Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

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TaugeNix

Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von TaugeNix » 26.01.2014, 20:12

shuhan hat geschrieben: [...] viel Blabla, manches okay, manches sinnfrei [...]

Diese Verdrehung und Schizophrenie haben zu einer kollektiven krankhaften Gesellschaft, in der kaum jemand noch die Wahrheit sagt. Jeder in China weiß, der, der die Wahrheit sagt, wird bestraft, derjenige, der aber luegt bzw betrügt, der wird dafür belohnt!
Soso, jeder (!) in China (!!) weiß (!!!) um diesen Unsinn? :roll:
Komm', glaub' lieber an dein inneres Rad, lass' es weiter drehen - damit nicht die kollektiv krankhafte Gesellschaft am Rad dreht :mrgreen:

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von sweetpanda » 26.01.2014, 20:44

Hoffentlich ist shuhan nicht auch ein FLG-Jünger, denn ich bin ein großer Freund von China-Bashing mit argumentativem Niveau. Es sollte aber keine wahnhafte religiöse Verbohrtheit dahinter stecken, sondern ein freiheitlich demokratischer frischer Geist. :mrgreen:
„Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben so trübsinnig machen.“

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von alanos » 26.01.2014, 20:56

In China gibt es keine humanistische Erziehung in diesem Sinne. Schon der beruehmte Schriftsteller Lu xun hat die chinesische Gesellschaft als "menschenfressende Gesellschaft" genannt. Und die Chinesen als ein Volk, welches baozhi mit Menschenfleisch frisst. Natürlich im uebertragenen Sinne. Und als kaltblütige Zuschauer und weggucker. Etwa eine Gesellschaft, in der die Menschenmassen Hinrichtung hochjubeln und als ein großes Fest feiern würden.
:shock: Warst du schon mal in China?
Das hört sich an als würde es geradewegs aus einem Feldhandbuch für Kwantung-Garnisontruppen stammen :wink:
Europa im Mittelalter war genauso schlimm. Man muss bedenken, dass selbst 1912, während in Europa schon eine hochentwickelte zivilgesellschaft mit einem gut ausgebildeten Mittelstand entstanden war, in China noch ein äußerst brutales und rueclstaendiges Regime mit mittelalterlichen Methoden herrschte
Wo waren wir Deutschen denn vor 100 Jahren? Ach ja stimmt, in Zügen nach Paris, uns die Haut von Senfgas wegfressen lassen. Für den Kaiser.
Von dem zivilisierten Grad der Staatsführung war die letzte chinesische Dynastie sogar im chinesischen Verhältnis äußerst zurueckgeblieben, wenn man auch bedenkt, dass die herrschende Kaste da, also die Mandschu, noch bis vor wenigen Jahrhunderten noch Analphabeten und jaeger im mandchurischen Wäldern waren.
Und das ist noch mal eine ganz neue Dimension Schwachsinn. Muss sich eine Dynastie in deinen Augen also über Jahrhunderte ihre Herrschaftsfähigkeit akkumulieren, um "zivilisiert" zu sein?
Dieser Punkt ist einfach nur schrecklich dumm. Deshalb eine kleine Auswahl an Leuten die den Sprung von "ungewaschener Barbar" bis "gotterhabener Kaiser" in der ersten Generation geschafft haben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Theoderich_der_Gro%C3%9Fe
http://de.wikipedia.org/wiki/Constantius_I.
http://de.wikipedia.org/wiki/An_Lushan
:roll:
Alles was bis dahin fuer die Chinesen heilig war, Etwa Respekt vor den Lehrern und Eltern, über Nacht reaktionäres Element wurde, das zu vernichten galt. Dies hat eine nachhaltige Wirkung auf die chinesische Gesellschaft.
Auch das ist irgendwie Blödsinn. Die Chinesen, die ich kenne, haben wesentlich mehr Respekt von Personen wie Eltern oder Lehrern als irgendjemand, den ich hier in Deutschland kenne.
Also bleibt nur noch Geld und macht, das einzige anfassbare woran sich die Chinesen messen können und woran die meisten Chinesen noch glauben. Mit Geld oder mit Macht, meinen viele Chinesen, alle Probleme lösen zu können.
Diese Fixiertheit auf Geld lässt sich in praktisch allen Gesellschaften beobachten, die arm waren und schnell wohlhabend geworden sind. Das ist normal und legt sich in der Regel nach ein paar Generationen wieder.
Man sollte aber auch bedenken, dass in der Kulturrevolution Eltern ihre Kinder, Kinder ihre Eltern, ehemann seine Frau, Bruder seine Schwester, Schüler ihre Lehrer, etc. Denunziert haben. Das ist gar nicht mal so lange her. Diejenigen Opfer oder die denunzierer selbst vertrauen folglich auch keinen anderen mehr als sich selbst. Diese Leute geben ihre Denkweise natürlich an ihre Kinder weiter.
Herrschte hier in Deutschland nicht bis '45 bzw. '89 ein ganz ähnliches System? Ich trau mich immer noch kaum in den Osten, ständig Angst denunziert zu werden, und Ossis kann man eh nicht trauen!
Chinesen sehen in anderen Chinesen in erster Linie einen konkurrent. Von kindersbeine an werden sie eingehämmert, dass sie andere Kinder überholen müssen, dass sie die besten sein müssen. Von kindersbeine an werden sie eingehaemmert, dass es zu viele Chinesen gebe und dass Ressourcen in China umso mehr knapp sind. Konkurrenten traut man bekanntlich nicht.
Dein erster guter Punkt, Glückwunsch!



