Das Leben in Deutschland

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Britt
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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von Britt » 11.06.2009, 18:32

lingli hat geschrieben:
Kelisedian hat geschrieben:hi julius,

also ich spreche bereits relativ gutes chinesisch , meine frau spricht sehr gutes deutsch. Danke übrigens für den Tip. Meine Frau hat eigentlich mehr Probleme mit der deutschen gesellschaft. Es ist einfach tatsache das deutsche ziehmlich egoistisch und klatherzig und direkt sind. Man kann es einfach nicht zu anderen ländern und leuten vergleichen, aber das ist halt deutsche mentalität.

Meine Frau verfolgt hier noch Ihren truam und will ihr Kunst Studium beenden. Nächstes jahr werden wir zur gleichen Zeit fertig sein und dann gehn wir ohnehin gemeinsam nach China.


Grüße, Christian

PS: ich hab auch gute Neuigkeiten. Ein ehemalige Arbeitskollege hat mir einen Kontakt zur Beijing Communacations University vermittelt. Die suchen viele ausländische fremdsprachenlehrer. Das gehalt dort ist sogar sehr gut, die Zaheln knapp 15000 Yuan. Ma gucken ob die mich nächstes jahr noch gebrauchen könnten
Die Situation deiner Frau kann ich mir sehr gut vorstellen. Ich kann sie sehr gut mitfühlen. Es ist ist unheimlich schwer für Aausländer hier, einen guten Bekanntenkreis aufzubauen. In DE ist es sehr üblich, dass man immer mit solchen Leuten sehr gut befreundet bleiben kann, mit denen er zusammen groß gewachsen ist. Es liegt einfach an Vertrauen. Daher ist für uns sehr schwer, vertrauen von den Deutschen zu kriegen. Die Deutschen können sehr nett zu uns sein. Aber richtig vertrauen können sie nicht. Aufgrund der Sprache und Kulturunterschied halten die Deutschen auch einen gewissen Distanz von uns. Deswegen müssen wir uns große Mühe geben, uns in die Gesellschaft überhaupt integrieren zu können.
Hm, da würde ich auch differenzieren. Ich bin Deutsche, und als ich von München nach Berlin zog, hat es echt ein, zwei Semester gebraucht, bis ich engere Kontakte hatte. Mag sein, dass das in anderen Ländern schneller geht, und dass man da in Deutschland etwas mehr Zurückhaltung an den Tag legt. Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede, und damit auch potentielle Missverständnisse, aber die meisten lassen sich mit etwas gutem Willen und Kommunikation klären. :wink:
Dass man es als Ausländer schwer hat, das Vertrauen von Deutschen zu bekommen, kann ich dagegen nicht bestätigen. Vielleicht ist es schwerer, richtig ins Gespräch zu kommen, v.a. wenn man noch nicht so gut die Sprache spricht, oder ein gemeinsames Thema zu finden. Aber dass man in Deutschland Ausländern generell misstrauischer gegenübersteht, kann ich so nicht bestätigen.

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lingli
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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von lingli » 11.06.2009, 18:38

serenita hat geschrieben:
lingli hat geschrieben: In DE ist es sehr üblich, dass man immer mit solchen Leuten sehr gut befreundet bleiben kann, mit denen er zusammen groß gewachsen ist. Es liegt einfach an Vertrauen. Daher ist für uns sehr schwer, vertrauen von den Deutschen zu kriegen. Lingli
Wo ist es denn nicht schwer, Vertrauen zu gewinnen?
lingli hat geschrieben: Die Deutschen können sehr nett zu uns sein. Aber richtig vertrauen können sie nicht.
Lingli
Auch diese Aussage halte ich für etwas undifferenziert. Ich habe durchaus deutsche Freunde, die mir vertrauen und umgekehrt. Norddeutsche brauchen wohl etwas länger als die aus üblichen Bundesgebieten...
Also verstehe mich bitte nicht falsch. Ich habe nix gegen deutsche. Wie gesagt, Sprache und Kulturunterschied sind die meinsten Gründen, warum wir lang Zeit brauchen, bis wir hier in DE richtig eingelebt sind. Du hast ja recht, überall ist es schwer, vertrauen zu gewinnen. Da die Frau Problem mit dem Umgang mit Deuschen hier hat, habe ich auch von Deutschen geprochen. Ich hätte auch Engländer, Amerikaner nennen können.
Für die ausländer in DE, welche hier aufgewachsen sind und Deutsch als Muttersprache beherrschen, sind überhaupt nicht schwer, sich in der Gesellschaft zu integrieren, wenn sie wollen.
Man kann nur das bekommen, was er verdient!!

