eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

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wudang
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eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von wudang » 22.03.2010, 11:38

Hallo,

ich bin auch einer von denen der sich in eine Chinesin verliebt hat. Ich und meine Freundin sind seit 2004 ein Paar und wir wollen im Sommer in China heiraten. Ich freue mich schon (sarkasmus) auf den Papierkram. Wir hatten die ersten 4 Jahre eine Fernbeziehung, wobei ich sie 2-3 Mal im Jahr besucht habe. Danach hat sie angefangen nach Deutschland zu kommen ( Besuchervisum) fuer 1-2 Monate. 2008 bis 2009 fuer ein Jahr war sie dann in Deutschland ( "Sprachkursvisum").

Ganz am Anfang hatte mein Vater sorgen darueber, dass sie vielleicht doch nicht zussamen sei nur nach Deutschland kommen zu koennen. Aber dann als sie mich in Deutschland besucht hat , hat mein Vater seine Meinung geaendert ( Da sie doch von einer sehr reichen Familie aus Shanghai kommt:p ) und er mag sie auch sehr genau so meine Mutter und die ganze restliche Famillie.
Vor einigen Jahren habe ich ihre Familie kennengelernt aber davor natuerlich zuerst ihre Schwester und ihren Schwager. Da ich als Europaer (Deutsch-Tuerke) eine andere Lebenssicht habe als die Chinesen, hatten ihre Schwester und ihr Schwager nicht so einen guten Eindruck von mir :) Wir unterhielten uns damals natuerlich ueber Politik und das Leben usw. Wie ihre Familie, ihr Schwager ist auch ein sehr wohlhabender Mann, im Gegensatz zu mir wo ich damals mit dem Studium gerade erst angefangen hatte und auf die Hilfe meiner Familie angewiesen war (bin) und ehrlich gesagt "zuerst eine Wohnung kaufen und danach mit einem Maedchen heiraten duerfen" war mir nicht bekannt :) Geld ist wohl zu sehr wichtig fuer die meisten Chinesen( egal Arm oder Reich)

Na ja, wenn ich jetzt weiter schreibe, wird es sehr kompliziert. Ihre Eltern kennen mich schon und wissen wahrscheinlich auch, dass wir mit dieser Beziehung Ernst meinen. Aber jetzt ist meine Frage: Sollte ich persoenlich ihre Familie sagen (chin. Grundkenntnisse vorhanden) dass ich mit der Tochter heiraten werde oder ist es unnoetig, d.h. ich heirate mit ihr zuerst und danach teile ich ihre Familie mit dass ich mit ihrer Tochter geheiratet habe? :)

Ich freue mich schon auf eure Fragen und auch auf eure Antworten.

PS: Da ich gerade nicht in Deutschland bin, habe ich keine Umlaute auf dem Keyboard.

Mit freundlichen Gruessen, Wu

andy

Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von andy » 22.03.2010, 12:19

wudang hat geschrieben:Sollte ich persoenlich ihre Familie sagen (chin. Grundkenntnisse vorhanden) dass ich mit der Tochter heiraten werde oder ist es unnoetig, d.h. ich heirate mit ihr zuerst und danach teile ich ihre Familie mit dass ich mit ihrer Tochter geheiratet habe? :)
Ich würde mal sagen du fragst deine Freundin, die wird wissen was da der beste weg ist.

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wudang
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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von wudang » 22.03.2010, 12:23

andy hat geschrieben:
wudang hat geschrieben:Sollte ich persoenlich ihre Familie sagen (chin. Grundkenntnisse vorhanden) dass ich mit der Tochter heiraten werde oder ist es unnoetig, d.h. ich heirate mit ihr zuerst und danach teile ich ihre Familie mit dass ich mit ihrer Tochter geheiratet habe? :)
Ich würde mal sagen du fragst deine Freundin, die wird wissen was da der beste weg ist.

