Verhältnis China - Japan

Alles über Japan, japanische Sprache und Kultur, Reise nach Japan und natürlich chinesisch-japanische Beziehungen.
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malemartin
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von malemartin » 25.04.2008, 14:22

belrain hat geschrieben:
malemartin hat geschrieben: Ist fuer mich auch der einzig erkennbare Grund.
Trotzdem muss Verniedlichung, das schlichte Ignorieren von Tatsachen sowie unsensible Umgang mit dem Thema NICHT sein.
Eine schlichte Entschuldigung fuer das was da alles passiert(e), waehre nach meinem Dafuerhalten, zumindest ein Signal. - Ohne das direkt jemand ueber Geld redet.
Alles andere KANN fatal werden.

Martin... der meint das ein Schritt in die richtige Richtung besser ist als: Heute stehen wir am Abgrund. - Morgen sind wir einen Schritt weiter.
Naja, aber am Beispiel Deutschland sieht man doch nur zu gut, wer alles seine Hände (und vor Allem wie lange :shock: ) seine Hände für viiiiiiiiiiel Geld aufhält :roll:
Krieg ist mit menschlichem Leid verbunden. - KEIN Geld der Welt kann Tote aufwiegen.
Deshalb meinte ich auch, das zumindest 'mal irgendwo ein ANFANG gemacht werden sollte. - Und NICHT direkt über KOHLE geredet wird.
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von no1gizmo » 25.04.2008, 15:41

belrain hat geschrieben: Naja, aber am Beispiel Deutschland sieht man doch nur zu gut, wer alles seine Hände (und vor Allem wie lange :shock: ) seine Hände für viiiiiiiiiiel Geld aufhält :roll:
Ja! (musste ich nochmal hervorheben)
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jd
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von jd » 29.04.2008, 15:02

Nach den Gesprächen der chinesischen Regierung mit den Regierungsvertretern aus Taiwan sind nunmehr auch Gespräche mit der japanischen Regierung terminiert, nachzulesen im Artikel China's Hu to make historical visit to Japan.

Jens David,
der auf chinesisch-...en Dialog hofft

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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von ingo_001 » 17.05.2013, 14:21

USA verurteilen Japans Äußerungen zu „Trostfrauen"

http://german.cri.cn/1565/2013/05/17/1s197388.htm

Soviel zur Vergangenheitsbewältigung made in Japan ... :roll:

Der Gesichtsverlust innerhalb Japans wiegt da wohl schwerer als der, den Japan durch diese Lüge bei seinen Nachbarn, samt dem Rest der Welt erleidet ...

Zeigt leider mal wieder, dass Japan (politisch + gesellschaftlich) nicht wirklich willens ist, sich diesem dunklen Teil seiner Geschichte offen zu stellen ... schlimmer noch: Es wird wider besseren Wissens vorsätzlich geleugnet :roll:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von Phytagoras » 17.05.2013, 14:43

Zeigt leider mal wieder, dass Japan (politisch + gesellschaftlich) nicht wirklich willens ist, sich diesem dunklen Teil seiner Geschichte offen zu stellen ... schlimmer noch: Es wird wider besseren Wissens vorsätzlich geleugnet
Naja. Ist in China ja auch nicht viel anders.

Es ist halt teilweise schade, dass im Geschichtsunterricht in Japan, laut einem Freund, der zweite Weltkrieg zwar kurz angesprochen wird, aber das wars dann auch. Viel wichtiger sei die Einigung Japans, Hideyoshi, Nobunaga und das ganze Zeug, als das, was in der nahen Vergangenheit passiert ist...

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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von ingo_001 » 17.05.2013, 14:55

Phytagoras hat geschrieben:
Zeigt leider mal wieder, dass Japan (politisch + gesellschaftlich) nicht wirklich willens ist, sich diesem dunklen Teil seiner Geschichte offen zu stellen ... schlimmer noch: Es wird wider besseren Wissens vorsätzlich geleugnet
Naja. Ist in China ja auch nicht viel anders.
Was hat Deine Aussage jetzt mit den jap. Kriegsverbrechen zu tun?
Denn um nichts anderes gehts in dem Artikel.

Und dass diese vorsätzliche Lüge vom Bürgermeister der Stadt Osaka "zum Besten" gegeben wurde (welches ja nun kein kleines Bergdorf ist), machts m.E. noch schlimmer.

