Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von rundherum » 14.12.2017, 18:58

Also such ich mir lieber einen Anwalt als einen Deutschkurs.
Ich würde das eine tun und das andere nicht lassen.
Der Deutschkurs dauert definitiv weniger lang als ein Gerichtsverfahren. Einfach 2 Monate 'reinhängen und dann kann man mindestens A1, wahrscheinlich A2. Und in China wären Deutschkurse übrigens viel billiger als in Deutschland. Die Sprache lernen ist sowieso besser, sonst ist man in Deutschland ganz schön allein...

Der Anwalt würde einfach helfen eine unliberale, nationalistische Praktik zu beenden.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von falc410 » 14.12.2017, 19:21

War auch eher sarkastisch gemeint. Um den Deutschkurs kommt man nicht herum, das ist schon logisch.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von sweetpanda » 14.12.2017, 19:23

Auch wenn man sich persönlich von Gesetzen beeinträchtigt fühlt, so muss man die Beabsichtigten positiven Effekte zur Kenntnis nehmen.

Dieses Gesetz soll verhindern, dass orientale Männer mit deutschem Pass sich immer wieder unemanzipierte Frauen aus ihren Heimatländern einfliegen lassen. Integration würde auf diesem Wege verhindert werden, Parallelgesellschaft sich verfestigen.
Natürlich soll auch dahingehend ein gewisser Druck erzeugt werden, Menschen mit niedrigerem sozialen Status nach Möglichkeiten die Einreise zu erschweren.

Biodeutsche deutsche Staatsbürgern erschwert dieses Gesetz, sich sein gefügiges "Mäuschen" aus Asien einfliegen zu lassen. Die berühmtberüchtigten Katalogfrauen.
Ein jeder Frage sich selbst ob Ehen mit einem derartigen Altersunterschied und Machtgefälle im Sinne eines aufgeklärten emanzipierten Landes zu befürworten sind.
Ohne Sprachkompetenz entstehen immer abzulehnende Abhängigkeitsverhältnisse.
Würde dieses Phänomen überhand nehmen, müssten deutsche Frauen ihre Ansprüche auf dem "Heiratsmarkt" wieder herunterschrauben, um mit den genügsameren Konkurrentinnen mithalten zu können.


Dieses Gesetz dient dem Erhalt des gesellschaftlichen Status der Frau in Deutschland und kann daher nur von ausgemachten Machos abgelehnt werden.
Nichts befriedigt einen Menschen verlässlicher als der Misserfolg eines Begabteren.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von falc410 » 14.12.2017, 23:38

Da stimme ich dir ja grundsätzlich zu sweetpanda, aber das Gesetz hat eben Lücken. Und zwar fast das Szenario, welches du beschreibst. Orientalische Männer ohne deutschen Pass können in Deutschland leben und arbeiten und studieren, ohne ein Wort Deutsch sprechen zu können oder müssen, solange Sie einen Universitätsabschluss haben. Das ist nämlich die Ausnahmeregelung die im Gesetz beschrieben wird!
Und genau diese Männer können ungehindert Frauen aus Ihrem Heimatland nach Deutschland bringen - denn bei Ehegattennachzug von Ausländern, muss die Frau auch kein Deutsch sprechen. Wie gesagt, ich habe einige Kollegen bei denen das genau so läuft. Ich will jetzt nicht deren Religion kritisieren, aber die Frauen müssen immer zu Hause bleiben und die Männer treffen sich am Wochenende in der Moschee und natürlich haben oft weder die Männer noch die Frauen deutsche Bekannte (ausser die Männer vielleicht auf der Arbeit).

Somit besteht weiterhin meine Kritik an dem Gesetz, dass es eben deutschen Staatsbürgern erschwert ihre ausländischen Frauen nachzuholen, gleichzeitig aber weiterhin die Lücke für diese Parallelgesellschaften bietet. Diese Lücke sollte geschlossen werden! Das ist das worüber ich mich so aufrege.