Hallo nochmals,

danke fuer die Antwort aber meine Freundin hat auch keine Ahnung. Wir haben darueber sogar ziemlich lange gesprochen aber sie weiss auch nicht wie es geht :P

Also wo sind die ganz erfahrenen Shifus hier im Forum?

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von Skorpid » 22.03.2010, 12:56

Da ich bisher erst einmal eine chinesische Prinzessin geheiratet habe, ist mein Erfahrungsschatz nicht so groß. Ich habe hinterher erfahren, daß der erste Besuch bei ihren Eltern soviel wie ein Heiratsantrag (in den Augen der Eltern) war.
Ansonsten hat meine Frau das ihren Eltern verkündet, daß wir heiraten werden.

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von Haima » 22.03.2010, 13:38

Hallo Wu,

Ich kann dir da leider auch kein Patentrezept verraten. Es ist wohl von Familie zu Familie unterschiedlich. Hier sollte wirklich deine Freundin ein wenig wissen, was gehen soll.

Aus meinem "Erfahrungsschatz" (habe das bisher 3 mal mitgemacht, das erste, das letzte und hoffentlich das einzige mal.... :D :D ):

Wir haben mit der Info an die Familie meiner Frau gewartet, bis wir sicher waren, dass wir heiraten wollen. Als das klar war, hab ich sie dann besucht und meine Frau hat mich ihren Eltern, dem Brunder und allen anderen Verwandten vorgestellt. Es gab dann nie irgendwelche Zweifel. Ich war da und es war klar, dass wir heiraten werden. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Hat gut geklappt, ihre Eltern (aber auch alle anderen Verwandten) haben mich sofort akzeptiert, sich für uns gefreut usw. Hält eigentlich auch jetzt (nach 12 Jahren) noch an.

Ist die Familie sehr reich, kann ich mir schon vorstellen, dass die Situation etwas komplizierter ist. Die Ansprüche der Familie sind dann oft sehr hoch, was durchaus zu Problemen führen kann. Als "Otto-Normal-Europäer" kannst du die fast nicht erfüllen. Ist traurig, ist aber eine Tatsache... Leider haben da viele chin. Eltern eine etwas komische Einstellung.

Eine Kollegin meiner Frau hat auch sehr grosse Probleme einen Mann zu finden (die Suche hat sich bis jetzt aber auch China beschränkt). Die Eltern haben auch ziemlich Geld (wohl etwas mehr als ziemlich viel) und sie findet keinen Mann, der den Ansprüchen der Eltern gerecht werden kann. :(

Also: Meiner Meinung nach ist es wichtig, gegenüber der lieben Verwandtschaft bestimmt und gemeinsam aufzutreten, dann wird das schon. Vorher gut absprechen, positiv rangehen, dann kommt das schon gut.
Hilf beim ersten Besuch im Haushalt, sei schön brav.... 8), gib dich Bescheiden. Bei mir hat's problemlos geklappt.....

Viel Erfolg


Haima

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von incues » 22.03.2010, 13:40

Bei uns hat meine Verlobte den Schritt unternommen und es ihrer Mutter erzählt. Von diesem Zeitpunkt an wusste sowieso die ganze Familie bescheid. Mütter können einfach keine Geheimnisse bewahren! :lol: Vor unserer Hochzeit im Juli, werde ich ihre Eltern aber noch einmal symbolisch fragen. Wird wohl in Kombination mit der Übergabe des Brautgeldes passieren.
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andy

Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von andy » 22.03.2010, 13:55

incues hat geschrieben:Wird wohl in Kombination mit der Übergabe des Brautgeldes passieren.
Du musst deinen Schwiegereltern Brautgeld bezahlen?
Ich dachte sowas gibts nur symbolisch bei der Hochzeitsfeier selbst oder bei Familien auf dem Land wo die Eltern nochmal etwas Geld rausschlagen wollen, aber deine Freundin kommt doch aus Hong Kong?

