Schwiegermutter und das Kind

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Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von rambothekid » 21.02.2014, 15:10

Hallo

ich habe mal eine Frage zum verhalten china vs. deutschland.

Folgende Situation:

Meine Tochter in china geboren jetzt nach deutschland gekommen mit meiner Frau und meiner Schwiegermutter und seit dem das Kind geboren ist (ich war in china zu der zeit) bis heute macht schwiegermutter alles für das Kind, schläft sogar bei Ihm im Raum etc.

Ich als deutscher kenne das nicht bei uns sind doch die Eltern für das Kind zuständig oder nicht ?

Ist das so üblich in China -> ich meine als Vater kommt man sich doch etwas dumm vor wenn Schwiegermutter die Versorgung des Kindes übernimmt?! ich meine mal ist ja ok aber 24h 7 days a week doch sicher nicht ?

vielleicht kann mir einer hier mal sagen ob das so üblich ist

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von Laogai » 21.02.2014, 15:19

rambothekid hat geschrieben:vielleicht kann mir einer hier mal sagen ob das so üblich ist
Ja, ist durchaus üblich in China. Das geht teilweise so weit, dass die Kinder bei den Großeltern eingelagert werden während die Eltern in einer ganz anderen Stadt leben und arbeiten.
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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von DaLongRen » 21.02.2014, 15:47

Yep,

bei uns liegt das zwar aktuell noch nicht an, aber der gesellschaftliche "Deal" ist normalerweise folgender:

Die (Schwieger-)Eltern kümmern sich 24/7 um das Enkelkind, damit die Kinder arbeiten gehen und ihre Karriere vorantreiben können. Im Gegenzug übernehmen die Kinder dann später die 24/7 Versorgung der (Schwieger-)Eltern, wenn diese pflegebedürftig werden.

Vereinfacht gesagt, kannst Du das Zimmer für die Schwiegereltern also gleich eingerichtet lassen. :lol:

Ich erlebe dieses enge Zusammenleben in der chinesischen Familie (in einer etwas anderen Konstellation) jetzt bereits seit zwei Jahren und mache mir natürlich auch schon so meine Gedanken.

Wie empfindest Du denn die Situation? Sprichst Du wenigstens rudimentär Chinesisch?

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von Israfael » 21.02.2014, 18:22

Darf man Fragen, wie die Schwiegermutter nach Deutschland gekommen ist?

Ist das nicht total unmöglich für die Schwiegermutter länger in Deutschland zu bleiben? Das geht doch normalerweiße nur in einem "Härtefall" und mit hohen Versicherungsgebühren o.O?

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von Haima » 21.02.2014, 21:44

Hallo,

Das ist, wie meine Vorschreibern schon angemerkt haben "leider" (= ist halt Ansichtssache) sehr oft so in China.

Was mich etwas wundert: Habst du mit deiner Frau nie darüber gesprochen, oder das Thema wenigstens angeschnitten.
Du schreibst, dass die Tochter in China geboren wurde. Bis du /seid ihr dann länger dort gewesen? Dann müsste das ja aufgefallen oder mind. thematisiert worden sein.

Ich für mich selber würde das nie aktzeptieren. Mit kommt keine Mutter oder Schwiegermutter in die Wohnung. Habe zwar mit beiden ein sehr gutes Verhältnis, so weit kann es aber nicht gehen. Meine Frau und ich sind für unsere Kinder verantwortlich und niemand anders.

Das musst du aber mit deiner Frau anschauen....

Grüsse

Haima

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von rambothekid » 21.02.2014, 22:33

@DaLongRen: ich spreche soviel chinesisch das ich es von Pudong mit dem Zug und Taxi zu meiner Frau schaffe in china ..das wars aber dann auch schon. ach ja sagen das ich deutscher bin und nix verstehe kann ich auch noch :-)

Das ist richtig meine Tochter ist in china geboren, ich war dann 4 wochen dort und bin zurück nach deutschland. meine Frau ist dann nach gekommen mit schwiegermutter und es mag gemein klingen aber dank dem deutschen staat darf sie nur 3 Monate bleiben.

ich komme auch gut mir ihr klar es ist halt nur schwer hier in deutschland aussenstehenden das zu erklären das es, so wie es ist üblich ist in china. Meine Eltern z.b. habe bzw. verstehen es gar nicht.

Aber schon mal vielen dank für die Infos und aufklärung ich werde mal weiter Berichten wo hin sich das entwickelt.

PS: mit meiner Frau diskutieren ist immer so eine Sache. Ich möchte es mal so formulieren sie ist nicht gerade demokratisch erzogen ;-)

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von Laogai » 21.02.2014, 22:53

rambothekid hat geschrieben:PS: mit meiner Frau diskutieren ist immer so eine Sache. Ich möchte es mal so formulieren sie ist nicht gerade demokratisch erzogen ;-)
Hast du es gut! Ich formuliere es mal so: Diese diktatorisch erzogenen Weiber lassen sich doch am leichtesten rumkommandieren!

