Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

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ststst
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Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von ststst » 20.12.2013, 02:08

Hi,

ich bin gebuertiger Deutscher und habe am 8.10.2013 eine Chinesin in China geheiratet. Ich lebe in Bayern und will mit meiner
Frau in Bayern leben. Das hier ist erstmal ein Erfahrungsbericht ueber den Ablauf ohne weitere Fragen.

Ich war lediger deutscher Mann. Meine chinesiche Frau war geschieden. Keine Kinder.

Hier mein Bericht zur laufenden Familienzusammenfuehrung (FZF).

27.9.2013 Verlobte hat nach 4 Monaten Vollzeit-Sprachschule den A1 Test bestanden; meine Verlobte hat dafuer Ihren Job aufgegeben
8.10.2013 Heirat am Standesamt in Wuhan/China mit legalisierter Aufenthaltsbescheinigung (Uebersetzt im vom Standesamt gewuenschten Buero)
8.10.2013 Beglaubigung und Legalisierung der Heiratsurkunde beim oeffentlichen Notariat in Wuhan gestartet
11.11.2013 Legalisierung der Heiratsurkunde abgeschlossen
20.11.2013 Visum zur FZF bei Botschaft in Peking gestellt
12.12.2013 Brief von der Auslaenderbehoerde EBE mit der bitte um folgende Dokumente:
* Wohnraumnachweis mit Unterschrift des Vermieters
* Mietvertrag in Kopie
* Arbeitgeberbescheinigung
* Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate in Kopie
* sofern bereits eine Ehe bestand: Scheidungsurteil in deutscher Uebersetzung (in Kopie)
* Nachweise zu eventuellen Unterhaltszahlungen

Anmerkungen:
* Wohnraum ist kein Problem, ich habe grosse Wohnung
* Sicherung Lebensunterhalt: ich war die drei Monate Sep/Okt/Nov arbeitslos, habe aber seit 1.12. wieder einen regulaeren Job

19.12.2013 persoenliche Abgabe der angeforderten Dokumente bei der ABH EBE
* wegen der fehlenden Gehaltsabrechnungen wegen der Arbeitslosigkeit habe ich den Feststellungsbescheid der
Agentur fuer Arbeit abgegeben
* es hat keine Befragung statt gefunden, sondern es war nur ein Termin zur Abgabe der angeforderten Unterlagen
* die Dame vom Amt meint, sie werden die Unterlagen sichten und dann entscheiden ... wann weiss man nicht

Nun warten wir wieder. Ab naechste Woche wird erstmal alles im Weihnachtsurlaub sein und nichts passieren.

Das lange Warten ist sehr schwierig fuer uns. Niemand sagt einem,
was der Bearbeitungsstand ist und wie lange es noch dauert.

Randbemerkung: fuer das Ganze sind in China Behoerden an drei Orten zustaendig:

Qianjiang: Geburtsort, lokales Standesamt, lokales Notariat
Wuhan: Provinzhauptstadt, Standesamt, Notariat, Office fuer Legalisierungen
Peking: Wohnort, Landeshauptstadt, Botschaft

Peking-Wuhan 1250km mit Bahn
Wuhan-Qianjiang 150km mit Bahn

Wir durften bisher ettliche Male zwischen diesen Orten hin und herfahren ...

Frohe Weihnachten!

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canni
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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von canni » 20.12.2013, 05:02

Meine Frage an die Cracks hier:

12.12.2013 Brief von der Auslaenderbehoerde EBE mit der bitte um folgende Dokumente:
* Wohnraumnachweis mit Unterschrift des Vermieters
* Mietvertrag in Kopie
* Arbeitgeberbescheinigung
* Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate in Kopie
* sofern bereits eine Ehe bestand: Scheidungsurteil in deutscher Uebersetzung (in Kopie)
* Nachweise zu eventuellen Unterhaltszahlungen

das sind doch Sachen, die eine Entscheidung nicht beeinflussen dürfen? Rein interessehalber. Vor allem das mit dem Scheidungsurteil ist doch Schmarrn? Das hätte er doch bereits bei der Heirat vorlegen müssen. Die anderen Sachen sind doch auch eher nicht bindend für eine Aufenthaltserlaubnis? Ist mal wieder ein Paradebeispiel wie Ämter mal schnell Dinge verlangen und davon was abhängig machen, die es meines Wissens nach in dieser Form nicht relevant sind. Wird da nicht etwas verwechselt? Bin mal gespannt auf die Antworten.

