Tibet - Was ist da los?

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
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Sonnenschein
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Sonnenschein » 17.03.2008, 04:40

Tibetische Nachbaren haben ihre chinesischen Nachbaren vor den Hooligans gewarnt.
女商人马瑞霞在拉萨市中心经营的服装店、小面馆、旅游商品店全部被砸坏和烧毁。她从藏身处的门缝里看着歹徒砸开她的服装店大门,抢走营业款,然后点燃了服装。“那是我一家人5年的心血呀!”东躲西藏了一夜的马瑞霞看着被烧得面目全非的店铺,泪流满面。所幸的是,马瑞霞全家人安然无恙。她说: “是藏族邻居救了我们。他们得到信息后,通知我们藏了起来。”
http://news.wenxuecity.com/messages/200 ... 43223.html

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Grufti
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Grufti » 17.03.2008, 04:55

Shaolin hat geschrieben: Das 'Erfolgskonzept' läuft allerdings fantastisch in Singapur.

Das mag sein...aber Singapur ist ein Zwergstaat und so viel ich weiß, ist der Lebensstandard hoch...und nicht von solchen schreienden Gegensätzen geprägt, wie in China...

Schon wenn ein Staat, sich "sozialistisch" nennt...und die herrschende Partei sich "kommunistisch" schimpft,so mache ich daran eben diese hohen Ansprüche fest, die durch die diese Bezeichnungen vorgegeben sind.
Was hat denn ein Hyperreicher in einer "proletarischen Partei" zu suchen , die eigentlich die rechtlosen Wanderarbeiter vertreten sollte... Was hat ein Superreicher, der ein Dorf platt und dessen Bewohner obdachlos macht für sein feudalistischen Schloß ...oder was haben Industriebarone, die den Bauern ihr wertvolles Ackerland (Als ob China immens viel Ackerland hätte, um seine Bevölkerung zu ernähren...ach ja ..ich hatte vergessen... "Go West " Billiges Kolonialland gibt es ja in Tibet, denn die Tibeter sind ja bald alle ausgetorben worden.. :P .) wegnehmen, um Fabriken drauf zu bauen. dort zu suchen..als ob China Ackerland zur Ernährung seiner Bevölkerung im Überfluß hat
.
das waren alles Beispiele , die im Deutschen Fernsehen....mit interwievs der Betroffenen in den letzten Monaten gelaufen sind.

Alle in der KP haben ganz offensichtlich vergessen, daß sie mal selbst auf der Seite der Schwachen und Entrechteten gestanden sind....im Kampf gegen Jiang Jie Shi und die Feudalherren des Kaiserreiches und der Republik
und einzig und allein durch die Hilfe und Unterstützung dieser Klassen den Sieg über den bösen bösen Kapitalismus errungen hatten.

Das , was sie früher bekämpft und besiegt hatten. stellen sie jetzt selbst dar....inklusive der hochgradigen Korruption innerhalb des Parteiapparates und ganz besonders ihrem verhalten dem "gewöhnlichen Volk " gegenüber!


"heuchlerisch" und "scheinheilig" zeigt sich die kommunistische Partei,, wenn man sie an ihren ursprünglichen großartigen Zielen (für die ich mich jetzt noch begeistern kann !)..und an ihrer früheren Geschichte messen will

Um wieder zum Thema dieses Threads zurückzukommen:

Es gibt Leute, die sagen sie hätten mehr Ehrfucht vor den Indianern als vor den Tibetern, denn die Indianer hätten sich wenigstens im Kampf gegen die Weißen Invasoren ehrenvoll abmetzeln ..und nicht wie die Tibeter durch die Gelben Invasoren, an den Rand der unbewohnbaren Gebiete drängen lassen..
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

TaugeNix

Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von TaugeNix » 17.03.2008, 08:14

Grufti hat geschrieben: Du schreibts penetrant vom "scheinheiligen Dalai Lama" und garnierst eines Deiner Postings mit dem Zitat von Ulrich Wickert:

Ich frage mich, was soll es denn bewirken, den aktuellen Dalai Lama für Zustände kritisieren, für die er nichts kann ?????
Er ist Ausdruck eines Systems.
Wer hat denn noch schnell die schwer aus dem Volk herausgepressten "Schätze" aus dem Land geschafft, um sie in seinem netten Exil prunkvoll auszustellen?

