Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
userhar
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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von userhar » 31.03.2009, 11:23

"PS: Welche Dokumente waren abgelaufen? Die Heiratsurkunde? :shock: :shock: :shock:[/quote]"

Hallo Old China Hand,

nein, nicht die Urkunde selbst, aber die Übersetzung und die Legalisierung. Da chinesische Behörden den deutschen in nichts nachstehen, hat allein das gut einen Monat gedauert. Und die Konsulate können die Urkunden anerkennen, müssen es aber nicht nach mehr als 6 Monaten. Wie gesagt, da alles auf Zeit aufgebaut ist, nutzen sie diese Chance natürlich.

Werde Deinen Tipp aufnehmen und mich demnächst mal ransetzen.

Ich denke, dass im Moment die Messe für uns gesungen ist. Das Konsulat wartet nur noch auf die A1-Prüfung. Viel werden wir mit denen nicht mehr zu tun haben. Der Tipp mit Peking ist auch nicht wirklich gut. Dort hat alles angefangen. Nun ist meine Frau auch nicht mehr 20. Ihr fällt das Lernen nicht mehr so leicht. Nein, sie ist auch nicht doof. Sie hatte eine kleine Firma mit 6 Angestellten. Aber das ist nun mal nicht das selbe.

Vielleicht noch ein Wort zu den Scheinehen. Natürlich ist es nicht unbekannt, dass die Regelungen in der Vergangenheit ausgenutzt wurden. Und natürlich hat jeder Staat das Recht sich davor zu schützen. Aber bitteschön mit tauglichen Mitteln, über die die hohen Herrschaften offenbar nicht verfügen. Sicher liegt es daran, dass sie unterbezahlt sind. Jedenfalls haben die Kleinen das auszubaden. Es wird nicht nur das Grundgesetz außer Kraft gesetzt, auch andere. Wie steht es z.B. mit der Unschuldsvermutung bis ein Beweis erbracht ist? Wieso müssen wir uns gefallen lassen, dass meine Frau als kriminell hingestellt wird, weil sie mit mir verheiratet ist? Nichts anderes ist die Behauptung, dass sie bei einem Besuchsvisum illegal in Deutschland bleibt. Solche Themen wurden schon einige Male bei Menschenrechtsorganisationen angesprochen. Z.B. NRW. Diesbezügliche Anfragen deutscher Politiker und Fraktionen werden mit praxisfremden Statistiken beantwortet oder bleiben unbeantwortet.

Nachzulesen z.B. hier: http://www.jurblog.de/2009/03/17/cdu-pr ... erhindern/" target="_blank

oder hier: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/100/1610052.pdf" target="_blank

oder auch hier: http://www.jurblog.de/2009/02/21/sprach ... rsprueche/" target="_blank

oder auch hier: http://www.jurblog.de/2007/12/07/goethe ... ennachzug/" target="_blank

Wir sind mit den Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern genug beschäftigt. Da können wir uns nicht auch noch um solche Lappalien kümmern.

Ich hatte eigentlich mal gedacht, dass die zwangsweise Trennung von Ehepartnern der Vergangenheit angehört.

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da hai
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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von da hai » 31.03.2009, 12:11

Hier mal noch ein paar interessante Statistiken:

Erwerbslosigkeit nach Bevölkerungsgruppen (2005):
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... gsgruppen/" target="_blank

sowie der Anteil von Personen mit Hochschulreife nach Bevölkerungsgruppen (2005):
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... gsgruppen/" target="_blank

Natürlich sollten sich Diskussionen nicht auf Stammtischniveau bewegen, ständige political correctness halte ich aber genausowenig für zielfördernd bzw. angebracht.


Und hier noch nen allgemeiner Überblick über die Anzahl der Ausländer in Deutschland nach Herkunftsland (31.12.2006):
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... unftsland/" target="_blank

userhar
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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von userhar » 31.03.2009, 12:57

nicht uninteressant. ABER: meine Frau hatte bis zum 20. Januar einen fest zugesagten Job als Techniker in einer Chemiebude. Nach dem Termin in Kanton wollen sie nun nicht länger waten, da die Ankunft in Deutschland unbestimmt ist. Der Job wird nicht an andere vergeben. Wird durch Überstunden abgedeckt. Inzwischen steht auch mein Job auf der Kippe. Stehe jeden Morgen um 3, 1/2 4 auf, um mit meiner Frau ein bisschen zu über. Hat natürlich mehr moralisch-seelischen Wert. Natürlich hilft es auch ein wenig. Aber ich komme jeden Tag unausgeschlafen zur Arbeit. Ich würde sagen: durchschlagender Erfolg.

