"identische" chinesische Restaurants in Deutschland

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tigerprawn
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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von tigerprawn » 29.12.2015, 16:34

Linnea hat geschrieben:
tigerprawn hat geschrieben:(z.B. Nudelnester)
Ich steh immer noch auf dem Schlauch was das ist. Kannst du das mal bitte aufklären.
Braune, dicke Nudeln in (großer) Nestform frittiert, mit irgendeiner Sauce. Den chin. Namen hab ich nicht parat.

steph
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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von steph » 29.12.2015, 17:09

tigerprawn hat geschrieben:
Linnea hat geschrieben:
tigerprawn hat geschrieben:(z.B. Nudelnester)
Ich steh immer noch auf dem Schlauch was das ist. Kannst du das mal bitte aufklären.
Braune, dicke Nudeln in (großer) Nestform frittiert, mit irgendeiner Sauce. Den chin. Namen hab ich nicht parat.
kenne ich auch nicht....

kleiner kaiser
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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von kleiner kaiser » 29.12.2015, 17:50

Ich war heute Mittag mit ein paar befreundeten Chinesinnen Feuertopf essen und hab mal das Thema zur Sprache gebracht.
Man war sich einig, dass in einigen chinesischen Restaurants in Düsseldorf das Essen ganz ok ist, es aber nicht so schmeckt wie in China. Die meisten haben dafür übrigens - abgesehen von der geschmacklosen und oft nicht frischen Ware - den Köchen die Schuld gegeben, "weil diejenigen, die wirklich gut kochen können, bleiben in China"!?
Dass es deshalb anders schmeckt, weil sich die chinesischen Köche dem deutschen Geschmack anpassen (ähnlich wie es hier die italienischen Köche tun/tun müssen) kann in solchen Läden eigentlich auch nicht sein, da dort fast nur Chinesen verkehren.

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von Linnea » 29.12.2015, 19:47

Hier waren noch interessante Fragen versteckt.
tigerprawn hat geschrieben:Was Gerichte schweben euch bei 'echt chinesisch', das sich durchsetzen würde denn vor?
Insbesondere wenn man in die guten/upper Restaurants geht bekommt man gerne: Entenfüsse (Hühnerfüsse bei den nicht so guten), Entenzunge, Quallenkopf, koaguliertes Entenblut u.Ä.
Ich mag davon insbesondere die Quallenköpfen (besser als der Rest der Qualle), aber ich frage mich: meint ihr wirklich dafür gibt es einen Markt hier?
Ich fange einfach mal hinten an. Abseits der Restaurants, die von chinesischen Gästen leben können, bleiben nur Deutsche als Zielgruppe, und wenn man nicht von Laufkundschaft leben kann, dann mehr oder minder regelmäßige Stammgäste. Der Durchschnittsdeutsche, der zwar bereit ist von Ente süßsauer mit Glutamatsoße Abstand zu nehmen dürfte, wie du auch annimmst, trotzdem nicht erpicht sein kandierte Quallenfüße zu bestellen. Deshalb werden Restaurants, die erfolgreich sein wollen, keine "typisch chinesische" Speisekarte haben (können). Allerdings ist China bekanntlich groß, die Auswahl an Küchen reichhaltig und es gibt dort auch etwas anderes als Innereien zu essen. Einfach mal ein paar Punkte, die mir einfallen, was man wohl machen müsste:

Kleine, saisonale Karte. Der Kundenkreis, der das Restaurant besucht, will sich nicht am All-you-can-eat-Buffet vollfressen, sondern etwas ausprobieren und ist zumindest ein wenig anspruchsvoll. Ein Foodie. :wink: (Den Prozentsatz der mit ChinesInnen liierten Personen kann man bei der Überlegung hier getrost vernachlässigen). Momentan wären als Kürbis, Rettich, Karotten, Sellerie, Kartoffeln, Sprossen und verschiedene Kohlsorten auf der Karte zu finden. Zum Beispiel:

萝卜肉饼
南瓜包
Kohlrabisalat (oder Rettich- bzw. Radieschensalat)
牛腩土豆煲

Fleischgerichte in erster Linie ohne Knochen. So Speisen wie 宫保鸡丁 (eventuell mit der Option es ohne Blütenpfeffer zu bekommen), 鱼香肉丝, 京酱肉丝, 铁板牛肉, 菠萝咕噜肉 halte ich beispielsweise für problemlos deutschlandtauglich.

