Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

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zak
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Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von zak » 25.07.2014, 10:31

Hallo zusammen

Mir ist klar, dass man nicht verallgemeinern kann. Trotzdem würde mich wundernehmen, ob chinesische Ehefrauen Verhaltensmuster haben, die gewissermassen allgemeingültig für alle Chnesinnen sind.
Jeder Mensch ist unterschiedlich, trotzdem ergeben sich aufgrund der kulturellen Prägung gewisse Eigenheiten, Vorstellungen darüber, wie eine Partnerschaft aussehen soll und was die Verantwortungen und Pflichten des (Ehe-)partners sind. Anders gefragt, könnt ihr mir sagen, was man in einer Ehe mit einer Chinesisch typischerweise ‚erleben‘ wird bzw. wahrscheinlich erleben könnte. Was könnte einerseits mehr Probleme bereiten als wenn man mit jemandem aus dem selben Kulturkreis / Land verheiratet und was könnte allenfalls positiver sein?

Glaubt ihr persönlich, dass ‚multinationale‘ Ehen, insbesondere mit Chinesinnen, im Durchschnitt weniger nachhaltig sind als Ehen zwischen Personen gleicher Nationalität?

Gruss
Zakodios

kensen468
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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von kensen468 » 25.07.2014, 12:52

Das hängt sehr stark von der Frau ab... Es mag überraschen, aber tatsächlich gibt es in China auch individuelle Züge ;)

Auf jeden Fall habe ich riesiges Glück gehabt mit meiner Frau, wenn ich so mitbekomme, wie's anderen ergeht. Ich liste jetzt eine ganze Reihe von negativen Dingen auf, von denen ich aber glücklicherweise nicht ein einziges selbst miterlebt habe, sondern nur über (mit Vorsicht zu geniessenden) Klagen anderer mitbekommen (ich war einJahr [inoffiziell] Eheberater in einer Kirchgemeinde in Chengdu...). Nimm's cum grano salis. Auf jeden Fall darf man die Schwierigkeiten des Frauseins in Asien nicht ausser Acht lassen, dazu am Schluss noch was.

- Sie ist grundsätzlich Prinzessing zuhause. Das heisst, sie bestimmt alles, auch das, wovon sie nicht die geringste Ahnung hat, verantwortlich ist aber immer der Mann, egal, wie sehr sie's verbockt hat. Das habe ich von meiner Schwiegermutter gelernt: Schwiegerpapa lässt sie ans Steuer, sie rammt die Karre in den nächsten Baum (fuhr vielleicht 7 oder 8m unfallfrei...) und wirft ihm dann vor, wie er so blöd sein könne, sie ans Steuer zu lassen...

- Sie ist grundsätzlich immer furchtbar arm (in vielerlei, nicht nur finanzieller, Hinsicht). Das geht soweit, dass sie vieeel zu schwach ist, ihre eigene Handtasche zu tragen. Da muss dann halt ihr Skla..., sorry, Freund/Ehemann aushelfen. Nörgeln hier, nörgeln dort, Hauptsache alle wissen, was für ein armer Mensch man ist.

- Emotionen soll man nicht unterdrücken. Ob man damit andere Menschen beleidigt und verletzt, scheint leider oftmals keine Rolle zu spielen. Konnte man die oberen beiden Punkte noch relativ gut handhaben, wird's hier schwierig. Wenn einen jemand, den man eigentlich gern hat, immer und immer wieder zurücksetzt, schlägt das Wunden, die irgendwann nicht mehr heilen. Ich wage zu behaupten, dass dies einer der häufigsten Gründe ist, warum binationale Ehen zerbrechen.

- Chinesinnen scheinen ein Problem mit Sexualität zu haben. In meiner Zeit als Eheberater sind die meisten Ehen an der Prüderie der Frau zerbrochen. Es reicht einem Mann nunmal nicht, zweimal im Monat zu den fruchtbaren Tagen hin das immer gleiche Standardprogram zu kriegen - und das manchmal nur bis zum ersten Kind. "Eine Frau meiner gesellschaftlichen Stufe tut sowas nicht."