Dieses Problem, dass jeder den anderen über's Ohr hauen will, ganz allgemein, ist, wie schon gesagt wurde, auch in vielen anderen Ländern der Welt präsent. Von Süd-/Mittelamerika über Afrika bis nach Südostasien.
Hoffentlich ist shuhan nicht auch ein FLG-Jünger
Ja, seine "Argumentationsweise" stinkt schon ziemlich nach FLG.
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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von shuhan » 26.01.2014, 21:53

Alanos,
Du solltest dich hüten, wenn du etwas als schwachsinnig bezeichnest, wovon du aber keine Ahnung hast.

Die chinesische Geschichte der letzten Qing Dynastie wird derzeit unter den chinesischen Historikern aufgearbeitet bzw gewisse Sichten korrigiert. Was nun mehr als historischer Fakt gilt ist die Tatsache, dass die Qing Dynastie, die von dem Volk der Mandschu errichtet wurde, eine im Vergleich zu anderen chinesischen vorgaengerdynastien wie Ming oder Song rueckwaertsgerichtete Politik betrieben hat.

So wurden unter der Herrschaft der Mandschu sogenannte Schrifteninquisition durchgeführt : sämtliches fortschrittliches Gedankengut, das etwa von den Denkern der Wang Yangming Schule, im Keim erstickt und auch unzählige wissenschaftliche Bücher, wie die damalige Enzyklopädie der Handwerker vernichtet. Abertausende Intellektuelle mit ihren neun Sippen (also auch Lehrer und Nachbarn, freunde) hingerichtet oder ins Straflager der Mandschurei in die Sklaverei der dortigen Grenzer getrieben.

Entwicklungen der neuen Technologien wurden verboten. So etwa in der Waffentechnik der Feuerwaffen. So kam es dazu, dass im Opiumkrieg chinesische Soldaten die englische Musketen fuer Hexenkunst hielten und nackte Frauen gegen die Engländer trieben um den Zauber zu brechen (alles historisch dokumentiert), während 200 Jahre zuvor chinesische Truppen bereits modernste Musketen und Kanonen in die Schlacht einsetzten, die den Europäern in nichts nachstanden.

