deutsch-chinesisches beziehungsproblem

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Mathias
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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von Mathias » 18.10.2010, 18:01

Flieder hat geschrieben:... Noch eine Frage, habt ihr sich schon miteinander getroffen? Oder ihr beiden kommuniziert miteinander nur im Netz. Wenn nur im Netz kommuniziert, muss du aufpassen ...
Genau diese Befürchtung habe ich nämlich auch.

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Attila
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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von Attila » 18.10.2010, 18:05

Mathias hat geschrieben:
Flieder hat geschrieben:... Noch eine Frage, habt ihr sich schon miteinander getroffen? Oder ihr beiden kommuniziert miteinander nur im Netz. Wenn nur im Netz kommuniziert, muss du aufpassen ...
Genau diese Befürchtung habe ich nämlich auch.
Schliesse mich dem an.

Sollte sich diese Beziehung tatsächlich nur über das Internet abgespielt haben ist extreme Vorsicht geboten. Ich hoffe ihr habt Euch in diesen vier Jahren wenigstens öfter einmal persönlich getroffen.
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cocktailfan
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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von cocktailfan » 18.10.2010, 18:15

Liebe Leute
zunächst mal herzlichen Dank für die Anteilnahme, das ist nett. Ich will versuchen ein paar Dinge zu klären.

Wir haben uns vor sechs Jahren in China kennen gelernt. Keine Internetbekanntschaft. Von einer echten Beziehung kann man vielleicht seit drei oder vier Jahren sprechen. Ich war in der Zeit etwa zehn mal in China, Sie einmal hier. Sie hatte ursprünglich vier Schwestern, nun noch drei. Eine Schwester und die Mutter habe ich oft getroffen, den Vater nur beim letzten mal, da war er schon schwer krank.
Wir waren uns immer einig, dass es eigentlich besser wäre, wenn wir in China zusammen lebten, aber das lässt mein Beruf kaum zu. Ohne da ins Detail gehen zu wollen: glaubt es bitte einfach. Daher der Plan, in Deutschland zu leben. Und ja: was das lernen von chinesisch angeht bin ich sehr wahrscheinlich zu faul gewesen.

Ihr habt gesagt, sie ist gerade vielleicht etwas durcheinander - oh ja. Als sie im Mai Schluss gemacht hat (per Mail) war die Ansage, sie liebt mich nicht mehr. Daraufhin bin ich hingeflogen, habe jeden Tag einen Brief mit Blume und Geschenklein vor die Tür gelegt und acht Stunden in einem Cafe auf sie gewartet. Ich wollte nicht klingeln, um nicht in die Familiensphäre einzudringen, sie hat zu diesem Zeitpunkt zusammen mit ihren Eltern gelebt. Nach fünf Tagen habe ich erfahren, dass sie die Stadt verlassen hat. Ich fürchte, sie sah sich unter Druck gesetzt von mir, genau das wollte ich nicht. Nun sagt sie, ich werde dich für immer lieben, aber ich liebe meine Eltern auch, und die brauchen mich mehr.

Ihr sagt, Sie braucht Zeit. Das stimmt. Ich sage ihr in praktisch jedem Mail, dass sie die hat. Dass sie nicht sofort kommen soll, aber dass wir die Beziehung halt nicht abbrechen, sondern aufrecht erhalten sollen. Sie spricht von zu großen Problemen. Was das genau sein soll, sagt sie nicht. Ich fürchte, da ist mehr als die Krankheit des Vaters. Die Behandlung der Schwester war sehr teuer. Wie schlecht es der Familie (finanziell) geht, weiß ich nicht. Papas Ärzte schlagen sicher auch ins Kontor.

Mir geht es dreckig, und ich weiss, dass es ihr noch viel dreckiger geht. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass wir das gemeinsam packen können - nicht gegen ihren Vater, sondern nur mit seinem Einverständnis, sonst hat das keinen Sinn. Aber das geht nach meinem Verständnis nur, wenn man sich zusammensetzt und über alles redet. Und das geht nur, wenn sie will. Leider will sie nicht. Von daher halte ich es für unklug, ins Blaue hinein hinzufliegen. Zumal es ein praktisches Problem gibt: Ich weiss nicht, wo sie gerade wohnt. Sie ist umgezogen, ihre Eltern auch.