Eine Frau zu sein ist aber auch heute in vielen Ländern Asiens noch nicht einfach. Meine Schwieger-Grossmutter beispielsweise bringt immer grosszügig Geschenke mit, wenn sie irgendwohin reist - für ihren Sohn und ihre Enkelsöhne! Die Töchter und Enkelinnen kriegen bestenfalls ein paar Süssigkeiten! Leider ist dies kein Einzelfall. An vielen Orten sind Frauen auch heute noch dazu gut, schön auszusehen, damit man sie für viel Geld verheiraten kann. Ich habe in meiner Zeit in China zweimal Selbstmordversuche miterleben müssen, weil man versucht hat, ein Mädchen an einen reichen zu verschachern, statt ihren Freund zu akzeptieren.

Meine Frau hat es einmal so ausgedrückt - und ich denke, das passt auf die momentante Situation - dass die Mehrheit der Chinesen nach der Kulturrevolution nichts mehr hat, an das man sich halten kann; dann bleiben, wie im deutschen Bürgertum des 18. und 19. Jahrhunderts, nur noch materielle Werte. Man ist gefangen zwischen traditionellen Ansichten und neuen Ideen. Man kann aber beides nirgends einordnen, weil die Wurzel, aus der ersteres stammt und in die man letzteres einpfropfen könnte, ausgerissen worden ist.

Aber sind wir mal ehrlich... Wenn wir anschauen, was hier im Westen gerade so abgeht, dann wird's uns eher nicht mehr geben als China...

Übrigens: Es braucht etwa ein Jahr bis sie begreift, dass Geschirrspüler, Staubsauger und Waschmaschine nicht nur dazu da sind, das Leben einfacher zu machen, sondern auch tatsächlich sauberer arbeiten als die jeweilige Handreinigung...

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Luigi » 25.07.2014, 13:33

Endlich mal wieder ein Thread mit Potential. Jeder kann mitmachen, hier werden alle Klischees und Vorurteile bedient. Wenn ich sowas lese dann gruselts mich, gerade von einem (angeblichen) Eheberater :shock:

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von blackrice » 25.07.2014, 14:16

+1+1+1+1+1+1+1+1 Luigi wollte Dir den Vortritt lassen :D

habe es mir 3x durchgelesen... :roll:
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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von jejeme » 25.07.2014, 17:18

Zum Glück gab es bei der Sauberkeit bei meiner Frau keine großen Probleme. Ich habe ihr immer gesagt, dass ich da extrem großen Wert drauf lege, so waren von Anfang an die Fronten geklärt. Beschweren kann ich mich nicht, meine Frau ist extrem gründlich. Ich putze allerdings auch immer mit, ich kann ja schlecht irgendwelche Ansprüche stellen, und dann selbst nichts machen. Meine Frau hat ja eine Vollzeitstelle.

Witzige Nebengeschichte: Da es bei uns wirklich sehr sauber ist, wurden wir von Chinesischen Freundinnen bereits gefragt, die mal zum kochen gekommen sind, ob wir überhaupt hier wohnen xD ...

Ansonsten kann ich keinerlei "Klischee" von kensen468 Bericht bestätigen.

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von sweetpanda » 25.07.2014, 18:09

Prinzipiell ist es ja so, dass man sich erst einmal ein paar Wochen "kennen" lernt. Dann sollte man viele Monate, am besten mindestens zwei Jahre im Alltag zusammen leben. Wenn man dann miteinander gut auskommt, kann man vielleicht Heiraten.
Wenn man auf chineselovelinks eine Frau kontaktiert nach China jetted, hopla hop nach 2 Wochen heiratet kann all dies einem passieren, aber auch mit jeder anderen Frau auf der ganzen Welt die man durchs Internet kennen lernt und schnell heiraten will/muss.
Oder wurdet ihr gar "zwangsverheiratet"?

