Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

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Menk
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Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

Beitrag von Menk » 12.03.2016, 01:57

Ich habe ein wenig die Suchfunktion genutzt, jedoch keinen Vergleichsthread gefunden, der sich mit Erfahrungsaustausch über die Qualität der Schulen befasst.

Meine erste Frage:
Hat eines der Goethe Institute in China einen besonders guten oder besonders schlechten Ruf und hat jemand von euch besondere Erfahrungen selbst machen dürfen (oder dessen Partner/in)?


Zweite Frage:
Gibt es Studentenwohnungen dieser Institute in einer der Städte, welche Kursteilnehmern angeboten oder vermittelt werden können?


Dritte Frage:
Bei einer Vielzahl von verschiedenen Kursangeboten würde ich gerne wissen, welcher Kurs für gewöhnlich am nachhaltigsten und effektivsten das Lernen ermöglicht? Gemeint sind Intensivkurse, Wochenendkurse usw. Wie sind eure Erfahrungen?


Zu unserer Situation kurz erklärt, ich werde meiner Freundin einen Sprachkurs ermöglichen. Sie wohnt zwar in Guangdong und HK wäre naheliegend, aber es macht effektiv keinen Unterschied für sie ob sie nun in HK, Peking oder Shanghai die Schule besucht. Sie muss in jedem Fall in diesem Zeitraum eine eigene Wohnung bzw ein Hotel oder meinetwegen auch eine Studenten Wg bekommen. Zuhause hat sie bei der Masse an Pflichten durch ihre Verwandten einfach nicht die Ruhe konzentriert zu Lernen.... "pass auch meine Kinder auf..." oder "deine Mutter pflegt in ihrer Heimatstadt deine Oma, du musst nun für alle Kochen" oder "putz bitte die Wohnung"....
Ich bin mir wirklich nicht sicher ob ihre Brüder überhaupt etwas zuhause machen außer nach der Arbeit am Computer zu daddeln.
Sie ist eines von vier Kindern. Alle sind Erwachsen (sie ist 30). Da der Ehemann ihrer Schwester weit entfernt und ihre Schwester selbst arbeitet und die Kleinkinder auf meine Freundin abschiebt, ihre Mutter für lange Zeit in der Heimatstadt verbleibt und meine Freundin zudem jeden Tag (seit einem halben Jahr keinen Tag frei....) im Supermarkt ihrer Eltern aushelfen darf,
..... bleibt unterm Strich nur ein gigantischer Arbeitsalltag mit der Frustration das alles an ihr hängen bleibt.

In diesem Zusammenhang habe ich beschlossen, dass sie eine Schule auswärts Besuchen soll. Zuhause lernt sie fleissig... Morgends zwischen 5.30 Uhr bis 7 Uhr bevor ihr Arbeitsalltag beginnt, der dann irgendwann nachts endet, wenn die Kinder ihrer Schwester gebadet wurden und am Ende auch noch oft bei ihr übernachten....

Als Bonusfrage zur der Situation:
Ist das eine gewöhnliche familiäre Situation in China (von 1 Kind Familien abgesehen)?
Mir scheint, sie hat entweder verdammt viel Pech in dieser Konstellation erlitten bzw viel Verantwortung anderer auferlegt bekommen oder sie ist besonders tüchtig.
Ich finde es jedenfalls sehr Bescheiden, dass ihre Eltern ihr die Arbeit im Supermarkt aufdrücken, die Hausarbeit und das Essen servieren von ihren Brüdern ihr aufgedrückt wird und ihre Schwester als Bonus noch die Kinder bei ihr ablädt um Geld verdienen zu können...
.... ich habe bislang nicht erwähnt, dass sie zwar notwendiges bezahlt bekommt, jedoch als einzige in der Familie scheinbar kein regelmässiges Gehalt bezieht?! Trotz der vielen Arbeit...

Ok nun ist der Thread ein wenig "explodiert". Aber irgendwie hängt es ja zusammen und sorgt vielleicht für ein wenig Erfahrungsaustausch bezüglich der Goethe Institute und des Familienlebens in Bezug auf Lernbedingungen.

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Re: Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

Beitrag von Helfer » 12.03.2016, 13:01

Wenn Du eine Chinesin, heiratest, heiratest Du eine Familie. Ihre Eltern werden immer wichtiger sein als Du!

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Re: Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

