"The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped...

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DanielClaton
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"The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped...

Beitrag von DanielClaton » 11.01.2015, 02:37

Hallo,

um dem großen Hype um "The Interview" zu folgen, habe ich mir den Film jetzt tatsächlich auf Englisch angeschaut. Ich will hier nicht spoilern, daher werde ich nur wenig zum Inhalt sagen. Aber der Film ist nicht besonders gut. Die meisten Witze sind unter der Gürtellinie und haben eigentlich nichts mit Nordkorea zu tun. (Haha, einer der Hauptdarsteller muss ne Rakete in seinem Arsch verstecken...)

Meiner Meinung nach ist der Film nicht gut. Er wird wahrscheinlich nie Kultstatus erreichen und diese Art von Fäkkalhumor ist auch nicht meine Richtung. Also ohne diese Geschichte mit "Nordkoreanische Hacker bedrohen Sony" und dem ewigen Hin und Her hätte der Film wohl niemals so interessant scheinen können.

Der Film ist darüber hinaus schlecht recherchiert. Ich war in Nordkorea und was mir am Film aufgefallen ist:

- Niemals würden offizielle nordkoreanische Stellen ihr Land "Nordkorea" nennen oder auch "Demokratische Volksrepublik Nordkorea"

- Es wird kein riesiger Personenkult um Kim Jong Un betrieben. (Anders als im Film.) Also damit meine ich nicht so krank wie um seinen Großvater und seinen Vater. (Kim Jong Un Statuen haben wir gar nicht zu Gesicht bekommen und sein Portrait hängt auch nicht an öffentlichen Gebäuden überall.)

- Niemals würde man "Präsident Kim Jong Un" sagen. Die "Ehre" ist nur seinem Großvater, dem ewigen Präsidenten, vorbehalten.

An sich hätten viele der Witze und der Plot auch mit einem "unechten" Regime funktioniert. Mach daraus eine Diktatur "Irgendwo in Ostasien", ansonsten gleiche Witze etc, wäre genauso gegangen und kein Land wäre sauer aufgestoßen worden.

Wenn man bedenkt, wie viel wohl einigen Leuten in Nordkorea wirklich ihr geliebter Führer Kim Jong Un bedeutet, waren manche Szenen echt geschmacklos. Warum musste der Kerl mal nackt gezeigt werden? Und warum musste der Typ einem Soldaten eine Kugel in den Anus hinein abfeuern?

Der Film war grob beleidigend und das mit Absicht. Mach so einen Film mal mit einem amtierenden U.S. Präsidenten oder dem Präsidenten von Israel. Zusätzlich zu Obamas Unzulänglichkeiten bauen wir im Film noch ein, dass er Sex mit Tieren hat. Dürfte dann ans Niveau dieses Films rankommen. Das das Regime in Nordkorea böse ist, stelle ich hier nicht in Abrede. Aber zwischen "Kim Jong Un ist ein gemeiner Diktator" und dem, was dieser Film hier liefert, liegen Welten. Das war keine Kritik mehr, das war schon wirklich Provokation, in dem der Kerl auf das übelste beleidigt wird.

OT: Ähnlich wie Mohammed- Karikaturen. Heißt Meinungsfreiheit wirklich, dass ich alles und jeden beleidigen darf? Kritik kann man gern äußern, aber es sollte dann bitte auf Fakten beruhen. Selbst mit den Fakten über Nordkorea hätte man in dem Film einiges machen können. Ein zweites Mal werde ich mir den Film nicht mal im TV anschauen.

Schöne Grüße,
Dominik

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von GigiPineapple » 11.01.2015, 06:23

DanielClaton hat geschrieben:Hallo,

um dem großen Hype um "The Interview" zu folgen, habe ich mir den Film jetzt tatsächlich auf Englisch angeschaut. Ich will hier nicht spoilern, daher werde ich nur wenig zum Inhalt sagen. Aber der Film ist nicht besonders gut. Die meisten Witze sind unter der Gürtellinie und haben eigentlich nichts mit Nordkorea zu tun. (Haha, einer der Hauptdarsteller muss ne Rakete in seinem Arsch verstecken...)

Meiner Meinung nach ist der Film nicht gut. Er wird wahrscheinlich nie Kultstatus erreichen und diese Art von Fäkkalhumor ist auch nicht meine Richtung. Also ohne diese Geschichte mit "Nordkoreanische Hacker bedrohen Sony" und dem ewigen Hin und Her hätte der Film wohl niemals so interessant scheinen können.

