Kindesentzug - Rechtliche Fragen

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egon
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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von egon » 20.04.2015, 14:35

Mal ne ganze dumme Frage:
Habt ihr beide schon mal gecheckt, wie eure Gefühle füreinander (noch) sind?
Besteht da nur noch der Wunsch irgendwie aus der Beziehung (als Sieger) rauszukommen, oder empfindet ihr noch so etwas wie Liebe füreinander?
In ersterem Fall würde ich dann aufhören hier zu diskutieren, mir eine Rechtsberatung suchen und das "Ding" durchziehen, ohne Rücksicht auf Flurschaden bei ihr. Ein Kind kann man nicht teilen und dann musst Du dir selbst lieb sein. Es kann nur einen Gewinner geben. Wenn Du dabei aber noch über Betreuung usw. grübelst und Dir quasi selbst Ausreden zurechtlegst, warum es dann eventuell besser wäre, sie bekommt das Kind, wirst Du wohl Bruchlandung machen.
Falls es o.g. Liebesgefühle noch gibt, dann solltet ihr schleunigst aufhören eure Energie gegeneinander einzusetzen und eine Spirale loszutreten, die sich irgendwann nicht mehr stoppen lässt. Letztendlich streitet ihr nur noch um zu streiten. Und wenn die ganze Kiste endgültig an der Wand zerschellt ist, sitzen beide heulend auf den Trümmern, das Kind irgendwo im Niemandsland dazwischen.
Und höre bitte auf, unbedingt bei ihr negative Eigenschaften zu finden, die Du dir als Entschuldigung hinlegen kannst, wie: Sie mag keine Überraschungen. Man muss kein Parfüm für 200 Euro als Überraschung haben. Organisiere mal einen Babysitter für 2 Tage, packe heimlich Klamotten ein, setzt euch unter einem Vorwand (Einkaufen...) ins Auto und düst mal ins Wochenende. Am Anfang wird sie motzen, aber nach kurzer Zeit wird sie stolz auf dich sein.
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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von blackrice » 20.04.2015, 15:39

egon hat geschrieben: Es kann nur einen Gewinner geben
:shock:
Globalisierung ist ein zweischneidiges Schwert, die schaerfere Seite wird dazu benutzt die schwaecheren Laender auszuschlachten

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harsieh
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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von harsieh » 20.04.2015, 15:47

MartinB84 hat geschrieben:
harsieh hat geschrieben:
MartinB84 hat geschrieben:
Danke für den Post! Also zunächst mal möchte ich mich primär um mein Kind kümmern, fühle mich 1000% verantwortlich und bin auch stolzer Papa. Kleinkriege ums Geld interessieren mich eher sekundär. Ich kann auch in einfachen Verhältnissen leben.

Um jetzt doch auf letzteres genanntes zu sprechen zu kommen.. d.h. falls sie Unterhaltszahlungen von mir will, kann sie die nur hier in DE durchsetzen? Wobei sie Ingenieurin ist und finanziell sicherlich auch selbst auf eigenen Beinen stehen kann ("Ich brauche dich nicht um mein Leben zu finanzieren")..

hast du schonmal versucht ihr etwas gutes zu tun .. beispielsweise zu einem essengehen überraschen usw. und die problematik mit dem kind in ruhe zu diskutieren? immerhin weiss doch jeder normale mensch, dass das kind beide eltern braucht .. versuch doch das ganze möglichst sachlich und ohne emotionen zu besprechen, blocke einfach jede provokation von ihr ab und wenn es noch so schwierig ist, denn ich glaube nur so lässt sich eine gute lösung für das kind finden .. (sonst macht sie es bewusst..)
Tja.. ja, hm. Wie soll ich sagen. Ich würde sie gerne mal einladen zum essen. Aber meine Frau ist Realist, oder wie soll ich sagen, relativ unromantisch. Sie würde dann eher sagen, komm lass mal, ist zu teuer, brauch ich nicht. Wir kochen hier. (Geld hauen wir übrigens in einen Topf, verdienen etwa gleich viel). Habe ich schon versucht, als wir noch kein Kind hatten.

Punkt 2 kommt dann verschärfend hinzu: Unser Kind ist knapp 2 Jahre alt, Oma und Opa sind in China. Betreuungsseitig ist hier nicht viel vorhanden, ich Einzelkind, Opa hier noch lebend, kann aber auch nur kurz schauen(1 bis 2 Stunden wenn er Zeit hat).. tja.. Freunde alle ohne Kinder, in anderen Städten.. Man kann unser Kind also auch noch schwer abgeben, abends.

