Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

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ijontichy
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von ijontichy » 04.07.2009, 16:45

Ob man eine davon mit einem gewissen Alter abgeben muss, weiß ich nicht, früher war das so.
Nicht, wenn die deutsche Staatsbuergerschaft per Geburt dadurch erworben wurde, dass ein Elternteil deutsch ist -- siehe info4alien;
Wenn ein Elternteil eines Kindes die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, ist das Kind automatisch deutscher Staatsangehöriger, auch wenn ein anderer Elternteil eine andere Staatsangehörigkeit hat. Unerheblich dabei ist auch der Geburtsort. Entgegen einer verbreiteten Meinung müssen diese Kinder sich auch nicht irgendwann entscheiden, ob sie eine der Staatsangehörigkeiten abgeben. Jedenfalls verlangt das nicht der deutsche Staat. In der Regel dürften die Kinder auch die Staatsangehörigkeit des anderen Elternteiles besitzen.
http://www.info4alien.de/einbuergerung/ ... kinder.htm" target="_blank

Stephan1975
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Stephan1975 » 02.12.2009, 09:19

Eine Anmerkung.

Ich habe ein wenig das Gefühl, dass wahrscheinlich der Sachbearbeiter mit Deiner Art nicht zurecht kommt. Ich finde Deine Wortwahl auch hier im Forum - auch wenn Du sauer bist, etwas daneben. Wenn Du so in einer Botschaft oder Konsulat auftritts, mußt Du Dich nicht wundern, wenn dann der eine oder andere darauf allergisch reagiert.

Übersetzungen und dann Beglaubigungen sind hier nötig. Da muss man niemanden "kreuzweise"

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Henry_
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Henry_ » 02.12.2009, 11:29

Stephan1975 hat geschrieben:Ich habe ein wenig das Gefühl, dass wahrscheinlich der Sachbearbeiter mit Deiner Art nicht zurecht kommt. Ich finde Deine Wortwahl auch hier im Forum - auch wenn Du sauer bist, etwas daneben. Wenn Du so in einer Botschaft oder Konsulat auftritts, mußt Du Dich nicht wundern, wenn dann der eine oder andere darauf allergisch reagiert.
Sehe ich ähnlich. Insbesondere, wenn man bei der Person angelangt ist,
die Entscheidungen in meinem Sinne fällen soll. Manchmal macht der Ton
die Musik.


Henry

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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von chrix » 05.12.2009, 01:55

Ja, die Gesetzeslage zur Zeit ist so, daß Deutsche, die vor dem 1.1.2000 geboren sind, ihren Kindern automatisch die dt. Staatsangehörigkeit "weitervererben". Das einzige Problem ist natürlich, das jetzt dem Konsulat gegenüber zu belegen. Aber man muß nicht die Staatsangehörigkeit beantragen, die hat das Kind schon, das hat mit Paß nichts zu tun. Kenne genug Fälle aus den USA, wo jemand mit 30, 40 Jahren irgendwann beim Konsulat vorsprach und nach Vorlage entsprechender Nachweise den Paß ausgestellt bekam. Vorher waren sie ihr Leben lang mit dem US-Paß gereist...

Yano
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Yano » 14.09.2012, 14:51

Alle meine Kinder sind in D geboren und halten zwei Staatsbürgerschaften (Japan). Ich habe sie einfach beim deutschen Standesamt und beim Konsulat angemeldet.
Das deutsche Standesamt setzt hierfür eine Frist von wenigen Tagen nach der Geburt, das japanische Konsulat auch. Ich weiß nicht, was die jeweils gemacht hätten, wenn ich erst nach einem Vierteljahr angedackelt gekommen wäre und gesagt hätte sorry, aber wir haben uns erst mal nicht gleich auf einen Namen einigen können.
Beide Staaten empfehlen, bei Eintritt der Volljährigkeit die je andere Staatsbürgerschaft zurückzugeben. Wenn man das nicht tut, wird man zwar nicht bestraft. Aber es kann einem zumindest die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt werden, wenn man seinen dauerhaften Wohnsitz im Ausland pflegt, und die deutschen Behörden zu der Auffassung gelangen, daß man dortiger Staatsangehöriger ist. Bei dieser Praxis wird aber zwischen verschiedenen Ländern diskriminiert. Deutsch und Z.B. USA und Israel bleibt m.W. immer unangetastet, bei Spanisch ist es schon zu Rauswürfen aus D gekommen.
Ein Nachteil der doppelten Staatsbürgerschaft ist, daß man kaum Stipendien bekommt, wenn man in einem der beiden Länder studieren will. Man fällt da durchs Raster. Die einen wollen einem Ausländer kein Stipendium für ein Studien in dessen Heimatland bezahlen, und die anderen keinem Inländer in dessen Heimatland. Auf diese Weise hat uns die doppelte Staatsbürgerschaft eines meiner Kinder bisher zigtausende Euros gekostet.

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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von china001 » 14.09.2012, 14:54

@nikki1982 vielleicht mal aufs Visaamt der D Botschaft gehen und denen echt Druck machen . Dort sitzt u.a. ein sehr netter Chinesischer Mitarbeiter, der vielleicht seinen Deutschen Kollegen ein bisschen aushelfen koennte ?

