Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

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rainer14
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von rainer14 » 31.05.2010, 10:30

Das Threaderstreller sich nicht mehr melden, nachdem Sie die Beiträge - ich versuche den Begriff Antworten zu vermeiden - gelesen haben, ist mir mehr als verständlich.

Schuldigung, konnt' ich mir nicht verkneifen- rainer

báitù
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von báitù » 31.05.2010, 16:06

aquadraht hat geschrieben:
gege hat geschrieben: ..
Trotzdem finde ich einen Vorschlag zur Kindesentführung mehr als daneben von Dir. Andere Beiträge wurden hier schon gesperrt, nur weil jemand gefälschte Ware aus China einführen wollte. Bei Kindern hört dann aber wirklich der Spass auf.

Volle und unbedingte Zustimmung. Ding!

a^2
Man ihr seid mir ja zwei Experten! :roll: Von Kindesentführung ist hier ja gar nicht die Rede gewesen. Der Vater ist einer von zwei gleichzeitig Sorgeberechtigten, dazu sind es deutsche Staatsbürger (in China also expats). Es ist sein verdammtes Recht, die Kinder in die Heimat bringen zu können. Natürlich sollte er die Mama am besten freiwillig (!) mitbringen... :wink:
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von báitù » 31.05.2010, 16:15

incues hat geschrieben:
da hai hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Margie*,
was sagst du denn dazu? Ist dein Bruder zwischenzeitlich verstorben, oder hat er sich gar mit seiner Frau versöhnt? Sind die Zwillinge wohl auf? Sollen wir dir hier noch weitere Tipps oder schlechte Ratschläge geben, oder ist dir inzwischen alles egal?

* angemeldet am 26.05.2010; aktuell zuletzt eingeloggt am 27.05.2010; ein Beitrag verfasst, nämlich den Eingangsbeitrag in diesem Tread
Das finde ich auch immer ätzend. Da werden erst Fragen gestellt, die User versuchen zu helfen (und giften sich dabei mitunter an) und dann hört man keinen Pieps mehr vom Threaderstreller.
Belegt in meinen Augen auch nur mal wieder, dass ein wenig OT bei diesen Themen nicht so dramatisch ist :-P

Aber vielleicht haben sie sich ja doch endlich im richtigen Forum angemeldet. Wenn Sie Rechtsberatung wollen, und so klingt es für mich im Eröffnungspost, dann sind sie hier sowieso nicht richtig. Der Forumsbetreiber wird es garantiert nicht gern sehen, wenn wir uns hier das Amt eines Rechtsberaters anmaßen. Das könnte ihm mitunter teuer zu stehen kommen :-P
Keine Panik, das ist m. E. keine Amtsanmaßung. Gott-sei-Dank hat der Gesetzgeber in den letzten Jahren die Dinge etwas vereinfacht! Rechtsdienstleistungen erbringen können nun so ziemlich alle Leute, die fachlich ausreichend versiert sind...

Guckst du hier: http://bundesrecht.juris.de/rdg/" target="_blank
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von RoyalTramp » 31.05.2010, 16:22

báitù hat geschrieben:Man ihr seid mir ja zwei Experten! :roll: Von Kindesentführung ist hier ja gar nicht die Rede gewesen. Der Vater ist einer von zwei gleichzeitig Sorgeberechtigten, dazu sind es deutsche Staatsbürger (in China also expats). Es ist sein verdammtes Recht, die Kinder in die Heimat bringen zu können. Natürlich sollte er die Mama am besten freiwillig (!) mitbringen... :wink:
Die ursprüngliche Aussage, implizierte aber nicht das Einverständnis der Mutter. Wenn nämlich die Mutter damit einverstanden ist, dann ist dagegen auch nix zu sagen, aber wenn es gegen den Willen der Mutter erfolgt, dann ist es nunmal "Kindesentführung".
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von corneta » 31.05.2010, 16:30

