Was ist widerlicher

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canni
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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von canni » 19.06.2013, 13:02

was Puni sagt von wegen der Symbole, sehe ich auch so.. noch keiner von Euch hier die vielen Jugendlichen mit ihren Hakenkreuz T Shirts gesehen ????
ich kauf eins und nehms mit... mal sehen was passiert....
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Armbinden mit diesem Symbol wird bei den meisten Cosplays getragen...
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
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alanos
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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von alanos » 19.06.2013, 14:05

Und mir ist ziemlich egal ob der Bürgermeister von Jamel SPD wählt. Ich habe ja auch nicht gesagt dass er selbst rechtsextrem ist sondern gegen die Einwohner welche anscheinend 90% Neonazis sind MACHTLOS ist.
Ich glaube, da hattest du kurz einen Aussetzer. Wie kann der Bürgermeister von der SPD sein, wenn 90% der Bürger NPD wählen? ;)
Wenn es rechte Gewalt in USA, Schweden, Osteuropa gibt ist es eine ganz andere Sache. Die haben eben keine solche Vergangenheit und haben keinen Grund auf dem Gebiet besonders empfindlich zu sein.
Warum sollte das eine andere Sache sein? Länder, die noch keinen Genozid begangen haben haben noch einen Freischuss? Das ist doch lächerlich.
Und übrigens: Die USA haben auch etwa 6-10 Millionen Indianer auf dem Gewissen...
Ein brennender Bus mit Ausländern wurde bejubelt, bei einem brennenden Asylantenheim ließ die Polizei über eine Stunde auf sich warten. Schon klar, sowas kommt in USA wohl ständig vor.
Poste hierzu doch bitte mal einige Links.
Und zum Thema USA: Google mal "Ku Klux Klan" ;)
nur dass man als Deutscher wegen der Geschichte eben ganz besonders empfindlich ist bzw. sein sollte, und schon gar nicht verharmlosen sollte.
Wieso sollte ICH besonders empfindlich sein? Habe ich jemals ein rassistisch motiviertes Verbrechen begangen? Ich glaube an soetwas wie eine "Erbsünde" nicht, tut mir Leid.
Und die Aussage "ach woher denn, ist doch nur EIN Ort, ansonsten gibt es in D keinen Rechtsextremismus" ist für meinen Geschmack eindeutig eine Runterspielung der Tatsachen.
Ich habe nie gesagt, dass es im Rest Deutschlands keinen Rechtsextremismus gibt, ich habe nur gesagt, dass er nicht ein so großes Problem ist, wie du es hier gerade versuchst darzustellen.



Drehen wir den Spieß mal um, die Bevölkerungen welcher Länder sind den ausländerfreundlicher bzw. -toleranter als die Deutschen?
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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von punisher2008 » 19.06.2013, 14:17

henchan hat geschrieben:Aber wenn man in D ganz besonders empfindlich sein soll, klingt es für mich, als ob man in anderen Ländern auch weniger empfindlich reagieren kann.
Tut man auch. In China z.B. hört man alle 5 Minuten irgendwelche rassistischen Bemerkungen. Ich sage ja nur dass man nicht alle Unsitten nachmachen muß, schon gar nicht als Deutscher. Sicher hat fast jedes Land seine schlimme Vergangenheit. Aber Massenvernichtungslager wo man Leute nur aufgrund ihres Glaubens oder Hautfarbe millionenweise vergast hat ist schon ein etwas anderes Kaliber. Daher finde ich es noch schlimmer dass man es in manchen Teilen des Landes immer noch nicht geschafft hat dafür Bewusstsein zu schaffen. Wie gesagt, wenn ich mal Zeit habe poste ich Links.
was Puni sagt von wegen der Symbole, sehe ich auch so.. noch keiner von Euch hier die vielen Jugendlichen mit ihren Hakenkreuz T Shirts gesehen ????
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Genau das meine ich. Ist einfach lächerlich Symbole verbieten zu wollen statt echte Verbrecher zu bestrafen. Hakenkreuz T-Shirts habe ich zwar noch keine gesehen, hatte aber in China mal auf QQ einen chinesischen Neonazi. Der hat behauptet er hätte ein Hakenkreuz-Tattoo. Aber der war ganz klar KEIN Buddhist sondern hat sich auch so bei jeder Gelegenheit positiv über den Adi und das 3. Reich geäußert. Irgendwann wurde mir der Schwachsinn dann zu viel und ich habe ihn gelöscht. Obwohl, Chinesen kann man sowas vielleicht gar nicht übel nehmen. Die wissen einfach zu wenig von Geschichte und haben ganz andere Gründe warum sie Hitler bewundern. Und das Hakenkreuz ist ein uraltes buddhistisches (oder noch älter?) Symbol. Das in D zu verbieten ist Schwachsinn. Und in jüngeren Jahren als ich mir Kiss-Platten kaufte habe ich mich immer wieder geärgert kaum welche mit dem Original-Logo zu finden. Aber wer weiß, vielleicht haben die mit dem eingedeutschen Logo ja irgendwann mal Sammlerwert und ich kann die für einigermaßen gutes Geld verkaufen. :lol:

