Abrechnung mit Beijing
Verfasst: 11.09.2011, 08:45
(In mehreren Teilen arbeite ich meine Erfahrungen mit dem Land, der Stadt und den Menschen auf - den Titel also bitte nicht zu wörtlich nehmen.)
Ab zur Hauptstadt der Chinesen hieß es Anfang Juli. Von Abschiedstrauer keine Spur. Beijing ist mit ca. 15 Millionen Einwohnern eine der größten Städte Chinas und beherbergt einige Überraschungen.
Einen Sprachkurs mache ich in dieser Stadt. Wohnen bei einer Gastfamilie. Neben den 36 Grad Celsius am Ankunftstag und einem Taxi, dessen Keilriemen lautstarke Geräusche gemacht hat, kam der 1. Schock wenige Minuten später. Angekommen bin ich nicht in dem wundervollen, mit Prunkbauten geschmückten Zentrum Beijings, sondern etwas ausserhalb, einem Viertel mit keinem Ausländer im Umkreis von 5 km, heruntergekommenen Hochhäusern und vielem mehr. Der eigentliche Schock ist aber jener: die Gastfamilie ist eine Gastmutter im Alter von 58 Jahren. Um eines vorne Weg zu nehmen – die Gastmutter ist sehr fürsorglich, hat immer für annähernd westliche Ordnung gesorgt und gut gekocht. Sie spricht aber kein Wort Englisch. Somit kämen wir zum Sprechen. Während des ersten Wochenendes habe mich mit meinem iPad und Google Translator verständigen können. Mit der Zeit ging es aber. Gegen Ende konnte man sich gut unterhalten und sich über die Tagesaktivitätrn austauschen.
Mandarin House ist der Name einer Sprachschule, die zentral (an einer U-Bahn und mehreren Bushaltestellen) liegt. Rund herum sind Geschäftsgebäude sowie ein Luxus Einkaufszentrum. Das Personal ist mehr als freundlich, spricht gutes Englisch und vermittelt das gewünschte Lernmaterial sehr gut. Was mich einzig gestört hat, war, dass keine Schriftzeichen gelehrt wurden. Nur im Intensiv-Kurs am Nachmittag. Vier Wochen sollte man mindestens einplanen um gutes chinesisch sprechen zu können. Diese vier Wochen “Standard-Kurs” vermitteln Chinesisch in 80 Stunden. Man spricht also besser als bei einem Schuljahr Französisch. Schulbücher hat die Schule auch eigene gestaltet und geschrieben. Mal abgesehen von ein paar Logikfehlern in den “Comprehensions” sind auch diese Werke auf gutem Niveau. Ebenfalls auf hohen Niveau ist die Betreuung der Sprachschule. Als mir am 2. Schultag das Portmonee geklaut wurde (dazu später mehr) stand die Sprachschule mir Rat und Tat zur Seite und hat mich insgesamt 45 Minuten internationale Gespräche durch deren Telefon führen lassen. Auch nicht gerade günstig.
Aufstehen um 6 Uhr, dann duschen und frühstücken hieß es Montag morgen, am 1. Schultag. Meine Gastmutter servierte mir Toastbrot mit Marmelade, die seit einem Jahr abgelaufen ist. Na gut, rein damit. Dann ging es zur 10 Minuten entfernten Bushaltestelle. Von allen angestarrt zu werden kannte ich bis dato nicht. Da Bus Linie “31″ zu viele Umwege bis zur Sprachschule fährt, wollte meine Gastmutter lieber mit zwei Bussen fahren. Der erste war leer, der zweite rappelvoll. Nach dem 1. Schultag wurde ich dann wieder abgeholt. Was ich dann ab 13 Uhr mittags mache? Keine Ahnung. Selbes Spielchen am Dienstag, nur wurde mir dann das Portmonee aus der zugeknöpften Hosentasche geklaut. Das ging dann mit der Sperrung von Kreditkarten, erstatten einer Anzeige in einem mehr als erbärmlichen Polizeirevier bis zum Telefonat mit der Familie in Deutschland. Am nächsten Tag fand der Hausmeister der Beijinger Technikuniversität mein Portmonee – vor einem Mülleimer. Dieser gab mir jenes dann wieder und ich war glücklich, denn bis aufs Geld hat nichts gefehlt. Dafür das dann die folgenden Nachmittage alles in Beijing langweilig und “doof” war könnte ich mich selber schlagen… [demnächst geht es weiter]
Ein paar Bilder findet ihr hier: http://www.littleplus.de/2011/09/aller- ... st-schwer/
Ab zur Hauptstadt der Chinesen hieß es Anfang Juli. Von Abschiedstrauer keine Spur. Beijing ist mit ca. 15 Millionen Einwohnern eine der größten Städte Chinas und beherbergt einige Überraschungen.