TS ich kann nachvollziehen, wie das an den Nerven zehrt. Lasst es Euch an Weihnachten gut gehen.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....

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Steve@cn
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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von Steve@cn » 20.12.2013, 08:26

...ja, das würde mich auch mal interesieren - zum einen das Scheidungsurteil, zum anderen aber auch bezüglich des geforderten Einkommensnachweises...
TS - hab noch etwas Geduld, jetzt kann es doch nicht mehr lange dauern, ihr werdet bestimmt einen schönen gemeinsamen Frühling erleben, freu Dich drauf!
Auch von mir: frohe Weihnachten !

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von Israfael » 20.12.2013, 08:31

Lass dich nicht unterkriegen! Egal wo man heiratet, sei es Deutschland oder China, es ist immer ein stressiger und langwieriger Prozess. Man muss einfach dran bleiben und darf sich nicht unterkriegen lassen.

Ich bin jetzt auch schon wieder 4 Monate von meiner Verlobten getrennt und wir beide vermissen uns sehr. Leider gibt es im Moment für beide von uns keine Möglichkeit den jeweilig anderen zu besuchen. Im Moment bin ich mit meiner Verlobten noch in dem Prozess "Dokumente sammeln". Glücklicherweise haben wir nächste/übernächste Woche alles und dann kann ich endlich das Zeug beim Standesamt in Deutschland abgeben.

Ich bin auch schon darauf gespannt, wenn meine Verlobte endlich das Visum zur Eheschließung beantragt. Das ist ja ziemlich ähnlich zum FZF Visum (bis auf Kleinigkeiten) und da scheint es ja oft zu Stress bzw. unnötigen Verzögerungen zu kommen. Ich glaube auf jeden Fall das uns die Beantragung des Visums im nächsten Jahr bestimmt noch drei Monate auseinander halten wird... Da graust es mich jetzt schon davor, wenn ich daran denke....
ststst hat geschrieben: 27.9.2013 Verlobte hat nach 4 Monaten Vollzeit-Sprachschule den A1 Test bestanden; meine Verlobte hat dafuer Ihren Job aufgegeben
Vier Monate Vollzeit-Sprachschule für A1? Das scheint mir aber doch ein bisschen zu lang. Meine Verlobte hat auch eine Vollzeit-Sprachschule besucht aber nur einen Monat für A1 und das hat gereicht um den Test zu bestehen.

Kann natürlich sein das deine Frau jetzt besser Deutsch spricht aber im Grunde ist es ja nur wichtig A1 vorweisen zu können. Deutsch kann sie dann richtig in Deutschland lernen... wenn ich teilweise höre was sie in dem Deutschkurs beigebracht bekommen hat, dann kann ich nur den Kopf schütteln... z.B. wurde ihr beigebracht "Fhau" statt "Frau" zu sagen oder "Hadio" statt "Radio", weil es "einfacher" auszusprechen ist. Das mag ja sein aber meine Verlobte kann sehr wohl ein "R" sprechen und kann auch "Frau" und "Radio" richtig aussprechen. Warum also die "einfache" Form lernen, wenn die schwere genauso möglich ist... Naja, ich finde es reicht, wenn sie Deutsch erst richtig in Deutschland büffelt! Da aber dann intensiv und ordentlich.

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von Sachse28 » 20.12.2013, 09:35

Die Dauer der FZF-Beantragung kann sehr stark variieren. Bei uns waren es nicht mehr als 14 Tage. Kann mir gut vorstellen, dass es evtl. in Großstädten wie Berlin ewig dauern kann, bis die ABH ihr OK gibt, bei der Überlastung der Verwaltungen dort.
Vorsicht! Kann Spuren von Ironie enthalten.

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von Steve@cn » 20.12.2013, 09:43

wow, 14 Tage ist ja mal echt extrem schnell - dann bin ich ja guter Hoffnung, nachdem ich von Berlin in die südbrandenburgische Provinz gezogen bin....uns steht das auch noch alles bevor.