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von corneta » 22.03.2010, 14:24

Hallo Wu,

erst mal willkommen im Forum.

Ich würde vorschlagen, dass du erst mal mit deiner Freundin folgenen Punkt besprichst:

Wie soll die Hochzeit in China ablaufen, Party ja oder nein?

Nach allem, was ich bis jetzt über Hochzeiten in China gelesen habe, kann man da schon ein ziemliches Event draus machen. Wie diese Party allerdings ohne das Inkenntnissetzen der Eltern funktionieren soll, ist mir nicht ganz klar.

Wenn ihr ohne großes Spektakel heiraten wollt, dann ist es theoretisch eine Sache zwischen euch beiden. Allerdings solltet ihr bedenken, dass ihr das Problem lediglich verlagert, wenn ihr mit der Sprache erst nach der Hochzeit rausrückt. Wenn ihr vor der Hochzeit nichts sagt, dann kann auch keiner was dagegen haben, allerdings kommt das Theater (wenn denn eins kommt) danach in doppelter Ausführung. Die Eltern beschweren sich womöglich über die Wahl der Tochter und sind dann auch noch sauer, weil sie noch nicht einmal dabei sein konnten. Wenn ihr vorher die Fronten klärt, lässt man den Eltern wenigstens noch die Chance, sich mit der Situation anzufreunden.

Ich bin zwar weder mit einem Chinesen verheiratet, noch bin ich in China, aber ich habe letztes Jahr auch eher unkonventionell geheiratet. Wir wollten den Tag für uns alleine haben und haben ohne Gäste (auch ohne Eltern) geheiratet. Die waren zwar nicht ganz so begeistert, aber es war für sie ok. Wenn wir aber erst danach mit der Sprache herausgerückt wären, wären sie mit Sicherheit sauer gewesen, weil sie das Gefühl gehabt hätten, das man was verheimlicht.

@ all

Ich geh mal davon aus, dass die Eltern bei Einwänden die Hochzeit nicht verhindern können, oder?

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von Haima » 22.03.2010, 14:54

incues hat geschrieben:Wird wohl in Kombination mit der Übergabe des Brautgeldes passieren.
:shock: :shock: :shock: Das wäre für mich ein Killerkriterium. Ich würde nie für meine Frau "bezahlen". Kann mir das einfach nicht vorstellen. Andere Kulturen usw. hin oder her... und ich bezeichne mit eigentlich als offen denkender Mensch.
corneta hat geschrieben:Ich geh mal davon aus, dass die Eltern bei Einwänden die Hochzeit nicht verhindern können, oder?
Naja, können sie eben schon und geschieht wohl öfter, als man denkt. Wenn ich so höre (oder übersetzt kriege) was im Kollegenkreis meiner Frau so läuft, legen eben die Eltern schon hie und da Vetos gegen das Heiraten ein. Es gibt leider immer noch recht viele Paare, die heiraten, obwohl sie sich noch gar nicht so gut kennen. Da ist es für Eltern eben auch einfacher, dann unter Umständen eine Hochzeit zu verhindern.
Auch hier im Forum hatten wir doch schon ähnlich gelagerte Fälle....

Übrigens sind die letzten paar Jahre mehr oder weniger durch die Eltern arrangierte Hochzeiten wieder häufiger zu beobachten. Immer mehr junge Chinesinnen und Chinesen geben an, so oder so keine Zeit für die Brautschau zu haben. "Meine Eltern kennen mich sowieso fast besser als ich mich selber, die finden also sicher bei gute Frau / einen guten Mann für mich". Diesen Satz habe ich kürzlich in einem Bericht dazu gelesen.
Oft ist wohl auch eine Spur Resignation dabei.

Gruss

Haima

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von corneta » 22.03.2010, 15:04

@ Haima

Verhindern im Sinne von "so lange auf die Braut einquatschen, bis sie es lässt" oder können die den Gang zum Standesamt auch irgendwie rechtlich verhindern?

