Ein guter Ehemann

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serenita
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von serenita » 12.10.2008, 08:23

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ingo_001
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von ingo_001 » 12.10.2008, 09:48

Sleepy hat geschrieben:Ich meine, es fühlt sich komisch an, wieder in Deutschland zu sein. Bin sehr ungern zurückgeflogen.
Ging mir regelmässig ähnlich, wenn ich aus China nach Deutschland zurückgekehrt war.

Der Hauptgrund war sicher, dass ich mich jedesmal von meiner Verlobten trennen mussste, weil die Urlaubswochen immer zu schnell vergingen.
Aber abgesehen davon (der geradezu warmherzigen Atmosphäre bei meiner späteren Schwiegerfamilie u. a.) war ich auch von dem Umgang der Menschen miteinander faszieniert.

Ich versuchs mal an einem Beispiel zu verdeutlichen:
In Nanning/Guangxi (Heimatstadt meiner Frau) leben ca. 6 Mio. Menschen, d. h. ungefähr doppelt soviel wie in Berlin.
Nun habe ich die Erfahrung gemacht, dass - obwohl in den Straßen täglich mehr "Gewusel" herrscht als hier zur Vorweihnachtszeit - dort niemand griessgrämig rumläuft. Es herrscht dort trotz aller Geschäftigkeit
eine ... ich nenne es mal "innere Ausgeglichenheit", die ich hier doch des Öfteren sehr vermisse.
Und die Arbeitstage haben dort nicht selten auch 10 Stunden und mehr. Und TROTZDEM trifft man sich am späten Abend häufig zum BBQ, KTV oder Einkaufen - soll heissen, bei aller Hektig wird immer darauf geachtet, dass - nach Möglichkeit - auch die Freizeit nicht vernachlässigt wird.

Ausserdem ist augenfällig, dass dort wirklich alles farbenfroher ist als hier. Angefangen von der Natur, über die Kleidung der Menschen, bis zur Gestaltung des Straßenbildes (z. B. der Gehwege).

Nun hat Nanning (gegenüber anderen chinesischen Städten) sicher auch den Vorteil, dass es sehr viele Parks und andere Grünflächen hat, weshalb Nanning in China auch den Beinamen "die grüne Stadt" trägt. In dieser Beziehung ähnelt Nanning Berlin.
Die Natur ist aber - natürlich geografisch bedingt - üppiger/vielfältiger als bei uns.

Kurz gesagt: Ich kann Dich verstehen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von Sleepy » 12.10.2008, 10:29

ingo_001 hat geschrieben:[...]Aber abgesehen davon (der geradezu warmherzigen Atmosphäre bei meiner späteren Schwiegerfamilie u. a.) war ich auch von dem Umgang der Menschen miteinander faszieniert.
[...]
Nun habe ich die Erfahrung gemacht, dass - obwohl in den Straßen täglich mehr "Gewusel" herrscht als hier zur Vorweihnachtszeit - dort niemand griessgrämig rumläuft. Es herrscht dort trotz aller Geschäftigkeit
eine ... ich nenne es mal "innere Ausgeglichenheit", die ich hier doch des Öfteren sehr vermisse.
Und die Arbeitstage haben dort nicht selten auch 10 Stunden und mehr. Und TROTZDEM trifft man sich am späten Abend häufig zum BBQ, KTV oder Einkaufen - soll heissen, bei aller Hektig wird immer darauf geachtet, dass - nach Möglichkeit - auch die Freizeit nicht vernachlässigt wird.
Das ist exakt das, was ich meine. Könnte es nicht besser beschreiben.
ingo_001 hat geschrieben:Ausserdem ist augenfällig, dass dort wirklich alles farbenfroher ist als hier. Angefangen von der Natur, über die Kleidung der Menschen, bis zur Gestaltung des Straßenbildes (z. B. der Gehwege).
Chongqing insbesondere bei Nacht. Ich war am 1. Oktober dort angekommen (Nationalfeiertag, da war richtig was los). Kaum zu beschreiben... Die Lichter, die Leute, die Laternen, die zum Himmel steigen...
(Soll jetzt aber nicht heißen, dass es nicht tagsüber sehr schön ist.)
ingo_001 hat geschrieben:Der Hauptgrund war sicher, dass ich mich jedesmal von meiner Verlobten trennen mussste, weil die Urlaubswochen immer zu schnell vergingen.
Ja, unsere Zeit war auch viel zu kurz, wir hatten nur vier Tage zusammen, auch wenn ich fast zwei Wochen in China war. Und diese Trennung tut auch verdammt weh. Aber was ich mit "komisch" (also komisches Gefühl, dort weg zu sein) meinte, ist genau das, was ich oben von Dir zitiert habe.