Sonstige Geschenke gehen immer zu Lasten unseres gemeinsamen Geldes, sie sagt sie zahlt dann immer mit. Alles was ich ihr schenkte, was man Freundinnen/Ehefrauen so mal schenkt, braucht sie nicht (Parfum, Schmuck, Gutscheine usw..). Alles kein Interesse. Sie ist da sehr anspruchslos (gut ich kann diesbezüglich froh sein, dass ich nicht ausgenommen werde :mrgreen: )

P.S. noch was eingefallen, Überraschungen mag sie nicht. Sie will immer vorher genau wissen, was passiert. Wir hatten das mal, dass ich sie abhalten musste, Geschenke vor Weihnachten durchzuchecken.. Sie hält diese Spannung wahrscheinlich nicht aus..
najaaa also mein Freund sagt auch immer, dass er keine Überraschungen mag, aber über eine Überraschungs-flugreise für drei Tage hat er sich trotzdem sehr gefreut ..

aber wenn es bei deiner Freundin wirklich so schlimm ist und sich nichts gönnen möchte, dann .. hmm ist es sehr schade .. dann musst du sie dazu erziehen das Leben mehr zu geniessen ..

und: sorry das ist jetzt evt. unangenehm, aber ich muss es sagen: ich hätte niemals! ohne ehevertrag geheiratet (ich hoffe ich verwechsle dich jetzt nicht ..) und ich würde auch niemals ein gemeinsames Konto führen wo beide ihr gesamtes Gehalt einzahlen (wenn beide arbeiten), weil Geld ist Geld und Beziehung ist Beziehung .. das darf man nicht vermischen, auch wenn man noch so verliebt ist und im Endeffekt steht man vor den Problemen wie du sie jetzt hast .. Wenn Sie dich nicht heiratet, wegen dem Ehevertrag ist die Liebe vielleicht auch nicht so gross..

solange du einen Fehler niemals zweimal machst ist es ja ok ;)

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von harsieh » 20.04.2015, 15:53

egon hat geschrieben: In ersterem Fall würde ich dann aufhören hier zu diskutieren, mir eine Rechtsberatung suchen und das "Ding" durchziehen, ohne Rücksicht auf Flurschaden bei ihr.

Das Problem ist, dass er sein Kind über alles liebt .. und leider gibt es praktisch gesehen ganz einfach die Möglichkeit, dass sie mit dem Kind nach China abhaut und er das Kind nie wieder sieht. Solche Fälle gibt es rellativ häufig, da muss man meiner Meinung nach behutsam und vorsichtig vorgehen, weil da der Rechtsstaat Deutschland alleine nichtmehr helfen kann.

Von daher sag ich auch, einfach mal die Frau einpacken, ein Machtwort sprechen (das brauchen viele noch so dominante Chinesen auch mal) und sie mit einem Spa-wochenende (achso sie kann wahrscheinlich nicht schwimmen) oder ähnlichem überraschen!

Nachtrag: ich habe die Erfahrung gemacht, dass vor allem die ganz sparsamen und genügsamen Chinesen die Schweiz wegen ihrer traditionellen Werte gerne mögen, also vielleicht wäre das was? (ich empfehle Luzern oder Zermatt)

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von MartinB84 » 20.04.2015, 16:32

Eure Ideen sind echt gut. Ich muss die Kommentare erstmal sacken lassen. Das mit dem Einpacken und mal 2 Tage wegfahren, da wäre ich garnicht drauf gekommen..gute Idee!

In Punkto Ehevertrag lässt sich schonmal sagen, ich habe es gewünscht, aber sie sagte, dass meine Liebe nicht so groß wäre, dass ich ihr nicht vertraue wie sie mir (Harsieh fällt dir was auf? Gleiche Argumentationskette, nur andersrum diesmal)..das das was typisches Westliches wäre (Verbindung zum Forum hier), so kalkulativ in die Ehe gehen.

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von Be_happy » 20.04.2015, 16:38

Roger hat geschrieben:MartinB84 hat geschrieben:

Wenn es hart auf hart kommt, ist mir schon klar, dass einfach der gesamte Besitz aufgeteilt wird.

Da solltest du dich mal genauer informieren! Aufgeteilt wird nur der Zugewinn und nach 4 Jahren Ehe sind die Unterhaltsansprüche eher gering. Geht sie nach China zurück, solltest du wissen, daß es zwischen China und D kein Abkommen bezüglich Unterhalt gibt. Mit ihren Drohungen kannst du sie im Scheidungsfall voll gegen die Wand laufen lassen.
Falsch! Wie ich schon oben schrieb, wird nur das aufgeteilt, was während der Ehe hinzugewonnen wurde. Und mit Sicherheit kein "Besitz".

Der TS ist am besten beraten, wenn er in DE die Scheidung machen läßt, schon allein wegen einer späteren Ehe. Ist sie in China, bekommt sie weniger Unterhalt. Aber das kann ihm ein Jurist besser erklären.