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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von Skorpid » 19.06.2013, 14:47

Auch wenn ich nicht an kollektives Volksverbrechen oder Erbsünde glaube (ich stimme dem letzten Post von alanos zu), finde ich es gut, dass solche schwerbelastete Symbole verboten sind. Das Hakenkreuz ist übrigens nicht das einzige verbotene Symbol, gibt da regelrechte Listen, da sind auch Symbole aus anderem Zusammenhang dabei. Wenn ich als direkt Betroffener oder Kind eines direkt Betroffenen solche Symbole öffentlich zur Schau getragen sehen würde, käme ich mir doch sehr verhöhnt vor. Das die sich damals eben ein Symbol aus der indischen Mystik aussuchten ist leider dummer Zufall. Muss ich denn als Buddist dieses Symbol tragen? Ist das die Kernaussage oder der Kerninhalt meines Glaubens? Gibt es nicht genug andere Symbole, die ich benutzen könnte? WEnn wir das eine Symbol erlauben würden, müssten wir auch alle anderen erlauben, und der Hitlergruß? Den müssten wir auch wieder erlauben.
Da lieber auf ein religiöses Symbol verzichten, das keinerlei Verankerung und Bedeutung (außer eben mißbräuchlich) in unserem Kulturkreis hat, als den Neonazis eine Plattform und Einschüchterungsgrundlage zu bieten.

Bisschen Off-Topic: Ich finde es auch immer putzig, wenn sich Einwanderer über die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland aufregen. Klar sollte man dagegen sein und was dagegen sagen und sowas ist nicht tolerierbar, aber man sollte sich auch an die eigene Nase fassen. Ich glaube kaum ein Land ist so tolerant, nicht nur in der Bevölkerung sondern auch in der Gesetzgebung und Politik was Ausländer angeht (Versuch mal chinesischer Staatsbürger mit allen Rechten zu werden ;-) ). Das mag gut so sein, könnte aber auch ruhig mal als Vorbild für andere Länder erwähnt werden. Wenn das belegterweise anders ist, bitte ich um Aufklärung, ich lerne gerne dazu.

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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von canni » 19.06.2013, 14:59

und Du glaubst, die jungen Leute, die das hier ganz normal zur Schaustellen,w eil es in ist, die wissen um unsere Vergangenheit? Wo steht das? In deren Geschichtsbüchern? Also bitte slow down.
Wo ich kann red ich darüber.. weil es hier völlig falsche Vorstellungen gibt von uns Deutschen und unserer Vergangenheit. AH ist hier nicht so der Schlimme wie bei uns.
Aufklären. Erklären.

Ich will nichts beschönigen, ich komme aus Neumünster. Nachgewiesen ein Center der Rechten wenn auch in überschaubarer Stückzahl aber gefördert durch die Motorradgängs. Aber ich sag Euch die linken ratten vor denen habe ich gerade in Neumünster mehr Angst. Und die werden auch aus ganz Deutschland angekarrt. Wir haben es mit zwei Dingen zu tun, die wir leider nicht auf einer Linie sehen.

Also es ging ja um das Wort Schlitzauge. Muss man nicht sagen. Mandelaugen klingt viel schöner. Wir als Schwaben können bei leichtem Versprecher auch sagen Gelbfacler... wobei wir dann aber sicher die Badener meinen haha..

