Hochzeit und Ehegattennachzug

In diesem Forum können alle Fragen rund um Familienangelegenheiten, z.B. Heirat, Geburt, Scheidung, damit verbundene Visumsfragen und andere bürokratische und sonstige Hürden besprochen werden.
Solvum
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Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von Solvum » 21.11.2014, 22:01

Hallo zusammen,

nach über einem Jahr haben meine Freundin (jetzt Verlobte) und ich entschieden zu heiraten. Wir freuen uns schon sehr darauf, aber das ganze Prozedere mit dem Papierkram verwirrt uns manchmal mehr, vorallem, da es teils zu Widersprüchen von unterschiedlichen Quellen kommt.

Um mich zu beruhigen möchte ich deswegen kurz hier schreiben, wie wir uns das bisher ausgedacht haben das es funktionieren wird:

Ausgangslage:
Ehegate: Deutsch
Ehefrau: Tibet-Chinesin mit chinesischem Pass (da kommt es manchmal zu Schikanen :? )
Meine Frau hat im Juni beim ersten Anlauf am Goetheinstitut in Chengdu den A1 bestanden, bin sehr stolz auf sie :D

Geplante Vorgehensweise : Kann das so klappen ??

1. Meine Verlobte besorgt sich ein HongKong Visum und schickt mir eine einfache Fotokopie des Passes mit Visum zu
2. Wir melden einen Termin Online an für die Giving of Notice of intended Marriage in Hongkong
3. Ich fliege nach Hongkong, melde alleine nur mit meinem Pass, der Fotokopie und dem ausgefüllten Formular zur Anmeldung die Hochzeit an. Wir werden einen Termin ca. 2-3 Wochen später bekommen, so planen wir
4. Ich beantrage in HongKong ein Visum, ist am einfachsten und ohne viel Papierkram

5. Ich fahre nach Chengdu zu meiner Verlobten und wir verbringen die Wochen bis zur Hochzeit zusammen
6. Gemeinsame Reise nach Hongkong. Ich habe meinen Pass, sie ihren Pass mit Hongkong Visum, mehr brauchen wir nicht
7. Heirat in Hongkong und sofortiges beglaubigen lassen mittels HongKong Apostille.
8. Meine Frau kehrt nach Chengdu zurück und beantragt dort im Konsulat das Visum für den Ehegattennachzug, ich kehre von HongKong aus alleine nach Deutschland zurück :(

Bis hierhin dachte ich geht das so, welche Unterlagen benötigt meine Frau für das Visum. Sie hat die Hochzeitsurkunde mit Apostille und das A1-Zeugnis, was wird sonst noch benötigt ?

Muss ich in Deutschland bereits mit dem Ausländeramt Kontakt aufnehmen oder reicht es, wenn ich diese kontaktiere sobald sie hier ist ?

Müssen in irgendeiner Form noch Unterlagen von meiner Seite beigebracht werden, da wir die Hochzeit genau im Übergang zwischen meinem Masterabschluss und Berufsstart machen wollen, ist es mir nicht möglich Einkommen oder Krankenversicherung bereits nachzuweisen. Wird das benötigt?

Freue mich, wenn mir jemand meine Unklarheiten nehmen kann oder zumindest sagt, dass ich von Punkt 1-7 das Ganze richtig durchschaut habe.

Vielen Dank

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sowa
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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von sowa » 22.11.2014, 00:25

Hallo Solvum,
warum heiratest du deine Verlobte nicht in Deutschland?
Ob du deine Verlobte in China heiratest und sie später ein Visum für Ehegattennachzug beantragt
oder sie bemüht sich gleich für ein Visum zwecks Eheschliessung in Deutschland.
Ist von Aufwand ähnlich.
Schließlich hat deine Verlobte das A1 Zertifikat!
Somit kann sie ein Visum zur Zwecke der Eheschliessung in Deutschland beantragen.
Informiere dich doch in den Standesamt deines Heimatortes. Dort bekommst du Infos.

Solvum
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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von Solvum » 23.11.2014, 16:12

Hallo,

wir haben uns entschlossen in China (bzw. HongKong) zu heiraten, da wir den Eindruck haben das dies die am wenigsten bürokratischste Lösung ist, um am wahrscheinlichsten ohne Probleme klappt.

Keiner kann mir etwas dazu sagen, dass der geplante Ablauf so funktioniert, passt ?