Kleinkram muss auf die Karte! Da traut man sich zu probieren.
Frühlingsrollen, die gibt es übrigens auch in groß.
noch mehr Gerolltes
Jiaozi mit Staudensellerie-, Kürbis,-oder Rettichfüllung.
Zum Nachtisch Baozi mit Sesam-, Nuss- oder Dattelfüllung oder Apfel in Frühlingsrollenteig (Das sind die Zugeständnisse, die man wahrscheinlich machen muss, um so einen Laden am Laufen zu halten und die ich persönlich zumindest weniger schlimm finde als gebackene Banane mit Honig...)

Tofu mal nicht mit Kokosmilch und rotem Curry sondern vielleicht 琵琶豆腐 oder knusprig frittiert als 酱香脆皮豆腐.

Dann noch zwei Nudelrezepte und eine oder zwei Suppen.

Irgendwie so in die Richtung. Oder doch Kohlrouladen? :mrgreen:

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von Ajiate » 29.12.2015, 21:30

Das erste "chinesische" Kochbuch, das ich in der Hand hatte war eine kleine Broschüre, zusammengestellt von Ortsvereinen Regensburg und Hannover, hrsg. von der GDCF München war:
So kocht das Volk in China
(aus dem Vorwort: Ziel dieser Rezeptsammlung ist es nicht, Gerichte für ein Galadiner mit exotisch-asiatischem Flai zu liefern. Wir möchten vielmehr zeigen, wie das chinesische Volk kocht und dabei dem Vorurteil entgegentreten, dass es teuer und aufwendig sei. Die chinesische Küche zeichnet sich durch Einfachheit und kurze Zubereitungszeit aus.)
Eine Sammlung von 50 Gerichten, mit gezwungenermaßen meist ziemlich eingedeutschten Zutaten - so waren wir halt :wink:, aber nicht soo übel. Vereinzelt findet man es mal übers Internet

Es gibt ja viele Kochbücher über chinesische Speisen, eines, das ich wirklich empfehlen kann, ist:
Liu Zihua /Uli Franz : Die echte chinesische Küche Gräfe und Unzer Verlag
Hier mehr über dieses Buch
http://www.amazon.de/Die-echte-chinesis ... 3774212651
Dazu gibts noch Reportagen und Fotos über die verschiedenen Regionen bzw. Küchen Chinas.

So am Rande als Kuriosität:
Nur 1 Stern vergab diese Rezensentin:

Ich hatte mir ein chinesisches Kochbuch gewünscht und habe dieses Buch geschenkt bekommen. Das Buch ist bestimmt ein tolles chinesisches Kochbuch, aber wie der Name schon sagt, handelt es sich um die echte chinesische Küche - mit der Betonung auf echt - und nicht um die europaisierte Form der chinesischen Küche. Ich hatte bei meinem Wunsch aber an die typische Küche des "Chinesen um die Ecke" gedacht. Von daher ist es natürlich nicht fair diesem Buch nur einen Stern zu geben, aber ich möchte diejenigen, die auch auf der Suche nach der Küche des "Chinesen um die Ecke" sind darauf aufmerksam machen, dass sie dies in diesem Buch nicht finden werden.
Von der Aufmachung her ist es ein tolles Buch mit tollen Fotos. Die Rezepte kann ich nicht bewerten, da ich noch kein einziges gefunden habe, dass mich zum Nachkochen anspricht. Im Gegenteil - einige Rezepte hörten sich für mich richtig eklig an.
Wer also die wirklich echte chinesische Küche sucht, wird sie - wenn ich meinen Vorbewertern glauben darf - bestimmt finden. Alle anderen sollten sich nach einem anderen chinesischen Kochbuch umschauen.


