Ich weiß nicht, wer es verkauft hat bzw. inwieweit es legal war, aber Opium hatte damals auch in Europa (auch Großbritanien) und den USA seine Freunde[/quote]Liberator hat geschrieben: Dein "Sarkasmus" ist hier fehl am Platz. Die Briten haben das Opium nicht im eigenen Land oder Europa verkauft und dortige Konsumbeschränkungen mit Waffengewalt unterbunden, im Namen universellen Freihandels. Wenn hier einer heuchelt, bist Du das mit Deinem Rechtfertigungsversuch.
Du solltest entscheiden, was Dein Punkt ist. Bis zur Überschwemmung des chinesischen Marktes mit Opium aus britischen Plantagen in Indien war Opium in China eine geduldete Gesellschaftsdroge für die bessere Gesellschaft, und das gelegentliche Kauen von Opiumkügelchen etc. ein Teil der Volksmedizin. Gesellschaftliche Sitten, staatliche Gesetze und der hohe Preis verhinderten, dass das zum Massenphänomen wurde.
Grossbritannien hat dann China mit extrem billigem starkem Opium überschwemmt, wodurch die Droge zum Massenphänomen wurde, das Zahlungsbilanz wie Volksgesundheit (auch Arbeiter und Bauern begannen, Opium gegen Hungergefühle und Schmerzen aller Art zu nehmen) untergrub. Die chinesische Regierung reagierte darauf mit verschärften Drogengesetzen. Gegen diesen "Verstoss gegen den freien Handel", also die Bekämpfung Plünderung der chinesischen Zahlungsbilanz mittels Drogenhandel, reagierte UK, im Bunde mit Frankreich, das bei der Beuteteilung nicht zurückstehen wollte, mit militärischer Aggression.
Das wäre das Gleiche, als wenn wir Schweden und Finnland überfallen, weil sie strengere Alkoholgesetze haben. Mit der Frage, welche Drogenpolitik gut und sinnvoll ist, hat das nichts zu tun.