Grundsätzlich bin ich dafür, dass jeder der hier lebt, auch Deutsch lernen soll oder am besten schon sprechen können soll. Wenn ich in ein anderes Land gehe, würde ich ja auch die Sprache lernen und mich den Regeln und Gesetzen anpassen. So oder so, dieses Gesetz ist extrem benachteiligend im Moment und wurde wohl extra so formuliert damit wir den Fachkräftemangel durch Menschen aus den arabischen Ländern oder Indien ausgleichen können - und zum Thema Fachkräftemangel stellen sich mir eh schon die Zehennägel auf! Aber das ist ein anderes Thema.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von rundherum » 15.12.2017, 07:54

Dieses Gesetz dient dem Erhalt des gesellschaftlichen Status der Frau in Deutschland und kann daher nur von ausgemachten Machos abgelehnt werden.
Sorry aber diese Nazilogik ist ziemlich kurzsichtig. Die Lebenspläne unterscheiden sich. Es ist nicht Sache des Staates, einem vorzuschreiben, wie man zu leben hat. Was macht ein paar, das jetzt nur mal 2 Jahre in Deutschland sein will und nachher nach China zieht?

Was ist zudem das Problem mit orientalischen Frauen? Wie viele Terroristen waren weiblich? Warum sollte man eine Million Immigranten aus armen Ländern ins Land lassen, den durch die EMRK geschützten Zusammenzug aus familiären Gründen aber erschweren?
Warum sollte man Leuten, die nicht perfekt integriert sind, überhaupt den deutschen Pass geben?

Klar sollen die Leute die Sprache des Landes lernen, in dem sie leben. Aber dies sollte nicht aus Zwang geschehen. Die Menschenrechte sollten auch in Deutschland höher gewichtet werden als irgendwelche polemische Politiken.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von falc410 » 15.12.2017, 09:31

Ich finde es besonders krass (und das ist mir gestern gar nicht aufgefallen), dass sweetpanda jedem Deutschen der mit einer Asiatin liiert ist, unterstellt, dass er sie im Katalog bestellt hat und dass ein deutlicher Altersunterschied vorhanden ist. Wann hat Polt das Stück Mai Ling aufgeführt? Muss Anfang der 80er gewesen sein (toller Sketch, unbedingt bei Youtube angucken und hoffentlich verstehen).

Und warum das Gesetz deutsche Frauen schützt kann ich auch nicht nachvollziehen. In einer so emanzipierten Gesellschaft sind deutsche Frauen wahrlich nicht mehr abhängig und haben denke ich genug Auswahl auf dem Heiratsmarkt wenn Sie es denn möchten.

Trotzdem muss ich "rundherum" widersprechen. Ich bin sehr wohl für einen Zwang - wobei sich das erst mal zu krass anhört. Man kann niemanden zwingen etwas zu lernen. Wenn sich derjenige verweigert dann bringt das nichts, auch wenn vielleicht am Schluss ein Abschluss oder Zeugnis dabei heraus kommt. Trotzdem könnte man erlauben, dass entsprechende Personen zuerst nach Deutschland kommen (sie haben ja eh nur ein befristetes Aufenthaltsrecht) und dann nachweisen müssen, dass Sie zu einem Deutschkurs gehen. Der könnte ja sogar staatlich gefördert werden. Gibt doch genug kostenlose Kurse für entsprechende Menschen. Da könnte der Staat auch mal wirklich etwas für Integration tun.

Aber mein Hauptargument ist dennoch: Wenn ein gebürtiger Deutscher, mit deutschen Wurzeln und deutscher Familie, deutschen sozialen Umfeld (Arbeit, Freundeskreis, Kindheit, whatever) eine(n) Ausländer(in) heiratet, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Ausländer NICHT integriert wird, gleich 0!
Wenn aber ein Ausländer, der kein Deutsch spricht, nur in Deutschland lebt, ohne Bezug zu dem Land oder der Gesellschaft, sich einen Partner aus seinem Land einfliegen lässt (der auch kein Deutsch spricht), genau dann entstehen Parallelgesellschaften.

Also ist das Gesetz in seiner derzeitigen Form einfach kontraproduktiv. Dazu muss man nur mal auf die Straße gehen in einer beliebigen größeren Stadt um das festzustellen. Fahr mal U-Bahn in München und du hörst kein Deutsches Wort mehr. In manchen Bereichen in Berlin fühle ich mich wie im Ausland, türkischer Bazaar lässt grüßen. Die Idee des Gesetzes ist gut, keine Frage. Die Umsetzung hat aber versagt. Die einzigen die im Moment benachteiligt werden, sind Deutsche Staatsbürger. Es sollte also gründlich überdacht werden wenn die Integration von Ausländern in die deutsche Gesellschaft funktionieren soll.

