Suche deutsches Bier fuer Export nach China

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Suedchina
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von Suedchina » 18.05.2014, 05:27

hktraveller hat geschrieben:
Suedchina hat geschrieben:Ich wuste noch nicht das man einen Containerplatz im Bootsbauch resavieren kann.
Wollen sie am Gang oder am Bullauge Ihren Container haben ?
Darf neben Ihrem Comtainer ein Container mit Bootfluechtlingen stehen ?
Auf Dein dummes Geseibe gehe ich nicht naeher ein.
Kann man sich denn wirklich den Platz im Rumpf vom Schiff aussuchen ?
Das meine Antwort ironisch war bzw eine Verarschung sein sollte ist Dir wohl nicht aufgefallen?
Das es auf Containerschiffen keine Bullaugen unter Wasser gibt ist auch mir bewusst.

Dazu dann folgende Frage:
1. ist die Stecke "nonstop"? Deutschland China (HH-Schanghai als Beispiel)
2. kann ich mir einen Platz wirklich reservieren im Bootsbauch ?

Wenn nicht sollte es doch nach Auf- Abladestationen im Boot sortiert werden.
Bzw leichte Container oben schwere unten.
Wenn die Sonne Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.
.
.guckt auch hier nach http://alternative.aktiv-forum.com/

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hktraveller
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von hktraveller » 18.05.2014, 08:26

Suedchina hat geschrieben: Dazu dann folgende Frage:
1. ist die Stecke "nonstop"? Deutschland China (HH-Schanghai als Beispiel)
2. kann ich mir einen Platz wirklich reservieren im Bootsbauch ?

Wenn nicht sollte es doch nach Auf- Abladestationen im Boot sortiert werden.
Bzw leichte Container oben schwere unten.
Ok. Auf eine vernuenftige Frage gebe ich auch eine Antwort.
Es gibt Reedereien die manchen Speditionen solche Moeglichkeiten einraeumen. Ich habs schon geschafft, es ist aber nicht leicht. (Eventuell muss man dann auch den Beladehafen andes waehlen wenn das Schiff in mehren Haefen beladen wird.)
Zur Sicherheit wuerde ich bei kritischen Waren einen Temperaturlogger mitschicken um zumindest nachher sehen zu koennen was war.

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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von jejeme » 18.05.2014, 08:55

Zwar nicht aus Deutschland, aber von einer Deutschen Kette in Holland vertrieben:

Schultenbräu !

Mit passendem Werbespot aus einem Kinofilm: https://www.youtube.com/watch?v=7wEORH-UGEY

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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von Purchaser » 04.06.2014, 14:40

Hallo,
ich habe gute Kontakte zu Brauereien und Lieferanten von deutschen und ausländischen Bieren (NL, BEL, UK, SCO und exotischen Bieren) und kenne das Anforderungsprofil für Bier in China ganz gut.

Was wird gesucht - Dosenbier (330ml / 500ml / 1000ml / 5000ml oder Flaschenbier?
Welche Sorten - Kölsch, Pils, Schwarzbier, Hefeweizen (hell, dunkel) Sonderbiere, Bananenweizen, Fruchtbiere?
Wird Exklusivität benötigt oder darf die Biermarke schon in China vertreten sein?
Ist auch eine Zweitmarke einer in China bereits vertretenen Marke interessant?
Ist auch Private Label interessant?
Welche Mengen werden benötigt? Brauereien arbeiten meist mit 1 Containern 20ft oder 40ft.
Soll regelmäßig geliefert werden?
Welche Preise werden angestrebt (Billigbier oder darf es etwas "Besonderes" sein)

Helfe gerne weiter und freue mich auf Kontakt als PN

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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von blackrice » 04.06.2014, 19:39

Purchaser hat geschrieben:Helfe gerne weiter und freue mich auf Kontakt als PN
worauf Du nicht antworten kannst...es sei denn Du schickst uns nen Schiffsrumps voll mit SCHNEIDER-WEISSE :wink:

hicks :mrgreen:

hey..canni...klär sie/ihn auf hinsichtlich "Sonderbiere" :D
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von punisher2008 » 05.06.2014, 17:25

Purchaser hat geschrieben:Hallo,
ich habe gute Kontakte zu Brauereien und Lieferanten von deutschen und ausländischen Bieren (NL, BEL, UK, SCO und exotischen Bieren) und kenne das Anforderungsprofil für Bier in China ganz gut.

