?
Mit dem großen Unterschied, dass er kein Mensch ist. Diktatoren sind MENSCHEN, die sich anmaßen, mit ihresgleichen umgehen zu können, wie sie wollen. Gleichsam ohne Berechtigung Gott spielen wollen.

@ ingo:Man kann sich auch über etwas ärgern, wenn man es im voraus weiß und es dann eintritt.
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von Saiber »

Wenn ich nicht glauben würde, wäre ich weniger hilfsbereit, und viel skrupelloser als ich es bin. Denn jedesmal, wenn sich mir solche Fragen stellen, setzt mir die
christliche Lehre Grenzen, die sonst nicht da wären. Und leider muss ich sagen, dass alle Atheisten, die ich bisher getroffen habe, skrupelloser als Religiöse waren.
Subjektiv.
Moral wie Hilfsbereitschaft und Guete waren schon da als es noch keine Religionen gab. Dies zeichnet eine funktionierende menschlich Gesellschaft aus als die Menschen anfingen in Gruppen zu leben. Menschen brauchen einen Grund um diese Eigenschaften zu zeigen. Wenn ich dir helfe, wirst du mir auch helfen. Wenn ich zu dir gnaedig bin, wirst du auch gnaedig zu mir sein. Schuld und Begleichung, ein Tauschgeschaeft so alt wie die Menschheit und verbreitet in allen Teilen Welt seit Anbeginn als noch kein Wort der Rede war ueber eine Gottheit. Dein Grund z.B. ist das Paradies oder Juengste Gericht, denn wie du schon schriebst, waerest du nicht glaeubig waerest du weniger hilfsbereit, viel skrupelloser usw.
Mit dem großen Unterschied, dass er kein Mensch ist. Diktatoren sind MENSCHEN, die sich anmaßen, mit ihresgleichen umgehen zu können, wie sie wollen. Gleichsam Gott spielen wollen.
Ob jetzt unter einer Gottheit oder Mensch. Ein Angstregime wird als berechtigt erklaert trotz Demokratieverstaendniss und Gerechtigkeitssinn. Das ist bemerkenswert und wie sagte happyfuture nochmal: faszinierend. Das ist Stoff fuer andere Diskusionen.
Echtes Wissen ist, wenn Du das, was Du weisst, als Wissen erkennst, und das, was Du nicht weisst, als Nichtwissen akzeptierst.
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von ingo_001 »

jjflash hat geschrieben:@ ingo:Man kann sich auch über etwas ärgern, wenn man es im voraus weiß und es dann eintritt.
Man schon aber ein (der) Gott???

Das ist mir dann doch ein wenig zu profan für einen allwissenden Gott ...
Wie kams eigentlich zu seinem "Sinneswandel" vom AT (Zahn um Zahn) zum NT (... und wenn Du geschlagen wirst, halt die andere Wange hin).
Da der Mensch sich im Zeitraum vom AT zum NT nicht in seinem Verhalten geändert hat, ist das nicht nachvollziehbar.
Und bitte nicht das Todschlag-"Argument" (die Wege des Herrn sind unergründlich)" bringen ... Damit könntest Du JEDES VERBRECHEN "erklären" (was Andere in der Vergangenheit ja auch gemacht haben - und bis heute tun).

Fazit: Gott macht mir da doch einen unberechenbaren, wanckelmütigen Eindruck.

Mal ganz davon abgesehen, dass der Inhalt der Bibel (in wesentlichen Teilen) zu allen Zeiten immer unterschiedlich ausgellegt wurde.
In früheren Jahrhunderten wurde Alles mit Feuer und Schert bekehrt - oder unterworfen (Machtpolitik).
Heute wird der verzeihende Charakter Gottes betont.

Die Bibel (wie übrigens auch der Koran) wurde von Menschen geschrieben und bis heute nach eigenem Gusto interpretiert - je nachdem, was bezweckt werden soll.

Als (christliche) Kernaussage können m.E. "nur" die 10 Gebote gelten.
Die finden sich aber auch in anderen Glaubensrichtungen.
Das diese auch Einzug in Gesetzestexte (teilweise in abgewandelter Form) gefunden haben, ist ja Teil unserer Kultur, auf die sich ja auch der Humanismus begründet.