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von Julius » 11.06.2009, 18:57

Hi Christian

naj. Egoismus und Kaltherzigkeit gibt es überall auf der Welt. Schade, dass ihr offensichtlich schlechte Erfahrungen mit deutschen gemacht habt. Direkter als Chinesen scheinen mir Deutsche schon zu sein, aber versuche das mal als Vorteil zu sehen. Bei uns weiß mann schneller, wie der andere denkt.

Ausländer gegenüber sind einige Deutsche schon mistrauisch und kritisch. Weil Menschen einfach das Fremde fürchten. Fremden allgemein sind manche Deutsche anfangs eher zurückhaltend. Sobald man mit einem Deutschen "warm" geworden ist, wird man erkennen, dass da auch viel Warmherzigkeit ist. Deutschland hat eine andere Geschichte als China, demzuvolge sind die Menschen und die Kultur hier auch anders gewachsen. Aber ein nettes Lächeln ist international. Was ich meine ist, es kommt sehr stark darauf an, wie man sich den Menschen annährt, die mann kennenlernen möchte. Wenn man selbst offen und Vorurteilsfrei ist, dann wird mann meistens auch so aufgenommen.

Was die Gastfreundschaft betrifft, kann meine Verlobte nur gutes berichten. Sie wurde während ihrer Deutschlandzeit sehr gut von ihrer Austauschfamielie, mitsammt der Nachbarschaft aufgenommen. Sie hatt hier auch Freunde gewonnen, mit denen sie noch in Kontakt ist. Ausserdem ist unsere Bezieung nur durch deutsche Gastfreundschaft entstanden. Ein netter junger Deutscher hat ihr vor 2 Jahren, spontan ein Sofa angeboten, als sie in einer fremden Stadt ohne Portemonnaie dastand. :mrgreen:

Was ich sagen will, es gibt schon sehr unterschiedliche Menschen. Aber die meisten sind gutherzig. Man muß nur einen Zugang zu ihnen finden. Und da spielt die eigene Einstellung zur Sache eine große Rolle.

Servus.

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 12.06.2009, 00:48

lingli hat geschrieben:Ich denke, vertrauen aufzubauen, kostet Zeit. Man muss Geduld haben, um die Leute zu finden, die deiner Charakter passen und mit denen du gut verstehen kannst.
Genau ... und das gilt eben für Alle: Von "A" wie Albaner bis "Z" wie Zyprioten - ist also nicht typisch deutsch.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von hanna09 » 12.06.2009, 09:52

So,ich glaube ein Studium zu dieser Zeit wegen der Krise ist ja eine nicht schlechte Idee. Nur wahrscheinlich wirst Du als Ehemann mehr Belastungen auf die Schultern tragen müssen, weil sie noch keine o. wenige Einkommen bekommen kann. Wenn sie wirklich über gute Sprachfähigkeiten verfügt, soll sie das Studium o. später auch eine Jobchance hier in Deutschland schaffen können. Ich finde in Süd-Deutschland ist Diskriminierung kein großes Thema für Ausländer oder? Sonst kann sie Leute auch mit ihren Fertigkeiten überzeugen. :D Beim Thema Liebe ist unvermeidlich auch vom Geld die Rede.Viel Glück mit euch und drück euch die Daumen!