Hat der aktuelle Dalai Lama etwa nicht erst den von dir richtigerweise zitierten "Tibetischen Jugendkongress" gefördert? Hat der DL mit seiner westlich finanzierten PR es nicht erst zur jetztigen Situation kommen lassen?
Noch einmal klargestellt.. Der aktuelle Dalai Lama ist 1935 geboren, hatte ab 1940 die Würde des Dalai Lama inne und hatte ab der Invasion der VR -Truppen 1950 keinen Einfluß mehr auf irgendwelche "Zustände" in Tibet. Mit anderen Worten. Ulrich Wickert und auch Du macht einen 15 jährigen dafür verantwortlich vom Zeitpunkt seiner Geburt an bis zu seinem 15. Lebensjahr nichts gegen eine feudalistische Gesellschaft getan zu haben, deren Oberhaupt er war ????
Nein. Aber er ist das Oberhaupt und damit Ausfluss dieser "Zustände".
Aber solche "Kleinigkeiten " und "Spitzfindigkeiten" sind Dir , einem angehenden Juristen ( die für ihre Korinthenkackereinen bekannt sind!) , in Bezug auf den Dalai Lama ganz offensichtlich Sch***egal..
Nein.
"rein juristisch gesehn " könntest Du den Dalai Lama für seine Untaten bis 1950 ausschließlich nach dem Jugendstrafrecht verurteilen... :P
Terroristen würde ich ungern nach dem Jugendstrafrecht belangen.
Ich finde es köstlich, wenn ein Mann, der der Staatsfeind "Nr. !"von 1, irgendetwas Milliarden Chinesen sein soll, dies ganz gelassen hinnehmen und mit den Worten" Da haben sie für die Aufstände wenigstens einen Sündenbock gefunden!" ganz amüsiert lachen kann..
Diese Scheinheiligkeit des DL ist der Höhepunkt seiner PR.
Er weiss, dass andere nun den Kopf für ihn hinhalten.
Da würde ich auch seelig lächelnd in die Kameras winken..

Gruss,
TaugeNix^tjoa..

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von mesheel » 17.03.2008, 09:10

Sorry, aber der Dalai Lama hat eindeutig mehr Ueberzeugungskraft als die Propagandamaschine der PRC. Auch ein Hu Jintao kommt dagegen nicht an. :P

TaugeNix

Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von TaugeNix » 17.03.2008, 10:13

mesheel hat geschrieben:Sorry, aber der Dalai Lama hat eindeutig mehr Ueberzeugungskraft als die Propagandamaschine der PRC. Auch ein Hu Jintao kommt dagegen nicht an. :P
Ich würde sagen: "erst recht ein Hu Jintao".
Ein Sympathieträger ist er sicher nicht ;)

Gruss,
TaugeNix^*hust*

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Dennis (CDS) » 17.03.2008, 11:46

Die Frage ist: Geht es hier noch um Überzeugungskraft oder die feste Absicht, seine eigenen Landsleute und den Rest der Welt nach Strich und Faden zu belügen?

Bei letzterem strahlt Herr Hu eindeutig die negativere Wirkung auf mich aus.....