Aber ALLES was vor bzw. nach den Geboten 2 - 10

1. ...Du sollt keine anderen Götter haben neben mir
2. Du sollst den Namen des Herrn ... nicht missbrauchen
3. Du sollst den Feiertag heiligen
4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren
5. Du sollst nicht töten.
6. Du sollst nicht ehebrechen.
7. Du sollst nicht stehlen
8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden ...
9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, ...

kam, ist entweder drohen mit ewiger Verdammnis oder versprechen vom jenseitigen Paradies ... anstatt darauf hin zu wirken, die Zustände in der Realität menschenwürdiger zu gestalten.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: gibt es gott ?

Beitrag von bossel »

jjflash hat geschrieben:Mein Standpunkt ist überhaupt nicht menschenverachtend.
Wenn Du die Menschen als rechtlose, der Willkür Deines Gottes vollkommen ausgelieferte Wesen darstellst, & dies noch dazu gutheißt, dann ist das menschenverachtend.
Es ist aber klar, dass der Mensch den anderen Menschen nicht töten kann, ohne sich schuldig zu machen. Denn damit greift er in Gottes Kompetenz ein.
Kann doch gar nicht. Einerseits ist Dein Gott allmächtig & demnach kann gar keiner ohne dessen Zustimmung in seine Kompetenz eingreifen. Andererseits sterben die Leute ja gar nicht, da ja die Essenz, die Seele, unsterblich ist. Macht also gar keinen Unterschied, was man mit ihrem irdischen Körper anstellt. Oder sehe ich die christliche Lehre da falsch?



Tenshu hat geschrieben:Bevor ihr euch jetzt in Details verliert, hier mal ein paar interessante Betrachtungsweisen für das Pro und Contra.
http://www.duentscheidest.com/artikel/gibtes.html" target="_blank
Das ist kein Pro & Contra, sondern kreationistische Scheiße. Der Versuch, mit pseudowissenschaftlicher Argumentation die Existenz eines (natürlich des christlichen) Gottes zu beweisen. Noch dazu von Leuten, die ganz offenbar von Wissenschaft herzlich wenig Ahnung haben.

Nur mal ein Beispiel aus dem obigen Link:
"Auch der Mond hat die perfekte Größe, um mit seiner Anziehungskraft die Gezeiten hervorzurufen. Durch die Bewegung dieser großen Wassermassen wird auf allen Kontinenten vermieden, dass das Wasser steht und gammelt." :roll:


Der größte Nonsens ist aber diese kreationistische Soße über das Gehirn:
"Ein Organ, das eine Million Informationseinheiten verarbeiten kann, gleichzeitig selektiert, was wichtig ist und die Gedanken in die Tat umsetzt...kann man da sagen, dass ein solcher „Hochleistungsrechner“ einfach so entstanden ist?
[...]
Wie können wir uns erklären, wie das menschliche Gehirn entstanden ist? Nur eine Intelligenz, die umfassender ist konnte in der Lage sein, das menschliche Gehirn zu schaffen."

Wenn diese Intelligenz soviel umfassender ist, "kann man da sagen, dass ein solcher „Hochleistungsrechner“ einfach so entstanden ist?" :mrgreen:

Vertreter der intelligenten Schöpfung (intelligent design) sind mE eigentlich nur Witzfiguren. Trotzdem finde ich es bedenklich, deren Ergüsse so zu verlinken, als wenn es eine objektive Betrachtung (Pro & Contra) der Dinge sei.


Tenshu hat geschrieben:Bei den Atheisten werden viele wissentschaftliche Argumentationen aufgeführt, warum es Gott nicht gibt.
Ist das so? Dachte eigentlich, es werden Argumente angeführt, warum es keine Götter braucht, um das zu schaffen, was wir so um uns sehen.

Die Wahrscheinlichkeit, daß Götter existieren, mag infinitesimal gering sein, aber den wissenschaftlichen Beweis zu führen, daß sie nicht existieren, halte ich für beinahe unmöglich. Wie soll das funktionieren? Kannst Du mal ein paar Beispiele verlinken?