Aber was soll man von einem Land schon erwarten, dass 80 Tage nach der Wahl immer noch nicht in der Lage ist eine Regierung zu bilden.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von Phytagoras » 15.12.2017, 12:56

rundherum hat geschrieben: Klar sollen die Leute die Sprache des Landes lernen, in dem sie leben. Aber dies sollte nicht aus Zwang geschehen.
Anstatt wie viele, die hier immer im Forum monatelang fragen, wie man A1 umgehen kann, hätte man in der Zeit sich die sowieso lächerlichen A1 Kenntnisse sich selber beibringen können.
Und persönlich (ich meine nicht dich jetzt) find ich es immer wieder wunderlich wenn hier irgendwelche neu angemeldeten Accounts posten, die immer wieder sagen, dass die Freundin ja NIE Zeit hat A1 zu lernen (obwohl man sich täglich ne Stunde hinsetzen kann dafür) oder man für die Prüfung mal mitm Zug 200km zum nächsten Goethe-Institut fahren muss....
Aber mein Hauptargument ist dennoch: Wenn ein gebürtiger Deutscher, mit deutschen Wurzeln und deutscher Familie, deutschen sozialen Umfeld (Arbeit, Freundeskreis, Kindheit, whatever) eine(n) Ausländer(in) heiratet, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Ausländer NICHT integriert wird, gleich 0!
Dem stimm ich nicht zu. Es gibt genug Deutsche, die ihre "Thai", "Filipina" oder "Viets" heiraten, diese dann aber kaum einen Bezug zum deutschen Umfeld haben.
Und selbst da...
Ich kenn da Deutsch-Chinesische Paare, bei dem die Frau selbst nicht gut integriert ist, weil sie irgendwo aufm Dorf wohnt, jeden Tag zu Hause bleibt und auch sonst nicht viele "soziale" Aktivitäten hat.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von qpr » 15.12.2017, 20:05

falc410 hat geschrieben: denn bei Ehegattennachzug von Ausländern, muss die Frau auch kein Deutsch sprechen.
Das steht wo im Aufenthaltsgesetz?

Es gibt eine Ausnahme bei Blue Card Inhabern, aber mich würde interessieren, wo im Aufenthaltsgesetz es geschrieben steht, das beim Ehegattennachzug zum Ausländer kein Sprachtest vorgelegt werden muß.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von falc410 » 15.12.2017, 20:17

Ich habe in einem meiner ersten Postings doch den Link gepostet zum BAMF und den Ausnahmeregelungen. Ist leider ein PDF, daher funktioniert Copy & Paste nicht so richtig.

http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/D ... chzug.html

Trotzdem hier
Gibt es Ausnahmen?
Ja. Sie müssen in der Regel keine Deutschkenntnisse nachweisen, wenn unter anderem eine der folgenden Aussagen zutrifft:
¢ Sie oder Ihr Ehegatte sind Staatsangehöriger eines Mitgliedstaats der Europäischen Union oder haben als Deutscher von Ihrem Freizügigkeitsrecht Gebrauch gemacht.
¢ Der Spracherwerb ist im Ausland nicht möglich, nicht zumutbar oder innerhalb eines Jahres trotz Bemühens nicht erfolgreich (nur beim Nachzug zu Deutschen oder assoziationsberechtigten türkischen Staatsangehörigen).
¢ Sie sind wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung nicht in der Lage, einfache Kennt- nisse der deutschen Sprache nachzuweisen.
¢ Sie haben einen Hochschulabschluss und können in Deutsch- land auch aufgrund Ihrer Sprachkenntnisse voraussichtlich eine Arbeit nden (erkennbar geringer Integrationsbedarf).
Sie möchten sich nicht dauerhaft in Deutschland au alten.
¢ Ihr Ehegatte ist Inhaber einer Blauen Karte EU.
¢ Ihr Ehegatte besitzt eine Aufenthaltserlaubnis als
¢ Hochquali zierter (§ 19 AufenthG).
¢ Forscher (§ 20 AufenthG).