Flieder, ich kenne die Situation der chinesischen Krankenversorgung ein wenig, danke. Vor allem im psychologischen Bereich eine Katastrophe, und da liegt Papas Hauptproblem so weit ich das beurteilen kann.
Und noch eine Kleinigkeit: Der Vorschlag "vergiß sie" ist lieb gemeint. Aber unrealistisch.
Ich danke Euch

Mathias
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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von Mathias » 18.10.2010, 18:31

cocktailfan hat geschrieben:... Ich war in der Zeit etwa zehn mal in China, Sie einmal hier. Sie hatte ursprünglich vier Schwestern, nun noch drei. Eine Schwester und die Mutter habe ich oft getroffen, den Vater nur beim letzten mal, da war er schon schwer krank ...
Das wirft natürlich deutlich mehr Licht auf Dein Problem. Nach Deinen ersten Postings hörte sich das alles wirklich sehr dubios für mich an, darum auch mein etwas radikaler Ratschlag, sorry.

Gib ihr Zeit und unterstütze sie.

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von belrain » 19.10.2010, 02:34

Wenn ich es richtig verstanden habe, wollte der Vater nie das ihr eine Beziehung habt.
Wenn man bedenkt, dass er schon eine Tochter verloren hat, ist es nachvollziehbar das er nun vollkommen sperrt. Denn du willst ihm seine Tochter "wegnehmen". Wie du selbst sagst, kannst du aus beruflichen Gruenden nicht nach China ziehen. Fuer ihren Vater ist es wahrscheinlich, gesundheitlich bedingt, unmoeglich nach Deutschland zu kommen. Ausserdem zeigst du ihm dein desinteresse an China und ihm, da du in der langen Zeit kein chinesisch gelernt hast. Auch wenn es fuer dich klar ist das du Interesse hast - versetze dich in seine Lage.

Sorry, aber ich kann den Vater sehr gut verstehen.

Ob und wie du die Situation retten kannst, weis ich nicht. Aber offensichtlich hat ihr Vater es geschafft sie davon zu ueberzeugen, dass du nicht geeignet bist.

Du solltest es weiter versuchen, sie zu ueberzeugen - fang an chinesisch zu lernen um deinen guten Willen zu zeigen. Ist mir klar das du nicht in kurzer Zeit fliessend chinesisch kannst, aber wie gesagt es waere ein Anfang. Und versuche herauszubekommen, ob und wie du ihrem Vater helfen koenntest. Konzentriere dich mehr darauf um ihr zu zeigen, dass dich ihre Familie sehr wohl interessiert.
Deine Finanzielle Situation kenne ich nicht, aber vielleicht hast du die Moeglichkeit ihr etwas finanzielle Hilfe zu bieten - das wird sie im Moment vielleicht noch am Besten gebrauchen koennen.

Viel Glueck

Aber du solltest die Moeglichkeit in Betracht ziehen, dass es wirklich aus und vorbei ist, auch wenn es dir nicht gefaellt.
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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von Sean » 19.10.2010, 11:26

cocktailfan hat geschrieben: Mir geht es dreckig, und ich weiss, dass es ihr noch viel dreckiger geht.
Hmm, aus eigener Erfahrung ("Ich fuehle mich furchtbar, und ich liebe sie so sehr, deshalb muss es ihr auch furchtbar gehen, oder?"), kann ich dir nur empfehlen, dich sehr kritisch selbst zu fragen, welche belastbaren Anzeichen du dafuer hast, dass es ihr schlecht geht, *weil sie dich vermisst*. Und nein, "ich kenne sie so gut, ich weiss das" ist kein belastbares Anzeichen. Vielleicht ist die gemeinsame Zeit mit dir fuer sie schon gelocht und abgeheftet.