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von Haima » 22.03.2010, 16:09

corneta hat geschrieben: Verhindern im Sinne von "so lange auf die Braut einquatschen, bis sie es lässt" oder können die den Gang zum Standesamt auch irgendwie rechtlich verhindern?
Nein schon ersteres.

Dass sie das rechtlich verhindern können, glaube ich kaum. Habe ich jedenfalls noch nie gehört. Bin aber weder Rechtsanwalt, noch hätte ich das je genauer angeschaut. Ev. weiss da jemand anderes was konkretes.
Wenn ich mich nicht irre, ist in China das Mindestheiratsalter bei 21 Jahren. Bei jüngeren Paaren wäre ev. was rechtliches machbar ?? :?:

Eltern haben aber schon gute Druckmittel. Kommt dazu, dass in China Kinder relativ selten was gegen den Widerstand ihrer Eltern machen.

Gruss

Haima

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von wudang » 22.03.2010, 16:33

Hallo,

ich weiss nur, dass die Schwester von meiner Freundin auch ohne Hochzeitsfeier geheiratet haben und wir wollen auch nicht feiern.
Wie schon gesagt (geschrieben), ich habe schon die Familie mehr mals getroffen. Auch bei der Familie Zuhause gewohnt. Meine Freundin hat mir gesagt, dass sie ihre Mutter und Schwester schon erzählt hat, dass sie "vielleicht" im Sommer heiratet. Und sie haben darauf wirklich nicht viel gesagt. Im späteren Jahren als wir zusammen mit ihrer Familie zum Essen gegangen waren, haben sie sogar darauf verzichtet Schweinefleich zu essen, da ich keins esse. Nur manchmal was ich von meiner Freundin gehört habe, dass ihre Eltern vielleicht sich sorgen machen, dass ich nicht viel Geld habe. Es zählt nur wenn man sein eigene "Business" hat.

Ich glaube denen ist es klar dass wir heiraten aber meine Frage war ja, soll ich ganz formell die Familie fragen ob ich die Tochter heiraten darf oder ist es überflüssig. Oder wir gehen einfach heiraten und danach sagen wir ta ta ta wir sind verheiratet :D

Danke für eure Antworten, Wu

PS. Umlaute jetzt vorhanden, da ich jetzt nich mehr im Büro bin.

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von wudang » 22.03.2010, 16:36

corneta hat geschrieben:@ Haima

Verhindern im Sinne von "so lange auf die Braut einquatschen, bis sie es lässt" oder können die den Gang zum Standesamt auch irgendwie rechtlich verhindern?
Ich glaube nicht, dass meine Freundin ihre Meinung ändern würde, egal wieviel die Eltern aud sie einquatschen. Ich kenne sie einfach zu sehr gut :) Meine bessere Hälfte aus dem fernen Osten :D

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von aquadraht » 22.03.2010, 17:16

wudang hat geschrieben:Hallo,

..
Ich glaube denen ist es klar dass wir heiraten aber meine Frage war ja, soll ich ganz formell die Familie fragen ob ich die Tochter heiraten darf oder ist es überflüssig. Oder wir gehen einfach heiraten und danach sagen wir ta ta ta wir sind verheiratet :D

Danke für eure Antworten, Wu

PS. Umlaute jetzt vorhanden, da ich jetzt nich mehr im Büro bin.
Also ich denke, allen Chinesen, die ich kenne, sind Familie, und damit auch eine Heirat, sehr wichtig. Ich vermute, je nach Bildungsbackground musst Du nicht so tun, als wenn Du die Familie um Erlaubnis bitten. In China entscheiden eh die Frauen, wen sie heiraten, und lassen sich da weder von der Familie noch von dem Opfer :mrgreen: viel reinreden.