So verschieden sind halt die Interessen :lol:
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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von Teilnehmer » 29.12.2015, 22:05

Ajiate hat geschrieben:Liu Zihua /Uli Franz : Die echte chinesische Küche Gräfe und Unzer Verlag
Hab ich auch hier - große Empfehlung meinerseits.

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 29.12.2015, 22:53

Wir hatten das Toppic hier schon mal vor einigen Jahren (authentische chin. Restaurants in D.).
Nur kann ich das so ad hoc nicht mehr finden - und auch meinen Senf dazu nicht.

Da hier ja schon Alles geschrieben wurde, werde ich das Wesentliche noch mal nennen:

Der richtige chin. Food-Taste hat in Euro- und Teutonenland keine Chance, weil hier alles "eingedeutscht" (dem dt. Gaumen taste-gerecht) zubereitet wird.

Unsere Begeisterung für das real chinese food in Ehren - aber das interessiert die breite Masse nicht wirklich bzw. wird es bei 80 % der Einheimischen auf wenig Gegenliebe stossen.

Die Geschmacksrezeptoren auf den Zungen würden "durchbrennen" und bei einigen Zutaten würde durch das z.T. irrationale Kopfkino nur ein: "Nein, will ich gar nicht erst probieren." kommen.

Damit sich ein authentisches chin. Restaurant halten kann, müssen auch die Gäste dazu da sein - dauerhaft.

Es gibt diese Restaurants, nur muss man sie erstmal finden.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Chancen auf authentische chin. Küche da groß ist, wo wenigstens ein typischer chin. Rund-Dreh-Tisch ist - aber eben auch nur dann, wenn man expliziet danach fragt.

Ansonsten: Ente-süss-sauer "=" China-Feeling :mrgreen:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von steph » 29.12.2015, 23:14

ingo_001 hat geschrieben:Wir hatten das Toppic hier schon mal vor einigen Jahren (authentische chin. Restaurants in D.).
Nur kann ich das so ad hoc nicht mehr finden - und auch meinen Senf dazu nicht.

Da hier ja schon Alles geschrieben wurde, werde ich das Wesentliche noch mal nennen:

Der richtige chin. Food-Taste hat in Euro- und Teutonenland keine Chance, weil hier alles "eingedeutscht" (dem dt. Gaumen taste-gerecht) zubereitet wird.

Unsere Begeisterung für das real chinese food in Ehren - aber das interessiert die breite Masse nicht wirklich bzw. wird es bei 80 % der Einheimischen auf wenig Gegenliebe stossen.

Die Geschmacksrezeptoren auf den Zungen würden "durchbrennen" und bei einigen Zutaten würde durch das z.T. irrationale Kopfkino nur ein: "Nein, will ich gar nicht erst probieren." kommen.

Damit sich ein authentisches chin. Restaurant halten kann, müssen auch die Gäste dazu da sein - dauerhaft.

Es gibt diese Restaurants, nur muss man sie erstmal finden.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Chancen auf authentische chin. Küche da groß ist, wo wenigstens ein typischer chin. Rund-Dreh-Tisch ist - aber eben auch nur dann, wenn man expliziet danach fragt.

Ansonsten: Ente-süss-sauer "=" China-Feeling :mrgreen:
Hallo Ingo,

das sehe ich etwas anders...
Ich meine, die meisten chinesischen Restaurants werden doch wohl von Chinesen betrieben, warum bieten die denn dann nicht Ihr wirkliches chines food an?!
Das "verdeutschte", was den Gästen offiziell angeboten wird, essen die doch bestimmt selbst nicht!?

Und warum sollte das "echte chines. Essen" den Menschen in Deutschland nicht bekommen?!
Man muss ja nicht immer das schärfste vom scharfen nehmen...
Im Gegenteil, ich würde sagen, da das wirklich chines. Essen "leichter ist", es liegt nicht so schwer im Magen, weniger fett...und ich denke geschmacklich käme das auch an!

Ich war jedenfalls von dem "echten chin. Restaurant" bei unserem gestrigen Besuch in Aachen echt begeistert... ich wünsche mir mehr davon!