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von Julius » 12.06.2009, 11:11

hanna09 hat geschrieben:So,ich glaube ein Studium zu dieser Zeit wegen der Krise ist ja eine nicht schlechte Idee. Nur wahrscheinlich wirst Du als Ehemann mehr Belastungen auf die Schultern tragen müssen, weil sie noch keine o. wenige Einkommen bekommen kann. Wenn sie wirklich über gute Sprachfähigkeiten verfügt, soll sie das Studium o. später auch eine Jobchance hier in Deutschland schaffen können. Ich finde in Süd-Deutschland ist Diskriminierung kein großes Thema für Ausländer oder? Sonst kann sie Leute auch mit ihren Fertigkeiten überzeugen. :D Viel Glück mit euch und drück euch die Daumen!
Ein zweites Studium ist momentan sicher der beste Weg. Nur mit einem Germanistik bachlor kann man vermutlich nicht so viel anfangen in Deutschland. Eine finanzielle Belastung wird es erstmal sein, aber die Master-Studiengänge, die wir anvisiert haben sind 3-4 Semester lang. Das geht schon, zumal sie auch nicht mittellos ist. Wie es in der Wirtschaftskrise allgemein weitergeht, kann noch keiner genau sagen, aber je besser die Ausbildung ist, desto besser die Jobchancen später.

Im Westen Deutschlands werden Ausländer besser angenommen als in Teilen des Ostens. Zumindest gab es in vielen Ostdeutschen Städten direkt nach der Wiedervereinigung einige Ausländerfeindliche Gruppierungen. Aber das hat sich auch ziemlich schnell, deutlich gebessert in den letzten Jahren.

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von de guo xiong » 12.06.2009, 14:01

Erstmal vorab sorry für's OT
Julius hat geschrieben: Im Westen Deutschlands werden Ausländer besser angenommen als in Teilen des Ostens.
Es ist dann sicher auch legetim zu sagen, in Teilen des Ostens werden Ausländer besser angenommen als in Westdeutschland.
Zumindest gab es in vielen Ostdeutschen Städten direkt nach der Wiedervereinigung einige Ausländerfeindliche Gruppierungen.
die es in der "BRD" schon immer gab/gibt.
Aber das hat sich auch ziemlich schnell, deutlich gebessert in den letzten Jahren.
Leider in "beiden Teilen" Deutschlands noch zu wenig!

de guo xiong, der derzeit Ausländer in China ist

EDIT: Tippfehler verbessert, damit mich jetzt neben ingo niemand falsch versteht (verstehen will)
To the world you maybe one person,
but to one you maybe the world!!

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 12.06.2009, 14:25

de guo xiong hat geschrieben:die es in der "BDR" schon immer gab/gibt.
Wo bitte :?:
"BDR" = Bundesdeutsche Republik? :mrgreen:
Ich kenne nur das Kürzel "BRD" :wink:
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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von serenita » 12.06.2009, 17:43

lingli hat geschrieben:Also verstehe mich bitte nicht falsch. Ich habe nix gegen deutsche. Wie gesagt, Sprache und Kulturunterschied sind die meinsten Gründen, warum wir lang Zeit brauchen, bis wir hier in DE richtig eingelebt sind. Du hast ja recht, überall ist es schwer, vertrauen zu gewinnen. Da die Frau Problem mit dem Umgang mit Deuschen hier hat, habe ich auch von Deutschen geprochen. Ich hätte auch Engländer, Amerikaner nennen können.
Für die ausländer in DE, welche hier aufgewachsen sind und Deutsch als Muttersprache beherrschen, sind überhaupt nicht schwer, sich in der Gesellschaft zu integrieren, wenn sie wollen.
Im Grunde geht's mir nicht um die Deutschen, habe nur Schwierigkeiten mit der Pauschalisierung.