báitù hat geschrieben:Von Kindesentführung ist hier ja gar nicht die Rede gewesen. Der Vater ist einer von zwei gleichzeitig Sorgeberechtigten, dazu sind es deutsche Staatsbürger (in China also expats). Es ist sein verdammtes Recht, die Kinder in die Heimat bringen zu können.
Vielleicht nicht Entführung, aber Entzug. Das ist einen strafbare Handlung. Mal abgesehen vom rechtlichen Aspekt ist es einfach moralisch inakzeptabel, die Kinder einem Elternteil absichtlich zu entziehen. Das gilt für beide Seiten. Ich bitte dich also, solche Aufrufe zu unterlassen.
Ich finde es sehr schade, dass man sich nicht vor der Geburt von Kindern im Klaren ist, was für eine Verantwortung man trägt. Das gilt auch für beide Parteien.
Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, dass bei (internationalen) Ehen nicht schon im Vorfeld vertraglich einvernehmlich festgelegt wird, wie im Fall einer Trennung zu verfahren ist. Sicher klingt das im ersten Moment unromantisch, aber heiraten ist nichts anderes, als eine Unterschrift unter einen Vertrag zu setzen, dessen Klauseln man nicht selber festgelegt hat. Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung hier nicht auf offene Ohren stoße, aber vielleicht denkt ja doch der ein oder andere nach, vor allem, wenn man sich das hier disskutierte Beispiel ansieht.

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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von báitù » 31.05.2010, 16:33

RoyalTramp hat geschrieben:
báitù hat geschrieben:Man ihr seid mir ja zwei Experten! :roll: Von Kindesentführung ist hier ja gar nicht die Rede gewesen. Der Vater ist einer von zwei gleichzeitig Sorgeberechtigten, dazu sind es deutsche Staatsbürger (in China also expats). Es ist sein verdammtes Recht, die Kinder in die Heimat bringen zu können. Natürlich sollte er die Mama am besten freiwillig (!) mitbringen... :wink:
Die ursprüngliche Aussage, implizierte aber nicht das Einverständnis der Mutter. Wenn nämlich die Mutter damit einverstanden ist, dann ist dagegen auch nix zu sagen, aber wenn es gegen den Willen der Mutter erfolgt, dann ist es nunmal "Kindesentführung".
Der Vater hat grundsätzlich Aufenthaltsbestimmungsrecht, ebenso wie die Mutter, soweit so gut.
Jetzt zitiere ich nochmal den Ausgangspost:

Hat mein Bruder eine Chance seine Kinder, auch ggf. gegen den Willen der Mutter, nach D zu bringen ?

"Ggf." bedeutet, dass die Mutter (zugegeben, weil Sie es noch nicht weiß) noch gar keine Willensbekundung abgegeben, also ist es auch nicht gegen ihren Willen.
Fakt aber bleibt, dass die Kinder deutsche Staatsbürger sind. Da kann die Mutter sagen was sie will.

Würde sich das Ganze in D-Land abspielen, so könnte die Mutter ausreisen ---> ohne Kinder! Ich kenne ein entsprechendes Gerichtsurteil aus dem weitläufigen Bekanntenkreis. Da hat man dem Mann inzwischen das alleinige Sorgerecht zu gesprochen, weil die Mutter unbedingt nach China zurück wollte!
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von báitù » 31.05.2010, 16:39

corneta hat geschrieben:
báitù hat geschrieben:Von Kindesentführung ist hier ja gar nicht die Rede gewesen. Der Vater ist einer von zwei gleichzeitig Sorgeberechtigten, dazu sind es deutsche Staatsbürger (in China also expats). Es ist sein verdammtes Recht, die Kinder in die Heimat bringen zu können.
Vielleicht nicht Entführung, aber Entzug. Das ist einen strafbare Handlung. Mal abgesehen vom rechtlichen Aspekt ist es einfach moralisch inakzeptabel, die Kinder einem Elternteil absichtlich zu entziehen. Das gilt für beide Seiten. Ich bitte dich also, solche Aufrufe zu unterlassen.
Ich finde es sehr schade, dass man sich nicht vor der Geburt von Kindern im Klaren ist, was für eine Verantwortung man trägt. Das gilt auch für beide Parteien.
Deswegen kann ich auch nicht nachvollziehen, dass bei (internationalen) Ehen nicht schon im Vorfeld vertraglich einvernehmlich festgelegt wird, wie im Fall einer Trennung zu verfahren ist. Sicher klingt das im ersten Moment unromantisch, aber heiraten ist nichts anderes, als eine Unterschrift unter einen Vertrag zu setzen, dessen Klauseln man nicht selber festgelegt hat. Ich weiß, dass ich mit dieser Meinung hier nicht auf offene Ohren stoße, aber vielleicht denkt ja doch der ein oder andere nach, vor allem, wenn man sich das hier disskutierte Beispiel ansieht.
Hallo Corni, was das Moralische angeht, bin ich völlig d'accord. :)
Ich habe auch nicht zum "Kindesentzug" aufgefordert. Im übrigen wäre es ja andersrum Kindesentzug seitens der Mutter!
Ich habe nur auf eine Möglichkeit hingewiesen, die heutzutage öfter als man denkt angewendet wird (gab da neulich erst ein Urteil des EU-GH, weil eine Engländerin mit ihren Kindern ohne Wissen ihres Ehemannes ab nach England ist!).

