Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

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Skorpid
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Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

Beitrag von Skorpid » 05.01.2010, 19:06

Hallo Freunde,

soeben erreichte ich mein trautes Heim, wo schon meine wutentbrandte Freundin auf mich wartete.

Kurzversion:
Nachdem wir schon etwa 300 Euro in Übersetzungen und Legalisierungen investiert haben, bekamen wir heute den Anruf des Oberlandesgerichts in Dresden, daß die Geburtsurkunde meiner Freundin zwar übersetzt und beglaubigt und von der Chinesischen Botschaft legalisiert ist, aber daß die deutsche Botschaft in China das ganze noch nicht legalisiert hat.....
Netterweise hat uns die Standesbeamtin auch nicht darauf hingewiesen, daß dies nötig ist. Im Merkblatt steht nur "Legalisierte Geburtsurkunde". Super. Das würde bedeuten, daß wir jetzt erstmal wieder nach China fliegen sollen und da zur Botschaft dackeln sollen, damit die ihre Unterschrift unter den 3-Zeiler machen.....
Da kommt uns eine Fahrt nach Dänemark und die 70 Euro dort aber sowas von billiger....
Eine Riesensauerei das ganze. Bei einer Freundin von uns (auch in Dresden), wurde bei gleicher Konstellation keine Legalisierung benötigt.....
Gerade lese ich, daß man für die Hochzeit in Dänemark auch 2 Trauzeugen braucht... na toll, jetzt müssen wir jemand auftreiben der mit uns für 2 Tage da hochfährt....
Ich könnte so ko**en.....

edith: kann man das Geld vom Standesamt wegen unvollständiger Beratung zurückfordern?

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Attila
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Re: Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

Beitrag von Attila » 05.01.2010, 19:48

Eventuell hilft Euch das Bürgertelefon des auswärtigen Amtes weiter. Vielleicht wissen die wie Ihr die Urkunde der deutschen Botschaft in Peking zukommen lassen könnt.

Eventuell lohnt es sich auch beim Standesamt oder beim Gericht nach einem Amtshilfeverfahren zu fragen, wenn ich das richtig verstanden habe fehlt ja nur noch der Stempel der Botschaft. Also wären Behörden der VR China gar nicht mehr zu beteiligen.

Auch eine Anfrage bei info4alien, in der Sektion Personenstandsrecht kann nicht schaden.
http://www.info4alien.de/cgi-bin/forum/ ... board=pstr

Viel Glück!
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Re: Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

Beitrag von otternase » 05.01.2010, 20:46

Skorpid hat geschrieben: Gerade lese ich, daß man für die Hochzeit in Dänemark auch 2 Trauzeugen braucht... na toll, jetzt müssen wir jemand auftreiben der mit uns für 2 Tage da hochfährt....
das wird vielleicht von Kommune zu Kommune unterschiedlich gehandhabt, aber soweit ich es kenne, stellt das Standesamt selbst auf Wunsch Trauzeugen (Mitarbeiter des Standesamtes). Einfach mal nachfragen...

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Re: Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

Beitrag von Skorpid » 05.01.2010, 21:07

So, habe mich ein bisschen beruhigt. Wir versuchen eine Heiratsagentur in China ausfindig zu machen, die das erledigt, mal schauen wie teuer das wird. Eine andere Freundin hat das damals auch so gemacht udn da hat das ganze ca. 80 Euro gekostet (wäre Dänemark also auch nicht billiger), ich hoffe nur, denen fällt dann nicht noch irgendwas ein... die Geburtsurkunde ist auch nicht mehr sooo lange gültig... naja, mal schauen was am Ende rauskommt, ich melde mich dazu wenn die Sache durchgestanden ist.... (oder es neue Probleme gibt)

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Re: Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

Beitrag von Henry_ » 05.01.2010, 23:42

Die Trauzeugen in DK gibt es problemlos hinzu. I.d.R. stellen sich
zwei Angestellte des Standesamtes zur Verfügung (war bei mir so)
Ist zwar schon einige Jahre her, aber da hat sich bei den freundlichen
Dänen nichts geändert.



Henry

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Re: Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

Beitrag von Skorpid » 06.01.2010, 12:35

Der Knüller heute wieder…..

Ich habe beim Oberlandesgericht angerufen: „Alle Dokumente sind in Ordnung, außer die Geburtsurkunde. Sie können auch in China eine neue ausstellen, übersetzen, überbeglaubigen und legalisieren lassen, dass geht vielleicht schneller“.
Gleichzeitig ruft meine Freundin beim Standesamt an: „Eine Übersetzung der Urkunde in China wird vermutlich in Deutschland nicht anerkannt. Sie müssen die Urkunde in Deutschland übersetzen und wieder nach China zur Legalisierung schicken.“

Juhu, 2 Ämter, 2 Antworten….. Für was bezahlt man die eigentlich…..
Und das wegen „Frau X wurde am xx.xx.xx in der Provinz Liaoning geboren. Mutter ist Frau X, Vater Herr X.“

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Re: Durch deutsche Behörden zur Heirat nach Dänemark getrieben..

Beitrag von Attila » 06.01.2010, 13:15

Gleichzeitig ruft meine Freundin beim Standesamt an: „Eine Übersetzung der Urkunde in China wird vermutlich in Deutschland nicht anerkannt. Sie müssen die Urkunde in Deutschland übersetzen und wieder nach China zur Legalisierung schicken.“
Völliger Blödsinn! Die Legalisierung besagt nur das es sich um ein amtliches Dokument der VR China handelt, über den Inhalt wird nichts ausgesagt. Also könntet ihr theoretisch den ganzen Kram noch einmal hier von einem gerichtlich anerkannten Übersetzer übersetzen lassen.

Wir haben damals die Urkunden in China übersetzen und komplett legalisieren lassen, hat übrigens alles das dortige öffentliche Notariat veranlasst.

Diese Dokumente wurden dann hier einer gerichtlich anerkannten Übersetzerin vorgelegt, welche bestätigt hat das die Übersetzungen korrekt sind. D.h. es wurde an jedes Blatt einer Übersetzung noch ein weiteres DIN A4 Blatt angetackert und gesiegelt in dem die in Deutschland anerkannte Übersetzerin die Korrektheit der Übersetzung bestätigt.
:roll:
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