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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von ingo_001 » 12.10.2008, 11:09

Sleepy hat geschrieben: Ja, unsere Zeit war auch viel zu kurz, wir hatten nur vier Tage zusammen, auch wenn ich fast zwei Wochen in China war. Und diese Trennung tut auch verdammt weh. Aber was ich mit "komisch" (also komisches Gefühl, dort weg zu sein) meinte, ist genau das, was ich oben von Dir zitiert habe.
Kopf hoch - das wird schon wieder :)

Der jetzt erzwungene Abstand hat aber auch den Vorteil, dass Du jetzt in Ruhe über Alles reflektieren kannnst.
Sicher nicht JETZT SOFORT - dazu musst Du erst mal Deine gesammelten Eindrücke/Erleblisse verarbeiten - aber nach einigen Tagen solltest Du in der Lage sein alles einordnen/bewerten zu können.

Klar war auch ich JEDESMAL "hin und weg" gewesen, habe mich aber in den "Zwangspusen" immer selbst kritisch hinterfragt.
Meine Frau hatte dass für sich selbst auch so gehandhabt (Gespräche mit der Familie und Freunden).
Da für uns als Grundgerüst klar war, dass unser Lebensmittelpunkt (jedenfalls für die nächsten 20 Jahre) in Deutschland liegen würde, ging alles andere recht schnell.
Wobei wir es natürlich ungleich einfacher hatten, weil ihre Familie und ich uns von Anfang an sympathisch waren.
Trotzdem war die Endscheidung sie "gehen zu lassen" natürlich nicht leicht.
Die letzten Zweifel meiner Schwiegerfamilie waren in dem Moment verflogen, als meine Frau, als sie in Berlin ankam von meiner Familie SOFORT ins Herz geschlossen wurde.
Und auch im Bekantenkreis bei Freunden war es nicht anders.

Ich weiss, dass unser Beispiel sicher nicht repräsentativ ist, aber so KANNS halt auch gehen - zumal iwr ähnliche Beispiele auch im Bekannten/Freundeskreis haben.
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von Haima » 13.10.2008, 00:05

Hallo Sleepy,

Nun habe ich fast eine Stunde meiner "wertvollen" Zeit für dich eingesetzt und deine Geschichte gelesen. Wieso? - Hat mich stark an meine eigene erinnert.

Nur hatte ich das Glück, es etwas schlauer angehen zu können. Ich habe mich vor meinem ersten Chinaaufenthalt überhaupt nicht gross mit dem Land beschäftigt. War dann aber dort, und hab währed der Reise total ungeplant meine Frau kennen gelernt (nur zwei Tage Zeit...). Wir hatten dann eine ca. 1 1/2 Jahre dauernde, damals eben noch Brief- und nicht Mailzeit. Habe in dieser Zeit noch nicht gross Chinesisch gelernt, aber mich mal eingehender mit dem Land beschäftigt. Von Heiraten war da noch nicht gross die Rede. Dann bin ich zwei Monate nach China gefahren und wir haben uns das Land zusammen angeschaut (ihre Eltern wussten nichts davon). Dann wieder Briefe usw. und der Entschluss zu Heiraten, wo zu leben usw. Erst danach (wir zwei waren uns schon einig) habe ich ihre Eltern kennen (und auch sehr doll mögen) gelernt.

Wir haben unsere Entscheidung getroffen und nicht die Eltern, Verwandten oder wer auch immer. Ich bin der Meinung, dies muss wenn man heiraten will, möglich sein. Auch bei einer Chinesin. Nun kenne ich die Sitten und Bräuche in China auch. Wenn aber eine Frau oder ein Mann nicht bereit ist, diese mindestens grösstenteils über Bord zu werfen, ist meiner Meinung nach eher nicht an Heirat mit einem Ausländer oder einer Ausländerin zu denken. Das funktioniert einfach nicht. Ich kann nicht so recht beurteilen, wie weit da deine Freundin ist, es scheint aber ein wenig, dass schon noch einiges fehlt.