Und Falls Margies Bruder seine Frau das hier liest: Komm' einfach nach Deutschland, hier lässt sich auch ganz gut leben! :mrgreen:
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von RoyalTramp » 31.05.2010, 16:47

báitù hat geschrieben:"Ggf." bedeutet, dass die Mutter (zugegeben, weil Sie es noch nicht weiß) noch gar keine Willensbekundung abgegeben, also ist es auch nicht gegen ihren Willen.
Ich hatte auch geschrieben: "...wenn es gegen den Willen der Mutter erfolgt." Wenn impliziert hierbei eine Möglichkeit und keinen faktischen Zustand. Aber ich hätte das wohl noch mit dem Konjunktiv besser herausstellen sollen.
báitù hat geschrieben:Fakt aber bleibt, dass die Kinder deutsche Staatsbürger sind. Da kann die Mutter sagen was sie will.
Was hat denn die Staatsbürgerschaft mit der Frage zu tun, bei wem die Kinder aufwachsen sollen. Tut hier doch überhaupt rein gar nichts zur Sache, oder?
báitù hat geschrieben:Würde sich das Ganze in D-Land abspielen, so könnte die Mutter ausreisen ---> ohne Kinder! Ich kenne ein entsprechendes Gerichtsurteil aus dem weitläufigen Bekanntenkreis. Da hat man dem Mann inzwischen das alleinige Sorgerecht zu gesprochen, weil die Mutter unbedingt nach China zurück wollte!
Ja, eben. Und so wird es auch in China sein: Der Mann könnte ausreisen ---> ohne Kinder! Denn wenn die Mutter nicht einverstanden sein sollte (<- Konjunktiv), wäre es nunmal eine Kindesentführung.

Noch eine andere sehr wichtige Frage: a) wie alt sind eigentlich die Kinder und gegebenenfalls b) wo sind sie sozialisiert?
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von Grufti » 31.05.2010, 20:55

báitù hat geschrieben: Und Falls Margies Bruder seine Frau das hier liest: Komm' einfach nach Deutschland, hier lässt sich auch ganz gut leben! :mrgreen:
Ich frage mich, ob Margies Bruder das nicht schon vor Heirat / Kinder getan hatte...
Ich bin das zweitemal mit einer Chinesin verheiratet ( neee das erste Mal war es eine Taiwanesin.... 8) ) : Beide Male hatte mich vor weiteren Schritten meine Zukünftige für ca 3 Wochen hier in Deutschland besucht..

Wie aus dem Anfangsposting zu ersehen ist: die Kinder sind in China "sozialisiert"..
Edit:
Margies Bruder seine Frau war ja schon mal 4 Wochen in D:
Margie hat geschrieben: Sie beteuerte immer, dass das für sie kein Problem ist und das sie selbstverständlich mit ihm nach Deutschland ziehen wird. Sie war Ende 2005 mal für 4 Wochen mit meinem Bruder in D und hat dort auch unsere Familie kennengelernt.

.

hat sich also erledigt...
Früher ging es uns gut. heute geht es uns besser...
Es wäre aber besser , es ginge uns wieder gut !


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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von otternase » 31.05.2010, 21:01

RoyalTramp hat geschrieben:Noch eine andere sehr wichtige Frage: a) wie alt sind eigentlich die Kinder und gegebenenfalls b) wo sind sie sozialisiert?
siehe Ausgangspost: in 2009 geborene Zwillinge, also maximal 1,5 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt kann man wohl sagen, dass sie vorrangig familiär sozialisiert sind, aber kaum in bestimmten Kulturkreis oder Land zugehörig sozialisiert sind....

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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von báitù » 01.06.2010, 00:21

RoyalTramp hat geschrieben:
Was hat denn die Staatsbürgerschaft mit der Frage zu tun, bei wem die Kinder aufwachsen sollen. Tut hier doch überhaupt rein gar nichts zur Sache, oder?

