meine Tochter hat einen chinesischen Freund

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Hendrik
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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von Hendrik » 16.02.2010, 14:18

Das ist weniger eine Frage des könnens, viel mehr eine Frage des wollens.
.

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ingo_001
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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von ingo_001 » 16.02.2010, 14:39

blomah hat geschrieben:
EmmaPeel hat geschrieben: Beruhigend ist ja, dass - jedenfalls diesem Forum nach - das Heiraten sehr kompliziert sein soll. Zumindest kann man nichts überstürzen.
Ich hoffe, der/die eine oder andere kann mir helfen.
Schönen Abend noch
Emma
Freu dich nicht zu frueh. Fuer wirklich verzweifelte Paare gibt es immer noch die HK-Variante um heiraten zu koennen.
Immer langsam mit den jungen Pferden :mrgreen:
Ganz so einfach dürfte es nun auch wieder nicht sein.
Ich geh mal davon aus, dass der Freund von EmmaPeels Tochter Mainland-Chinese ist, weil das Wort Hongkong von ihr nicht genannt wurde.
Und für Mainland-Chinesen gilt m.W. nach wie vor ne Visumspflicht, wenn sie nach Hongkong wollen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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EmmaPeel
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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von EmmaPeel » 16.02.2010, 20:19

Hallo!
Also der Freund stammt aus Jilin, wohnt aber in Dalian. Also Mainland-Chinese. Glaube ich.
Lieben Gruß Emma

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von blomah » 17.02.2010, 03:16

Ja, aber Mainland Chinese sind die Haupteinnahmequelle in HK. Die Visumregel duerfte fuer Ihn kein problem sein. Zumal der Individualtourismus immer populaerer in PRC wird. Wo ein Wille ist , ist auch ein Weg. Und verglichen mit den Bestimmungen in D, ist HK viel einfacher zu heiraten.

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von belrain » 20.02.2010, 06:46

Interessant finde ich ja, wenn ein deutscher Mann eine chinesin kennengelernt hat, schreiben alle immer - klasse, super, fahr hin, heirate etc ... :lol:
Jetzt, heisst es - oh, pass auf, wer weiss, heirat kann schneller passieren als du glaubst :lol:

Also, die junge Dame ist 23. Sie sollte eigentlich wissen was sie tut. Und wenn sie nun in China jemand kennengelernt hat, ist das doch schoen fuer sie. Und wenn er auch was gelernt hat und in Deutschland weiter studieren will, ist das doch auch schoen fuer ihn - oder sogar beide.

@ EmmaPeel
Ich finde es klasse, dass du dich erkundigen moechtest wie du mit einem chinesischen Freund deiner Tochter umgehen kannst/sollst. Und in diesem Forum gibt es sicherlich genug Beispiele, wie es geht und was man nicht machen sollte. Dazu noch Wiki und etwas Buchlektuere - auch dazu gibt es einen Thread hier - und es kann nichts schiefgehen. Im Zweifelsfall bleib du selbst. Glaube mir, der Freund deiner Tochter erwartet auch nichts anderes. Im Gegenteil, er wird sehr ueberrascht sein, wenn du etwas ueber sein Land/Kultur/Sprache kennst.
Und was deine Sorge mit einer ueberstuerzten Hochzeit angeht, auch wenn es jetzt fies klingt, diese Erfahrung muss deine Tochter selbst machen. Wenn du irgendetwas dagegen unternehmen wuerdest, wird sie es dir auf ewig nachtragen. Kinder sind so - und Liebe macht i.d.R. nicht nur blind sondern auch bloed. Aber mehr als einen guten Rat wird sie von dir nicht annehmen. Und wenn sie wirklich ueberstuerzt heiraten will, wirst du auch nichts machen koennen - Honkong laesst gruessen.
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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von otternase » 20.02.2010, 12:55

belrain hat geschrieben:Interessant finde ich ja, wenn ein deutscher Mann eine chinesin kennengelernt hat, schreiben alle immer - klasse, super, fahr hin, heirate etc ... :lol:
Jetzt, heisst es - oh, pass auf, wer weiss, heirat kann schneller passieren als du glaubst :lol:
wobei das interessante darüberhinaus das ist, dass von "anderer Seite", also in den meisten, zumindest den eher konservativeren Familien, die ich kenne, die Haltung analog dazu geht. Wenn die chinesische Tochter einen Ausländer der Familie als Freund vorstellt, wird das weitaus eher akzeptiert, als wenn der chinesische Sohn eine Ausländerin mitbringt... Insoweit würde mich ja jetzt ein Erfahrungsbericht der Tochter EmmaPeels sehr interessieren, wie die Eltern des jungen Mannes reagiert haben---

