Tibet-Zerrbild 3

Tibet liegt im Westen Chinas. Städte in Tibet sind Lhasa (拉萨) und Shigatse (日喀则市),
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mesheel
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Beitrag von mesheel » 10.06.2005, 05:01

lLeider will auch dieser Vergleich nicht in die Koepfe der Mainlander.... :?

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Kevin
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Beitrag von Kevin » 11.06.2005, 01:46

Weil sie den Vergleich einfach nicht kennen.
Andererseits könnte theoretisch auch Österreich zurück ins Reich geholt werden. In diesem Sinne sind Demokratie und Meschenrecht die einzige Garantie für ein friedliches Zusammenleben aller Völker oder/und Volksgruppen.
Es reicht nicht, keine Gedanken zu haben;
man muss noch fähig sein, es auszudrücken

Gast

Beitrag von Gast » 11.06.2005, 10:54

mesheel hat geschrieben:Hochverrat? Nicht wirklich, oder? Lian und Song waren schon und nun will auch der Buergermeister von Taizhong nach Mainland.

Ihr wart noch nie in Taiwan, nehme ich an. Taiwan mit China zu vergleichen ist, wie wenn man Australien mit England vergleicht.
hahahhahaha............

martin xin
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Beitrag von martin xin » 11.06.2005, 15:58

"Ich würde China/Taiwan eher mit Deutschland/Österreich vergleichen."

ich habe auf der Länderliste der UNO Österreich gefunden, aber nicht Taiwan, weil Taiwan kein Land ist, sondern ein Teil Chinas ist.

Gast

wie sich die Zeiten ändern

Beitrag von Gast » 11.06.2005, 16:10

Hallo Martin Xin..

dann schau mal bitte in die Länderliste der UNO aus den 60er und 70er Jahren. Damals war Festlandschina ein Teil der Republik Taiwan..., die Volksrepublik ist in der Liste nicht aufgetaucht....wie sich die Zeiten ändern. Was haben damals die Festlandschinesen gesagt? Waren sie etwa der Meinung, China sei ein Teil Taiwans und somit der Republik China und Jiang Kai-shek ihr Präsident? Die UNO-Liste ist ein schwaches Argument.
Vielleicht ändert sich die weltpolitische Lage in 20 Jahren wieder und die UNO-Liste wird wieder geändert.
Wer kann das jetzt wissen?

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anderer Li
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Re: wie sich die Zeiten ändern

Beitrag von anderer Li » 11.06.2005, 19:53

Anonymous hat geschrieben:Hallo Martin Xin..

dann schau mal bitte in die Länderliste der UNO aus den 60er und 70er Jahren. Damals war Festlandschina ein Teil der Republik Taiwan..., die Volksrepublik ist in der Liste nicht aufgetaucht....wie sich die Zeiten ändern. Was haben damals die Festlandschinesen gesagt? Waren sie etwa der Meinung, China sei ein Teil Taiwans und somit der Republik China und Jiang Kai-shek ihr Präsident? Die UNO-Liste ist ein schwaches Argument.
Vielleicht ändert sich die weltpolitische Lage in 20 Jahren wieder und die UNO-Liste wird wieder geändert.
Wer kann das jetzt wissen?
Naja, egal ob VR oder Republik China, ist doch beides China. Ich glaube, Taiwan hat bereits die "Rückeroberung" des Festlands aufgegeben, Festland möchte auch nicht mehr auf jeden Fall Taiwan zu "befreien".
Neuerdings spricht man von "zwei Regierungen, ein Land", d.h. meinetwegen, beide Seiten akzeptieren die aktuelle "Quo" Status, solang bis eine endgültige, vernünftige und vor allen friedliche Lösung erzielt wird. Wie der Gast gesagt hat, die Zeit ändert sich. Die VR China wiird sich ändern und Taiwan wird sich ändern, und die Welt auch...
Man kann nicht mehr Zeit für sein Leben bekommen, jedoch mehr Leben für seine Zeit.

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Beitrag von martin xin » 12.06.2005, 00:29

mit Länderliste der UNO wollte ich nur den jetzigen Vergleich von Deutschland/Österreich und China/Taiwan widersprechen.

Sonst finde ich deine Meinung vernünftig. Nur: eine Regierung ist eine noch nicht endgültig geklärte Übergangsform, die andere ist international anerkannte Regierung.

Das größte Hindernis der Taiwanlösung liegt in den USA. Die wollen Taiwan von China abspalten; sie wollen aber möglichst keinen großen Preis dafür bezahlen, wollen aber viel Geld durch Waffenverkauf an Taiwan verdienen. Wenn China sich weiter so 20 Jahre entwickelt, werden Chinesen nicht erlauben, dass die USA sich mit ihrem Gewicht der Supermacht so weiter in Taiwan einmischen. Je früher die USA Finger weg von Taiwan nehmen, je führer wird eine friedliche Lösung kommen. Ähnlich wie Sowjeunion und DDR.

