Heirat, never Ending Story

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sventaicang
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von sventaicang » 31.08.2009, 14:55

Ist es normal das meine Verlobte Ihren Reisepass (also eine Kopie) beglaubigen lassen muss? Und ich ebenfalls meinen deutschen Reisepass?

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Attila
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von Attila » 31.08.2009, 18:50

Wenn es für das deutsche Standesamt sein soll ist es ziemlich normal. Wobei die Beglaubigung der Kopie des deutschen Ausweisdokumentes etwas ungewöhnlich ist.

Im Rahmen des Visumverfahrens ist das meines Erachtens eher ungewöhnlich.

Hoffe es geht alles gut voran bei Euch!
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von Tenshu » 31.08.2009, 19:21

@ sventaicang
hoch lebe die deutsche Bürokratie. :mrgreen:
Aber mal im Ernst. Ich kann dich gut verstehen. Unterlagen, Beglaubigungen usw...
da kann man leicht den Überblick verlieren. Und wenn man das erste Mal vor so einer
Hürde steht...Quasi wie der Ochse vorm Berg. Ich drücke dir alle Daumen, das alles glatt läuft. Lass von dir hören, wenn du da durch bist. Jede Info zu dem Thema ist
Gold wert. :mrgreen:

@ Attila
ich habe deinen Thread gelesen. Du hattest echt eine Odysee hinter dir. Aber
gut gemeistert, Glückwunsch. Ich wünsche dir, das alles weiter gut läuft.

Gruß
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von Attila » 31.08.2009, 20:00

Tenshu hat geschrieben: @ Attila
ich habe deinen Thread gelesen. Du hattest echt eine Odysee hinter dir. Aber
gut gemeistert, Glückwunsch. Ich wünsche dir, das alles weiter gut läuft.
Danke! Aber wir sind echt noch glimpflich davongekommen, es gibt einige heftigere Geschichten. Natürlich gibt es auch viele viele Paare bei denen alles wesentlich unproblematischer läuft - also nicht bange machen lassen!

Rala gebe ich mit dem Tipp zu info4alien.de recht - eine sehr gute Seite. Nur sollte man im Hinterkopf haben das dort wirklich nur die heftigen Fälle landen.

Und zwischen meine Frau und mir läuft es noch immer gut... :wink: :mrgreen:
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von Tenshu » 31.08.2009, 20:31

@ Attila
freut mich zu hören, das bei euch alles gut läuft. Tja, die Extremfälle von der
angesprochenen Seite, schau ich mir garnicht erst an. Es gibt besseres um Deprimiert zu sein. :mrgreen: Für mich gilt, erstmal abwarten und Tee trinken, im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings kann man von euren Erfahrungen mit den deutschen Behörden, schon etwas lernen.

Gruß
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von sventaicang » 02.09.2009, 02:15

Hallo!

Ja... das Standesamt hat nach der Beglaubigung gefragt. Ich bin leider nicht persoenlich vor Ort gewesen... der ganze Prozess wird von meiner Mutter organisiert... (meine Verlobte und ich haben da Vollmachten ausgestellt).

Zu der beglaubigten Ausweiskopie: Im Juli war ich vor Ort und der Beamte hat mir gesagt dass das nicht notwendig ist... die haben Ihre Meinung scheinbar geandert. Alle andere Dokumente sind so wie sie es haben wollen... fehlte nur diese Beglaubigung. Ich schicke jetzt meinen Perso im Original nach Deutschland... das wollen sie wohl so akzeptieren.

Ist sau teuer hier Passkopien zu beglaubigen! Die kennen das Wort beglaubigen gar nicht... Jetzt wird der ganze Pass von meiner Verlobten uebersetzt (ja... laut dem suzhou notary office geht nur alles!).. 600 RMB + nochmal EMS Express.... Mal gucken was da noch so alles zusammenkommt!

Eine Freundin meiner Verlobten hatte weder Ihr Hukou noch den Pass kopieren bzw. beglaubigen lassen. Die hat vor einer Woche in der Naehe von Frankfurt geheiratet.

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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von happyfuture » 02.09.2009, 07:42

