Warum so viele Trennungen zwischen DE-CN Ehepaare?

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happyfuture
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Re: Warum so viele Trennungen zwischen DE-CN Ehepaare?

Beitrag von happyfuture » 15.06.2010, 04:57

andy hat geschrieben:Wenn die anfänglichen Schwierigkeiten in Bezug auf Sprache und Kultur überwunden sind, scheinen mir binationale Partnerschaften um einiges solider, langlebiger und unkomplizierter zu sein. Gerade die ganzen bürokratischen Hürden schweißen ungeheuer zusammen.
Ich ersetze "Schwierigkeiten" durch "Herausforderung", dann ist es für mich zu 100% passend!

Aus meiner Sicht ist es der "intensivere" Kontakt zum Partner, um Sprache, Verhalten und Kultur der anderen Nationalität kennen zu lernen, in meinem Fall China. Ich erlebe mich selber wissbegieriger und auch toleranter als in meinen vorherigen Beziehungen mit Partnern aus dem gleichem Sprach- und Kulturkreis, wo ich dummerweise vieles als "bekannt" abgetan, vielleicht sogar ignoriert habe.

Ich lebe durch meine binationale Partnerschaft bewusster! :mrgreen:

andy
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Re: Warum so viele Trennungen zwischen DE-CN Ehepaare?

Beitrag von andy » 16.06.2010, 18:41

pepejordan hat geschrieben:und was Ihr alle mir schreiben (alles ist traumhaft mit gemischte Paare zwischen DE und CN).
Wer schreibt den das alles Traumhaft ist und es keinerlei Probleme geben würde/könnte ?
Ich kann hier im Thread auch keine Auskünfte über das Eheleben der Foren Member lesen, worauf stützen sich dann deine Fragen?
pepejordan hat geschrieben: - Eure Ehepaare haben relativ viele und gleichgewichte Kenntnisse über DE und CN
Das wird wohl bei den wenigsten der Fall sein, zumindest zu Beginn der Ehe.
Ich vermute einfach mal das der Großteil der chinesischen Partner nicht in DE studiert oder gearbeitet hat. Da auch ein Besuchervisum relativ schwer zu bekommen ist, fällt die These mit dem regelmäßigen Urlaub auch ins Wasser.
pepejordan hat geschrieben: - Manche Posten scheinen auch akademisch relativ hoch geschrieben, und wir nehmen an, dass es eine positive Rolle spielen könnte, intellektuell offen in seinem Paar zu sein... Just food for thought.
Viele haben studiert oder studieren noch, aber sicher nicht alle. Ich denke man kann auch Glücklich sein ohne studiert zu haben.

Das es viele binationale Ehen gibt wo zumindest einer der beiden Partner studiert hat, könnte darauf zurückzuführen sein, das viele einen Partner während des Arbeitsaufenthaltes gefunden haben (Entsendung durch die Firma, Studium oder etc).
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Re: Warum so viele Trennungen zwischen DE-CN Ehepaare?

Beitrag von ingo_001 » 16.06.2010, 19:45

happyfuture hat geschrieben:
andy hat geschrieben:Wenn die anfänglichen Schwierigkeiten in Bezug auf Sprache und Kultur überwunden sind, scheinen mir binationale Partnerschaften um einiges solider, langlebiger und unkomplizierter zu sein. Gerade die ganzen bürokratischen Hürden schweißen ungeheuer zusammen.
Ich ersetze "Schwierigkeiten" durch "Herausforderung", dann ist es für mich zu 100% passend!
Thats it.
happyfuture hat geschrieben:Aus meiner Sicht ist es der "intensivere" Kontakt zum Partner, um Sprache, Verhalten und Kultur der anderen Nationalität kennen zu lernen, in meinem Fall China.
And again: Thats it.
happyfuture hat geschrieben:Ich erlebe mich selber wissbegieriger und auch toleranter als in meinen vorherigen Beziehungen mit Partnern aus dem gleichem Sprach- und Kulturkreis, wo ich dummerweise vieles als "bekannt" abgetan, vielleicht sogar ignoriert habe.
War bei mir in weiten Teilen genau anders herum (was den Part ab "dummerweise" angeht).
Irgendwie war das spiegelverkehrt, soll heissen, ich war der tolerante Part und meine Ex nahm so ziemlich Alles als selbstverständlich an und/oder sah alles als Kampf um die Vorherrschaft an.
Trotz aller Toleranz, hatte ich ihr aber klar gesagt, wo diese ihre Grenzen hat.
Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Meine Toleranz wurde mir erst als Schwäche ausgelegt und wo die Grenzen überschritten wurden, war das Geheule gross, was dann aber nicht mehr mein Problem war.
happyfuture hat geschrieben:Ich lebe durch meine binationale Partnerschaft bewusster! :mrgreen:
Bewusst hatte ich schon vorher gelebt.
Bei mir ist es die Harmonie und das gegenseitige Verstehen, was ich um nichts in der Welt mehr missen möchte.
Trotzdem gibts aber (beidseitig) genug ironische Frotzelein, wenns denn die Situation hergibt :mrgreen:
Einziges "Manko": Warum habe ich meine Frau nicht schon früher kennen gelernt?
Letztlich ist aber nur wichtig, dass wir uns überhaupt kennen gelernt haben :D
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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Re: Warum so viele Trennungen zwischen DE-CN Ehepaare?

Beitrag von bue48 » 16.06.2010, 22:21

ingo_001 hat geschrieben: Bei mir ist es die Harmonie und das gegenseitige Verstehen, was ich um nichts in der Welt mehr missen möchte.
100 %ige Zustimmung!
Trotzdem gibts aber (beidseitig) genug ironische Frotzelein, wenns denn die Situation hergibt :mrgreen:
Bei uns hat sie damit angefangen... :mrgreen:
Einziges "Manko": Warum habe ich meine Frau nicht schon früher kennen gelernt?
Letztlich ist aber nur wichtig, dass wir uns überhaupt kennen gelernt haben :D
Die Frage bekomme ich auch immer wieder zu hören, aber bei uns ist die Antwort relativ einfach:
Unsere Lebenswege konnten sich einfach nicht früher kreuzen... wir mussten einfach aufeinander warten...
VlG Bue48

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Sie: "Why don't you say: Oh, my strong boss... ?


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