was die Sozialisierung angeht, das Problem haben nicht nur die vermeintlichen Ausländer...Viele Einheimische fühlen sich einsam, haben kaum Freunde, das erklärt auch die florierende Landschaft der Online Communities. Weshalb ich immer sagen würde, dass es vordergründig mit der jeweiligen persönlichen Art zusammenenhängt, und weniger mit Sprache oder Kulturellen Hintergründen, worauf es gern geschoben wird.
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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von regine's » 12.06.2009, 19:16

also ich kann nur sagen
in Berlin geboren, irrgendwo juedisch, und das Herz immer links auch politisch,
12 Jahre France und UK.
Immer wenn ich nach Deutschland komme am wenigsten Berlin(sentimale Verklaerung), aber sonst,
sehe ich frustrierte Gesichter und Hektik
Hier dort wie Dort in beiden Laendern stehst Du in der Pharmazie an,
wirst geplatz im Restaurant, rufst vorher an,
und wenn du die Schuhe wechselst in der Tube, wirst du eher angesprochen das das eine coole Idee ist, als (Berlin) komisch angeguckt ((hamse keeeene Wohnung), echt)

Es sindt unheimlich viele Kleinigkeiten, wie generell no service.
Deutschland ist fuer mich ne brutale Krempel die Arme hoch Gesellschaft geworden.

Will ich mein Auto versichern, gehe ich in London ins Postoffice (Post), da laechelt mich ein Inder an und greift zum Telefon. So alle 5 minuten hat der ein neues super Angebot. nach 50 Minuten haben wir 3 Angebote, es wird verglichen, die Visanummer gegeben die erste Rate bezahlt, fertig.
Das ist Service, ich muss nicht unendlich das web abgrasen und 10 mal was ausfuellen und dann auf ein Angebot warten.


Es sind tausend Kleinigkeiten die mir lieb geworden sind, hat im Supermarkt etwas keinen Preis wird angerufen, jemand auf rollerscater kommt und bringt den Preis zurueck.

Als ich UK, meine Visa card im Auto hatte schlug man mir vor sie zu holen, alle an der Kasse warteten, mein Caddy wurde nicht weggerueckt, mit einem Herren dahiter ging ich dann was trinken..

Echt

ich erzaehl das, weil ich bin mir noch nicht sicher ob ich nach China gehe. Arbeit jaaaa, aaber sonst.......????

Deutschland zurueck eher NEIN
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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von bossel » 12.06.2009, 20:28

regine's hat geschrieben:und wenn du die Schuhe wechselst in der Tube
Interessant, stammst Du aus London oder hast da mal länger gelebt?

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von Julius » 12.06.2009, 22:11

regine's hat geschrieben:
aber sonst, sehe ich frustrierte Gesichter und Hektik

(Berlin) komisch angeguckt ((hamse keeeene Wohnung), echt)

Es sindt unheimlich viele Kleinigkeiten, wie generell no service.

Deutschland zurueck eher NEIN
Hab mal 3 Jahre in Berlin gelebt, dort fand ich es auch viel zu hektisch und zu frustrierend. Die Jahre in Dresden fand ich besser und noch besser gefällt es mir in Regensburg. Jede Stadt hat seinen eigenen Charakter und die Menschen darin auch.

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von servus » 13.06.2009, 00:13

Julius hat geschrieben:@ Ingo, ist ja echt ärgerlich. Ich wünsche Euch alles Gute!

Wie sieht es eigentlich mit der Aufenthaltsgenemigung aus? Die muß ja jährlich (??) verlängert werden solange keine deutsche Staatsbürgerschaft besteht. Könnte das ein Grund für Arbeitgeber sein, eine Einstellung abzulehnen? Oder bekommt der zukünftige Arbeitgeber den Aufenthaltsstatus garnicht mit? Muß man die Staatsbürgerschaft bei einer Bewerbung eigentlich angeben? Hat da jemand Erfahrungen gemacht?