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von tigerprawn » 23.11.2014, 17:19

Woher nimmst Du die benoetigte Trauzeugen?

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von cmstein » 23.11.2014, 21:04

qpr hat geschrieben:07. Die Beantragung der Apostille nimmt einige Tage in Anspruch, das solltest du bei der Buchung deines Rückfluges beachten.
Naja, aber das geht in zwei oder drei Tagen und das Visum dauer vier Tage. Also wenn man nach der Hochzeit gleich die Apostille macht und das Visum, dann geht sich das alles schön aus. Hochzeitsurkunde aber kopieren, wenn man zuerst die Apo beantragt, sonst steht man im China Resources Building blöd da :twisted:

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von Solvum » 24.11.2014, 01:43

Vielen Dank für die Antworten.

Ich werde alles sichten und bei weiteren Fragen nochmal anfragen.

Mit dem Rückflug bin ich mir unsicher. Am liebsten würde ich den Rückflug kurzfristig vorher buchen, sobald ich weiß wann alles fertig ist. Das Problem ist ja, dass wir nicht wissen, wann wir den Hochzeitstermin bekommen. Daher überlege ich, den Rückflug erst kurzfristig zu buchen, sobald ich in HongKong bei der Giving of Notice den Termin für die Eheschließung bekomme.

Die Trauzeugen werden entweder Freunde meiner Freunding und/oder wir werden in HongKong "Freiwillige" suchen :D

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von BetinaRei » 28.11.2014, 11:23

Ich würde auch in DE beim Standesamt heiraten...
Du brauchst dafür in der Regel die Geburtsurkunden (übersetzt und beglaubigt) - der Standesbeamte kann dir vorab sagen ob sonst noch Dokumente benötigt werden - diese können dann in Ruhe vorab besorgt werden.

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von cmstein » 28.11.2014, 12:26

Solvum hat geschrieben:Mit dem Rückflug bin ich mir unsicher. Am liebsten würde ich den Rückflug kurzfristig vorher buchen, sobald ich weiß wann alles fertig ist. Das Problem ist ja, dass wir nicht wissen, wann wir den Hochzeitstermin bekommen. Daher überlege ich, den Rückflug erst kurzfristig zu buchen, sobald ich in HongKong bei der Giving of Notice den Termin für die Eheschließung bekomme.

Die Trauzeugen werden entweder Freunde meiner Freunding und/oder wir werden in HongKong "Freiwillige" suchen :D
Also. Solange Du nicht am 8.8. oder dergl. und unbedingt HK Park (es gibt vier Optionen) heiraten willst, wirst Du den gewünschten Termin IMMER bekommen.

Die Apostille dauert aber zwei (?) Tage, ich erinnere mich nicht mehr genau, weiß nur mehr, dass es schneller als das Visum geht. Wenn Du also Montag oder Dienstag heiratest, dann kannst Du bedenkenlos den Flieger in der BRD für Freitag buchen, wahrscheinlich sogar Donnerstag, musst nachforschen.

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von blur » 28.11.2014, 18:43

Wenn sie in Deutschland heiraten würden bräuchte die Dame aber Befreiung von der Beibringung eines Ehefähigkeitszeugnis. Ist evtl. nicht so einfach zu kriegen und auch nicht billig.
Aber bekommt eine Tibet Chinesin so ohne weiteres ein Hongkong Visum?

Warum kannst du keine Krankenversicherung nachweisen? Wenn du gesetzlich versichert bist wäre sie mit dir Familienversichert, das kann dir die Krankenkasse bestätigen.

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von cmstein » 29.11.2014, 15:29

Die Frage, ob eine Tibeterin überhaupt ein HK-Visum bekommt, ist in der Tat berechtigt. Da sie in Chengdu wohnt, sollte das allerdings nicht das große Problem sein, aber man weiß ja nie.

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von Solvum » 30.11.2014, 22:26

Danke für eure Beiträge,

von meinem bisherigen Kenntnissstand habe ich den Eindruck, dass die Hochzeit in HongKong am wengisten Schwierigkeiten bereiten wird.
Mit einem Ehefähigkeitszeugnis meiner Verlobten für eine Hochzeit haben wir uns nicht beschäftigt. Denke aber das wird komplizierter als die Hochzeit in Hongkong.