Wir haben aktuell in unserem Umfeld einen Fall, wo im Ausland (vor acht Jahren) eine außergerichtliche "Scheidung" gemacht wurde, die für DE absolut bedeutungslos ist. Die Ehe wird jetzt in DE geschieden und der Anwalt hat sogar nach acht Jahren Trennung Getrenntlebenunterhalt durchgesetzt. Man muß das eben von Leuten machen lassen, die etwas davon verstehen.

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von egon » 20.04.2015, 17:07

MartinB84 hat geschrieben:Eure Ideen sind echt gut. Ich muss die Kommentare erstmal sacken lassen. Das mit dem Einpacken und mal 2 Tage wegfahren, da wäre ich garnicht drauf gekommen..gute Idee!

In Punkto Ehevertrag lässt sich schonmal sagen, ich habe es gewünscht, aber sie sagte, dass meine Liebe nicht so groß wäre, dass ich ihr nicht vertraue wie sie mir (Harsieh fällt dir was auf? Gleiche Argumentationskette, nur andersrum diesmal)..das das was typisches Westliches wäre (Verbindung zum Forum hier), so kalkulativ in die Ehe gehen.
Du solltest Dir vor allem über Deine Gefühle zu ihr im Klaren werden. Wenn es keine Liebe mehr gibt, gibt es auch keine gemeinsame Zukunft. Dann brauchst Du sie auch nicht mehr ins Wochenende entführen.
Aber so, wie Du reagiert hast, ist da noch was da.
Dann heisst es vorwärts machen und den 2. Frühling einläuten.
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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von harsieh » 20.04.2015, 17:49

egon hat geschrieben:
Dann heisst es vorwärts machen und den 2. Frühling einläuten.
und im Frühling geht man auf Hasenjagd ;)

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von Roger » 20.04.2015, 18:20

Laogai hat geschrieben:Das sind Fehlinformationen von einem Visumdienst, nicht vom Chinese Visa Application Service Center.
Ich habe noch nie einen Visadienst in Anspruch genommen, sondern fahre jedes Jahr selbst zum CVASC nach Hamburg. Dort werden aber diese Regeln seit letztem Jahr 1:1 konsequent angewandt, die Deutschen haben es in China vorgemacht.

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von egon » 20.04.2015, 20:49

harsieh hat geschrieben:
egon hat geschrieben:
Dann heisst es vorwärts machen und den 2. Frühling einläuten.
und im Frühling geht man auf Hasenjagd ;)
Er soll ja keinen neuen Hasen fangen, sondern nur seinen eigenen zähmen. :wink: :wink: :wink:
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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von Grufti » 20.04.2015, 21:23

Von daher sag ich auch, einfach mal die Frau einpacken, ein Machtwort sprechen (das brauchen viele noch so dominante Chinesen auch mal) und sie mit einem Spa-wochenende (achso sie kann wahrscheinlich nicht schwimmen) oder ähnlichem überraschen!
Jetzt weiß ich es ganz gewiss,....daß Taiwan nicht zu China gehört
bei meiner Ex aus Taiwan hatte das nicht gefunzt...sie ist nur noch böser geworden....

...aber wenigstens hatte die Drohung, ihr das Sorgerecht nehmen zu können, falls sie ihr Vorhaben wahr gemacht hätte, den Sohn nach Taiwan zu entführen..und ihm jeglichen Kontakt zu mir zu unterbinden (damals ..in den mid90igern war das noch wesentlich einfacher als heute), bewirkt, dass mein Sohn einen geregelten Umgang mit mir bekommen hatte...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von Laogai » 20.04.2015, 22:38

Roger hat geschrieben:
Laogai hat geschrieben:Das sind Fehlinformationen von einem Visumdienst, nicht vom Chinese Visa Application Service Center.
Ich habe noch nie einen Visadienst in Anspruch genommen, sondern fahre jedes Jahr selbst zum CVASC nach Hamburg.
Du hast auf Nachfrage einen Visumdienst verlinkt, jedoch behauptet, es wäre beim CVASC nachzulesen:
Roger hat geschrieben:Lest euch doch einfach nur die Bedingungen zur Erteilung des entsprechenden Visums des "Chinese Visa Application Service Center" durch, da steht es doch schwarz auf weiß [...]
Egal, du kannst den Nachweis offensichtlich nicht liefern und in diesem Thread ist es ohnehin nicht von Belang.
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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von ingo_001 » 20.04.2015, 23:24

Be_happy hat geschrieben:Wir haben aktuell in unserem Umfeld einen Fall, wo im Ausland (vor acht Jahren) eine außergerichtliche "Scheidung" gemacht wurde, die für DE absolut bedeutungslos ist. Die Ehe wird jetzt in DE geschieden und der Anwalt hat sogar nach acht Jahren Trennung Getrenntlebenunterhalt durchgesetzt. Man muß das eben von Leuten machen lassen, die etwas davon verstehen.
Richtig.
Es gilt das Scheidungsrecht des Landes, in welchem das Ehepaar seinen Lebensmittelpunkt, d.h., die meiste Zeit zusammen gelebt hat.

