Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

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Israfael
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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Israfael » 11.09.2013, 22:03

Danke für die zwei Antworten. Ich werde das morgen gleich mal an meine Verlobte weiterleiten. Ich hoffe das beruhigt sie etwas. Sie ist ein bisschen durch den Wind, weil sie nicht erwartet hat das sie so viele, ihr unbekannten, Dokumente benötigt.

Schneeti
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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Schneeti » 11.09.2013, 23:30

Israfael hat geschrieben:
cmstein hat geschrieben:
Israfael hat geschrieben:- Geburtsurkunde im Original, ausgestellt von der zuständigen chinesischen Heimatsbehörde (Notariat)
Dieses Dokument hat irgendwie niemand in China, kommt mir vor. Hat wohl nicht die Bedeutung wie bei uns.
Kann doch nicht sein, dass es das nicht gibt. So wie es geschrieben ist, könnte man doch wirklich meinen das man es bekommen kann. Hat da wirklich keiner eine Ahnung?
Eine echte Geburtsurkunde als eigenständiges Dokument gibt es in China offenbar erst seit 1996 (Quelle) - so gesehen gibt es das für die derzeit "heiratsrelevanten" Jahrgänge tatsächlich noch nicht.

Das Dokument, in dem Geburtsdatum, Eltern und Geburtsort bescheinigt werden, ist bei den früheren Jahrgängen das Hukou, dieses wird vom Notariat dann "zusammengestutzt" auf den erforderlichen Inhalt. Einen Schrieb wie von Timo gezeigt haben wir bei unserer Hochzeit auch eingereicht - auch bei uns mit Erfolg :)

Zur Frage mit dem Dolmetscher - ich kenne keinen, der bei der Hochzeit einen Dolmetscher dabei hatte, aber in unserem Bekanntenkreis haben sich die Ehen aus einem Studium in Deutschland ergeben, sodaß bei allen die Deutschkenntnisse für eine Heirat bei weitem ausreichten.

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Capt. » 12.09.2013, 04:51

Schneeti hat geschrieben: Zur Frage mit dem Dolmetscher - ich kenne keinen, der bei der Hochzeit einen Dolmetscher dabei hatte, aber in unserem Bekanntenkreis haben sich die Ehen aus einem Studium in Deutschland ergeben, sodaß bei allen die Deutschkenntnisse für eine Heirat bei weitem ausreichten.
Ist mindestens einer der Verlobten der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig, ist sowohl zur Anmeldung der Eheschließung als auch zur Eheschließung von den Verlobten ein Dolmetscher bereitzustellen. Versteht ein Trauzeuge die deutsche Sprache nicht, so ist für ihn während der Eheschließung ebenfalls ein Dolmetscher zu stellen. Dolmetschen kann jede Person, die volljährig, nicht mit den Beteiligten verwandt ist, und beide Sprachen beherrscht. Auch der Dolmetscher hat sich durch einen gültigen Personalausweis oder Reisepass auszuweisen.

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von AngelofMoon » 12.09.2013, 05:59

cmstein hat geschrieben:Dieses Dokument hat irgendwie niemand in China, kommt mir vor. Hat wohl nicht die Bedeutung wie bei uns.
Meine Frau hat ihre Geburtsurkunde.
Geburtsurkunden werden in China nach der Geburt ausgestellt und werden dort gebraucht um dass Hokou zu ändern.
Konfuzius sprach: “Mach’ Dir keine Sorgen darüber, dass die Menschen Dich nicht kennen, sondern darüber, dass Du sie nicht kennst.”

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Capt. » 12.09.2013, 13:28

AngelofMoon hat geschrieben:
cmstein hat geschrieben:Dieses Dokument hat irgendwie niemand in China, kommt mir vor. Hat wohl nicht die Bedeutung wie bei uns.
Meine Frau hat ihre Geburtsurkunde.
Geburtsurkunden werden in China nach der Geburt ausgestellt und werden dort gebraucht um dass Hokou zu ändern.
Im Allgemeinen werden Geburtsurkunden immer nach der Geburt ausgestellt, nicht nur in China, davor geht wohl schlecht.
Meine Frau hat keine.