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Attila
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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von Attila » 31.03.2009, 13:16

userhar hat geschrieben: Hallo Old China Hand,

nein, nicht die Urkunde selbst, aber die Übersetzung und die Legalisierung. Da chinesische Behörden den deutschen in nichts nachstehen, hat allein das gut einen Monat gedauert. Und die Konsulate können die Urkunden anerkennen, müssen es aber nicht nach mehr als 6 Monaten. Wie gesagt, da alles auf Zeit aufgebaut ist, nutzen sie diese Chance natürlich.

Werde Deinen Tipp aufnehmen und mich demnächst mal ransetzen.

...
Mist! Jetzt ist es zu spät, aber während ihres Aufenthaltes hier hättet ihr die Ehe registrieren lassen können (vor 2009 hieß das: Familienbuch anlegen). Damit hat man eine deutsche Heiratsurkunde, die verfällt gleichfalls nicht. Vielleicht hilft es ja anderen.

Die Abgeordnete Sevim Dagdelen (MdB) scheint hier ziemlich engagiert zu sein. Eventuell kannst Du von dieser Seite etwas Hilfe bekommen. Es ist nicht gerade der Hit wenn hier jemand aufgrund der A1 Regelungen seinen Arbeitsplatz gefährdet.
http://www.sevimdagdelen.de/

Aber das info4alien Board ist immer eine gute erste Anlaufstelle.

Mir selbst ist durch den Stress ein lukrativer Job, in der sogenannten Spitzenforschung die angeblich so dringend gebraucht wird, durch die Lappen gegangen. Habe dem Konsulat aber frühzeitig in meiner Remonstration mitgeteilt das deren schikanöse Vorgehensweise meinen beruflichen Fortgang gefährdet. Hat die natürlich nicht interessiert, ist aber immerhin nun aktenkundig.

Im Nachhinein betrachtet würde ich mich nochmals so entscheiden. Meine Frau ist nun bei mir und das kann kein Job der Welt aufwiegen.

Bleib stark!

PS: Mein Nick ist Attila :wink:
"Hallo Leute da bin ich wieder! War nur mal ein paar tausend Jährchen weg, was habt ihr denn inzwischen so... ACH DU SCHEISSE!!!" - Gott

Got Pork?

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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von userhar » 31.03.2009, 15:00

Hallo Attila,

keine Angst. So leicht lassen wir uns nicht kleinkriegen. Dein Rat wäre gut, wenn durchführbar. Natürlich haben wir das versucht. Das geht nur, wenn der "gewöhnliche Aufenthalt" in Deutschland ist. Und das ist er nicht mit einem Besuchsvisum. Keine Chance. Sie darf auch nicht meinen Namen führen. Das geht erst, im Zusammenhang mit dem Familienstammbuch.

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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von mistervac » 31.03.2009, 19:33

Attila hat geschrieben: Aber gelegentlich wird von chinesischen Ehepartnern die A1 Bescheinigung doch für ein Touristenvisum verlangt. Es wird unterstellt das die Ehepartner dann mit Touri Visum einreisen und hier ihren Aufenthaltstitel einklagen um so den A1 Test zu umgehen.
nicht gelegentlich sondern grundsätzlich, aus oben genannten Gründen.

Diese Information beziehe ich nicht aus sogenannten "gut informierten Kreisen" sondern vom Behördenleiter des Deutschen Konsulates in Guangzhou.
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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von Henry_ » 31.03.2009, 21:56

Leider ist es so, dass die Schierigkeiten politisch gewollt sind.
Da ist es völlig unwichtig, aus welcher Koalition unsere Regie-
rung gerade besteht. Die Konsularabteilungen verhalten sich da
nur entsprechend. Noch trauriger ist es, dass unsere Regierung
( wie gesagt, es ist völlig egal aus welchen Parteien die besteht )
sich da so verhält, wie gut 90 % der deutschen Bevölkerung denken.
Die will leider, dass der Zuzug von Ausländern eingegrenzt wird.