Mein Tipp: Nutzt nun die Zeit, euch etwas kennen zu lernen. Schreibt über die Erlebnisse und versucht herauszufinden, was nicht so gut gelaufen ist, und.................. beginnt nochmals von vorne. Verbring ein paar Wochen mir ihr, aber ohne Eltern und Verwandte. Lade sie auf eine ausgiebige Chinareise ein (oder einfach nur drei bis vier Wochen Beijing) und lerne sie besser kennen. Ev. braucht das in ihrem Alter halt auch zwei oder drei Wiederholungen.
Auch würde ich ihr dann später mal eröffnen, wie es wäre, in D zu leben. Sie muss bei einer Heirat mit dir dazu bereit sein. Sonst wird's nichts.
Wenn ihr euch dann über eure Gefühle und Entscheidungen einig seit, geht wieder zu ihren Eltern und plant das ganze Zusammenkommen etwas besser. So klappt's dann auch.

Sorry, dass ich das schreibe: Wenn sie das nicht kann und die Entscheidung vor ihren Eltern nicht vertreten kann, ist eine Heirat kaum drin.

Noch was: Ich würde den Zeithorizont für eine Heirat in max. drei bis vier, eher fünf Jahren veranschlagen. Meiner Meinung nach ist das sonst schon zum Vornherein zum Scheitern verurteilt. Frage dich: Haben du und sie die nötige Geduld?

Wollte dir einfach mal meine Meinung und Erfahrungen Kund tun. Vielleicht ist ja da was dabei, das dir helfen kann.

Meine Frau und ich haben übrigens gerade die ersten zehn Ehejahre geschafft, ist schon mal was.... :D

Wünsche dir auf alle Fälle alles Gute und viel Geduld

Haima

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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von Sleepy » 13.10.2008, 09:20