Der Film ist darüber hinaus schlecht recherchiert. Ich war in Nordkorea und was mir am Film aufgefallen ist:

- Niemals würden offizielle nordkoreanische Stellen ihr Land "Nordkorea" nennen oder auch "Demokratische Volksrepublik Nordkorea"

- Es wird kein riesiger Personenkult um Kim Jong Un betrieben. (Anders als im Film.) Also damit meine ich nicht so krank wie um seinen Großvater und seinen Vater. (Kim Jong Un Statuen haben wir gar nicht zu Gesicht bekommen und sein Portrait hängt auch nicht an öffentlichen Gebäuden überall.)

- Niemals würde man "Präsident Kim Jong Un" sagen. Die "Ehre" ist nur seinem Großvater, dem ewigen Präsidenten, vorbehalten.

An sich hätten viele der Witze und der Plot auch mit einem "unechten" Regime funktioniert. Mach daraus eine Diktatur "Irgendwo in Ostasien", ansonsten gleiche Witze etc, wäre genauso gegangen und kein Land wäre sauer aufgestoßen worden.

Wenn man bedenkt, wie viel wohl einigen Leuten in Nordkorea wirklich ihr geliebter Führer Kim Jong Un bedeutet, waren manche Szenen echt geschmacklos. Warum musste der Kerl mal nackt gezeigt werden? Und warum musste der Typ einem Soldaten eine Kugel in den Anus hinein abfeuern?

Der Film war grob beleidigend und das mit Absicht. Mach so einen Film mal mit einem amtierenden U.S. Präsidenten oder dem Präsidenten von Israel. Zusätzlich zu Obamas Unzulänglichkeiten bauen wir im Film noch ein, dass er Sex mit Tieren hat. Dürfte dann ans Niveau dieses Films rankommen. Das das Regime in Nordkorea böse ist, stelle ich hier nicht in Abrede. Aber zwischen "Kim Jong Un ist ein gemeiner Diktator" und dem, was dieser Film hier liefert, liegen Welten. Das war keine Kritik mehr, das war schon wirklich Provokation, in dem der Kerl auf das übelste beleidigt wird.

OT: Ähnlich wie Mohammed- Karikaturen. Heißt Meinungsfreiheit wirklich, dass ich alles und jeden beleidigen darf? Kritik kann man gern äußern, aber es sollte dann bitte auf Fakten beruhen. Selbst mit den Fakten über Nordkorea hätte man in dem Film einiges machen können. Ein zweites Mal werde ich mir den Film nicht mal im TV anschauen.

Schöne Grüße,
Dominik
Danke für den Kommentar. Ich habe bisher eher Gutes über den Film gehört (Online-Meinung, keine persönlichen Empfehlungen), und es ist durchaus interessant, auch solche Meinungen zu lesen.
Ich selbst hatte nicht vor, den Film anzusehen. Ich hatte den Eindruck (wie du bestätigst), dass es sich nur um einen bewusst provozierenden, beleidigenden und nicht auf Tatsachen beruhenden Film handelt.

Wobei... da der Film anscheinend genau so, wie ich es erwartet hatte, ist, wäre es doch interessant, ihn zu sehen :oops: :mrgreen:
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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von sweetpanda » 11.01.2015, 10:12

An diese Diktatorenparodie erinnert man sich noch 70 Jahre später.
https://www.youtube.com/watch?v=bMIIpe-suAs

Die aktuelle mittelmäßige Parodie ist trotz aller spannenden Zusatzereignisse in einem halben Jahr vergessen.

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von VielUnterwegz » 11.01.2015, 11:35

So einen Film kannst du über Obama ohne Probleme drehen, ist von der Redefreiheit in den USA klar gedeckt. Aber klar, diese Freiheit ist einer Diktatur fremd.

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von sweetpanda » 11.01.2015, 12:11

Einen offen Behinderten- Ausländer- oder homosexuellenfeindlichen Film kann man in der "westlichen" Welt auch nicht mehr drehen. Tabus gibt natürlich auch bei uns, aber man könnte Argumentieren, dass dadurch "Schwache" vor der Mehrheitsgesellschaft geschützt werden.
Dadurch sind unsere Tabus gut, die Tabus der anderen Gesellschaften schlecht.