Was wird gesucht - Dosenbier (330ml / 500ml / 1000ml / 5000ml oder Flaschenbier?
Welche Sorten - Kölsch, Pils, Schwarzbier, Hefeweizen (hell, dunkel) Sonderbiere, Bananenweizen, Fruchtbiere?
Wird Exklusivität benötigt oder darf die Biermarke schon in China vertreten sein?
Ist auch eine Zweitmarke einer in China bereits vertretenen Marke interessant?
Ist auch Private Label interessant?
Dann hast du sicher schon Erfahrung mit Export nach China. Welche Marken verkaufen sich denn deiner Meinung nach in China gut? Nehmen wir mal Dosenbier bzw. Fässer, sagen wir 5000ml, möglichst kein Pils oder ähnlich bitteres Zeug, lieber Hefeweizen.
Brauereien arbeiten meist mit 1 Containern 20ft oder 40ft.
Soll regelmäßig geliefert werden?
Was würde denn in etwa ein 20 ft Container kosten? Nur so ganz ungefähr damit ich eine grobe Vorstellung habe. Welche Importsteuern fallen an? In meinem Fall muss es nicht unbedingt exklusiv in China sein, wäre aber besser wenn es in dem Ort (eine kleinere Stadt im Westen von Guangdong) bis jetzt noch exklusiv wäre. Ich selbst trinke selten Bier und kenne mich daher auch nicht so aus. Habe aber einen Interessenten in China (Barbesitzer) der gerne deutsches Bier anbieten würde. Kann man in einem Container auch verschiedene Marken verladen oder muss alles von einer Brauerei sein? Ich denke wenn sich das Zeug dort verkauft ist regelmäßige Lieferung sicher erwünscht. Wäre das preislich ein Unterschied?

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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von Purchaser » 16.07.2014, 13:09

Sehr gut verkaufen sich Hefeweizen, dunkel/hell und Schwarzbier. Besonders die bekannten Marken aus Deutschland wie Köstritzer, Franziskaner, Paulaner, Erdinger. Aus Holland sind Heineken und Kronenbourg sehr beliebt. Aus dem Ausland wird Corona nachgefragt.

Großer Bedarf besteht an Dosenbier, z.B. Oettinger-Wheat. Da kann das Angebot nicht die Nachfrage decken. Auch Produkte wie Desperado in Dosen sind interessant.

Problem ist, dass die großen Marken bereits in China vertreten sind und Importeure Gebietsschutz haben. Das geht dann nur über das Ausland, bzw. Stock-Markets. Marktchancen haben kleine Brauereien, die das logistisch schaffen und noch nicht in China vertreten sind. Preise pro Kiste müssen unter 9,50 Euro liegen, damit es für den chinesischen Händler interessant ist.

Wer mit Bier noch Gewinne machen möchte, muss Dosenbier 500ml als Private Label anbieten. Einkaufspreise pro Dose müssen unter 0,30 Euro liegen und bei 5000ml unter 6,00 Euro. In einen 20ft.-Container passen ca. 29.500 Flasche, 40 ft. ca. 45.000 Flaschen (0,33). Es kommt auf die Verpackung und Gebindeform an und ob mit oder ohne Palette (Hand- oder Floorloading) verladen wird. Versandkosten je nach Port und Spedition ca. 2.500 - 3000

Preise Heineken bei 1 x 40 ft. zurzeit: 24 Dosen x 0,33 ltr. 9,75 / CNF China Main Ports

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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von blackrice » 16.07.2014, 18:07

Purchaser hat geschrieben:Heineken

...und ich hoffte dass hier von BIER gesprochen wird, NICHT über chemical-brew :(
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von canni » 17.07.2014, 01:15

Purchaser was Du sagst ist nicht ganz richtig aber auch nicht ganz falsch.
Dein letzere Absatz geht aber schon an den Fakten vorbei.

Das Dosen Bier von unter 6 Euro pro tray bietet nur ein einziger und den schiessen sie gerade vom Markt. Der Clown der hier für Feldschlößchen rumläuft. Es gibt einge Feldschlößchens und Feldschlösschens hier und es ist noch nicht klar wer die Marke in China angemeldet hat. 6 Euro pro tray ex work Dresden. Privat Label sind Marken, bei denen der Kunde das Label stellt und die gibts nicht unter 250 000 Dosen als absolutes Minimum. Das schaffen sehr wenige Chinesische Kunden. Große Klappe und oft auch Besuch in der Brauerei (die im übrigen nur sehr selten als Verkäufer auftritt) und dann kommt nix wegen der Menge.