Der Grund liegt in der Natur jener Herrschaft selbst.

Qing war eine Fremdherrschaft in dem Sinne, dass Mandschu-Angehörige generell bevorzugt wurden und als ein kleines Minderheitvolk die Geschicke Chinas steuerten.
Es gab eine strikte Rassentrennung zwischen Mandschu und Han.Eine Ehe zwischen Han und Mandschu war verboten.Die Mandschu besetzten die wichtigsten Posten.Im kabinet etwa wurden 83 Prozent der mittleren Posten von Mandschu besetzt.Im Schatzministerium wurden 69 Prozent der mittleren Posten von Mandschu besetzt.68,4 Prozent der 2277 Posten der wichtigen Ministerien der Zentralregierung der Qing konnten nur von Mandschu besetzt werden.Lediglich 302 Posten davon durften sowohl von Mandschu als auch von Han besetzt werden.Selbst in dem letzten Kabinett der Qing-Regierung (Mai 1911), also kurz vor dem Ausbruch der Revolution, waren acht von 13 Minister Manschu.All das entsprach überhaupt nicht dem Bevölkerungsanteil der Mandschu an der Gesamtbevölkerung Chinas(unter 1 Prozent).

Technologische Entwicklungen der Han Chinesen, die 90 Prozent der Bevoelkerung ausmachten, mussten schlicht eingeschränkt werden, um die Herrschaft der viermillionen Mandschu, die ihre ueberlegenheit gegenüber den Han in ihrer Kriegsführung (Reiterheere) sahen, über 400 Millionen Han Chinesen aufrechtzuerhalten.

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von VielUnterwegs » 26.01.2014, 22:26

sonero hat geschrieben:ist doch ganz einfach. Sie misstrauen jedem (fremden) Chinesen weil sie ihn jederzeit bei sich bietender Gelegenheit auch sofort über den Tisch ziehen würden.
Damit ist auch alles zum Thema gesagt, denn so ist es. Nur eine Ausnahme, es gibt auch viel Chinesen die davon sehr genervt sind und selber niemanden über den Tisch ziehen. Meine Frau z.B. ist extrem genervt von diesem Verhalten und profitiert nichtmal von einem Fehler den sie nicht herbeigefuehrt hat, wenn sie koennte, da sie nicht als "eine von den Heuschrecken" gelten will. Auch höre ich von ihr und ihren Freunden oft den Tenor, dass man es mit ehrlicher Arbeit in China zu nichts bringen kann, nur Schamlosigkeit, Dreistigkeit und Wille zum korrumpieren und korrumpiert werden helfen dir weiter. Auch kann sie nur den Kopf schuetteln wenn mal wieder die alten Chinesen bei der lokalen Variante der Tafel anstehen, sich die Taschen vollpacken, alles ausser den teuren Sachen 100m um's Eck WEGWERFEN und dann die teuren Sachen auf der Strasse verkaufen...und sich dann NOCHMAL anstellen. Die Obdachlosen gehen dann leer aus...

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von alanos » 26.01.2014, 22:30

Woher nimmst du eigentlich dieses ganze Halbwissen? :shock:
Ich habe gerade einen gewissen inneren Konflikt und überlege mir, ob ich darauf wirklich eingehen soll, oder ob ich mich mit diesem Blick: :roll: wieder wichtigeren Dingen zuwenden soll.