Und andererseits wuerde ich mich an deiner Stelle auch fragen, ob ich mir einen egoistischen kranken Schwiegervater ans Bein binden will, der seine Tochter als sein Eigentum betrachtet, deren vornehmste Aufgabe im Leben es ist, fuer ihn die Krankenschwester/Altenpflegerin zu spielen. Zumindest dann, wenn sie sich dem nicht entziehen kann.

Sorry wenn du das jetzt nicht hoeren willst. Ich habe damals auch nicht auf die Leute gehoert, die mir "vergiss sie" gesagt haben. Waere aber besser gewesen.

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von Flieder » 19.10.2010, 12:40

belrain hat geschrieben:Wenn ich es richtig verstanden habe, wollte der Vater nie das ihr eine Beziehung habt.
Wenn man bedenkt, dass er schon eine Tochter verloren hat, ist es nachvollziehbar das er nun vollkommen sperrt. Denn du willst ihm seine Tochter "wegnehmen". Wie du selbst sagst, kannst du aus beruflichen Gruenden nicht nach China ziehen. Fuer ihren Vater ist es wahrscheinlich, gesundheitlich bedingt, unmoeglich nach Deutschland zu kommen. Ausserdem zeigst du ihm dein desinteresse an China und ihm, da du in der langen Zeit kein chinesisch gelernt hast. Auch wenn es fuer dich klar ist das du Interesse hast - versetze dich in seine Lage.

Sorry, aber ich kann den Vater sehr gut verstehen.

Ob und wie du die Situation retten kannst, weis ich nicht. Aber offensichtlich hat ihr Vater es geschafft sie davon zu ueberzeugen, dass du nicht geeignet bist.

Du solltest es weiter versuchen, sie zu ueberzeugen - fang an chinesisch zu lernen um deinen guten Willen zu zeigen. Ist mir klar das du nicht in kurzer Zeit fliessend chinesisch kannst, aber wie gesagt es waere ein Anfang. Und versuche herauszubekommen, ob und wie du ihrem Vater helfen koenntest. Konzentriere dich mehr darauf um ihr zu zeigen, dass dich ihre Familie sehr wohl interessiert.
Deine Finanzielle Situation kenne ich nicht, aber vielleicht hast du die Moeglichkeit ihr etwas finanzielle Hilfe zu bieten - das wird sie im Moment vielleicht noch am Besten gebrauchen koennen.

Viel Glueck

Aber du solltest die Moeglichkeit in Betracht ziehen, dass es wirklich aus und vorbei ist, auch wenn es dir nicht gefaellt.
Das ist eine gute Lösung. Ich denke,dass sie momentan eigentlich keine Blumen braucht. In so einer Situation braucht sie jemand, der ihr helfen kann. Diese Hilfe ist nicht unbedingt finanziell. Du kannst einen Urlaub nehmen, bleib zusammen mit deiner Freundin bei seinem Vater. Wenn was passiert, kannst du gleichzeitig die Idee geben. Auch manchmal wenn sie traurig ist, kannst du ihr beruhigen. Auf Chinesisch sagen wir, sie braucht jetzt ein starkes Arm, um sich zu stützen.