Palettenverladung nach China findest Du praktisch nicht. Dabei könnte, und es ist auch schon, passieren, dass die Container nicht entladen werden. Ausserdem wäre Dein Preis von 6 Euro illussion, denn die Paletten kosten in der Regel ca. 8 Euro. Und die Menge pro Container ist etwa 10 - 15 % geringer. Dein Versandpreis ist utopisch. Damit würdest Du den Tray Preis ziemlich hoch treiben. in einen 40 ft. Container gehen ca. 12100 trays a 24 Dosen. Flaschen werden noch sehr wenig importiert, die Versandkosten wirken sich durch die geringere Menge enorm auf den Preis aus. Weizenbier in 0,33 Flaschen ist lächerlich. Das macht so weit ich weiß in Deutschland vor allem Flensburger. Weizenbier von der Nordsee noch Fragen Kienzle?

Stock Market ist der graue Markt. Diese Biere sind nicht für China gebraut. die Haltbarkeit ist wesentlich kürzer, zudem braucht der Importeur viel Geduld und Lizenzen um dieses Bier zu importieren. Wir erkennen das an dem Papiersticker. Nicht zu verwechseln, bei Franziskaner, die haben alle den sticker weil sie an Hans und Franz verkaufen. ABI hat da keine Hemmungen. Günstigster Preis CIF 9,15 Euro pro tray. Direktimport aus Tschechien :). Ansonsten beherrschen die Belgier und Holländer diesen grauen Markt in Sachen Bier, weil es fast unmöglich ist dieses Bier als Zwischenhändler aus GER herauszubringen. Die Alkoholsteuer und die Zeit in der diese zurück zu bekommen ist spielt da eine Rolle. Die Preise für die Marken sind ausserdem sehr hoch. Franziskaner der tray für 14 Euro ex Rampe Holland zum Beispiel.

Die meistverkauften Marken neben Franzhiskaner sind Valentins (nach 10 Jahren Anlauf) und derzeit Kaiserdom. Dein Preis von 6 Euro da lachen die drüber dafür kriegst nicht mal die leeren Dosen.

Heineken spielt keine grosse Rolle im Süden Chinas. Die sind mit ihrem Paulaner besser dran obwohl Paulaner nur ein Mitläufer ist sieht man den Kreis der wirklich Großen. Ist halt eh alles ABI und die Amis verkaufen viel lieber ihre China Biere, da spielen die deutschen Marken noch eine sehr kleine Rolle in den Verkaufszahlen.

Private Brauerein gibt es nur eine Handvoll. Das meiste läuft über die grossen Biercooperationen wie Eichbaum (Valentins und andere) und NUGA (ich kann die Marken gar nicht alle aufzählen).

Ich glaube Du hast noch nicht viel Einblick in den Markt? Weder in den grauen noch in den ersten Markt. Wenn Du da aktiv bist, kann ich Dir gerne helfen. Ich habe für ein paar nette Marken von befreundeten Brauereien das Exklusivrecht und wir beliefern auch Kunden mit Private Label. Das Bier dafür kommt ...... haha.. nu is aber genug...

Ich kann Dir im Separet gern noch einiges über die Trinkgewohnheiten der Chinesen sagen.

Gruessi und gut Schluck. Und ihr Germanen denkts dran, Weizenbier für China schmeckt anders als Weizenbier in GER, weils anders gemacht wird. :mrgreen:
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von Stephan1975 » 17.07.2014, 05:55

Na da haben sich die richtigen hier getroffen, die mal zeigen wollen, wie viel Ahnung sie haben. Währe es ernst zu nehmen, würde es nicht öffentlich übermittelt.....

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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von canni » 17.07.2014, 06:50

Lass gut sein Stephan. Wir sind hier eine Gemeinschaft und trotz manchem geilen Zoff helfen wir uns gegenseitig. Ich weiss bei der heutigen Generation "Geschäftsleute" ist das atypisch. Solls. Ich machs trotzdem gern weil ich auch schon oft von dieser Gemeinschaft profitiert habe. Hart aber herzlich.
Und wenn Du meine Fachkenntnis in Bier bezweifelst ist das Deine Sache. Ich bin in einer Brauerei aufgewachsen und meine Kontakte sind nicht gestern entstanden.

Meine Aufträge in China können sich sehen lassen. Und um mein Wissen in Produkt und Markt beneiden mich auch meine Kunden, die Ihren Blick meist nur auf ihre Provinz richten können. Und bei der Art und Weise, wie z.B, Weizenbier hier getrunken wird, brauchen wir doch überhaupt nicht weiter zu diskutieren. Die wissen weder was Weizen ist, wie es normal getrunken wird, noch wie es hergestellt, abgefüllt und für den Export fit gemacht wird. Noch haben sie eine Ahnung wo die Dosen hergestellt und abgefüllt werden. Geschweige denn, dass 250 000 Dosen in zwei -Stunden gemacht sind.... usw.