Ich denke, die deutsche Staatsbürgerschaft wurde in beiderseitigem Einvernehmen im Hinblick auf den zukünftigen Lebensmittelpunkt der Kinder gewählt. Diese Gedanken gab es sicher schon bevor die zwei geplant waren. Weiß nicht, wie deutsche Gerichte werten würden, wenn es zu einem Sorgerechtsprozeß kommt, zumal die Mutter wohl nicht viel auf der Tasche hat ...
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von RoyalTramp » 01.06.2010, 05:11

báitù hat geschrieben:Ich denke, die deutsche Staatsbürgerschaft wurde in beiderseitigem Einvernehmen im Hinblick auf den zukünftigen Lebensmittelpunkt der Kinder gewählt. Diese Gedanken gab es sicher schon bevor die zwei geplant waren. Weiß nicht, wie deutsche Gerichte werten würden, wenn es zu einem Sorgerechtsprozeß kommt, zumal die Mutter wohl nicht viel auf der Tasche hat ...
Also, ich würde meinen Kindern die deutsche Staatsbürgerschaft nur aus einem Grund geben: Unbeschränkter reisen können. =P

Ich denke, dass wohl das Ortsrecht der Geburt gilt, und die dürfte in China erfolgt sein. Denn nur weil im Pass steht "deutsch", ist man eigentlich nicht der deutschen Gerichtsbarkeit in China unterworfen. Daher sollten hier deutsche Gerichte eigentlich nicht sehr viel zu sagen haben in diesem Fall. Die Kinder haben ja noch nicht einmal deutschen Boden betreten bisher (<- vermute ich jetzt mal). Halte daher auch eine Sorgerechtsklage vor einem deutschen Gericht für relativ sinnlos. Aber ich bin jetzt juristisch Volllaie.

@ Otternase

Noch sind die Kinder "nur" 1,5 Jahre alt. Aber so ein Sorgerechtsstreit kann sich ein wenig hinziehen. Das ist übrigens ein gutes Argument dafür, dass sie in China bleiben sollten: Familiär sozialisiert. In Deutschland würden sie nur unter Fremden leben, die noch nicht einmal halbwegs so aussehen dürften, wie sie selbst. Zumal der Vater wohl kaum Zeit für die Kinder haben dürfte. Ich halte es daher nach wie vor für das Klügere, dass die Kinder auch weiterhin in China aufwachsen, SOFERN die Mutter die Kinder eben nicht nur als Faustpfand für Geld sieht. Aber da ist jetzt halt das Problem, dass wir die Gegenseite nicht kennen.
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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von Guangzhou » 01.06.2010, 06:25

báitù hat geschrieben:zumal die Mutter wohl nicht viel auf der Tasche hat ...
So, so also allen Hartz IV Empfaengern die Kinder wegnehmen oder was? Die Kinder sollen da hin wo das meiste Geld ist - tolle Argumentation. Komische Denkweisen haben manche...

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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von Aremonus » 01.06.2010, 08:03

Nunja, das Ziel sollte es ja sein, dass die Interessen der Kinder am meisten gewahrt bleiben - und nicht etwa die der Eltern. Somit bin ich schon auch der Meinung, dass das Kind zu dem Elternteil soll, der es am besten versorgen kann - und Geld ist hier schon ein wesentlicher Faktor, wenn auch nicht der einzige.
So, so also allen Hartz IV Empfaengern die Kinder wegnehmen oder was? Die Kinder sollen da hin wo das meiste Geld ist - tolle Argumentation. Komische Denkweisen haben manche...
Ist der Vater also ein ungebildeter Hartz IV empfänger und die Mutter beispielsweise Ärztin würd' ich das Kind als Richter auch eher der Mutter zusprechen - falls diese die Zeit hat, um es für es zu sorgen.

Im konkreten Fall würde ich die Kinder aber zumindest vorerst noch bei der Mutter lassen, weil der Vater wohl kaum Zeit hat, für sie zu sorgen. Ich halte eine Scheidung jedoch noch immer nicht für die beste Lösung. Natürlich ist es für den Vater unter Umständen schwierig, in seinem Alter seinen Lebensmittelpunkt nach China zurückzuverlagern, aber bestimmt nicht unmöglich - erfahrene Manager sind gefragt. Und selbst wenn es unmöglich wäre, könnte man auch eine Fernbeziehung ins Auge fassen - die Mutter könnte ja mit den Kindern jedes Jahr zweimal für so zwei Monate nach Deutschland kommen, dann bekommen die Kinder von beiden Kulturen etwas mit und zwei Monate wird die Mutter wohl noch ohne ihre geliebte Familie auskommen - und vielleicht findet sie sogar noch Gefallen am Reisen ;)
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

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Re: Trennung in China - Kinder deutsch, Mutter Chinesin

Beitrag von ingo_001 » 01.06.2010, 11:26

Aremonus hat geschrieben:Im konkreten Fall würde ich ...
... diesen Thread jetzt ruhen lassen - jedenfalls so lange, bis es ein Feedback von "Schwesterchen" oder "Brüderchen" gibt.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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