Ich glaube nicht, dass ihrer Vater gegen dir ist. Die Entscheidnung, dass sie mit dir trennt, ist nur ihre Entscheidung. Normalerweise möchten die Eltern in China nicht sehen,dass ihre Kinder nicht gut gehen. Unter so einer Situation ist es noch unmöglicher. Sie hat so getan, nur wegen der chin. Logik. Bei uns sagt , die Eltern pflegen die Kinder, wenn die Kinder noch Jung sind, die Kinder pflegen die Eltern, wenn die Eltern alt sind. Diese Beziehung ist fast so wie ein strenges Vertragverhältniss, aber ohne schriftlichen Vertrag, mehr moralisch. Wenn du Chinesisch kennst, hast du das Wort "孝"(grobe Übersetzung Kinderpflicht oder Pietät) vielleicht gehört. Die Kinderpflicht ist seit dem Geboren in unserem Kopf geprägt. In China wenn du deine Kinderpflicht nicht durchführen würdest, würdest alle Leute auf dich missachten. Also das ist eine Grundlinien des Moral. Daoben viele sind Expert für Chinesisch. Ihr habt vielleicht einig mals gehört, dass es in der chin. Geschicht viele Chinese gab, die wegen seiner Kinderpflicht die Auszeichnung vom Kaiser sind. Ich würde sagen, dass deine Freundin wegen ihrer Kinderpflicht bei ihrem Vater gblieben ist. Unter so einer Situation, wenn sie weg mit dir nach Deutschland fliegen, zählt schon zu "nicht Kinderpflichtlich 不孝" in China. Und sie kann diese Kinderpflicht nicht verzichten, weil sie Chinesin ist, wahrscheinlich nicht weil ihrer Vater schlecht über dich geredet hat oder sein Vater egoistisch ist. Aber sie ist selbst vieleicht sehr verwirrt, weil sie dich doch sehr liebt. Warum hat sie endlich seinen Vater ausgewählt? ich finde, es noch eine psycholgische Ursache gibt. Guck mal, ohne ihr bist du traurig, aber du kannst gesund weiterleben. Aber ohne deiner Freundin kann ihrer Vater viel schlechter gehen, sogar tot. Wen sollt man auswählen? normalerweise den schwächeren Vater.

Also, ich denke, dass du zuerst denken sollst, ob du dich an dieser Kinderpflicht deiner Freundin leiden kannst. Ich bleibe in Deutschland schon 8 Jahre. Ich weiss, dass es hier eine andere Angewöhnheit als in China. Viele Deutsche besuchen nach dem 18 Jahre ihre Eltern sehr selten. Beim schweren Kranken der Eltern zählen viele Kinder die Pflegedienst gerner als selbst zu pflegen. Dies ist verständlich. Deswegen sage ich dir , dass du selbst fragen muss, ob du wirklich deine Freundin sehr liebst. wenn ja, muss du noch fragen,ob du dich an der Kinderpflicht deiner Freundin wirklich leiden kannst. wenn ja, empfehle ich dir, mal zu deiner Freundin fliegen, und ein paare Wochen bei deiner Freundin bleibe. Die Meinung von deiner Freundin wird schon ändern. Noch eins möchte ich dir sagen,dass dein Kampfziel eigentlich nicht ihrer Vater sonder deine Freundin ist. Du sollst zeigen, dass ich eine starke Unterstützung für dich bin.
Balancepunkt zu finden ist schon schwer.

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von Flieder » 19.10.2010, 12:58

cocktailfan hat geschrieben:Liebe Leute
Problem gibt: Ich weiss nicht, wo sie gerade wohnt. Sie ist umgezogen, ihre Eltern auch.
Umgezogen mit ihren Eltern? Ich denke mehr, dass sie mit ihren Eltern nach anderen Stadt gefahren ist, um besseren Ärtzten zu besuchen. In China ist nicht so wie in Deutschland. Die besten Kankenhäuser liegen normalerweise in grössen Städte. Wenn ihrer Vater eine schwere Krankheit hat und diese Krankheit so schwer zu behandln ist, besucht ihrer Vater die Krankenhäuser in der grossen Städter so wie Peking, Shanghai oder Tianjin. So weit ich weiss, in Tinjin und Shanghai gibt es das beste Krankhaus für Krebse. Tianjin ist mehr für Norden von China, Shanghai ist mehr für Süden von China.
Balancepunkt zu finden ist schon schwer.

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von OlafSt » 20.10.2010, 10:15

Ich sehe das ähnlich wie Flieder. Die Familie hat in China einen völlig anderen Stellenwert als hier in Deutschland. Hier werden die Eltern ab dem 18. Lj. sozusagen "abgehakt", und wenn sie alt sind und "nicht mehr können", wie man so schön sagt, werden sie abgeschoben.