Apropos Sympbole wenn schon, die Moscheen und die Hassprediger, die diese nutzen aus unserem Land weg!
Die Verschleierung ist ein Symbol für die Unterdrückung der Frau... und wir lassen es zu...

Gebt diesen Jungen Leuten, die von den Rechten leicht verführbar sind eine lebensbasis dann ist das Problem gelöst. Aber wir schmeissen unsere Kohle ja anderen hinterher.
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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von henchan » 19.06.2013, 16:14

canni hat geschrieben: Apropos Sympbole wenn schon, die Moscheen und die Hassprediger, die diese nutzen aus unserem Land weg!
Ich hoffe jetzt mal, dass du nicht alle Moscheen meinst, sondern nur die, die ein Forum für hassprediger bieten. :roll: :wink:
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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von punisher2008 » 19.06.2013, 16:24

alanos hat geschrieben:
Und mir ist ziemlich egal ob der Bürgermeister von Jamel SPD wählt. Ich habe ja auch nicht gesagt dass er selbst rechtsextrem ist sondern gegen die Einwohner welche anscheinend 90% Neonazis sind MACHTLOS ist.
Ich glaube, da hattest du kurz einen Aussetzer. Wie kann der Bürgermeister von der SPD sein, wenn 90% der Bürger NPD wählen? ;)
Keine Ahnung, kenne mich mit Politik weder aus noch interessiere ich mich dafür. Aber du kannst dir gerne das Video ansehen, vielleicht findest du ja eine Antwort darauf.
Warum sollte das eine andere Sache sein? Länder, die noch keinen Genozid begangen haben haben noch einen Freischuss? Das ist doch lächerlich.
Und übrigens: Die USA haben auch etwa 6-10 Millionen Indianer auf dem Gewissen...
Keiner hat was von "Freischuss" gesagt. Ja, und wieder mal sind wir bei den bösen Amerikanern, die damals eigentlich noch gar keine waren. Europäer, darunter Engländer, Deutsche, Holländer etc. haben einen neu entdeckten Kontinent besiedelt und dabei kam es natürlich zu Konflikten mit der Urbevölkerung. Ich denke nicht dass es in einer beliebigen Kolonie auf der Welt sehr viel besser war. Für mich ist es aber schon ein kleiner Unterschied wenn man im eigenen Land Vernichtungslager baut und einfach so Teile der Bevölkerung gegen die der Diktator persönlich einen Hass (Neid?) hat in Massen abschlachtet. Wenn für dich die KZs auf einer Stufe stehen wie die Kolonisierung eines anderen Landes habe ich auch nicht mehr viel zu sagen.
Und zum Thema USA: Google mal "Ku Klux Klan"
Stell dir vor, von denen habe ich schon mal gehört. Aber ob die schlimmer waren als die Nazis, hinter denen praktisch ein ganzes Volk geschlossen stand, wage ich mal anzuzweifeln. Das waren und sind eigentlich nicht mehr als ein Haufen Spinner, die niemals im ganzen Land anerkannt wurden. Es gibt auch heute in USA Neonazis, aber die haben nicht wirklich viel zu sagen und werden vom überwiegenden Großteil der Bevölkerung abgelehnt. Wie gesagt, eben ein paar Spinner.
Wieso sollte ICH besonders empfindlich sein? Habe ich jemals ein rassistisch motiviertes Verbrechen begangen? Ich glaube an soetwas wie eine "Erbsünde" nicht, tut mir Leid.
Nein, nicht DU, sondern jeder Deutsche sollte mit etwas mehr Bewusstsein an Themen wie Rechtsextremismus gehen. Ich glaube auch nicht an Erbsünde. Ich bin nicht alt genug damals mitgemacht zu haben, auch meine Eltern nicht. Ja, mein Opa war Offizier bei der Wehrmacht, hatte aber mit der SS nichts am Hut. Außerdem hat keiner behauptet dass sich jemand schuldig fühlen sollte, nur dass man die neuen Rechtsextremen nicht verharmlosen oder unterschätzen sollte.
Ich habe nie gesagt, dass es im Rest Deutschlands keinen Rechtsextremismus gibt, ich habe nur gesagt, dass er nicht ein so großes Problem ist, wie du es hier gerade versuchst darzustellen.
Ich gebe auch nur das wieder was die Medien berichten. Ob die übertreiben, keine Ahnung. Ich persönlich versuche gar nichts darzustellen da ich keine persönlichen Erfahrungen gemacht habe.
Drehen wir den Spieß mal um, die Bevölkerungen welcher Länder sind den ausländerfreundlicher bzw. -toleranter als die Deutschen?
Ohne Quellen zu haben, aber aus persönlichem Eindruck: Spanien, Portugal, Kanada, Mexiko, Vietnam, Brasilien....? Keine Ahnung, aber vielleicht finde ich ja mal einen entsprechenden Artikel dazu.