Haima hat geschrieben:Nun habe ich fast eine Stunde meiner "wertvollen" Zeit für dich eingesetzt und deine Geschichte gelesen. Wieso? - Hat mich stark an meine eigene erinnert.
Danke Dir auf jeden Fall für Deine Zeit.
Haima hat geschrieben:Nur hatte ich das Glück, es etwas schlauer angehen zu können. [...]
Sicherlich hat das bei uns einen völlig anderen Start gehabt. Und sicherlich wäre es besser gewesen, wenn wir uns mehr Zeit gelassen hätten, bevor wir irgendwie auf's Thema Heiraten gekommen wären (ich weiß nicht mal mehr so genau, wie das genau passiert ist.)
Haima hat geschrieben:Wir haben unsere Entscheidung getroffen und nicht die Eltern, Verwandten oder wer auch immer.
Naja, das kann ich ja zumindest von mir auch behaupten (wenn auch "Entscheidung" vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist). Unklar ist aber das Wie.
Haima hat geschrieben:Ich bin der Meinung, dies muss wenn man heiraten will, möglich sein. Auch bei einer Chinesin. Nun kenne ich die Sitten und Bräuche in China auch. Wenn aber eine Frau oder ein Mann nicht bereit ist, diese mindestens grösstenteils über Bord zu werfen, ist meiner Meinung nach eher nicht an Heirat mit einem Ausländer oder einer Ausländerin zu denken. Das funktioniert einfach nicht. Ich kann nicht so recht beurteilen, wie weit da deine Freundin ist, es scheint aber ein wenig, dass schon noch einiges fehlt.
Naja, das Ganze ist ein Prozess, und in der Zeit seit meinem ersten Post hier hat sich auch durchaus einiges getan. Und dass sie nicht von heute auf morgen alle Sitten und Bräuche mal eben über Bord wirft, ist irgendwo verständlich. Vielleicht tut sie das ja noch.
Haima hat geschrieben:Mein Tipp: Nutzt nun die Zeit, euch etwas kennen zu lernen.
Werden wir. Auch wenn es wohl in nächster Zeit schwierig sein wird, sich zu sehen, da sie (fast allen) ihren Verwandten zugesichert hat, den Kontakt mit mir abzubrechen. Ich habe Angst vor dem Moment, wo sie ihnen erzählt, dass sie es doch nicht getan hat.
Haima hat geschrieben:Schreibt über die Erlebnisse und versucht herauszufinden, was nicht so gut gelaufen ist, und.................. beginnt nochmals von vorne.
Naja, so ganz von vorne beginnen ist immer schwierig.
Haima hat geschrieben:Verbring ein paar Wochen mir ihr, aber ohne Eltern und Verwandte. Lade sie auf eine ausgiebige Chinareise ein (oder einfach nur drei bis vier Wochen Beijing) und lerne sie besser kennen. Ev. braucht das in ihrem Alter halt auch zwei oder drei Wiederholungen.
Genau das würde ich ja gerne (und sie sicherlich auch). Aber im Moment: siehe oben.
Haima hat geschrieben:Auch würde ich ihr dann später mal eröffnen, wie es wäre, in D zu leben. Sie muss bei einer Heirat mit dir dazu bereit sein. Sonst wird's nichts.
Sie hat auch schon mal nachgefragt, ob sie in Deutschland Jobchancen hätte, also ist ihr der Gedanke wohl auch nicht völlig fremd. Aber ich denke das braucht auch noch etwas Zeit. (Du schreibst ja selbst "später".) Zudem will ich sie nicht dazu drängeln, und im Moment ist es auch garnicht das, was ich selbst will.
Haima hat geschrieben:Wenn ihr euch dann über eure Gefühle und Entscheidungen einig seit, geht wieder zu ihren Eltern und plant das ganze Zusammenkommen etwas besser. So klappt's dann auch.
Genau das wollen wir ja auch. Fehlt eben nur der Plan, ihnen überhaupt erstmal zu verklickern, dass wir eben nicht den Kontakt und vor allem nicht unsere Gefühle füreinander beendet haben.
Haima hat geschrieben:Sorry, dass ich das schreibe: Wenn sie das nicht kann und die Entscheidung vor ihren Eltern nicht vertreten kann, ist eine Heirat kaum drin.
Wie gesagt, will sie ja, sie weiß nur noch nicht, wie sie das anstellen soll.
Haima hat geschrieben:Noch was: Ich würde den Zeithorizont für eine Heirat in max. drei bis vier, eher fünf Jahren veranschlagen. Meiner Meinung nach ist das sonst schon zum Vornherein zum Scheitern verurteilt. Frage dich: Haben du und sie die nötige Geduld?
Muss sich noch rausstellen...
Haima hat geschrieben:Wollte dir einfach mal meine Meinung und Erfahrungen Kund tun. Vielleicht ist ja da was dabei, das dir helfen kann.
Klar. Danke Dir!
Haima hat geschrieben:Meine Frau und ich haben übrigens gerade die ersten zehn Ehejahre geschafft, ist schon mal was.... :D
Glückwunsch :D
Haima hat geschrieben:Wünsche dir auf alle Fälle alles Gute und viel Geduld
Danke. Eigentlich bin ich ja sehr geduldig. (Aber eben im Moment auch immer noch ziemlich durcheinander.)

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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von ingo_001 » 13.10.2008, 10:54

Haima hat geschrieben: Meine Frau und ich haben übrigens gerade die ersten zehn Ehejahre geschafft, ist schon mal was.... :D
Haima
Dann stehts nach Ehejahren 10:2 für Euch :)
Gratulation auch von mir.
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von bossel » 13.10.2008, 12:32

Sleepy hat geschrieben:Fehlt eben nur der Plan, ihnen überhaupt erstmal zu verklickern, dass wir eben nicht den Kontakt und vor allem nicht unsere Gefühle füreinander beendet haben.
Um mich da nochmal einzumischen: Hast Du nicht irgendwo geschrieben, sie hätte Angst vor Dir? Wie paßt das jetzt mit "unsere Gefühle füreinander" zusammen?

Sleepy hat geschrieben:
Haima hat geschrieben:Sorry, dass ich das schreibe: Wenn sie das nicht kann und die Entscheidung vor ihren Eltern nicht vertreten kann, ist eine Heirat kaum drin.
Wie gesagt, will sie ja, sie weiß nur noch nicht, wie sie das anstellen soll.
Wie wäre es, wenn sie versucht, die Zustimmung zu einem Studium in D zu bekommen? Dann hat sie zum einen Zeit, etwas Distanz zu ihren Eltern zu gewinnen, & Ihr habt zum anderen Zeit, Euch etwas näher kennenzulernen (um vielleicht die Angst abzubauen?).