In China ist die Familie alles. Sind die Kinder jung, tun die Eltern alles für die Kinder. Sind die Eltern alt und "können nicht mehr", tun die Kinder alles für die Eltern. In dieser Situation steckt deine Freundin nun. Ich denke, für sie stellt sich die Frage überhaupt nicht "der Vater oder der Freund". Jetzt, wo der Vater nicht mehr kann, ist alles mehr oder weniger Nebensache geworden - das Auswandern nach Deutschland ohnehin, das ist nun völlig undenkbar für sie, genauso undenkbar wie für dich das Auswandern nach China bisher ist.

Da dein Interesse an China - aus ihrer Sicht (!) (und auch aus meiner) - außerdem gegen Null tendiert, hat sie vermutlich nur kurz daran gedacht, ob du vielleicht doch nach China kommen könntest, den Gedanken aber rasch verworfen. Tja, viele Optionen bleiben da nicht mehr: Abbruch der Beziehung ist da sogar für mich gefühlsarmen Knochen das beste.

Es ist IMHO an Dir, sich ernsthaft zu fragen: Kann ich nicht doch zu ihr gehen ? Deine Freundin hat diese Entscheidungsfreiheit nicht mehr.

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von serenita » 20.10.2010, 11:52

@cocoktailfan

Wie ist nun der aktuelle Stand der Dinge?

Als Deine Freundin im Mai Dir ihre Entscheidung mitgeteilt hat, ist da zwischen Euch speziell vorgefallen? Bzw. wie hast Du reagiert, als sie Dir vom Tod ihrer Schwester und der Erkrankung ihres Vaters berichtet hat?

Und hast Du eigentlich eine Beziehung zu ihrem Elternhaus aufbauen können/wolen? Ich habe verstanden, dass zwischen Euch ausschließlich eine Fernbeziehung gegeben hat, bedeutet das, dass Du nur sporadische und "förmliche" Kontakte mit ihrer Familie hattest?

Was haben die Eltern zu Eurer Vorbereitung auf die Hochzeit gesagt, war das von ihnen abgesegnet worden?

Die Reaktion von Deiner Freundin kann ich so auch nicht begreifen, dazu bräuchte man ein bisschen mehr Hintergrundinfo.
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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von Skorpid » 20.10.2010, 14:38

Kleiner Hinweis an serenita, weiter oben auf der Seite hat er die meisten deiner Fragen schon beantwortet :-)

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von serenita » 20.10.2010, 15:15

Skorpid hat geschrieben:Kleiner Hinweis an serenita, weiter oben auf der Seite hat er die meisten deiner Fragen schon beantwortet :-)
Ahhh...ok. Haste recht.

Dann ist es ja wohl klar. Sie fühlt sich wohl vor die Wahl gestellt, entweder die Eltern oder ihr Freund, der nicht in China seinen Beruf ausüben kann. Um was für ne Art Beruf handelt es sich denn, dass man in China keine Chance hätte? Könnte man sich beruflich evtl. noch anders orientieren? Oder ist das Opfer nun zu groß?
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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von zimmer28 » 20.10.2010, 16:00

Falls ich richtig verstanden habe, sagst du, sie hat in Mai dir ein Email geschickt, dass sie dich getrennt will. Was hast du danach gemacht, nur dahin geflogen bist aber sie nicht gesehen und nichts gemacht hast?
Ich glaube, deine Freudin hat so ein Email dir geschickt, ist nicht einfach nur wegen ihres Vater. Du hattest wahrscheilich nicht so viel gemacht wie sie oder ihre Familienmitglied erwartet hatten ,als ihre Schwester oder ihr Vater krank war. Ich glaube, wenn sie A1 kurs besucht hatte, war sie schon sicher, sie mit dir heireten wurde,In ihre Sicht, du warst schon fast ihren Mann. Ich kann sagen, in China, ein Schwiegersohn ist schon wie ein Sohn für Schwiegereltern und Bruder für SchwiegergeSchwester, was hattest du dafür gemacht, hattest du sochel Rollen gespielt?
Ich schätze, sie und vielleicht ihre Familie waren sehr enttauscht für dich. Daüber hatten alle Familiemitgelied disskutieren, dass sie besser diese Beziehung abbrach.
Sorry, es ist nur meine Vermutung.