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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von alanos » 19.06.2013, 17:24

Keine Ahnung, kenne mich mit Politik weder aus noch interessiere ich mich dafür. Aber du kannst dir gerne das Video ansehen, vielleicht findest du ja eine Antwort darauf.
Das ist ja schonmal eine tolle Prämisse für diese Diskussion...
Ich habe mir das Video angesehen, dort hat man ein 50 Seelen Dorf irgendwo in Pommern gesehen, in dem überdurchschnittlich viele Neonazis rumgerannt sind, sowie einen Grill, auf dem "Happy Holocaust" stand.
Aus diesen 50 Schwachköpfen auf ganz Deutschland zu schließen ist schon sehr gewagt.
Ich habe dann etwas nachgeforscht und gesehen, dass der Bürgermeister der Gemeinde von der SPD kommt. Also nicht von ganz rechts, oder nur ein bisschen rechts, sondern von einer eher linken Partei. Aber ja, dort sind ALLE Nazis, komplett! Der Kerl wurde nur gewählt, weil die ganzen Nazis zu doof zum lesen sind und deshalb SPD mit NPD verwechselt haben, kann ja mal passieren.
Ich würde nicht alles glauben was ich im Fernsehn sehe :roll:
Ja, und wieder mal sind wir bei den bösen Amerikanern, die damals eigentlich noch gar keine waren. Europäer, darunter Engländer, Deutsche, Holländer etc. haben einen neu entdeckten Kontinent besiedelt und dabei kam es natürlich zu Konflikten mit der Urbevölkerung.
Geschichte war nie dein Lieblingsfach, oder?
Ich rede hier nicht von dem ein oder anderen Indianerstamm, der bei der Kolonisierung der Ostküste ausradiert wurde, weil er sein Land nicht für drei Glasperlen verkaufen wollte. Die ersten Siedler waren übrigens eigentlich immer Engländer, Franzosen oder Holländer, aber schön, dass du auch die bösen Deutschen wieder ins Spiel gebracht hast, Geschichtsrevisionismus ist klasse! Die Deutschen kamen später, als das Land schon geklaut, die Indianer schon tot und das Land schon bebaut war ;)
Ich rede hier z.B. von der Zeit in der Indianer über den Pfad der Tränen in unfurchbare Reservate abgeschoben hat, in denen die an Krankheiten, Kälte und Hunger krepiert sind. Selbst heute leben die Indianer dort noch unter z.T. schrecklichen Bedingungen.
Du musst im Hinterkopf behalten, dass die USA zu dem Zeitpunkt ihrer Gründung nur aus den Dreizehn Kolonien an der Ostküste bestand, 90% des heutigen Staatsgebiets war noch von Indianern besiedelt.
Ich denke nicht dass es in einer beliebigen Kolonie auf der Welt sehr viel besser war.
Ja, deswegen gibt es mittlerweile in Afrika auch keine Schwarzen mehr, und in Indien keine Inder...
Um einen Bezug zum Forum zu schlagen: Qindao wurde während der deutschen Kolonialzeit zu einer der modernsten Städte Chinas ausgebaut. Genozid pur ;)
Wenn für dich die KZs auf einer Stufe stehen wie die Kolonisierung eines anderen Landes habe ich auch nicht mehr viel zu sagen.
Nein, für mich steht die Kolonisierung der beiden Amerikas ganz sicher über dem Holocaust. Ich versuche hier nicht den Holocaust zu verharmlosen, was damals passiert ist war eines der schrecklichsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte, aber die praktisch vollkommene Ausrottung der indigenen Bevölkerung ZWEIER Kontinente war dann doch nochmal ein bisschen Extremer, findest du nicht?
Stell dir vor, von denen habe ich schon mal gehört. Aber ob die schlimmer waren als die Nazis, hinter denen praktisch ein ganzes Volk geschlossen stand, wage ich mal anzuzweifeln.
Schlimmer als Neonazis waren sie auf jeden Fall.
Es gibt auch heute in USA Neonazis, aber die haben nicht wirklich viel zu sagen und werden vom überwiegenden Großteil der Bevölkerung abgelehnt. Wie gesagt, eben ein paar Spinner.
Und ist das in Deutschland anders? Kennst du auch nur einen Deutschen, der mit Neonazi-Gedankengut sympathisiert?
Nein, nicht DU, sondern jeder Deutsche sollte mit etwas mehr Bewusstsein an Themen wie Rechtsextremismus gehen.
Da kann ich dir leider nicht zustimmen. Es sollte heißen:
"Nein, nicht nur DU, sondern jeder Mensch sollte mit etwas mehr Bewusstsein an Themen wie Rechtsextremismus gehen."
Ich gebe auch nur das wieder was die Medien berichten. Ob die übertreiben, keine Ahnung. Ich persönlich versuche gar nichts darzustellen da ich keine persönlichen Erfahrungen gemacht habe.
Ich will dir jetzt wirklich nicht zunahe treten, aber unreflektiert die Meinung der Medien übernommen haben die Menschen in Deutschland von 70 Jahren schonmal. Wie schon gesagt, glaub nicht alles was im Fernsehen kommt.
Ohne Quellen zu haben, aber aus persönlichem Eindruck: Spanien, Portugal, Kanada, Mexiko, Vietnam, Brasilien....? Keine Ahnung, aber vielleicht finde ich ja mal einen entsprechenden Artikel dazu.
Klar, die sind nett zu dir als Deutschem. Wie siehts aber aus, wenn du dort z.B. als Schwarzer, Araber, Inder o.ä. aufkreuzt? Die meisten dieser Länder haben da so ihre Schwachpunkte (mit Ausnahme Kanada, die sind immer nett :lol: ). Wenn ich mir so überlege, was Spanien mit Afrikanern macht, die versuchen illegal ins Land zu kommen...
Wie auch immer, Deutschland ist eines der ausländerfreundlichsten Länder überhaupt, wir sind so nett, wir lassen somalische Piraten 10 Jahre in Deutschen Gefängnissen leben, wenn sie geschnappt werden. :mrgreen:
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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von punisher2008 » 19.06.2013, 18:21