Insofern ist also ein "Scheidungs-Trip" nach z.B. Uguwugu sinnlos, auch wenn dort Scheidungen durch Knochen-in-die-Luft-werfen vollzogen werden.

Fazit: Lebt das betr. Ehepaar überwiegend in D., gilt hiesiges Recht.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von Linnea » 21.04.2015, 00:26

Ich finde ja, dass das alles gar nicht so schlimm klingt. Ihr seid nun (knapp) vier Jahre verheiratet, wie lange ihr ein bereits ein Paar seid ist uns bisher nicht bekannt. Ihr habt ein Kind von knapp zwei Jahren, kaum Entlastung durch Familie oder Babysitter, verbringt die Freizeit gemeinsam und mit Kind und seid beide berufstätig. Ich würde da nicht über Scheidung nachdenken sondern über einen Babysitter. Ich persönlich gehe auch eher davon aus, dass die Drohung sich mit dem Kind abzusetzen prinzipiell eher ein Hilferuf ist und keine angekündigte Trennung. Denn wer wirklich weg will, der hält dem Mund, weil ihm oder ihr schon durchaus bewusst sein dürfte, dass so ein Umzug in ein anderes Land mit geteiltem Sorgerecht fürs Kind eine heikle, illegale Geschichte ist. (Blöd scheint deine Frau ja nicht zu sein...).

Ich denke, ihr seid einfach an dem Punkt, an dem ganz viele Paare irgendwann einmal stehen, an dem die Schmetterlinge weg sind und man aber noch irgendwie nicht in der Lage ist sich offen einzugestehen, dass es so, wie man sich selbst verhält, dann doch nicht weitergehen soll. Der nächstliegende Sündenbock ist dann der Partner. Ich glaube auch nicht, dass es da Patentlösungen gibt, den einen fehlt das, was sie vor Beziehung und Elternschaft hatten (da hilft dann Verein oder Kurs oder so), den anderen fehlt gemeinsam verbrachte Zeit, da hilft dann... Blöd wird es, wenn die Erwartungen und Wünsche auseinander gehen. Aber nunja, der Mund ist ja nicht nur zum Kauen da. :wink:

Ich finde egons Vorschlag mit dem Überraschungswochenende gut. Vielleicht sagst du es ihr aber doch schon vor der Abfahrt und organisiere unbedingt einen Babysitter, den sie kennt und dem sie vertraut. Und übrigens: nur weil eine Frau den üblichen Kanon von Blümchen, Ringchen und Kerzchen und so nicht mag heißt das noch lange nicht, dass sie sich nicht über Geschenke und Aufmerksamkeiten freuen wird. Du musst dann nur noch rausfinden, was das ist... wenn fragen nicht hilft, dann mach es eben so lange falsch bis es nicht mehr falsch ist.

Achso: so ein "Taschengeldbudget" von x Euro pro Monat pro Person könnte bei euch vielleicht hilfreich sein.

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Re: Kindesentzug - Rechtliche Fragen

Beitrag von Sugoi » 21.04.2015, 06:09

MartinB84 hat geschrieben: In Punkto Ehevertrag lässt sich schonmal sagen, ich habe es gewünscht, aber sie sagte, dass meine Liebe nicht so groß wäre, dass ich ihr nicht vertraue wie sie mir (Harsieh fällt dir was auf? Gleiche Argumentationskette, nur andersrum diesmal)..das das was typisches Westliches wäre (Verbindung zum Forum hier), so kalkulativ in die Ehe gehen.
Liebe und Vernunft sind zwei Paar Schuhe. Da Sie diesbezüglich eingeknickt sind, bekommen Sie nun auch die entsprechende Rechnung...
Linnea hat geschrieben:Ich persönlich gehe auch eher davon aus, dass die Drohung sich mit dem Kind abzusetzen prinzipiell eher ein Hilferuf ist und keine angekündigte Trennung. Denn wer wirklich weg will, der hält dem Mund,... (Blöd scheint deine Frau ja nicht zu sein...).
Besonders klug scheint sie allerdings auch nicht zu sein. Denn mit Drohungen (vor allem solcher Art) ob nun ernst gemeint oder nicht erreicht man in der Regel eher das Gegenteil und schürt nur das Feuer.

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