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von cocktailfan » 20.10.2010, 20:05

zimmer28 hat geschrieben:Ich schätze, sie und vielleicht ihre Familie waren sehr enttauscht für dich. Daüber hatten alle Familiemitgelied disskutieren, dass sie besser diese Beziehung abbrach.
Sorry, es ist nur meine Vermutung.
Lieber Zimmer (oder liebe zimmer)

ja, du hast recht, da gab es etwas. mitte mai, zu einer zeit, als nach aussen hin noch alles bestens war, hatte sie eine email geschrieben und gefragt, was sie machen soll. den a2 kurs oder einen job suchen. ich hatte ihr daraufhin geantwortet, dass es darauf ankäme, wie es ihrem papa geht. wenn sie optimistisch sei, dieses jahr noch kommen zu können, dann solle sie ruhig a2 machen. wenn sie glaube, es zögere sich noch weiter hinaus sei arbeit suchen vielleicht nicht schlecht. gedacht hatte ich dabei auch daran, dass es einfacher ist ein besuchsvisum zu bekommen, wenn man arbeit hat, aber das habe ich nicht geschrieben.
dann habe ich noch eine sms geschickt und ihr gesagt, dass ich das geld für den a2 kurs zwischen dem 1. und 6. juni nicht überweisen kann weil ich da im ausland bin. damit war für mich völlig klar, dass ich es davor oder danach machen kann und werde. sie hat das völlig missverstanden und geglaubt, ich würde ihr den kurs nicht bezahlen. dieses missverständnis ist bis heute nicht aufgeklärt, ich habe es zig mal versucht, aber es gelang nicht.
und es gab noch etwas. im april waren wir alle zusammen essen, mit papa. sie hat mir gesagt ich soll zahlen, ich habe gesagt okay. kurz nach der bestellung ist papa dann aufgestanden, wir hatten noch nicht mal das erste gericht, niemand hat davon notiz genommen, bis sie mich angestupft hat. da stand papa am tresen und hat bezahlt. ich bin sofort hingesprungen und habe mein geld gezogen, da hat er mich zusammen mit dem kellner zurückgeschickt. ich habe es nochmal versucht, aber bin dann zurück, ich kann den mann ja nicht wegprügeln. ich wusste nicht, dass man so tricky sein muss, das hatte sie mir nicht gesagt. so gesehen kann ich mir einerseits kaum etwas vorwerfen. andererseits stimmt natürlich: sie hat gesagt ich soll zahlen, ich hab es nicht gemacht.
diese szene war anfang april. sie war danach nie wieder thema. erst im mai, als die mail mit dem es ist schluss kam, hat sie mich daran erinnert.

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Re: deutsch-chinesisches beziehungsproblem

Beitrag von cocktailfan » 20.10.2010, 20:21

serenita hat geschrieben:
Was haben die Eltern zu Eurer Vorbereitung auf die Hochzeit gesagt, war das von ihnen abgesegnet worden?
Fernbeziehung bedeutet nur dass zwischen D und china 8000 kilometer liegen. ich war mehrmals da, sie ein mal hier.
offiziell haben die eltern nichts gesagt. als ich im märz/april das letzte mal da war hatten wir den plan, dass ich einen übersetzer miete, mit papa spazieren gehe und ihn offiziell frage. dazu kam es nicht. sie hatte ihren papa damals auch seit 6 wochen nicht gesehen und war über seinen gesundheitszustand erschüttert, als sie ihn sah. da war klar, dass wir das thema nun nicht ansprechen können.
aber natürlich kamen die pläne für ihre eltern nicht überraschend. sie hatten uns zuvor geholfen bei dem papierkram für die hochzeit. und als ich vergangenen dezember mit einem (englischsprachigen) onkel essen war hat der sehr intensiv gefragt wie ernst es mir ist und wann wir heiraten wollen. das hat er dann selbstverständlich gleich durchtelefoniert.

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