Ein Film/Doku wie dieser ist heute auch nicht mehr möglich:

https://www.youtube.com/watch?v=ir9b3o9fz00

In Russland dürfen "Transgender" und Leute unter 1,5 Meter bald keinen Führerschein mehr machen.
Wegen der vielen Unfälle in Russland, die natürlich nicht durch die Millionen alkoholkranken Machos verursacht werden. Wenn man dann 200-300 Transgender und Zwergen den Führerschein verwehrt oder abnimmt, wird der Straßenverkehr natürlich wieder supersicher. :roll:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 12038.html

So hat jeder sein Tabus. :wink:

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von Luntan » 11.01.2015, 12:53

Interessant wie die Chinesen den Film beurteilen: Für die ist es der beste Film aller Zeiten :o

http://www.chinasmack.com/2014/stories/ ... ouban.html

Wobei jene Personen die im Internet solche Filme runterladen nicht gerade der Durchschnittschinese sind. Trotzdem interessant... 8)

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von wingtsun » 11.01.2015, 12:55

VielUnterwegz hat geschrieben:So einen Film kannst du über Obama ohne Probleme drehen, ist von der Redefreiheit in den USA klar gedeckt. Aber klar, diese Freiheit ist einer Diktatur fremd.
Echt, kann man. Wo ist denn dieser Film in dem der Fokus darauf liegt, die US-Regierung zu diffamieren?
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Die Kommentare sind interessant...

Beitrag von DanielClaton » 11.01.2015, 14:54

Hallo,

ein 10 Punkte Rating für einen Film, den die meisten laut eigener Angabe noch nicht mal gesehen haben...

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von GigiPineapple » 11.01.2015, 15:09

Luntan hat geschrieben:Interessant wie die Chinesen den Film beurteilen: Für die ist es der beste Film aller Zeiten :o

http://www.chinasmack.com/2014/stories/ ... ouban.html

Wobei jene Personen die im Internet solche Filme runterladen nicht gerade der Durchschnittschinese sind. Trotzdem interessant... 8)
Wobei Kim Jong-Un in China (zumindest für viele junge Leute) genauso ne Witzfigur ist. So überraschend kommt das dann doch wieder nicht.
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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von Christian1989 » 11.01.2015, 16:04

Luntan hat geschrieben:Interessant wie die Chinesen den Film beurteilen: Für die ist es der beste Film aller Zeiten :o

http://www.chinasmack.com/2014/stories/ ... ouban.html

Wobei jene Personen die im Internet solche Filme runterladen nicht gerade der Durchschnittschinese sind. Trotzdem interessant... 8)
Da Chinesen Nordkorea ja nicht sonderlich mögen und fast alles was aus den USA kommt gerne konsumieren ist das ja nicht verwunderlich. Der Chinasmack-Artikel ist aber noch vor der Zeit, bevor der Film überhaupt veröffentlicht wurde. Grund war ja, dass sich die 4chan-Nutzer vorgenommen haben, den Film die beste IMDb-Wertung zu geben. Die Chinesen haben dann gesagt, "wenn das in der IMDb geht, geht's auf Douban auch".

Mittlerweile ist der Film auf die Wertung 6.6 gefallen: http://movie.douban.com/subject/23034934/

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von Squire » 11.01.2015, 16:19

Ich finde der Film ist Schrott! Im Kino wäre er wahrscheinlich gefloppt. Durch den Hack und den ganzen Hype darum inkl. des Obama Interviews wird der Film dadurch hochgepuscht.

meine persönliche Meinung, nachdem ich mir den Film angeschaut hab ... der ist einfach platt und ich fand ihn nicht besonders komisch. Kein Film, den man zweimal sehen muss.
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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von Sachse28 » 11.01.2015, 17:22

Wär ich Kim Jong Un, würde ich jetzt einen richtig fiesen antiamerikanischen Krieg drehen lassen. Ich hätte richtig Lust dabei, mich da als Statist zu melden, falls die paar westlich aussehende Menschen benötigen.

Mal sehen, wie dann die USA reagieren. Wahrscheinlich wird das ganze dann nicht unter "Pressefreiheit" und "Satire" fallen, sondern als "Anstiftung zum Krieg" oder "Volksverhetzung". Und schwups, lassen die gleich mal ein paar Bomben auf Nordkorea fallen.

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von bossel » 11.01.2015, 17:26

wingtsun hat geschrieben:Echt, kann man. Wo ist denn dieser Film in dem der Fokus darauf liegt, die US-Regierung zu diffamieren?
Wie definierst Du "diffamieren"? Wenn man das weiß, kann man Dir sicher auch einige Beispiele nennen.