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Topas » 17.03.2008, 12:48

Ob nun ein Dalai Lama, ein Xiang xiang oder irgendein Taugenix daoben sitzt und die Tibeter führt. Allemale wird es Leute geben, die behaupten,dass das ganze nicht echt sei und nur einer Verschleierungs-PR diene. Der Dalai Lama kann noch so viel( oder wenig ) tun : es wird immer Leute geben, die an ihm wegen allem möglichen rumnörgeln werden. Dabei vergessen diese, dass sie eigentlich gar nicht in der Beziehung irgendwelche Urteile fällen können, da sie selbst nicht in so einer Situation stehen.
Würde er nicht in der Öffentlichkeit stehen, heisst es von den Nörglern : " Er ist nicht geeignet für die Rolle " , " Er tut so wenig ", usw....
Würde er ( wie hier von einigen geordert ) nach Tibet zurückkehren um darauf zu hoffen , wie ein Mandela 20 Jahre eingebuchtet zu werden - um dann freigelassen zu werden, und dass System zu stürzen, wäre dass purer leichtsinn und Verantwortungslos. Nur weil es in Südafrika geklappt hat heisst es noch lange nicht , dass es auch in China klappt. Zudem waren die Schwarzen in der Mehrheit...
Aber wie sollte es anders sein ? Desto mehr ein Mensch tut, desto mehr er in der Öffentlichkeit steht, desto mehr wird auch Perfektionismus von ihm erwartet. Es wird nur noch auf seine Fehler geschaut, nicht mehr auf dass, was er nun tatsächlich geleistet hat. Dass gaht dann soweit, dass einige ihm einige vorhalten, warum er nicht sich heldenhaft und gloreich hat von den Chinesen abmetzeln lassen. Erinnert mich irgendwie an Kampfparolen aus dem Kolonialzeitalter.
Es gibt ca 6 Millionen Tibeter gegenüber 1.2 Milliarden Chinesen. Wer ernsthaft glaubt, dass diese " Minderheit aus Sicht der chinesischen Regierung etwas im " Dialog" zu sagen hätte, der hat ein Brett vorm Kopf. Die regierung ist nur daran interessiert, dieses Problem möglichst schnell zu beseitgen. Wenn die Tibeter dann auch ncoh ihren Mund halten und brav sind, geht es ja noch schneller. Ein Grossteil der Chinesen glaubt nun mal, dass Tibet = China sei ( durch 50 Jahre Hirnwäsche ) und sieht alles als normal an. ( Wo sind eigentlich die paar, die beim letzten mal eben solche Aussagen gemacht haben..... ??? )
Einem Volk die Unabhängigkeit zu verwehren, bloss weil es nach Ansicht einiger wirtschaftlich nicht überleben könnte, würde heissen, dass Menschenrechte quasi nur gegen Geld und Wirtschaft zu haben ist. Wäre es so, so müssten wir halb Afrika, Teile Asiens und noch andere Staaten wieder kolonisieren - sie sind zur Zeit nicht ohne fremde Hilfe in der Lage. Kein Geld - keine Menschenrechte , so einfach machen sich es viele , zu viele.
Ich bin nicht dafür, dass Unschuldige Zivilisten ( chinesisch oder tibetisch ) mit reingezogen werden, nur was bleibt denen noch anderes übrig ? Was der friedliche Dialog mit kommunistischen Regierungen bringt, haben wir in den vergangenen Jahrzehnten zur genüge gesehen.
Baskenland, Kurdistan, Nordirland, Komplett Afrika, ......
alles dreht sich nur um Geld,Macht und sonst was. Ein Baskenland kann mit friedlichem Dialog noch Jahrhunderte warten, ehe sich hieran was ändert ! Morden ist allerdings auch keine Lösung....
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
MACHT MIT BEI UNSEREM BUCHPROJEKT !
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Shaolin » 17.03.2008, 13:07

Grufti hat geschrieben: Das mag sein...aber Singapur ist ein Zwergstaat und so viel ich weiß, ist der Lebensstandard hoch...und nicht von solchen schreienden Gegensätzen geprägt, wie in China...
War in den 60zigern ein armes Niemandsland bis man über die Jahrzehnte hinweg durch ein totalitäres System den Lebensstandrd von heute erreicht hat.
Grufti hat geschrieben: Was hat denn ein Hyperreicher in einer "proletarischen Partei" zu suchen , die
eigentlich die rechtlosen Wanderarbeiter vertreten sollte...


Ich mag Oskar Lafontaine auch nicht.
Grufti hat geschrieben: (Als ob China immens viel Ackerland hätte, um seine Bevölkerung zu ernähren...ach ja ..ich hatte vergessen... "Go West " Billiges Kolonialland gibt es ja in Tibet, denn die Tibeter sind ja bald alle ausgetorben worden.. :P .) wegnehmen, um Fabriken drauf zu bauen. dort zu suchen..als ob China Ackerland zur Ernährung seiner Bevölkerung im Überfluß hat
Aufgrund der geographischen Lage und fehlender Infrastruktur scheidet Landwirtschaft aus, gleiches gilt für industrielle Nutzung.
Grufti hat geschrieben: Alle in der KP haben ganz offensichtlich vergessen, daß sie mal selbst auf der Seite der Schwachen und Entrechteten gestanden sind....im Kampf gegen Jiang Jie Shi und die Feudalherren des Kaiserreiches und der Republik und einzig und allein durch die
Hilfe und Unterstützung dieser Klassen den Sieg über den bösen bösen Kapitalismus errungen hatten. Das , was sie früher bekämpft und besiegt hatten. stellen sie jetzt selbst dar....inklusive der hochgradigen Korruption innerhalb des Parteiapparates und ganz
besonders ihrem verhalten dem "gewöhnlichen Volk " gegenüber!