¢ Firmengründer (§ 21 AufenthG).
¢ Asylberechtigter (§ 25 Abs. 1 bzw. § 26 Abs. 3 AufenthG).
¢ anerkannter Flüchtling (§ 25 Abs. 2 bzw. § 26 Abs. 3 AufenthG).
¢ Daueraufenthaltsberechtigter aus anderen EU-Staaten
(§ 38a AufenthG).
¢ Ihr Ehegatte ist Staatsangehöriger Australiens, Israels, Japans, Kanadas, der Republik Korea, Neuseelands, der Vereinigten Staaten von Amerika, Andorras, Honduras, Monacos oder San Marinos.
¢ Sie Umstände für die Unmöglichkeit des Spracherwerbs anführen, die einen Härtefall begründen können.
Das sind alles Ausnahmen bei denen der Ehegatte der nachzieht, keinen Sprachnachweis vorlegen muss. Gerade die von mir fett gekennzeichneten Absätze finden sich zu Hauf in meinem privaten Umfeld - niemand davon spricht Deutsch oder hat es vor zu lernen. Aber als Hochqualifiziert gilt anscheinend jeder, der mindestens einen Bachelorabschluss in Land XY gemacht hat.

Die aufgeführten Staaten kommen mir auch irgendwie ein wenig willkürlich vor. Was macht da Korea? :p Und was bedeutet, nicht dauerhaft aufhalten wollen? Sind das jetzt 6 Monate, 2 Jahre, oder mehr als 10 Monate pro Jahr? Da müsste man mal einen Juristen fragen.

Wenn der potentielle Ehegatte selbst auch einen Abschluss hat, dann braucht derjenige auch kein Deutsch. Ist ja auch logisch - an meiner Uni wird damit geworben, dass viele Studienfächer komplett in Englisch angeboten werden. Deutsche Studenten sind dann gezwungen auf Englisch die Prüfung abzulegen. Grundsätzlich begrüße ich das, aber es ist schon lustig, dass ausländische Studenten hier kostenlos und ohne Deutschkenntnisse studieren können, als ich aber ein Auslandssemester in Japan machen wollte, mir die Uni vorgeschrieben hat, zuerst ein gewisses Sprachniveau in Japanisch erreichen zu müssen und dies mit einem Zertifikat nachzuweisen. Das ist wieder deutsche Doppelmoral.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von falc410 » 15.12.2017, 20:23

Phytagoras hat geschrieben: Dem stimm ich nicht zu. Es gibt genug Deutsche, die ihre "Thai", "Filipina" oder "Viets" heiraten, diese dann aber kaum einen Bezug zum deutschen Umfeld haben.
Und selbst da...
Ich kenn da Deutsch-Chinesische Paare, bei dem die Frau selbst nicht gut integriert ist, weil sie irgendwo aufm Dorf wohnt, jeden Tag zu Hause bleibt und auch sonst nicht viele "soziale" Aktivitäten hat.
Ich denke grundsätzlich an das Gute im Menschen und hatte echt gedacht, dass wir aus der Zeit der Katalog-Frauen raus sind. So arm sind diese Länder doch auch nicht mehr. Also, falls das wirklich noch praktiziert wird und die Herren Ihre Frauen regelrecht zu Hause verstecken, dann ist das einfach nur verabscheuungswürdig. Meine Meinung.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von Phytagoras » 16.12.2017, 00:43

falc410 hat geschrieben: Ich denke grundsätzlich an das Gute im Menschen und hatte echt gedacht, dass wir aus der Zeit der Katalog-Frauen raus sind. So arm sind diese Länder doch auch nicht mehr. Also, falls das wirklich noch praktiziert wird und die Herren Ihre Frauen regelrecht zu Hause verstecken, dann ist das einfach nur verabscheuungswürdig. Meine Meinung.
Die Zeiten sind längst nicht vorbei, grade im etwas höherem Alter. Ohne die Details meines Jobs zu besprechen, kann ich da aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Tool ganz gerne dazu benutzt wird sich mit diesen Damen zu unterhalten und es noch genug dumme ältere Deutsche gibt, die auf den typischen "Meine Mutter ist krank", "Ich brauch ein bisschen Geld. Wir haben kein Internet sonst." etc. reinfällt...