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von ingo_001 » 20.02.2010, 14:11

Stimmt, das würde mich auch interessieren, wie es in diesem Fall aussieht.
Vielleicht kann sich EmmaPeels Tochter hierzu ja mal äussern (wenn Mamma sie dazu bewegen kann, dass sie sich hier anmeldet) :wink:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von EmmaPeel's Tochter » 08.03.2010, 11:34

Hallo,

meine Mutter hat mir ganz stolz von dem Forum erzählt, dass sie gefunden hat und mich gebeten mich doch auch anzumelden :wink:
Ich bin seit Samstag wieder in Deutschland, hab also noch einen schönen Jetlag...

Zum chinese new year: Wir sind am 12. abends mit dem Schlafzug von Dalian nach Jilin gefahren. Seine Eltern haben uns dann am Bahnhof abgeholt und waren von der ersten Begegnung an sehr lieb und freundlich zu mir. Die Kommunikation lief hauptsächlich über meine jämmerlichen Brocken Chinesisch und Zeichensprache. Hat aber besser funktioniert als ich dachte!
Wir sind dann am ersten Abend direkt zu einigen Verwandten gefahren und haben da den Abend verbracht. Ich hab gelernt wie man Jaozi macht und wir ständig hieß es "Let's play firework!" Es hat mir wirklich sehr gut gefallen und alle haben sich unheimliche Mühe gegeben, dass ich mich wohlfühle.
Auch die folgenden zwei Tage sind wir immer wieder zu verschiedenen Verwandten gefahren. Einmal waren wir bei seinen Großeltern, die haben auf einem Dorf etwa 100km weit weg von Jilin gewohnt. Da war ich dann erstmal das Highlight, seine Tanten haben mich durch das halbe Dorf geschleift um allen die blonde, blauäugige Laowai zu zeigen. Ich fand das jetzt eigentlich nicht so tragisch, ich bin es eh gewöhnt angestarrt zu werden. Aber meinem Freund und seinen Eltern war das irrepeinlich und sie haben sich den Rest der Woche so etwa 1000mal dafür entschudligt.
Alles in allem kann man sagen, dass es wirklich eine sehr schöne Woche war! Das häufige Essen und das Zusammensein mit der Familie hat mich sehr an Weihnachten in Deutschland erinnert.

Der weitere Plan ist, dass mein Freund nach Deutschland kommt und hier erstmal ein Jahr lang Deutsch lernt. Danach will er hier seinen Master machen.
Da hab ich jetzt auch schon mal direkt eine Frage zu: Ich schreibe gerade sein Motivationsschreiben für das Visum (ich finde das Visumsverfahren und die ganzen Unterlagen die man braucht sind die reinste Schikane...). Ist es klug im Motivationsschreiben zu erwähnen, dass er eine deutsche Freundin hat?

Liebe Grüße
EmmaPeel's Tochter

andy

Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von andy » 08.03.2010, 13:03

EmmaPeel's Tochter hat geschrieben:Ist es klug im Motivationsschreiben zu erwähnen, dass er eine deutsche Freundin hat?
In dem Fall würde Ich es in dem Schreiben nicht erwähnen, sieht dann nämlich so aus als wäre das die Einzige wahre Motivation und kann dann ganz schnell zur Ablehnung führen.
Ich würde eher das Augenmerk darauf legen das Er hier seinen Master machen will, sich für den Deutschen Arbeitsmarkt Interessiert usw.

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von de guo xiong » 08.03.2010, 13:04

EmmaPeel's Tochter hat geschrieben:Hallo,

Ist es klug im Motivationsschreiben zu erwähnen, dass er eine deutsche Freundin hat?
Hallo und erst einmal willkommen im Forum!

Die Frage haben wir schon einmal ausführlich diskutiert und zwar hier:

http://forum.chinaseite.de/viewtopic.ph ... rschweigen

de guo xiong, der viel Erfolg bei der Beantragung wünscht
To the world you maybe one person,
but to one you maybe the world!!