Vorab: ich habe in CN geheiratet!
sventaicang hat geschrieben:Ja... das Standesamt hat nach der Beglaubigung gefragt. Ich bin leider nicht persoenlich vor Ort gewesen... der ganze Prozess wird von meiner Mutter organisiert... (meine Verlobte und ich haben da Vollmachten ausgestellt).
M.E. sind die Standesämter in D die größte "Schwachstelle" und wissen nicht genau, was für die Ausstellung eines EFZ notwenig ist (und dies wird immer benötigt, wenn ein deutscher Staatsbürger einen Ausländer/in heiratet).
sventaicang hat geschrieben:Zu der beglaubigten Ausweiskopie: Im Juli war ich vor Ort und der Beamte hat mir gesagt dass das nicht notwendig ist... die haben Ihre Meinung scheinbar geandert. Alle andere Dokumente sind so wie sie es haben wollen... fehlte nur diese Beglaubigung. Ich schicke jetzt meinen Perso im Original nach Deutschland... das wollen sie wohl so akzeptieren.
Ein Reisepass ist ein international anerkanntes Dokument zum Nachweis der Identität! Beim Grenzübertritt habe ich noch niemals eine notariell legalisierte, übersetzte Kopie benötigt - übrigens auch nicht beim Standesamt! Da hatte ich den original Pass meiner Frau dabei :wink:
sventaicang hat geschrieben:Eine Freundin meiner Verlobten hatte weder Ihr Hukou noch den Pass kopieren bzw. beglaubigen lassen. Die hat vor einer Woche in der Naehe von Frankfurt geheiratet.
Wie gesagt, andere Menschen, anderes Standesamt, andere "Erfolgsstory" ... :mrgreen:

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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von sventaicang » 15.11.2009, 14:49

Hallo,

wir sind jetzt kurz davor das Visum in Shanghai zu beantragen. (Visum zur Eheschliessung).
Die Bescheinigung vom Standesamt liegt vor.

Heute sehe ich das die Botschaft das Merkblatt aktualisiert hat:
http://www.shanghai.diplo.de/Vertretung ... =Daten.pdf" target="_blank

8. Falls vorhanden:
- Abschlusszeugnis der Universität vom Antragsteller im Original mit deutscher Übersetzung
- Bestätigung des Arbeitgebers über die derzeitige berufliche Tätigkeit im Original mit deutscher Übersetzung

Was hat es damit auf sich? Eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers moechte sie nicht vorlegen. Kann das ein Problem werden? Koennen die diese Dokumente wirklich verlangen? That's none of their business.

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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von Attila » 15.11.2009, 15:09

sventaicang hat geschrieben:Was hat es damit auf sich? Eine Bescheinigung Ihres Arbeitgebers moechte sie nicht vorlegen. Kann das ein Problem werden? Koennen die diese Dokumente wirklich verlangen? That's none of their business.
Leider definieren immer noch die Auslandsvertretungen 'what their business is'. Datenschutz usw. gilt ja nur in Deutschland...

Selbst dazu gibt es im Userforum von info4alien.de einen interessanten Thread was ABH's hier in Deutschland alles fragen dürfen und was nicht. Einiges ist rechtlich höchst problematisch, z.B. verlangen von chatprotokollen, vollständiger email korrespondenz, sms-protokolle usw. Aber es ist hoch kompliziert und teuer dagegen vorzugehen.

Warum die das wollen?
Da kann ich nur spekulieren aber ich denke das hat mit der Abwehr späterer Harz IV Ansprüche zu tun, bzw. damit einschätzen zu können ob der Ehepartner auf dem deutschen Arbeitsmarkt eine Chance hat. Nicht alles was von den Auslandsvertretungen kommt muss böse gemeint sein. :wink:

Bei den vielen gefälschten Dokumenten die in China im Umlauf sind könnte ich mir vorstellen das die Auslandsvertretungen eine Prüfung vor Ort durchführen um die Behörden (ARGE, Arbeitsamt) in der Heimat zu entlasten.
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von happyfuture » 15.11.2009, 15:23

sventaicang hat geschrieben:Ist es normal das meine Verlobte Ihren Reisepass (also eine Kopie) beglaubigen lassen muss? Und ich ebenfalls meinen deutschen Reisepass?
Soviel ich weiß müssen Kopien immer beglaubigt werden.
Ich hatte seiner Zeit den original Reisepass dem Standesamt für die Ausstellung des EFZ vorgelegt, hat ausgereicht. Das Du Deinen D-Reisepass beglaubigen lassen sollst halte ich für ein Missverständnis!

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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von sventaicang » 15.11.2009, 16:19

Hallo,

doch die wollten eine beglaubigte Kopie meines Reisepasses. Das Original kann ich nicht abgeben wenn ich in China bin. Meine Mutter regelt alles auf den Aemtern (Vollmacht). Ich habe dann einfach den Personalausweis per Post nach D geschickt... den braucht man in China ja eh nicht. Das hat dann ausgereicht.

Noch eine Frage:
5. Nachweis über bestehenden Krankenversicherungsschutz ab Einreise im Original

Das Visum zur Eheschliessung ist 90 Tage gueltig. Also Versicherungsschutz fuer 90 Tage kaufen? Wir werden uns nur wenige Tage in Deutschland aufhalten. (maximal 12 Tage).

