fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
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hy15
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fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von hy15 » 22.06.2016, 22:47

Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe ihr könnt mich hier etwas beraten.

Ich (Chinesin, wohnhaft in Deutschland) und mein Mann (Chinese, wohnhaft in China) planen einen Ehegattennachzug. Er soll nach Deutschland zu mir kommen.

Mein Mann hat heute seinen Visumantrag bei dem zuständigen Konsulat in China abgegeben. Es fand direkt im Anschluss ein Interview statt mit Befragung zur Ehe etc. :shock:
Natürlich hoffe ich, dass es jetzt alles schnell bearbeitet wird.

Mein Vater hat mir geraten, dass ich mich sofort bei der Ausländerbehörde melden soll um nachzufragen welche Unterlagen ich noch einreichen soll.
Er sagt, wenn ich mich nicht bei der Ausländerbehörde melde, dann kann es sein, dass der Antrag im 2 Jahren noch nicht bearbeitet wird.
Er ist der Meinung, dass man die Ausländerbehörde "hetzen/hinterherlaufen" soll.

Jedoch finde ich die Idee etwas skeptisch, denn die Behörden haben 3 Monaten Zeit zum Bearbeiten.
Ich weiß nicht, ob es gut ist die Behörden jetzt schon zu "nerven"..... schließlich möchte ich mich nicht mit den Sachbearbeitern verscherzen. :? Ich denke der Antrag ist noch nicht in Deutschland bei der Ausländerbehörde angekommen, deswegen finde ich etwas zu früh um nach Bearbeitungsstand zu fragen.

Wie sieht ihr das? Was haltet ihr von der Idee meines Vaters?

Lieben Grüße

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mjs
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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von mjs » 23.06.2016, 02:02

hy15 hat geschrieben:Mein Vater hat mir geraten, dass ich mich sofort bei der Ausländerbehörde melden soll um nachzufragen welche Unterlagen ich noch einreichen soll. Er sagt, wenn ich mich nicht bei der Ausländerbehörde melde, dann kann es sein, dass der Antrag im 2 Jahren noch nicht bearbeitet wird.
2 Jahre ist sicher übertrieben und hat er wahrscheinlich auch so gemeint (oder: er hat einen an der Klatsche, dann Glückwunsch an dich zum Umzug nach Deutschland).

Aber: Gelegentlich haben die Ausländerbehörden auch mal mehr zu tun - z.B. wenn das neue Semester losgeht und Studenten aus dem Ausland zum Semesterbeginn eintreffen. Oder z.B. wenn Mutti alle mühseligen und beladenen aus dem Nahen Osten einlädt. Da kann dann die Bearbeitung auch mal länger dauern. Oder halt die Ausländerbehörde Berlin kollabiert eben mal ein Weilchen.

Insofern: Sich mal höflich melden bringt da auf der Ausländerbehörde niemanden um. Im schlimmsten Fall fühlt sich da jemand kurz genervt, aber du bist ja nicht verantwortlich dafür, wenn jemand sich den falschen Job gesucht hat. Sollte aber wirklich was im argen sein (Kollegen in Urlaub, lange Kur oder einfach faul) bekommst du das u.U. mitgeteilt (okay, das mit der Faulheit sicher nicht) und weißt worauf du dich einstellen kannst und sparst dem Sachbearbeiter vielleicht sogar einen Anruf bei dir.

Das ist zwar auch nicht viel, aber andererseits: Wenn du da keinen Telefonterror veranstaltest oder beginnst die Bearbeiter da zu stalken schadet das auch keinem.
hy15 hat geschrieben:Er ist der Meinung, dass man die Ausländerbehörde "hetzen/hinterherlaufen" soll.
Na gut. Ziemlicher Blödsinn. Sicher kulturbedingt, kennt er wahrscheinlich nur so aus China. Hat er dir auch schon vorgeschlagen, der Ausländerbehörde einen roten Umschlag mitzubringen?

Dir ist schon klar, dass du dich in Deutschland besser auskennst - und dein Vater offensichtlich gar nicht.
hy15 hat geschrieben:Wie sieht ihr das? Was haltet ihr von der Idee meines Vaters?
Nix.

Mach das so, wie du das selbst für richtig hältst: Erst mal ein wenig zuwarten, bis der Antrag überhaupt bei der Ausländerbehörde angekommen ist und ein wenig später dich dort dann mal höflich melden, kurz fragen ob alles in Ordnung ist oder du bei irgendwas noch helfen sollst und bei der Gelegenheit dann fragen, auf was für eine Bearbeitungszeit du dich unverbindlich einstellen sollst.