Das ist der enttäuschende Unterschied zwischen der Theorie (Kommunismus in Reinform) und der Praxis, seit Jahrzehnten ist es bewiesen das es sich nicht umsetzen lässt weil Einige halt immer "Gleicher" als die anderen Gleichen sein wollen.
Grufti hat geschrieben: Es gibt Leute, die sagen sie hätten mehr Ehrfucht vor den Indianern als vor den Tibetern, denn die Indianer hätten sich wenigstens im Kampf gegen die Weißen Invasoren ehrenvoll abmetzeln ..und nicht wie die Tibeter durch die Gelben Invasoren, an den Rand der unbewohnbaren
Gebiete drängen lassen..
[/quote][/quote]

Offener Kampf ist kein Terror, also besser als das was man die letzten 2 Tage kläglich versucht hat.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Shaolin » 17.03.2008, 13:19

Topas hat geschrieben:Ob nun ein Dalai Lama, ein Xiang xiang oder irgendein Taugenix daoben sitzt und die Tibeter führt. Allemale wird es Leute geben, die behaupten,dass das ganze nicht echt sei und nur einer Verschleierungs-PR diene. Der Dalai Lama kann noch so viel( oder wenig ) tun : es wird immer Leute geben, die an ihm wegen allem möglichen rumnörgeln werden.
Richtig erkannt, er ist also überflüssig.
Topas hat geschrieben: Würde er (wie hier von einigen geordert ) nach Tibet zurückkehren um darauf zu
hoffen , wie ein Mandela 20 Jahre eingebuchtet zu werden - um dann freigelassen zu werden, und dass System zu stürzen, wäre dass purer leichtsinn und Verantwortungslos. Nur weil es in Südafrika geklappt hat heisst es noch lange nicht , dass es auch in China klappt. Zudem waren
die Schwarzen in der Mehrheit...
Ein selbsternannter Führer sollte in der schwersten Stunde seinem Volk beistehen und sich nicht vor Konsequenzen scheuen.
Topas hat geschrieben: Es gibt ca 6 Millionen Tibeter gegenüber 1.2 Milliarden Chinesen. Wer ernsthaft glaubt, dass diese " Minderheit aus Sicht der chinesischen Regierung etwas im " Dialog" zu sagen hätte, der
hat ein Brett vorm Kopf. Die regierung ist nur daran interessiert, dieses Problem möglichst schnell zu beseitgen. Wenn die Tibeter dann auch ncoh ihren Mund halten und brav sind, geht es ja noch schneller.
Kein Dialog sondern Kampf - dann aber auch bereit sein wahrscheinlich unterzugehen, selbst (verdeckte) internationale Militärberater und ein paar Legionäre werden langfristig nicht den Untergang aufhalten - aber dann ist wenigstens endlich eine Entscheidung gefallen.
Topas hat geschrieben: Einem Volk die Unabhängigkeit zu verwehren, bloss weil es nach Ansicht einiger wirtschaftlich nicht überleben könnte, würde heissen, dass Menschenrechte quasi nur gegen Geld und Wirtschaft zu haben ist.
Schritt für Schritt, erstmal laufen lernen (Unabhängigkeit) bevor man rennt (Wirtschaft). Trotzdem interessant, denn selbst wenn man die Unabhängigkeit erreicht bleibt es spannenend Wie und mit Was man 6 Mio ernähren will.
Topas hat geschrieben: Baskenland, Kurdistan, Nordirland, Komplett Afrika, ...... alles dreht sich nur um Geld,Macht und sonst was. Ein Baskenland kann mit friedlichem Dialog noch Jahrhunderte warten, ehe sich hieran was ändert !


Das nennt man Kapitalismus.
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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von maylin » 17.03.2008, 14:18

hm es wird nun von "vermutlich" mehreren hundert Toten geredet.. die Geschichte wiederholt sich. *seufz*
Tolle kleine Patzer:
"The official language of Switzerland is Germany."
"China ist meine Lieblingsstadt in Japan!"
"You can say you to me."

TaugeNix

Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von TaugeNix » 17.03.2008, 14:44

maylin hat geschrieben:hm es wird nun von "vermutlich" mehreren hundert Toten geredet.. die Geschichte wiederholt sich. *seufz*
Nun - das sind die Infos der "Exilregierung" ( :roll: ) der Tibeter.
Beijing redet von 13 Toten.
13 Tote, die nicht den Aufständigen angehören.

Gruss,
TaugeNix^will mal beide Seiten zitieren..

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von Dennis (CDS) » 17.03.2008, 15:02

TaugeNix hat geschrieben:13 Tote, die nicht den Aufständigen angehören.
Zählen die doppelt oder warum implizierst du gleich schon wieder eine gewisse Meinung, obwohl du überhaupt nicht weißt in welchem Zusammenhang die Aussage getroffen wurde??

Es gibt Tote auf beiden Seiten. Über deren genaue Höhe darf aufgrund zweifelhafter offizieller Angaben bestenfalls spekuliert werden.