Solange sich dies bzgl. nichts ändert, werden Japans Nachbarn wohl kaum an eine ehrliche Aufarbeitung der jap. Kriegsverbrechen glauben.
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von derVilk » 17.05.2013, 15:05

Naja. Ist in China ja auch nicht viel anders.
Das ist zwar richtig, macht es aber auch nicht besser.
Es ist eine Schande, dass ein volkswirtschaftlich soweit entwickeltes Land immer noch derartige Luegen verbreitet und augenscheinlich solch einen Mangel an Geschichtsaufarbeitung vorweist.

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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von Honigkuchen » 17.05.2013, 15:31

Das Geschichtsbild der jap. Regierung und Teilen der Gesellschaft, also die Relativierung offensichtlicher Kriegsverbrechen (Trostfrauen, Einheit 731) oder der Besuch desYasukuni-Schrein sind ohne Frage ein Bild des Jammers.

Also was Shinzo Abe sich dabei gedacht hat, verstehe ich nicht. Etwas mehr Fingerspitzengefühl wäre da durchaus angebracht.

EDIT: Das allerdings China nun den Ausbruch eines Gepiesackten zum Besten gibt kommt nur halbwegs glaubwürdig rüber, zumal China hier unter der Prämisse argumentiert das die eigene Geschichtsverarbeitung lupenrein wäre, etwas das bei aller Liebe nicht den Tatsachen entspricht.

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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von Phytagoras » 17.05.2013, 15:34

Solange sich dies bzgl. nichts ändert, werden Japans Nachbarn wohl kaum an eine ehrliche Aufarbeitung der jap. Kriegsverbrechen glauben.
Sicherlich. Aber wenn man fordert, dass sie Kriegsverbrechen aufarbeiten, sollte man vielleicht auch dennoch mal selbst in sein Land schauen und gucken, ob es dort auch geschehen ist...

Sicherlich sind sie in dem Punkt in der Opferrolle. Das ist ja keine Frage. Aber die eigene Täterrolle ggü. dem eigenen Volk wird auch nicht aufgearbeitet.

Ich finde es auch eine Schande, dass es in einem so fortschrittlichen Land wie Japan immer noch Kriegsverbrechensleugner gibt, Leute, die das relativieren und so.
Nur gerade als China wirkt es halt immer ziemlich lächerlich immer mit dem Finger auf andere zu zeigen, anstatt mal selbst mit gutem Beispiel voranzugehen und ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten.

Die können auch noch so oft immer sagen "Japan war böse. Japan war böse." (was ja stimmt), aber es wirkt arg lächerlich, wenn man selbst dann die eigenen Verbrechen nicht aufarbeitet...

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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von ingo_001 » 17.05.2013, 21:05

Phytagoras hat geschrieben:Sicherlich. Aber wenn man fordert, dass sie Kriegsverbrechen aufarbeiten, sollte man vielleicht auch dennoch mal selbst in sein Land schauen und gucken, ob es dort auch geschehen ist...

Sicherlich sind sie in dem Punkt in der Opferrolle. Das ist ja keine Frage. Aber die eigene Täterrolle ggü. dem eigenen Volk wird auch nicht aufgearbeitet.
Du meinst jetzt Maos "Großen Sprung" und die unseelige "Kulturrevolution"?
Sicher, beides hat unsagbar viel Leid über China gebracht, Mio. Tote gekostet und China in Bereich der Bildung und Wissenschaft glatt um eine Generation zurück geworfen.
Das müssen die Chinesen aber selbst aufarbeiten, weil es "nur" die chin. Bevölkerung betroffen hat bzw. betrifft.

Wie gesagt: Das ist für mich genauso inakzeptabel.
Aber nochmal: DARUM gehts hier nicht, sondern um die JAP. Kriegsverprechen, die die JAP. ARMEE in den von ihr besetzten Ländern begangen hat.

Und ein Unrecht gegen ein anderes aufzurechenen ist da m.E. ... zynisch.
Ich finde es auch eine Schande, dass es in einem so fortschrittlichen Land wie Japan immer noch Kriegsverbrechensleugner gibt, Leute, die das relativieren und so.
Nur gerade als China wirkt es halt immer ziemlich lächerlich immer mit dem Finger auf andere zu zeigen, anstatt mal selbst mit gutem Beispiel voranzugehen und ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten.