Du solltest Deine Verlobte aber schon rausfinden lassen, ob Deiner chinesischen Familie eine Feier wichtig ist. Mein Gefühl ist, eher ja. Aber wie gesagt, das müsst Ihr herausfinden.

Dass die zeitgenössischen Chinesen etwas geldfixiert sind, ist richtig beobachtet. Aber Achtung kannst Du auch unabhängig davon gewinnen. Ich vermute sogar, wenn die Familie Deiner Verlobten gut gestellt ist, dass sie besorgt sind, jemand wolle schmarotzen. Das lässt sich nur praktisch widerlegen, und damit, dass ihr euren eigenen Weg findet, kannst Du da Ansehen gewinnen.

a^2

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Re: eine kurze Geschichte und die Familie meiner Freundin

Beitrag von ingo_001 » 22.03.2010, 17:42

Erstmal, auch von mir: Herzlich willkommen in unserem Forum.
wudang hat geschrieben:Nur manchmal was ich von meiner Freundin gehört habe, dass ihre Eltern vielleicht sich sorgen machen, dass ich nicht viel Geld habe. Es zählt nur wenn man sein eigene "Business" hat.
Na ja, dass sich ihre Eltern Sorgen machen ist natürlich, denn immerhin wird sie (nehme ich an) China verlassen, um zu Dir zu ziehen. Da wollen ihre Eltern selbstverständlich wissen, wem sie ihre (einzige?) Tochter anvertrauen und wie ihre Zukunft in Etwa aussehen wird.
Da ihre Eltern zudem wohlhabend sind, ist es auch nicht ungewöhnlich, dass sie es gerne sehen würden, wenn ihr Schwiegersohn in spe auch ähnlich gut situiert wäre.
wudang hat geschrieben:Ich glaube denen ist es klar dass wir heiraten aber meine Frage war ja, soll ich ganz formell die Familie fragen ob ich die Tochter heiraten darf oder ist es überflüssig. Oder wir gehen einfach heiraten und danach sagen wir ta ta ta wir sind verheiratet :D
Wie heisst es so schön: Glauben ist nicht wissen.
Oder anders gesagt: Nach Eurer langjährigen Fernbeziehung sollte es eigentlich schon klar sein, wie die Eltern Deiner Freundin zu Eurer beabsichtigten Heirat stehen.
Das ist so ziemlich die wichtigste Aussage, die man von den Eltern zu erwarten hat, nachdem klar ist, wohin die Reise (beziehungstechmich) hin führt.
Und gerade deshalb bin ich mir sicher, dass ihre Eltern zumindest mit Ihr über das Für und Wider gesprochen haben.
Es klingt für mich ... zumindest ungewöhnlich, dass das Thema Hochzeit angeblich so beiläufig behandelt oder nur angeschnitten wurde.
Das ist ... unchinesisch.
Über die Gründe kann und will ich nicht spekulieren und schon gar nicht urteilen. Am Besten, Du besprichst die Hintergründe mit Deiner Freundin.

* Nur kurz:
Bei mir wars so, dass meine Schwiegerfamilie schon von Anfang an wissen wollte ob wir heiraten wollen und was ihre Tochter im fernen Deutschland erwartet.
Davon unabhängig gabs den Familiensegen, nachdam klar war, dass ich kein "schlechtes Ei" bin. Wobei bei meiner Schwiegerfamilie am wichtigsten war, dass mein Charakter gut ist und sie während meiner Besuche in China jedesmal sehen konnten, wie gut wir uns verstehen.
Natürlich wurde meine spätere Frau auch "unter 4 Augen" von ihrer Familie über mich befragt. Da ich aber ein Grundguter bin, war da auch alles im grünen Bereich.
Trotzdem fragte ich die Familie auch noch mal offiziell - wär zwar nicht nötig gewesen, wollte ich aber so.
Die Hochzeitsfeier fiel mit ca. 30 Leuten eher klein aus (für chinesische Verhältnisse).
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.

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