Einen Sprachkurs mache ich in dieser Stadt. Wohnen bei einer Gastfamilie. Neben den 36 Grad Celsius am Ankunftstag und einem Taxi, dessen Keilriemen lautstarke Geräusche gemacht hat, kam der 1. Schock wenige Minuten später. Angekommen bin ich nicht in dem wundervollen, mit Prunkbauten geschmückten Zentrum Beijings, sondern etwas ausserhalb, einem Viertel mit keinem Ausländer im Umkreis von 5 km, heruntergekommenen Hochhäusern und vielem mehr. Der eigentliche Schock ist aber jener: die Gastfamilie ist eine Gastmutter im Alter von 58 Jahren. Um eines vorne Weg zu nehmen – die Gastmutter ist sehr fürsorglich, hat immer für annähernd westliche Ordnung gesorgt und gut gekocht. Sie spricht aber kein Wort Englisch. Somit kämen wir zum Sprechen. Während des ersten Wochenendes habe mich mit meinem iPad und Google Translator verständigen können. Mit der Zeit ging es aber. Gegen Ende konnte man sich gut unterhalten und sich über die Tagesaktivitätrn austauschen.
Mandarin House ist der Name einer Sprachschule, die zentral (an einer U-Bahn und mehreren Bushaltestellen) liegt. Rund herum sind Geschäftsgebäude sowie ein Luxus Einkaufszentrum. Das Personal ist mehr als freundlich, spricht gutes Englisch und vermittelt das gewünschte Lernmaterial sehr gut. Was mich einzig gestört hat, war, dass keine Schriftzeichen gelehrt wurden. Nur im Intensiv-Kurs am Nachmittag. Vier Wochen sollte man mindestens einplanen um gutes chinesisch sprechen zu können. Diese vier Wochen “Standard-Kurs” vermitteln Chinesisch in 80 Stunden. Man spricht also besser als bei einem Schuljahr Französisch. Schulbücher hat die Schule auch eigene gestaltet und geschrieben. Mal abgesehen von ein paar Logikfehlern in den “Comprehensions” sind auch diese Werke auf gutem Niveau. Ebenfalls auf hohen Niveau ist die Betreuung der Sprachschule. Als mir am 2. Schultag das Portmonee geklaut wurde (dazu später mehr) stand die Sprachschule mir Rat und Tat zur Seite und hat mich insgesamt 45 Minuten internationale Gespräche durch deren Telefon führen lassen. Auch nicht gerade günstig.
Aufstehen um 6 Uhr, dann duschen und frühstücken hieß es Montag morgen, am 1. Schultag. Meine Gastmutter servierte mir Toastbrot mit Marmelade, die seit einem Jahr abgelaufen ist. Na gut, rein damit. Dann ging es zur 10 Minuten entfernten Bushaltestelle. Von allen angestarrt zu werden kannte ich bis dato nicht. Da Bus Linie “31″ zu viele Umwege bis zur Sprachschule fährt, wollte meine Gastmutter lieber mit zwei Bussen fahren. Der erste war leer, der zweite rappelvoll. Nach dem 1. Schultag wurde ich dann wieder abgeholt. Was ich dann ab 13 Uhr mittags mache? Keine Ahnung. Selbes Spielchen am Dienstag, nur wurde mir dann das Portmonee aus der zugeknöpften Hosentasche geklaut. Das ging dann mit der Sperrung von Kreditkarten, erstatten einer Anzeige in einem mehr als erbärmlichen Polizeirevier bis zum Telefonat mit der Familie in Deutschland. Am nächsten Tag fand der Hausmeister der Beijinger Technikuniversität mein Portmonee – vor einem Mülleimer. Dieser gab mir jenes dann wieder und ich war glücklich, denn bis aufs Geld hat nichts gefehlt. Dafür das dann die folgenden Nachmittage alles in Beijing langweilig und “doof” war könnte ich mich selber schlagen… [demnächst geht es weiter]
Ein paar Bilder findet ihr hier: http://www.littleplus.de/2011/09/aller- ... st-schwer/