Die Zeiten, dass mit einem sog. Volmer-Erlass versucht wurde,
im Zweifel zugunsten eines Visums zu entscheiden, sind leider
vorbei.

Auch wenn ich meine Zukunft überwiegend in China sehe, verfolge
ich doch mit Interesse diese Diskussion. Dabei finde ich es nicht fäir,
eine Volksgruppe gegen die andere auszuspielen ( Chinesen gegen
Araber ).


Henry

.....noch 43 Tage, dann bin ich wieder in Sichuan Bild

romeo
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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von romeo » 01.04.2009, 15:31

Henry_ hat geschrieben:Leider ist es so, dass die Schierigkeiten politisch gewollt sind.
Da ist es völlig unwichtig, aus welcher Koalition unsere Regie-
rung gerade besteht. Die Konsularabteilungen verhalten sich da
nur entsprechend. Noch trauriger ist es, dass unsere Regierung
( wie gesagt, es ist völlig egal aus welchen Parteien die besteht )
sich da so verhält, wie gut 90 % der deutschen Bevölkerung denken.
Die will leider, dass der Zuzug von Ausländern eingegrenzt wird.

Die Zeiten, dass mit einem sog. Volmer-Erlass versucht wurde,
im Zweifel zugunsten eines Visums zu entscheiden, sind leider
vorbei.

Auch wenn ich meine Zukunft überwiegend in China sehe, verfolge
ich doch mit Interesse diese Diskussion. Dabei finde ich es nicht fäir,
eine Volksgruppe gegen die andere auszuspielen ( Chinesen gegen
Araber ).


Henry

.....noch 43 Tage, dann bin ich wieder in Sichuan Bild
Nun ja, anstatt eine Einwanderung nach Dtl. ähnlich wie die klassischen Einwnderungsländer (z.B. Kanada) zu betreiben, fand und findet bei uns zu einem Großteil eine Einwanderung in die Sozialsysteme statt. Nun fällt man ins andere Extrem und blockt pauschal ab ohne zu berücksichtigen, woher die Problemkandidaten stammen. So macht ein Großteil der für Dtl. potentiell nützlichen Einwanderer einen bogen um Dtl. und gehen dahin, wo sie willkommen sind.

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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 01.04.2009, 17:41

romeo hat geschrieben:Nun ja, anstatt eine Einwanderung nach Dtl. ähnlich wie die klassischen Einwnderungsländer (z.B. Kanada) zu betreiben, fand und findet bei uns zu einem Großteil eine Einwanderung in die Sozialsysteme statt. Nun fällt man ins andere Extrem und blockt pauschal ab ohne zu berücksichtigen, woher die Problemkandidaten stammen. So macht ein Großteil der für Dtl. potentiell nützlichen Einwanderer einen bogen um Dtl. und gehen dahin, wo sie willkommen sind.
Genau DAS ist auch m.E. ein - wenn nicht gar das - Hauptproblem.
Man sollte auf politischer Seite nicht kopflos/planlos agieren.
Wenn man denn - wie in den Sonntags-Reden der Politiker und von weiten Teilen der Wirtschaft gefordert - ein wirkliches Intersse an "qualitativer" Einwanderung hat, sollten die "Fach-Politiker" ihre Hausaufgaben machen und nicht nach den bisherigen zu einem Gutteil UNSINNIGEN Bestimmungen handeln.
Ein Blick in (die ja vorhandenen Statistiken) würde ausreichen, um zu sehen, was, wie, und wo im Argen liegt.
Political Correctness hat da ihre Grenzen, wo sie durch die Realität der Verhältnisse de facto ad absurdum geführt wird.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Heirat: der schnellste Weg nach Deutschland

Beitrag von Pitt1968 » 08.04.2009, 06:53

Das kann ich so nicht bestätigen. Es wird vor allem darauf geachtet woher jemand kommt. Die hier beschriebenen Vorgehensweisen der Behörden treffen vor allem bei Frauen aus Ländern wie China, Thailand oder Phillippinen zu. Bei Frauen/Personen aus anderen Ländern müssen selbstverständlich auch alle Formalitäten und Vorschriften eingehalten werden, Schikanen und Rechfertigungen entfallen aber in der Regel.

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