Zu früh geheiratet, Frau unglücklich, ich unglücklich

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Henry_
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Re: Zu früh geheiratet, Frau unglücklich, ich unglücklich

Beitrag von Henry_ » 02.03.2013, 11:02

Leider scheinen bei dir ja auch die Gefühle abhanden gekommen.
Was würde denn dagegen sprechen, wenn ihr nach China "zurück"
geht. Ich denke, deine Dinge kannst du dort auch tun.

Wenn du befürchtest, dass du dann im Besonderen der Unglückliche
bist musst du die Trennung und Scheidung ernsthaft ins Auge fassen.
Versuchen würde ich es aber über den Weg.

Henry_

peterberlin
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Re: Zu früh geheiratet, Frau unglücklich, ich unglücklich

Beitrag von peterberlin » 18.03.2013, 14:23

Habe den gleichen Fehler begangen. Zu schnell geheiratet ohne den Menschen zu kennen.

Meine Frau ist mit D im Allgemeinen unglücklich - mit allem. Außer mir gibt es nichts, was sie mag.

An mir aber hat sie sehr vieles auszusetzen. Dinge, die ich noch nie zu hören bekam. Z. B. wie sich mein Handgelenk bewegt, wenn ich esse. Sie verlangt, dass ich Besteck nun komisch halte. Das verursacht zwar in der Tat weniger Hanglenksbewegungen, doch so, wie ich es gewohnt bin zu essen: So isst jeder.

Allgemein würde ich mich wie ein Homosexueller bewegen - zu viele Bewegungen. Zu viel Mimik, Gestik und zu viel reden tu ich auch. Das alles hätte mir nur noch keiner gesagt, weil ich allen anderen Menschen egal sei. Sie aber ist mit mir zusammen und würde es sehen und, da es nur Kleinigkeiten seien, könne ich dies ändern.

Ich soll alles auf den Punkt bringen: So wenig, wie möglich reden.

Ich arbeite Vollzeit. Bin 11 - 13 Stunden am Tag außer Haus (Arbeit, Mittag und Fahrzeiten).

Sie kocht, räumt den Geschirrspüler ein und aus, spült größeres Geschirr, wäscht die Wäsche und gießt die Pflanzen. Dabei bittet sie mich immer wieder um Hilfe. Den Rest der Hausarbeiten mache ich.

Wir haben nicht einmal viel Hausarbeit!

Die ersten Monate saß sie nur vor PC und Iphone. Jetzt lernt sie Deutsch. Anstrengend, sagt sie.

Wegen der Hausarbeit geraten wir immer wieder aneinander. In ihrer Heimat hatte sie Bedienstete. Sie kommt aus der Oberschicht. Hier hat sie ein Mittelklasse-Leben.

Wenn ich mich nach der Arbeit ausruhen will, bezeichnet sie mich als Faulpelz. Die 11 - 13 Stunden, die ich außer Haus bin, zählen nicht.

Was will sie? Ich soll mich fortbilden und Bücher über Wirtschaft lesen oder Sport machen. Oder mehr Hausarbeit machen. Einige, einmalige, Geschichten, wie der kauf zusätzlichem Mobiliars stehen seit Monaten auf meiner Liste. Die würde ich gern zusammen mit ihr kaufen. Wir kommen nur leider kaum raus. Das bekomme ich dann vorgehalten.

Hinzu kommen weitere Vorhaltungen: Ich würde mehr Falten haben als der Mann (er lacht weniger) ihrer Schwester (wir hatten uns hier in D kennen gelernt, als sie die Familie besucht hatte) und ich würde auch weniger Sport machen als besagter Mann. Mehr Muskeln habe ich. Sport mache ich im Fitnessstudio. Der Schwager macht Gymnastik daheim und (sorry) ist im Vergleich zu mir ein schmächtiges Hemd. Ich mache Sport, dann, wenn ich es mag. Das kann 1x alle paar Wochen sein. Sie will, dass ich mindestens 2x/Woche Sport mache. Egal, wo.

Der Mann meiner Schwester verdient deutlich mehr. Verdient. Mein Gehalt ist meiner Frau zu niedrig. Hier sind wir auch ordentlich aneinander geraten. Zumindest soll ich versuchen, mich auf eine andere Stelle zu bewerben. Meine Stelle ist gut bezahlt und so gut wie unkündbar. Als ich ihr sagte, dass ich der einzige bin, der nur Abi hat und der Rest ein Studium, aber genauso viel bekommt, wie ich und, dass man mit meinem Gehalt heutzutage froh sein muss, sagte sie, dass nur Loser so etwas sagen würden.

Meine Frau sagt, dass sie mich oft nicht versteht, wenn ich ihr etwas sage. Ich würde zu kompliziert reden und die Sache nicht auf den Punkt bringen. Sie sagte auch, dass die meisten Dinge, über die ich rede (Geschichte, Natur, Politik und Wirtschaft) sie langweilen würden.

Meine Frau ist sehr oberflächlich, sehr auf ihr Äußeres und den Eindruck, den sie erweckt, bedacht. Eigentlich nicht mein Typ. Eigentlich bin ich auch nicht ihr Typ.

Sie kommandiert mich herum. Mache ich nicht, was sie will oder ignoriere sie, kommt das Gemecker oder sie weint, wenn ich ihr die Meinung sage.

Sie ist sehr ambitioniert und kompliziert, schwer zu durchschauen und ich wäre eher der ruhende Pol. Stimmt. Mit meinem Leben war ich glücklich. Ihre Ambitionen veranlassen sie, mich anzutreiben. 1 Stunde auf der Couch sitzen geht nur mit Kommentaren ihrerseits einher. Mehr ist unmöglich und die 1 Stunde bekomme ich bereits vorgehalten. TV schaue ich kaum noch. Wenn, dann ohnehin nur wirklich geistreiches.

Nun stehen wir beide davor: Noch eine Weile schauen, ob sich was bessert und falls nicht - Scheidung.

Einerseits schreckt mich der Gedanke kein bisschen, andererseits würde ich es schade finden, denn wir leben erst ein paar Monate zusammen. Was sie allerdings alles an mir auszusetzen hat, das sind Dinge, die gegen Ende einer Beziehung anfangen zu stören. Eines noch: Im Bett läuft es bestens. Das ist in der Tat eine Sache ihrer Persönlichkeit. Die Unzufriedenheit mit DE spiegelt sich in anderen Dingen wieder.

Wie seht ihr die Chancen? Habt Ihr Ratschläge für mich, warum die das macht, ob man es abstellen kann usw.?

Vielen Dank!

LG,
Peter

peterberlin
Neuling
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Re: Zu früh geheiratet, Frau unglücklich, ich unglücklich

Beitrag von peterberlin » 18.03.2013, 15:34

Passt zwar zu diesem Thema. Ich erstelle aber einen neuen Thread, damit es nicht unter geht. LG, Peter.

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