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 29.12.2015, 23:41

steph hat geschrieben:das sehe ich etwas anders...
Ich meine, die meisten chinesischen Restaurants werden doch wohl von Chinesen betrieben, warum bieten die denn dann nicht Ihr wirkliches chines food an?!
Zutaten sind hier in der Anschaffung teuerer als in China, es müssten mehr Köche eingestellt werden und die "was-der-Bauer-nicht-kennt-frisst-er-nicht-Mentalität" geknackt werden.
Das kannst Du nicht mit ital, griech. oder span. Essen vergleichen - das ist dem dt. zu ähnlich.
Chin. Essen ist da ne andere Kategorie.
steph hat geschrieben:Das "verdeutschte", was den Gästen offiziell angeboten wird, essen die doch bestimmt selbst nicht!?
Natürlich nicht - warum sollten sie das auch?

Wir waren in China auch in "authentischen" dt. oder ital. Restaurants.
Bei 90 % davon gabs immer etwas vertrautes als Zutat für die chin. Gaumen - und es fehlte andererseits etwas, was man den chin. Gästen (von den Zutaten her) nicht zumuten wollte/konnte.
steph hat geschrieben:Und warum sollte das "echte chines. Essen" den Menschen in Deutschland nicht bekommen?!
Man muss ja nicht immer das schärfste vom scharfen nehmen...
Im Gegenteil, ich würde sagen, da das wirklich chines. Essen "leichter ist", es liegt nicht so schwer im Magen, weniger fett...und ich denke geschmacklich käme das auch an!
Das denkst Du.
Schön und gut - aber das reicht nicht.

Ernsthaft: Glaubst Du nicht, dass die Betreiber der Restaurants am besten beurteilen können, was ankommt - und was nicht?

Berlin hat ja nun etwas Auswahl, um an 90 % aller nötigen Zutaten zu kommen - nur sind die Preise auch entsprechend.
Zum Kochen für Family and Friends, ok.
Aber nochmal: Es würde sich für ein Restaurant nicht rechnen.
Denn wer geht chin. Essen, wenn er das auch zuhause kann?
Nur um 1 x in der Woche mal nicht selber was chin. kochen zu müssen.
Und das sind die "sicheren" Kunden, denen das real chin. Food schmeckt - die anderen sind nur ein Hoffnungsschimmer.
Und wer mit Hoffnungen kalkuliert, geht pleite.
steph hat geschrieben:Ich war jedenfalls von dem "echten chin. Restaurant" bei unserem gestrigen Besuch in Aachen echt begeistert... ich wünsche mir mehr davon!
Dann müsstest Du in JEDEM davon essen - wie gesagt: Die Kosten sind fürs Restaurant immer da - die Gäste nur mit Glück.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von Linnea » 30.12.2015, 00:09

ingo_001 hat geschrieben:Ernsthaft: Glaubst Du nicht, dass die Betreiber der Restaurants am besten beurteilen können, was ankommt - und was nicht?
Ich glaube, dass sie das sehr gut können, ich glaube aber auch, dass sie (die Köche der Buffetmafia) auch einfach keinen Anspruch an ihre eigene Küche haben und deshalb auch die in den Restaurants sitzen, die ebenso ticken. Chinesisch ist out, eben auch weil es sich hier nicht weiter entwickelt hat.
ingo_001 hat geschrieben:Zutaten sind hier in der Anschaffung teuerer als in China, es müssten mehr Köche eingestellt werden und die "was-der-Bauer-nicht-kennt-frisst-er-nicht-Mentalität" geknackt werden.
Der ersten These habe ich ja schon durchaus mit meinem letzten Beitrag entgegengewirkt, auch die Vorbereitungszeit lässt sich steuern. Und der Bauer, der isst nun thailändisch und vietnamesisch.

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von steph » 30.12.2015, 00:15

ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie sich so manches chines. Restaurant hier in Deutschland über Wasser halten kann... manche sind doch überwiegend leer, ich denke, mit authentischer chinesischer Küche liesse sich dies ändern...
Es ist aber doch auch sehr schade, das dies Restaurantbetreiber etwas als chines. anbieten, was ja wenn man es genau nimmt, gar nicht chines. ist!!!
Und der von mir erwähnte "Laden" in Aachen scheint gut zu laufen!!!