Danke,
Servus.
nicht zu danken. :mrgreen:

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 13.06.2009, 00:36

bossel hat geschrieben:
regine's hat geschrieben:und wenn du die Schuhe wechselst in der Tube
Interessant, stammst Du aus London oder hast da mal länger gelebt?
Scroll mal zum Beitrag "über" Deinen Post - da steht gleich am Anfang der zweiten Zeile in Berlin geboren :wink:
Und im gleichen Beitrag steht u.a. auch 12 Jahre in France und UK - was auch Frage Nr. 2 beantwortet :wink:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Das Leben in Deutschland

Beitrag von Kelisedian » 13.06.2009, 00:44

also ich kann nur sagen
in Berlin geboren, irrgendwo juedisch, und das Herz immer links auch politisch,
12 Jahre France und UK.
Immer wenn ich nach Deutschland komme am wenigsten Berlin(sentimale Verklaerung), aber sonst,
sehe ich frustrierte Gesichter und Hektik
Hier dort wie Dort in beiden Laendern stehst Du in der Pharmazie an,
wirst geplatz im Restaurant, rufst vorher an,
und wenn du die Schuhe wechselst in der Tube, wirst du eher angesprochen das das eine coole Idee ist, als (Berlin) komisch angeguckt ((hamse keeeene Wohnung), echt)

Es sindt unheimlich viele Kleinigkeiten, wie generell no service.
Deutschland ist fuer mich ne brutale Krempel die Arme hoch Gesellschaft geworden.

Will ich mein Auto versichern, gehe ich in London ins Postoffice (Post), da laechelt mich ein Inder an und greift zum Telefon. So alle 5 minuten hat der ein neues super Angebot. nach 50 Minuten haben wir 3 Angebote, es wird verglichen, die Visanummer gegeben die erste Rate bezahlt, fertig.
Das ist Service, ich muss nicht unendlich das web abgrasen und 10 mal was ausfuellen und dann auf ein Angebot warten.


Es sind tausend Kleinigkeiten die mir lieb geworden sind, hat im Supermarkt etwas keinen Preis wird angerufen, jemand auf rollerscater kommt und bringt den Preis zurueck.

Als ich UK, meine Visa card im Auto hatte schlug man mir vor sie zu holen, alle an der Kasse warteten, mein Caddy wurde nicht weggerueckt, mit einem Herren dahiter ging ich dann was trinken..

Echt

ich erzaehl das, weil ich bin mir noch nicht sicher ob ich nach China gehe. Arbeit jaaaa, aaber sonst.......????

Deutschland zurueck eher NEIN

Das nenne ich worte denn genauso sieht leider die wirklichkeit aus.

Ich war vor meinem studium 1 jahr bei der polizei und die deutsche mentalität ist einfach fressen oder gefressen werden und wer gefressen wird beschwert sich bloß und will nix tun.

Meine Frau hat ganz gute Kontakte zu meinem Freundeskreis aufgebaut aber generell muss ich sagen dass Deutsche nicht besonder zugänglich sind.

Wenn ihr alle hier von positiven erfahrungen erzählt. etc dann sind das geschichten aus eurem freundekreis etc. das liegt daran dass wir hier alle tolerante menschen mit affinität zum fernweh und weltoffenheit sind. Aber die mehrheit und wirklichkeit sieht anders aus. Positives können meine Frau und ich auch erzählen aber der Gesamtbild im Bezug auf deutsche Gesellschaft ist trist! Ärmel hochkrempeln sich selbst nach vorne treiben , selbst durchschlagen. Im Mittelpunkt steht immer das ICH! Medien , Gesellschaft, Beruf etc. Es gibt eine große Werbekampagne der deutschen Post - da heist es RiesICH usw. eine reihe mit ICH Konstruktionen. Es gibt leider kein Wir in unserer Gesellschaft es sei denn es wird durch Fussball oder politische einheit deutschland propagiert, aber ansonsten steht nur jeder sich selbst am nächsten. Und das ist deutschland wirklich.

Chris

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