Zu der Bescheinigung des Arbeitgebers:
Sie fragt ungerne danach weil wir noch nicht wissen ob wir 2010 ganz in China bleiben oder nicht. Wenn Ihre GM weiss das sie im Ausland heiratet wird sich das Verhaeltnis zu ihr relativ schnell veraendern. Daher versuchen wir Ihre Firma erstmal aussen vor zu lassen. Sie hat dort einen relativ guten Job.

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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von ingo_001 » 16.11.2009, 16:44

Tenshu hat geschrieben:Für mich gilt, erstmal abwarten und Tee trinken, im wahrsten Sinne des Wortes. Allerdings kann man von euren Erfahrungen mit den deutschen Behörden, schon etwas lernen.
Keine Panik :)
Bei uns gings damals auch problemlos (und bei uns war das EFZ noch obligatorisch), was mehr Rennereien zur Folge hatte.
Also nochmal: Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird :wink:

Gilt auch für später, wenns um die Erteilung der Niederlassungserlaubnis geht :wink:

Einzig bei Anerkennung evtl. beruflicher Qualifikationen kanns mitunter haarsträubende Ergebnisse geben :(
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von Tenshu » 18.11.2009, 01:51

ingo_001 hat geschrieben:Also nochmal: Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird
Mitlerweile sehe ich das auch so. Alles halb so wild. Man(n) muss sich nur ausgiebig über die Vorgehensweise informieren.
ingo_001 hat geschrieben:Einzig bei Anerkennung evtl. beruflicher Qualifikationen kanns mitunter haarsträubende Ergebnisse geben :(
Wann ist das nicht so? :lol: Anerkennung einer nichtdeutschen Qualifikation ?
Wo kämen wir dahin. In D muss eben alles Hand und Fuß haben. :roll: :roll: :roll:
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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von happyfuture » 18.11.2009, 04:11

sventaicang hat geschrieben:Hallo,

doch die wollten eine beglaubigte Kopie meines Reisepasses. Das Original kann ich nicht abgeben wenn ich in China bin. Meine Mutter regelt alles auf den Aemtern (Vollmacht). Ich habe dann einfach den Personalausweis per Post nach D geschickt... den braucht man in China ja eh nicht. Das hat dann ausgereicht.
Interessant! Ich habe bisher den original Reisepass vorgelegt, von dem dann eine Kopie gefertigt wurde. Egal ob China oder D. Was anderes kenne ich nicht, sorry!
sventaicang hat geschrieben:Noch eine Frage:
5. Nachweis über bestehenden Krankenversicherungsschutz ab Einreise im Original

Das Visum zur Eheschliessung ist 90 Tage gueltig. Also Versicherungsschutz fuer 90 Tage kaufen? Wir werden uns nur wenige Tage in Deutschland aufhalten. (maximal 12 Tage).
Es gibt günstige Versicherungen im Internet und auch meist in der Nähe der Konsulate in CN Agenturen, die solchen Auslandskrankenschutz anbieten. Deine Frau benötigt für die Zeit des tatsächlichen Aufenthalts diese Versicherung!
Tipp:
Frage bei der D-Botschaft/Konsulat nach, ob die sogenannte Internetversicherungen akzeptieren (da bekommst du die Police per Mail gesendet, nix wirkliches Original!) und ob der kürzere Zeitraum akzeptiert wird (kannst du mit den Reservierungen der Flüge "glaubhaft" machen).
sventaicang hat geschrieben:Zu der Bescheinigung des Arbeitgebers:
Sie fragt ungerne danach weil wir noch nicht wissen ob wir 2010 ganz in China bleiben oder nicht. Wenn Ihre GM weiss das sie im Ausland heiratet wird sich das Verhaeltnis zu ihr relativ schnell veraendern. Daher versuchen wir Ihre Firma erstmal aussen vor zu lassen. Sie hat dort einen relativ guten Job.
Das kann mächtig in die Hose gehen ... :(

Sorry für folgende Anmerkung: Was ist euch wichtiger? Heirat oder Arbeitgeber? Wenn Euer Entschluss feststeht, würde ich alsbald ein Gespräch mit dem Arbeitgeber führen, offen und ehrlich!

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Re: Heirat, never Ending Story

Beitrag von Ron » 18.11.2009, 14:26

sventaicang hat geschrieben:Das Visum zur Eheschliessung ist 90 Tage gueltig. Also Versicherungsschutz fuer 90 Tage kaufen? Wir werden uns nur wenige Tage in Deutschland aufhalten. (maximal 12 Tage).
Der Versicherungsschutz muss solange gültig sein wie das Visum.
Ohne Versicherung gibt's kein Visum.
Sie kann ja 90 Tage bleiben also verlangt die Botschaft für diesen Zeitraum auch eine Versicherung.
Beim ADAC kann man etv. Geld für die Zeit zurückbekommen wenn man früher ausreist,
sicher bin ich aber nicht, da mal nachfragen.

Ron

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