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Beitrag von Kevin » 12.06.2005, 01:25

Bevor Bismarck unter Wilhelm die Deutschen vereint hat, war Österreich genauso berechtigt wie Preussen gewesen, sich als Motor des Deutschtums zu sehen. Nur die Preussen haben gesiegt. Und Hitler meinte auch, seine Heimat sei längst fällig für die Heimrückholung ins Reich, und hat es auch unblutig, aber mit Gewalt gemacht. Würde er einen UN-Sitz von Österreich anerkennen? Bestimmt nein.
Lern erst mal richtig deutsche Geschichte und dann ergieß.
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Beitrag von anderer Li » 12.06.2005, 12:07

Kevin hat geschrieben:Bevor Bismarck unter Wilhelm die Deutschen vereint hat, war Österreich genauso berechtigt wie Preussen gewesen, sich als Motor des Deutschtums zu sehen. Nur die Preussen haben gesiegt. Und Hitler meinte auch, seine Heimat sei längst fällig für die Heimrückholung ins Reich, und hat es auch unblutig, aber mit Gewalt gemacht. Würde er einen UN-Sitz von Österreich anerkennen? Bestimmt nein.
Lern erst mal richtig deutsche Geschichte und dann ergieß.
Hitler würde einen UN-Sitz von Österreich sicherlich NICHT anerkennen, aber UNO schon, nicht wahr?
Man kann nicht mehr Zeit für sein Leben bekommen, jedoch mehr Leben für seine Zeit.

Stefan

Wo ist die Debatte über Tibet

Beitrag von Stefan » 29.06.2005, 16:35

Hallo, ich bin heute das erste mal hier im Forum und ziemlich überrascht.
Da postet Martin Xin einen hervorragenden Beitrag über Tibet und keiner Antwortet darauf. Ist Tibet keine Diskussion mehr wert???

Das Hauptproblem des Dalai Lamas scheint zu sein, dass er selbst nicht weiß was er will. Während China grundsätzlich einer Rückkehr aufgeschloßen gegenübersteht (was sicherlich mit Prestigegründen zu tun hat), falls der Dalai Lama sich an die chinesischen Spielregeln hält, wechselt der Lama seine Meinung dauert. Mal erklärt er Tibet als Teil Chinas und ist nur für Autonomie, mal wieder für Unabhängigkeit. Und nicht zu vergessen die Größe Tibets, mal entspricht sie der heutigen autonomen Gebiet Tibets, mal soll sie alle Gebiete umfassen, in welchem Tibeter in den letzten 1500 Jahren mal gesiedelt haben.

Und zu Taiwan: In der DDR gab es auch keine Volksabstimmung über einen Beitritt zu BRD, sondern die letzte Regierung der DDR hat dies so beschloßen.

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Beitrag von mesheel » 30.06.2005, 05:13

Ja und die Kommunisten sind von den Kapitalisten einverleibt worden. Dein Vergleich macht nicht wirklich Sinn, aber gefaellt mir.... :wink:

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Beitrag von Jens » 30.06.2005, 09:04

@stefan
Für dich scheint es auch wieder nur um die Landbesitzfrage zu gehen und nicht um die Menschen.
Auch hat, wie du schon andeutest, jede Interessensgruppe seine eigene Wahrheiten über Tibet. Habe kürzlich eine Reportage über Tibet gesehen. Darin wurde klar, dass gewisse aktuelle "westliche" Bilder über Tibet keine Fantasie sind. Das Reporterteam brauchte 7 Jahre, um eine Einreisegenehmigung zu bekommen und bekam noch einen chinesischen Aufpasser.

Über die DDR: Dieser Einigungsvertrag, welcher von BEIDEN Regierungen beschlossen wurde hat nur das legitimisiert, was schon passiert war...

Stefan

Kritisiere nicht mich, sondern den Dalai Lama

Beitrag von Stefan » 30.06.2005, 09:40

Es ist der Dalai Lama der mal mehr, mal weniger von einem Groß-Tibet träumt, nicht ich. Also solltest Du ihn wegen der Frage des Landbesitzes kritisieren.

Was die Tibeter angeht, geht es der großen Mehrzahl (über 90%) heute besser als unter dem Regime der Dalai Lamas. Martin Xin hat die Ünterdrückung der großen Mehrheit der Tibeter unter den Dalai Lamas ja sehr gut beschrieben.

So bevor Du mir jetzt vorwerfen kannst ich sei einseitig. Ich sehe in China insgesamt noch große Defizite in Fragen von Rechtstaatlichkeit etc, aber ich sehe ebenso die Verbesserungen.

Aber es scheint in Deutschland und der westlichen Welt allgemein ein großes Problem mit der Wertung von Menschenrechtsverletzungen zu geben. So feiern viele Linke die FARC in Kolumbien als Freiheitskämpfer, und übersehen den Drogenhandel, Kindersoldaten und Mordschwadronen. Die Konservativen hingegen feiern Bushs (vöklerrechtswidrigen) Angriffskrieg gegen Irak als Kampf für Demokratie und Menschenrechte. Und Israel darf trotz seiner vielen Menschenrechtsverletzungen nicht kritisiert werden, weil man ja sonst als Antisemit gelten könnte.

Kongzi (Konfuzius) und sein europäisches Gegenstück Platon würden vorschlagen, dass wir im Westen erstmal die Begriffe wieder in Ordnung bringen, bevor fleissig herumkritisieren. :wink:

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Beitrag von Babs » 30.06.2005, 10:19

Stefan, bravo! :D

君子万年,介尔景福。

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Beitrag von Jens » 30.06.2005, 11:11

@stefan
Waere doch riesig, wenn du auch glaubwuerdige Quellen liefern koenntest fuer deine Behauptungen (ueber 90% ...). Ausserdem wolltest du doch ueber Tibet diskutieren, oder?
Ein Bild dieser Arte-Reportage war z.B., dass in einer grossen Stadt die Geschaefte vornehmlich (fast alle) Han-Chinesen gehoerten.
Die Frage, wieviel % die Tibeter in Tibet ausmachen ist noch immer nicht beantwortet.

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