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Podi » 13.09.2013, 12:37

Hallo,

Eine Geburtsurkunde nachträglich ausstellen zu lassen ist wohl inzwischen kein Problem mehr. Meine Frau hat letztes Jahr ohne Probleme eine bekommen.

Dolmetscher wirst du brauchen, sie soll doch auch verstehen was sie unterzeichnet ;) , oder würdest du in China einfach ein Dokument unterzeichnen das du nicht lesen kannst? Ich jedenfalls nicht.

Trauzeugen muss man in Deutschland inzwischen nicht mehr haben, das kann man selbst entscheiden. Wir hatten z.B. keine.

Grüße

vilarinha
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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von vilarinha » 13.09.2013, 12:55

Capt.

Wohnort: Dalian, früher Freistaat Bayern


Uiiiii !!!!!!!!!

das wurde umbenannt ? :shock:


:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Israfael » 13.09.2013, 21:07

Podi hat geschrieben:Dolmetscher wirst du brauchen, sie soll doch auch verstehen was sie unterzeichnet ;) , oder würdest du in China einfach ein Dokument unterzeichnen das du nicht lesen kannst? Ich jedenfalls nicht.
Ich kann verstehen das sie einen Dolmetscher benötigen wird. Sie soll ja alles bei der Hochzeit verstehen und deswegen ist es von Vorteil wenn ein Dolmetscher anwesend ist. Ich war nur verwundert, weil ich davon noch nie gelesen habe aber es scheint nicht so ungewöhnlich zu sein. Was aber ungewöhnlicher zu sein scheint ist die Tatsache, dass ich alle Dokumente von meiner Verlobten in Deutschland übersetzen lassen muss. Mir wurde ausdrücklich gesagt, das Übersetzungen aus China nicht angenommen werden. Dies scheint schon eine Besonderheit meines Standesamtes zu sein aber das ist auch kein Problem.
Ich habe bereits einen Übersetzer gefunden zur Übersetzung der Dokumente und dieser bietet auch an zu dolmetschen. Somit alles kein Problem. ;)

Ich melde mich wieder, falls es Unklarheiten geben sollte.

Schneeti
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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Schneeti » 13.09.2013, 21:40

Israfael hat geschrieben:Mir wurde ausdrücklich gesagt, das Übersetzungen aus China nicht angenommen werden. Dies scheint schon eine Besonderheit meines Standesamtes zu sein aber das ist auch kein Problem.
Ich habe bereits einen Übersetzer gefunden zur Übersetzung der Dokumente und dieser bietet auch an zu dolmetschen. Somit alles kein Problem. ;)
Die Dokumente aus China mußten auch wir in Deutschland übersetzen lassen - von einem öffentlich bestellten und beeidigten Übersetzer. Das ist aber meines Wissens Standard bei ausländischen Urkunden.

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Podi » 14.09.2013, 00:21

Ja, die Ämter wollen natürlich das es richtig übersetzt wird, das stellen sie sicher mit dem vereidigen.

Wir haben die Erfahrung gemacht das die deutsche Botschaft in cn schon beim beglaubigen eine vom Notar beglaubigte Übersetzung haben wollte, daher war eine Übersetzung noch in cn notwendig (der Notar war aber so freundlich und hat uns unsere (von vereidigter Übersetzerin übersetzte) Übersetzung genutzt, so musste diese in Deutschland nur noch ihren Stempel drauf setzen.).

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Israfael » 14.09.2013, 15:03

Ich hab das jetzt alles meiner Verlobten erklärt und sie weiß jetzt was sie alles benötigt. Wir haben bei der Besorgung der Dokumente auch gleich darauf geachtet, das sie die Dokumente die für das spätere Heiratsvisum benötigt werden auch gleich in mehrerer Ausführung vorhanden sind.