alanos hat geschrieben:Aus diesen 50 Schwachköpfen auf ganz Deutschland zu schließen ist schon sehr gewagt.
Habe ich keineswegs. Trotzdem finde ich es eine Schande dass es sowas in D geben kann, auch wenn es nur ein kleines Dorf ist. Ausserdem muß man sich nicht mit Politik auskennen wenn man sich als Nicht-Skinhead gar nicht mehr auf die Straße trauen kann ohne im Krankenhaus zu landen. Geht auch Leuten in anderen Orten so. Ich habe Jamel nur als Extrembeispiel aufgeführt.
Geschichte war nie dein Lieblingsfach, oder?
Ich rede hier nicht von dem ein oder anderen Indianerstamm, der bei der Kolonisierung der Ostküste ausradiert wurde, weil er sein Land nicht für drei Glasperlen verkaufen wollte. Die ersten Siedler waren übrigens eigentlich immer Engländer, Franzosen oder Holländer, aber schön, dass du auch die bösen Deutschen wieder ins Spiel gebracht hast, Geschichtsrevisionismus ist klasse! Die Deutschen kamen später, als das Land schon geklaut, die Indianer schon tot und das Land schon bebaut war
Na gut, bei den ersten Siedlern mögen keine Deutschen dabei gewesen sein. Aber du vergisst dass auch D in Afrika und Qingdao Kolonien hatte, es sind also auch nicht unbedingt Unschuldsengel. Und nirgends habe ich was von "bösen Deutschen" gesagt, wollte nur zeigen dass sie auch nicht gerade frei von Rassismus oder Intoleranz sind. Wir können jetzt gerne diskutieren welche Kolonialmacht am schlimmsten war, aber wir dürften uns wohl einig sein dass jede Kolonisierung aus eigenen Interessen stattfand, nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit. Und die Kolonien waren nur ein Beispiel. Es ging mir eher um das 3. Reich und wie leicht es war die normale Bevölkerung gehirnzuwaschen. Und ja, Geschichte gehörte tatsächlich nicht zu meinen Lieblingsfächern. Aber bisschen was ist trotzdem hängengeblieben.
Um einen Bezug zum Forum zu schlagen: Qindao wurde während der deutschen Kolonialzeit zu einer der modernsten Städte Chinas ausgebaut. Genozid pur
Und Hong Kong auch. Viele sind der Meinung dass HK von der Kolonisierung profitiert hat. Mag stimmen, aber Fakt ist dass damals die Einheimischen nicht gefragt wurden ob sie unter britischer Herrschaft leben wollten. Ausserdem rechtfertigt das die Praktik der Kolonisierung als solches nicht.
Ich versuche hier nicht den Holocaust zu verharmlosen, was damals passiert ist war eines der schrecklichsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte, aber die praktisch vollkommene Ausrottung der indigenen Bevölkerung ZWEIER Kontinente war dann doch nochmal ein bisschen Extremer, findest du nicht?
