Seite 1 von 1

Schwanger in China

Verfasst: 15.09.2013, 05:59
von Kira
Hallo,

ich lebe derzeit in China und bin im 4.Monat schwanger. Bevor ich in ein paar Monaten nach Deutschland zurückfliege wollte ich hier gern ein paar Vorsorgeuntersuchungen machen.

Hat jemand von euch schon Erfahrungen damit?
Werden die gleichen Untersuchungen wie in Deutschland gemacht?
Bekommt man eigentlich auch einen Mutterpass in China?

Meine Ärztin aus Deutschland hat mir geraten einen Toxoplasmosetest, die Feindiagnostik, eine Hämoglobinbestimmung und einen Glucosetest zu machen.
Werden diese Tests in chinesischen Krankenhäusern durchgeführt? Kann mir jemand die Namen auf Chinesisch übersetzen? Meine Wörterbücher waren da leider nicht so hilfreich.
Wie viel kosten diese Tests in China ungefähr?

Vielen lieben Dank!

Re: Schwanger in China

Verfasst: 15.09.2013, 06:30
von Shenzhen
Meine Frau ist auch im 4. Monat schwanger und war nur im Krankenhaus in der 6. Woche um festzustellen ob sie wirklich schwanger ist oder nicht. Vor "ein paar Jahren" hat es die Menschheit auch noch ohne Krankenhaus geschafft schwanger zu sein...

Ansonsten gibt es in "jeder" groesseren Stadt auch Expat-Krankenhaeuser in denen Expats voll westlich versorgt (bemuttert) werden - schau dich etwas in der lokalen Expat-Community um - da du nicht schreibst wo du bist kann ich Dir leider keinen Tip geben.

Re: Schwanger in China

Verfasst: 15.09.2013, 08:11
von Lotti
Vor "ein paar Jahren" sind tatsächlich auch noch "ein paar Leute" mehr krepiert. :wink:
Aber klar ist, in China rennen die wenigsten bei einer Schwangerschaft regelmäßig ins Krankenhaus.
Je nachdem, wo du bist tust du dir das freiwillig auch nicht an.
Das hat nichts mit der "heimeligen" Atmosphäre beim Arzt in De zu tun.
Ich kann dir berichten, wie das in nem kleinen Vorstadtkrankenhaus aussah.
Erstmal, schmutzig.
Privatsphäre gibt es nicht. Es gab immer massig Publikum.
Es gibt so eine Art Mutterpass. Ein simples Schreibheft, wo der errechnete Geburtstermin rein kommt, Blutdruck ...tjoa viel kommt da eigentlich nicht rein, weil auch nicht viel gemacht wird.
Bei mir war es Ultraschall und Blutdruck messen.
Ich war aber auch nur 2 mal da.
Zuckertest wird in De auch nicht bei jedem Arzt standartmäßig gemacht. Dafür gibt es aber auch Indikatoren. Wenn du massiv zunimmst, oder dein Baby auffällig groß gerät ist ein Zuckertest sehr ratsam.
Toxo ...joa, hast du ne Katze, oder eine Vorliebe für rohes Fleisch?
Sonst wäre es wohl nur interessant, ob du schon immun bist.
Feindiagnostik, bist du schon "älter", oder familiär vorbelastet?
Wann gehst du denn zurück nach De?
Ich würd mir an deiner Stelle keine Panik machen. :wink:

Re: Schwanger in China

Verfasst: 15.09.2013, 08:19
von VielUnterwegs
Und Shenzhen, schon brav die Geburtserlaubnis beim oetlichen Grossmufti beantragt? ;-)

Re: Schwanger in China

Verfasst: 15.09.2013, 08:42
von blackrice

Re: Schwanger in China

Verfasst: 15.09.2013, 23:34
von Linnea
Nur für den Fall, dass du Rhesus negativ bist. Kümmere dich um die Antikörperspritze (Anti-D-Prophylaxe), die muss wahrscheinlich über eine Apotheke in Hong Kong bezogen werden. Die allermeisten Chinesen sind Rhesus positiv, deshalb ist die Spritze in China meiner Information nach kein Standard und der Rhesusfaktor wird in der Regel auch nicht getestet (auch wenn es zumindest ein kleines Forum mit Betroffenen im Internet gibt).

Re: Schwanger in China

Verfasst: 16.09.2013, 00:52
von Laogai
Kira hat geschrieben:Meine Ärztin aus Deutschland hat mir geraten einen Toxoplasmosetest, die Feindiagnostik, eine Hämoglobinbestimmung und einen Glucosetest zu machen.
Werden diese Tests in chinesischen Krankenhäusern durchgeführt?
Kira, was sind denn das für Tests? Was ist "Toxoplasmosetest", "Feindiagnostik", "Hämoglobinbestimmung" und "Glucosetest"? Deine Ärztin in Deutschland hat dich doch sicherlich umgehend darüber informiert und dir ist genau bewusst worum es sich dabei handelt. Richtig?

Hand aufs Herz (oder auf den Bauch), Falsch ist sicherlich die richtige Antwort.