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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Laogai » 14.09.2012, 15:21

Yano und china001, der Thread ist von 2009 und nikki1982 seit dem selben Jahr nicht mehr hier im Forum aktiv. Der Thread wurde von einem Spammer exhumiert. Das kommt in Foren häufiger vor. Also vor einer Antwort einfach mal auf das Datum achten und wer denn da geantwortet hat :idea: :!:
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Skorpid » 14.09.2012, 15:27

lol, selten so gelacht! und ich hab extra nochmal alles durchgelesen...

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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von blackrice » 14.09.2012, 15:35

hast schon irgendwo recht laogai, dennoch ist Yano´s posting wirklich informativ.
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Cola » 14.09.2012, 23:50

doppelstaatsbürgerschaft ist in China definitiv nicht erlaubt. Sobald man eine andere Staatsangehörigkeit bekommt, verlieht man automatisch die chinesische Staatsangehörigkeit.

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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von DaWei » 15.09.2012, 01:14

Was man hier alles zu lesen bekommt ... Darf man trotz des Datums weiter schreiben?

Mein armer Sohn kann auch kein Chinese werden. Schrecklich. Er muss mit Papa zusammen zur Botschaft ein Visum beantragen. Ironie Ende!

Ich muss so oder so zur Botschaft oder Konsulat, da kann ich den Papierkram auch zweimal machen. Andersherum wäre es auch die gleiche Kiste mit Mama. Ich sehe den Unterschied nicht (ausser in Gebühren für 1 bzw. 2 Visas, je nach Richtung). Irgendwer muss doch in einer DE-CN-Ehe immer ein Visum beantragen, wenn man EU/China verlässt.

Von daher verstehe ich diesen Gefühlsausbruch nicht, auch wenn er 3 Jahre alt ist.
Disclaimer: Alles, was ich schreibe, widerspiegelt nur meine persönliche Meinung und/oder Erfahrungen. Sollte ich dabei Gefühle verletzt oder jemand beleidigt haben, entschuldige ich mich von ganzem Herzen, denn dies liegt nicht in meiner Absicht.

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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Suedchina » 15.09.2012, 08:44

Cola hat geschrieben:doppelstaatsbürgerschaft ist in China definitiv nicht erlaubt. Sobald man eine andere Staatsangehörigkeit bekommt, verlieht man automatisch die chinesische Staatsangehörigkeit.
doppelte staatbuergerschaft ist auch in japan nicht erlaubt und in deutschlang glaube ich auch nicht.
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von happyfuture » 15.09.2012, 12:07

DaWei hat geschrieben:Irgendwer muss doch in einer DE-CN-Ehe immer ein Visum beantragen, wenn man EU/China verlässt.
Meine Frau (Chinesin) zahlt NIX für das Besuchervisum nach D (Multiple entries, Dauer 2 Jahre)
Ich erneuere jedes Jahr meine RP für China, kostet mich 400 RMB, benötige kein Visum!

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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von DaWei » 15.09.2012, 15:34

happyfuture hat geschrieben:
DaWei hat geschrieben:Irgendwer muss doch in einer DE-CN-Ehe immer ein Visum beantragen, wenn man EU/China verlässt.
Meine Frau (Chinesin) zahlt NIX für das Besuchervisum nach D (Multiple entries, Dauer 2 Jahre)
Ich erneuere jedes Jahr meine RP für China, kostet mich 400 RMB, benötige kein Visum!
Kosten mal beiseite: das sind alle 2 Jahre Papierkram für Deine Frau und sogar jedes Jahr Papierkram für Dich. Die Visas (RP ist auch eins), die sich automatisch erneuern und bei denen ich nichts tun muss, sind mir unbekannt. :wink:

Ich dachte auch viel mehr daran, dass ich z.B. kein Visum für so ziemlich jedes Urlaubsland der Welt vorher vorbereiten muss (macht ihr nie Urlaub woanders?). Wenn ich jetzt aber der Partner einen CN-Reisepass hat, braucht man für Reisen wie Urlaub ausserhalb der EU schnell ein Visum. Bei uns so in der Türkei geschehen, da musste ein Touristen-Visum her. Wenn ich jetzt ein Visum für einen Ausflug brauche, kann ich auch eins für unser gemeinsames Kind beantragen. Einfach alles doppelt ausfüllen, doppelt blechen und gut ist.

Zugegeben: wir wollten den DE-Pass für unsern Sohn. Bei uns ist der deutsche Pass auf Dauer einfach billiger. Trotzdem wird der Kleine sicher ein Visum für China bekommen, um seine Großeltern zu besuchen, wenn er alt genug ist. Ich muss dann auch wieder eins beantragen. So what?
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Re: Verdammt mein armer Sohn kann kein Deutscher werden

Beitrag von Laogai » 15.09.2012, 16:08

DaWei hat geschrieben:So what?
I tell you what: eine Staatsbürgerschaft beinhaltet weit mehr als nur das ziemlich sekundäre Problem welches Visum man für welches Land benötigt.
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