Also behalte Deine Kommentare über Personen, die Du nicht mal im Ansatz kennst für Dich oder beteilige Dich an der Diskussion mit Deinem Wissen in der Sache. Schnorrer lieben wir hier nicht. :)
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von Purchaser » 17.07.2014, 15:16

Kein Problem Canni. Ich bin da auch für jede Einschätzung und Meinungsaustausch offen und lernwillig und mit Deinen Brauereifachkenntnissen kann ich natürlich nicht mithalten. Doch im praktischen Einkauf lernt man ja auch allerhand :) Danke für die Tipps! Die genannten Biercooperateure kenne ich natürlich. Es gibt aber auch noch andere Anbieter und Abfüller, die für China produzieren und nicht so bekannt sind. Durch meine Recherchen für einen meiner Kunden habe ich viele Brauereien kontaktiert und weiß, wer durch Importeure abgedeckt ist.

Bezüglich der Logistikkosten kann ich für China falsch liegen. Da sich die Kunden selbst darum kümmern, kann man mir da falsche Daten durchgegeben haben. Für Middle East (0,0% flavored beer / malt) sind die Mengen und Preise aber so, auch mit Palette - und unsere Partner, die Flaschenbier nach China liefern, arbeiten auch mit Einwegpaletten. Das ist dann bereits kalkuliert und die werden z.B. aus Osteuropa auch schon mal unter 8 Euro angeboten. Mag sein, dass dies nicht überall der Fall ist. :D Wegen des einzuhaltenden Mindestgewichts, werden aber auch schon mal 40 ft.-Container empfohlen und sowieso nicht bis ans Limit gepackt.

Ich habe auch einige Produkte platziert, drei Brauereikooperationen von kleineren Brauereien mit China erfolgreich abgeschlossen (mit Kundenbesuch aus China) und zwei sind in der Endphase. Da liegt das Problem nur noch in der Markenanmeldung. Der Fokus liegt zurzeit aber auf Flaschenbier mit Startmengen von 12-15 Containern pro Jahr, die auch abgenommen werden. Ich bekomme derzeit fast täglich neue Angebote und Anfragen - auch mal auf den ersten Blick unrealistische mit Zielpreisen unter 20 Cent. Ich bin aber dennoch überrascht, was manchmal machbar ist. Starke Nachfrage zurzeit nach Corona, Kronenbourg und Desperado. Zwischenzeitlich auch nach Bananenweizen und Bio-Bieren (Demeter). Pinkus ist aber schon vertreten und Krombacher hat die Produktion von Bananenweizen eingestellt. Andere Bio-Anbieter können die Mengen nicht, weil die Rohstoffe knapp sind und beschränken sich auf den regionalen Markt.

Die Streitigkeiten um Feldschlösschen sind mir auch bekannt und Pilsator ist in China auf dem absteigenden Ast. Einer meiner Kunden hat es gerade wieder versucht und das Bier ist geschmacklich durchgefallen. Den Preis von 6.00 Euro fürs 24er-Tray kann ich bestätigen. Preise für 500ml-Dosen für 26,5 Cent für Paderborner oder Preise für Oettinger knapp unter 29 Cent sind für mich ebenfalls machbar. Die meisten Preisangebote für PL-Dosen 0,5l liegen um die 29 Cent.
Preise von 5,75 - 5,90 für 5 ltr. Kegs habe ich aus Deutschland erhalten - und es sind keine Spot-Preise. 24x 0,33l oder 20x0,5l Flaschen ex works für 8,40 - 9,00 Euro (DLG-prämierte Biere, teils mit internationalem Award) gehen auch. Exklusivere Marken und die es sich leisten können, liegen deutlich über 11 Euro (Flaschenbiere).

Für manche Länder sind auch alkoholfreie Biere 0,33ltr. von bekannten Anbietern für 30 Cent erhältlich.

Bezüglich MHD und Stock Market habe ich keine Probleme. Außer frischer Ware wird nichts akzeptiert und dies muss belegt sein.