Es gibt natürlich Atheisten, die ihren Atheismus auf recht religiöse Weise leben, aber von denen erwarte ich dann auch eher keine wissenschaftliche Argumentation.
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von ingo_001 »

Apropos Creationisten:
Die hatten ja in der G.-W. Bush Zeit fröhliche Urstände gefeiert (neuen Zulauf erhalten).
Erschreckend fand - nein finde - ich, dass ein nicht geringer Prozentsatz der US-Amerikaner das für bare Münze nimmt.
Und selbst Naturwissenschaftler sind von diesem gefährlichen Pseudo-Wissen z.T. schon infiziert :roll:
Na ja ... die USA waren ja schon immer "Gods own country" :roll:
Und wenn solcher Mist dann auch noch an die Kinder weiter gegeben wird, dann ... prost Mahlzeit :roll:
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von Tenshu »

jadelixx hat geschrieben:Die fehlende Nachweisbarkeit von einer Nichtexistenz ist kein sinnvolles Argument.
Das kann im umgekehrten Fall, die Gegenseite auch als Argument anführen. Findest du nicht? Man könnte dann sagen, die fehlende Nachweisbarkeit seiner Existenz / Nichtexistenz kann sehr wohl als Argument für beiden Seiten angeführt werden.
jjflash hat geschrieben:@Tenshu: Ich denke auch in diese Richtung: Mit jeder solchen Seite kann man das Bewusstsein der Menschen steuern, genauso wie mit sonstigen Seiten politischer Art etc.. Was mich nur wundert, ist, dass für viele Atheisten der Glaube, dass es keinen Gott gibt, genauso vehement vertreten wird wie von manchen Gläubigen die jeweilige Religion. Im Grunde ist der Atheismus auch nur eine Religion unter vielen, nur dass der Mensch sich hier als Gott sieht.
Genau das ist (für mich) der Kern der Sache. Aber man sollte schon unterscheiden zwischen Gott und der Kirche. Ich glaube kaum das Gott, irgendwann mal gesagt hat, der Papst ist jetzt mein Vertreter auf Erden. :roll: Also ganz klar differenzieren, was die Kirche als "in Gottes Namen" auslegt.
bossel hat geschrieben:Das ist kein Pro & Contra, sondern kreationistische Scheiße. Der Versuch, mit pseudowissenschaftlicher Argumentation die Existenz eines (natürlich des christlichen) Gottes zu beweisen. Noch dazu von Leuten, die ganz offenbar von Wissenschaft herzlich wenig Ahnung haben.

Nur mal ein Beispiel aus dem obigen Link:
"Auch der Mond hat die perfekte Größe, um mit seiner Anziehungskraft die Gezeiten hervorzurufen. Durch die Bewegung dieser großen Wassermassen wird auf allen Kontinenten vermieden, dass das Wasser steht und gammelt." :roll:


Der größte Nonsens ist aber diese kreationistische Soße über das Gehirn:
"Ein Organ, das eine Million Informationseinheiten verarbeiten kann, gleichzeitig selektiert, was wichtig ist und die Gedanken in die Tat umsetzt...kann man da sagen, dass ein solcher „Hochleistungsrechner“ einfach so entstanden ist?
[...]
Wie können wir uns erklären, wie das menschliche Gehirn entstanden ist? Nur eine Intelligenz, die umfassender ist konnte in der Lage sein, das menschliche Gehirn zu schaffen."

Wenn diese Intelligenz soviel umfassender ist, "kann man da sagen, dass ein solcher „Hochleistungsrechner“ einfach so entstanden ist?" :mrgreen:

Vertreter der intelligenten Schöpfung (intelligent design) sind mE eigentlich nur Witzfiguren. Trotzdem finde ich es bedenklich, deren Ergüsse so zu verlinken, als wenn es eine objektive Betrachtung (Pro & Contra) der Dinge sei.



Tenshu hat geschrieben:
Bei den Atheisten werden viele wissentschaftliche Argumentationen aufgeführt, warum es Gott nicht gibt.

Ist das so? Dachte eigentlich, es werden Argumente angeführt, warum es keine Götter braucht, um das zu schaffen, was wir so um uns sehen.

Die Wahrscheinlichkeit, daß Götter existieren, mag infinitesimal gering sein, aber den wissenschaftlichen Beweis zu führen, daß sie nicht existieren, halte ich für beinahe unmöglich. Wie soll das funktionieren? Kannst Du mal ein paar Beispiele verlinken?

Es gibt natürlich Atheisten, die ihren Atheismus auf recht religiöse Weise leben, aber von denen erwarte ich dann auch eher keine wissenschaftliche Argumentation.
Natürlich ist das gequirlte Sch****. deshalb habe ich auch geschrieben "sagen wir mal Interessant" :roll: Allerdings gibt es bei den Atheisten auch diese Extreme. Da gibt es Leute die für jede Stelle in der Bibel 100% glaubhafte Beweise haben möchten. HALLO....seit wann kann man den Glauben generell Wissentschaftlich begründen?