Re: Schwanger in China

Verfasst: 16.09.2013, 10:37
von mario.s
Shenzhen hat geschrieben:Ansonsten gibt es in "jeder" groesseren Stadt auch Expat-Krankenhaeuser in denen Expats voll westlich versorgt (bemuttert) werden - schau dich etwas in der lokalen Expat-Community um - da du nicht schreibst wo du bist kann ich Dir leider keinen Tip geben.
Diese Art der Krankenhaeuser gibt es auch fuer Chines(inn)en zu Hauf. Zumindest in den groesseren Staedten. Waehrend der Schwangerschaft meiner Lieben haben wir ordentlich Krankenhaus-Tourismus betrieben. Da war von High End mit Luxushotelflair, eigener Ayi, und weiss der Himmel kompetenten Aerzten und Schwestern, die ohne Auslandserfahrung gar nicht erst an eine Bewerbung dort denken brauchten, bis zu den von Lotti erwaehnten unterirdisch hygienisch anmutenden "Geburtsfabriken" alles dabei.

Welche Tests gemacht werden, haengt weitgehend auch vom Geldbeutel und der Besorgnis/Risikowahrscheinlichkeit bei den werdenden Eltern ab.

Wir hatten uns letztendlich fuer ein ordentliches, sauberes und auf uns professionell wirkendes Krankenhaus fuer (werdende) Muetter und Kinder in unserer Naehe entschieden. Weil wir einfach ein gutes Gefuehl dabei hatten. Und es war eine gute Entscheidung.

Ob nun die obigen Tests gemacht wurden, dass kann ich Dir im Detail nicht sagen, weil ich weder Arzt bin, noch bei jeder einzelnen Untersuchung im Behandlungsraum war. (Die anderen Damen, die ggf. auf benachbarten Liegen lagen oder sich vor/nach deren Untersuchungen gerade zurecht machten, guckten da immer so schief. - Pruedes China. Als wenn ich als damals angehender Vater nicht laengst wusste, wie soetwas aussieht... ;)) Ich habe im Grunde nur immer brav die Betraege bezahlt, die fuer die jeweils angesetzten Untersuchungen faellig wurden.

Blutbild war dabei, in regelmaessigen Abstaenden Ultraschall, Herztoene des Kindes abhoeren, und noch allerlei kleinere Untersuchungen, die nach aktuellem Zeitplan und Schwangerschaftsverlauf anstanden.

Mutterpass? Kann nicht sagen, ob das Pendant der Untersuchungsakte meiner Frau so bezeichnet werden koennte. Sie hatte eine Chipkarte vom Hospital (auf und ueber die jeweils die Untersuchungen gebucht wurden) und ein kleines Buechlein mit Ihrem Namen und allerlei Informationen bekommen. Bei Vorlage dieses Buechleins am Empfang wurde ihre Akte von den Schwestern herausgesucht, waehrend Blutdruck und Gewicht gecheckt wurden.

So viel von mir. Mehr habe ich nicht vom Inhalt, Umfang und insbesondere dem deutschen Namen dieser Untersuchungen mitbekommen.

Beste Gruesse

Mario

Re: Schwanger in China

Verfasst: 18.09.2013, 05:40
von Marcus
Dazu eine Grundsatzfrage, bist Du für die Abtreibung oder dagegen? Falls dagegen, warum willst Du zur Vorsorgeuntersuchung gehen?
Und dann solltest Du dir auch mal Gedanken über die Nebenwirkungen einer Ultraschalluntersuchung machen, denn diese erzählt dir nähmlich kein Arzt sofern er/sie sie überhaupt kennt.

Re: Schwanger in China

Verfasst: 18.09.2013, 06:14
von Yingxiong
Und wie gefährlich ist es, über die Strasse zu gehen?

Re: Schwanger in China

Verfasst: 18.09.2013, 06:33
von litti72
Marcus hat geschrieben:Dazu eine Grundsatzfrage, bist Du für die Abtreibung oder dagegen? Falls dagegen, warum willst Du zur Vorsorgeuntersuchung gehen?
Sorry, aber dieser Zusammenhang ist wohl nur Dir klar :roll:

Re: Schwanger in China

Verfasst: 18.09.2013, 08:50
von Lotti
Marcus....wirklich, ich mag dich.
Mal eine kleine Geschichte extra für dich, zum nachdenken.
Wäre ich gegen Ende der Schwangerschaft nicht in Deutschland gewesen, und regelmäßig zu den Vorsorgeuntersuchungen gegangen, inklusive Ultraschall, wäre mein Sohn tot, und ich vielleicht auch.
Das hat nämlich einen Scheißdreck mit pro, oder kontra Abtreibung zu tun!
Und das schlimmste was dem Baby dabei widerfährt ist, dass es geweckt und genervt wird.

Und damit die TE nun keine Angst bekommt, Komplikationen sind kein mehrheitliches Problem. Was ich beschrieben habe war eine Präklampsie, sowas tritt nur sehr selten auf.
Ich an deiner Stelle würde mir also erstmal keine Sorgen machen.