Was nun mehr als historischer Fakt gilt ist die Tatsache, dass die Qing Dynastie, die von dem Volk der Mandschu errichtet wurde, eine im Vergleich zu anderen chinesischen vorgaengerdynastien wie Ming oder Song rueckwaertsgerichtete Politik betrieben hat.
Inwiefern?
So wurden unter der Herrschaft der Mandschu sogenannte Schrifteninquisition durchgeführt : saemtliche fortschrittliches Gedankengut, das etwa von den Denkern der Wang Yangming Schule, im Keim erstickt und auch unzählige wissenschaftliche Bücher, wie die damalige Enzyklopädie der Handwerker vernichtet. Abertausende Intellektuelle mit ihren neun Sippen (also auch Lehrer und Nachbarn, freunde) hingerichtet oder ins Straflager der Mandschurei in die Sklaverei der dortigen Grenzer getrieben.
Quellen?
Entwicklung der neuen Technologien wurden verboten. So etwa in der Waffentechnik der Feuerwaffen. So kam es dazu, dass im Opiumkrieg chinesische Soldaten die englische Musketen fuer Hexenkunst hielten und nackte Frauen gegen die Engländer trieben um den Zauber zu brechen (alles historisch dokumentiert), während 200 Jahre zuvor chinesische Truppen bereits modernste Musketen und Kanonen in die Schlacht einsetzten, die den Europäern in nichts nachstanden.
Das ist einfach nur von Grund auf dämlich. :roll:
Die Entwicklung wurde nicht verboten, sondern sie war einfach nicht notwendig, da das China der frühen Qing-Zeit seine Nachbarstaaten absolut dominiert hat.
Vor allem die Sache mit der "Hexenkunst" halte ich für groben Unsinn. Hast du da eine Quelle dafür?
Und die "mondernsten Musketen und Kanonen" wurden von den Europäern gekauft, das war der Grund, warum sie denen der Europäer in nichts nachstanden :wink: Das war der ganze Zauber und hat somit nichts mit einer etwaigen intellektuellen Überlegenheit der Ming-Herrscher zu tun.
Die Entwicklung und Modernisierung neuer Waffentechnik wurde nach dem Ersten Opiumkrieg und der Taiping-Revolution massiv gefödert - von den Qing. Wie gesagt, der Punkt ist grober Unsinn.


Du bist nicht zufällig ein Han-Chinese? Aus dem Jahre 1900? Mit einem Groll auf die herrschenden 1%?
:lol:
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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von Laogai » 27.01.2014, 01:10

shuhan hat geschrieben:Ja, gute Frage... Warum misstrauen Chinesen anderen Chinesen ? Sogar unter den auslandachinesrn gibt es einen Spruch: ein Chinese ist ein Drache, vier Chinesen sind aber vier Würmer!
Wie beantwortet der Spruch die Frage "Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?"? Und was hat der Spruch überhaupt mit der Frage zu tun? Kann man also einem "Chinesen" trauen, vier von ihnen jedoch nicht?
shuhan hat geschrieben:Ich sehe den Grund in vier wesentlichen Punkten
Punkt 1. historischer Grund
China ist noch lange keine zivile Gesellschaft.[...]
Gibt es Vertrauen nur in "zivilen" Gesellschaften? Und wenn ja, was ist überhaupt eine "zivile Gesellschaft"?
shuhan hat geschrieben:Schon der beruehmte Schriftsteller Lu xun hat die chinesische Gesellschaft als "menschenfressende Gesellschaft" genannt. Und die Chinesen als ein Volk, welches baozhi mit Menschenfleisch frisst.
Lu Xun hat zwar die Menschenfresser-Metapher in einigen seiner Schriften benutzt, aber nie "die Chinesen als ein Volk [bezeichnet], welches baozhi mit Menschenfleisch frisst" :!:
Mit "baozhi" meinst du wahrscheinlich bao zi (包子). Bring mal dein Pinyin auf Vordermann!
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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von shuhan » 27.01.2014, 01:17

Warum trauen Chinesen Chinesen nicht?