Da ohne Not anzutanzen bevor der Antrag überhaupt dort ist, da machst du dich nur lächerlich mit.

hy15
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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von hy15 » 23.06.2016, 12:18

Vielen Dank für die Antwort!

Das mit dem roten Umschlag hat er nicht vorgeschlagen :D
Mein Vater lebt hier schon 20 Jahren und ich hätte gedacht er würde sich besser auskennen als ich.
Er hat erzählt, dass bei seinem Freund die Familienzusammenführung (minderjähriges Kind aus China zum Vater nach Deutschland) 2 Jahre gedauert hat, weil sein Freund sich nicht bei der Ausländerbehörde gemeldet hat und die Ausländerbehörde nicht gehetzt hat.

- Ja die Geschichte ist sehr unglaubwürdig, ich denke da muss noch andere Gründe geben, warum es 2 Jahren gedauert hat, aber mein Vater sagt es war so gewesen.
Und deswegen soll ich mich direkt bei der Behörde melden, um die lange Bearbeitungszeit zu sparen.
Er sagt, ich soll mich in der Ausländerbehörde vorstellen...

Sich vorstellen finde ich gut, aber mein Mann hat den Antrag für Ehegattennachzug erst gestern im Konsulat abgegeben, d.h. die Ausländerbehörde wissen noch gar nichts zu unserem Fall... ist es nicht zu voreilig da jetzt schon anzurufen?

LG Hany

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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von Exokiel » 23.06.2016, 12:53

Du, bzw. ihr, solltet garnichts unternehmen. Wenn vielleicht 3 Monate vergangen sind, dann kann man sich einmal melden, aber bevor die ABH überhaupt den Antrag hat...was sollen sie mit dir überhaupt anfangen?
Warum vorstellen? Was ist dein Anliegen?

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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von Phytagoras » 23.06.2016, 13:22

Ehegattennachzug dauert doch "nur" 3 Monate. Bei uns hats zwei Monate gedauert, aber wenn er zur deutschen Botschaft gegangen ist, solte da doch drin stehen, dass die Bearbeitungszeit 4-12 Wochen dauert.

Währenddessen wird sich dann die ABH wahrscheinlich melden und einen Nachweis über den Wohnraum verlangen.

So wars bei uns gewesen, wenn ich jetzt nichts verwechsle.

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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von qpr » 23.06.2016, 19:35

hy15 hat geschrieben: Wie sieht ihr das?
Die Post wird bei den deutschen AV´s gesammelt und dann per Diplomatenpost nach Berlin geschickt.
Das AA sortiert dann aus und alles Visumrelevante wird zum BVA in Köln geschickt.
Dort wird eine Akte für deinen Ehemann angeleget und anschließend werden die Unterlagen an die zuständige ABH geschickt.
Das so etwas nicht innerhalb von 48 Std. über die Bühne geht, sollte klar sein.

Bevor der Sachbearbeiter der ABH die Akte nicht auf seinem/ihrem Schreibtisch liegen hat, kann er/sie dir auch keine Auskunft geben.

Da du laut eigener Aussage Chinesin bist, werden von dir mehr Unterlagen gefordert werden, da du u.a. den LU sicherstellen mußt, sonst gibt es kein Visum.

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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von qpr » 23.06.2016, 19:36

Phytagoras hat geschrieben: Währenddessen wird sich dann die ABH wahrscheinlich melden und einen Nachweis über den Wohnraum verlangen.

So wars bei uns gewesen, wenn ich jetzt nichts verwechsle.
Du bist aber Deutscher, das ist etwas ganz anderes, als wenn Familiennachzug zum Ausländer angestrebt wird.

Da wird mehr verlangt, als nur ein Wohnungsnachweis.

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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von SimonSayz » 23.06.2016, 19:59

Die ABHs sind hierzulande hoffnungslos überfordert, allen voran das LABO in Berlin. Man sollte denen schon eine angemessene Frist geben und vielleicht nach 3 Monaten sich mal erkundigen.
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Re: fragen nach Bearbeitungsstand vermeiden oder nicht?

Beitrag von hy15 » 23.06.2016, 20:29

Danke an euch allen :D Ich werde warten :D

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