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von ingo_001 » 30.12.2015, 00:20

Linnea hat geschrieben:Und der Bauer, der isst nun thailändisch und vietnamesisch.
Wie viele der Bauern?
Und dass Thai- bzw. das Viet-Food in den meisten betr. Restaurants ist ebenso angepasst an die hiesigen Gaumen.
Auch da gilt: Authentisch ist da das Wenigste.

Ob indische Restaurants auch dazu zählen, kann ich nicht sagen, weil ich noch nicht in Indien gewesen bin.

Und wieso ist chin. "out"?
Ital. Restaurants gibts länger - und die laufen auch.
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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von Laogai » 30.12.2015, 00:40

steph hat geschrieben:Und der von mir erwähnte "Laden" in Aachen scheint gut zu laufen!!!
Du hattest doch geschrieben, dass in dem "Laden" nur Asiaten saßen. Schon wieder vergessen?
steph hat geschrieben:ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie sich so manches chines. Restaurant hier in Deutschland über Wasser halten kann... manche sind doch überwiegend leer, ich denke, mit authentischer chinesischer Küche liesse sich dies ändern...
Ganz bestimmt nicht, die wären sehr schnell raus aus dem Geschäft.

Was hier bisher noch gar nicht angesprochen wurde ist das unterschiedliche Essverhalten. In China kommen verschiedene Gerichte in die Mitte und jeder isst von jedem Gericht. In Deutschland hingegen bestellt jeder sein eigenes Gericht. Diesem "Anspruch" müssen die China-Restaurants in Deutschland/Europa/dem Westen eben gerecht werden und Gerichte "erfinden", die nicht einseitig sind. Man kann nicht 虎皮尖椒 auf die Speisekarte setzen, denn wenn das ein Deutscher bestellt macht er ein langes Gesicht und fragt sich, wo denn bitte das Fleisch und weiteres Gemüse bleibt.

Bekannte von meiner Frau und mir betreiben eine China-Restaurant in einer Norddeutschen Kleinstadt. Die würden liebend gerne "authentische Chinesische Küche" anbieten, aber die Kundschaft würde das nimmer mitmachen. Wüsste gar nicht, wie sie damit umgehen soll. Dass die Köche, die aus China kommen und für die es übrigens ein eigenes Visum für Deutschland gibt, authentisch (na bitte, geht doch steph :wink:) kochen können erleben wir immer dann, wenn wir nach Feierabend zusammen mit der Betreiberfamilie und den Angestellten dort essen 8)
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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von steph » 30.12.2015, 00:45

ingo_001 hat geschrieben:
Linnea hat geschrieben:Und der Bauer, der isst nun thailändisch und vietnamesisch.
Wie viele der Bauern?
Und dass Thai- bzw. das Viet-Food in den meisten betr. Restaurants ist ebenso angepasst an die hiesigen Gaumen.
Auch da gilt: Authentisch ist da das Wenigste.

Ob indische Restaurants auch dazu zählen, kann ich nicht sagen, weil ich noch nicht in Indien gewesen bin.

Und wieso ist chin. "out"?
Ital. Restaurants gibts länger - und die laufen auch.

ich denke auch, das es mit anderen asiatischen (thai, vietnam...) Restaurants hierzulande ähnlich ist...

Die besten Pizzen habe ich aber übrigens aussehalb Italiens gegessen, z.B. beim "Österreicher" in Shantou oder in Buenos Aires... aber auch in unserem kleinen Dorf, den Italiener gibts hier aber leider nicht mehr!!

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Re: "identische" chinesische Restaurants in Deutschland

Beitrag von Laogai » 30.12.2015, 00:58

steph hat geschrieben:Die besten Pizzen habe ich aber übrigens aussehalb Italiens gegessen, z.B. beim "Österreicher" in Shantou oder in Buenos Aires
:lol: :lol: :lol:

Jetzt wird es aber wirklich absurd. Du willst "authentische" chinesische Küche in Deutschland, aber die "identische" italienische Küche im Ausland findest du besser? Wie dämlich ist das denn?
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