Was schlimmer war darüber kann man sich streiten. Die Spanier und sonstigen Europäer haben auf dem amerikanischen Kontinent zweifellos ziemlich krass gehaust. Aber da war das Motiv eher Profitgier statt andere Kulturen auszulöschen. Die Indianer, Azteken etc. waren da einfach nur im Weg, daher hat man sie bekämpft. Typisch menschliche Gier und Machtstreben halt, war nie anders und ist es auch heute nicht. Zum Holocaust: welchen praktischen Nutzen hatte der? An den paar Juden oder Zigeunern wäre D ganz sicher nicht zu Grunde gegangen. Die Eroberung von Frankreich, Holland, Polen, Russland etc. dagegen ließe sich zumindest irgendwie mit Logik erklären. Ich bin kein Historiker, kann auch nicht beurteilen was die größte Grausamkeit in der Geschichte der Menschheit war.
Und ist das in Deutschland anders? Kennst du auch nur einen Deutschen, der mit Neonazi-Gedankengut sympathisiert?
Nein, nicht persönlich, ich war aber auch nie im Osten. Es mag ja sein dass manche Medien da etwas übertreiben, aber das heißt nicht dass ich gar nichts mehr was im Fernsehen oder Internet gesagt wird glauben kann.
Wenn ich mir so überlege, was Spanien mit Afrikanern macht, die versuchen illegal ins Land zu kommen...
Kann ich dir sagen, die werden fast alle hier aufgenommen, vom Staat versorgt etc., ähnlich wie in Deutschland. Ich sehe mir hier regelmäßig spanische Nachrichten an, habe aber noch nie gehört dass Afrikaner abgeschoben werden. Kommt in manchen Fällen sicher vor, ist aber ziemlich selten. Auch die Afrikaner die nach Spanien kommen sind schlau genug und "verlieren" ihre Pässe, sodass nicht mehr so leicht nachzuweisen ist wo sie herkommen. Also nimmt der spanische Staat sie eben auf. Wenn du mal in Südspanien warst wäre dir sicher aufgefallen dass es von Marokkanern und anderen Afrikanern nur so wimmelt. Ich denke nicht dass die alle legal hier sind. Aber in der Bevölkerung habe ich auch nach all den Monaten gegen diese Illegalen so gut wie nie Feindseligkeiten feststellen können. Von USA, Schweden, England etc. kannst du mir ja gerne was von Neonazis erzählen, aber hier in Spanien habe ich keine Spur davon gesehen, es war auch noch nie in den Nachrichten. Ohne selbst ausländerfeindlich zu erscheinen, aber die meisten Verbrechen hier werden von Rumänen, Marokkanern oder Osteuropäern begangen. Trotzdem bemerkt man keine Feindschaft gegen diese Gruppen.
Wie auch immer, Deutschland ist eines der ausländerfreundlichsten Länder überhaupt, wir sind so nett, wir lassen somalische Piraten 10 Jahre in Deutschen Gefängnissen leben, wenn sie geschnappt werden.
Das ist ja das absurde. Die Politik ist extrem lasch gegen illegale Einwanderer, was wiederum in der Bevölkerung Ausländerfeindlichkeit verstärkt. Würde man nicht jeden Asylanten reinlassen gäbe es meiner Meinung nach auch weniger Rechtsextremismus. Aber eigentlich wollte ich ja eine politische Diskussion vermeiden.