Versteht mich bitte nicht falsch. Ich wehre mich nur dagegen, das die Atheisten, egal wie sehr sie ihren Standpunkt vertreten, immer als kluge Menschen hingestellt werden. Andererseits sind die Gläubigen und die Theisten immer die gutgläubigen Dummen.
Das kann ja wohl nicht sein.

Von Atheisten die aus ihrem Standpunkt schon fast eine Religion machen, kann man keine Beweise erwarten. Das hast du schon richtig gesagt. Es gab vor ca. 12 Jahren mal einen Franzosen, Bernard...irgendwas (vergessen), der seinen Standpunkt (Atheist) schon sehr extrem Verteidigte (Beleidigung und Diffamierung von Gläubigen...usw.) Also solche extremen Atheisten, die den Leuten ihren Standpunkt aufzwingen wollen, überzeugen mich auch nicht wirklich. :P
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Re: gibt es gott ?

Beitrag von ingo_001 »

Tenshu hat geschrieben:Von Atheisten die aus ihrem Standpunkt schon fast eine Religion machen, kann man keine Beweise erwarten. Das hast du schon richtig gesagt. Es gab vor ca. 12 Jahren mal einen Franzosen, Bernard...irgendwas (vergessen), der seinen Standpunkt (Atheist) schon sehr extrem Verteidigte (Beleidigung und Diffamierung von Gläubigen...usw.) Also solche extremen Atheisten, die den Leuten ihren Standpunkt aufzwingen wollen, überzeugen mich auch nicht wirklich. :P
Das wäre dann wohl der ultimative Super GAU:
Eifernde, fanatische, evtl. sogar militante Atheisten, die ... bekehren wollen ... und zwar die Theisten ... was für ne Vorstellung :mrgreen:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: gibt es gott ?

Beitrag von jadelixx »

Tenshu hat geschrieben: Versteht mich bitte nicht falsch. Ich wehre mich nur dagegen, das die Atheisten, egal wie sehr sie ihren Standpunkt vertreten, immer als kluge Menschen hingestellt werden. Andererseits sind die Gläubigen und die Theisten immer die gutgläubigen Dummen.
Das kann ja wohl nicht sein.
Wenn ich Dir etwas verkaufe, was es nicht gibt und Dir erklaere, nach dem Tod wirst Du es unter bestimmten Bedingungen geniessen koennen, dann wuerde ich das gutglaeubig nennen. Das ist ja nicht weiter schlimm. Schlimm ist, das dieser Gutglaube in der Geschichte immer wieder von einigen Fuehrern missbraucht wurde. Gutglaeubige sind wie eine Herde Schafe, die sich im Bedarfsfall fuer jeden Scheiss einsetzen lassen.
jjflash hat geschrieben:@jadelixx: Aus dem Unbekannten schöpft der Atheist aber auch, wenn er glaubt, es gebe keinen Gott. Denn wenn dir unbekannt ist, dass es etwas gibt, ist es dir auch unbekannt, dass es dieses Etwas nicht gibt.
Wenn es eine Gruppe gibt, die behauptet, das man auf eine andere Instanz hoeren muss, dann ist diese Gruppe erstmal in der Nachweispflicht, das es diese Instanz auch gibt. Es spricht ja nichts dagegen, wenn diese Leute es fuer sich behalten, aber zu erwarten das sich andere nach ihrem Hirngespinst ausrichten, ist wohl etwas zuviel verlangt.
jjflash hat geschrieben:Und die eine unveränderliche Wahrheit, die der Atheist verbreitet, heißt: Es gibt keinen Gott.
Und ausserdem möchte ich als gläubiger Christ sagen, dass mein Glaube den Mitmenschen weit mehr genützt als geschadet hat. Wenn ich nicht glauben würde, wäre ich weniger hilfsbereit, und viel skrupelloser als ich es bin. Denn jedesmal, wenn sich mir solche Fragen stellen, setzt mir die
christliche Lehre Grenzen, die sonst nicht da wären. Und leider muss ich sagen, dass alle Atheisten, die ich bisher getroffen habe, skrupelloser als Religiöse waren.

Das Du so etwas heute von Dir behaupten kannst, liegt allein an Deinem weltlichen Umfeld in einer aufgeklaerten toleranten Gesellschaft.
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