Bei PL habe ich Anbieter in D und NL, die so etwas ab 2-4 Container 40 ft. abfüllen. Größere Brauereien - oder die gut ausgelasteten - verlangen für PL auch schon mal 30-40 Container. Ansonsten wird man mit einem Jahreskontingent von 10-12 pro Sorte mancherorts durchaus erhört. :wink: Ein Problem kann lediglich der MQO der Etiketten oder Dosendeckel sein. 250.000 - 400.000 Stück als Mindestbestellmenge für Deckel, mit gestanzter Importkennzeichnung für Tunesien habe ich auch schon gehabt. Gegen Mindermengezuschlag lassen sich aber manche Lieferanten erweichen. Ist aber in der Regel Sache der Abfüller. Manche verlangen dafür Deposit, andere nicht. Kommt auf die Abnahmemenge pro Jahr im Vertrag an.

Derzeit ist das größte Problem, dass viele angesagte Produkte nicht in ausreichender Menge auf dem Markt verfügbar sind. Oettinger-Wheat 0,5 ltr. in Dose geht kaum. Ein Kunde könnte 10 Container pro Monat verkaufen und bekommt nirgendwo die Ware. Hohe Produktionsauslastung, Verträge mit Importeuren und nichts geht mehr. Und gibt es Angebote aus UAE, die mit Belgien und Holland kooperieren, sind die Preise astronomisch oder die Kapazität nicht machbar. Durch die früh geschlossenen Exklusivverträge, haben sich manche Brauereien m.E. keinen Gefallen getan. Die Nachfrage z.B. nach Heineken zeigt, dass da etwas hinsichtlich Lieferkapazitäten oder Preis nicht stimmt.

Heineken 24 x 25cl bottles at Euro 9.95/cs CNF Asian main ports / ex works 8,90 Euro (Holland brewed)

Heineken 24 x 33cl cans at Euro 10,80/cs CNF Asian main ports (Holland brewed)

Wenn Du da gute Kontakte zu Oettinger hast, würde ich mich über einen Tipp freuen.

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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von blackrice » 17.07.2014, 18:02

lese hier hin und wieder HEINEKEN....pfui Deubel...aber ok.."jeder wie er will"

aber ok, zumindest sind so manche Heineken promotion-chicks ..sorry..ladies, recht lecker.. :wink:
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von canni » 18.07.2014, 03:03

Klassse Purchaser.... perfekt!

Und Stephan wo bist Du nu.. hast auch was beizutragen?

Übrigens Purchaser schreib mich doch mal Privat an? Oettinger! Da habe ich ab und an gute Angebote ab Holland. Wir arbeiten ja mit der Gruppe. Aber unter dem Namen Oettinger in China? Haben die nicht einen Exklusivvertrag? Muss mir mal wieder ne Dose holen. Auf jeden Fall habe ich da keinen Papiersticker gesehen, was für einen Exklusivimporteur spricht?

Wir können uns ja mal austauschen.

Das grösste Problem für Dosenbier sind derzeit mal wieder die Dosenhersteller.
Ich sage meinen Kunden hier, sie sollen nach Möglichkeit den Jahresbedarf bestellen. Das klappt überraschend, weil damit jedesmal 5 - 6 wochen eingespart werden und wir zielgenau auch mal 2 oder 3 Container abfüllen können. Das sind dann schon Mengen ab 1 Million. Damit erreicht man bei den Herstellern immerhin mal das hochziehen der Augenbrauen. Mehr aber auch nicht :) und man bekommt einen festen Termin. Drunter muss man einfach hoffen.

Bei den Abfüllern ist es nicht so eng. Beim Bier eigentlich gar nicht.
Deine Preise sind recht gut. 29 Cents krieg ich derzeit nicht. Aber dafür andere Vorteile, die dies wieder aufwiegen. Frachten um die 1000 Euro für einen 40er sind durchaus drin. Und mein bester Partner ist eine Brauerei in meiner Heimatstadt... kannst Dir denken, wir kennen uns ewig. Leider machen die mir derzeit nur 20er Container womit mein Verdienst pro Container gerade mal für ein nettes Abendessen mit der Familie hier reicht haha... Nein, aber Du weisst ja, nur die Mengen machen es bei Getränken.

Alles weitere auf PN oder Email. Interessant auf jeden Fall!

Heineken und Becks mach ich nicht mehr. Übverhaupt bin ich aus dem grauen Markt raus. Aber mein Ex Partner macht das nun auch schon 20 Jahre. Die Biere kriegt er vorwiegend auch von den Schiffsausrüstern. Weisst ja wie das läuft. In dem Markt sind die Spirituosen doch noch etwas gewinnbringender. Leider nicht für China. Da sind die Smuggler noch am Zug.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....

Stephan1975
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Re: Suche deutsches Bier fuer Export nach China

Beitrag von Stephan1975 » 18.07.2014, 06:49

Ich sage ja, ihr habt euch gefunden. Auch ein Grund, warum sich sonst niemand einmischen will...

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