Sachse28 hat geschrieben:Die Amis zeigen auf jeden in der Welt mit dem Finger, aber selber können sie keine Selbstkritik vertragen.
Weiß ja nicht, was Du so für Scheißfilme guckst, aber es gibt genug US-amerikanische Filme, in denen die Regierung alles andere als gut dasteht. Gibt da drüben durchaus einige libertär beeinflußte Filmemacher.


Apropos "The Interview": War besser als gedacht, wenn auch nicht wirklich mein Geschmack. Einige Szenen waren aber recht nett, z.B. die Fingerbeißerei. Interessanterweise war der Film anders als die üblichen Amistreifen; ab ungefähr der Hälfte wurde er besser. Normalerweise gefallen mir US-Filme am Anfang besser & zum Ende hin wird's immer öder.

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von sweetpanda » 11.01.2015, 22:01

bossel hat geschrieben:
wingtsun hat geschrieben:Echt, kann man. Wo ist denn dieser Film in dem der Fokus darauf liegt, die US-Regierung zu diffamieren?
Wie definierst Du "diffamieren"? Wenn man das weiß, kann man Dir sicher auch einige Beispiele nennen.

Sachse28 hat geschrieben:Die Amis zeigen auf jeden in der Welt mit dem Finger, aber selber können sie keine Selbstkritik vertragen.
Weiß ja nicht, was Du so für Scheißfilme guckst, aber es gibt genug US-amerikanische Filme, in denen die Regierung alles andere als gut dasteht. Gibt da drüben durchaus einige libertär beeinflußte Filmemacher.


Apropos "The Interview": War besser als gedacht, wenn auch nicht wirklich mein Geschmack. Einige Szenen waren aber recht nett, z.B. die Fingerbeißerei. Interessanterweise war der Film anders als die üblichen Amistreifen; ab ungefähr der Hälfte wurde er besser. Normalerweise gefallen mir US-Filme am Anfang besser & zum Ende hin wird's immer öder.
Endlich mal eine weitere Stimme der Vernunft die gegen diesen Wahnsinn ankämpft.
Sehr viele dystopische Filme sind schärfste Gesellschaftskritiken am westlichen/amerikanischen System
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_dystopischer_Filme
Fasst immer hat eine amerikanische Regierung oder pöse Kapitalisten die Menschheit vernichtet.

Bei Planet der Affen haben sie böse Amis die Menschen in die Steinzeit "geatombombt", bei Alien spekuliert ein böser Großkonzern auf die Gewinne mit dem neuen Organismus, ohne Rücksicht auf Gefahren für Mensch und Umwelt. Ich könnte jetzt noch dutzende Beispiel anbringen.
Filme die kritisch, geradezu düster ihr eigenes "Herkunftssystem" verdammen, kommen alle nur aus dem Westen, insbesondere aus den Staaten.

Alle diese Filme zeigen keinen onanierenden oder furzenden Präsidenten -nein mit solchen "Oberflächlichkeiten" hält man sich nicht auf- sondern sind teilweise scharfe Kritiken am System als solchen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wag_the_Do ... und_wedelt
https://www.youtube.com/watch?v=ruAqul1jPlw


Ein wenig niveauloser mit mehr Action ist dieser:

Amerika als faschistoider Polizeistaat mir einem sehr unsympathischen/hinterhältigen Präsidenten.
https://www.youtube.com/watch?v=8-LDW7tWwAI

Wingtsun wird nun behaupten, dass das westliche/amerikanische Unterdrückungssystem so gut ausgereift ist, dass es auch ein paar Kasperlvorstellungen im Vordergrund hinnimmt, solange im "Hintergrund" alles noch richtig weiter läuft.

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Re: "The Interview"-Eine Kontroverse, die einen Film hyped..

Beitrag von JensB » 12.01.2015, 03:35

Ich hab den Film gesehen und kann den Hype nicht nachvollziehen. Es ist keine Propaganda, keine Anti-NKorea Film sondern nur eine Komödie. Und zwar die ohne diesen Hype kaum Erwähnung gefunden hätte.

Und das sage ich als jemand der eigentlich Seth Rogen recht gut findet. Aber nicht in dem Film. Im Kino hätte mich der Eintritt vermutlich geärgert.

Pineapple Express und This is the End fand ich deutlich besser.

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