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von rundherum » 16.12.2017, 08:51

Also, falls das wirklich noch praktiziert wird und die Herren Ihre Frauen regelrecht zu Hause verstecken, dann ist das einfach nur verabscheuungswürdig. Meine Meinung.
Die Zeiten sind solange nicht vorbei, wie es Mädchen mit Daddy Issues gibt welche sich als Mann lieber einen Ersatzvater statt einen gleichberechtigten Partner heiraten.
Die meisten solchen Paare die ich kenne sind nicht einmal binational (aber ich bin auch Banker - in meiner Branche ist diese Situation etwas... prävalent). Ich wage zu behaupten, dass Anteilsmäßig auf Grund der hohen Scheidungsrate sogar mehr Mädchen mit Daddy Issues in Mitteleuropa herumlaufen als in Asien.

Vermutlich geht es aber bei vielen solchen binationalen Paaren, wo sich der durchschnittliche Deutsche fragt wie diese Frau nur DIESEN Mann heiraten konnte, um etwas anderes: Exotik. Diese Frauen entsprechen in ihren Ländern oft auch nicht gerade dem Schönheitsideal. Aber sie halten den Mann auf Grund des Exotikbonus für attraktiv und werden von ihm für attraktiv gehalten.
Am Ende ist das doch eine Win-Win Situation: beide können sich attraktiv und gut fühlen. Warum solche Paare ständig von der Gesellschaft diskriminiert werden erschließt sich mir nicht.

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von falc410 » 16.12.2017, 10:18

Phytagoras hat geschrieben: und es noch genug dumme ältere Deutsche gibt, die auf den typischen "Meine Mutter ist krank", "Ich brauch ein bisschen Geld. Wir haben kein Internet sonst." etc. reinfällt...
Mit solchen (i.d.R. notgeilen alten Säcken) Typen habe ich aber kein Mitleid. Wer sich abzocken lässt ist selber schuld.

Und was rundherum schreibt, ist leider in unserer Gesellschaft im Moment so tief verankert, dass jeder der einen alten Mann mit einer jungen Asiatin Hand-in-Hand sieht, denkt, dass die beiden sich über einen Heiratsvermittler kennengelernt haben. Ich erinnere mich auch gerade an das Buch Same, same but different, eine wahre Geschichte in der ein Deutscher Student sich in ein Mädchen aus Kambodscha verliebt. Letzendlich probieren Sie in Deutschland zu leben, aber hier konnte Sie sich aufgrund zu vieler Vorurteile nicht integrieren, also ist er ausgewandert - es ist leichter als Deutscher im Ausland zu leben war seine Schlussfolgerung.

Naja letztendlich ist es vollkommen egal wer sich wie wo findet, hauptsache die Paare sind glücklich. Und in so einer internationalen Welt in der wir leben, sollte die Nationalität einer Person einfach keine Rolle spielen. Obwohl ich alle meine Freundinnen in Deutschland kennengelernt habe, war keine davon "Deutsch" ohne das ich das vorher wusste. Gut bei meiner aktuellen habe ich beim ansprechen zumindest gewusst, dass Sie wohl aus Asien kommt, aber mehr auch nicht. Ich finde es nur traurig, dass das Gesetz authentischen Paaren eben so viele Steine in den Weg legt und gleichzeitig Schlupflöcher lässt (um mal wieder zum Thema zurückzukommen).

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von rundherum » 16.12.2017, 10:27

Mit solchen (i.d.R. notgeilen alten Säcken) Typen habe ich aber kein Mitleid. Wer sich abzocken lässt ist selber schuld.
Sorry aber dieses "wer nicht denken kann und sich abzocken lässt ist selbst schuld" finde ich widerlich. Nehmen wir an, Du läufst in eine Bank, willst Dein Geld anlegen und wirst schamlos abgezockt. Passiert öfter als man denkt. Siehst Du da nicht eine gewisse moralische Verantwortung bei der Bank?
sich über einen Heiratsvermittler kennengelernt haben
Gibt es heute überhaupt noch Heiratsvermittler in Deutschland? :mrgreen:

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Re: Deutsch Nachweis nötig oder nicht?

Beitrag von falc410 » 16.12.2017, 11:19

Das war jetzt rein auf online Dating bezogen, Kontext : asiatische Frau bittet um finanzielle Unterstützung.

Keine Ahnung ob man das Heiratsvermittler nennt. Ich habe mich mit so etwas noch nie befasst.

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