Alle beschrieben schlechten Eigenschaften kann man doch schon nach ein paar Tagen bei jeder Frau aus jedem Land erkennen und die Beziehung gar nicht erst vertiefen.
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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Sugoi » 25.07.2014, 18:41

sweetpanda hat geschrieben: Alle beschrieben schlechten Eigenschaften kann man doch schon nach ein paar Tagen bei jeder Frau aus jedem Land erkennen und die Beziehung gar nicht erst vertiefen.
Tja, wie heisst es so schön - Augen auf bei der Partner- und Berufswahl. :wink:

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Luntan » 25.07.2014, 19:06

Burkhard hat geschrieben:Aber da ist sie bei mir an den richtigen geraten. Ich bin hartnaeckig und kann da paroli bieten!
Das musst Du hier nicht noch extra erwähnen... :mrgreen:

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Grufti » 25.07.2014, 19:20

Irgendwie erinnert mich der ganze Thread an das hier--- :twisted:

Admin wo bleibt das "Kotz"-Smiley ???? :?: :?:
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


Nr. 5 lebt !

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von sweetpanda » 25.07.2014, 19:53

Grufti hat geschrieben:Irgendwie erinnert mich der ganze Thread an das hier--- :twisted:

Admin wo bleibt das "Kotz"-Smiley ???? :?: :?:
Jeder "bekommt" den Partner den er verdient. Wenn es sich hierbei nicht um Phantasieauswüchse handelt, wirft das ja ein ganz schlechtes Licht auf den deutschen Counterpart.
Ich bin ja nun wirklich jemand der gerne mal über China "ablästert", aber in dieser Form über denjenigen Menschen mit dem man zusammen Leben will zu Denken und zu Sprechen, kann nicht ernst gemeint sein.
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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Luigi » 25.07.2014, 20:32

Grufti hat geschrieben:Irgendwie erinnert mich der ganze Thread an das hier--- :twisted:
Was ist das denn bitte? Ist das ernst gemeint oder hab ich den Witz nicht verstanden? Hab es nicht zu Ende geschaut, war mir zu strange.

Edit: Habs mir angetan, OMG.

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Sugoi » 25.07.2014, 20:45

sweetpanda hat geschrieben: Jeder "bekommt" den Partner den er verdient. Wenn es sich hierbei nicht um Phantasieauswüchse handelt, wirft das ja ein ganz schlechtes Licht auf den deutschen Counterpart.
Ich bin ja nun wirklich jemand der gerne mal über China "ablästert", aber in dieser Form über denjenigen Menschen mit dem man zusammen Leben will zu Denken und zu Sprechen, kann nicht ernst gemeint sein.
Das ist zwar nur ein Sketch, aber er ist ernst gemeint. Leider gibt es tatsächlich mehr als genügend Leute, die mehr oder weniger so drauf sind...

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Luigi » 25.07.2014, 21:29

Sugoi hat geschrieben: Das ist zwar nur ein Sketch, aber er ist ernst gemeint. Leider gibt es tatsächlich mehr als genügend Leute, die mehr oder weniger so drauf sind...
Kann ich nicht drüber lachen. Die Dame tat mir einfach nur leid.

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von Timo » 25.07.2014, 22:25

Also bis auf das meine Frau eine "Prinzessin" ist, was für mich auch ok ist, kann ich nichts von oben genannten zustimmen.
Das einzige "Problemchen" was meine liebe Dame hat ist die Eifersucht, aber da bin ich auch nicht viel besser, weswegen es schon ok ist.

Und zum schnell verlieben, ich habe meine Frau auf CLL kennen gelernt, wir sind jetzt über ein Jahr verheiratet und bisher gab es noch keine Probleme die es nicht auch bei paaren gibt die sich schon 5 Jahre kennen oder so, ich denke sogar weniger. Klar macht liebe blind, aber wenn es passt dann passt es halt :)

Ps: Den Sketch hab ich mir 1 Minute angeguckt, dann ging mir das gebrabbel aufm sack :o
Aber kann mir schon denken worum es geht, und leider ist er sehr nah an der Realität.

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Re: Eigenheiten einer Ehe mit einer Chinesin

Beitrag von sweetpanda » 25.07.2014, 22:42

Luigi hat geschrieben:
Sugoi hat geschrieben: Das ist zwar nur ein Sketch, aber er ist ernst gemeint. Leider gibt es tatsächlich mehr als genügend Leute, die mehr oder weniger so drauf sind...
Kann ich nicht drüber lachen. Die Dame tat mir einfach nur leid.
Der Polt ist halt sehr hart und zynisch, kann manchmal unangenehm sein.
Der hier ist auch geil...

https://www.youtube.com/watch?v=wgUolOiIiko
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