Ach ja, mir ist noch folgendes eingefallen:
Es gibt ein sehr bekanntes chinesisches Sprichwort
上樑不正下樑歪 。
Das bedeutet: wenn sich die Oberen schlecht benehmen, werden die Unteren ebenfalls das schlechte Verhalten der Oberen nachahmen.
Ich denke, dieses Sprichwort beschreibt ganz gut, was heute in China los ist. Die chinesische Gesellschaft ist eine sogenannte guanbenwei-Gesellschaft, das bedeutet, der Staatsapparat ist zentraler Gegenstand der Gesellschaft bzw. diese Gesellschaft wird absolut dominiert und gesteuert von staatlichen Stellen, der Staat hält das Monopol über sämtliche relevante Resourcen der Gesellschaft. Nicht die Gesellschaft kontrolliert und überwacht den Staat, sondern umgekehrt. In diesem Sinne stellt der Staat bzw. Seine Repraesentanten die absoluten Oberen bzw. Oberschicht dar, deren Verhalten von den Unteren eben nachgeahmt wird. Wenn nun die Staatlichen Vertreter das Volk permanent belügen, betrügen, auseinandernehmen, sich selbst auf Kosten der Steuerzahler extremst bereichern, und wie mafiöse Bande über die sozialschwachen aus dem Volk herfallen (sieh chengguan), dann kann man sich überhaupt nicht wundern, dass die Chinesen aus dem einfachen Volk sich gegenseitig auch ständig betrügen wie es nur geht.

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von alanos » 27.01.2014, 01:29

Ich warte immer noch auf meine Quellen :roll:


Und deine These von wegen die Unteren benehmen sich wie die Oberen ist auch Quatsch. Zeig mir mal ein Land in dem sich die Politiker nicht ihr Taschengeld durch "Nebenverdienste" oder Korruption aufbessern.

Edit: Bist du eigentlich bei der FLG?
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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von shuhan » 27.01.2014, 01:38

Laogai hat geschrieben:
shuhan hat geschrieben:Ja, gute Frage... Warum misstrauen Chinesen anderen Chinesen ? Sogar unter den auslandachinesrn gibt es einen Spruch: ein Chinese ist ein Drache, vier Chinesen sind aber vier Würmer!
Wie beantwortet der Spruch die Frage "Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?"? Und was hat der Spruch überhaupt mit der Frage zu tun? Kann man also einem "Chinesen" trauen, vier von ihnen jedoch nicht?
shuhan hat geschrieben:Ich sehe den Grund in vier wesentlichen Punkten
Punkt 1. historischer Grund
China ist noch lange keine zivile Gesellschaft.[...]
Gibt es Vertrauen nur in "zivilen" Gesellschaften? Und wenn ja, was ist überhaupt eine "zivile Gesellschaft"?
shuhan hat geschrieben:Schon der beruehmte Schriftsteller Lu xun hat die chinesische Gesellschaft als "menschenfressende Gesellschaft" genannt. Und die Chinesen als ein Volk, welches baozhi mit Menschenfleisch frisst.
Lu Xun hat zwar die Menschenfresser-Metapher in einigen seiner Schriften benutzt, aber nie "die Chinesen als ein Volk [bezeichnet], welches baozhi mit Menschenfleisch frisst" :!:
Mit "baozhi" meinst du wahrscheinlich bao zi (包子). Bring mal dein Pinyin auf Vordermann!

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von Laogai » 27.01.2014, 01:38

shuhan hat geschrieben:Wenn nun die Staatlichen Vertreter das Volk permanent belügen, betrügen, auseinandernehmen, sich selbst auf Kosten der Steuerzahler extremst bereichern, und wie mafiöse Bande über die sozialschwachen aus dem Volk herfallen (sieh chengguan), dann kann man sich überhaupt nicht wundern, dass die Chinesen aus dem einfachen Volk sich gegenseitig auch ständig betrügen wie es nur geht.
Puh, so gesehen muss sich 99% der Weltbevölkerung gegenseitig betrügen. Willkommen auf dem Planeten Erde!
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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von shuhan » 27.01.2014, 01:45

Laogai, ich würde dir nahelegen, zunächst etwas intensiver mit lu xuns Werken auseinanderzusetzen. Lies mal Lu xuns werk 药,dann weißt du wovon ich spreche!