Oder sollte ich es vielleicht so formulieren: Auf verbaler Ebene findet ihr selten zueinander :shock: :evil: :twisted:
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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von rambothekid » 21.02.2014, 23:07

also mit der zweiten antwort hast du vielleicht recht :lol: :lol:

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von Laogai » 21.02.2014, 23:11

rambothekid hat geschrieben:also mit der zweiten antwort hast du vielleicht recht :lol: :lol:
Das habe ich befürchtet. Hast du schon einen guten Scheidungsanwalt?
Das arme Kind :(
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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von mazzel » 21.02.2014, 23:13

Laogai hat geschrieben:Das habe ich befürchtet. Hast du schon einen guten Scheidungsanwalt?
Das arme Kind :(
Der Optimist :mrgreen:
oder Realist?

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von rambothekid » 21.02.2014, 23:30

naja so schlimm das scheidungsanwalt her muss ist es noch nicht.

ich halte es oft so wie mir mal ein guter Freund es gesagt hat wenn ich mal wieder verzweifel an den Chinesischen sitten und der chinesischen Logik

"Einfach akzeptieren man kann eine 5000 Jahre alte Kultur nicht mehr ändern"

mit dem Prinzip hat man dann auch ein ruhigeres leben :mrgreen:

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von Laogai » 21.02.2014, 23:39

rambothekid hat geschrieben:ich halte es oft so wie mir mal ein guter Freund es gesagt hat wenn ich mal wieder verzweifel an den Chinesischen sitten und der chinesischen Logik
"Einfach akzeptieren man kann eine 5000 Jahre alte Kultur nicht mehr ändern"
Na dann passt das ja.

Deine Frau hat sicherlich auch eine Freundin die ihr zuflüstert: "Der hat nur eine 200 Jahre alte Kultur auf dem Buckel, die kann man also leicht formen...".

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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von sweetpanda » 22.02.2014, 00:13

Ich finde das gar nicht dramatisch wenn sich Eltern oder Schwiegereltern um die Kinder kümmern.
Gut 24 Stunden und alle Tage in der Woche ist dann doch übertrieben
Aber ich war früher oft bei meiner Oma, die nur 50 Meter weiter wohnt, schon immer wohnen meine Geschwister und ich in den beiden Mehrfamilienhäusern die unsere Vater gebaut hatte.
Meine Mutter hat sich jahrelang um die Kinder meiner Schwester gekümmert, sie konnte problemlos fertig studieren und ein zwei Töpfe mit Essen sind auch heute immer bei meiner Mutter zu finden.
Meine Frau meint wir leben wie in einer Großfamilie in China vor 40 Jahren. :wink:

Manchmal waren meine Nichten und Neffen auch im Kindergarten, aber was ich da erlebt habe ist auch nicht gerade familienfreundlich. Du musst dein Kind zu bestimmten Zeiten abliefern und darfst es auch nur zu bestimmten Zeiten abholen. Auch später in der Grundschule, wenn die Kinder in der Nachmittagsbetreuung sind, kann man sie nicht einfach mal um 14:30 abholen. Mann muss entweder um 13:00 sein Kind abholen oder darf erst wieder um 16:00 kommen.
Was wollen die Kindergärtnerinnen/Grundschullehrerinnen denn verbergen?
Das sie außerhalb der offiziellen Abholzeiten nur die Gala lesen?
Ich habe nicht erfahren, dass der Kindergarten oder die Nachmittagsbetreuung in der Grundschule eine echte Entlastung ist. Aus irgendwelche "Dominanzgründenspielchen" ist man bei diesen Organisationen wesentlich unflexibler als es eine Großmutter sein kann.

Zu dem konkreten Fall würde ich gerne noch bemerken, dass eine Schwiegermutter die keine Wort Deutsch spricht, vielleicht nicht die optimale Bezugsperson für ein Kind ist, dass für immer in Deutschland bleiben soll.
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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von Laogai » 22.02.2014, 00:24

sweetpanda hat geschrieben:Zu dem konkreten Fall würde ich gerne noch bemerken, dass eine Schwiegermutter die keine Wort Deutsch spricht, vielleicht nicht die optimale Bezugsperson für ein Kind ist, dass für immer in Deutschland bleiben soll.
Dazu möchte ich gerne bemerken, dass das Kind noch ein Säugling ist und sich die Großmutter (also die Schwiegermutter vom Rambo Kid) nur für drei Monate in Deutschland aufhalten darf.
Danach ist der "Spuk" vorbei und rambothekid kann ganz seinen väterlichen Pflichten nachgehen :wink:
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Re: Schwiegermutter und das Kind

Beitrag von sweetpanda » 22.02.2014, 00:29

Laogai hat geschrieben:
sweetpanda hat geschrieben:Zu dem konkreten Fall würde ich gerne noch bemerken, dass eine Schwiegermutter die keine Wort Deutsch spricht, vielleicht nicht die optimale Bezugsperson für ein Kind ist, dass für immer in Deutschland bleiben soll.
Dazu möchte ich gerne bemerken, dass das Kind noch ein Säugling ist und sich die Großmutter (also die Schwiegermutter vom Rambo Kid) nur für drei Monate in Deutschland aufhalten darf.
Danach ist der "Spuk" vorbei und rambothekid kann ganz seinen väterlichen Pflichten nachgehen :wink:
Ja ok, im wesentlichen geht es ihm wohl auf die Nerven, dass da jetzt ein paar Wochen eine Oma aus China in seiner Bude rumrennt.
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