Wie von Podi vorgeschlagen, werden wir die Übersetzung in China machen lassen und ich lasse es halt in Deutschland nochmal übersetzen. Ich muss dafür zwar zweimal in die Tasche greifen bin damit aber auf der sicheren Seite.

Das ganze wird wahrscheinlich ein bisschen Dauern. Meine Verlobte fängt erst in den nächsten Monaten mit den Besorgungen an.

Nochmals danke für die ganzen hilfreichen Antworten. ;)

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von sowa » 14.09.2013, 17:05

Schneeti hat geschrieben:
Israfael hat geschrieben:Mir wurde ausdrücklich gesagt, das Übersetzungen aus China nicht angenommen werden. Dies scheint schon eine Besonderheit meines Standesamtes zu sein aber das ist auch kein Problem.
Ich habe bereits einen Übersetzer gefunden zur Übersetzung der Dokumente und dieser bietet auch an zu dolmetschen. Somit alles kein Problem. ;)
Die Dokumente aus China mußten auch wir in Deutschland übersetzen lassen - von einem öffentlich bestellten und beeidigten Übersetzer. Das ist aber meines Wissens Standard bei ausländischen Urkunden.
Also bei uns war es nicht der Fall. Das Standesamt hat die in China übersetzen Urkunden akzeptiert und auch seitens OLG gab es keine Probleme damit.
Es hängt ab welche Kleinkarierten im Standesamt sitzen.

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Kop » 14.09.2013, 17:44

sowa hat geschrieben:
Also bei uns war es nicht der Fall. Das Standesamt hat die in China übersetzen Urkunden akzeptiert und auch seitens OLG gab es keine Probleme damit.
Es hängt ab welche Kleinkarierten im Standesamt sitzen.
Das kann ich bestätigen. Neben der Person im Standesamt scheint es auch u.a. davon abzuhängen, wohin die Dokumente gehen. Bei uns teilte man uns mit, dass bei einer "normalen" Heirat die Dokumente in China übersetzt werden können und dann anerkannt werden. Sollte in dem Prozess dann doch etwas "spezielles" enthalten sein, gehen die Dokumente an ein anderes Amt/eine andere Behörde (hier Düsseldorf), welche nur in Deutschland übersetzte Dokumente akzeptiert.

Gruß-
Korex

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Kop » 14.09.2013, 17:47

Hallo von meiner Seite,
wir sind aktuell auch im Prozess der Dokumentenvorbereitung.
U.a. muss meine Verlobte einen Einkommensnachweis beibringen, nach dem wohl auch die späteren Gebühren berechnet werden. In ihrem Fall lebt und wohnt sie hier auf meine und die Kosten ihrer Eltern, da sie keinen Job annehmen darf (Sprachvisum). Hatte jemand von Euch sowas schon? Was reicht man da ein? Ein Schreiben, welches aussagt, dass sie nix verdient und durch die Eltern unterstützt wird?

Danke & Gruß
Korex

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Re: Rat und Tipps zum Vorgehen zur Heirat

Beitrag von Israfael » 14.09.2013, 18:34

Kop hat geschrieben:Hallo von meiner Seite,
wir sind aktuell auch im Prozess der Dokumentenvorbereitung.
U.a. muss meine Verlobte einen Einkommensnachweis beibringen, nach dem wohl auch die späteren Gebühren berechnet werden. In ihrem Fall lebt und wohnt sie hier auf meine und die Kosten ihrer Eltern, da sie keinen Job annehmen darf (Sprachvisum). Hatte jemand von Euch sowas schon? Was reicht man da ein? Ein Schreiben, welches aussagt, dass sie nix verdient und durch die Eltern unterstützt wird?

Danke & Gruß
Korex
Die Dame in meinem Standesamt meinte, ich kann auch eine Gehaltsabrechnung von mir beilegen. Hauptsache die haben später etwas mit denen sie die Gebühren berechnen können. Keine Ahnung ob das bei dir auch geht, aber du kannst ja mal nachfragen.

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