Die können auch noch so oft immer sagen "Japan war böse. Japan war böse." (was ja stimmt), aber es wirkt arg lächerlich, wenn man selbst dann die eigenen Verbrechen nicht aufarbeitet...
Wer sind denn "Die"?
Bitte denn betr. Artikel nochmal genau lesen ...
:idea: Das war ja die Sprecherin des us-Außenministeriums.
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von madmax » 17.05.2013, 21:58

ingo_001 hat geschrieben:USA verurteilen Japans Äußerungen zu „Trostfrauen"

http://german.cri.cn/1565/2013/05/17/1s197388.htm

Soviel zur Vergangenheitsbewältigung made in Japan ... :roll:
wtf?!? Seit wann repräsentiert ein Bürgermeister das ganze Land?
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von ingo_001 » 17.05.2013, 22:11

madmax hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben:USA verurteilen Japans Äußerungen zu „Trostfrauen"

http://german.cri.cn/1565/2013/05/17/1s197388.htm

Soviel zur Vergangenheitsbewältigung made in Japan ... :roll:
wtf?!? Seit wann repräsentiert ein Bürgermeister das ganze Land?
Seit dem diese Sichtweise in der jap. Gesellschaft vorherrscht - seit Ende des 2. Weltkrieges.
Die jap. Sichtweise in Kurzfassung:
Japan hat andere Länder besetzt - aber keine Kriegsverbrechen begangen.
Es gab allenfalls ünglückliche Einzelfälle ...

Ich gehe mal davon aus, dass sich die öffentl. Entrüstung wegen seiner Äußerung in Japan in Grenzen hält - ums mal höflich zu formulieren.
Und wenn Du eine Forderung nach einer Richtigstellung seiner Falschaussage, seitens der jap. Politik finden kannst - dann spendier ich Dir ein Bier.

Ums kurz zu sagen: Das Bier wirst Du Dir wohl selbst holen müssen ...

* Was meinst Du, was hier los wäre, würde der Bürgermeister von z.B. Hamburg Ähnliches in Bezug auf dt. Kriegsverbrechen behaupten?

Aha ...
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von ingo_001 » 17.05.2013, 22:24

Honigkuchen hat geschrieben:EDIT: Das allerdings China nun den Ausbruch eines Gepiesackten zum Besten gibt kommt nur halbwegs glaubwürdig rüber, zumal China hier unter der Prämisse argumentiert das die eigene Geschichtsverarbeitung lupenrein wäre, etwas das bei aller Liebe nicht den Tatsachen entspricht.
Bitte denn betr. Artikel nochmal genau lesen ...
:idea: Das war ja die Sprecherin des us-Außenministeriums.
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von madmax » 18.05.2013, 12:20

Du hast offensichtlich keine Ahnung, was das für ein Typ ist:Toru Hashimoto

Seitens der japanischen Politik brauchst du eine Richtigstellung? Reicht dir Premierminister Shinzo Abe? (Und komm mir jetzt nicht mit wie ehrlich/unehrlich seine Haltung ist. Man hat zumindest in der Regierung erkannt, dass eine Distanzierung notwendig sei).
Als Fleißaufgaben kannst du ja auch selbst mal nach der Reaktion des japanischen Außenministers zu des Herrn Bürgermeisters Kommentar suchen ...

Und wegen dem Bier ... ist geschenkt! Ich bestehe nicht darauf, dass du mir das extra nach China oder Österreich bringst. Das nächste Mal einfach früh genug überlegen, welche Wetteinsätze einlösbar sind, als nur groß zu reden.
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Re: Verhältnis China - Japan

Beitrag von ingo_001 » 18.05.2013, 15:00

madmax hat geschrieben:Man hat zumindest in der Regierung erkannt, dass eine Distanzierung notwendig sei.
Mit dem Irrtum kann ich leben - zeigt er doch, dass die jap. Regierung mittlerweile in der Lage ist (wenn auch erst nach Protesten aus China und Süd-Korea) doch die Tatsachen auch als solche zu akzeptieren.
Es besteht also Hoffnung, dass es in Japan doch noch zu einer Geschichtsaufarbeitung kommt, die diese Bezeichnung auch verdient.
madmax hat geschrieben:Und wegen dem Bier ... ist geschenkt! Ich bestehe nicht darauf, dass du mir das extra nach China oder Österreich bringst. Das nächste Mal einfach früh genug überlegen, welche Wetteinsätze einlösbar sind, als nur groß zu reden.
Ich stehe zu meinem Wort.
Aber natürlich mache ich mich nicht nur wegen einer Wettschuld auf die Socken.
Wenn ich das nächste mal in der Gegend bin (dazu muss ich dann aber auch wissen wo Du dann bist) wird die Bringschuld ... ähm ... Bierschuld eingelöst :mrgreen:
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