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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von henchan » 19.06.2013, 19:05

Ich denke, ich gehe mit meinen Ansichten zu 99 % mit punisher überein. Meine Meinung ist nur, dass es kein mehr an Abneigung oder weniger Abneigung, bzw. Sensibilisierung gegen Rassismus geht.
Ich finde aber folgenden Beitrag von Harald Schmidt sehr lustig. Ab Minute 3:13
Ist 100 % nicht gegen punischer gemünzt, es ist ein allgemein zu betrachtenes Vid.

Aber es sagt schon etwas gegen Hypersensibilisierte Leute in Sachen Deutschland und Rassismus aus.
Viel Spass
http://www.youtube.com/watch?v=mKEkxovmiAI

Zitat:
"Wir bei unserer Geschichte haben andere Völkier nicht zu belehren."
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Auch lustig:
"Jude, Jude, Jude"
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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von canni » 20.06.2013, 03:37

Henchan, sorry, aber da bin ich hardliner.

Ich meine alle und zwar solange, bis ich im Iran eine Kirche bauen darf oder wenigestens in diesen Ländern der Gläubigen meine Bibel offen zur Schau tragen darf ohne Standrechtlich erschossen oder gesteinigt zu werden. Und die Frauen nicht diesen Firlefanz tragen müssen.
Bis dahin sehe ich keinen Anlass , unser Land anderen zu überlassen ohne Gegenwehr.

Wehret den Anfängen. Es erinnert mich immer an den Mahner in der Wüste. Wir haben den Nazis zugejubelt als Heilsbringer. Wenn wir nicht aufpassen wird das mit dem Islam genau so gehen. Gemässigte werden überrannt von der Masse derer, die schon mit der muttermilch diese Dinge verabreicht bekommen.
Das Leben ist manchmal wie jemand, der Dir eine Tafel Schokolade hinhält und wenn Du reinbeisst merkst Du, dass es eine Zitrone ist. Mogelpackung.
Wenn du eine Sprache nicht oder nicht richtig sprichst, solltest Du zumindest ein guter Pantomime sein....

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Re: Was ist widerlicher

Beitrag von punisher2008 » 20.06.2013, 10:26

henchan hat geschrieben:Ich denke, ich gehe mit meinen Ansichten zu 99 % mit punisher überein. Meine Meinung ist nur, dass es kein mehr an Abneigung oder weniger Abneigung, bzw. Sensibilisierung gegen Rassismus geht.
Ich finde aber folgenden Beitrag von Harald Schmidt sehr lustig. Ab Minute 3:13
Ist 100 % nicht gegen punischer gemünzt, es ist ein allgemein zu betrachtenes Vid.

Aber es sagt schon etwas gegen Hypersensibilisierte Leute in Sachen Deutschland und Rassismus aus.
Viel Spass
http://www.youtube.com/watch?v=mKEkxovmiAI

Zitat:
"Wir bei unserer Geschichte haben andere Völkier nicht zu belehren."
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Auch lustig:
"Jude, Jude, Jude"
Ja, war recht witzig. Ich bin übrigens auch absolut gegen übertriebene "PC". Warum sollte man nicht mehr Jude, Schwarzer, Zigeuner oder sonst was sagen dürfen, ist doch Schwachsinn. Auch das ist übrigens in Spanien anders. Die Spanier denken gar nicht daran Ausländer mit neumodischen PC-Wörtern zu bezeichnen. Zigeuner sind weiterhin "gitanos", Marokkaner und andere Araber "moros" etc. Keinen stört das, und auch habe ich selten ein so wenig rassistisches Volk wie die Spanier erlebt. Hier ist das Motto wirklich "leben und leben lassen", deshalb sind mir die Spanier auch so sympathisch. :wink:

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