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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von ingo_001 » 13.10.2008, 14:46

bossel hat geschrieben: Wie wäre es, wenn sie versucht, die Zustimmung zu einem Studium in D zu bekommen? Dann hat sie zum einen Zeit, etwas Distanz zu ihren Eltern zu gewinnen, & Ihr habt zum anderen Zeit, Euch etwas näher kennenzulernen (um vielleicht die Angst abzubauen?).
Dem Braten werden ihre Eltern wohl nicht trauen.
Dann werden sie ZUMINDEST VERMUTEN, dass @Sleepy in irgend einer Form mit ihrem plötzlichen Wunsch zu tun hat.
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von Sleepy » 13.10.2008, 16:44

Ich schrieb auch nicht (oder meinte zumindest nicht), dass Sie Angst vor mir hat, sondern dass sie wohl noch eine gewisse Angst davor hat, dass ich sie zu Dingen überrede (zwinge), die sie nicht will.
Ich weiß nicht, was Ihre Verwandten ihr in der Hinsicht so über Langnasen erzählen...

Und wie geschrieben, das mit Studium in Deutschland ist im Moment wohl völlig undenkbar. Warum sollte sie nach Deutschland gehen, um Englisch zu studieren? Da gäbe es geeignetere Länder in Europa...
Zudem ist es nicht das, was sie will und nicht das, was ich will. (Würde ich das versuchen, würde auch mein erster Absatz in dieser Hinsicht passen, auch wenn ich eigentlich was anderes meinte.)

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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von ingo_001 » 13.10.2008, 17:07

Sleepy hat geschrieben: Ich weiß nicht, was Ihre Verwandten ihr in der Hinsicht so über Langnasen erzählen...
Sie werden, wenn ich mal Deine Schilderungen zugrunde lege, nicht gerade die Vorzüge der "Langnasen" hervorheben - eher das Gegenteil. Um Deine Freundin in ihrem Sinn zu beeinflussen.
Und da schliesst sich der Kreis wieder: Es wird Dein (verdammt harter) Job sein dieses Negativ-Bild zu korrigieren. Denn ausser DIR wird es niemand anderes machen können/wollen.
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von serenita » 13.10.2008, 20:33

Manchmal habe ich Gefühl, wenn ich Geschichten über Deutsch-Chinesische Liebschaften lese, dass es sich bei den Frauen nicht wirklich um Frauen sondern Männchen/oder Frauchen ähm Frauchen?! :mrgreen: vom Mars handeln müsste, jedenfalls so, als stammten sie nicht von diesem Planeten. Eine Verhaltensweise, die sowohl hierzulande als befremdend gilt als auch drüben in China. Warum eigentlich?
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von Philipp » 13.10.2008, 20:53

Die ganzen "Ratschläge" hören sich auch nach pennälerhaftem Gemunkel von 14-Jährigen bei der ersten "großen Liebe" an. Schlimmer als die Klatschweiber. Meistens halten solche Gefühle eh nur an bis man die Nächste trifft, vermutlich wird das spätestens bei Sleepys zweitem China-Aufenthalt der Fall sein.

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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von ingo_001 » 13.10.2008, 21:04

serenita hat geschrieben:Manchmal habe ich Gefühl, wenn ich Geschichten über Deutsch-Chinesische Liebschaften lese, dass es sich bei den Frauen nicht wirklich um Frauen sondern Männchen/oder Frauchen ähm Frauchen?! :mrgreen: vom Mars handeln müsste, jedenfalls so, als stammten sie nicht von diesem Planeten. Eine Verhaltensweise, die sowohl hierzulande als befremdend gilt als auch drüben in China. Warum eigentlich?
Hört sich manchmal wirklich so an :mrgreen:
Wobei es aber auch genug Beispiele gibt, bei denen es nicht "marsianisch" abläuft.
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Re: Ein guter Ehemann

Beitrag von serenita » 13.10.2008, 22:14

ingo_001 hat geschrieben:
Wobei es aber auch genug Beispiele gibt, bei denen es nicht "marsianisch" abläuft.
Das beruhigt mich ungemein!
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