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von shuhan » 27.01.2014, 02:28

alanos hat geschrieben:Ich warte immer noch auf meine Quellen :roll:


Und deine These von wegen die Unteren benehmen sich wie die Oberen ist auch Quatsch. Zeig mir mal ein Land in dem sich die Politiker nicht ihr Taschengeld durch "Nebenverdienste" oder Korruption aufbessern.

Edit: Bist du eigentlich bei der FLG?
Hier hast du deine quelle! Nackte Frauen und Frauenklos als Waffen, um den "Zauber " der Briten zu brechen.
http://wapread.189.cn/goChapterContent. ... hapterId=4

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von shuhan » 27.01.2014, 02:37

alanos hat geschrieben:Ich warte immer noch auf meine Quellen :roll:


Und deine These von wegen die Unteren benehmen sich wie die Oberen ist auch Quatsch. Zeig mir mal ein Land in dem sich die Politiker nicht ihr Taschengeld durch "Nebenverdienste" oder Korruption aufbessern.

Edit: Bist du eigentlich bei der FLG?
Ich bin kein Mitglied der FLG. Aber spielt das eine Rolle? Hier geht es um Fakten über China, nicht über irgendwelche Glaubenrichtungen oder vereinszugehoerigkeit! und übrigens, meine Eltern haben beide in einer chinesischen Behoerde gearbeitet, die auf einer Ministerialebene war, bevor sie zur Promotion ins Ausland gingen. Aus meiner väterlichen Familie allein sind sieben Parteifunktionaere der KP, nun spielt das eine Rolle dass ich trotzdem mal die Fakten von China nenne?

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Re: Warum vertrauen Chinesen nicht anderen Chinesen?

Beitrag von canni » 27.01.2014, 04:13

Ihr macht hier vielleicht einen Aufstand! Die Frage ist doch völlig falsch gestellt. Sie müsste eigentlich lauten, warum vertrauen wir einigen Menschen und anderen nicht? Ich vertraue keinem arabischen Teppichhändler. Warum? Weil wir wissen, sie bescheissen Dich wenn Du so blöd bist auf den erst genannten Preis hereinzufallen.
Die Chinesen vertrauen keinen Chinesen ist deshalb falsch. Sie vertrauen Menschen nicht, von denen es heisst, sie haben Bescheissen als Hobby. Wie die Mongolen, die hier überall rumhängen.

Also macht mal halblang. Man bildet sich eine Meinung und es wird eine Sippenhaft draus gemacht. Das ist üb erall auf der Welt so. Ich würde einem Restaurantboss, der Hunde auf der Speiskarte hat, doch nicht meine Köter zur Pflege anvertrauen.

Fragt lieber, warum sind Chinesen so ehrgeizigt vor der Öffentlichkeit als reich, toll und gescheit dazus tehen`?
Das ist ein Wesenszug, der tief verwurzelt ist und ich weiß nicht wo dieses Gebahren her kommt. Sicher, in den Sixties war bei uns auch das "Vorzeigegen" sehr verbreitet. Aber hier ist es extrem und ich, der ich bei solchen Sachen (als armer NICHT - ÄXPÄT notgedrungen) eher auf Understatement stehe, fühle mich manchmal als Ausgestossener. Äh nicht mal einen Daimler? haha die Freunde hier wissen nicht, dass in Stuttgart jeder kleine Griechen oder Türkenarsch die dicken Kisten vom Gottlieb fährt. Weil er beim Daimler schafft. Und mit seinem Jahreswagen noch das Geschäft macht. Aber nicht abgeschweift....

Chinesen vertrauen Chinesen nicht- ist falsch. Chinesen vertrauen Leuten nicht, von denen sie glauben zu wissen, die etrügen eh immer. Und genau das tun wir doch auch?

Nachdenken Freunde.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....

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