Meine Verlobte hat bereits in Erfahrung gebracht, dass sie zweimal 7 Tage Hongkong Visum kriegen kann. Ihre Mutter ist Chinesin, der Vater Tibeter. Sie ist früh nach Chengdu gekommen um dort zu studieren. Hat deswegen vollständige chinesische Unterlagen, (inkl. chinesischem Namen)

Für Unterlagen wie beispielsweise Geburtsurkunde müsste sie nach Tibet reisen. Ich erwarte da einige Schwierigkeiten. In das bürokratische System und dieses Thema Tibet/China wollen wir nicht den Finger stecken. Provozieren wollen wir da nichts und suchen da den einfachsten Weg. Deswegen in HongKong.

Zur Zeit der Hochzeit befinde ich mich zwischen meinem Master-Abschluss und Berufsstart. Krankenversicherung läuft als studentische krankenversicherung. Ich glaube kaum, dass ein ausländischer Ehepartner da mit als "Familienversichert" zählt.

Kann mir noch jemand sagen, wie es mit dem Festland-China Visum in Hongkong ausschaut, bekommt man das problemlos in zwei bis drei Tagen in Hongkong ?

Gruß

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von cmstein » 07.12.2014, 17:31

Solvum hat geschrieben:Kann mir noch jemand sagen, wie es mit dem Festland-China Visum in Hongkong ausschaut, bekommt man das problemlos in zwei bis drei Tagen in Hongkong ?
Das ändert sich mit schöner Regelmäßigkeit und so ist die einzig sichere Aussage, dass Du es in vier Tagen kriegst. Also Montag heiraten und beantragen und Donnerstag abholen oder Dienstag heiraten und beantragen und Freitag abholen.

Solltest Du übers Wochenende in HK bleiben wollen, dann sei Dir bewusst, dass die Hotelpreise von Freitag bis Sonntag eskalieren bzw. explodieren.

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von blur » 07.12.2014, 20:07

Solvum hat geschrieben:Für Unterlagen wie beispielsweise Geburtsurkunde müsste sie nach Tibet reisen. Ich erwarte da einige Schwierigkeiten. In das bürokratische System und dieses Thema Tibet/China wollen wir nicht den Finger stecken. Provozieren wollen wir da nichts und suchen da den einfachsten Weg. Deswegen in HongKong.
Bedenke, dass sie ihre Geburtsurkunde später auf jeden Fall nochmal brauchen wird. Wenn ihr in Deutschland einen gemeinsamen Nachnamen bestimmen wollt, geht das nur mit der Geburtsurkunde, legalisiert und übersetzt. Die braucht ihr auch falls sie später mal irgendwann eingebürgert werden will.
Solvum hat geschrieben:Zur Zeit der Hochzeit befinde ich mich zwischen meinem Master-Abschluss und Berufsstart. Krankenversicherung läuft als studentische krankenversicherung. Ich glaube kaum, dass ein ausländischer Ehepartner da mit als "Familienversichert" zählt.
Doch, wenn es eine gesetzliche Krankenversicherung ist dann ist die auch für deinen Ehepartner gültig auch wenn du nur den Studentenbeitrag zahlst. Wichtig ist nur, dass du selbst einzahlst und nicht mehr bei deinen Eltern versichert bist.
Frag einfach bei denen an, die können dir ein Schreiben für die Ausländerbehörde/Botschaft erstellen, dass deine Zukünftige ab dem Tag der Hochzeit kostenlos mitversichert ist.

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Re: Hochzeit und Ehegattennachzug

Beitrag von blur » 07.12.2014, 21:10

Guter Hinweis, wundert mich aber das die das nicht mehr wollen, das doch jeder in Deutschland versichert sein muss. Anyway, ein Schreiben der Versicherung, dass die Dame ab der Heirat aufgenommen wird, wird ja nicht schaden und wenn es nur für die eigenen Unterlagen ist.

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Beitrag von Rainbiker » 17.01.2015, 05:29

Meine Freundin kommt auch aus Chengdu und wir sind bereits bei den Hochzeitsplanungen. Leider hat sie den A1 Test noch nicht. Kannst du mir einen Tip geben, wo meine Freundin Hilfe fürs Deutschlernen in Chengdu bekommen kann? Wie hat deine Freundin es geschafft und wo hat sie die Prüfung abgelegt?

Jens
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