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Luigi
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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von Luigi » 20.12.2013, 10:08

Morsche,

ich war am Dienstag auf der ABH und habe mich schon mal erkundigt wie das bei uns läuft (Heirat wahrs. Februar - April irgendwann). Eine Vorabzustimmung wollte man uns zwar nicht geben, aber mir wurde gesagt, dass man das Verfahren erheblich beschleunigen kann, wenn man sich schonmal vorher meldet und die Unterlagen abgibt (Einkommensnachweis, Mietvertrag etc.). Somit hat die ABH gleich die entsprechenden Unterlagen und es geht vielleicht etwas schneller. Allerdings kA ob das überall geht. Hier in Erfurt (Kleinstadt) scheint es kein Problem zu sein.

Hat jemand es mal geschafft eine Vorabzustimmung zu erhalten oder gibt es die nur, für die wirklich dringenden Fälle?


Gruß
Luigi

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von ststst » 20.12.2013, 10:09

Wegen der 4 Monate Sprachkurs: Meine Frau hat mit einem 8 Wochen Kurs beim Goethe Institut in
Peking angefangen und ist anschliessend durch die A1 Pruefung gefallen. Die naechste moegliche
A1 Pruefung in Peking am Goethe war zwei Monate spaeter. Die zwei Monate haben wir sie
natuerlich wieder in die Sprachschule geschickt. Aber nicht mehr zum Goethe-Institut.
Die zweite A1 Pruefung hat sie bestanden.

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von tigerprawn » 20.12.2013, 10:15

canni hat geschrieben:* sofern bereits eine Ehe bestand: Scheidungsurteil in deutscher Uebersetzung (in Kopie)
* Nachweise zu eventuellen Unterhaltszahlungen

das sind doch Sachen, die eine Entscheidung nicht beeinflussen dürfen? Rein interessehalber. Vor allem das mit dem Scheidungsurteil ist doch Schmarrn? Das hätte er doch bereits bei der Heirat vorlegen müssen.
Wenn Du in Deutschland geheiratet hast: ja, dann hätte das bei der Hochzeit vorliegen sollen.
Wenn Du nicht in Deutschland geheiratet hast kann das glaube ich etwas komplizierter werden. Die Sache ist, das zwar Eheschliessungen sofort eine internationale Wirkung entfalten (wenn Du in China heiratest, bist Du auch in D verheiratet), aber Scheidungen müssen anerkannt werden! D.h. vielleicht wollen die auf so eine Sache hinaus, dass Du in D eigentlich gerade bigamist bist (oder wollen das verhindern)

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von edmund27 » 20.12.2013, 12:33

Mir kommt es so vor, dass in Bayern die Uhren doch anders gehen. Hier in Hessen ist nur das A1 wichtig und die Heiratsurkunde mit allen Beglaubigungen. Und nach meiner Meinung gibt es doch gesetzliche Fristen, die eingehalten werden müssen. 8)
Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh. ( Henry Ford )

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von Maus66 » 20.12.2013, 13:53

gute Infos.

tigerprawn
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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von tigerprawn » 20.12.2013, 14:15

qpr hat geschrieben:Das Wohl der Kinder steht dann an oberster Stelle.
Eher das Wohl des Sozialstaates, der müsste sonst einspringen, oder? Aber find ich trotzdem in Ordnung so.

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von ststst » 23.12.2013, 18:17

Hurra!

Heute (23.12.13) morgen kam ein Anruf von der ABH: der Visumsantrag wurde genehmigt!!!
Bestes Weihnachtsgeschenk ever! Haette nicht gedacht, dass es doch noch so schnell geht.

Nun muss noch das Visum in den Pass und das ganze verschickt werden.

Schoene Weihnachten!

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Attila
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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von Attila » 23.12.2013, 21:34

Na dann:

:mrgreen: Frohe Weihnachten! :mrgreen:
"Hallo Leute da bin ich wieder! War nur mal ein paar tausend Jährchen weg, was habt ihr denn inzwischen so... ACH DU SCHEISSE!!!" - Gott

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Re: Heirat einer Chinesin und FZF nach DE - ein Bericht

Beitrag von ststst » 24.12.2013, 19:20

Ach ja: die Kopie der Scheidungsurkunde die ich vorgelegt habe war nicht legalisiert und die
Uebersetzung nicht offiziel.

Aber wir haben auch eine legalisierte Scheidungsurkunde, aber im moment nicht hier in Deutschland.

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