Beitrag von Natal » 12.03.2016, 14:09

Meine Frau hat zuerst einen Vorbereitungslehrgang in Guangzhou gemacht für 4 Wochen - jeden Tag von Shunde nach Guangzhou .
Dann zum A1 nach Shanghai - sie hat sich dort ein preiswertes Zimmer gesucht zusammen mit einer anderen Schülerin . Im Goetheinstitut nachfragen , wer aus der gleichen Gegend kommt und kontakten - ich wüßte nicht , daß es da Zimmer im Institut gibt . Hat ungefähr 4 Monate gedauert der Lehrgang dort .
Mit der Schulleitung habe ich gute Erfahrungen gemacht - habe öfters per Mail oder Telefon Kontakt gehabt - alles soweit zur Zufriedenheit verlaufen .
Ansonsten hängt alles von der Lernfähigkeit deiner Frau ab .
Meine war tüchtig am lernen - bis mittags Unterricht , dann Schlaf - und Essenspause und dann im Zimmer lernen bis Nachts ...ich bin dann nach meiner Arbeit hier in Deutschland immer per Skype mit eingestiegen und habe vieles erklärt und mit ihr weiter gelernt . Ging jeden Tag bis Mitternacht und am Wochenende dann noch mal Wiederholung . Eigentlich hat man in der Zeit an der Schule für kaum was anderes Zeit - was aber logisch ist , wenn man in vier Monaten so gut Deutsch lernen will um die Prüfungen zu bestehen , was nicht alle geschafft haben.
Meine Frau ist sehr ehrgeizig und hat es auch gleich beim ersten Anlauf geschafft . Am meisten hat es sie genervt , daß sie mir in der ganzen Zeit auf der Tasche lag. Es kam einiges zusammen : Schulgeld , Zimmermiete und Miete für Ihre Wohnung in Shunde usw. . Leider hat das Finanzamt in Deutschland nicht alles anerkannt bei der doppelten Wohnungsführung in Deutschland und China - aber die Schulgelder kannst da auf jeden Fall mit reinnehmen . Bei mir konnte ich nur das Zimmer nicht mit absetzen , da sie ja noch die Wohnung in Shunde hatte .

noch eine Anmerkung zum Beitrag von Helfer : ich denke , jeder Mensch ist verschieden und bei meiner Frau ist die Reihenfolge der "Wichtigkeit " in der Art , daß zuerst unsere Tochter kommt , dann ich und dann ihre und meine Mutter auf gleicher Stufe ...

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Re: Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

Beitrag von Emil28 » 12.03.2016, 15:41

Vielleicht erklärst Du der Einfachheit halber, wozu der Deutschkurs dienen soll?!

Menk
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Re: Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

Beitrag von Menk » 12.03.2016, 16:01

Ich helfe meiner Freundin via Skype auch häufig grade beim Aussprechen. Ein Computerprogramm und
Studienbücher hat sie auch. Die "Zeit" zuhause ist das Hauptproblem.
Der Deutschkurs soll zum vorläufigen Ziel A1 erstmal haben.

@Natal
Wo hat deine Frau die Mitbewohnerin kennengelernt?


Zum Lernumfeld:
Meine Freundin hat indirekt auch durch Vorhaltungen erst kürzlich seitens ihres Vaters "du hörst nicht auf mich" die Entscheidung fällen müssen.
Sie sagt, sie höre häufig auf ihren Vater, aber sie will sich nicht vorschreiben lassen mit wem sie eine Beziehung eingeht.
Da diese Schulzeit wichtig für unseren gemeinsamen Weg ist, stellt sich mich glücklicherweise hier sogar über die Bedürfnisse ihrer Familie. Zumal sie ihre Familie gegen Endes des Jahres wegen mir zumindest örtlich gesehen verlassen wird.
Ich weiss dieses kulturell bedingte Opfer hoch einzuschätzen.

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Natal
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Re: Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

Beitrag von Natal » 13.03.2016, 12:07

kennengelernt ...das Goetheinstitut hat im Vorfeld mit den Papieren auch die Telefonnummern der zukünftigen Teilnehmer . Einfach dort anfragen , wer aus der gleichen Gegend kommt und dann bekommt man die Telefonnummer und kann die andere Teilnehmerin fragen , ob sie schon ein Zimmer hat bzw. Interesse hat ein Zimmer mit jemanden zu teilen ...einfach mal wegen der Problematik anrufen im Institut wenn sie sich da anmeldet

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Re: Erfahrungswerte "Goethe Institut" in China

Beitrag von qpr » 13.03.2016, 12:26

Menk hat geschrieben:
Meine erste Frage:
Hat eines der Goethe Institute in China einen besonders guten oder besonders schlechten Ruf und hat jemand von euch besondere Erfahrungen selbst machen dürfen (oder dessen Partner/in)?
Da es in China ja nicht nur 1 Institut gibt, kann man das unmöglich beantworten.
Ich habe damals ein längeres Gespräch mit dem Leiter des Goethe Instituts in Xi´an geführt und er hat meiner Frau abgeraten, am GI zu lernen.
Sie hat dann eine chinesische Sprachschule in Shenyang besucht.
Vorteil war dort, der Unterricht wurde in chinesisch geführt und wenn sie etwas nicht verstanden hat, konnte sie auf chinesisch nachfragen.
Am GI ist die Unterrichtssprache deutsch, ob das jetzt so optimal ist, um die deutsche Sprache zulernen, bezweifle ich.
Stand 2012

Menk hat geschrieben: Zweite Frage:
Gibt es Studentenwohnungen dieser Institute in einer der Städte, welche Kursteilnehmern angeboten oder vermittelt werden können?
In Xi´an arbeitet das GI mit einer Uni zusammen und dort können auch Zimmer gemietet werden, bzw.helfen chinesische Mitarbeiter des GI bei der Suche nach einer privaten Wohnung.
In Beijing wurde uns von Anfang an klargemacht, das meine Frau sich selber eine Wohnung suchen muß.

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