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von ingo_001 » 08.03.2010, 13:05

Sei auch Du, Tochter der Emma Peel, herzlich willkommen in unserem Forum :wink:

Dein Kennenlern-und-Erlebnis-Bericht sollte ja Deine Mom doch beruhigen :)

Jetzt zum zweiten Part:
EmmaPeel's Tochter hat geschrieben:Der weitere Plan ist, dass mein Freund nach Deutschland kommt und hier erstmal ein Jahr lang Deutsch lernt. Danach will er hier seinen Master machen.
Da hab ich jetzt auch schon mal direkt eine Frage zu: Ich schreibe gerade sein Motivationsschreiben für das Visum (ich finde das Visumsverfahren und die ganzen Unterlagen die man braucht sind die reinste Schikane...). Ist es klug im Motivationsschreiben zu erwähnen, dass er eine deutsche Freundin hat?
Schwer zu sagen.
Es gibt hier im Forum Beispiele für als auch gegen das Erwähnen Eurer Beziehung zueinander.
Ich persönlich würde zur Ehrlichkeit raten, weil wir damit immer gut gefahren waren.
Wir hatten nie das Pech an einen "Schalter-Napoleon" zu geraten.
Aber selbst wenn, dann hätte ich mich ggf. an dessen Vorgesetzten gewendet.
Mein Tipp: Seid ehrlich - aber sagt nichts von evtl. Heiratsabsichten.
Das würde (im worst Case) negativ ausgelegt werden können und zur Ablehnung des Visumsantrages führen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von otternase » 08.03.2010, 13:31

EmmaPeel's Tochter hat geschrieben:Ist es klug im Motivationsschreiben zu erwähnen, dass er eine deutsche Freundin hat?
ich denke, eher nicht:

Wenn das Schreiben die Motivation sehr überzeugend rüberbringt, dann kann eine solche Erwähnung zusätzlich noch positiv wirken, aber dieser Effekt ist dann nicht notwendig.,
Wenn hingegen die Motivation aus dem Schreiben nicht deutlich genug hervorgeht, dann würde eine solche Erwähnung dazu führen, dass dem Antragssteller unterstellt wird, dass dies der einzige Grund für den Antrag ist und alle anderen Gründe nur vorgeschoben sind. Dann würde die Erwähnung also das Schreiben insgesamt abwerten...

Was aber sicher nicht verkehrt wäre, wenn er ganz allgemein schreibt, dass er deutsche Freunde hat, also bereits Kontakt zu Menschen des Ziellandes pflegt. Das unterstreicht das Interesse an Deutschland.

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von corneta » 08.03.2010, 13:40

EmmaPeel's Tochter hat geschrieben:Der weitere Plan ist, dass mein Freund nach Deutschland kommt und hier erstmal ein Jahr lang Deutsch lernt. Danach will er hier seinen Master machen.
Für mich liest sich das eher so, als wenn er ein Studentenvisum bräuchte. Oder möchte er dich jetzt erst mal besuchen um dann zu entscheiden, ob er hier studieren möchte oder nicht?

Infos zum Studentenvisum gab es hier schon mal.

Und herzlich willkommen im Forum übrigens.

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Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von otternase » 08.03.2010, 13:43

corneta hat geschrieben:
EmmaPeel's Tochter hat geschrieben:Der weitere Plan ist, dass mein Freund nach Deutschland kommt und hier erstmal ein Jahr lang Deutsch lernt. Danach will er hier seinen Master machen.
Für mich liest sich das eher so, als wenn er ein Studentenvisum bräuchte.
für mich liest sich das auch so, als ob er ein solches beantragt (bzw. zunächst ein Sprachkursvisum), wozu sonst würde ein Motivationsschreiben verlangt? Von Touri- bzw. Besuchervisa kenne ich sowas nicht?

aber um da Spekulation zu vermeiden: "EmmaPeel's Tochter", kannst Du uns sagen, welchen Visumstyp Dein Freund beantragt?

andy

Re: meine Tochter hat einen chinesischen Freund

Beitrag von andy » 08.03.2010, 14:03

Hallo und erst einmal willkommen im Forum!

Die Frage haben wir schon einmal ausführlich diskutiert und zwar hier:

viewtopic.php?f=41&t=10198&hilit=verschweigen

de guo xiong, der viel Erfolg bei der Beantragung wünscht
In dem von dir genannten Thread ist die Ausgangssituation eine ganz andere.

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