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von mai » 17.03.2008, 15:03

Topas hat geschrieben:Würde er ( wie hier von einigen geordert ) nach Tibet zurückkehren um darauf zu hoffen , wie ein Mandela 20 Jahre eingebuchtet zu werden

Es gibt ca 6 Millionen Tibeter gegenüber 1.2 Milliarden Chinesen. Wer ernsthaft glaubt, dass diese " Minderheit aus Sicht der chinesischen Regierung etwas im " Dialog" zu sagen hätte, der hat ein Brett vorm Kopf.
Wer hat ein Brett vorm Kopf? Oder Wer hat noch ein Brett vorm Kopf?
Wer Einen Kampf führt, dessen Ausgang seit einer Ewigkeit klar ist, der hat ein Brett vorm Kopf, oder ihm ist recht so, aus welchem Grund wie auch immer.
Mittlerweile hat seine Scheinheiligkeit 2/3 seines Lebens in Ausland verbracht, wenn er sprachlich begabt ist, dann spricht er wahrscheinlich schon andere Sprachen fließender als Tibetisch.

Ja, der gute Mandela, wenn man sein Land wirklich liebt und diese Liebe allem anderen vorzieht, dann soll und wird er auch da bleiben, auch im Knast.

Wer das behauptet aber 50J dadraußen heimlos dubiös rumtreibt, Unmenge von Lügen herumstreuend, sich und die Situation des Lands von verschiedenden Institutionen mit Wissen und Wollen ausnutzen lassend, die aber keinerlei wahres Interesse an der Wohlbefindung des Volks haben, der ist ein Heuchler, Verräter, Sünder, und null Buddhist.
Es ist recht gut so, dass Tibet nicht von so einem geführt wird.
黄黑,黄黑,式微,式微!

TaugeNix

Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von TaugeNix » 17.03.2008, 15:13

Dennis (CDS) hat geschrieben:
TaugeNix hat geschrieben:13 Tote, die nicht den Aufständigen angehören.
Zählen die doppelt oder warum implizierst du gleich schon wieder eine gewisse Meinung, obwohl du überhaupt nicht weißt in welchem Zusammenhang die Aussage getroffen wurde??

Es gibt Tote auf beiden Seiten. Über deren genaue Höhe darf aufgrund zweifelhafter offizieller Angaben bestenfalls spekuliert werden.
Nein, ich habe lediglich die "andere" Seite zitiert.
Wertungsfrei.
Was du da hineininterpretierst, ist deine Sache.

Gruss,
TaugeNix^DaLIE Lama

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Re: Tibet - Was ist da los?

Beitrag von otternase » 17.03.2008, 16:03

Nur mal so ins Blaue spekuliert:

In China sind Proteste ja auch nicht unüblich, regional begrenzt gibt es immer wieder -manchmal auch gewalttätige- Proteste der Bevölkerung gegen kommunale Regierungen. In der Regel dringt davon nichts oder fast nichts an die Öffentlichkeit, einerseits, weil die Regierung ihre Informationshoheit ausnutzt, andererseits aber auch, weil sich im Westen "kein Schwein" für die Sorgen und Nöte "stinknormaler" Bauern oder Arbeiter interessiert. Ganz im Gegensatz zu den Sorgen und Nöten der Tibeter, für die, unter anderem dank des DL, viele hier im Westen sehr grosses Interesse zeigen.

Jedenfalls geht es bei den Protesten meist um das riesige Problem, das drängenste aller Probleme Chinas, um Korruption. Da werden Bauvorhaben an den Schwager vergeben, kommunale Politiker versaufen und verhuren das Geld, welches für Entschädigungen von Bauern bei Landenteignungen vorgesehen war, mangelnde Qualität neugebauter Strassen übersehen Beamte dank baijiu-getränkt übergebener Schecks gerne mal, "Sonderzuwendungen" lassen Polizisten plötzlich glauben, dass in den anheimelnd beleuchteten Frisiersalons tatsächlich noch nach Mitternacht die Haare geschnitten werden, wenn der Sohn eines Kaders im Suff einen unbeteiligten mit dem Messer angestochen hat, lässt sich der Richter oft genug durch geeignete Privilegienverschaffung von einer anderen Sachlage überzeugen etc. pp.

Daher jetzt einfach mal spekuliert:
Könnte es sein, dass auch diese Proteste sich letztlich auf Vetternwirtschaft und Korruption der chinesischen lokalen Regierung in Lhasa zurückführen lässt? Zumindest auf den ersten Bildern schien der gewalttätige Teil der Demonstranten es explizit auf Bank of China, chinesische Geschäfte und die Loaklregierung abgesehen zu haben. Da könnte doch der Verdacht aufkommen, dass den Protesten undurchsichtige Kreditvergabe und unfaire Vergabe von Lizenzen für Geschäfte voranging.

Was meint Ihr?

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